Essen, Klavierfestival Ruhr 2020, Robert Schumann Saal – Düsseldorf, 30.08. & 24.09.2020

Klavierfestival Ruhr 2020

Robert Schumann Saal   

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Klavier-Festival Ruhr in Düsseldorf

Kartenverkauf für die geretteten Herbst-Konzerte startet

Am Mittwoch, 12. August, 10 Uhr startet der Vorverkauf des Klavier-Festivals Ruhr für 27 seiner geretteten Konzerte in den Monaten September bis Dezember 2020. Die Konzerte in Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Mülheim, Münster, Oberhausen und Wuppertal waren ursprünglich für April und Mai angekündigt, mussten aber terminlich verlegt und bedingt durch Corona angepasst werden. Im Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast Düsseldorf eröffnet das Klavier-Festival Ruhr seinen herbstlichen Konzertreigen am Sonntag, 30. August, 20 Uhr mit einem hochkarätigen Liederabend: Der gefeierte Bariton Matthias Goerne singt mit dem jugendlichen kanadisch-polnischen Pianisten Jan Lisiecki als Klavierpartner Lieder des Jahresjubilars Ludwig van Beethoven, darunter den Zyklus An die ferne Geliebte op. 98 und die Sechs Lieder von Gellert op. 48.

Klevierfestival Ruhr / Rafal Blechacz Bomsori Kim © Harald Hoffmann / DG

Klevierfestival Ruhr / Rafal Blechacz,  Bomsori Kim © Harald Hoffmann / DG

Am Donnerstag, 24. September, 20 Uhr folgt ein Kammermusikabend mit zwei herausragenden Solisten: Die Geigerin Bomsori Kim und der Pianist Rafac Blechacz spielen Violinsonaten von Ludwig van Beethoven, Gabriel Fauré und Karol Szymanowski. [Von Rafal Blechacz und Bomsori Kim wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Hinweise für Buchung und Stornierung

Wichtig für alle Kunden des Klavier-Festivals Ruhr, die bereits im Vorverkauf Karten erworben hatten: Die Tickets für die ursprünglichen Termine sind nicht mehr gültig. Das Festival bittet seine Kunden, diese Karten bei den Vorverkaufsstellen zu stornieren, bei denen sie erworben wurden, und für die neu terminierten Konzerte neue Karten zu buchen. Fragen zur Stornierung beantwortet das Festival-Team telefonisch unter (0201) 89 66 80.

Der Intendant des Klavier-Festivals Ruhr, Prof. Franz Xaver Ohnesorg, bittet um Verständnis, dass es die strikte Einhaltung der geltenden Corona-Regeln erfordert, die im Vorverkauf für die ursprünglichen Termine erworbenen Tickets zu stornieren und neue personalisierte Eintrittskarten zum Verkauf zu bringen. Ohnesorg versichert: „Meine Mitarbeiter und ich bemühen uns, den Aufwand für unsere Kunden so gering als möglich zu halten, gerade auch, weil zwei unserer Ticket-Partner aufgrund von Kurzarbeit zur Zeit eingeschränkt leistungsfähig sind. Deshalb haben wir beim Klavier-Festival Ruhr unseren eigenen Telefon-Service intensiviert.“

Da für die kommenden Konzerte nach wie vor nur reduzierte Saalkapazitäten zur Verfügung stehen, empfiehlt das Festival die direkte Online-Buchung rund um die

Uhr über www.klavierfestival.de. Die Personalisierung der dort erworbenen Eintrittskarten kann online unter www.anmeldung.nrw erfolgen. Dieser Service steht ab dem 17. August 2020 zur Verfügung. Die Ticket-Hotline (0221) 280 220 ist aufgrund von Kurzarbeit bei WestTicket derzeit nur von 10 bis 14 Uhr in Betrieb.

Kunden, die ihre Tickets über die telefonische Hotline oder online über www.klavierfestival.de gekauft haben, können ihre Tickets per e-mail über order@derticketservice.de stornieren. Den Online-Kunden, die ihre Tickets im Internet unter eventim.de gekauft haben, bietet das Klavier-Festival Ruhr ab sofort einen besonderen Service an: Da sich die Rückgabe der dort erworbenen, nun nicht mehr gültigen Eintrittskarten leider recht aufwändig gestaltet und zudem der Kaufpreis von EVENTIM nur abzüglich Gebühren erstattet wird, bietet das Klavier-Festival Ruhr den EVENTIM-Kunden an, ihre Tickets ab sofort direkt beim Festival unter tickets@klavierfestival.de zu stornieren und die Original-Tickets an Klavier-Festival Ruhr, Brunnenstr. 8, 45128 Essen zurückzusenden.

—| Pressemeldung Klavierfestival Ruhr |—

Moritzburg, Moritzburg Festival, 28. Moritzburg-Festival, IOCO Kritik, 12.08.2020

August 11, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Kritiken, Moritzburg Festival

Das einnehmende Jagd- und Lustschloss Moritzburg bei Dresden © Oliver Killing

Das einnehmende Jagd- und Lustschloss Moritzburg bei Dresden © Oliver Killing

Moritzburg-Festiva

28. Moritzburg-Festival – trotzt Corona

 Beethoven, Debussy, Fauré, Brahms inspirieren mit ihren Interpreten

von Thomas Thielemann

In den 1540-er Jahren ließ der Wettiner Herzog Moritz (1521-1553) nördlich von Dresden auf einer aufgeschütteten Insel im „Schloss-Teich“ ein recht aufwendiges Jagdhaus, die Dianenburg, erbauen. Vermutlich nach Plänen August des Starken (1670 – 1733) erfolgte im 18. Jahrhundert sein Ausbau zum barocken Jagd- und Lustschloss. Heute dient der in Moritzburg umbenannte Bau für Ausstellungen sowie Konzerte und wurde mehrfach als Drehort für Märchenfilme genutzt.

Seit 2006 treffen sich im August jeden Jahres Solisten der internationalen Musikszene sowie herausragende Nachwuchs-Musiker im idyllischen Moritzburg bei Dresden, um gemeinsam an neuen Interpretationen kammermusikalischer Werke zu arbeiten und diese in wechselnden Besetzungen beim Moritzburger Festival einem breiten Publikum zu präsentieren.

Im ansonsten Festival-ausgedünntem Corona-Sommer 2020 konnte der künstlerische Leiter Jan Vogler eine besonders große Auswahl von Musikern für Moritzburg verpflichten. Um den sächsischen Corona-Regelungen für Veranstaltungen zu genügen, fanden die „Schlosskonzerte“   open-Air, auf der Nord-Terrasse am Schloss Moritzburg statt.

Moritzburg Festival 2020 / open air - hier : die Besucher und Solisten © Patrick Böhnhardt

Moritzburg Festival 2020 / open air – hier : die Besucher und Solisten © Patrick Böhnhardt

Zunächst besuchten wir den Aufführungsabend des rumänischen Cellisten Andrei Ionita. Der 1994 geborene Andrei Ionita hatte 2015 den wohl renommiertesten Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau gewonnen. Wir lernten den Ausnahme-Musiker 2016 in Bad Kissingen kennen, als er den von unserem Förderverein des „Kissinger Sommers“ gestifteten Luitpold-Förderpreis entgegen nahm. Seit dieser Zeit haben wir uns mit ihm mehrfach nach Konzerten u.a.in Prag, Weimar, Chemnitz, Leipzig und Dresden getroffen und 2018 seine Intendanz in Residenz der :alpenarte-Konzertreihe (link hier) in Schwarzenberg begleitet.

Gemeinsam mit dem Cellisten interpretierte die französische Pianistin Lise de la Salle Ludwig van Beethovens Cellosonate Nr. 3 A-Dur op. 69. Die 1988 in Cherbourg geborene Pianistin gilt als außergewöhnliches Talent und verfügt bereits über intensive Konzerterfahrung.

Die A-Dur-Komposition ist zweifelsfrei die melodischste und monumentalste Cellosonate Beethovens und diente wegen ihrer Geschlossenheit späteren Schöpfern als Vorbild. Entstanden ist sie in der Mitte seiner Schaffensperiode während seiner Arbeiten am Finalsatz der fünften sowie parallel zur sechsten Sinfonie 1807 bis 1808.

Im Konzert spielte Andrei Ionita ein 1671 in der Brescianischen Werkstatt von Giovanni Battista Rogeri gebautes Cello. Rogeri, der zunächst bei Amati gelernt hatte, kombinierte in seinen Instrumenten die besten Elemente der Cremonese- und Brescian-Schulen, was unter anderem auch zum Bau hervorragender Celli führte. Lise de la Salle hingegen spielte auf einem modernen Konzert-Flügel aus der Bayreuther Werkstatt von Steingraeber & Söhne, so dass sich der musikalische Eindruck erheblich von dem der Entstehungszeit der Cellosonate unterschieden haben dürfte. Beethoven, der selbst gern als Klaviervirtuose brillierte, hatte den Klavierpart ohnehin etwas üppig ausgestattet. Wegen der unterschiedlichen Klangkapazität beider Instrumente überwanden die beiden Musiker für mein Empfinden diese Klippen nicht durchgängig. Der Cellist wollte nicht mit sattem, großem Ton dem Flügel Paroli zu bieten. Mit leichter Artikulation, sehr subtil und mit sanft hingehauchten Pianissimo bewies er seine außergewöhnlich Virtuosität, setzte aber auch für intensive Stellen kräftige Akzente.

Die Pianistin Lise de la Salle erwies sich ansonsten als umsichtige Duo-Partnerin und ließ dem Cello Raum, so dass Andrei Ionita sein exzellentes Spiel entfalten konnte.

Moritzburg Festival 2020 / open air- hier: die Besucher und Solisten © Oliver Killig

Moritzburg Festival 2020 / open air- hier: die Besucher und Solisten © Oliver Killig

Den Auftakt des besuchten Schlosskonzerts gab Claude Debussys Petit Suite in der Ursprungsfassung als Klavierkonzert für vier Hände. Debussy (1862-1918) schuf das gleichsam melodische wie rhythmische Stück in märchenhafter Klangwelt mit wechselhaften Stimmungen 1888/1889.

Alessio Bax, 1977 im italienischen Bari geboren, wollte zwar ursprünglich Organist werden, bezauberte aber mit aufschlussreichen Klavier-Interpretationen und seiner Fähigkeit, hinreißende Hörerlebnisse zu schaffen. Die aus Montreal stammende Pianistin Lucille Chung mit koreanische Wurzeln wird für ihre stilvollen, raffinierten Darbietungen, die Kraft, Geschmeidigkeit mit natürlicher Eleganz verbinden, gelobt. Die Künstler sind inzwischen miteinander verheiratet.

Die Eheleute Alessio Bax und Lucille Chung, eines der eindrucksvollsten und attraktivsten Klavierduos unserer Zeit, boten das viersätzige Werk mit ihrer reichhaltigen künstlerischen Leidenschaft sowie ihrer atemberaubenden Virtuosität. Äußerst farbenfroh und mit dringend fließenden Tempi wurde das beliebte Werk geboten.

Mit Gabriel Faurés Klavierquartett Nr. 2 g-Moll op. 45 wurde das Schlosskonzert weitergeführt. Fauré (1845-1924) komponierte das Werk vermutlich zwischen der Mitte des Jahres 1885 und dem Ende von 1886 in einem lyrischen, sehr persönlichen Stil, völlig unabhängig von Modeerscheinungen beziehungsweise Schulen.

Die Musiker, Alessio Bax (Klavier) aus Italien, Bomsori Kim (Violine) aus Korea, Karolina Errera (Viola) aus Rußland und Andrei Ionita (Violoncello) aus Rumänien interpretierten das Quartett klangsensibel austariert mit stilistischen Gespür für die subtilen Reize des Werkes. Dem 41-jährigen Pianisten gelang es, mit seiner doch schon reichen kammermusikalischen Erfahrung die für eine Fauré-Interpretation notwendige Durchsichtigkeit des Spiels vorzugeben. Das war perfekte Stimmführung ohne Dominanz, wie Alessio Bax die jüngeren Streicher insbesondere bei deren Soli durch die Tücken der Partitur führte und ihnen ermöglichte, ihre Virtuosität vorzuführen.

Die Streicher boten dem Publikum ein perfektes Zusammenspiel und, besonders im langsamen Satz, betörend in Szene gesetzte Klangfarben mit markanten Einfällen. Emotionen, Intimität und Eleganz kamen mit einer faszinierenden Leichtigkeit zur Geltung.

Den Abschluss des Schlosskonzertes bildete das Streichsextett G-Dur op. 36 von Johannes Brahms, dargeboten von den Violinisten Kai Vogler und Nathan Meltzer, den Bratschisten Lars Anders Tomter und Ulrich Eichenauer sowie den Cellisten Henri Demarquette und Christian-Pierre La Marca.

Kai Vogler hatte 1993 mit seinem Bruder Jan Vogler und Peter Bruns, damals alle drei in der Staatskapelle verortet, das Moritzburger Festival gegründet. Zunächst war er auch dessen künstlerischer Leiter bis er im Jahre 2001 „den Staffelstab“ an seinen Cellisten-Bruder weiter gab. Im Konzert spielte Kai Vogler sein italienisches Meisterinstrument von 1728.

Der noch junge, hochbegabte Amerikaner Nathan Meltzer brachte die Ames-Stradivari von 1734 mit nach Moritzburg, die vor ihm Roman Totenberg (1911-2012) in unzähligen Konzerten gespielt hatte. Aus Norwegen war der 1959 in Hamar geborene Lars Anders Tomter mit einer Viola aus der Brescianischen Werkstatt von Gasparo da Salò (1540-1609) von 1590 angereist. Sein Bratscher-Partner Ulrich Eichenauer ist uns noch aus seiner Anfängerzeit als Stimmführer seiner Gruppe der Dresdner Philharmoniker in Erinnerung.

Moritzburg Festival 2020 / hier : die Solisten © Oliver Killig

Moritzburg Festival 2020 / hier : die Solisten © Oliver Killig

Mit wunderbar klingenden Violoncelli waren die beiden Musiker aus Frankreich nach Moritzburg gekommen, Foto oben: Henri Demarquette (Jahrgang 1970) mit der Stradivari le Vaslin, von um 1730, und Christian-Pierre La Marca (Jahrgang 1983) mit einem in der Pariser Werkstatt von Jean-Baptiste Vuillaume (1798-1875) 1856 gebautem Instrument.

Johannes Brahms komponierte das G-Dur-Streichsextett in den Jahren 1864 und 1865 unter Verwendung älterer Skizzen. Es wird vermutet, dass er mit dieser Arbeit seine, für ihn nicht sehr rühmliche Beendigung einer Liebesbeziehung zu Agathe von Siebold (1835-1909) aufgearbeitet hat. Die Göttinger Professoren-Tochter und der junge Komponist hatten sich ineinander verliebt und 1858 beinah verlobt. Und während die junge Frau einen Heiratsantrag erwartete, versicherte Brahms ihr zwar seine Liebe, erklärte aber, „Fesseln könne er nicht tragen“. Den damals herrschenden Konventionen folgend, konnte Agathe ihm nur den Laufpass geben. Verwunden hat er die Trennung aber schwer, denn im ersten Satz seines Streichsextetts lässt er noch Jahre später die erste Geige in hoher Lage dreimal A-G-A-H-E klagen und die zweite Geige mit dem Cello mit einem „D“, „T“ ging nicht, seufzend antworten. Auch das wehmütige „Poco Adagio“ könnte in diesem Kontext stehen.

Neben seinem Deutschen Requiem brachte das Opus 36 den Durchbruch Johannes Brahms, und damit die Seltenheit, dass ein Komponist mit seiner Kammermusik Popularität erlangt.

Mir fehlen die Informationen, ob die sechs Streicher das G-Dur-Werk bereits früher zusammen gespielt haben. Mir gefiel aber die beherzt-impulsive, engagierte Herangehensweise bei dem eher konservativen Ansatz der Interpretation. Den sechs Musikern gelang ein sowohl kompakter, als auch nuancenreicher Ensembleklang. Die solistischen Melodien wurden leidenschaftlich und mutig mit individuellem Profil ausgespielt. Spannend auch der klangliche Perspektivwechsel zwischen den Spielern und die Entwicklung, wie sich die sechs jeweils wieder zusammen fanden.

Neben der hohen Virtuosität der sechs Streicher hatte auch die außergewöhnliche Fülle der exzellenten Instrumente ihren Anteil an der, trotz akustischer Einschränkungen durch böigen Wind, beeindruckenden Wirkung der Darbietung.

—| IOCO Kritik Moritzburg Festival |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Spielplan September & Oktober 2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Oper und Ballett am Rhein im September & Oktober 2020

am 11. September starten wir in die Spielzeit 2020/21 und geben Ihnen hier einen Überblick unserer Premieren und Sonderveranstaltungen im September und Oktober.

 

Oper am Rhein


Freitag, 11.09. 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE
Comedian Harmonists in Concert


Freitag, 18.09. 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE
Comedian Harmonists in Concert

Als Hommage an die großen Stars des Close-Harmony-Gesangs präsentiert die Deutsche Oper am Rhein zu Saisonbeginn einen moderierten Konzertabend mit den beliebtesten Liedern der Comedian Harmonists. In der funkelnden Glitzerwelt der nachkriegsbewegten 1920er Jahre strahlte ihr Stern besonders hell: Das sechsköpfige Ensemble begeisterte mit einer in Deutschland bis dahin unbekannten Mischung aus frechen Unterhaltungs­schlagern und lupenreinem Harmoniegesang („Ein Freund, ein guter Freund“, „Veronika, der Lenz ist da“). Die Machtergreifung der Nationalsozialisten beendete die Erfolgsgeschichte der zur Hälfte jüdisch besetzten Formation. 1935 trennten sich die Comedian Harmonists, doch ihre Musik lebt bis heute fort.


Sonntag, 13.09. 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf,
Rangfoyer
Symphoniker im Foyer

Auch in dieser Saison ergänzt die beliebte Kammermusikreihe der Düsseldorfer Symphoniker den Spielplan durch ein erlesenes kammermusikalisches Angebot. An diesem Sonntag stehen Werke von Johann Sebastian Bach auf dem Programm, darunter sein Brandenburgisches Konzert Nr.5 D-Dur, BWV 1050 für Flöte, Solovioline, Cembalo und Streicher. Die Sopranistin Heidi Elisabeth Meier singt Bachs Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ (BWV 51).


Samstag, 19.09. 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE
Der Kaiser von Atlantis

Spiel in einem Akt von Viktor Ullmann
Im Konzentrationslager Theresienstadt komponierte Viktor Ullmann 1943/44 eine vielschichtige Parabel über absolute Macht, Todesangst und ihre Über­windung: Als der tyrannische Kaiser Overall den Krieg Aller gegen Alle verkündet, verweigert der Tod seinen Dienst. Fortan kann niemand mehr sterben – mit fatalen Folgen.
Generalmusikdirektor Axel Kober führt durch die Partitur, die als eindring­liches Zeugnis des engagierten künstlerischen Widerstands gegen ein tyrannisches Unrechtsregime erhalten geblieben ist. Regie führt Ilaria Lanzino, die im Januar 2020 mit dem Europäischen Opernregie-Preis (EOP) ausgezeichnet wurde.


Freitag, 02.10. 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE
Vissi d’Arte – Eine Liebeserklärung an die Opernbühne

Die szenische Collage von Johannes Erath erzählt von der Wiedereroberung des Bühnenraums. Von Spielarten der Nähe, Möglichkeiten des Bühnenkusses, Stolper­kanten der abständigen Bühnenhygiene, dem Zauber des ersten Tons. Zu Musik von Puccini, Verdi, Wagner, Strauss, Offenbach und Nat King Cole entwirft er mit Sänger*innen und Orchestermusiker*innen einen Abend über die große Liebe Oper.


Donnerstag, 29.10. 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE
Masel Tov! Wir gratulieren!
Komische Oper von Mieczys?aw Weinberg

Der lebendige Puls eines jeden herrschaftlichen Haushalts schlägt im Untergeschoss. Das gilt auch und ganz besonders für die mit charmant-schrägem Witz erzählte Oper „Masel Tov!“. Im hochwohlgeborenen Haus einer jüdischen Dame in Odessa steht anno 1899 die Verlobung der Tochter an, während im Souterrain bei gleichzeitiger Vorbereitung des Festessens gesehnt, geflirtet und deftig gelästert wird. Der jüdisch-polnische Komponist Mieczys?aw Weinberg („Die Passagierin“), zeigt sich in dieser Oper von seiner heiteren Seite und spielt bissig-humorvoll mit seinen musikalischen Wurzeln.


Sonntag, 04.10. 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf, Rangfoyer
Symphoniker im Foyer
Auch in dieser Saison ergänzt die beliebte Kammermusikreihe der Düsseldorfer Symphoniker den Spielplan durch ein erlesenes kammermusikalisches Angebot. An diesem Sonntag steht Ludwig van Beethovens Klavierquintett Es-Dur op. 16 für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott auf dem Programm. David Fischer singt Beethovens Schottische Lieder op. 108 (Auswahl) für Tenor, Violine, Violoncello und Klavier.


Montag, 05.10. 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE:
Rendezvous um halb 8
Ein musikalisches Blind Date

Die Deutsche Oper am Rhein lädt zum musikalischen Blind Date ins Opernhaus Düsseldorf ein. Was die Teilnehmer dort erwartet, erfahren sie erst am Abend selbst. Alles, was Sie mitbringen müssen, sind ein wenig Neugier und gute Laune. Die Oper sorgt für das stilvolle Ambiente und ein hochkarätiges Programm mit  Solist*innen aus ihrem Ensemble. Herzklopfen ist erwünscht, Verlieben nicht ausgeschlossen!


Freitag, 09.10. 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE:
Chorkonzert
mit dem Chor der Deutschen Oper am Rhein

Unverzichtbar für die großen und kleineren Choropern im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein, zeigt sich der Opernchor in dieser Spielzeit überraschend anders: Auf dem Programm der insgesamt vier Chorkonzerte in Duisburg und Düsseldorf stehen Johannes Brahms‘ „Schicksalslied“ op. 54, Edward Elgars „Lux Aeterna“ und Leonard Bernsteins mitreißende „Chichister Psalms“ in einer Kammerfassung für kleine Chor- und Instrumentalbesetzung.


Sonntag, 11.10. 15.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE:
Viva l’italianità!
Ein Abend mit Adela Zaharia, Ramona Zaharia, Bogdan Baciu und Bogdan Talo?


Freitag, 23.10. 19.30 Uhr
Theater DuisburgPREMIERE:
Viva l’italianità!
Ein Abend mit Adela Zaharia, Ramona Zaharia, Bogdan Baciu und Bogdan Talo?

Vier hochkarätige Solist*innen der Deutschen Oper am Rhein lassen den Belcanto hochleben und drücken in der Musik von Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti und Gioacchino Rossini die großen Gefühle der italienischen Oper aus. Von Dirigent David Crescenzi am Flügel begleitet, geben sie im Oktober sieben Konzertabende in Düsseldorf und Duisburg.


Sonntag, 25.10. 15.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE:
Operette konzertant: Salon Pitzelberger
Ein musikalisches Glanzstück von Jacques Offenbach: Sein „Salon Pitzelberger“ ist die perfekte Bühne für den beißenden Witz und die heitere Komik, die der französischen Operette innewohnen.

Ballett am Rhein


PREMIERE:
A First DateEin Ballettabend in drei Teilen mit Choreographien von Demis Volpi, Aszure Barton, Andrey Kaydanovskiy, Mario Galizzi und José Limón

Der erste Abend des neuen Ballettdirektors Demis Volpi heißt „A First Date“ und ist – wie der Titel verrät – dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet. In drei inhaltlich eigenständigen Episoden tanzt die Compagnie Ausschnitte aus Volpis bisherigen Arbeiten und präsentiert dessen erste Miniatur-Uraufführung mit dem Ballett am Rhein.

Wegen der geltenden Abstandsregelungen hat Demis Volpi seine 45 Tänzerinnen und Tänzer in kleine Gruppen aufgeteilt, die jeweils eine Episode gestalten. Wer Episode 1 bis 3 besucht, lernt so die ganze Compagnie kennen. Aber selbstverständlich steht auch jeder Abend für sich und gibt einen ersten Eindruck von den neuen Handschriften, die das Ballett am Rhein künftig prägen werden.


Freitag, 11.09. 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Ballett am Rhein – A First Date, Episode 1:
Demis Volpi – Ausschnitte aus „Big blur“, „Chalkboard memories“, „Quasi und fantasia“, “Elegie“ / Andrey Kaydanovskiy – Ausschnitt aus „Love Song“


Samstag, 12.09.
19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Ballett am Rhein – A First Date, Episode 2:
Demis Volpi – “Ballet Class”, Uraufführung / Mario Galizzi “Spectre de la rose” / Aszure Barton – Ausschnitt aus “Awáa”


Sonntag, 13.09. 18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Ballett am Rhein – A First Date, Episode 3: José Limón – „Chaconne“ / Demis Volpi – Ausschnitte aus “Private light”, „Allure“, Uraufführung


Freitag, 18.09. 19.30 Uhr
Theater DuisburgBallett am Rhein – A First Date, Episode 1:
Demis Volpi – Ausschnitte aus „Big blur“, „Chalkboard memories“, „Quasi und fantasia“, “Elegie“ / Andrey Kaydanovskiy – Ausschnitt aus „Love Song“


Samstag, 19.09. 19.30 Uhr
Theater Duisburg
Ballett am Rhein – A First Date, Episode 2:
Demis Volpi – “Ballet Class”, Uraufführung / Mario Galizzi “Spectre de la rose” / Aszure Barton – Ausschnitt aus “Awáa”


Sonntag, 20.09. 18.30 Uhr
Theater Duisburg
Ballett am Rhein – A First Date, Episode 3:
José Limón – „Chaconne“ / Demis Volpi – Ausschnitte aus “Private light”, „Allure“, Uraufführung


Donnerstag, 15.10. 20.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Ballett am Rhein: Far and near are all around
Juanjo Arqués – Uraufführung / Demis Volpi – Uraufführung


Freitag, 30.10. 20.00 Uhr
Theater Duisburg
Ballett am Rhein: Far and near are all around
Juanjo Arqués – Uraufführung / Demis Volpi – Uraufführung

Um das oft unsichtbare Phänomen der Vereinsamung in einer medial eng vernetzten Welt geht es in „Far and near are all around“ – übersetzt etwa „Umgeben von Ferne und Nähe“. Juanjo Arqués, seit 2016 als Young Creative Associate für das Het Nationale Ballet Amsterdam tätig, wagt mit seiner ersten Kreation für das Ballett am Rhein einen Blick hinter scheinbar schützende Fassaden. Die zweite Uraufführung des Abends choreographiert Demis Volpi zu Caroline Shaws „Partita for 8 Voices“. In seinem Stück geht es weniger um die Vereinzelung des Menschen als vielmehr um das Herausarbeiten einer einzelnen Bewegung.


—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Baden-Baden, Museum Frieder Burda, Schumann Quartett – Beethoven, 25. & 26.07.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

„Doch noch Beethoven“

Schumann Quartett gastiert im Museum Frieder Burda

Samstag 25 Juli 2020 und Sonntag 26. Juli 2020, jeweils 19.30 Uhr
Im Museum Frieder Burda in Kooperation mit dem Hotel Der kleine Prinz

Vom Jagdvergnügen zum philosophischen Manifest: So ließe sich die Entwicklung des klassischen Streichquartetts beschreiben, die das Schumann-Quartett in seinen zwei „En Suite“-Konzerten nachvollziehen wird. Auf dem Programm stehen am Samstag, 25. Juli 2020 zwei Streichquartette von Beethoven und am Sonntag, 26. Juli 2020 jeweils ein Streichquartett von Ludwig van Beethoven und eines von Joseph Haydn. Die Konzerte im Museum Frieder Burda in Kooperation mit dem Hotel Der kleine Prinz beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Festspielhaus Baden-Baden / Schumann-Quartett @ Kaupo-Kikkas

Festspielhaus Baden-Baden /
Schumann-Quartett @ Kaupo-Kikkas

Nachdem das Schumann Quartett im Festspielhaus im Januar das Baden- Badener Publikum begeisterte, stehen seine Konzerte beim „En Suite“-Festival ganz im Zeichen des Jubilars des Musikjahres 2020: Ludwig van Beethoven. Spannend ergänzt wird das exklusiv für Baden-Baden zusammengestellte Beethoven-Programm durch den am Sonntag zu hörenden Beitrag von Joseph Haydn: Haydns Opus 1 Nr. 1 – sein allererstes Quartett und auch das erste Streichquartett überhaupt. Zusammen mit Beethovens erstem Quartett markiert es den Anfang einer ganzen Entwicklung. Beethovens sogenanntes Razumovsky-Quartett und das späte cis-Moll-Quartett des Komponisten stehen für die gesamte Spannweite des Streichquartetts in der Tradition der Wiener Klassik von seinen Anfängen bis zur Überwindung. Am Samstag, dem 25. Juli spielt das Schumann Quartett Beethovens Op. 18 Nr. 3 und das monumentale,  zum Spätwerk zählende Streichquartett Op. 131. Am Sonntag, den 26.Juli folgen dann das erste aller Streichquartett, Haydns Op. 1 Nr. 1 und Beethovens Op. 59. Nr. 1.

Zu den Werken selbst:
Ganz in der Tradition seiner Vorgänger Haydn und Mozart hat Beethoven seine ersten Quartette in einer Sechser-Sammlung herausgegeben. Die sechs Quartette Op. 18 wurden 1801 veröffentlicht. Das dritte Werk der Sammlung entstand dabei als erstes bereits zwischen 1798 und 1799. Es steht in D-Dur und beginnt mit einem lieblichen Thema, dessen sinnliche Septimen und weibliche Anfangskadenzen noch bewusst an die Rokoko-Welt Mozarts erinnern.

Und dann: Seine Neunte Sinfonie, die Missa solemnis und das cis-Moll Quartett – diese drei Werke des Spätwerks Beethovens sprengen alle Maßstäbe. Beethovens cis-Moll-Quartett Op. 131 von 1826 ist gigantisch: Mit seinen sieben ineinander übergehenden Sätzen spreng es alles bis dahin Dagewesene und sollte erst im zwanzigsten Jahrhundert noch übertroffen werden. Der zentrale Satz ist das Adagio, das als Quartett im Quartett angelegt wurde. Die einzelnen Variationen des Satzes ergeben dabei zusammen die vier klassischen Quartettsätze. Hier wird eine Klassizität zitiert, die das Quartett aber als Ganzes überwindet. Seine Fuge im ersten Satz geht auf Bach und Palestrina zurück. Vom ersten Ton an verdeutlicht das Werk eine philosophische Grundhaltung, ein Von-den-letzten-Dingen-Sprechen, das charakteristisch für das gesamte Spätwerk Beethovens ist.

Die späten Quartette Beethovens sind auch deshalb so allumfassend, weil sie die bis dahin übliche Viersätzigkeit erweitern. Den mit seinen fast 400 Takten längsten ersten Satz aller Beethovenquartette findet man jedoch in seinem Op. 59. Nr. 1 – dem ersten der drei Razumovsky-Quartette von 1806, welches Sonntag auf dem Programm steht. Diese Quartette stehen für den von Beethoven so genannten „neuen Weg“. Der Komponist stellte alle musikalischen  Parameter auf den Prüfstand gelegt – im Op. 59 Nr. 1 die Länge. Solche Experimente konnte sich Beethoven auch deshalb leisten, weil er sich von dem russischen Diplomaten Andrei Kirillowitsch Rasumowski finanziell unterstützt wusste, einem großen Bewunderer des Komponisten, der zum Widmungsträger der Quartette Op. 59 wurde. Ihm zu Ehren hat Beethoven in seinen Quartetten Op. 59 russische Volksmelodien verarbeitet, so findet sich im ersten Quartett
eine russische Volksmelodie im Finale.

Würde man das riesige cis-Moll-Quartett mit einem gewaltigen Baum vergleichen, dann gliche Haydns Op.1 Nr. 1 in B-Dur einem Samen. In diesem kleinen fünfsätzigen Werk von 1755 ist schon vieles en-miniature erhalten: etwa der Beginn des langsamen Satzes im Kirchenstil, der an ähnliche Übernahmen in Beethovens Op. 131 denken lässt. Haydns Quartett beginnt mit einem Jagdthema – Mozart und auch noch Brahms werden bewundernd daran anknüpfen.

Festspielhaus Baden-Baden / Schumann-Quartett @ Kaupo-Kikkas

Festspielhaus Baden-Baden /
Schumann-Quartett @ Kaupo-Kikkas

Zu den Künstlern:
Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei im Rheinland großgewordenen Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation beim Musizieren: Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten treten dabei deutlicher hervor, und gleichzeitig entsteht mit jedem Werk, das sie interpretieren, ein gemeinsamer musikalischer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt. Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler, Sabine Meyer und Andreas Ottensamer. Ihre Leistung wurde mit dem ersten Preis beim renommierten Streichquartett- Wettbewerb 2013 in Bordeaux und mit einem ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb „Schubert und die Musik der Moderne“ 2012 in Graz honoriert.

Ihre Einspielungen sind mehrfach preisgekrönt, so wurde etwa ihr aktuelles  Album „Intermezzo“ mit dem OPUS Klassik 2019 in der Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“ ausgezeichnet. Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen. Versuche, ihnen einen Klang, eine Position, eine Spielweise zuzuordnen, hebeln die vier Musiker gleichwohl charmant aus,
lassen allein die Konzerte für sich sprechen.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

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