Radebeul, Landesbühne Sachsen, PARISER LEBEN – Jacques Offenbach, 10.02.2019

Landesbühnen Sachsen 

Landesbühne Sachsen / König Albert Theater Bad Elster - Pariser Leben - Manuela Neumann, Ekaterina Lankovskaia, Michael König, Christiane Günther, Sylke Guhr, Suji Kim © Pawel Sosnowski

Landesbühne Sachsen / König Albert Theater Bad Elster – Pariser Leben – Manuela Neumann, Ekaterina Lankovskaia, Michael König, Christiane Günther, Sylke Guhr, Suji Kim © Pawel Sosnowski

PARISER LEBEN –  JACQUES OFFENBACH

Wir feiern den 200. Geburtstag von Jacques Offenbach

Premiere Sonntag, 10. Februar 2019, 15.00 Uhr, König Albert Theater, Bad Elster, Freitag, 22.03.2019, 20:00Uhr in Radebeul in den Landesbühnen Sachsen

Nach der erfolgreichen Bühnenproduktion Eine Nacht in Venedig im Jahr 2015 ist dies die nächste große Operetten-Koproduktion der Landesbühnen Sachsen und des König Albert Theaters mit der Premiere in Bad Elster.

Die Operette zählt neben ORPHEUS IN DER UNTERWELT und der SCHÖNEN HELENA zu den erfolgreichsten Werken des Komponisten, der hier mit seinen Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy einen spöttischen Blick wirft auf das Klischee, das die Touristen aller Welt von Paris haben als einer Metropole des Champagner-Rausches und der lockeren Sitten.

Anders als ein reicher Mexikaner, der sein Geld jedes Jahr in der Stadt an der Seine verjubelt, reisen ein wohlhabender schwedischer Baron und seine Gattin aus dem kühlen Norden erstmals nach Paris, um sich – wie sie heimlich planen – durchaus nicht immer gemeinsam zu vergnügen!

Als Fremdenführer bieten sich ihnen die mittellosen Lebemänner Gardefeu und Bobinet an: Um an Geld und die hübsche Schwedin heranzukommen, erklärt Gardefeu kurzerhand seine Wohnung zu einer Filiale des «überbuchten» Grandhotels und einen Tag später verwandelt sich Freund Bobinet in einen «Admiral», um in den Räumlichkeiten einer verreisten Tante ein großes Fest zu geben – mit der verkleideten Dienerschaft als «Hautevollee».

Natürlich fliegt der Schwindel auf, doch schließlich verzichtet der schwedische Baron auf ein Duell mit seinen Gastgebern: Denn wie der Mexikaner seinen Maskenball, hat auch er das «Paris seiner Träume» finanziell mitinszeniert und sich wie alle Beteiligten beim Feiern zur Musik dieser berauschenden Offenbachiade prächtig amüsiert!

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen
Musikalische Leitung: GMD Florian Merz (Bad Elster)/  Karl Bernewitz
Inszenierung und Choreografie: Christopher Tölle
Ausstattung: Stefan Wiel

Besetzung:
Baronin Christine von Gondremark- Anna Erxleben;
Baron von Gondremark -Michael König / Hagen Erkrath;
Raoul De Gardefeu- Sebastjan Podbregar; Gabrielle – Kirsten Labonte;
Jean Frick – Kay Frenzel ; Métella – Katarzyna Wlodarczyk ;
Pompa Die Matadores – Andreas Petzoldt; Pauline- Iris Stefanie Maier;
Bobinet Chicard- Edward Lee; Mme Quimper-Karadec – Stephanie Krone;
Urbain – Johannes Leuschner; Gontram – Fred Bonitz
Es singt der Opernchor der Landesbühnen Sachsen

Tänzer / Innen: David Espinosa Angel, Petr Buchenkov, Morgan Perez, Julija Rusevica, Amy Marie Schönheit, Malwina Stepien, Aurora Fradella, Kassandra Cruz, Leonardo Germani, Brain Scalini

 


Vorstellungen:

 

So   10.02.2019   15:00                V          Prem                 Pariser Leben                           Bad Elster/Theater

Mi    06.03.2019   19:30                V                                   Pariser Leben                           Hoyerswerda/Lausitzhalle

Fr    15.03.2019   19:30                V                                   Pariser Leben                           Bad Elster/Theater

So   17.03.2019   18:00                V                                   Pariser Leben                           Großenhain/Kulturzentrum.

Fr    22.03.2019   20:00                V                                   Pariser Leben                           Hauptbühne Radebeul

So   24.03.2019   17:00                V                                   Pariser Leben                           Neustadt/Neustadthalle

So   14.04.2019   18:00                V                                   Pariser Leben                           Meissen/Theater

Fr    10.05.2019   19:30                V                                   Pariser Leben                           Eisleben/Theater

Sa   18.05.2019   19:30                V                                   Pariser Leben                           Freital/Kulturhaus

Mo   10.06.2019   19:00                V                                   Pariser Leben                           Bad Elster/Theater

So   16.06.2019   15:00                V                                   Pariser Leben                           Hauptbühne Radebeul

—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—

Augsburg, Theater Augsburg, Die Orestie – Aischylos, 29.09.2018

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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Die Orestie – Agamemnon, Die Choephoren, Die Eumeniden

Von der griechischen Antike zur heutigen Rechtsprechung

Premiere : 29.9.2018 19:30  im  martini-Park, weitere Vorstellungen: siehe unten

Mord, Rache und Sühne lauten die zentralen Motive in Die Orestie, ein 2500 Jahre altes Stück aus der griechischen Antike mit heutiger Wucht, dessen Premiere am 29. September die Eröffnung der Schauspielsaison 2018/19 im martini-Park markiert. In seiner Tragödien-Trilogie skizzierte Aischylos vor fast 2500 Jahren die »Erfindung« eines (vor-)demokratischen Staatswesens, auf deren Fundament unsere heutige westlich-demokratische Grundordnung basiert und deren Existenz gegenwärtig von massiven politisch tektonischen Verschiebungen bedroht erscheint. Regisseur Wojtek Klemm übersetzt die politische Aktualität dieser Trilogie in einer packenden Inszenierung von großer nicht zuletzt körperlich spürbarer Intensität.

Theater Augsburg / Die Orestie © Jan-Pieter Fuhr

Theater Augsburg / Die Orestie © Jan-Pieter Fuhr

Die ORESTIE

Tragödientrilogie von Aischylos

Das Unheil nimmt seinen Lauf, als der griechische Herrscher Agamemnon seine Tochter Iphigenie opfert, um die Götter auf dem Weg in den Krieg nach Troja gnädig zu stimmen. Das Opfer zeigt zwar den gewünschten Erfolg, doch seine Frau, Klytaimestra, ist davon naturgemäß nicht gerade begeistert. Sehnsüchtig wartet sie auf seine Rückkehr, um ihn aus Rache zu erschlagen. Dies und die Tatsache, dass sie sich mit dem verhassten Onkel Thyest zur Herrscherin über die Stadt erhebt, bringt wiederum ihre beiden Kinder, Orest und Elektra, gegen sie auf. Dabei steht Orest vor dem moralischen Dilemma, den Mord am Vater rächen zu wollen, dafür aber die Mutter umbringen zu müssen. Angestachelt vom aufgebrachten Volk, das die ihm verhasste Herrscherin loswerden möchte, entschließt er sich zur Tat, wird dafür aber zur Strafe von den Erinnyen, den von seiner Mutter geschickten Rachegeistern, verfolgt.  Dieser – scheinbar gottgewollten – Spirale von »Tod folgt auf Tod« setzt schließlich die Göttin Athene ein Ende, indem sie eine weltliche Ordnung einsetzt und die Menschen in die Selbstverantwortung entlässt.

Als der Dichter Aischylos im Jahr 458 v. Chr., zwei Jahre vor seinem Tod, mit der Uraufführung seiner Trilogie, die den Weg aus der Blutrache hin zu einer vormodernen Rechtsprechung nachzeichnet, den Siegespreis bei den Dionysien in Athen gewann, konnte er nicht ahnen, dass die Halbwertzeit der attischen Demokratie nur von begrenzter Dauer war und Europa für mehr als 2000 Jahre wieder im Blutsumpf rach- und herrschsüchtiger Despoten versinken sollte. Vor diesem Hintergrund und der sich aktuell immer deutlicher abzeichnenden antidemokratischen Verwerfungen in der Welt, kann uns diese einzige erhaltene Tragödien-Trilogie als mahnende Warnung gelten, unbeugsam für den Erhalt unserer Demokratie einzustehen.

Die Orestie ist die erste Regiearbeit des deutsch-polnischen Regisseurs Wojtek Klemm am Theater Augsburg. Er inszeniert regelmäßig in Polen, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Israel. Seine letzten Arbeiten endstanden am Deutschen Theater Berlin (»Tigermilch«), an den Münchner Kammerspielen (»1968«) und am polnischen Theater in Toruc (König Ödipus).

Inszenierung Wojtek Klemm, Bühne & Kostüme Katrin Kersten, Musikkomposition Albrecht Ziepert, Choreografie Efrat Stempler, Dramaturgie Lutz Keßler

Orestes, Chor Sebastian Baumgart, Kassandra, Chor Linda Elsner, Wächter, Apollon, Chor Gerald Fiedler, Iphigenie, Chor, Chorführerin (2. Teil) Marlene Hoffmann, Amme, Athene, Chor Natalie Hünig, Bote, Chorführer (1. Teil), Chor Anatol Käbisch, Agamemnon, Chor Thomas Prazak, Klytaimnestra, Chor Katharina Rehn, Aigisth, Chor Patrick Rupar, Elektra, Chor Karoline Stegemann

Premiere : 29.9.2018 19:30 | martini-Park,  Weitere Termine 3.10.2018 18:00 | martini-Park, 6.10.2018 19:30 | martini-Park, 20.10.2018 19:30 | martini-Park, 16.11.2018 19:30 | martini-Park, 22.11.2018 19:30 | martini-Park, 8.12.2018 19:30 | martini-Park, 18.12.2018 19:30 | martini-Park, 2.1.2019 19:30 | martini-Park, 18.1.2019 19:30 | martini-Park,, 3.2.2019 18:00 | martini-Park

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