Markneukirchen, 54. Instrumentalwettbewerb Violoncello / Gitarre, IOCO Aktuell, 09.-18.5.2019

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

54. Instrumentalwettbewerb  2019 – In den Startlöchern

9. – 18. Mai 2019 – Violoncello und Gitarre

Am 9.5.2019 beginnt der 54. Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen in den Fächern Violoncello und Gitarre. Und so werden vom 9. bis 18. Mai 2019 junge Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 16 und 29 Jahren über vier Wettbewerbsrunden ihr herausragendes Können zeigen und sich der Bewertung durch namhafte Juroren aus dem In- und Ausland stellen. Bereits am Mittwoch, dem 8. Mai werden die Teilnehmer in anreisen und der Musikstadt buntes Leben einhauchen.

Schirmherr des Wettbewerbs – Christian Thielemann

Bis zum Ende der Anmeldefrist bewarben sich 169 Kandidaten aus 36 verschiedenen Ländern von fünf Kontinenten. Davon entfielen auf das Fach Violoncello 121 Anmeldungen aus 30 Ländern. Im Fach Gitarre bewarben sich 48 Teilnehmer aus 23 Ländern. Auf Grund des hohen Zuspruchs im Fach Violoncello wurde eine Vorauswahl durchgeführt, in deren Ergebnis 71 junge Cellistinnen und Cellisten aus 25 Ländern die ersehnte Nachricht über die Zulassung zum Wettbewerb in Markneukirchen erhielten. Bei den Gitarristen wurden alle 48 Bewerber direkt nach Anmeldeschluss zugelassen.

Von den 119 zum Wettbewerb eingeladenen Musikerinnen und Musikern führt Südkorea erneut mit 20 Teilnehmern den Länderspiegel an, gefolgt von Deutschland mit acht und Frankreich mit elf Teilnehmern.

Neben den Wettbewerbsrunden in der Musikhalle Markneukirchen (Fach Violoncello) und in der Villa Merz, Adorfer Straße 38 in Markneukirchen (Fach Gitarre) erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, welches Konzerte verschiedenster Genre, Ausstellungen, Schauvorführungen in der Erlebniswelt
Musikinstrumentenbau sowie Fachvorträge beinhaltet.

Eröffnet wird der Wettbewerb am Freitag, dem 10. Mai 2019 in der Musikhalle Markneukirchen mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchen. Solist des Abends wird der deutsche Oboist Thomas Hecker sein. Er begeisterte als Preisträger des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen 2010 und kehrt nun mit dem Oboenkonzert in e-Moll von Georg Philipp Telemann an den Ort seines Erfolges zurück. Zur festlichen Eröffnung des Wettbewerbes erklingen außerdem die Sinfonia D-Dur op. 18 Nr. 4 von Johann Christian Bach sowie die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms.

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Makneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Makneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Der Chor des Gymnasiums Markneukirchen und das Blasorchester Markneukirchen laden am Dienstag, dem 14. Mai 2019 unter dem Motto „BO & Gym“ zu einem bunten Abend ein, dessen Programm vom Musikantenmarsch über Volkslied bis hin zu Filmmusik und Musical reichen wird.

Glanzvoller Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes wird auch 2019 wieder das Preisträgerkonzert mit den Bestplatzierten des Wettbewerbes in den Fächern Violoncello und Gitarre am Samstag, dem 18. Mai 2019, 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen sein. Die beiden Bestplatzierten werden mit dem Cellokonzert a-Moll von Robert Schumann sowie dem Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester von Joaquín Rodrigo zu erleben sein. Beide Werke stehen auch in den Finalrunden am 16. Mai (Gitarre) und am 17. Mai (Violoncello) auf dem Programm. Die Begleitung wird vom Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau unter der Leitung von GMD Leo Siberski (Finale Violoncello) bzw. Vladimir Yaskorski (Finale Gitarre) übernommen. Die weiteren Preisträger stellen im Preisträgerkonzert ihr Können noch einmal mit den herausragendsten Interpretationen aus ihrem Wettbewerbsprogramm unter Beweis.

Schirmherr des Wettbewerbs – Christian Thielemann

Für den Wettbewerb 2019 hat erneut der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, die Schirmherrschaft übernommen. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Thomas Selditz. Unter seiner Leitung werden die beiden Fachjuryvorsitzenden Prof. Danjulo Ishizaka – Violoncello (Japan/Deutschland) und Prof. Thomas Müller-Pering – Gitarre (Deutschland) gemeinsam mit international anerkannten Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in den beiden Fachjurys wirken. Dazu gehören im Bereich Violoncello: Prof. Yi-Bing Chu (China), Prof. Maria Kliegel (Deutschland), Prof. Zdzislaw Zapinski (Polen), Prof. Monika Leskovar (Kroatien), Prof. Csaba Onczay (Ungarn) und Prof. Marko Ylönen (Finnland). Der Jury im Fach Gitarre gehören an: Prof. Joaquín Clerch (Kuba), Prof. József Eötvös (Ungarn), Prof. Margarita García Escarpa (Spanien), Prof. Pablo Márquez (Argentinien), Prof. Raphaella Smits (Belgien) und Prof. Alexander Swete (Österreich).

Markneukirchen – Ort mit großer Musiktradition

Markneukirchen ist schön. Doch die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen Elstergebirge Sachsens gelegen, im oberen Vogtland nahe Tchechien, besitzt Markneukirchen eine ungewöhnliche Spezialität: Um 1200 gegründet wird der Ort nach seinem Gründer Albertus Nothaft de Wildestein Nothaft genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen Nothaft bereits 1360. 1405 erstmals als Markt Neukirchen amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „kursächsischen Landtag“.

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in Markneukirchen die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die Martin-Trompete (Schalmei) wird 1905 in Markneukirchen entwickelt.

—| IOCO Aktuell Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen |—

Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere AMADIS – Johann Christian Bach, 27.04.2019

April 4, 2019 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Bielefeld

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

AMADIS  –  Johann Christian Bach

Originaltitel Amadis de Gaule // Tragedie lyrique // Libretto Philippe Quinault //  französische Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE Sa. 27.04.19, 19:30 Uhr, weitere Vorstellungen 01.05., 14.05., 24.05., 02.06., 20.06.2019

Abgründiger, alles verzehrender Hass erfüllt die Geschwister Arcalaus und Arcabonne. Im Streit um die schöne Oriane fiel ihr Bruder Ardan, nun gilt es seinen Mörder Amadis ebenfalls zu töten. Und auch Oriane, die Ardanins Verderben riss, soll so grausam wie möglich bestraft werden. Wohlwissend, dass der tapfere Amadis kaum mit Waffengewalt zu besiegen ist, schmiedet das der Magie mächtige Geschwisterpaar einen perfiden Racheplan: Mit dämonischer Hilfe säen sie Zweifel und Zwietracht in Orianes Zuneigung für Amadis. Von ihr verlassen, stürzt Amadis in Verzweiflung und wird ohne Lebenswillen zum Spielball der rachelüsternen Geschwister. Der Plan scheint aufzugehen. Ohne nennenswerte Gegenwehr fallen die entzweiten Liebenden in die Hände ihrer Erzfeinde. Doch als Arcabonne endlich dem Mörder ihres Bruders gegenübersteht, erkennt sie in ihm den Mann wieder, der ihr einst das Leben rettete und den sie seitdem vergeblich zu vergessen sucht. Dankbarkeit und Liebe hindern sie an ihrer blutigen Rache. Dennoch ist die Gefahr für Oriane und Amadis keineswegs gebannt, denn Eifersucht kann stärker brennen als Rachedurst. Bevor Amadis sich glücklich mit seiner Oriane versöhnen kann, stehen allen noch harte Prüfungen bevor.

Beherrscht der Mensch seine Gefühle oder ist er ihnen hilflos ausgeliefert? Und was ist stärker: Hass oder Liebe? Eine ganze Flut an Amadis-Romanen vom Mittelalter bis zum Barock zeugt von der Faszination, die der ritterliche Held, dem einzig seine Liebe zum Verhängnis werden konnte, auf Leser und Zuhörer ausübte. Mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit besteht Amadis zwar ein Abenteuer nach dem nächsten, was ihn jedoch wahrhaft unter allen Männern hervorhebt, ist seine treue, beständige Liebe – allen Hindernissen und auch Versuchungen zum Trotz. Vielleicht war es diese emotionale Urkraft, die Johann Christian Bach wie auch etliche andere Komponisten davon überzeugte, aus dem Kosmos der Amadis-Romane eine Opernvorlage zu schöpfen. Regisseur Maximilian von Mayenburg und seine Ausstatterinnen Sophie du Vinage und Sylvie Berndt versetzen Amadis zunächst in eine Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist und in der die Kontrolle auch über sich selbst grauer Alltag ist.

Doch umso mächtiger brechen sich die unterdrückten Urgewalten Bahn, sprengen im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unser Zivilisation auf und bereiten einer überwältigenden Magie den Weg. Zum Glück für Amadis ist jedoch nicht nur der Hass eine Urmacht, sondern auch die Liebe – könnte eine Versöhnung des Menschen mit seiner Natur doch möglich sein?

Quasi an der Schnittstelle zwischen dem Barock seines Vaters Johann Sebastian Bach und der Klassik Wolfgang Amadeus Mozarts, der den etwas mehr als zwei Jahrzehnte Älteren zutiefst verehrte, gilt Johann Christan Bach als einer der Väter und Wegbereiter der Wiener Klassik. Der Einfluss, den er auf den Stil des jungen Mozart ausübte, ist auch im Amadis de Gaule deutlich wahrnehmbar. Die 1779 uraufgeführte Oper entstand als Auftragswerk für die Pariser Oper und wurde hier – wie ein ironischer Kommentar zum im Stück thematisierten blinden Hass – im Streit zwischen Gluckisten und Piccinisten zerrieben, dem schon viele Meisterwerke zum Opfer gefallen waren. Bachs elegante Unternehmung, französische und italienische Stilelemente zu verbinden, führte nicht zur Befriedung der streitenden Parteien, sondern lediglich zu dem Konsens das Werk abzulehnen – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Möglicherweise war es aber ja sogar die schwierige, wenn nicht gar aussichtslose Ausgangssituation des Pariser Opernstreits, die Bach so antrieb, dass er mit Amadis seine »anspruchsvollste, abwechslungsreichste, harmonisch reichhaltigste und farbigste Oper« komponierte (Marc Vignal). Wenige Jahre nach der Uraufführung starb der jüngste und kosmopolitischste der Bach- Söhne im Alter von nur 46 Jahren in seiner Wahlheimat London.

In der Titelrolle kämpft Lianghua Gong um die Liebe seiner angebeteten Oriane, gesungen von Cornelie Isenbürger. Hasti Molavian und Evgueniy Alexiev verwenden als dämonisches Geschwisterpaar ihre ganze Energie darauf, den Tod von Ardan (Moon Soo Park) zu rächen. Nohad Becker als Urgande, die schon in den mittelalterlichen Romanen stets als unerkannte gute Macht über Amadis wacht, könnte auch hier zur Versöhnung der beiden Sphären beitragen. Zumindest, falls Amadis nicht den Reizen der Coryphée erliegt, alternierend gesungen von Dorine Mortelmans und Nienke Otten. Die Bielefelder Philharmoniker und der Bielefelder Opernchor spielen unter der Leitung von Kapellmeister Merijn van Driesten.

Musikalische Leitung Merijn van Driesten // Inszenierung Maximilian von Mayenburg // Bühne und Kostüme Sophie du Vinage, Sylvie Berndt // Dramaturgie Anne Christine Oppermann // Choreinstudierung Hagen Enke // Mit Evgueniy Alexiev // Nohad Becker // Lianghua Gong // Cornelie Isenbürger // Hasti Molavian // Dorine Mortelsmans // Nienke Otten // Moon Soo Park // Bielefelder Opernchor // Bielefelder Philharmoniker

Die nächsten Vorstellungen 01.05., 14.05., 24.05., 02.06., 20.06.2019


Merijn van Driesten (Musikalische Leitung) ist Kapellmeister und Studienleiter am
Theater Bielefeld. Der gebürtige Niederländer studierte zunächst Klavier in Utrecht
und Amsterdam sowie bei Evgeni Koroliov in Hamburg. Nach einer freischaffenden
Tätigkeit als Kammermusiker, Liedbegleiter und Dozent am Musikseminar Hamburg
studierte er Dirigieren bei Christoph Prick an der Hochschule für Musik und Theater
Hamburg.
Ab 2007 arbeitete Merijn van Driesten an verschiedenen Theatern als Kapellmeister
und Repetitor, wo er ein großes Repertoire an Bühnenwerken und Konzertliteratur
spielte und dirigierte. Sein besonderes Interesse gilt dabei der Aufführungspraxis
barocker und klassischer Musik, die er oft am Cembalo begleitet.
Seit 2011 ist er am Theater Bielefeld engagiert, zunächst als Solo-Repetitor, ab 2012
als Studienleiter und Kapellmeister. Außerdem leitet er seit 2011 das Sinfonieorchester
Paderborn.
Am Theater Bielefeld leitete er viele Produktionen, darunter Die Krönung der
Poppea (Monteverdi) und Orlando paladino (Haydn). Außerdem dirigierte er
Repertoirevorstellungen z. B. von Così fan tutte, Die Fledermaus, Tosca, Madama
Butterfly und Die Zauberflöte.

Maximilian von Mayenburg (Inszenierung) wurde in München geboren. Er studierte zunächst Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, u. a. bei Alexander Vinogradov und Thomas Quasthoff. Bereits zu Beginn seines Studiums wurde er 2004 von Christoph Schlingensief als Sänger und Darsteller für die Produktion Kunst und Gemüse A. Hipler an der Berliner Volksbühne verpflichtet, die 2005 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde.

Ab 2007 studierte Maximilian von Mayenburg zusätzlich Musiktheaterregie an der HfM Hanns Eisler. Im Rahmen des Studiums lernte und arbeitete er u. a. bei Jossi Wieler, Vera Nemirova, Hans Neuenfels und Stefan Herheim. Es folgten Assistenzen u. a. an der Staatsoper Berlin, bei den Bayreuther Festspielen und den Salzburger Festspielen. Frühe eigene Regieprojekte umfassen unter anderem die Inszenierung der Oper L’Heure espagnole im Rahmen des Projekts K.O. 10 – La petite mort (Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin, 2009). Im Mai 2011 entstand in Eigenproduktion eine Inszenierung von Webers Freischütz im Heimathafen Neukölln und im Sommer feierte eine Inszenierung des Ring des Nibelungen in einer eigenen Fassung für Kinder bei den Bayreuther Festspielen Premiere. Diese vielbeachtete Fassung wurde 2013 an der Oper Leipzig im Rahmen des Wagnerjahres nachgespielt. Im Dezember 2012 folgte eine Inszenierung von Wolfgang Mitterers Das tapfere Schneiderlein an der Werkstattbühne der Staatsoper im Schillertheater Berlin. Im selben Jahr gewann Maximilian von Mayenburg den neuen Regiewettbewerb der Deutschen Bank Stiftung »Akademie Musiktheater heute« in Kooperation mit den Berliner Philharmonikern und dem Festspielhaus Baden-Baden und inszenierte dort mit großem Erfolg die Kammeroper Cendrillon von Pauline Viardot im Rahmen der Osterfestspiele. Mit The King’s Speech von David Seidler (der Stückvorlage zu dem gleichnamigen Spielfilm) inszenierte Maximilian von Mayenburg mit großem Erfolg in der Spielzeit 2013/14 am Theater Baden-Baden erstmals für das Schauspiel. Im Herbst 2014 inszenierte er einen hochgelobten Rosenkavalier am Theater Gera/Altenburg, für den er als bester Nachwuchskünstler im Jahrbuch der Opernwelt nominiert wurde. Für die Inszenierung der Oper Xerxes am Theater Bielefeld erhielt er im Winter 2015 den Sonderpreis Tischlerei der Deutschen Oper.

Mit der Uraufführung der Oper Die Schneekönigin stellte sich Maximilian von Mayenburg im Winter 2015 am Deutschen Nationaltheater Weimar vor. Es folgten weitere Inszenierungen im In- und Ausland: Die Zauberflöte (Theater Heidelberg), The Turn of the Screw (KonzertTheater Bern), Le Nozze di Figaro (Oper Graz), Tannhäuser am Nationaltheater Weimar, Nabucco am Staatstheater Saarbrücken sowie die Stückentwicklung Frankenstein (Deutsche Oper Berlin). Nach seinen begeistert aufgenommenen Inszenierungen von Xerxes, Il Trittico und Der Freischütz kehrt Maximilian von Mayenburg nun mit Amadis erneut nach Bielefeld zurück.

Sophie du Vinage (Bühnen- und Kostümbild) arbeitet als freie Bühnen- und Kostümbildnerin für Oper und Schauspiel. Mit der Regisseurin Cordula Däuper verbindet sie eine kontinuierliche Zusammenarbeit. Sie entwarf die Kostüme u. a. für Il matrimonio segreto am Opernhaus Zürich, La Cenerentola am Konzert Theater Bern, Die Liebe zu den drei Orangen und Tancredi am Nationaltheater Mannheim, Orpheus in der Unterwelt und La Calisto am Staatstheater Darmstadt. Außerdem arbeitet sie mit dem Regisseur Jan Christoph Gockel zusammen, mit dem sie u. a. Parole Kästner und Der Untertan am Staatsschauspiel Dresden sowie Die Nibelungen am Staatstheater Mainz realisierte. Sie entwarf u. a. die Kostüme für Die Möwe und Rechtsmaterial am Staatstheater Karlsruhe, die Bühne für Öl am Theater Heidelberg, Kostüme für Macbeth, Grimm. Ein deutsches Märchen und Meister und Margarita am Staatstheater Mainz sowie für Merlin oder Das wüste Land und Der Auftrag: Dantons Tod. am Schauspielhaus Graz. In Düsseldorf und Oberhausen arbeitete sie mit Pedro Martins Beja zusammen, am Maxim Gorki Theater mehrfach mit Hakan Savas Mican. Am Schauspielhaus Graz entwarf sie 2014 Kostüme für Winterreise am Maxim Gorki Theater Berlin. Am Theater Bielefeld entwarf Sophie du Vinage Bühne und Kostüme für Maximilian von Mayenburgs Xerxes und setzte die Zusammenarbeit mit ihm bei Die Zauberflöte am Theater Heidelberg, Frankenstein an der Deutschen Oper Berlin und Nabucco am Saarländischen Staatstheater fort.

Sylvie Berndt (Co-Bühnen- und Kostümbild) hat während ihres Designstudiums an der Hochschule für Gestaltung Mainz und Victoria University of Art and Design Wellington bereits erste Erfahrungen im Set Design für studentische Filme gesammelt. Ausstattungs- und Regieassistenzen folgten, unter anderem am Schauspiel Frankfurt und Staatstheater Darmstadt. Eigene Arbeiten für Schauspiel und Tanz, in der freien Theaterszene entstanden, u. a. für Theater Peripherie Frankfurt und PAD.Mainz. Nach dem Studium war sie von 2016 – 2019 als feste Kostüm- und Bühnenbildassistentin am Staatstheater Mainz tätig. In der Spielzeit 2017/18 entwarf sie Bühnen- und Kostümbilder für die Produktionen Dinge, die ich sicher weiß mit KD Schmidt, Overload und Über uns im Staatstheater Mainz.

BESETZUNG
Amadis Lianghua Gong
Oriane Cornelie Isenbürger
Arcabonne Hasti Molavian
Arcalaus Evgueniy Alexiev
Ardan Moon Soo Park
Urgande Nohad Becker
Coryphée Dorine Mortelmans / Nienke Otten
Zwietracht Franziska Hösli / Elena Schneider
Der Hass Yun-Geun Choi / Tae-Woon Jung

—| Pressemeldung Theater Bielefeld |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Premiere: Mitridate, re di Ponto, 13.07.2014

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Premiere: Mitridate, re di Ponto

Premiere am 13. Juli, 19.30 Uhr, Schloss Schwetzingen – Rokokotheater

Opera seria in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart // Text von Vittorio Amadeo Cigna-Santi

Im Rahmen des Mannheimer Mozartsommers führt das Nationaltheater Mannheim Mozarts erste Opera seria auf, die in nur fünf Monaten als Auftragswerk zur Eröffnung der Mailänder Opernsaison am Teatro Regio Ducale 1770/1771enstanden ist – für einen damals kaum bekannten deutschen Komponisten eine herausragende Ehre. Im Rahmen des strengen Seria-Regelwerks gelang es Mozart, seinen Protagonisten individuelle Charaktere zu verleihen. Sein einzigartiges Gespür für dramatische Situationen, die er durch seine Musik erschuf, sicherte ihm schon in dieser frühen Zeit außerordentliche Erfolge. Das Schwetzinger Rokokotheater bietet einen prachtvollen Aufführungsort für diese Geschichte um Politik und Liebe und Mozarts wunderbar frische Musik.

Nach einer Niederlage gegen die Römer kehrt König Mitridate heim und trifft auf seine Söhne, die ihn tot glaubten. Beide sind in Mitridates Verlobte Aspasia verliebt. Farnace paktiert zudem mit den Römern, während Sifare dem Vater politisch die Treue hält. Als Mitridate den Römern erneut zu unterliegen droht, stürzt er sich in sein Schwert, um den Feinden nicht in die Hände zu fallen. Sterbend verzeiht er seinen untreu gewordenen Söhnen und gibt Aspasia Sifare zur Frau.

Mithridate VI., König von Pontus, war einer der letzten ernsthaften Gegner Roms im ersten Jahrhundert vor Christus. Als tapferer Krieger, brillanter Stratege, aber auch als Kenner von Kunst und Wissenschaft ist er in die Geschichte eingegangen. Der französische Dichter Jean Racine machte ihn zur Titelfigur seiner 1673 verfassten Tragödie Mithridate, an die das Libretto zur Oper des 14-jährigen Mozart, Mitridate, re di Ponto, eng angelehnt ist.

Musikalische Leitung George Petrou – Inszenierung Nicolas Brieger – Bühne Raimund Bauer – Kostüme Andrea Schmidt-Futterer – Licht Alexander Koppelmann – Dramaturgie Elena Garcia-Fernandez, Klaus-Peter Kehr

BESETZUNG: Mitridate: Mirko Roschkowski – Aspasia: Cornelia Ptassek – Sifare: Ma Xiao – Farnace: Clint van der Linde – Arbate: Onur Abaci – Ismene: Eunju Kwon – Marzio: David Lee

Orchester und Statisterie des Nationaltheaters Mannheim

Mit freundlicher Unterstützung der Karin und Carl-Heinrich Esser Stiftung

George Petrou ist preisgekrönter Pianist mit Konzerten u. a. in der Queen Elizabeth Hall und der Wigmore Hall in London, in der Carnegie Hall in New York und der Berliner Philharmonie. Als Dirigent spezialisierte er sich auf Alte Musik und leitete u. a. Opernproduktionen in Leipzig, Bern und Athen. Seine CD-Einspielungen von Händels Oreste, Ariana in Creta und Tamerlano für das Label MDG erhielten hohe Auszeichnungen wie den Echo Klassik, den Choc-Monde de la Musique und den Gramophon-Editor’s Choice.

Nicolas Brieger arbeitete zunächst als Schauspieler im Theater sowie in Kino- und Fernseh-produktionen. Seine Regiearbeiten führten ihn u. a. an die Theater von Berlin, Basel, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Zürich und Wien. Zu seinen Inszenierungen gehören Opern von Mozart, Verdi, Puccini und Janá?ek wie auch Werke Schönbergs, Henzes, Messiaens und Rihms. Von 1988 bis 1992 war er Schauspieldirektor am Nationaltheater Mannheim, wo er zuletzt 2009 Johann Christian Bachs Amadis des Gaules in Szene setzte.

Weitere Vorstellungen: 17. und 19. Juli, 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Hagen, Theater Hagen, Barock: 9. Kammerkonzert, 02.06.2013

Mai 28, 2013 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht 3© Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht 3© Stefan Kuehle

Barock: Das 9. Kammerkonzert

 
Das Neue an der Musik des Barocks bestand vor allem in der Intensivierung ihrer sinnlichen Wirkung. Davon, dass die Musik Georg Philipp Telemanns oder Arcangelo Corellis bis heute über diese bewegende Ausstrahlung verfügt, kann man sich im 9. Kammerkonzert am 2. Juni 2013 überzeugen.
 
Die Instrumentalisten finden zu verschiedenen Besetzungen zusammen und richten ihren Blick mit dem Sohn Johann Sebastian Bachs, Johann Christian Bach, auch in die Richtung der Frühklassik. Außerdem laden sie dazu ein, den schlesischen Komponisten Johann Gottlieb Janitsch zu entdecken, dessen Quartette besonders reizvoll sind.
 
Vor Beginn des Kammerkonzerts findet wie immer um 11.00 Uhr eine Kurz­führung zu einem Exponat der Museen statt. In der Kurzführung zum 9. Kammerkonzert steht Anselm Kiefers Werk „Arria, die Ältere“ im Mittelpunkt. Anselm Kiefer (geb. 1945) zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Seine Werke ergründen Motive der Vergangenheit von der Antike bis zum Kalten Krieg und hinterfragen Sujets der Menschheitsgeschichte, die in mythischen Gestalten eine neue interpretatorische Deutung erfahren.
 
 
9. Kammerkonzert – Barock
2. Juni 2013, 11.30 Uhr, Auditorium im Kunstquartier Hagen
Werke von Janitsch, J. Ch. Bach, Corelli, Telemann
Magdalena Rozanska, Violine; Olga Rovner, Viola; Barbara Schorling, Violoncello; Andreas Mirschel, Oboe; Georg Hellebrandt, Cembalo
 
Kombiticket (Führung und Konzert): 9,60 Euro, Konzertkarten: 6,60/3,30 Euro.
—| Pressemeldung Theater Hagen |—

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