Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Oper in der Stadt – Juni und Juli 2020

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

 Staatsoper Stuttgart spielt wieder

  70 Vorstellungen – Liederhalle, im Stadtraum, in und vor Opernhaus

·       Ein Auszug:

Der Bayreuther Ring-Regisseur Valentin Schwarz inszeniert ein      „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“

2x Operette am Stuttgarter Hafen: Die Blume von Hawaii  und Trouble in Tahiti

Der Operntruck mit Die Geschichte vom Soldaten ist in der Stadt unterwegs

Salon mit Intendant Viktor Schoner und Gästen im Opernhaus

Dritter Teil des Orpheus Instituts vor dem Opernhaus

 Wandelkonzerte im Mercedes-Benz Museum

Neben den bereits angekündigten Projekten wie dem Theaterparcours Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind,  einer Reihe von Sinfonie-, Kammer-, Lied- und Familienkonzerten in der Liederhalle sowie den Aufführungen auf dem Kulturwasen stellt die Staatsoper Stuttgart ihr Programm bis zum Ende der laufenden Saison vor. Rund 70 Aufführungen an den unterschiedlichsten Orten der Stadt beinhalten die kommenden Wochen – Experimentelles steht hier neben Familienfreundlichem, Sinfonisches neben Kammermusikalischem, Theatrales neben Filmischem.

Intendant Viktor Schoner: „Innerhalb kürzester Zeit haben die Künstler*innen und Mitarbeiter*innen der Staatsoper gemeinsam mit verschiedensten Kooperationspartnern in der Stadt in einem kreativen und logistischen Kraftakt ein wahres Festival-Programm auf die Beine gestellt – vieles ist familienfreundlich, manches nachdenklich, anderes leichtgängig; aber immer wurde es entwickelt mit der kompromisslosen Vorgabe, dass alle Inspiration in Einklang steht mit dem Schutz der Gesundheit der Mitwirkenden und des Publikums. Mit Enthusiasmus und Herzblut für unser Metier, kombiniert mit einer großen Sehnsucht nach der Interaktion mit dem Publikum, entstanden Projekte in ungewöhnlichen Konstellationen, frei nach dem für uns eigentlich unüblichen Motto ‚quick and dirty‘. Möge sich diese Liebe zum Spiel allen Besucher*innen mitteilen!“

Beteiligt sind Künstler*innen wie die Dirigenten Cornelius Meister und Thomas Guggeis, die Regisseure Valentin Schwarz und Marco Štorman, Sänger*innen wie Okka von der Damerau, Ks. Matthias Klink, Beate Ritter, Johannes Kammler, Kai Kluge oder Josefin Feiler – und noch viele weitere Künstler*innen mehr.

Alle Veranstaltungsformate richten sich nach den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln – zum Schutz des Publikums, aber auch der Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Hauses. Für jeden Veranstaltungsort wurden basierend auf den Hygienerichtlinien der Staatstheater eigene Konzepte für Platzierung und Einlasssituation entwickelt. Alle Veranstaltungen sind pausenlos, viele kürzer als eine Stunde. Für einige wenige Veranstaltungen stehen noch die behördlichen Genehmigungen aus. Im Spielplan der Website www.staatsoper-stuttgart.de ist letztendlich gültige Stand zu finden.


Übersicht: Aufführungen im Juni / Juli 2020


Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind
Ein Theaterparcours mit den Ensembles von Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart
In Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett und dem Schauspiel Stuttgart
Noch bis 15. Juni 2020


Kammerkonzert- und Liedkonzert-Festival
Mit Ensemblesänger*innen der Staatsoper und Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
ab 07. Juni 2020 im Mozartsaal der Liederhalle


Staatsoper Stuttgart / Die Geschichte vom Soldaten © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / Die Geschichte vom Soldaten © Martin Sigmund

Die Geschichte vom Soldaten auf dem Operntruck  –  Igor Strawinsky
In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart
Strawinskys Märchen von Teufel und Soldat ist auf einer mobilen Bühne zuerst auf dem Kulturwasen und anschließend an verschiedenen Orten in der Stadt zu Gast.
Premiere: 08. Juni 2020 auf dem BW-Bank Kulturwasen
Weitere Spielorte: vor dem GAZi-Stadion auf der Waldau, Vorplatz der Phönixhalle im Römerkastell, Vorplatz des Kunstvereins Wagenhallen, vor dem Mercedes-Benz Museum, Vorplatz Opernhaus


Beethoven-Zyklus  –  Staatsorchester Stuttgart
Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert Beethovens Sinfonien 1-8
im Beethovensaal der Liederhalle – auf Abstand und doch ganz nah.
ab 13. Juni 2020


Peter und der Wolf
Sergej Prokofjew
Staatsorchester Stuttgart, Cornelius Meister
Erzähler Guido Hammesfahr alias Fritz Fuchs aus der Sendung Löwenzahn
am 14. / 21. Juni 2020 im Mozartsaal der Liederhalle


Ceci n’est pas une première
Klanginstallationen vor dem Opernhaus
In Kooperation mit dem Campus Gegenwart der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Die jungen Komponist*innen Ui-Kyung Lee und Carlos Hernández bringen mit ihren Klanginstallationen die Stimmung einer Premierenfeier für Passanten vor das Opernhaus.
Klanginstallation I: ab 17. Juni 2020 immer 21-22 Uhr
Klanginstallation II: ab 03. Juli 2020 immer 21-22 Uhr


Bei Max Littmann zu Hause
Ein Salon mit Gesprächen und Musik
Intendant Viktor Schoner begrüßt Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kultur im Opernhaus zu einer musikalischen Soiree. Mit dabei: Ministerpräsident Wilfried Kretschmann, Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant des SWR, und weitere Gäste.
ab 21. Juni 2020 im Opernhaus


Das Wandelkonzert im Mercedes-Benz Museum
In Kooperation mit dem Mercedes-Benz Museum
Auf musikalischen Pfaden durch die Ausstellungsräume des Mercedes-Benz Museums, musikalisch geleitet von den Mitgliedern des Opernstudios.
ab 23. Juni 2020 im Mercedes-Benz Museum


Die Zauberflöte auf dem Wasen
Wolfgang Amadeus Mozart
In einer szenischen und musikalischen Fassung von Rebecca Bienek und Thomas Guggeis
für alle ab 6 Jahren
Musikalische Leitung, Klavier und Synthesizer: Thomas Guggeis; Regie: Rebecca Bienek
Die Zauberflöte zwischen Live-Hörspiel und Autokino auf dem Kulturwasen als Oper für die ganze Familie, adaptiert für Klavier und Sythesizer.
ab 27. Juni 2020 auf dem BW-Bank Kulturwasen


Ex Machina – Eine audiovisuelle Reise
Regie: Philine Rinnert und Johannes Müller
Hinter das versteckte Räderwerk der Oper blicken und mit Kopfhörern den verborgenen Stimmen des Opernbetriebs lauschen, zwischen Opernhaus und Eckensee im dritten Teil des Orpheus Instituts.
Premiere: 30. Juni 2020 auf dem Opernvorplatz


Die Blume von Hawaii
Paul Abraham
Musikalische Leitung und Klavier: Rita Kaufmann, Regie: Marco Štorman
Marco Štorman inszeniert Paul Abrahams Operette am Stuttgarter Hafen. In der Hauptrolle: Tenor Matthias Klink.
Premiere: 03. Juli 2020 am Hafen Stuttgart


Trouble in Tahiti
Leonard Bernstein
Musikalische Leitung: Vlad Iftinca, Regie: Anika Rutkowsky
Pawel Konik und Alexandra Urquiola als Ehepaar in Leonard Bernsteins Kurzoper – inszeniert von Anika Rutkowsky am Stuttgarter Hafen!
Premiere: 10. Juli 2020 am Hafen Stuttgart


Radioshow Nr. 6
Moderation: Miron Hakenbeck und Barbara Eckle
Das kleine Format auf der großen Bühne – diesmal zum Thema Sound of Silence.
am 11. Juli 2020 im Opernhaus


Demo(kratie) mit dem Staatsopernchor
Staatsopernchor Stuttgart
Konzept und Idee: Valentin Schwarz, Chor: Manuel Pujol
Valentin Schwarz hätte dieses Jahr bei den Bayreuther Festspielen Wagners Ring des Nibelungen inszeniert. Stattdessen bringt er nun ein „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“ auf die Straßen Stuttgarts.
ab 12. Juli 2020 im Stuttgarter Stadtraum


Sechs Madrigalfilme
Claudio Monteverdi, Tarquino Merula, Carlo Milanuzzi u.a.
Filme von Matthew Anderson, Tobias Dusche, Manuela Hartel, Lukas Rehm, Rebecca Riedel, Vincent Stefan
Musikalische Leitung: Alan Hamilton, Vlad Iftinca
Sechs Videokünstler*innen haben mit dem Sängerensemble der Staatsoper kurze Musikfilme zu frühbarocken Madrigalen gedreht – an abrupt verwaisten, scheinbar erstarrten Orten Stuttgarts.
Preview: 19. Juli 2020 im Opernhaus

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, PREMIERE Le nozze di Figaro, 01.12.2019

November 6, 2019 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

 Le nozze di Figaro –  Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere 1.12.2010; Weitere Vorstellungen 01. / 03. / 08. / 10. November 2019,  15. / 21. / 26. März 2020,  18. April 2020

Von der Normierung des Glücks
Le nozze di Figaro feiert am 1. Dezember 2019 Premiere im Stuttgarter Opernhaus
Roland Kluttig dirigiert; Christiane Pohle inszeniert in einem Bühnenbild von Natascha von Steiger

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Le nozze di Figaro feiert am 1. Dezember 2019 um 18 Uhr Premiere an der Staatsoper Stuttgart. Christiane Pohle führt Regie und gibt damit nach mehreren Arbeiten am Schauspiel Stuttgart ihr Hausdebüt an der Staatsoper Stuttgart. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Roland Kluttig, dem künftigen Chefdirigenten der Oper Graz.

Le nozze di Figaro ist die immer gültige Erzählung vom Versuch, die Liebe und das Begehren handhabbar zu machen. Die Vermessung des ehelichen Bettes, die Hochzeitsvorbereitungen von Figaro und Susanna und ihr Wunsch, sich ein eigenes Heim für die Rahmung des partnerschaftlichen Glücks zu schaffen, stehen am Anfang von Mozarts Opera buffa und sind zugleich Ausgangspunkt des Regiekonzepts von Christiane Pohle und ihrem künstlerischen Team: „Wir gehen dem Phänomen der seriell produzierten, stereotypen Lebensentwürfe auf den Grund. Es nimmt oft schon bei der Einrichtung normierter Wohneinheiten mit austauschbarer Massenware seinen Anfang“, so Christiane Pohle. „Die Menschen stellen sich eine möglichst individuelle Einrichtung zusammen, eine mit dem ,persönlichen Zuschnitt‘, in der das Glück jetzt stattfinden soll. Dabei wird man den Verdacht nicht los, dass genau dieses Bett, dieses Zimmer, schon millionenfach bewohnt wurde. Das persönliche Glück ist vorproduziert und im Interesse des Kapitalismus zu haben.“

Nahezu alle Partien sind mit Solistinnen und Solisten aus dem Stuttgarter Sängerensemble besetzt. Viele von ihnen werden in dieser Neuproduktion ihre Rollendebüts geben: Michael Nagl in der Titelparte, Esther Dierkes als Susanna und Johannes Kammler als Graf Almaviva. Erstmals zu Gast an der Staatsoper Stuttgart ist Sarah-Jane Brandon als Gräfin. Diana Haller singt Cherubino. In weiteren Rollen sind u. a. Ks. Helene Schneiderman (Marcellina) und Ks. Heinz Göhrig (Basilio) zu erleben. „Diese Produktion ist ein Bekenntnis zum Solistenensemble unseres Hauses“, so Intendant Viktor Schoner. „Wir wollen unser Stuttgarter Mozart-Ensemble kontinuierlich pflegen. Für viele unserer jungen Sängerinnen und Sänger bietet Mozarts Le nozze di Figaro ideale Voraussetzungen, sich stimmlich und szenisch weiterzuentwickeln.“

Musikalische Leitung Roland Kluttig / Markus Poschner **, Regie Christiane Pohle
Bühne Natascha von Steiger, Kostüme Sara Kittelmann, Video Anna-Sophie Lugmeier
Licht Reinhard Traub
Chor Bernhard Moncado
Dramaturgie Ingo Gerlach
Graf Almaviva Johannes Kammler / Jarrett Ott**
Gräfin Almaviva Sarah-Jane Brandon / Olga Busuioc**
Susanna Esther Dierkes / Josefin Feiler**
Figaro Michael Nagl / Andrew Bogard**
Cherubino Diana Haller / Ida Ränzlöv**
Marcellina Helene Schneiderman / Maria Theresa Ullrich**
Basilio Heinz Göhrig
Don Curzio Christopher Sokolowski*
Bartolo Friedemann Röhlig
Antonio Matthew Anchel
Barbarina Claudia Muschio*
* Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Stuttgart
** Vorstellungen März/April 2020

Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart

Begleitveranstaltungen

Einführungsmatinee
Sonntag, 24. November 2019, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.

Einführungen
Eine Einführung vor jeder Vorstellung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

Öffentliche Probe
Samstag, 16. November 2019, 9.45 Uhr bis 11.30 Uhr. Kostenlose Platzkarten sind ab sofort im Theatershop erhältlich.

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Erdbeben.Träume – Toshio Hosokawa, IOCO Kritik, 08.08.2018

Juli 8, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatsoper Stuttgart

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

 ERDBEBEN.TRÄUME  – Uraufführung

Oper – Toshio Hosokawa, Libretto – Büchner- und Kleist-Preisträger Marcel Beyer, nach Heinrich von Kleists Novelle   Das Erdbeben in Chili

Von Peter Schlang

Wer die sieben Jahre Intendanz Jossi Wielers an der Stuttgarter Staatsoper aufmerksam verfolgt hat, durfte wenig erstaunt gewesen sein, dass sich der zusammen mit seinem langjährigen Regiepartner Sergio Morabito auch Regie führenden Opernchef 2018 nicht mit einem der gängigen Kassenschlager von seinem Amt und dem in sieben starken Jahren von seinem sensibel und wählerisch erzogenen Opernpublikum verabschieden wollte.

– Die Macht von Bildern und Musik, aber auch der Demagogen –

Stattdessen forderte das anspruchsvolle wie erfahrene Regie-Duo die Stuttgarter Musikfreunde – und die Opernwelt – mit einer mit Spannung erwarteten Uraufführung, welche Folge und Gegenstand eines Werkauftrages der Stuttgarter Oper an ein höchst prominentes Autorengespann war: Der aktuell  wohl berühmteste japanische Komponist Toshio Hosokawa lieferte für Erdbeben.Träume die Musik, für welche der Büchner- und Kleist-Preisträger Marcel Beyer auf der Basis von Heinrich von Kleists, 1807 bzw. 1810 erschienener Novelle Das Erdbeben in Chili, die wiederum implizit auf das für das vor-industrielle Europa zum Unglücks-Topos gewordene Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755 verweist, ein stark lyrisch geprägtes, wortmächtiges, höchst zeitbezogenes und in sich schon fast musikalisches Libretto verfasst hat.

Staatsoper Stuttgart / Erdbeben. Träume - hier: Schiko Hara als Philipp © A.T. Schaefer

Staatsoper Stuttgart / Erdbeben. Träume – hier: Schiko Hara als Philipp © A.T. Schaefer

Der Titel Erdbeben.Träume erklärt sich u. a. damit, dass das Autorenduo die Handlung der Kleist‘schen Novelle nicht eins zu eins und damit chronologisch auf die Bühne stellt, sondern von deren Ende her erzählt. Zudem fügen Komponist und Librettist als Erzählmedium die stumme Rolle des wie bei Kleist vor einem aufgehetzten und aufgebrachten Mob geretteten Sohnes des von eben dieser Volksmenge gelynchten Elternpaares Josephe und Jeronimo ein.

Dieser inzwischen achtjährige Philipp verlangt von seinen Adoptiv-Eltern Elvire und Fernando Auskunft über seine Herkunft und das Schicksal seiner leiblichen Eltern. Die so entstehende Schilderung bzw. Aufklärung erlebt Philipp nun in seinen Träumen quasi nach, wobei der so informierte Junge das neu Erfahrene unermüdlich kommentiert, erläutert, bricht und spiegelt.  Die phantastische japanische, am Schauspielhaus Hamburg engagierte Schauspielerin Sachiko Hara übernimmt dies mit nie nachlassender körperlicher und mimischer Präsenz und in einer Eindrücklichkeit und Dichte,  dass das Premierenpublikum wie gebannt dieser  „Life-Handlung im Rückblick“ auf der Opernbühne folgt.

Dieser phänomenale, wie andere Stilmittel dieser Oper aus dem traditionellen japanischen No-Theater entlehnte Rollenkniff entpuppt sich nicht nur als mitreißendes dramaturgisches Element, sondern verstärkt sowohl die literarische als auch die musikalische Vorlage in einer unter die Haut gehenden, ja fast bedrohlichen Weise und rückt die Aufführung in die Nähe des Dokumentarischen. Mitunter wird daraus gar beinahe ein realer, äußerst medientauglicher Plot, der die Dimensionen und Folgen dieses gesellschaftlichen (Erd-)Bebens so drastisch schildert, dass man versucht ist, dem zweiten Teil des Operntitels die Vorsilbe „Alb“ voranzustellen.

Staatsoper Stuttgart / Erdbeben. Träume - hier: Sachiko Hara als Philipp, Esther Dierkes als Josephe Asteron, Josefin Feiler als Constanze, Ensemble © A.T. Schaefer

Staatsoper Stuttgart / Erdbeben. Träume – hier: Sachiko Hara als Philipp, Esther Dierkes als Josephe Asteron, Josefin Feiler als Constanze, Ensemble © A.T. Schaefer

Der 1955 im damals noch viel stärker atomar verseuchten Hiroshima geborene  Toshio Hosokawa und der erfahrene Gegenwarts-Chronist Marcel Beyer belassen es jedoch nicht bei einer sanften thematischen und dramaturgischen Anpassung des Kleist‘schen Novellenstoffes an die Gegenwart, sondern arbeiten ganz bewusst starke Aktualitätsbezüge wie die durch den Tsunami 2011 ausgelöste Atomkatastrophe von Fukushima, nationalistische und populistische Ausgrenzungs- und Verurteilungsversuche in vielen Ländern der Erde oder gar die jüngeren Völkermord-Szenarien in Ruanda, Bosnien-Herzegowina oder Myanmar in ihre Handlung ein. Und am Premierenabend stellte sich beim Rezensenten zusätzlich ein ganz flaues Gefühl in der Magengegend ein,  wenn er an die zur selben Zeit laufenden aberwitzigen Versuche bayrischer Provinzfürsten dachte, bei uns Schutz und Hilfe suchende Flüchtlinge zu kriminalisieren und genau solch demagogisch-populistischen Kleinst-Gehirnen auszuliefern, deren krankes Gedankengut sich eben auf der Opernbühne so realitätsnah ausbreiten und Hilflose zum Opfer machen durfte. Damit lassen uns die  Schöpfer von Erdbeben.Träume in einen Spiegel schauen, in dem wir alle Urängste und Albträume der Menschen entdecken. Es ist ein Spiegel, in dem die zerstörerische Ur-Gewalt der Natur ebenso sichtbar wird wie jene den Menschen innewohnende  Gewalt.  Und in einigen, allerdings sehr seltenen Stellen kann man sogar eine Spur von Hoffnung an eine der Menschheit immerhin mögliche friedliche Zukunft erkennen – auch wenn dieser Glaube bei Wieler/Morabito eher ein Fünkchen als ein Feuer zu sein scheint.

Dass dies alles so beängstigend und aufrüttelnd gelingt, ist nicht zuletzt der ungeheuer subtilen und sorgfältigen Personenzeichnung und –führung der beiden Regisseure zu verdanken, die sich hier erneut als unangefochtene Meister der Psychologisierung und Hervorhebung von Charakteren zeigen. Dies gilt nicht nur für die schon erwähnte Rolle des stumm agierenden Philipp und die der anderen Solisten, sondern auch und erst recht für die beiden die Oper entscheidend prägenden Gesangs-Kollektive. Das sind bei dieser ohne Einschränkung erstklassigen Produktion der erneut phänomenal agierende und sich für eine weitere Auszeichnung als Chor des Jahres empfehlende Staatsopernchor und der nicht minder überzeugende, durch Mitglieder des Knabenchors Collegium Iuvenum Stuttgart verstärkte Kinderchor der Stuttgarter Oper.

Beide, von Christoph Heil phänomenal vorbereitet und geleitet, vollbringen nicht nur sängerische Glanztaten, sondern liefern auch  wieder einmal darstellerische Höchstleistungen, die – siehe oben – Furcht und Grauen unausweichlich und greifbar werden lassen. So trägt die von den jungen Sängern verkörperte „Sadistische Gang“ deutliche Züge politischer Jugendorganisationen wie etwa der nationalsozialistischen Hitlerjugend oder der 1994 in Rwanda maßgeblich am  Völkermord an den Tutsi beteiligten Miliz  „Interahamwe“ und lässt einen fast an der positiven zivilisatorischen Prägbarkeit mancher Jugendlicher zweifeln. Solche Assoziationen und  weitere aktuelle Bezüge stellen sich auch durch eine Vielzahl szenischer Zitate und Bilder ein, die wie gewohnt von den beiden Regisseuren gekonnt und subtil in ihre Inszenierung eingestreut werden. So etwa, wenn der künftige Pflegevater Fernando dem toten  Jeronimo dessen die Massaker überlebendes Kind, eben den später stummen, träumenden Philipp, aus den Armen nimmt oder  wenn nach einem pogromartigen Tumult eine einsame Kippa auf dem Boden zurückbleibt.

Staatsoper Stuttgart / Erdbeben. Träume - hier : Dominic Große als Jeronimo, Esther Dierkes als Josephe Asteron, Sachiko Hara als Philipp, Kinderchor der Oper Stuttgart, Benjamin Williamson als Anführer der sadistischen Knaben © A.T. Schaefer

Staatsoper Stuttgart / Erdbeben. Träume – hier : Dominic Große als Jeronimo, Esther Dierkes als Josephe Asteron, Sachiko Hara als Philipp, Kinderchor der Oper Stuttgart, Benjamin Williamson als Anführer der sadistischen Knaben © A.T. Schaefer

Kongenial unterstützt werden die beiden Autoren dieses aufrüttelnden Musiktheater-Abends und die zwei Regisseure seiner Uraufführung durch die Ausstatterin Anna Viebrock, die Wieler/Morabito seit vielen Jahren eng verbunden ist und das Stuttgarter Opern-Publikum mit vielen herausragenden Arbeiten auf nicht immer alltägliche Wahrnehmungsspuren geführt hat.

In ihr aktuelles Bühnenbild hat sie einen ebenfalls aus der No-Tradition stammenden,  Hashigakari genannten Steg übernommen, über den die Schauspieler zwischen Haupt- und Nebenbühne wechseln. Er wird so zur Brücke zwischen Traum und Übernatürlichem einerseits  und Alltag und Realität andererseits. In diesem wie immer bei Viebrock äußerst wirkungs- wie eindrucksvollem Bühnenkosmos ist der Steg Teil einer vom Erdbeben verwüsteten Stadtlandschaft, die nicht nur den Orchestergraben weit überragt, sondern selbst zum szenischen-psychologischen Zitat wird und so das Seelenleben der auf und in ihr Lebenden spiegelt.  Auf dieser, sich manchmal hebenden und senkenden kalten Betonwüste leben die Protagonisten ihre zwischen Angst, Verstörung, Einsamkeit, Gewalt, Aggression  und Hass changierenden Gefühle ungehindert aus. So werden das Erdbeben und seine physischen Folgen auch zur Chiffre für die nicht zu bremsenden Kräfteverschiebungen, die auch  eine ganze Gesellschaft und deren bisherige Strukturen zum Einsturz bringen können.

Die musikalische Leitung dieser Produktion liegt in den bewährten Händen des ebenfalls seit langem eng mit dem Regie-Duo  zusammenarbeitenden und sich auch zum Ende dieser Spielzeit aus Stuttgart verabschiedenden Generalmusikdirektors Silvain Cambreling, der am Tag nach der Uraufführung seinen 70. Geburtstag feiern durfte. Ihm gebührt auch das große Verdienst, in seinen sechs Stuttgarter Jahren das Publikum nicht nur behutsam an die zeitgenössische Opernmusik herangeführt zu haben, sondern diesem zusammen mit den anderen Mitgliedern des Regieteams auch etliche unvergessliche  Ur- bzw. Erstaufführungen moderner Opern beschert zu haben. Souverän und gelassen leitet er das an diesem Abend besonders motiviert wie konzentriert agierende Staatsorchester durch die komplexe Partitur Hosokawas, die Musik von höchster Qualität, ja manchmal geradezu auf Delikatess-Niveau bereithält. Orientiert an der Naturmystik und den damit zu assoziierenden Klängen, breiten Komponist wie ausführende Musiker eine faszinierende und jederzeit verständlich-hörbare Klangwelt mit einer farbenreichen, die Situationen und Stimmungen eindrucksvoll unterstreichenden musikalischen Formensprache aus.

So vernimmt der aufmerksame Hörer nicht nur  den Wind und das durch diesen verursachte Rauschen der Bäume und des  Meeres, sondern die Musik vermittelt ihm auch einen Einblick in die (Seelen-)Zustände der Umwelt und der darin angesiedelten Menschen. Dies wird neben anderen modernen wie konventionellen Stilmitteln der Oper vor allem  durch drei längere Orchestermonologe ermöglicht, die der Komponist in sein knapp zweistündiges, ohne Pause aufzuführendes Werk einfügt und  die auf ihre je eigene Art und durch eine sehr differenzierte Klangsprache die Handlung fortführen und kommentieren und so ganz eigene Szenen und Bilder entstehen lassen.

Staatsoper Stuttgart / Erdbeben. Träume - hier: Torsten Hofmann als Pedrillo, Benjamin Williamson als Anführer der sadistischen Knaben, Kinderchor der Oper Stuttgart, Mitglieder des Staatsopernchores © A.T. Schaefer

Staatsoper Stuttgart / Erdbeben. Träume – hier: Torsten Hofmann als Pedrillo, Benjamin Williamson als Anführer der sadistischen Knaben, Kinderchor der Oper Stuttgart, Mitglieder des Staatsopernchores © A.T. Schaefer

Die drei Sängerinnen und vier Sänger der ihnen vom Komponisten, wie weiland von Wolfgang Amadeus Mozart praktiziert, präzise auf den Leib bzw. auf die Stimme geschriebenen Rollen füllen diese nicht nur mit Bravour, sondern mit einer ungeahnten, unter die Haut gehenden Intensität aus, dass einen – wie bei der Josephe Esther Dierkes‘ der Elvire Sophie Marilleys, der Constanze Josefin Feilers, dem Jeronimo Dominic Großes und dem Fernando André Morschs – offenes Mitleid und äußerste Angst befällt. Umgekehrt steigt im empathischen Beobachter blanke Wut und tiefe Abscheu hoch, wenn er hilflos das Treiben des  von Torsten Hofmann schonungslos gesungenen und gespielten und mit einem Megaphon verstärkten Pedrillo und des von Benjamin Williamson ebenso beängstigend, ja abschreckend  dargestellten Anführers der Jugendgang betrachten muss und dabei nicht weit hergeholte Parallelen zu aktuell weltweit aktiven und Fake-News produzierenden wie diese ausschlachtenden Volksverhetzern feststellt.

Mit all diesen Anspielungen, ja mit ihrer ganzen aufrüttelnden, vorerst letzten Arbeit am Stuttgarter Opernhaus schafft es das Viergestirn Viebrock, Wieler, Morabito und Cambreling, sich in Stuttgart als Vertreter einer  Regie-Theatergeneration in lebendigster und dankbarster Erinnerung zu halten, der nichts ferner liegt, als opulente, aber blutleere Wohlfühloper zu demonstrieren. Stattdessen wird von den scheidenden Stuttgarter Operngrößen erneut der unbequeme, aber unerlässliche und durch viele gegenwärtige Tendenzen  als absolut wichtig und richtig bewiesene Versuch gewagt, die Opernbühne als politisches, mindestens aber gesellschaftskritisches Instrument  und Forum zu benutzen,  um die Zuschauer im Sinne Brechts und der Aufklärung aufzurütteln und Gesellschaft  und Welt ein klein wenig humaner zu gestalten.

Das mit viel Kultur-Prominenz besetzte, ausverkaufte Stuttgarter Opernhaus, in dem man an diesem Abend aber auch außergewöhnlich vielen jungen sowie asiatischen Besuchern begegnete, quittierte das Gesehene und Gehörte  mit großer Begeisterung und lang anhaltendem stürmischem Applaus, in den sich auch nicht die geringste Spur  von Kritik oder Ablehnung mischte.

Erdbeben.Träume an der Staatsoper Stuttgart; die weiteren Termine:  6., 11., 13., 18. und 23. Juli 2018

—| IOCO Kritik Oper Stuttgart |—

 

Stuttgart, Oper Stuttgart, Uraufführung – Erdbeben. Träume, 01.07.2018

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Uraufführung –  Erdbeben. Träume

Oper – Toshio Hosokawa, Libretto – Büchner- und Kleist-Preisträger Marcel Beyer nach Heinrich von Kleists Novelle   Das Erdbeben in Chili

Am Sonntag, 1. Juli 2018, kommt Toshio Hosokawas mit Spannung erwartete Oper Erdbeben. Träume auf ein Libretto von Marcel Beyer zur Uraufführung. Das von der Oper Stuttgart in Auftrag gegebene Werk, das auf Heinrich von Kleists Novelle Das Erdbeben in Chili aus dem Jahr 1807 basiert, wird die letzte Neuproduktion in der Intendanz Jossi Wielers sein und zugleich die vorerst letzte Inszenierung, die Jossi Wieler und sein langjähriger Regiepartner Sergio Morabito an der Oper Stuttgart gemeinsam erarbeiten. Wie bei der jüngsten Uraufführung an der Oper Stuttgart, Mark Andres wunderzaichen, wird das Regieduo dabei von zwei seiner engsten künstlerischen Weggefährten begleitet: Die Musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling, der bereits etliche Werke Hosokawas uraufgeführt hat. Anna Viebrock verantwortet die Ausstattung.

Jossi Wieler und Sergio Morabito inszenieren, Anna Viebrock entwirft Bühne und Kostüme, Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling dirigiert

Toshio Hosokawa, einer der bedeutendsten japanischen Komponisten, ist in allen musikalischen Gattungen zu Hause. Seine besondere Liebe aber gilt der menschlichen Stimme und dem Musiktheater – eine Hingabe, die Hosokawa mit Marcel Beyer teilt. Mit seiner überaus präzisen und zugleich hochmusikalischen Sprache lotet der Büchner- und Kleist-Preisträger in seinen Texten immer wieder neu verhängnisvolle Ereignisse der europäischen Geschichte aus und zeichnet ihre Verbindungslinien untereinander nach.

Beyer und Hosokawa haben für ihre Oper Erdbeben. Träume die zentrale Figurenkonstellation, wie sie in Kleists Novelle Das Erdbeben in Chili angelegt ist, übernommen: Im Zentrum stehen die beiden Elternpaare Josephe und Jeronimo, die in verbotener Liebe verbunden sind, und das Ehepaar Elvire und Fernando. Außerdem tritt Constanze auf, Elvires jüngere Schwester, sowie Pedrillo, der das Massaker anzettelt und in der Oper „vor dem Beben Wachmann, nach dem Beben Demagoge“ ist. Zur neuen stummen Hauptfigur wird Philipp, der stumme Sohn von Josephe und Jeronimo, verkörpert durch die Schauspielerin Sachiko Hara: Rückblickend vergegenwärtigen Philipps Adoptiveltern Elvire und Fernando für ihn das Geschehen und die Katastrophe, denen Phillipp seine Existenz verdankt.

Zahlreiche aktuelle und ehemalige Sängerinnen und Sänger des Stuttgarter Solistenensembles kreieren im Rahmen der Uraufführung ihre Partien: Ensemblemitglied Esther Dierkes singt die Partie der Josephe; Dominic Große, ehemals Mitglied des Stuttgarter Opernstudios, verkörpert Jeronimo. Als Elvire kehrt Sophie Marilley an ihr Stammhaus zurück; André Morsch aus dem Stuttgarter Sängerensemble übernimmt die Partie des Fernando. Als Constanze ist Ensemblemitglied Josefin Feiler zu erleben und Ks. Torsten Hofmann gestaltet die Rolle des Pedrillo. Zwei weitere bedeutende Partien werden dem vielfach ausgezeichneten Staatsopernchor Stuttgart sowie dem Kinderchor der Oper Stuttgart zuteil.

Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Tokyo

Hochsaison!
Die Uraufführung von Toshio Hosokawas Oper Erdbeben. Träume ist der Auftakt zur Hochsaison!, dem großen Finale der Intendanz von Jossi Wieler im Juli 2018:

Als Vorspiel zur Uraufführung steht am Sonntag, 1. Juli 2018, um 16 Uhr die Buchpräsentation der Abschlusspublikation Verwandlungen. Oper Stuttgart 2011-2018. Sieben Spielzeiten unter der Intendanz von Jossi Wieler, herausgegeben von Sergio Morabito, im Opernhaus, Foyer I. Rang, auf dem Programm. Komponisten und Regisseurinnen, Sängerinnen und Sänger, Dirigenten und Bühnenbildnerinnen kommen in diesem Band ebenso zu Wort wie die Mitarbeiter hinter den Kulissen. Renommierte Autoren würdigen künstlerische Einzelereignisse.

Ab Montag, 2. Juli 2018, beginnt der musiktheatralische Abschlussreigen auf der Opernterrasse, einer Freiluftbühne neben der Operntreppe, mit zahlreichen kostenlosen Konzerten, Gesprächen und Live-Auftritten. Am Ende der Spielzeit schließlich stehen zwei Oper am See-Veranstaltungen im Schlossgarten: Am Dienstag, 24. Juli 2018, überträgt die Oper Stuttgart Vincenzo Bellinis Die Puritaner live aus dem Opernhaus auf einen LED-BigScreen. Am Mittwoch, 25. Juli 2018, folgt vor der letzten Fidelio-Vorstellung ebenfalls auf LED-BigScreen eine Retrospektive der vergangenen sieben Jahre der Oper Stuttgart mit Live-Gesprächen und Ausschnitten aus ausgewählten Opernaufzeichnungen.

Das detaillierte Programm der Hochsaison! wird in Kürze veröffentlicht.

Begleitveranstaltungen zu Erdbeben. Träume
Einführungsmatinee
Sonntag, 24. Juni 2018, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.
Nach(t)gespräche
Freitag, 06. Juli 2018
Freitag, 13. Juli 2018
Das Produktionsteam beantwortet im Anschluss an die Vorstellung Fragen der Zuschauer.

Einführung vor jeder Vorstellung
Eine Einführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

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