Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Fledermaus – in rheinischer Lebensfreude, IOCO Kritik, 01.02.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die Fledermaus  – Johann Strauss

– Düsseldorf – Ein Weltraumbahnhof für Marsraketen –

von Viktor Jarosch

Johann Strauss Wien © IOCO

Johann Strauss Wien © IOCO

Die Fledermaus von Johann Strauss, 1874 komponiert, ist wohl einer der größten „Exportschlager“ Österreichs. Urwienerisch, so irrt man gern, sei die Fledermaus. Sie ist französischen Ursprungs; das erfolgreiche Vaudeville Réveillon (1872) von Henri Meilhac und Ludovic Halèvy ist ihr Ursprung. Réveillon (Vorabend – Heiligabend), ist ein in Frankreich übliches, ausgelassenes Weihnachtssouper mit Freunden.

1873 litt ganz Österreich unter den Folgen eines Börsenkrachs. In dieser schweren Zeit wird Réveillon für Johann Strauss zur Vorlage für Wiener „Lebenserkenntnisse“, die lauten: Wenn im richtigen Leben schon vieles falsch läuft, ¾ Takt, ein wenig Lüge, Maske, Kostüme, Polka, falsche Identitäten können oft weiter helfen. So etablierte der Walzerkönig Strauss mit seiner Fledermaus dauerhaft die Gattung „Operette“, in welcher sympathische Durchschnittsmenschen mit gutbürgerlicher Doppelmoral gut leben können. Überschaubare Alltagsprobleme werden etwas realitätsfern mit lieben Ungereimtheiten, Lügen und oft tänzerischen Schmankerln  dem natürlich glücklichen Ende zugeführt. Doch sympathische Durchschnittsmenschen mit gutbürgerlicher Doppelmoral leben überall auf der Welt: so konkurrieren vielfältige Fledermaus-Produktionen in  Facetten immer und überall in allen Opernhäusern rund um den Globus.

Die Fledermaus – im Rheinland
youtube Trailer Deutsche Oper am Rhein
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Im Düsseldorf inszenierte nun Axel Köhler, früher im Theater Halle (Saale) als Bariton und Countertenor auf der Bühne, eine rheinische Fledermaus. Erklärtes Petitum von Axel Köhler zu seiner Inszenierung war, die Operette als Gattung „ernst“ zu nehmen; ihr mit aktuellen Bezügen und in modernem Gewand alles Verstaubte zu nehmen. So konkurrieren denn auch in den lokalen Bezügen von Köhlers schräg bunter Düsseldorfer Fledermaus  rheinische Lebensfreude, Doppelmoral, Lügen, Ungereimtheiten um die heimliche Rache des Dr. Falke an Gabriel von Eisenstein („Die Rache der Fledermaus“).

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus hinter diesem goldenen Bilderrahmen passiert ... © IOCO

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus hinter diesem riesigen goldenen Bilderrahmen passiert alles … © IOCO

Ein breiter goldener Bilderrahmen fasst die Bühne operettenhaft ein. Und schon zur Ouvertüre „üben“ schrill bekleidete Prostituierte, Dirnen, Kurtisanen an einer leuchtenden Straßenlaterne und an dem vorübergehenden Notar Dr. Falke ihre lasziv anmutige Verführungskünste und machen deutlich: Dies ist nicht Wien; ihr „Revier“ ist das Rheinland! Auch in den folgenden Bildern bleibt diese Fledermaus im Rheinland heimisch: Mit der geschmacklosen Luxusbehausung des neureichen Industriellen Gabriel von Eisenstein, welche von Übertreibungen protzt, wie mit riesigen Zebrafellen an den Wänden; wenn zwischen dem ersten und zweiten Bild Gefängnisinsassen in Gefängniskleidung vor dem Gemäuer der Justizvollzugsanstalt NRW Körperübungen machen; wenn aus der Strausssche Zofe Adele eine rheinische Putze Adele, „putzen ist mein zweites Standbein“, wird; wenn Dr. Falke den Gabriel von Eisenstein zur Feier des  Prinzen Orlofsky mit dem Hinweis lockt, Orlofsky sei ein russischer Oligarch der   „Düsseldorf zur Weltraumetropole für Marsraketen“ und Investoren suche; wenn inmitten des Festraums des Prinzen Orlofsky eine Rakete steht, die zum Ende des zweites Aktes knatternd abhebt und im dritten Akt bruchgelandet im Gefängnis zu sehen ist; wenn

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledeermaus - hier : zum Fest des Prinzen Orlofsky mit wunderbaren Tanzeinlagen © Hans Joerg Mchel

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledeermaus – hier : zum Fest des Prinzen Orlofsky mit wunderbaren Tanzeinlagen © Hans Joerg Mchel

Die rheinisch emanzipierte Inszenierung fasziniert sein Publikum im zweiten Akt mit einer vielfältig glitzernden, boulevardesken Gestaltung der Bühne und humorig schräge Wortspiele („Was ist das für eine Branse?“ – „Das ist Prinz Orlofsky!“), welche beständig schmunzeln lassen.. Auffällig hier auch die Tänzerinnen der Rheinoper, wenn sie in verspielten Kostümen, Foto, mitreißend choreographiert, – in Düsseldorf lange nicht mehr gesehene – revuehaft-verträumte Tanzeinlagen bieten; wenn die Festgesellschaft des Prinzen Orlofsky das Lied „Ha, welch’ ein Fest, welche Nacht voll Freud“  in hypnotisch sinnlicher Trance tänzerisch begleitet.

Doch das Wienerische kehrt im 3. Akt zurück an den Rhein: wenn der Österreicher Wolfgang Reinbacher, seit 1970 am Düsseldorfer Schauspielhaus, als Frosch das „Frosch-Wohlfühl Programm“ in Wiener Mundart mit dem dortigen Volks-Klassiker einleitet: In der Kellergassen, kanns gar ned fassen, sitz i ganz verlassen, auf einem Schwein…“ und diese Fledermaus-Inszenierung ihrem meist glücklichem Ende zuführt. Nur für Gabriel von Eisenstein endete der Premierenabend bitter: Er wurde (die Rache der Fledermaus schlug zu) mit einem Kabelbinder gefesselt abgeführt, da der begründete Verdacht bestand, daß er „Düsseldorf an Dritte veräußern wollte“!

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus - hier : Wolfgang Reinbacher als Frosch © Hans Joerg Mchel

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus – hier : Wolfgang Reinbacher als Frosch © Hans Joerg Mchel

Das Wohlgefühl der Besucher bebte von Beginn des 1. Bild an, als Lavinia Dames als Adele, zur Putze mutiert, einen Staubsauger hinter sich her ziehend die Bühne betritt und mit frappierend sicheren wie herrlich lyrischen Koloraturen wunderbare erste Akzente setzt, gute Laune erzeugt. Bis zum letzten Bild, mit ihrem Spiel‘ ich die Unschuld vom Lande, natürlich im kurzen Gewande“, beschwingt Lavinia Dames die Handlung stimmlich wie darstellerisch. Doch das Ensemble ist insgesamt wunderbar aufgelegt: Anke Krabbe spielt eine sensibel präsente Rosalinde, welche das Publikum im wohl timbrierten Csárdás „Klänge der Heimat“ mitreißt. Jussys Myllys formt seine Partie des Liebhabers Alfred mit feurig italienischem Belcanto (was ihn sogleich zum Alfredo macht). Nobert Ernst war der Partie des neureichen Gabriel von Eisenstein stets gewachsen, wenn auch weniger auffällig. Die Partie der  Gräfin Orlofsky war mit Maria Boiko zurückgenommen angelegt; doch stimmlich glänzte sie, speziell in der großen Arie „Im Feuerstrom der Reben“. Stefan Heidemann als Gefängnisdirektor Frank, Luis Fernando Piedra als Dr. Blind, Christoph Filler als Dr. Falke, Helena Günther als Ida und Volker Philippi als Staatsanwalt rundeten das Ensemble dieser humorig rheinischen Fledermaus glänzend ab. Dirigent Benjamin Reiners und die Düsseldorfer Symphoniker stützten Solisten und Chor mit sängerfreundlichen Klängen.

Das durchaus junge Publikum im ausverkauften Opernhaus feierte die Inszenierung, besonders aber Ensemble, Tänzer und Orchester. Die folgende Premierenfeier bestätigte das für die meisten Akteure glückliche Ende der rheinischen Fledermaus mit frohem Zuspruch und vielen strahlenden Gesichtern.

Die Fledermaus an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf; die nächsten Termine 2.2.; 9.2.; 15.2.; 21.2.; 23.2.; 29.2.; 7.3.; 22.3.; 1.4.2020

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Leoben – Steiermark, Stadttheater, Die Csárdasfürstin – Emmerich Kálmán, IOCO Kritik, 15.01.2020

Januar 14, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Operette, Stadttheater Leoben

Stadttheater Leoben in Österreich © leopress

Stadttheater Leoben in Österreich © leopress

Stadttheater Leoben

Die Csárdásfürstin  –   Emmerich Kálmán

So war es wirklich:  Sylva Varescu entstammt dem Leobener Stadtteil Hinterberg

von Marcus Haimerl

Das in der Altstadt befindliche Stadttheater Leoben feierte 2015 sein 225-jähriges Bestehen und ist damit das älteste durchgehend bespielte bürgerliche Theater Österreichs und bietet dem Publikum 283 Sitzplätze und 105 Stehplätze.

2017 wurde mit der Gründung des Vereins Operette Leoben – Musiktheater in Kooperation mit der Musik- und Kunstschule Leoben, mit der Kunstuniversität Graz und der Oper Graz das Stadttheater Leoben wieder regelmäßig um den Jahreswechsel mit Operette bespielt. Nach

Emmerich Kalman in Wien © IOCO

Emmerich Kalman in Wien © IOCO

Johann Strauss Fledermaus (2017) und Franz Lehárs Die lustige Witwe (2018) stand dieses Mal Emmerich Kálmáns 1915 in Wien uraufgeführte Operette Die Csárdásfürstin auf dem Programm. Ursprünglich sollte das Stück „Es lebe die Liebe“ heißen, als Hauptperson die rumänische Sängerin Sylva Varescu. Nach Beginn des ersten Weltkriegs im Juli 1914 wurde Kálmáns Arbeit mit den Librettisten Leo Stein und Bela Jenbach unterbrochen und erst im Sommer 1915 wieder aufgenommen. Der Kriegsbeginn hatte auch Auswirkungen auf die Arbeit der Liedtexte im zweiten und dritten Akt und aus der rumänischen Sängerin wurde eine Ungarin – nur der rumänische Name ist geblieben. Vermutlich um Ähnlichkeiten mit der Oscar-Strauss-Operette „Rund um die Liebe“ zu vermeiden, wurde der Titel in Die Csárdásfürstin umbenannt. Der Erfolg blieb nicht aus: 533 Vorstellungen bis 1917 im Johann-Strauss-Theater. 1916 finden die deutsche, ungarische und schwedische, 1917 schließlich die dänische, finnische, polnische und russische Erstaufführung statt. Im September 1917 fand schließlich in der Terrace Garden Hall New York die amerikanische Erstaufführung in ungarischer Sprache statt.

Emmerich Kálmáns und seine beiden Librettisten thematisieren in ihrer Operette die Liebesgeschichte des Fürstensohn Edwin Lippert-Wylersheim mit der Chansonnière Sylva Varescu. Entgegen dem Wunsch seiner Eltern möchte Edwin die Sängerin ehelichen. Um die Affäre zu unterbinden, lässt das Fürstenpaar ihrem Sohn einen Einberufungsbefehl überbringen und haben auch bereits die Verlobung mit seiner Cousine der Komtesse Stasi (Anastasia) arrangiert. Als Graf Boni (Bonifazius), ein Freund Edwins, Sylva die Verlobungsanzeige zukommen lässt, reist diese doch für ihre Amerikatournee ab.

Stadttheater Leoben / Die Csardasfürstin - hier : Severin Praßl-Wisiak als Edwin, Julia Wiszniewski als Stasi © Rudolf Thausing

Stadttheater Leoben / Die Csardasfürstin – hier : Severin Praßl-Wisiak als Edwin, Julia Wiszniewski als Stasi © Rudolf Thausing

Einige Wochen später, auf der Verlobungsfeier Edwins mit Stasi, erscheint Sylva gemeinsam mit Graf Boni und gibt sich als dessen Frau aus. Edwin, der Sylva immer noch liebt, bittet seinen Freund Boni um die Scheidung, weiß er doch das dieser eigentlich seine Verlobte Stasi liebt. Sylva willigt in die angebliche Scheidung ein, kurz vor der Verkündigung gibt Edwin ihr zu verstehen, dass er sie jetzt ehelichen kann, da sie nunmehr eine geschiedene Gräfin ist. Sie enthüllt ihre Identität als Csárdásfürstin und löst einen Skandal aus.

Im dritten Akt treffen alle Protagonisten nochmals aufeinander. Unter Missverständnissen und Turbulenzen stellt sich heraus, dass Feri-Bacsi, ein Freund Edwins, in dessen Mutter, Anthilte, Fürstin Lippert Weylersheim seine ehemalige Liebe Hilda Kupfer, eine Provinzprimadonna, wiedererkennt. Dem Fürsten Leopold gehen die Argumente gegen eine Hochzeit aus und alle willigen in die Ehe von Edwin und Sylva, aber auch jener von Boni und Stasi ein.

Für das Stadttheater Leoben entschied sich Regisseur Christian Thausing, die Handlung an die örtlichen Begebenheiten anzupassen. So wurde aus dem Theater in Budapest im ersten Akt das Stadttheater Leoben, Sylva Varescu kommt, wie auch Corina Koller, die Interpretin der Partie, aus dem Leobener Stadtteil Hinterberg („wo die Schweinderl auf der Promenade spazieren“), was im Publikum für Vergnügen und Heiterkeit sorgt. Aber auch die Regiearbeit von Christian Thausing, der seit der Saison 2011/12 als Regieassistent und Spielleiter an der Oper Graz beschäftigt ist, weiß zu beeindrucken. Jede Geste, jeder Blick ist abgestimmt, jegliche Handlung der Akteure ergibt Sinn und zeigt eine deutliche Handschrift des Regisseurs.

Für den ersten und dritten Akt schufen Isabel Toccafondi (Ausstattung) und Kristina Six (Assistenz Ausstattung) eine Künstlergarderobe mit Sofas, Sesseln, Schminktisch, Garderobenständer und einem großen Büffet, der zweite Akt wird von dunkelblauen Vorhängen, einem Büffet und zwei erotisch anmutenden Skulpturen, die als Lampen fungieren, dominiert.

Stadttheater Leoben / Die Csardasfürstin - hier : das Ensemble © Rudolf Thausing

Stadttheater Leoben / Die Csardasfürstin – hier : das Ensemble © Rudolf Thausing

Musikalisch lag die Csárdásfürstin in den Händen des in Leoben geborenen Dirigenten David Schlager, der das 23-köpfige Operettenorchester Leoben temporeich und schwungvoll auf höchstem Niveau leitete. Für die Dernière am 5. Jänner übernahm David Schlager nochmals Johann Strauss Polka schnell Opus 324 „Unter Donner und Blitz“ als Einlage vor dem dritten Akt, wie es bereits in der Silvestervorstellung gespielt wurde.

Als Sylva Varescu brillierte die gebürtige Leobenerin Corina Koller bereits bei ihrem Auftrittslied „Heia, heia, in den Bergen ist mein Heimatland“ mit ihrem kräftigen, höhensicheren Sopran, aber auch mit schauspielerischer Leistung wusste die Stipendiatin der Richard-Wagner-Stipendienstiftung das Publikum zu überzeugen. Auf gleich hohem Niveau erlebte man den Tenor Severin Praßl-Wisiak in der Rolle des Edwin. Mit viel Charme und Leidenschaft und der Strahlkraft seines schön geführten Tenors konnte der gebürtige Grazer begeistern. Wunderbar harmonierte Severin Praßl-Wisiak mit Corina Koller in den gemeinsamen Duetten „Heller Jubel – Weißt Du es noch“ und „Tanzen möchte ich – Tausend kleine Englein singen“. Mit letzterer Arie wird am 16.2.2020 auch der Wiener Opernball 2020 eröffnet; dann gesungen von Piotr Beczala.

Berührend und mit viel Humor gestaltete der in Istanbul geborene Taylan Reinhard die Partie des Grafen Boni und überzeugte nicht nur mit seinem strahlenden Tenor, mit besonderer Intensität bei dem Duett mit Stasi „Das ist die Liebe die dumme Liebe“, auch mit seinen darstellerischen Fähigkeiten konnte er das Publikum gewinnen. Als Stasi erlebte man die junge Grazerin Julia Wiszniewski, deren lieblicher Sopran mit klarer Höhe großen Eindruck hinterließ. Auch ihre sympathische Rollengestaltung konnte das Publikum überzeugen.

Eine beeindruckende Leistung auch vom ungarischen Bariton János Mischuretz als Ferenc Ritter Kerkes (Feri Bácsi). Ebenso außergewöhnlich war jene von Christopher Stein in der Rolle des Leopold Maria, Fürst Lippert-Weylersheim, dem Vater Edwins. Die Gestaltung dieser Rolle durch den niederösterreichischen Schauspieler, war eine ausgesprochen gelungene Parodie auf einen alten, etwas dusseligen Fürsten mit Standesdünkel, was vom Publikum mit entsprechender Heiterkeit quittiert wurde. Die vielseitige Leobener Künstlerin Krista Böchzelt konnte als seine Gattin Anthilte überzeugen. Souverän auch die Tänzerinnen Evamaria Mayer (auch Choreographie), Anna Reischenbacher, Sarah Kerneza, Doris Stütz, Ute Veronika Olschnegger und Heidi Hödl-Tomitsch, die nicht nur als „Mädis vom Chantant“ Sylva Varescus Eröffnungslied tänzerisch gestalteten, sondern auch der Verlobungsfeier von Edwin und Stasi ein besonderes Flair verliehen.

Das begeisterte Publikum dankte dem Ensemble mit Jubel und Standing Ovations für diese insgesamt erstklassige Produktion.  Man darf gespannt sein, mit welchem Werk das Leobener Publikum Ende dieses Jahres verwöhnt werden wird

—| IOCO Kritik Stadttheater Leoben |—

Köln, Oper Köln, Opern-Air zum Saisonauftakt 2019.20, 15.09.2019

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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Saisonauftakt  2019/20 –  Opern-Air  und  Mehr

Familienfest mit  Zauberflöte, Carmen, Fledermaus ….

Nach einer sehr erfolgreichen Spielzeit 2018.19 startet die Oper Köln am 15. September 2019 im StaatenHaus in die neue Saison. Ab 12 Uhr öffnen wir die Türen zum großen Familienfest: Groß und Klein erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit spielerischen Einführungen in unsere diesjährigen Kinderopern-Produktionen und Ausflügen hinter die Kulissen der Oper Köln. Neben dem vielfältigen Rahmenprogramm wie einer Kostümversteigerung und einer Opern-Rallye werden anhand von Mozarts Die Zauberflöte Einblicke in die Arbeit der Kinderoper Köln geboten. Zahlreiche Partner der Oper Köln sowie Kölner Kultureinrichtungen sind wie bereits in den vergangenen Jahren mit Infoständen vor Ort vertreten.

Am Abend des 15. September 2019 eröffnen wir um 18 Uhr die Spielzeit offiziell mit der Premiere unseres ersten Opern-Air am Tanzbrunnen! Genießen Sie einen einzigartigen Abend mit dem exquisiten Ensemble, dem Internationalen Opernstudio und dem Chor der Oper Köln sowie dem Gürzenich-Orchester Köln, unter der Leitung des Wiener Opern- und Operettenspezialisten Alfred Eschwé. Dargeboten werden Ausschnitte u. a. aus Die Fledermaus von Johann Strauß, Orpheus in der Unterwelt und Hoffmanns Erzählungen vom Geburtstagskind Jacques Offenbach, Carmen von Georges Bizet und viele mehr. Zum Familienfest im StaatenHaus sowie zum Opern-Air am Tanzbrunnen am Sonntag, den 15. September 2019

So., 15. September › 18 Uhr

Auszug aus dem Programm

JOHANN STRAUSS »Die Fledermaus«
JACQUES OFFENBACH »Hoffmanns Erzählungen«
› »Barcarole«, »Leise tönt meiner Stimme Klang«, »Klein Zack«
JACQUES OFFENBACH »Orpheus in der Unterwelt«
› »Cancan«
FRANZ LEHÁR »Das Land des Lächelns«
› »Dein ist mein ganzes Herz«
GEORGES BIZET »Carmen«
› »Habanera«, »Schmugglerquintett«
JULES MASSENET »Manon«
› »Gavotte«
WOLFGANG AMADEUS MOZART »Die Zauberflöte«
› »Der Hölle Rache«, »Ein Mädchen oder Weibchen«
WOLFGANG AMADEUS MOZART »Don Giovanni«
› »Champagnerarie«
GIACOMO PUCCINI »Turandot«
› »Nessun dorma«
ANTONÍN DVO?ÁK »Rusalka«
› »Lied an den Mond«
HECTOR BERLIOZ »Le Carnaval romain« (Gürzenich-Orchester Köln)
GIUSEPPE VERDI »Nabucco«
› »Va, pensiero« (Gefangenenchor) (Chor der Oper Köln)

Musikalische Leitung Alfred Eschwé,  U.a. mit Adriana Bastidas-Gamboa / Claudia Rohrbach / Matthias Hoffmann / Martin Koch / Internationales Opernstudio / Chor der Oper Köln / Gürzenich – Orchester Köln

—| Pressemeldung Oper Köln |—

Halfing, Immling Festival, Die Fledermaus – Johann Strauss, 6.07.2019

Immling Festival

Immling Festival / Die Fledermaus - Alexander Geller und Katja Boerdner © Verena von Kerssenbrock

Immling Festival / Die Fledermaus – Alexander Geller und Katja Boerdner © Verena von Kerssenbrock

Die Fledermaus  – Sommerliche Versuchungen in Immling

nehmen ihren Lauf bei der Premiere von Die Fledermaus  von  Johann Strauss am 6.7.2019 im Festspielhaus. Wer sein Glück in einem Seitensprung sucht, sollte idealerweise nicht an die eigene Gattin geraten. Und wenn doch? Wiener Charme, Walzerseligkeit und bitterböse Ironie gehen in Strauss` Meisterwerk Hand in Hand.

Immling Festival / Thomas Peters © Steffi Henn

Immling Festival / Thomas Peters © Steffi Henn

Gibt es besondere Regieüberraschungen bei der Immlinger Neuinszenierung dieser „Königin der Goldenen Operettenära“?

Thomas Peters, Regisseur: Ich sehe meine Aufgabe darin, einen lustigen, lebendigen und für das Publikum und die Mitwirkenden unterhaltsamen Abend auf die Bühne in Immling zu stellen. Dafür habe ich tolle Leute an meine Seite gestellt bekommen. Wir haben uns ein … sagen wir …“ungewöhnliches“ Setting für den 2.Akt beim Prinzen Orlofsky ausgedacht, die Sängerinnen und Sänger sind durch die Bank hervorragend und wir haben einen ganz wunderbar komischen Frosch im 3. Akt. Tolle Grundvoraussetzungen also.

Immling Festival / Evan Alexis Christ © Walter Schönenbröcher

Immling Festival / Evan Alexis Christ © Walter Schönenbröcher

Was ist die besondere musikalische Herausforderung bei der Arbeit an einer Operette?

Evan Alexis Christ; musikalische Leitung: Die Leichtigkeit! Denn nicht nur die Unbeschwertheit des Inhalts soll beim Publikum ankommen, sondern auch die der Musik. Und die Musik leicht und witzig zu transportieren, ist eigentlich das Schwerste. Die musikalischen Elemente der Operette sollen fast improvisiert wirken, obwohl alles durchaus wohl überlegt ist. Das betrifft natürlich sowohl die Sänger als auch die Orchestermusiker.

Wie läuft da das Zusammenspiel zwischen Regisseur und Musikalischem Leiter?

Thomas Peters: Eine derart enge Zusammenarbeit zwischen Regie und musikalischer Leitung, wie ich sie hier in Immling erlebe, habe ich vorher so noch nicht erfahren. Weder als Darsteller, noch als Regisseur. Evan ist immer auf der Suche nach der Seele der Musik, höchst professionell und fundiert. Wir arbeiten Hand in Hand.

Evan Alexis Christ: Thomas ist so eine kommunikative und musikalische Person. Er legt Wert auf das Miteinander und das macht einfach Spaß. Er kitzelt alle möglichen Feinheiten aus dem Stück und aus unseren Darstellern heraus.

Liegt das auch daran, Herr Peters, dass Sie ja nicht nur Erfahrung als Regisseur, sondern auch als Schauspieler haben und sogar selbst schon in der „Fledermaus“ gespielt und gesungen haben?

Thomas Peters: Ich durfte selbst schon zwei Mal den Frosch spielen. Das erste Mal am Staatstheater am Gärtnerplatz. Und dann auch noch am Nationaltheater in Mannheim. Eine meiner absoluten Lieblingsrollen!

Musikalische Leitung: Evan Alexis Christ und Kai Röhrig (21.7., 26.7.), Inszenierung: Thomas Peters, Bühnenbild: Nikolaus Hipp, Kostüme: Wiebke Horn, Videodesign: Maximilian Ulrich, Lichtdesign: Arndt Sellentin, Dramaturgie: Florian Maier, Festivalchor Immling, Festivalorchester Immling

Gabriel von Eisenstein: Alexander Geller, Rosalinde: Katja Bördner, Frank: Markus Nieminen, Prinz Orlofsky: Jina Choi, Alfred: Victor Campos Leal, Dr. Falke: Gezim Berisha, Dr. Blind: Pierre Herrmann, Adele: Jennifer Zein, Ida: Caren Maxerath, Frosch: Uli Bauer

Alle Aufführungstermine beim Immling Festival auf einen Blick:

Sa. 6.7.2019 | 18.00 Uhr (Premiere)                                    Fr. 26.7.2019 | 19.00 Uhr
Fr. 12.7.2019 | 19.00 Uhr                                                      Sa. 3.8.2019 | 18.00 Uhr
So. 14.7.2019 | 15.00 Uhr (Inklusionsvorstellung)                Do. 8.8.2019 | 19.00 Uhr
So. 21.7.2019 | 18.00 Uhr

—| Pressemeldung Immling Festival |—

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