Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Juan Diego Flórez – Belcanto Konzert, 07.04.2018

März 23, 2018 by  
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Tonhalle Düsseldorf

Heinersdorff Konzerte

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Gregor-Hohenberg / Sony Classical

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Gregor-Hohenberg / Sony Classical

Belcanto im schönsten Wortsinn
Juan Diego Flórez Tenor

Samstag, 07. April 2018, 20 Uhr

 Gluck, Mozart, Donizetti, Massenet, Verdi

NDR Radiophilharmonie, Riccardo Minasi Leitung

Es scheint, als wäre der Begriff Belcanto extra erfunden worden, um seine Kunst zu beschreiben: Juan Diego Flórez übertrifft mit seinem kraftvollen Timbre und dem unverkennbaren Schmelz in der seelenvollen Tenorstimme alle Superlative des „schönen Gesangs“. Seit seinem überragenden Debüt als 23-Jähriger in der Mailänder Scala 1996 hat der peruanische Sängerestivals der Welt führt. Dass er dennoch niemals seine Herkunft als Sohn eines peruani eine Bilderbuchkarriere hingelegt, die ihn regelmäßig an die größten Opernhäuser und zu den renommiertesten Fschen Volkssängers vergisst und immer wieder gerne zur Gitarre greift, um sich selbst in schlichten Liedern und Canzonen zu begleiten, spricht für den sympathischen Superstar. Sein lang ersehntes Heinersdorff-Gastspiel steht ganz im Zeichen Mozarts und des italienischen Belcanto.

Karten: € 95,- / 85,- / 75,- / 60,- / 45,- zzgl. VVK-Gebühr
Vorverkauf: Opernshop, Tel. 0211 89 25 211, www.heinersdorff-konzerte.de

[Von Juan Diego Flórez wurden verschiedene Aufnahmen bei der Sony Classical veröffentlicht.]


Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Kristin Hoebermann

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Kristin Hoebermann

Juan Diego Flórez: Die großen Theater der Welt sehen in Juan Diego Flórez den Belcanto-Tenor par excellence. Sein ausdrucksstarker, müheloser und virtuoser Gesang macht ihn zu einem idealen Interpreten für Opern von Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti und Vincenzo Bellini. Publikum und Kritiker feiern einhellig die Vorstellungen, die er auf den bedeutendsten internationalen Opernbühnen und Konzertpodien gibt. Sein Operndebüt gab der peruanisch-österreichische Sänger im Jahr 1996 in Rossinis Matilde di Shabran beim Rossini-Opernfestival in Pesaro. Heute singt er an den wichtigsten Opernhäusern der Welt, gastiert regelmäßig beim Festival in Pesaro und gibt regelmäßig Konzerte.

Der peruanische Tenor Juan Diego Flórez ist dank seiner einzigartigen Stimme und seiner sensationellen Technik einer der Weltstars der Oper. Auf seiner aktuellen CD singt Flórez erstmals Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, einem weiteren Komponisten, dessen Werk ideal zu seinen Fähigkeiten passt. Mit 18 Jahren trat Flórez als Chorsänger in der Zauberflöte auf und fand so zur Oper. Seitdem hat er in zahlreichen Konzerten Mozart gesungen.

Die Einspielung entstand in Zürich mit dem herausragenden Orchester La Scintilla, den Alte Musik Spezialisten der Züricher Oper, unter Leitung von Mozart-Kenner Riccardo Minasi. Juan Diego Flórez wurde 1973 geboren und studierte Musik in seiner Heimatstadt Lima und am Curtis Institute in Philadelphia. 1996 gab er in Matilde di Shabran sein offizielles Debüt beim Rossini-Opernfestival in Pesaro, wo seine ausdrucksvolle Stimme und erstaunliche Agilität über Nacht für eine Sensation sorgten und ihn noch im selben Jahr, mit dreiundzwanzig Jahren, an die Scala führten. Seitdem tritt er regelmäßig unter den weltweit führenden Dirigenten auf den renommierten internationalen Opernbühnen auf. Als Belcanto-Tenor der Spitzenklasse hat sich Flórez vor allem in den führenden Tenorrollen von Rossini, Donizetti und Bellini sowie in Opern Verdis (Rigoletto und Falstaff), Puccinis (Gianni Schicchi), Glucks (Armide), Mozarts (Mitridate) und Nino Rotas (Il cappello di paglia di Firenze) einen Namen gemacht. 2007 brach er an der Scala mit einer 75 Jahre alten Tradition und sang eine Zugabe aus Donizettis Fille du régiment, die Arie ‚Ah! mes amis‘ mit neun hohen C; für eine ähnliche Sensation sorgte er 2008 mit der gleichen Meisterleistung an der New Yorker Metropolitan.

Er tritt auch als Solist und Konzertsänger in Werken wie Rossinis Stabat Mater auf. In den vergangenen Spielzeiten war er zu sehen und zu hören in: L’elisir d’amore an der WienerStaatsoper und der Met, Il barbiere di Siviglia in Lima, Le comte Ory an der Met,  I puritani in Tokio, Linda di Chamounix in Barcelona, Rigoletto in Zürich, Matilde di Shabran in Pesaro, Guillaume Tell in Lima und Pesaro, Les Pêcheurs de perles in Madrid, La donna del lago in Covent Garden, La Fille du régiment in Wien sowie in einem Konzert in Machu Picchu mit Gustavo Dudamel und dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar. Für 2014 sind geplant: La sonnambula in Barcelona, La Fille du régiment in Covent Garden, Roméo et Juliette in Lima, La Cenerentola an der Met, Il Barbiere di Siviglia in München, Le comte Ory an der Scala und La Favorite bei den Salzburger Festspielen sowie Konzerte in Marseille, Istanbul, Zürich, Genf, Madrid, Lüttich, Baden-Baden, Ludwigshafen, München und Wien.

Juan Diego Flórez hat als Decca-Exklusivkünstler seit 2001 zahlreiche Soloalben und Operngesamtaufnahmen auf CD und DVD veröffentlicht; viele davon haben Preise gewonnen, darunter den deutschen Echo und den Cannes Classical Award. Zu seinen neueren Einspielungen gehören Gesamtaufnahmen von Bellinis La sonnambula, mit Cecilia Bartoli auf CD und mit Natalie Dessay auf DVD, Glucks Orphée et Eurydice mit Ainhoa Garmendia, Bel  Canto spectacular – 2010 in der Kategorie ‚Best Classical Vocal Performance‘ für einen Grammy® nominiert – sowie 2010 eine CD mit geistlichen Liedern unter dem Titel ‚Santo‘. 2012 erschien die 2009 beim Rossini-Festival in Pesaro aufgenommene DVD mit Rossinis Zelmira, und 2013 folgte Rossinis Matilde di Shabran als Mitschnitt aus dem Teatro Comunale in Bologna. Für 2014 ist sein erstes, nur in französischer Sprache gesungenes Album ‚L’Amour‘ mit Opernarien von Donizetti bis Massenet geplant.

Der peruanische Tenor hat zahlreiche weitere internationale Kritikerpreise erhalten sowie den Sonnenorden als höchste Auszeichnung der peruanischen Regierung. 2012 wurde er zum Sonderbotschafter der UNESCO ernannt und in Wien als Kammersänger

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Franz Grundheber hält Meisterklasse, IOCO Aktuell, 15.02.2018

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Franz Grundheber hält MEISTERKLASSE im Januar 2018  

Nachwuchssänger des Opernstudios der Oper am Rhein gefördert

Von Susanne Resperger

Franz Grundheber ist ein seit Jahrzehnten international hoch angesehener Opernsänger, Bariton, welchem für seine außergewöhnlichen Leistungen sowohl von der Wiener Staatsoper als auch der Hamburgischen Staatsoper der Titel Kammersänger verliehen wurde.

Vor Jahren hatte Franz Grundheber bereits eine Meisterklasse für Mitglieder des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein in der Oper Düsseldorf gegeben. 2017 hat Prof. Christoph Meyer, Intendant der Rheinoper, Franz Grundheber erneut für eine solche Meisterklasse  gewinnen können, für die Zeit 10.1.-13.1.2018 im Maxhaus. Gekoppelt mit einem Auftritt von Grundheber als Peter Besenbinder in einer Hänsel und Gretel – Vorstellung der Rheinoper am 14.1.2018. Die Schüler der Meisterklasse, Mitglieder des Opernstudios der Oper am Rhein, waren Beniamin Pop, Peter Aisher, Maria Bioko, Sebastià Persi, Dimitra Kotidou.

Deutsche Oper am Rhein / Ankündigung zur Meisterklasse © Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Ankündigung zur Meisterklasse © Deutsche Oper am Rhein

Die Meisterklasse verlief im Maxhaus insgesamt lehrreich wie harmonisch; der  Abschluss am 13.1.2018 wurde jedoch durch Besucher ruppig gestört.  Geplant war, dass Franz Grundheber auch am Abschlussabend der Meisterklasse mit seinen Schülern an Feinheiten „arbeitet“. Auch das Publikum sollte erkennen, wie Franz Grundheber mit seinen Schülern arbeitet und was er ihnen für diesen Beruf mit auf den Weg geben möchte. Es sollte veranschaulicht werden, wie Schüler sich weiterentwickeln können und seine Empfehlungen in der Praxis umsetzen. Der Verlauf des Abends und seine Ziele wurden zu Beginn entsprechend kommuniziert. Auch der Bühnenaufbau lies diese Absicht erkennen; auf der linken Seite der kleinen Bühne stand ein Flügel, auf der rechten Seite ein Ohrensessel und ein Mikrofon.

Dennoch kam es im Laufe des Abends zu einem ungewohnten Eklat.  Zunächst wurde am Klavier Ville Enckelmann (Musikalischer Leiter des Opernstudios der Oper am Rhein) begrüßt und von Franz Grundheber für seine großartigen Leistungen in der vorangegangenen Arbeitswoche umfänglich gewürdigt. Dann betraten die Nachwuchssänger das Podium.

Deutsche Oper am Rhein / Meisterklasse - hier Franz Grundheber mit Blumenstrauss © Susanne Resperger

Deutsche Oper am Rhein / Meisterklasse – hier Franz Grundheber mit Blumenstrauss © Susanne Resperger

Der Abend begann mit Liedern von Robert Schumann und Johannes Brahms. Der Tenor Peter Aisher sang „Im wunderschönen Monat Mai“. Der Bariton Beniamin Pop sang Johannes Brahms „Von ewiger Liebe“. Wie angekündigt unterbrach Franz Grundheber, wie zuvor angekündigt, um den jungen Künstlern zu erklären, was sie an der jeweiligen Stelle verbessern könnten. Auch für Zuhörer ist es lehrreich, mehr über die intimen Zusammenhänge von Wort und Musik zu erfahren, welche Betonung oder Tonlänge eine bestimmte Wirkung erzielen kann, wie man Interpretationen nutzen kann, ohne direkt in die Musik einzugreifen. Unendlich bedeutende Facetten, welche aber die Umsetzung der Musik vielschichtiger, lebendiger werden lassen, welche die Seele der Dichtung zu klingen bringen. Auch erklärte Grundheber, wie Sänger das Publikum mit Blicken einbeziehen und die Wirkung seiner eigenen Persönlichkeit verstärken könne.

 Störende Besucher – Wunderbare Stimmen

Leider steigerte in dieser Phase der Veranstaltung im hinteren Teil des Saales Unruhe, bis Besucher schließlich rüde und unfreundlich riefen, „man möge doch aufhören ständig zu unterbrechen. Man sei zu einem Konzert gekommen und wolle nur zuhören.“ Franz Grundheber erklärte beruhigend, „die Veranstaltung sei nicht als reines Konzert, sondern als Meisterklasse geplant gewesen. Wenn man dies jedoch wünsche, so werde er nicht mehr unterbrechen.“  Grundheber gab den Störenfrieden nach, nicht beleidigt oder verärgert; „es sei vollkommen in Ordnung, wenn das Publikum ein reines Konzert hören wolle“.

Auch der anwesende Intendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer, griff mit sehr berührenden und emotionalen Worte ein: „Es ist sehr schade, dass man einem so großen Künstler nicht zuhören wolle und nicht erfahren möchte, wie er seine Arbeit macht und was die jungen Künstler eine Woche lang genossen hatten.Meyer betonte, wie stolz die Rheinoper sei, eine solche Persönlichkeit (NB Herrn Grundheber) bekommen zu haben, welcher mit den jungen Leuten des Hauses arbeitet und so viel verändern konnte; dass alle hier an einem solchen Abend teilnehmen dürfen und in diesem Rahmen den Beruf eines Sängers erklärt zu bekommen, wäre ein Privileg. Es sei bedauerlich, daß Störenfriede eine Änderung des Verlauf der Meisterklasse „erzwangen“

Deutsche Oper am Rhein / Meisterklasse - hier Franz Grundheber mit Blumenstrauss © Susanne Resperger

Deutsche Oper am Rhein / Meisterklasse – hier Franz Grundheber mit Blumenstrauss © Susanne Resperger

Der Großteil des Publikums reagierte sehr enttäuscht und verärgert über die Störenfriede. Die folgenden Lieder von Maria Bioko und Sebastià Persi gingen in der emotionalen Stimmung zwar ein wenig unter, wurden aber nicht mehr unterbrochen. Franz Grundheber blieb zwar am Podium sitzen, beschränkte sich aber nur noch auf ein herzliches Applaudieren der vortragenden Künstler.

Die Vorgänge wurden in der Pause heftig diskutiert. Doch Franz Grundheber ging nicht mehr auf die Bühne. Im zweiten Teil gab es das Lied des Harlekin aus der Oper Ariadne auf Naxos von Richard Strauss (Sebastià Peris) und die Szene des OctavianWie du warst“ aus dem Rosenkavalier (Maria Boiko). Beide mit wunderbar schönen Stimmen.

Alle Künstler hatten bisher ausgezeichnet gesungen; es war ein Genuss die herrlichen, jungen und angenehmen Stimmen zu hören. Doch war es dann Dimitra Kotidou, welche mit der Arie der Königin der Nacht („Oh zittre nicht“) das Publikum in Staunen versetzte und die Stimmung im Saal auffällig anheizte. Ihre großartige, lebendige Darbietung beflügelte den eher schüchtern wirkenden Peter Aisher bei seiner Arie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ (beides aus Mozarts Zauberflöte).

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war dann die Arie des Blondchens „Durch Zärtlichkeit“ aus Mozarts Entführung aus dem Serail, aus welcher Dimitra Kotidou ein wahres Kabinettstück machte. Wer hier genau hinsah und beobachtete, konnte ganz genau die Handschrift des Lehrers erkennen. Sie hatte diese Arie mit großer Ambition und Leidenschaft umgesetzt. Viele kleine Gesten und Blicke. Man spürte, wie Franz Grundheber all dies erklärt auch den Besucher vermitteln hätte können , vor allem wenn man seine Einstellung zur Rollengestaltung kennt.

Franz Grundhebers lange Erfahrung, wie man eine Rolle, eine Partie glaubhaft und ausdrucksvoll gestalten könne, ließ sich immer wieder deutlich erkennen. Doch durch die Rufe hinterer Reihen nahm der Abschlussabend des Meisterklasse einen unerwarteten Verlauf, wurde die Harmonie gestört. Vielen Besuchern blieb so Grundhebers Sichtweise zur Gestaltung des Liedausdrucks leider verborgen.

Die Schüler der Meisterklasse jedoch gehen ihren küntlerischen Weg auf den Bühnen der Musiktheater, inspiriert von dem reichen Informationsschatz Franz Grundhebers. Schöne Stimmen hatten sie allemal schon vor dieser Meisterklasse. Nun aber können sie, bereichert von Ratschlägen, dem „Knowhow“ des großen Franz Grundhebers, dem Publikum in ihren Theatern  Glück und Geheimnisse der Musik noch besser näherbringen.

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere CAPRICCIO von Richard Strauss, 14.01.2018

Dezember 29, 2017 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 CAPRICCIO von Richard Strauss

Premiere Sonntag, 14. Januar 2018  18.00 Uhr

Konversationsstück für Musik, Text  Clemens Krauss und Komponisten

Oper Frankfurt / Camille Nylund © anna.s

Oper Frankfurt / Camille Nylund © anna.s

Mit seiner letzten, am 28. Oktober 1942 im Münchner Nationaltheater uraufgeführten Oper Capriccio legte Richard Strauss (1864-1949) sein musikdramatisches Vermächtnis vor. Eingebettet in die Geschichte von einer Frau zwischen zwei Männern werden zwei entgegengesetzte musiktheoretische Positionen erörtert: Erst die Worte, dann die Musik. Oder ist es eher umgekehrt? Prima le parole – dopo la musica! hieß bereits das Libretto des Abbé Giambattista Casti, welches – von Antonio Salieri vertont – 1786 im Wettstreit mit einem Werk von Wolfgang Amadeus Mozart erstmals aufgeführt wurde. Dieses Sujet bietet die Grundlage des Librettos, das vornehmlich Clemens Krauss, der Dirigent der Uraufführung, für seinen Freund Strauss einrichtete und mit Zitaten berühmter Autoren wie z.B. Ronsard und Metastasio anreicherte. Musikalische Vorbilder waren hauptsächlich Strauss’ „Hausgötter“ Mozart und Wagner. Die letzte Frankfurter Inszenierung von Capriccio feierte in der Regie von Ekkehard Grüber und unter der musikalischen Leitung von Ralf Weikert am 24. März 1979 Premiere.

Gräfin Madeleine empfängt in ihrem Schloss nahe Paris eine Künstlerschar, darunter den Musiker Flamand und den Dichter Olivier. Beiden gleichermaßen zugetan entsteht ein Streit darüber, welche der beiden Künste die wichtigere sei. Am Ende kommt man zu dem Resultat, dass beide Formen gerade in ihrer Kombination die maximale Wirkung entfalten. Diese Aussicht versetzt die Gräfin kurz vor dem Souper in heiterste Laune…

Oper Frankfurt / Sebastian Weigle © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt / Sebastian Weigle © Wolfgang Runkel

Oper Frankfurt /KS Brigitte Fassbaender © Richard-Strauss-Festival

Oper Frankfurt /KS Brigitte Fassbaender © Richard-Strauss-Festival

Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor und Strauss-Spezialist Sebastian Weigle kehrt Brigitte Fassbaender nach ihrer stark akklamierten Sicht auf Strauss’ Ariadne auf Naxos und Brittens Paul Bunyan zurück nach Frankfurt. Die Sängerin und Regisseurin wurde kürzlich mit dem Echo Klassik 2017 für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die finnische Sopranistin Camilla Nylund (Gräfin) ist regelmäßiger Gast an den großen Opernbühnen weltweit. In Frankfurt war die Dresdner Kammersängerin zuletzt u.a. als Strauss’ Ariadne zu erleben. Der renommierte britische Tenor Graham Clark (Monsieur Taupe) kehrt nach Frankfurter Engagements als Narr in Reimanns Lear und als Hauk-Šendorf in Janáceks Die Sache Makropulos zurück an den Main. Die übrigen Hauptpartien sind mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt, darunter Gordon Bintner (Der Graf), AJ Glueckert (Flamand), Daniel Schmutzhard (Olivier), Alfred Reiter (La Roche), Tanja Ariane Baumgartner (Clairon), Sydney Mancasola (Eine italienische Sängerin) und Mario Chang (Ein italienischer Tenor).

Premiere: Sonntag, 14. Januar 2018, um 18.00 Uhr, Weitere Vorstellungen: 18., 20., 24., 26., 28. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Januar, 1., 10., 18. Februar 2018

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Renate Spingler – Peter Galliard – Jürgen Sacher, IOCO Aktuell, 12.12.2017

Dezember 12, 2017 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

 Staatsoper Hamburg ehrt langjährige Ensemblemitglieder

– Renate Spingler, Peter Galliard, Jürgen Sacher –

Im Rahmen des traditionellen Ensemblekonzerts Bühne frei! am 9. Dezember 2017 wurden die langjährigen  Ensemblemitglieder Renate Spingler  (Mezzosopran), Peter Galliard  (Tenor) und Jürgen Sacher (Tenor) vom Hamburger Senat ausgezeichnet  und erhielten den Titel der Kammersängerin bzw. des Kammersängers für anerkannt hervorragende  Verdienste auf dem Gebiet der Musik.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Wir zeichnen gleich drei  herausragende Künstlerpersönlichkeiten aus, die der Staatsoper Hamburg als  Ensemblemitglieder seit vielen Jahren eng verbunden sind und so die musikalische  Landschaft unserer Stadt geprägt haben. Alle drei waren in zahlreichen und äußerst  vielfältigen Rollen auf der Bühne der Staatsoper zu erleben und sind dank der hohen  künstlerischen Qualität und der Kontinuität ihrer Tätigkeit wichtige Stützen des Ensembles. Mit der Ernennung zu Kammersängern erkennen wir ihr großes  Engagement und ihre herausragenden Verdienste um die Staatsoper an.“

Staatsoper Hamburg / Kammersänger/in - vl Peter Galliard, Renate Spingler, Jürgen Sacher © Jürgen Joost

Staatsoper Hamburg / Kammersänger/in – vl Peter Galliard, Renate Spingler, Jürgen Sacher © Jürgen Joost

Staatsopernintendant Georges Delnon:Der Gedanke des Ensembles ist mir ein besonders wichtiges Anliegen. Neben der Pflege eines reichhaltigen Repertoires ist die  Kunst des Ensemblespiels von herausragender Bedeutung für die Qualität eines Opernhauses. Das Ensemble benötigt Sängerinnen und Sänger, die in ihrer Spielweise  nicht als solitäre Einzelkünstler wahrgenommen werden wollen, sondern Künstler, die  daran glauben, dass es auch um die Tatsache des miteinander Spielens und gemeinsamen Musizierens auf der Opernbühne geht. Nur mit dem Zusammenspiel  eines guten und feinsinnigen Ensembles trifft die Regie auf einen Nährboden für eine Gesamtleistung von Inszenierung, Musikalität und Qualität. Insofern freut es mich  ganz außerordentlich, dass im diesjährigen Ensemblekonzert drei langjährige und  bewährte Ensemblemitglieder geehrt und mit dem Titel des Kammersängers  ausgezeichnet werden.“

Das Motto des diesjährigen Ensemblekonzerts Bühne frei!  lautet Bretter, die die Welt bedeuten. Unter der Moderation von Staatsopernintendant Georges Delnon und der musikalischen Begleitung von Studienleiter Rupert Burleigh gestalten Ensemble-mitglieder einen vielseitigen Abend. Das traditionelle Ensemblekonzert findet zugunsten der Deutschen Muskelschwund-Hilfe e.V. statt.

Biographien:

Renate Spingler begann ihre Gesangsausbildung an der staatlichen Hochschule für Musik in München. Gleich im Anschluss engagierte Prof. Rolf Liebermann 1986 sie als Ensemblemitglied an die Hamburgische Staatsoper. Hier hat sie zahlreiche große Partien verkörpert, so als Gaea („Daphne“), Kabanicha („Katja Kabanova“), Marcellina („Nozze die Figaro“), Herodias („Salome“), Geneviève („Pelléas et Mellisande“), Orlofski („Die Fledermaus“), Marthe (Faus“), Försterin /Eule (Das schlaue Füchslein“),  Flora Bervoix (“La Traviata“), Mère Jeanne („Dialogues des Carmélites“). Ebenso ist Renate Spingler als Lucia („Cavalleria rusticana“/“I Pagliacci”), als Knusperhexe  („Hänsel und Gretel“), Léoena „(La Belle Hélène“), Filipjewna („Eugen Onegin“), als Mary („Der fliegende Holländer“) und als Giovanna („Rigoletto”) zu erleben. Renate Spingler gastiert regelmäßig an Opernhäusern z.B. in Frankfurt, Dresden, Brüssel, Köln und Kopenhagen. Weitere Gastengagements führten sie nach Barcelona, Essen, München (Prinzregententheater), Nagoja (Japan), Tokio, Wien (Theater an der Wien) und Sao Paulo. Die Mezzosopranistin hat mehrere Plattenaufnahmen bzw. CD-Mitschnitte aufzuweisen.

Peter Galliard wurde im schweizerischen Chur geboren und studierte unter anderem am Mozarteum in Salzburg. 1986 engagierte ihn Rolf Liebermann an die Hamburgische Staatsoper, der Peter Galliard seither als Ensemblemitglied angehört. Hier sang er im Laufe seiner Karriere zahlreiche Partien, unter anderem Tamino („Die Zauberflöte“), Jaquino („Fidelio“), Cassio („Otello“), Loge und Froh („Das Rheingold“), Alfred und Eisenstein („Die Fledermaus“), Peter Iwanow („Zar und Zimmermann“), Bardolfo („Falstaff“), den Hauptmann („Wozzeck“), die Knusperhexe („Hänsel und Gretel“), Lenski („Eugen Onegin“), Narraboth („Salome“), Melot („Tristan und Isolde“), Walther von der Vogelweide („Tannhäuser“) und Don Basilio („Le Nozze di Figaro“). Peter Galliard hatte zahlreiche Gastspiele in Deutschland, zum Beispiel an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Deutschen Oper Berlin, in Frankfurt, Dresden und Leipzig, aber auch in Japan, Spanien, Frankreich und Israel. Fernseh-, Rundfunk-und Tonträgeraufnahmen dokumentieren sein breit gefächertes Repertoire.

Jürgen Sacher ist seit 1991 Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper. Hier ist er seitdem in zahlreichen Rollen aufgetreten, darunter Andres in „Wozzeck“, Maler in „Lulu“, Truffaldino in Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“, Valzacchi in „Der Rosenkavalier“, David in „Die Meistersinger von Nürnberg“, Junger Mann in „Moses und Aron“, Steuermann in „Der fliegende Holländer“, Peter Iwanow in „Zar und Zimmermann“, Pedrillo in „Die Entführung aus dem Serail“, Walther von der Vogelweide in „Tannhäuser“) Graf Elemer in „Arabella“, Knusperhexe in „Hänsel und Gretel“, Raoul de St. Brioche in „Die lustige Witwe“, Herodes in „Salome“, Novagerio in „Palestrina“, Orontes in Telemanns „Flavius Bertaridus“, Mime und Loge in „Das Rheingold“ sowie Mime in „Siegfried“. Außerdem wirkte er in „Der Meister und Margarita“ als Asasello, in „Ariadne auf Naxos“ als Tanzmeister, in Aribert Reimanns „Lear“ als Graf von Kent sowie in „Peter Grimes“ als Reverend Adams mit. Regelmäßige Konzertauftritte gehören ebenfalls zu den Verpflichtungen des Tenors. Gastspiele führten Jürgen Sacher unter anderem an die Berliner Staatsoper, nach Brüssel, Barcelona, Kopenhagen, an die Mailänder Scala, ans Theater an der Wien sowie zu den Salzburger Festspielen. 

—| IOCO Aktuell Staatsoper Hamburg |—

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