Paris, Opéra national de Paris, Gustavo Dudamel – Musikdirektor Pariser Oper, 18.04.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

opera_paris.png
Opera National de Paris

Opéra Bastille, Paris © Uschi Reifenberg

Opéra Bastille, Paris © Uschi Reifenberg

Gustavo Dudamel  –  Neuer Musikdirektor – Opéra national de Paris

Die Opéra National de Paris (auch Pariser Oper) wird iunabhängig von ihren wechselnden Aufführungsorten betrachtet. Die Opéra National de Paris nutzt zwei große Opernhäuser: Die Opéra Garnier, Foto unten, 2.150 Plätze, hauptsächlich für  Aufführungen des Ballet de l’Opéra de Paris und klassische Opern, sowie die  Opéra Bastille (Foto oben). Daneben bestehen in Paris weitere bedeutende Theaterstätten, so die  Philharmonie de Paris, das Théatre des Champs-Elysées.

In der Opéra Garnier / Directeur de l'Opéra de Paris, Alexander Neef, et le nouveau directeur musical, Gustavo Dudamel © Julien_Mignot / Opéra National de Paris

In der Opéra Garnier / Directeur de l’Opéra de Paris, Alexander Neef, et le nouveau directeur musical, Gustavo Dudamel © Julien_Mignot / Opéra National de Paris

Offizielle Bekanntgabe – Bestellung von Gustavo Dudamel

Die Opéra National de Paris,  die Pariser Oper, und ihr Intendant Alexander Neef haben nun bekannt gegeben, dass Gustavo Dudamel ab dem 1.August 2021 für sechs Spielzeiten die Stelle des Musikdirektors (Directeur musical)  antreten wird.

Opéra National de Paris – link HIER!

«Ich freue mich sehr, dass Gustavo Dudamel die Einladung angenommen hat, an der Pariser Oper als Musikdirektor zu arbeiten. Er ist einer der talentiertesten und prominentesten Dirigenten der Welt. Ich habe mich sogleich für diesen herausragenden Dirigenten entschieden, der von klein auf von der Opernwelt fasziniert war, und zahlreiche Opern mit hervorstechender musikalischer Intelligenz dirigiert hat. In den vergangen zehn Jahren hatte ich die Chance, ihn die Mozart / Da Ponte-Trilogie mit dem Los Angeles Philharmonic dirigieren zu hören, sowie Werke von John Adams und unlängst Verdis Otello an der Metropolitan Opera in New York und am Liceu in Barcelona. Ich war von seiner musikalischen Leitung begeistert, genauso wie auch das Publikum. Durch unseren regen Austausch habe ich ermessen können, dass er die ideale Person ist, um seine Liebe zur Oper mit einer großen Anzahl von Menschen zu teilen und ihnen diese Kunst nahe zu bringen.

Seine Ernennung entspricht unserem Bestreben nach einer größeren Öffnung und Engagement und spiegelt das ehrgeizige Projekt wider, die Ausstrahlung unserer Institution durch Opern – und Ballettproduktionen, Sinfoniekonzerte mit einem weitreichenden Repertoire, von Klassik bis zu zeitgenössischer Musik, die in unseren Häusern, aber auch außerhalb veranstaltet werden, zu gewährleisten. Sein allgemein bekannter Einsatz für künstlerische und pädagogische Projekte und seine Überzeugung, dass Kultur allen zugänglich gemacht werden muss, werden uns neue Impulse verleihen und uns in unserer Aufgabe begleiten.» Alexander Neef

Théatre des Champs Élysées, Paris / der Besucherraum im Stil des Art-Déco © Hartl Meyer

Théatre des Champs Élysées, Paris / der Besucherraum im Stil des Art-Déco © Hartl Meyer

«Vom ersten Taktschlag an war meine Erfahrung mi den Künstlern der Pariser Oper einfach hervorragend. Das unmittelbare Gefühl bei dieser entscheidenden Begegnung – Empfindungen von Vertrauen, Verbundenheit, Musikalität und einer gemeinsamen Vision – all dies entstand bei unserer ersten Begegnung 2017. Das herausragende Niveau der Orchestermusiker und der Chorsänger und die starke Verbindung, die wir während der Proben und der Vorstellungen von La Bohème miteinander knüpfen konnten, haben mich dazu bewogen, Alexander Neefs Angebot anzunehmen.

Ein Orchester ist ein Mikrokosmos der Gesellschaft: viele Menschen spielen verschiedene Partien, um ein gemeinsames künstlerisches Ziel zu erreichen. Eine Oper ist in sich ein ganzes Universum und enthält die gänzliche Vielfalt dessen, was der menschliche Geist zu erschaffen vermag. Parallel zu meinen fortbestehenden Engagements bei der Los Angeles Philharmonic und bei meinen geliebten Musikern von El Sistema in Venezuela und der ganzen Welt, möchte ich für mindestens die nächsten sechs Spielzeiten all meine Energie einsetzen, um für unser Publikum außergewöhnliche musikalische Momente zu erschaffen, und die Pariser Oper immer stärker mit der Seele der Stadt und des Landes, die sie umgeben, zu verbinden.»    Gustavo Dudamel

Gustavo Dudamel  – seine Vita – seine Motivation

Gustavo Dudamel wird von der Überzeugung angetrieben, dass Musik die Macht hat, Leben zu wandeln, uns zu inspirieren und die Welt zu verändern. Durch seine dynamische Präsenz auf dem Dirigentenpodest und seinen unermüdlichen Einsatz für künstlerische Ausbildung hat er klassische Musik einem neuen Publikum auf der ganzen Welt nahegebracht und dazu beigetragen, benachteiligten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu Kunst zu ermöglichen.

Opéra Garnier Paris © IOCO

Opéra Garnier Paris © IOCO

Er hat in szenischen, halbszenischen oder konzertanten Fassungen über 30 Opernproduktionen auf allen bedeutenden internationalen Opernbühnen dirigiert, darunter 5 an der Mailänder Scala und 13 in Los Angeles mit dem LA Phil und der LA Oper, mit einem Repertoire das sich von Così fan tutte bis Carmen erstreckt, von Otello bis Tannhäuser, von West Side Story bis zu zeitgenössischen Opern von Komponisten wie John Adams oder Oliver Knussen. Er gab sein Debüt an der Pariser Oper 1917 mit La Bohème.

Seit 2009 ist Gustavo Dudamel musikalischer und künstlerischer Leiter des Los Angeles Philharmonic. Mit diesem Orchester hat er zahlreiche Uraufführungen von John Adams, Philip Glass, Bryce Dessner, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Kaija Saariaho, Gabriela Ortiz, Arturo Márquez und Esteban Benzecry dirigiert. Von den Ideen des Programms El Sistema inspiriert, erweitert das Los Angeles Philharmonic den Aktionsradius seines Programms für Gemeinwesenarbeit, insbesondere mit der Gründung des Youth Orchestra Los Angeles (YOLA). Im Lauf der Spielzeit 2020/21 eröffnet das YOLA sein eigenes Zentrum in Inglewood, das Judith and Thomas L. Beckmen YOLA Center, entworfen von dem Architekten Frank Gehry.

Corona – Restez Chez Vous – Künstler der OnP üben zu Hause
youtube Trailer Opéra National de Paris
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Gustavo Dudamel hat zahlreiche CDs und DVDs aufgenommen, die mit drei Grammy Awards ausgezeichnet wurden. Den neuesten gewann er dieses Jahr in der Kategorie „Beste Orchesterdarbietung – klassische Musik“ für seine Gesamtaufnahme der Symphonien von Charles Ives. 2009 wurde er zum „Chevalier dans l’ordre des Arts et des Lettres“ (französischer Orden für Kunst und Literatur) ernannt. 2019 wurde er mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood geehrt, der ihn mit anderen Persönlichkeiten der Musikwelt wie Leonard Bernstein, Duke Ellington und Arturo Toscanini verbindet.

Gustavo Dudamel wurde 1981 in Barquisimeto (Venezuela) geboren. Er ist Absolvent des venezolanischen Bildungsprogramms El Sistema, das 1975 von José Antonio Abreu gegründet wurde, um soziale Entwicklung durch Musik zu fördern. Mit 18 wurde er Chefdirigent des venezolanischen symphonischen Orchesters Simón Bolívar. Als er 2004 den ersten Gustav-Mahler- Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker gewann, bekam seine Karriere internationalen Aufschwung. Von 2007 bis 2012 wurde er Chefdirigent der Göteborger Symphoniker.

Gustavo Dudamel lebt heute in Los Angeles und Madrid und betrachtet Venezuela, die USA und Spanien als seine drei Heimstätten – zu denen nun bald Frankreich hinzukommen wird.

—| Pressemeldung Opéra National de Paris |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Mannheim, Asli Kilic – gefeierte Pianistin im Gespräch, IOCO Interview, 04.06.2020

Juni 3, 2020 by  
Filed under Hervorheben, IOCO Interview, Konzert

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Piannistin Asli Kilic @ Ivo Kljuce

Piannistin Asli Kilic @ Ivo Kljuce

Asli Kilic – gefeierte Mannheimer Pianistin

 Konzertabsagen, digitaler Unterricht, Kindererziehung – in Zeiten von Corona

  im Gespräch mit Uschi Reifenberg –  IOCO

Uschi Reifenberg (UR): Frau Kilic, Sie sind als gefeierte Pianistin international unterwegs mit verschiedenen Soloprogrammen, treten als gefragte Kammermusikerin auf oder als Solistin mit namhaften Orchestern. Sie sind aber auch in vielfältigen Konstellationen immer wieder in der Region zu erleben, ihr letztes Live-Konzert fand am 7. März 2020 im ausverkauften Mozartsaal im Mannheimer Rosengarten statt, wo Sie zusammen mit dem Stamitz Orchester Mannheim unter der Leitung von Jan-Paul Reinke, das 3. Klavierkonzert von Bartok mit großem Erfolg aufführten. Zwei Tage später begannen die ersten Corona-bedingten Einschränkungen. Wie stellt sich die derzeitige Lage für Sie selbst dar?

Asli Kilic (AK):  Im Rückblick betrachtet ist mein letztes Konzert am 7. März im Rosengarten natürlich ein riesiges Geschenk gewesen, was ich selbstverständlich auch damals so empfunden habe.

Asli Kilic – Leos Janacek – In the Mists 1
youtube Video KilicPiano
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Dass ich diese wunderbare Musik in diesem schönen Saal, vor großem Publikum spielen durfte, hat mich sehr glücklich gemacht und als nach und nach die Corona-bedingten Einschränkungen den Konzertbetrieb lahmlegten, haben mich die Erinnerungen daran die ersten Wochen noch durch diese Krise getragen. Ganz am Anfang habe ich die Zwangspause tatsächlich als angenehm empfunden, da ich zur Ruhe kommen konnte. Ich hatte die Monate davor sehr viele Auftritte und  Probenarbeit, dann begannen die Vorbereitungen zum Bartok Konzert, so dass ich -wie gesagt – in der ersten Zeit die Pause als kreative Möglichkeit erlebt habe, auch wieder mehr zu mir selber zu kommen und in mich zu gehen, was für mich zunächst recht positiv war.

UR:  Der Lockdown traf die meisten freischaffenden Künstler mit unvorbereiteter Härte, viele Konzerte wurden abgesagt, langfristige Pläne zunichte gemacht, Existenzen an den Rand des Ruins getrieben.

Die so entstandene Zwangspause kann aber auch – wie Sie selbst schon erwähnten- als kreativer Stillstand begriffen werden und birgt ebenso Potenzial für Neuausrichtungen wie für veränderte Lösungsansätze. Inwiefern hat die Krise Ihre künftigen Planungen beeinflusst?

AK.:  Leider ist es in der Tat so, dass alle meine Konzerte bis Ende Juni abgesagt worden sind mit wirklich tollen Programmen, auf die ich mich sehr gefreut hatte. Darunter waren Klavierrecitals mit Werken von Chopin und Brahms, die mir sehr am Herzen liegen, und auch Auftritte mit meinem Ensemble Scriabin Code. Wir haben uns in der Pause wöchentlich über Zoom zusammengesetzt, um unser neues Projekt voranzubringen, das den Titel Aufbruch trägt, das jetzt in der Corona Zeit auch nochmal eine ganz andere Konnotation erfährt.

UR: :  Erzählen Sie uns etwas über dieses Ensemble.

 Asli Kilic @ Ivo Kljuce

Asli Kilic @ Ivo Kljuce

A.K.:  Die Besetzung unseres Ensembles Scriabin Code besteht aus drei Elementen. Da wäre einmal der sogenannte Visual Artist, der Projektionen auf einer Leinwand gestaltet, die mit der Musik korrespondieren. Durch Vernetzung von Sensoren entsteht sozusagen eine Art Live-Malerei. Der zweite „Baustein“ ist das zeitgenössische Jazz- Ensemble mit Bass, Klarinette, Schlagzeug und Klavier. Ich habe den Part der klassischen Pianistin, spiegele die Werke, und das Ensemble antwortet dann auf seine Weise. Dadurch entsteht sozusagen etwas ganz Neues. So komme ich auch mit anderen Genres in Berührung, was für mich sehr spannend ist. Das erste Konzert dieses Projekts wird im November 2020 in Heidelberg stattfinden.

In den Wochen der Zwangspause habe ich natürlich versucht, mich fit zu halten und habe für mich selbst weitergearbeitet, auch ein anderes Repertoire ausgewählt. Oft muss man natürlich, was das Repertoires betrifft, den Konzertveranstaltern Rechnung tragen und ist diesbezüglich gebunden. Ich habe in der Klausur jetzt für mich Franz Schubert „entdeckt“ und beschäftige mich viel mit den „Moments musicaux“, das ist eine ganz wunderbare Musik!

Gott sei Dank kommen aber für den Winter und für 2021 Konzertanfragen herein, was auch wieder konkrete Planungen erlaubt, erfreulicherweise auch sehr kurzfristig wie jetzt der Livestream beim HR, bei dem ich zusammen mit meinem Kollegen, dem Geiger Maximilian Junghans die 4. Sonate für Klavier und Violine von Beethoven spielen konnte. Natürlich empfinde ich die Situation einerseits als sehr bitter, auf alle Konzerte verzichten zu müssen, aber andererseits bekommt man auch die Zeit und die Chance, sich selbst mit seinem künstlerischen Tun und Wollen zu hinterfragen und frei zu entscheiden, welche Schwerpunkte man selbst setzen möchte.

UR: Möglicherweise wird sich für viele Künstler die internationale Tourneetätigkeit verändern. Werden wir nun eine verstärkte Regionalisierung des Musikbetriebs erfahren?

Asli Kilic – Leos Janacek – In the Mists 2
youtube Video KilicPiano
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

A.K.:  Das ist schwierig zu beantworten. Sicher werden die ganz großen Namen nach wie vor überall auf der Welt anzutreffen sein. Aber ob es auch ökologisch sinnvoll ist, dass ein großes  Sinfonieorchester für ein Konzert einmal um den ganzen Erdball fliegt, mag dahingestellt sein.

Viel verändern wird sich langfristig sicher nicht, aber vielleicht geht man mit einem veränderten  Bewusstsein weniger leichtfertig mit diesen Fragen um.

UR:   Das Publikum ist nach der langen Abstinenz ausgehungert und verlangt nach Live-Erlebnissen von Konzerten. Der Betrieb wird nun nach und nach wieder hochgefahren, wenn auch in stark reduzierter Form. Können wir nach der Krise einfach dort weitermachen wo wir im März aufgehört haben, oder sollten wir als Künstler nach diesen Erfahrungen auch neue Perspektiven aufzeigen?

A.K.:  Natürlich hoffe ich, dass wir wieder Konzerte in gewohntem Umfang gestalten können, auch wenn es sicher unterschiedliche Reaktionen der einzelnen Musiker auf das Erlebte geben wird. Viele brauchen selbstverständlich die Interaktion mit ihrem Publikum, können ohne diese nicht existieren. Andere mögen dem Konzertbetrieb und seinen Folgen in der Rückschau weniger positive Seiten abgewinnen und verzichten lieber  auf den äußeren Druck. Ich für meinen Teil hoffe jedenfalls sehr, dass die Konzerte wieder in alter Größe stattfinden werden und ich wäre sehr dankbar, wieder mit meinem Publikum in Kontakt treten zu können.

UR:   Wie lange kann man in Klausur produktiv ohne konkrete Konzertziele üben?

A.K.:  Wir als Pianisten kennen das Gefühl der Klausur, in der Abgeschiedenheit zu arbeiten, mit sich selbst alleine zu sein, für sich einen Übeplan zu gestalten. Aber letztendlich wird es auch vom jeweiligen Musiker-Typ abhängen. Manche brauchen sehr stark den Druck von außen, auf einen bestimmten Termin hinarbeiten zu müssen. Andere wiederum setzen  sich selbst persönliche „Deadlines“, da sie sonst  Gefahr zu laufen, sich zu verlieren. Das verlangt jedem einzelnen natürlich viel Disziplin ab. Ich denke, ohne Perspektive ist das aber alles sehr, sehr schwierig.

UR:  Die Digitalisierung  des Musikbetriebs ist mittlerweile Konsens und hat auch dem Konzert- und Opernbetrieb eine neue Qualität hinzugefügt. Sie haben das Streaming Projekt beim HR erwähnt, kann dies ein Ersatz für ein Livekonzert sein?

AK:  Mir fehlt die Interaktion mit dem Publikum schon sehr. Die Energie, die zwischen den Musikern und dem Publikum im Augenblick des Musizierens entsteht, der direkte Austausch in der Live-Situation, die Spiegelung, die berühmten Schwingungen zu spüren, das alles vermisse ich in der Tat.

Asli Kilic – China Gates von John Adams
youtube Video KilicPiano
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

UR:  Sie sind auch als engagiere Klavierpädagogin an der Musikschule in Heidelberg tätig. Der Unterricht wurde während der Schließungen bundesweit weitestgehend digital erteilt. Welche Erfahrungen haben Sie mit dieser Form des Unterrichts gemacht?

A.K.: Das war eine sehr interessante Erfahrung, da ich eigentlich ein analoger Mensch bin und mich selbst als nicht besonders „technikaffin“ bezeichnen würde. Insgesamt war diese neue Form des Unterrichts für mich und die Schüler eine ziemlich anstrengende Sache. Nichtsdestotrotz war es eine gute Chance, mit den Schülern in Kontakt zu bleiben und gleichzeitig war deutlich zu spüren, mit welcher Freude die Kinder und Jugendlichen auf das digitale Unterrichtsangebot reagiert haben. Neben den Schulschliessungen war der Klavierunterricht auf diesem Wege für viele eine willkommene Abwechslung und die meisten hatten mehr Zeit, am Instrument zu arbeiten und konnten sich weiterentwickeln. Außerdem wurde die Beziehung zwischen Lehrer*in und Schüler deutlich gestärkt. Dennoch bin ich froh, dass die Musikschulen nun auch nach und nach zum Präsenzunterricht in der bisherigen Form zurückfinden.

UR: Sie sind Mutter von drei Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren, die allesamt bereits Preisträger verschiedener Jugend-Musikwettbewerbe sind. Wie schaffen Sie es, sich so erfolgreich aufzuteilen zwischen Konzertpodium, Unterrichtstätigkeit und Kindererziehung?

A.K.: Vielen Dank für das Kompliment! Eigentlich ist Organisation alles. Ich habe das Glück, das alle drei Kinder wirklich sehr gut mitziehen. Sie bekommen natürlich mit, dass man, um bestimmte Ziele zu erreichen, Einsatz bringen muss. Ausserdem werden sie von hervorragenden Pädagogen gefördert, unterstützt und motiviert. Das Üben am Instrument machen sie sehr gern und es gehört für sie ganz selbstverständlich zum normalen Tagesablauf und schafft auch eine gewisse Sicherheit.

Das Unterrichten sehe ich für mich selbst als große Bereicherung an. Gerade wenn man sich mit technischen Problemen der Schüler auseinandersetzen muss, reflektiert man dabei ja auch immer sein eigenes Spiel, was auch eine sehr befruchtende Tätigkeit ist. Man kommt mit der vielfältigsten Klavierliteratur in Kontakt, oder kann in der Vorbereitung auf öffentliche Schüler- Auftritte jede Menge  aus seinem eigenen Erfahrungsschatz beisteuern.

Was mich trägt ist darüberhinaus die Tatsache, dass ich alle drei Bereiche, die Sie angesprochen haben, mit großer Liebe und Leidenschaft mache, anders wäre es gar nicht möglich. Das alles gibt mir auch viel Kraft zurück.

Uschi Reifenberg, IOCO —  Liebe Frau Kilic, herzlichen Dank für dies Gespräch

—————————

Asli Kilic  –  Biografie einer Künstlerin

Musik begreifen, sie zu gleichen Teilen zu fühlen und zu verstehen ist die große Stärke von Asli Kilic. Der Notentext wie auch der historische Kontext spielen hierfür eine essentielle Rolle und so „…[scheinen ihr] technisch und emotional keine Grenzen gesetzt zu sein.“ so die FAZ

„Ein Stück völlig zu durchdringen, es für den Zuhörer „durchsichtig“ zu machen und alle Schichten offenzulegen sind mir besonders wichtig. Aber auch zu zeigen, dass die Klassik kein Relikt vergangener Zeit ist, sondern nie an Aktualität verliert. Das ist es, was ich durch meine Interpretationen verdeutlichen möchte.“ –  Asli Kilic

Asli Kilic, geboren in Frankfurt am Main, beginnt bereits im Alter von 5 Jahren mit dem Klavierunterricht in ihrer Heimatstadt. Ihre außerordentliche Begabung führt sie zum Studium an die Musikhochschulen Mannheim und Köln, wo sie bei den Professoren Ragna Schirmer, Paul Dan und Arbo Valdma ihre Studien absolviert. Von Jewgeni Malinin, Peter Feuchtwanger, Paul Badura-Skoda und Thérèse Dussaut holt sie sich in Meisterkursen Inspiration.

Nationale und internationale Musikpreise und Stipendien bestätigen Asli Kilics hervorragendes Können. Um ihre Vision von der „Durch“-Sichtigkeit der Musik weiterzuentwickeln, holt sich Asli Kilic wesentliche Impulse bei der Pianistin Natalia Zinsadze. Die Georgierin ist eine der letzten Schülerinnen des legendären Heinrich Neuhaus, Begründer der Russischen Klavierschule und Verfasser der Klavierbibel „Die Kunst des Klavierspiels“.

Bereits zu diesem Zeitpunkt ist Asli Kilic eine viel gefragte Pianistin, Recitals und Klavierkonzerte führen sie unter anderem an die Alte Oper Frankfurt, aber auch internationale Tourneen sind Teil ihres künstlerischen Lebens.

2018 folgte sie einer Einladung nach Mailand, wo sie beim Klavierfestival Piano City Milano einen fulminanten Klavierabend gab, was eine erneute Einladung für die Saison 2020 zur Folge hatte.

Ihre zwei CD Veröffentlichungen mit Klavierwerken von Leoš Janácek (siehe auch Video oben) fanden bei der Fachpresse großen Anklang. Das Fono Forum bescheinigt ihr eine „excellence pianistische  Technik“ und hebt Ihre klangliche Reife und große musikalische Sensibilität hervor.

Piano News bestätig der Künstlerin ihr „großartiges Klavierspiel“ und lobt ihr Gespür, musikalische Formen offen zu legen und für den Hörer sichtbar zu machen.

Eine enge Verbundenheit zur Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz sowie zu den  Orchestern des Nationaltheaters Mannheim und des Hessischen Rundfunks sind für die Pianistin ebenso wichtig wie ihre kammermusikalischen Projekte.

Einen besonderen Stellenwert nimmt auch das Projekt Scriabin Code in ihrem musikalischen Schaffen ein. Hier hat Asli Kilic die Gelegenheit, die Aktualität und Relevanz klassischer Musik neu zu denken sowie neu zu kontextualisieren. Auf diese Weise erreicht sie mit ihrem klassischen Klavierspiel auch Nicht-Klassikhörer. Der große Erfolg des Ensembles führte sie auf wichtige Bühnen und zu namhaften Festivals.

2019 veröffentlichte das Kollektiv ein neues Projekt zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus Schule mit Werken von Bach, Satie, Wolpe, Hindemith und Bartók, das u.a. bei den Kurt Weill Festspielen und der Konzertreihe Klassik Clash des SWR zu hören sein wird.

—| IOCO Interview |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Musikalische Akademie – 2020/21, IOCO Aktuell, 16.05.2020

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

MUSIKALISCHE AKADEMIE  –  Nationaltheater Orchester Mannheim

 Spielzeit  2020/21  –  Flexibilität – in diesen Zeiten besonders gefordert

von Uschi Reifenberg

Das wissen auch Fritjof von Gagern, Präsident der Musikalischen Akademie und 1.Solocellist des Mannheimer Nationaltheater Orchesters in Personalunion und Generalmusikdirektor Alexander Soddy, die nun das aktuelle Programm der  242. Saison der  Musikalischen Akademie, welche 1778 gegründet wurde, vorgestellt haben.

Musikalische Akademie Mannheim
youtube Trailer Musikalische Akademie
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Die Unsicherheit in der derzeitigen Krise zwingt die Künstler in eine besondere Situation und nötigt ihnen aus ihrer Planungswerkstatt verschiedene Lösungsmöglichkeiten ab. Der fehlende Austausch mit dem Publikum und der derzeitige Verlust des gemeinschaftlichen Erlebens von Musik verstärkt die Sehnsucht nach künstlerischer Normalität und beflügelt die Hoffnung auf eine bessere Zeit nach dem Ausnahmezustand.

„Wir arbeiten mit verschiedenen Szenarien – einem Plan A, so wie die Saison eigentlich gedacht ist, und einem Plan B, C und D, in welchen wir alternative Veranstaltungsformate durchspielen“, so von Gagern. „Die letzten abgesagten Konzerte (…) sind ein unfassbarer künstlerischer Verlust.  Gerade deshalb benötigen wir aus der Stille der Krise die Perspektive (…). Wir sehen es als unsere Aufgabe, Konzerte zu ermöglichen und durch die Musik Halt und Zuversicht gerade in diesen Zeiten zu geben“.

Der thematische Schwerpunkt der kommenden Programmgestaltung 2020/21 liegt in der Entwicklung romantischer und spätromantischer Kompositionen des 19. Jahrhunderts hin zur Auflösung konventioneller musikalischer Strukturen im 20. Jahrhundert, der atonalen Musik der  Moderne, sowie deren Repräsentanten der 2. Wiener Schule.

Geplant sind acht Doppelkonzerte, die einen weiten Bogen von Joseph Haydn bis Enrico Chapelá  spannen und wie immer im Mozartsaal des Rosengarten stattfinden werden. Ergänzt werden die Konzerte  durch das Konzertformat der Kammerakademie im Opernhaus des Nationaltheaters, das alljährlich besondere Akzente setzt und diesmal ein spannendes Bläserprogramm verspricht.

Wie in jedem Jahr sind auch in der Saison 20/21 wieder hochkarätige Solisten bei der Musikalischen Akademie zu Gast.

NTM Nationaltheater Mannheim / Bühne und Besucherraum für kommende Konzerte der Musikalischen Akademie © Christian Kleiner

NTM Nationaltheater Mannheim / Bühne und Besucherraum für kommende Konzerte der Musikalischen Akademie © Christian Kleiner

GMD Alexander Soddy wird allein vier der acht Doppelkonzerte dirigieren.   Den Auftakt macht GMD Alexander Soddy im ersten Akademiekonzert am 19./20. Oktober 2020, mit einem breit gefächerten und kontrastreichen amerikanisch- russisch- englischen Programm. John Adams Orchesterstück „Short Ride in a fast machine“ von 1986, das in atemberaubendem Tempo dahin jagt, wird dem populären 2. Klavierkonzert des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow vorangestellt, interpretiert vom russisch-amerikanischen Pianisten Kirill Gerstein. Edward Elgars Sinfonie Nr.1, ein Meilenstein der englischen Sinfonik, dürfte beim Briten Alexander Soddy in den besten Händen liegen.

Im 2. Akademiekonzert am 16. und 17. November, das sich deutschen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts widmet, steht nach längerer Zeit als Instrument wieder das Horn im Mittelpunkt. Das 2. Hornkonzert von Richard Strauss, das zu den schwierigsten Hornkonzerten überhaupt zählt, wird gespielt von Radek Baborák, dem ehemaligen Solohornisten der Berliner Philharmoniker. Mit Carl Maria von Webers Ouvertüre „Die Beherrscher der Geister“ und der 2. Sinfonie von Robert Schumann taucht das Programm tief in die Epoche der Früh- und Hochromantik ein.

Das 3. Akademiekonzert am 14./15. Dezember unter der Leitung von Ingo Metzmacher, trägt durchweg märchenhafte Züge. Dem besonders zur Weihnachtszeit beliebten Vorspiel aus Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel folgt das Konzert für Viola und Orchester von Paul Hindemith Der Schwanendreher, das auf alten Volksliedern basiert. Als Solist konnte der Solo-Bratschist der Berliner Philharmoniker Amihai Grosz gewonnen werden.

In Alexander Zemlinskys Orchesterstück Die Seejungfrau wird die Geschichte der sich nach der Menschenwelt sehnenden Meerjungfau von Hans Christian Andersen lebendig, Ein reines russisches Programm verspricht das 4. Akademiekonzert am 8./9. Februar 2021, das von der französischen Dirigentin Ariane Matiakh geleitet wird.

Dmitri Schostakowitschs 1. Cellokonzert, das für Mstislaw Rostropowitsch geschrieben wurde, wird hier von der Cellistin Tatjana Tetzlaff gestaltet, flankiert von Michail Glinkas Kamarinskaya, einem bahnbrechenden russischen Orchesterwerk und Sergej Rachmaninows faszinierender   „Toteninsel“, inspiriert von Arnold Böcklins berühmten Gemälde.

Als letzter Programmpunkt setzt Modest Mussorgski mit seinem Meisterwerk Eine Nacht auf dem kahlen Berge einen phänomenalen Schlusspunkt unter die Reihe der russischen  Schauerromantik.

Das 5. Akademiekonzert am 8./9. März 21 bewegt sich im Spannungsfeld des Franzosen Claude Debussy, dem deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven und dem Dänen Carl Nielsen.

Geleitet wird das Konzert vom dänischen Dirigenten Michael Schønwandt, der Komponist Hans Abrahamsen, ebenfalls Däne, orchestrierte 2011 Debussys bekannte Klavierminiaturen Childrens Corner, die Debussy seiner geliebten Tochter widmete.

Mit Beethovens 1.Klavierkonzert wird Kit Armstrong zu erleben sein, ein ersehnter Beethoven   Programmpunkt nach dem stark reduzierten Beethoven Jubiläumsjahr 2020.  Michael Schønwandt, dessen besondere Verbundenheit der Musik Carl Nielsen gilt, stellt die Sinfonia espansiva seines Landsmanns nun erstmalig dem Mannheimer Publikum vor.

Nationaltheater Mannheim / Generalmusikdirektor Alexander Soddy © Gerard Collett

Nationaltheater Mannheim / Generalmusikdirektor Alexander Soddy © Gerard Collett

Das 6. Akademiekonzert am 12./13. April 21 steht ganz im Zeichen Anton Bruckners. Mit seiner 5. Sinfonie, der sogenannten „katholischen“ setzt der italienische Dirigent Antonello Manacorda den Mannheimer Bruckner Zyklus fort. Bruckner schuf mit dieser Sinfonie wohl sein persönlichstes Werk, eine Art Glaubensbekenntnis nach einer für ihn schweren Zeit. Vom großen Vorbild Richard Wagner hatte er sich in dieser Sinfonie endlich emanzipiert.

Das 7. Akademiekonzert am 10./11. Mai 21, unter der Leitung von Alexander Soddy, spannt den Bogen von der Frühklassik Joseph Haydns über Gustav Mahler bis zur 2.Wiener Schule  Alban Bergs im 20. Jahrhundert, dessen „3 Stücke aus der Lyrischen Suite“, bearbeitet für Streichorchester, zu hören sein werden. Alle drei Komponisten verbindet der Bezug zur Stadt Wien. Der 1.Solo-Trompeter des Nationaltheater Orchesters Lukas Zeilinger, der ebenfalls aus der Nähe von Wien stammt, wird mit Haydns Trompetenkonzert eines der bedeutendsten Kompositionen für dieses Instrument interpretieren. Eine schöne Tradition der Musikalischen Akademie, Solisten aus „den eigenen Reihen“ in ihren Konzerten vorzustellen.

Gustav Mahlers 1.Sinfonie, reich an Gegensätzen und Bezügen, setzt den spannenden Schlusspunkt in diesem vielfältigen Programm.

Das 8. Akademiekonzert am 22./22. Juni 21, wiederum dirigiert von Alexander Soddy, mit einem kontrastreichem französisch- lateinamerikanischen Programm, bringt ein Wiedersehen mit dem Violinisten August Hadelich, der teilweise in Mannheim aufwuchs und auf allen großen Konzertpodien der Welt zu Hause ist. Er wird mit Édouard Lalos Sinfonie espagnole zu hören sein. Mit Spannung erwartet wird die Uraufführung von Enrico Chapellas genreübergreifender Komposition, einem Auftragswerk für die Musikalische Akademie. Zwei exemplarische Werke des Impressionismus bilden den Rahmen für diesen Abend, Maurice Ravels Alborada del grazioso, aus dem Klavierzyklus Miroirs, der hier als Orchesterwerk erklingt und La mer von Claude Debussy.

Am 6./7. Juni setzen dann die Bläser in der Kammerakademie mit Richard Strauss, Antonin Dvorák und Friedrich Gulda ganz besondere Akzente.  Joseph Bastian dirigiert, Benedict Kloeckner ist der Solist in Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester, einem energiegeladenem Crossover-Stilmix, der unter die Haut geht. Die Bläserserenaden von Strauss und Dvorák sind absolute Meisterwerke ihres Genres und lassen einen Hauch von Mozart‘schem Geist durchs Programm wehen.

Die Musikalische Akademie Mannheim  –  Akademiekonzerte

Mit nunmehr 242 Jahren sind die Akademiekonzerte in Mannheim weltweit eine der traditionsreichsten Konzertreihen weltweit. Gegründet wurde sie 1778 im Geiste der Mannheimer Schule – und damit an der Speerspitze der damaligen Avantgarde – von den Musikern der Kurfürstlichen Hofkapelle, des heutigen Nationaltheater – Orchesters. Es ist bemerkenswert, dass diese Institution auf ihrem Weg zum Traditionsorchester durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte immer vom außergewöhnlichen Zuspruch der Mannheimer Bürgerinnen und Bürger getragen wurde und heute wird.

Brahms, Furtwängler, Strauss, Kleiber, Hindemith, Rostropowitsch, Stein, Argerich, Zimmermann – die Liste der ganz großen Namen, die als Dirigenten und Solisten bei den Akademiekonzerten zu Gast waren, ließe sich lang fortsetzen. Den in der Musikalischen Akademie organisierten Musikern des Nationaltheater- Orchesters ist es immer gelungen, einige der interessantesten Musiker* innen ihrer Zeit nach Mannheim zu holen.

Heute ist die künstlerische und finanzielle Eigenständigkeit der Musikalischen Akademie einzigartig in Deutschland. Nach wie vor prägen Authentizität, Vielfalt und Ideenreichtum die Auswahl von Programmen und Gastkünstlern. Jährlich wird ein Kompositionsauftrag vergeben.   (Zitiert aus dem Jahresprogramm).

—| IOCO Aktuell Nationaltheater Mannheim |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, John Adams Nixon in China, 03.04.2020

April 3, 2020 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Nixon in China – kostenlos im Web

Oper trotz Corona: Die Staatsoper Stuttgart setzt ihr digitales On-Demand-Programm mit John Adamsc Nixon in China fort; Begleitendes Vermittlungsangebot des JOiN für zuhause

Auch in Krisenzeiten ins Opernhaus? Die Staatsoper Stuttgart setzt gemeinsam mit ihrem Digitalpartner, der LBBW, das kostenlose Opernprogramm „Oper trotz Corona“ auf ihrer Website fort und bleibt so weiterhin für ihr Publikum präsent – nur nicht auf der Bühne, sondern im Web. Noch bis Freitag ist in diesem Rahmen Richard Wagners Lohengrin zu sehen.

Staatsoper Stuttgart / Nixon in China ©   Matthias-Baus

Staatsoper Stuttgart / Nixon in China ©
Matthias-Baus

Am Freitag, 03.04.2020, ab 17 Uhr wird John Adams‘ Nixon in China als Live-Aufzeichnung einer Aufführung aus der letzten Saison auf der Website zu sehen sein. Die ungekürzte Aufführung in englischer Sprache ist mit deutschen Untertiteln versehen und wird eine Woche lang on demand auf der Website der Staatsoper Stuttgart zur Verfügung stehen.

Nixon in China basiert auf dem realen Staatsbesuch des 37. US-Präsidenten Richard Nixon bei Mao Tse-tung in Peking im Jahr 1972. An der Staatsoper Stuttgart hatte das Werk in der Neuinszenierung von Marco Štorman am 7. April 2019 Premiere. Es dirigiert André de Ridder.

Die Staatsoper Stuttgart flankiert dieses Programm in den kommenden Wochen weiterhin mit Online-Aktivitäten und kleinen zusätzlichen Überraschungs-Videoclips aus dem Opernhaus oder aus dem Wohnzimmer ihrer Künstler*innen.

Stand heute wird der reguläre Spielbetrieb ab Montag, 20.04.2020, wieder aufgenommen.

Alle Informationen: www.staatsoper-stuttgart.de/oper-trotz-corona

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung