Dresden, Semperoper, Die Hugenotten – Giacomo Meyerbeer, 29.06.2019

Juni 24, 2019 by  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

 Les Huguenots / Die Hugenotten – Giacomo Meyerbeer

 Premiere am Sonnabend, 29. Juni 2019 

Giacomo Meyerbeers Les Huguenots / Die Hugenotten beschließt am Sonnabend, den 29. Juni den Premierenzyklus der Spielzeit 2018/19 in der Semperoper Dresden. Meisterregisseur Peter Konwitschny ist nach fast 20-jähriger Abwesenheit der Einladung Peter Theilers nach Dresden gefolgt, zum Ende von dessen erster Saison als Intendant der Semperoper das zeitlos brisante Gesellschaftstableau zu inszenieren.

 Jakob Meyer Beer auch Giacomo  Meyerbeer_ hier seine Grabstätte in Berlin © IOCO

Jakob Meyer Beer auch Giacomo  Meyerbeer_ hier seine Grabstätte in Berlin © IOCO

Zuletzt war 1999 mit Die Csárdásfürstin eine umstrittene Inszenierung von Konwitschny in der Semperoper zu erleben. Nun setzt der vielgefragte Regisseur wieder eine Dresdner Neuproduktion, zusammen mit dem mehrfach als »Bühnenbildner des Jahres« ausgezeichneten Opern- und Schauspielausstatter Johannes Leiacker in einem Raum von opulenter visueller Sinnlichkeit in Szene. Für seine Interpretation von Les Huguenots / Die Hugenotten kann Konwitschny mit unter anderem Venera Gimadieva (Marguerite de Valois), Jennifer Rowley (Valentine), Christoph Pohl (Graf de Nevers) und John Osborn (Raoul de Nangris) auf ein exquisites Ensemble bauen. Am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden steht als Musikalischer Leiter Stefan Soltész; in den Chorszenen sind der Sächsische Staatsopernchor Dresden in der Einstudierung von Jörn Hinnerk Andresen und der Kinderchor der Semperoper Dresden zu erleben.

Nachdem Arnold Schönbergs »Moses und Aron« in der Inszenierung von Calixto Bieito den Premierenkalender 2018/19 in der Semperoper eröffnete, setzt Intendant Peter Theiler mit der Auswahl des wegen seines jüdischen Glaubens bereits von seinen Zeitgenossen und später von den Nationalsozialisten verfemten Komponisten Giacomo Meyerbeer für die letzte Spielzeitpremiere ein deutlich vernehmbares Zeichen, welch wichtigen Denkbeitrag Musiktheater im gesellschafts- und kulturpolitischen Disput zu leisten vermag.

»Ein feste Burg ist unser Gott«

Giacomo Meyerbeers 1836 uraufgeführtes Auftragswerk für die Pariser Grand Opéra gilt mit seinen lyrischen Arien, aber auch spektakulären Chor- und Massenszenen als eine der wichtigsten Opern des 19. Jahrhunderts und zugleich als eines der erfolgreichsten Werke im Oeuvre des gefeierten Komponisten. Im Umfeld des katholischen Massakers an den Hugenotten im Paris des Jahres 1572, das als Höhepunkt der französischen Religionskriege als »Bartholomäusnacht« oder »Pariser Bluthochzeit« in die Geschichte eingegangen ist, entwickelt sich die tragische Liebesgeschichte von Raoul und Valentine zur tödlichen Tragödie: Sinnbild einer Liebe, der unter unmöglichen politischen Verhältnissen jegliche Hoffnung entzogen ist. Bis heute ist die dem Sujet zugrunde liegende synonymhafte Deutung für religiösen Fanatismus und politische Manipulation ungebrochen: Die historischen Tableaus, die harten Kontraste zwischen Festtagsfreude und Pogromstimmung, die Beschleunigung der Handlung bis hin zur Katastrophe entfalten als Plädoyer gegen religiöse Verblendung und politischen Irrglauben irritierende Modernität.


»Les Huguenots/ Die Hugenotten«

Premiere am 29. Juni 2019 um 18 Uhr in der Semperoper Dresden. 

Gesamtdauer ca. 3 Stunden 40 Minuten.

Weitere Vorstellungen am 2., 4., 10. und 13. Juli 2019 sowie in die Spielzeit 2019/20 am 15.,18. Und 21. März 2020. Werkeinführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

—| Pressemeldung Semperoper Dresden |—

Lüttich, Royal Opera de Wallonie, I Puritani – Vincenzo Bellini, IOCO Kritik, 21.06.2019

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège

I Puritani  –  Vincenzo Bellini

– Morgen graut noch über dem Grab von Vincenzo Bellini, als ……. –

von Ingo Hamacher

– Brava, bravo, bravissimo! – Das Lütticher Publikum ließ seiner Begeisterung nach jeder Musiknummer von Vincenzo Bellinis Belcanto – Oper I Puritani freien Lauf. Ovationen, Jubel und leidenschaftlicher Applaus waren kaum noch zu bremsen.  So schön war alles, was Auge und Ohr geboten wurde, dass sich niemand daran gestört hat, dass der Kopf im Grunde nicht verstand, was da gezeigt wurde.  Egal! Es war wunderbar.

I Puritani –  Vincenzo Bellini
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Vincenzo Bellini Grabmal in Paris © IOCO

Vincenzo Bellini Grabmal in Paris © IOCO

Während Vincenzo Bellinis Musik den Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens bildet, weist das Libretto des an Theatererfahrung mangelnden Carlo Pepoli einige Ungereimtheiten und dramatische Schwächen auf.  Regisseur Vincent Boussard versucht daher eine biographischen Neudeutung, mit der er aber auch nicht für Klarheit sorgt: Er lässt Bellini zweimal leibhaftig auftreten. Noch vor der Ouvertüre wird er von einem Todesengel (die Tänzerin Sofia Pintzou) zu Klängen von Klaviermusik Franz Liszts erwürgt und begraben. Am Ende, wenn Bellini noch einmal auf der Bühne erscheint, wird er erschossen. Zwei verschiedene Todesarten?

Bellinis früher Tod im Alter von 33 Jahren hat zu zahlreichen Spekulationen und Gerüchten geführt. Paris 1835: In einem bis auf die Grundmauern ausgebrannten Theater wird eine Trauerfeier für den kürzlich verstorbenen Komponisten abgehalten.  Das bombastische Bühnenbild von Johannes Leiacker zeigt in bühnenfüllenden Ausmaßen die Ruinen eines Theaters mit zahlreichen Logen. Das Wüten des Feuers ist noch in verbrannten Überresten zu erkennen. Totes, schwarzes Laub weht über den Bühnenboden; ein schwarzer Flügel als Zeugnis der vergangenen Pracht steht in der Bühnenmitte.  Die Oper wird als Theater im Theater gespielt, zwei Akte lang hinter einem durchsichtigen Schleiervorhang.  Er deutet ein riesiges Guckloch an, dient als Fläche für Projektionen.

Bellinis Liebesleben war mit drei Frauen verbunden: die Tre Giuditte: der vornehmen Mailänderin Giuditta Cantù, die mit dem Seidenfabrikanten und Komponisten Fernando Turina verheiratet war; der Sängerin Giuditta Pasta, der ersten Amina, Norma, Beatrice; und Giuditta Grisi, für die er die Partien des Romeo und der Adalgisa schrieb. Da das Stück nur zwei Frauenrollen vorsieht, fügt Boussard eine zusätzliche, stumme Rolle ein, ein schwarzer Schatten Elviras, der als einer Art Engel des Todes die Handlung begleitet. Nach beeindruckenden Videoprojektionen von Isabel Robson treten zur Ouvertüre nach und nach der Chor und weitere Protagonisten des Stücks in die Theaterruine.  Die Kostüme von Christian Lacroix sind dabei vor allem bei den Frauen sehr aufwendig und opulent gestaltet.

Der Morgen graut über dem noch offenen Grab von Vincenzo Bellini.  Eine kleine Menschenmenge hat sich versammelt.  Die Trauer weicht einer Ballszene.  Es laufen die Vorbereitungen für die Hochzeit von Elvira,der Tochter des Puritanerführers Walton. Der Bariton liebt den Sopran, der aber lieber den Tenor hätte. Dieser jedoch entscheidet sich im Konflikt zwischen persönlichem Glück und Königstreue für die Ehre, was er am Ende mit dem Leben bezahlt.

Opera Royal de Wallonie / I Purtitani - hier :  Alexise YERNA als Enrichetta © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opera Royal de Wallonie / I Purtitani – hier : Alexise YERNA als Enrichetta © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Verliebte aus verfeindeten Lagern – das sind Elvira und Arturo, mitten im englischen Bürgerkrieg zwischen protestantischen Puritanern und königstreuen Katholiken um 1650.England zur Zeit der Machtkämpfe zwischen den Puritanern und den Anhängern des Königs Karls I., die die Puritaner für sich entscheiden konnten. König Karl I. wurde bereits hingerichtet.  Das Stück erzählt das Schicksal des königstreuen Lord Arturo, der am Tage seiner Liebesheirat mit Elvira – keine Selbstverständlichkeit, sie war bereits einem anderen versprochen – von einer geheimnisvollen Gefangenen in der Festung erfährt, in der er die Königswitwe erkennt, die zur Hinrichtung geführt werden soll.  Es gelingt Lord Arturo mit der durch den Hochzeitsschleier seiner Braut getarnten ehemaligen Königin zu fliehen.  Elvira fällt in der Annahme, ihr geliebter Arturo sei mit einer anderen Frau durchgebrannt, in den Wahnsinn.

Der flüchtige Lord Arturo kehrt zurück, um Elvira um Verzeihung zu bitten und ihr die wahren Gründe zu erklären.  Elvira scheint wieder zu Verstand zu kommen, jedoch als sich Arturos Verfolger nähern, verwirren sich ihre Sinne erneut. Durch den Schock der Todesgefahr, in die Arturo gerät, wird Elvira geistig wieder klar.  Sie wird sich des Verrats an ihr bewusst und handelt: Lieber tötet sie Arturo, als ihn nochmals zu verlieren.

Die Inszenierung findet zu einem interessanten Ende: Zum Schluss stehen wieder alle Darsteller auf der Bühne, gehen zum Bühnenrand und verbeugen sich. Während der Applaus verhallt erfahren sie vom Ende des Kriegs und Boussard gewährt den Darstellern – wenn auch verspätet – das von Bellini und Pepoli vorgesehene glückliche Ende. Schließlich fällt ein Schuss, und die Frau, die anfangs den Komponisten zu Fall gebracht hat, bricht tot hinter einem Vorhang zusammen. Bellini sagte einmal, dass ein gutes Libretto eines sei, das keinen rechten Sinn habe. Das enthusiasmierte Publikum flieht am Ende aus einem überhitzen Opernhaus.

Musikalisch lässt die Aufführung keine Wünsche offen.  Die hervorragende Sängerriege beschert mit wunderbaren Melodien den Zuschauern einen Glücksmoment nach dem nächsten und belegt, dass die Oper musikalisch wirklich ein Meisterwerk ist.  Zwei großartige Solisten geben in den Hauptrollen ihr Hausdebut:

Opera Royal de Wallonie / I Purtitani  - hier :  das Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opera Royal de Wallonie / I Purtitani – hier : das Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Lawrence Brownlee überragend als Lord Arturo Talbot; * 1972, Ohio, ist ein US-amerikanischer Tenor. Sein Debüt an der MET hatte er 2007. Dort wurde er auch in Rossinis Arminda und in der berühmten und herausfordernden Rolle des Tonio in La fille du régiment und als Arturo in Bellinis I Puritani gefeiert. Brownlee ist insbesondere für sein Belcanto-Repertoire bekannt.

ELVIRA: Zuzana Markova (* 1988), eine tschechische Koloratursopranistin, die international in Hauptrollen mit Schwerpunkt auf italienischen Belcanto-Rollen wie Donizettis Lucia di Lammermoor und Bellinis Elvira auftritt.  2014 sprang sie im letzten Moment in der Inszenierung von Frédéric Bélier-Garcia an der Opéra de Marseille als Lucia ein, als Eglise Guttierez krank wurde. Markovás Auftritt wurde als buchstäblich blendend beschrieben und auch in Lüttich bot sie Weltklasse.

Mario Cassi punktet als Riccardo mit markantem Bariton, der auch in den Höhen enorme Durchschlagskraft besitzt. Resolut sind die beiden Bässe (Lord Walton: Alexei Gorbatchev; Sir Giorgio: Luca Dall’Amico), alte Herren, die glauben, die Fäden in der Hand zu halten.

ENRICHETTA: Alexise Yerna, belgische Mezzosopranistin.

SIR BRUNO ROBERTON: Zeno Popescu, rumänischer Tenor. Großes leistet der von Pierre Iodice einstudierte Chor der Opéra Royal de Wallonie-Liège, der einiges auf und hinter der Bühne zu singen hat.

Diese letzte Oper der Saison 2018/19 wurde von der Lütticher Chefdirigentin Speranza Scappucci erstmalig dirigiert. Sie lieferte mit dem Orchester der Opéra Royal de Wallonie-Liègeein versiertes und emotionales Dirigat ab, das tief berührte.

REGIE: Vincent Boussard (erstmalig an der Royal Opera), * 1969, ist französischer Opern- und Theaterregisseur. Als Spezialist für frühe Opern wurde er bekannt für seine Versionen romantischer Opern, teilweise in internationaler Zusammenarbeit. Seine Produktionen sind weltweit verbreitet. Er hat mit einer großen Zahl namhafter Dirigenten gearbeitet, wie er auch regelmäßig zu Festivals wie den Salzburger Osterfestspielen, den Festspielen von Aix-en-Provence, den Innsbrucker Festspielen für Alte Musik, dem Festival dei due mondi in Spoleto und dem Festival Amazonas de Ópera eingeladen wird.

 Opera Royal de Wallonie / I Purtitani - hier :  das Zuzana MARKOVÁ - Lawrence BROWNLEE als Lord Arturo Talbot © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opera Royal de Wallonie / I Purtitani – hier : das Zuzana MARKOVÁ – Lawrence BROWNLEE als Lord Arturo Talbot © Opéra Royal de Wallonie-Liège

BÜHNE: Johannes Leiacker, * 1950 in Landshut,  ist deutscher Bühnen- und Kostümbildner. Er ist weltweit als Ausstatter im Opern- und Schauspielbereich tätig. Bis 2010 hatte Leiacker eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Dresden inne.

KOSTÜME: Christian Lacroix, 1951, Frankreich, ist französischer Modeschöpfer. Zwischen 1987 und 2009 war Lacroix Chef-Designer seiner eigenen Modemarke. Seit den späten 1980er Jahren ist er auch immer wieder als Kostümdesigner für Theater, Oper oder Ballet tätig. Eine langjährige Zusammenarbeit im Bereich der Oper verbindet den Designer mit dem Regisseur Vincent Boussard.

LICHT: Joachim Klein (Hausdebut), * 1963 in Frankfurt am Main, ist Lichtdesigner, der überwiegend für Opernproduktionen arbeitet. Seit 1994 ist er als Beleuchtungsmeister und Lichtdesigner an der Oper Frankfurt engagiert, gastiert aber auch regelmäßig an bedeutenden Opernhäusern in Europa und Nordamerika.

VIDEO: Isabel Robson (zum ersten mal in Lüttich); sie  studierte Bühnenbild in London und Video Postproduktion in Paris. Seit 2001 ist sie als Szenografin tätig; Videogestaltung für die Bühne ist seit über zehn Jahren ein Schwerpunkt ihrer Arbeit.

I puritani / Die Puritaner,  Musik: Vincenzo Bellini, Libretto: Carlo Pepoli, Literarische Vorlage: Têtes rondes et cavaliers von Jacques-François Ancelot und Xavier-Boniface Saintine, Uraufführung: 24. Januar 1835, Ort der Uraufführung: Théâtre-Italien, Paris;  I Puritani  spielt zur Zeit Oliver Cromwells in der Nähe von Plymouth, England.

I Puritani – Vincenzo Bellini; die weiteren Vorstellungen dieser Spielzeit am Royal Opera de Wallonie:  16.6.; 20.6.; 22.6.; 25.6.; 28.6.2019

—| IOCO Kritik Opéra Royal de Wallonie-Liège |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere PENTHESILEA – OTHMAR SCHOECK, 02.03.2019

Februar 28, 2019 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

PENTHESILEA – OPER VON OTHMAR SCHOECK

 Heinrich von Kleists Trauerspiel in wuchtig spätromantischer Musiksprache

PREMIERE 2. MÄRZ 2019, 19.30 UHR

Was tun, wenn die Liebe stärker ist als jedes Gesetz? An diesem Wider­spruch zerbrechen die Amazonenkönigin Penthesilea und ihr Feind, der griechische Krieger Achill, wenn sie abwechselnd kämpfend und liebend übereinander herfallen und am Ende beide sterben müssen. Denn erst zerfleischt Penthesilea zusammen mit ihren Hunden den geliebten Feind, um sich dann aus ihrem Blutrausch erwachend selbst dem Tod hinzugeben.

Heinrich von Kleist formte 1808 aus diesem Stoff eines der sprachgewaltigsten deutschen Dramen, das in der Erkenntnis gipfelt: „Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann schon das Eine für das Andre greifen“. Othmar Schoeck vertonte Kleists Schau­spiel 1927 in einer ebenso wuchtigen wie spätromantisch erblühenden Musiksprache.

Penthesilea, Königin der Amazonen Dshamilja Kaiser, Prothoe, Fürstin der Amazonen Julia Borchert, Meroe, Fürstin der Amazonen Katherine Lerner, Oberpriesterin der Diana Vaida Raginskyte, Achilles, König des Griechenvolkes Martin Achrainer, Diomedes, König des Griechenvolkes Matthäus Schmidlechner, Erste Priesterin Gotho Griesmeier, Hauptmann Domen Fajfar, Bühnenpianisten Andrea Szewieczek, Elias Gillesberger

Chor des Landestheaters Linz, Extrachor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

INSZENIERUNG PETER KONWITSCHNY – MUSIKALISCHE LEITUNG LESLIE SUGANANDARAJAH

Koproduktion mit der Oper Bonn

Premiere Samstag, 2. März 2019, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Musikalische Leitung Leslie Suganandarajah
Inszenierung Peter Konwitschny
Bühne und Kostüme Johannes Leiacker
Konzeptionelle Mitarbeit Bettina Bartz
Chorleitung Elena Pierini
Leitung Extrachor Martin Zeller
Dramaturgie Bettina Bartz, Christoph Blitt

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Linz, Landestheater Linz, PENTHESILEA – OTHMAR SCHOECK, 02.03.2019

Januar 30, 2019 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

PENTHESILEA –  OTHMAR SCHOECK

INSZENIERUNG PETER KONWITSCHNY,  MUSIKALISCHE LEITUNG LESLIE SUGANANDARAJAH

PREMIERE 2. MÄRZ 2019, 19.30 UHR

Opernpremiere Penthesilea am 2. März 2019 im Großen Saal des Musiktheaters . Regie führt Peter Konwitschny, der 2018 im Jahrbuch der Zeitschrift „Opernwelt“ zum „Regisseur des Jahres“ gewählt wurde. 2017 inszenierte Peter Konwitschny Schoecks Oper als einen theatral-viel­schichtigen Kampf der Geschlechter an der Oper Bonn. Nun wird man diese Inszenierung auch in Linz erleben können. Die Titelpartie singt Dshamilja Kaiser. Am Pult des Bruckner Orchesters Linz der designierte Musikdirektor des Salzburger Landestheaters Leslie Suganandarajah.

Landestheater Linz / Penthesilea (Dshamilja Kaiser) © Thilo Beu, Oper Bonn

Landestheater Linz / Penthesilea (Dshamilja Kaiser) © Thilo Beu, Oper Bonn

 

PENTHESILEA –  IN EINEM AUFZUG VON OTHMAR SCHOECK
Text vom Komponisten nach Heinrich von Kleists gleichnamigem Trauerspiel
In deutscher Sprache mit Übertiteln, Koproduktion mit der Oper Bonn

Was tun, wenn die Liebe stärker ist als jedes Gesetz? An diesem Wider­spruch zerbrechen die Amazonenkönigin Penthesilea und ihr Feind, der griechische Krieger Achill, wenn sie abwechselnd kämpfend und liebend übereinander herfallen und am Ende beide sterben müssen. Denn erst zerfleischt Penthesilea zusammen mit ihren Hunden den geliebten Feind, um sich dann aus ihrem Blutrausch erwachend selbst dem Tod hinzugeben.

Heinrich von Kleist formte 1808 aus diesem Stoff eines der sprachgewaltigsten deutschen Dramen, das in der Erkenntnis gipfelt: „Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann schon das Eine für das Andre greifen“. Othmar Schoeck vertonte Kleists Schau­spiel 1927 in einer ebenso wuchtigen wie spätromantisch erblühenden Musiksprache.


Premiere Samstag, 2. März 2019, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Musikalische Leitung Leslie Suganandarajah, Inszenierung Peter Konwitschny, Bühne und Kostüme Johannes Leiacker, Konzeptionelle Mitarbeit Bettina Bartz, Chorleitung Elena Pierini, Leitung Extrachor Martin Zeller, Dramaturgie Bettina Bartz, Christoph Blitt

Landestheater Linz / Penthesilea (Dshamilja Kaiser) © Thilo Beu, Oper Bonn

Landestheater Linz / Penthesilea (Dshamilja Kaiser) © Thilo Beu, Oper Bonn

Penthesilea, Königin der Amazonen Dshamilja Kaiser, Prothoe, Fürstin der Amazonen Julia Borchert, Meroe, Fürstin der Amazonen Katherine Lerner, Oberpriesterin der Diana Vaida Raginskyti, Achilles, König des Griechenvolkes Martin Achrainer, Diomedes, König des Griechenvolkes Matthäus Schmidlechner, Erste Priesterin Gotho Griesmeier, Hauptmann Domen Fajfar, Bühnenpianisten Andrea Szewieczek, Elias Gillesberger

Chor des Landestheaters Linz, Extrachor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

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