Wien, Volksoper Wien, Musical Der Mann von La Mancha von Dale Wasserman, 17.10.2015

September 21, 2015 by  
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Volksoper Wien

Volksoper Wien (c) Jarosch

Volksoper Wien (c) Jarosch

 Der Mann von La Mancha  von Dale Wasserman

 Gesangstexte von Joe Darion und Robert Gilbert.

Premiere am Samstag, 17. Oktober 2015,  Weitere Vorstellungen am 23. Oktober, 1., 10., 15., 23., 28. November, 6. Dezember 2015, 8., 11., 14., 17., 24., 31. März, 5., 12., 14., 17., 19., 22. April 2016

„Er träumt den unmöglichen Traum“
Vor bald 50 Jahren, am 22. November 1965, wurde The Man of La Mancha in New York uraufgeführt. Jedoch nicht am Broadway, wie ursprünglich geplant, sondern an einer kleinen Off-Bühne im Greenwich Village, dem Anta Washington Square Theatre. An den Erfolg der naiven Fabel vom verwirrten Ritter als Musicalheld wollte anfangs niemand so richtig glauben – den meisten erschien das Musical, in dem es um echte Werte, den Sieg von Anstand, Wahrheit und Mitgefühl geht, zu intellektuell, und so kam das Stück erst drei Jahre später, im März 1968, endlich auch an den Broadway. Da war selbst Wien New York um einen Schritt voraus: Noch im Jänner 1968, also zwei Monate vor der offiziellen Broadway-Premiere, wurde Der Mann von La Mancha im Theater an der Wien erstmals in deutscher Sprache aufgeführt. Auch in Wien reüssierte das Singspiel von Dale Wasserman, das mit der Musik von Mitch Leigh und Liedertexten von Joe Darion auf der ganzen Welt innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsrenner avanciert war.

Volksoper Wien / Mann von La Mancha-Robert Meyer © Johannes Ifkovits

Volksoper Wien / Mann von La Mancha-Robert Meyer © Johannes Ifkovits

Held oder Narr?
Die Geschichte ist bekannt: Als Verräter an Staat und Kirche wird der Dichter Miguel de Cervantes von der Inquisition eingekerkert, um auf sein Verhör zu warten. Doch schon im Gefängnis halten seine Mitgefangenen über ihn Gericht und wollen ihm sein ohnehin bescheidenes Eigentum abnehmen. Um das Manuskript des Don Quixote zu retten, inszeniert er gemeinsam mit den anderen Insassen die Geschichte des scheinbar verrückten Romanhelden Alonso Quijana. Zusammen mit seinem treuen Gefährten Sancho macht der sich auf, als Don Quixote den „unmöglichen Traum“ zu träumen, gerät an die berühmten Windmühlen, die ihm als furchtbarer Riese erscheinen, hält die arme Aldonza für seine edle Dulcinea, kämpft gegen den Spiegelritter und stirbt zum Schluss unter Wahrung seiner ritterlichen Würde.

„El ingenioso hidalgo“, Miguel de Cervantes‘ Ritter von der traurigen Gestalt, ist eine der bedeutendsten Figuren der Weltliteratur. Sie inspirierte Salvador Dalí und Pablo Picasso und wurde in Theaterstücken, im Musiktheater, der Musik und im Film verewigt. Der New Yorker Regisseur, Drehbuch- und Theaterautor Dale Wasserman war fasziniert von der Lebensgeschichte des Don Quijote-Autors Cervantes, die er in seinem Bühnenstück mit Episoden aus dessen berühmten Ritter-Epos verknüpfte.

Das Schauspiel als Therapie
Mehr als zehn Jahre ist es her, dass an der Volksoper Mitch Leighs Mann von la Mancha erstmals aufgeführt wurde. In der Titelpartie war 1994 Kammerschauspieler Karlheinz Hackl zu erleben. Der Sancho der damaligen Produktion, Robert Meyer, schlüpft nun höchstpersönlich in die schäbigen Kleider des Ritters von der traurigen Gestalt, begleitet von seinem treuen Diener Sancho (Boris Pfeifer) und seiner Dulcinea (Patricia Nessy). Regisseur Olivier Tambosi, der sich mit dem Mann von La Mancha erstmals einem Musical zuwendet, inszeniert das Schauspiel als Therapie. Auf der Bühne steht einzig ein graues Gefängnis: „Alles ist improvisiert. Die Ingredienzien zum Stück hat Quixote im Theaterkoffer mit dabei, und in seiner Fantasie“, so Tambosi.

Ist Don Quixote ein Verrückter oder vor allem ein Fantast, der an seine Träume glaubt? So formulierte es der unbeugsame Ritter selbst: „Vielleicht ist es Wahnsinn, sich Träumen hinzugeben. Vielleicht ist es auch Wahnsinn normal zu sein. Aber ganz sicher ist es der allergrößte Wahnsinn, das Leben so zu sehen, wie es ist, und nicht so, wie es sein sollte“.

Dirigent: Lorenz C. Aichner, Regie: Olivier Tambosi
Bühnenbild und Kostüme: Friedrich Despalmes
Choreographie: Stephan Brauer
Dramaturgie: Christoph Wagner-Trenkwitz

BESETZUNG:
Don Quixote (Cervantes): Robert Meyer, Sancho (Diener): Boris Pfeifer
Aldonza: Patricia Nessy, Der Gastwirt (Gouverneur): Christian Graf
Der Padre: Mehrzad Montazeri/Christian Drescher
Dr. Carrasco (Herzog): Christian Dolezal, Antonia: Martina Dorak
Der Barbier: Thomas Sigwald
Gefangene: Susanne Litschauer, Oliver Liebl, Thomas Huber, Roman Martin, Christian Schleinzer, Stefan Bischoff, Jeffrey Treganza, Wolfgang Gratschmaier, Lynsey Thurgar, Rita Sereinig
Gitarrist: Jonathan Bolivar

Pressemeldung Volksoper Wien

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Premiere DER MANN VON LA MANCHA, 02.10.2013

Staatstheater am Gärtnerplatz München

Staatstheater am Gärtnerplatz © Bernd Eberle

Staatstheater am Gärtnerplatz © Bernd Eberle

Musical Premiere

DER MANN VON LA MANCHA

Von Dale Wasserman, Musik von Mitch Leigh, Gesangstexte von Joe Darion
02. Oktober 2013 in der Reithalle
 
Als Verräter an Staat und Kirche wird der Dichter Miguel de Cervantes eingekerkert, um auf sein Verhör zu warten. Doch bevor es dazu kommt, muss er sich vor dem Tribunal seiner Mithäftlinge verantworten. Sein Plädoyer gießt Cervantes in die Form eines Theaterstückes, das er mit den anderen Insassen inszeniert. Er selbst schlüpft in die Rolle seines träumerischen Romanhelden Alonso Quijana, der als Ritter Don Quijote mit blauäugigem Idealismus eine schlechte Welt bekämpfen will. In die demoralisierende Enge des Kerkers dringt die läuternde Weite der Fantasie und macht die Bühne frei für den Ritter von der traurigen Gestalt, den Mann von La Mancha …
 
Nachdem der Theater- und Drehbuchautor Dale Wasserman 1959 in Madrid Cervantes Roman »Don Quijote« gelesen hatte, gelangte er zu der Überzeugung, dass man diesen Stoff weder dramatisieren könne noch solle. Vielmehr richtete sich sein Interesse zunächst auf den Dichter selbst. Das Spärliche, was über Miguel de Cervantes’ abenteuerliche Biografie überliefert ist, entflammte den Erfindungsgeist Wassermans und inspirierte ihn zu der Idee, das Leben des spanischen Nationaldichters mit der Geschichte seines Romanhelden Don Quijotes zu verbinden. Zuerst entstanden ein Drehbuch und eine nie aufgeführte Bühnenfassung, die Wasserman nicht zufriedenstellten. Erst der Vorschlag des Produzenten Albert Marre, aus der Vorlage ein Musical zu machen, räumte Wasserman die Möglichkeit ein, seine Vision von einem freien und quasi-improvisierten aber zugleich raffinierten und anspruchsvollen Theaterabend zu verwirklichen. Gemeinsam mit dem Liedtexter Joe Darion und dem Komponisten Mitch Leigh schuf er ein Werk, das bald nach seiner Uraufführung in der Inszenierung von Albert Marre am 22. November 1965 im Anta Washington Square Theatre in New York zu einem internationalen Publikumsrenner avancierte. »Der Mann von La Mancha« erzählt nicht zuletzt von der inspirierenden und reinigenden Kraft des Theaters und eignet sich darum wie kaum ein anderes Stück für den Auftakt zu einer neuen Spielzeit am Gärtnerplatztheater!
 
ML: Kowalewitz, R/L: Köpplinger, Co-R: Weber, CH: Muik, B: Stingl, K: Breitenecker
 
Mit: Windegger, Lesiak, Filipcic, Hausberg, Tydén, Berg, Reichert, Klemm, Muik, Graf, Neustifter, Moitzi, Peters, Avramova, Lichter, Lucey, Bernal Gonzàles, Windhofer, Szepesi, Gravante.
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
 
Vorstellungstermine:
Mi. 2. Oktober 2013 19.30 Uhr  
Fr. 4. Oktober 2013 19.30 Uhr * 
Sa. 5. Oktober 2013 19.30 Uhr  
Mo. 7. Oktober 2013 19.30 Uhr  
Di. 8. Oktober 2013 19.30 Uhr  
Do. 10. Oktober 2013 19.30 Uhr  
Fr. 11. Oktober 2013 19.30 Uhr  
Sa. 12. Oktober 2013 19.30 Uhr  
So. 13. Oktober 2013 18.00 Uhr * 
Di. 15. Oktober 2013 19.30 Uhr  
Mi. 16. Oktober 2013 19.30 Uhr  
Do. 17. Oktober 2013 19.30 Uhr * 
Fr. 18. Oktober 2013 19.30 Uhr * 
Sa. 19. Oktober 2013 19.30 Uhr 
* KiJu-Vorstellung
—| Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz |—

Frankfurt, Papageno Musiktheater,Der Mann von La Mancha, ab 21.09.2012

August 13, 2012 by  
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Papageno Musiktheatheater

Papageno Musiktheater © Papageno Musiktheater

Papageno Musiktheater © Papageno Musiktheater

Der Mann von La Mancha

Musical nach dem Roman „Don Quijote“ von Cervantes

Inszenierung: Kammersängerin June Card
Bühne/Kostüme: Bärbel Jahn/Ulla Hartmann
Buch: Dale Wasserman
Musik: Mitch Leigh
Gesangstexte: Joe Darion
Deutsch von Robert Gilbert

Ab dem 21. September 2012

Don Quijote ist das lebendigste Geschöpf der dichterischen Phantasie von Miguel de Cervantes. In Mitch Leighs erfolgreichem Musical verschmelzen die tragische Romanfigur und der Dichter zu einer Person. Dale Wasserman schrieb das Buch zum Musical, Joe Darion die Liedtexte – darunter so bekannte Melodien wie „Der unmögliche Traum“ oder „Dulcinea“. Als der Dichter von der Inquisition ins Gefängnis geworfen wird, muss er um sein Leben fürchten. Also spielt er mit seinen Mitgefangenen improvisierte Szenen aus seinem Roman nach – und rettet so das Manuskript und sich selbst.

Es musiziert das Kammermusikensemble des Papageno-Theaters unter der Leitung von: Irina Fundiler / Stanislav Rosenberg

„Der Kampf mit den Windmühlen hat der Ritter von der traurigen Gestalt von Anfang an verloren. Theaterdirektor Hans-Dieter Maienschein als furchtlos fechtender Don Quijote hat auf der Bühne des Papageno-Theaters im Palmengarten jedoch eindeutig gewonnen. Seine gestraffte Version des Musicals „Der Mann von La Mancha“ aus dem Jahre 1965 zeigt, wie ein kleines Theater mit Profis und professionell arbeitenden Amateuren durchaus mit großen Bühnen mithalten kann. … Realitätsebenen verwischen sich in diesem Theater auf dem Theater, das die Regisseurin Kammersängerin June Card mit viel Gefühl für Stimmungen und Bewegung inszeniert hat. … Die Combo ( Leitung Irina Fundiler ) mit einer süffigen Klarinette, einer klangvollen Konzertgitarre sowie ein nie dominierendes Klavier besitzt zwar nicht den satten Klang eines Sinfonieorchesters, kann in schönen Arrangements den Songs und dem Sprechgesang Farbe geben. Das sparsame Bühnenbild mit mehrfach einsetzbaren Requisiten fördert die Handlung.“ (Peter Merck, Gießener Anzeiger)

„Nochmals von Herzen Dank für die Einladung zur Musical-Premiere und den wirklich sehr, sehr anrührenden Abend. Gutes Stück. Tolle Inszenierung mit wunderbaren Einfällen. Klasse besetzt und super gespielt. Schöne Musik. Zauberhafte Atmosphäre – harmonisches Zusammenspiel aus Kostümen, Bühnenbild und Licht. Hat auf jeden Fall wieder bleibenden Eindruck hinterlassen. DANKE!!!“ (Aus dem Gästebuch des Theaters)

„…Stark ist das Finale des Chors, als er das Lied vom „Unerreichbaren Stern“ darbietet und nochmal alles Pathos beschwört.“ (Frankfurter Rundschau zur Premiere)

—| Pressemeldung Papageno Musiktheater Frankfurt |—