Markneukirchen, 54. Instrumentalwettbewerb Violoncello / Gitarre, IOCO Aktuell, 09.-18.5.2019

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

54. Instrumentalwettbewerb  2019 – In den Startlöchern

9. – 18. Mai 2019 – Violoncello und Gitarre

Am 9.5.2019 beginnt der 54. Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen in den Fächern Violoncello und Gitarre. Und so werden vom 9. bis 18. Mai 2019 junge Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 16 und 29 Jahren über vier Wettbewerbsrunden ihr herausragendes Können zeigen und sich der Bewertung durch namhafte Juroren aus dem In- und Ausland stellen. Bereits am Mittwoch, dem 8. Mai werden die Teilnehmer in anreisen und der Musikstadt buntes Leben einhauchen.

Schirmherr des Wettbewerbs – Christian Thielemann

Bis zum Ende der Anmeldefrist bewarben sich 169 Kandidaten aus 36 verschiedenen Ländern von fünf Kontinenten. Davon entfielen auf das Fach Violoncello 121 Anmeldungen aus 30 Ländern. Im Fach Gitarre bewarben sich 48 Teilnehmer aus 23 Ländern. Auf Grund des hohen Zuspruchs im Fach Violoncello wurde eine Vorauswahl durchgeführt, in deren Ergebnis 71 junge Cellistinnen und Cellisten aus 25 Ländern die ersehnte Nachricht über die Zulassung zum Wettbewerb in Markneukirchen erhielten. Bei den Gitarristen wurden alle 48 Bewerber direkt nach Anmeldeschluss zugelassen.

Von den 119 zum Wettbewerb eingeladenen Musikerinnen und Musikern führt Südkorea erneut mit 20 Teilnehmern den Länderspiegel an, gefolgt von Deutschland mit acht und Frankreich mit elf Teilnehmern.

Neben den Wettbewerbsrunden in der Musikhalle Markneukirchen (Fach Violoncello) und in der Villa Merz, Adorfer Straße 38 in Markneukirchen (Fach Gitarre) erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, welches Konzerte verschiedenster Genre, Ausstellungen, Schauvorführungen in der Erlebniswelt
Musikinstrumentenbau sowie Fachvorträge beinhaltet.

Eröffnet wird der Wettbewerb am Freitag, dem 10. Mai 2019 in der Musikhalle Markneukirchen mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchen. Solist des Abends wird der deutsche Oboist Thomas Hecker sein. Er begeisterte als Preisträger des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen 2010 und kehrt nun mit dem Oboenkonzert in e-Moll von Georg Philipp Telemann an den Ort seines Erfolges zurück. Zur festlichen Eröffnung des Wettbewerbes erklingen außerdem die Sinfonia D-Dur op. 18 Nr. 4 von Johann Christian Bach sowie die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms.

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Makneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Makneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Der Chor des Gymnasiums Markneukirchen und das Blasorchester Markneukirchen laden am Dienstag, dem 14. Mai 2019 unter dem Motto „BO & Gym“ zu einem bunten Abend ein, dessen Programm vom Musikantenmarsch über Volkslied bis hin zu Filmmusik und Musical reichen wird.

Glanzvoller Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes wird auch 2019 wieder das Preisträgerkonzert mit den Bestplatzierten des Wettbewerbes in den Fächern Violoncello und Gitarre am Samstag, dem 18. Mai 2019, 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen sein. Die beiden Bestplatzierten werden mit dem Cellokonzert a-Moll von Robert Schumann sowie dem Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester von Joaquín Rodrigo zu erleben sein. Beide Werke stehen auch in den Finalrunden am 16. Mai (Gitarre) und am 17. Mai (Violoncello) auf dem Programm. Die Begleitung wird vom Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau unter der Leitung von GMD Leo Siberski (Finale Violoncello) bzw. Vladimir Yaskorski (Finale Gitarre) übernommen. Die weiteren Preisträger stellen im Preisträgerkonzert ihr Können noch einmal mit den herausragendsten Interpretationen aus ihrem Wettbewerbsprogramm unter Beweis.

Schirmherr des Wettbewerbs – Christian Thielemann

Für den Wettbewerb 2019 hat erneut der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, die Schirmherrschaft übernommen. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Thomas Selditz. Unter seiner Leitung werden die beiden Fachjuryvorsitzenden Prof. Danjulo Ishizaka – Violoncello (Japan/Deutschland) und Prof. Thomas Müller-Pering – Gitarre (Deutschland) gemeinsam mit international anerkannten Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in den beiden Fachjurys wirken. Dazu gehören im Bereich Violoncello: Prof. Yi-Bing Chu (China), Prof. Maria Kliegel (Deutschland), Prof. Zdzislaw Zapinski (Polen), Prof. Monika Leskovar (Kroatien), Prof. Csaba Onczay (Ungarn) und Prof. Marko Ylönen (Finnland). Der Jury im Fach Gitarre gehören an: Prof. Joaquín Clerch (Kuba), Prof. József Eötvös (Ungarn), Prof. Margarita García Escarpa (Spanien), Prof. Pablo Márquez (Argentinien), Prof. Raphaella Smits (Belgien) und Prof. Alexander Swete (Österreich).

Markneukirchen – Ort mit großer Musiktradition

Markneukirchen ist schön. Doch die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen Elstergebirge Sachsens gelegen, im oberen Vogtland nahe Tchechien, besitzt Markneukirchen eine ungewöhnliche Spezialität: Um 1200 gegründet wird der Ort nach seinem Gründer Albertus Nothaft de Wildestein Nothaft genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen Nothaft bereits 1360. 1405 erstmals als Markt Neukirchen amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „kursächsischen Landtag“.

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in Markneukirchen die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die Martin-Trompete (Schalmei) wird 1905 in Markneukirchen entwickelt.

—| IOCO Aktuell Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen |—

Dessau, Anhaltisches Theater, Otello von Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 19.10.2017

Oktober 21, 2017 by  
Filed under Anhaltisches Theater, Hervorheben, Kritiken, Oper

Anhaltisches Theater Dessau, Anhaltische Philharmonie

Anhaltisches Theater Dessau / Großes Haus © Claudia Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Großes Haus © Claudia Heysel

Otello von Giuseppe Verdi am Anhaltischen Theater 

„Was ist schwarz und was weiß?“

Von Guido Müller

Seine 223. (!) Spielzeit hat das traditionsreiche Anhaltische Theater in Dessau auf seiner für Richard Wagners Musikdramen konzipierten  Riesenbreitwandbühne mit einer der größten Drehbühnen deutscher  Opernhäuser mit Giuseppe  Verdis großem 1887 an der Mailänder Scala uraufgeführtem Operndrama Otello eröffnet. Dieses Werk nach Shakespeares Tragödie mit dem Libretto von Arrigo Boito wird immer wieder beschrieben als musikdramatisch unter Wagners Einfluss stehend. Und die Oper in Dessau hat eine lange und große Wagner-Tradition.

Doch ganz anders als einem Musikdrama von Wagner steht die Inszenierung von Roman  Hovenbitzer in Dessau Shakesspeare und vor allem dem dualistischen humanistischen Gut-Böse-Denken des Freimaurers Arrigo Boito sehr viel näher.

Anhaltisches Theater Dessau / Otello - mit Ray M. Wade, Jr. als Otello_ KS Iordanka Derilova als Desdemona, KS Ulf Paulsen als Jago © Claudia_Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Otello – mit Ray M. Wade, Jr. als Otello_ KS Iordanka Derilova als Desdemona, KS Ulf Paulsen als Jago © Claudia_Heysel

Der Regisseur hat sich durch den Bühnenbildner Hermann Feuchter große sich drehende Raumschalen mit Gerüsten und Stangen in Schwarz und Weiß  bauen lassen und die Kostüme von Judith Fischer werden ebenso von den symbolkräftigen, die Bühne beherrschenden Nicht-Farben Schwarz und Weiß  bestimmt.

Lediglich ab und zu etwas Anthrazit und vor allem das goldblonde Haar Desdemonas brechen diese immer wieder optisch starken, unerbittlichen Kontraste von Hell und Dunkel. Zu Beginn des Werks, im Sturm und dem Huldigungschor der Kinder, glänzt fast alles noch weiß. Am Ende der Oper  wischt ein breiter schwarzer Pinselstrich auf dem Portalschleier die Fläche vor dem toten Paar gänzlich tiefschwarz aus. Das Weiß auf den Kostümen und im Dekor wird aber mit schwarzen Strichen gebrochen. So ist schon optisch nie ganz klar, was oder wer weiß oder schwarz ist. Beide Seiten gehören untrennbar zum Menschen.

Diese schwarz-weißen Farbkontraste stehen in dieser Inszenierung von Roman  Hovenbitzer aber nicht für den Rassekonflikt zwischen dem schwarzen Mohren von Venedig und der weißen Gesellschaft. Viel mehr zielt die Regie auf den ständigen Lebenskampf zwischen erhofftem Glück und unausweichlichem Tod und Vernichtung und die helle und die dunkle Seite in jedem Menschen.

Anhaltisches Theater Dessau / Otello - hier mit Kwonsoo Jeon als Cassio, Kostadin Argirov als Montano_ und David Ameln als Rodrigo © Claudia_Heysel

Anhaltisches Theater Dessau / Otello – hier mit Kwonsoo Jeon als Cassio, Kostadin Argirov als Montano_ und David Ameln als Rodrigo © Claudia_Heysel

Damit rückt der als tragische Figur gezeichnete Intrigant Jago als eine Art Kreuzung von Faust und Mephistopheles wie auch von ersehnter Desdemona-Helle und verhasstem  Otello-Dunkel ins Zentrum des fast schon Mysterienspiel mäßigen Hell-Dunkel-Dramas dieser  Inszenierung.

Jago sucht in sich das Helle der Frau Desdemona und das Finstere des Mannes Otello zu vereinen und aufzulösen. Daran scheitern schließlich verhängnisvollaneinander gekettet alle drei  Figuren. Die erdrosselte Desdemona und der Hand  an sich legende Otello sind in Jago untrennbar verbunden wie in einer Art ewiger verdammter Trias.  Jago wird so zum Ende geradezu zu einem Todesboten mit der Aura des Jenseits.

Ihn gestaltet KS Ulf Paulsen mit stimmlicher und darstellerischer Perfektion zum schon in der musikalischen Charakterisierung bei Verdi, in Shakesspeares Drama und Boitos Libretto gar  nicht so heimlichen Hauptakteur der Oper. Verdi wollte die Oper zu Beginn sogar Jago nennen. Gerade in seiner nie baritonal  groben oderbrutalen, sondern immer kantablen und äußerst differenzierten Interpretation der Rolle mit vorzüglicher Diktion wird im Leisen das Bedrohliche, das unerbittlich in den Schmerz selbst sich unerbittlich verstrickende Böse und  das Leiden am Vernichtungswillen eindrucksvoll deutlich. Dieser Jago rückt uns in dieser großartigen Interpretation menschlich auf ganz besonders schmerzliche Weise nah.

Auch der schwarze Startenor am Hause Ray M. Wade jr., der bereits in Dessau u.a. als Verdis Trovatore und Erik in Wagners Fliegendem Holländer Furore  machte, ist kein grober heldentenoraler Stimmprotz, sondern steht von Anbeginn der Oper an eher im schwarz umflorten, kultivierten Dunkel seines tragischen Rollenprofils mit gelegentlich mehr lyrischer als metallischer Höhe. Beeindruckend, ja berückend ist es, wie Ray M. Wade ohne jede Ermüdungserscheinung inmitten oraler warmer Fülle und auf elegantem  langem Atem auch  die Spitzentöne mühelos setzt und bis zum Ende stimmlich intelligent gestaltet.

Analtisches Theater / Otello - hier mit KS Iordanka Derilova als Desdemona_ Kwonsoo Jeon als Cassio, © Claudia Heysel

Analtisches Theater / Otello – hier mit KS Iordanka Derilova als Desdemona_ Kwonsoo Jeon als Cassio, © Claudia Heysel

Ihm steht mit der in Dessau bereits seit Jahren in den großen Wagner-Partien der Senta und Brünnhilde und bedeutenden Verdi-Rollen brillierenden KS Iordanka Derilova eine Desdemona zur Seite, die nicht nur die großen Bögen gesanglich perfekt meistert. Die Wandlungsfähigkeit der Stimme dieser Ausnahmesängerin ist phänomenal. Auch ihre Piani bei Verdi berücken mit besonders fülligen, warmen und farbenreichen Tönen. Perlmuttartig   verströmt ihre dunkel timbrierte Sopranstimme die vokalen Linien ihrer Partie. Sie vermeidet  sowohl jede oft in dieser Rolle zu hörende hochdramatische Schärfe wie das ebenso manchmal manieriert daherkommende Mädchenhafte. Sie verkörpert das Weibliche an sich in diesem reifen Alterswerk Verdis.

Dieses großartig strahlende Triumvirat der Sänger bildet aber nur die Spitze eines wie in den  letzten Spielzeiten von Dessau immer wieder so beglückend anzutreffenden Belcanto Festes.

Alle Rollen sind mit hauseigenen Kräften besetzt – bis auf den Cassio des sehr fein singenden Kwonsoo Jeon. Die Emilia wird von Rita Kapfhammer wie gewohnt durch ihren charismatisch timbrierten edlen Mezzosopran aufgewertet. In den kleinen Rollensingen David Ameln  als Rodrigo, Michael Tews als Lodovico und Kostadin Argirov als Montano und stehen damit für das enorme sängerische Potential dieses Opernensembles, um das andere benachbarte Häuser die Oper von Dessau beneiden.

Der von Sebastian Kennerknecht und Dorislava Kuntscheva einstudierte Opern-, Extra- und Kinderchor des Anhaltischen Theaters Dessau singt hervorragend präzise, homogen und intonationsrein. Generalmusikdirektor Markus L. Frank beginnt zunächst eher verhalten und zurückhaltend mit der  auch in dieser zweiten Vorstellung seit der Premiere glänzend aufgelegten Anhaltischen Philharmonie die Ankunft Otellos auf Zypern mit Bühnensturm.  Das eigentliche musikalische und orchestrale Drama entfaltet sich dann behutsam in großen Steigerungsbögen. Dabei gilt auch den Details in den Klangfarben und Instrumentalsoli die besondere Aufmerksamkeit des Dirigenten, der nie die Sänger zudeckt. Es klingt weniger nach stürmischer Italianitá als nach einer großen düsteren Symphonie für Solisten, Chor und Orchester.

Otello am Anhaltischen Theater Dessau:  Nächste Termine 10.11., 26.11., 26.12.2017

—| Pressemeldung Anhaltisches Theater Dessau |—

Hamburg, Philharmoniker Hamburg, Pepe Romero in Hamburg, 15./16.06.2014

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Philharmoniker Hamburg

Pepe Romero gastiert bei den Philharmonikern Hamburg

Anstelle von Rafael Frühbeck de Burgos dirigiert Leopold Hager

So, 15. Juni 2014, 11 Uhr, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
Mo, 16. Juni 2014, 20 Uhr, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

Leopold Hager, Dirigent
Pepe Romero, Gitarre
Ye-Eun Choi, Violine
Philharmoniker Hamburg

Mit Pepe Romero haben sich die Philharmoniker Hamburg zum Abschluss ihrer 186. Konzertsaison einen Weltstar unter den klassischen Gitarristen eingeladen. Auf dem Programm stehen Werke von Lorenzo Palomo, Manuel de Falla und Johannes Brahms. Der ebenfalls für das Konzert am 15./16. Juni 2014 vorgesehene Rafael Frühbeck de Burgos musste leider krankheitsbedingt absagen. Für ihn dirigiert Leopold Hager.

Pepe Romero führt als Gitarrist eine Familientradition fort und ist mit über 60 Aufnahmen eine Legende unter den klassischen Gitarristen. Immer auf der Suche nach neuem Repertoire, fahndet er in Archiven nach verschollenen Werken und gibt Kompositionen in Auftrag. Lorenzo Palomos »Fulgores« für Violine, Gitarre und Orchester entstand auf Anregung von Rafael Frühbeck de Burgos und knüpft an die folkloristische Klassik-Tradition Spaniens an. Den Violinpart an der Seite von Pepe Romero übernimmt die Koreanerin Ye-Eun Choi, eine Künstlerin aus der Schule Anne-Sophie Mutters.

Neben einer weiteren spanischen Reminiszenz, Manuel de Fallas Ballettsuite aus »El amor brujo«, spielen die Philharmoniker Hamburg außerdem noch einen hanseatischen Klassiker: die 1. Sinfonie von Johannes Brahms.

Pepe Romero stammt aus einer spanischen Gitarristen-Dynastie und stand bereits als Siebenjähriger erstmals auf der Konzertbühne. Sowohl als Solist als auch im Romero-Quartett ist er seit mehr als sechs Jahrzenten der führende Interpret der klassischen Gitarre. Er war u.a. an Weltpremieren von Joaquín Rodrigos »Concierto andaluz« oder Lorenzo Palomos »Concierto de Cienfuegos« beteiligt, erhielt mit dem »Premio Andalucía de la Música« die höchste musikalische Anerkennung seines Heimatlandes und wurde vom spanischen König Juan Carlos I. zum Ritter geschlagen.

Ye-Eun Choi gab mit zehn Jahren ihr Konzertdebüt in Seoul. Sie studierte in München bei Ana Chumachenco und wurde später Stipendiatin der Stiftung von Anne-Sophie Mutter, die sie bis heute fördernd begleitet.

Der österreichische Dirigent Leopold Hager war u.a. Chefdirigent des Mozarteum Orchesters Salzburg, Musikalischer Direktor des RTL-Sinfonieorchesters Luxemburg und zuletzt Chefdirigent der Wiener Volksoper. Wiederholt stand er am Pult der Wiener Philharmoniker und auch mit der Wiener Staatsoper verbindet ihn eine langjährige enge Zusammenarbeit. Darüber hinaus arbeitet er durch weltweite Engagements mit nahezu allen führenden Orchestern und Opernhäusern.

Manuel de Falla: Ballettsuite aus »El amor brujo« (»Der Liebeszauber«)
Lorenzo Palomo: »Fulgores« für Violine, Gitarre und Orchester
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

—| Pressemeldung Philharmoniker Hamburg |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Philharmonisches Schlosskonzert: Viva España!, 29.09.2013

Juli 15, 2013 by  
Filed under Pressemeldung, Theater Altenburg Gera

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Viva España!

Philharmonisches Schlosskonzert am 29. September in Altenburg

 
Viva España! heißt es im Philharmonischen Schlosskonzert am 29. September um 19.30 Uhr auf dem Residenzschloss Altenburg. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Takahiro Nagasaki, der auch am Cembalo zu erleben sein wird. Der junge Musiker ist seit 2009 bei Theater&Philharmonie Thüringen engagiert.
Theater und Philharmonie Thüringen / Schlosskonzert © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Schlosskonzert © Theater und Philharmonie Thüringen

 
In einem spanischen Programm an einem lauen Spätsommerabend im Festsaal auf dem Altenburger Schloss darf das beliebteste aller Gitarrenkonzerte nicht fehlen: das Concierto de Aranjuez. Rodrigo wurde mit diesem Werk auf einen Schlag berühmt. In eine klassische Konzertform lässt er typisch spanische Elemente wie den Fandango, andalusische Prozessionsgesänge sowie komplexe Rhythmen einfließen. Die spanische Follia, ein beliebtes Bassmodell, diente zahlreichen Komponisten als Grundlage für Variationen, so auch Salieri. Boccherini lebte gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Spanien und entwickelte dort einen ganz eigenen kammermusikalischen Stil. Das Streichquintett op. 11 Nr. 5 enthält das Menuett des späten 18. Jahrhunderts. Johann Strauß‘ Spanischer Marsch hat einen spanischen Charakter und klingt doch unverkennbar wienerisch.
 
Solisten des Vivaldi-Konzerts sind Jan Kögelmann, 1. Solo-Bratscher des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera, und der junge Gitarrist Sanel Redzi?. 1988 in Bosnien-Herzegowina geboren, gab Redzi? mit 14 Jahren sein erstes Solokonzert in seiner Heimatstadt Tuzla. Seit 2007 studiert er an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Als Solist gewann er 25 internationale Wettbewerbe und beteiligte sich an CD-Einspielungen u.a. für den MDR.
 

Takahiro Nagasaki studierte von 1999 bis 2005 Komposition an der Aichi-Universität für Kunst und Musik in Japan. Darauf ließ er ein dreijähriges Studium der Korrepetition und Kammermusik bei Prof. Phillip Moll folgen und ergänzte seine Qualifikation durch die

Theater und Philharmonie Thüringen / Takahiro Nagasaki © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Takahiro Nagasaki © Theater und Philharmonie Thüringen

Studiengänge Solo-Klavier und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. 

Mit der Spielzeit 2009/10 wurde er als Repetitor (seit Spielzeit 2011/12 Repetitor mit Dirigierverpflichtung) bei Theater&Philharmonie Thüringen fest engagiert und debütierte als Dirigent mit der „Zauberflöte“. 
Takahiro Nagasaki erhielt in seiner bisherigen Laufbahn diverse Preise und Auszeichnungen: Nach dem „Begleiter-Preis“ beim Lortzing-Gesangswettbe­werb in Leipzig (2007, 2009) folgten der DAAD-Preis (2009), das Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes (2010) und der Gretel Ferschinger-Mäder Preis der Vereinigung der Theaterfreunde für Altenburg (2012). Zudem ergänzte der ehrgeizige Vollblutmusiker seine Qualifikation mit zahlreichen Meisterkursen, u.a. bei George Alexander Albrecht, Helmut Rilling (Dirigieren), bei Graham Johnson, Edith Wiens und Simon Estes (Liedgestal­tung), bei Gitti Pirner und Jan Gottlieb Jiracek (Klavier) sowie bei Menahem Pressler (Klavierkammermusik).
 
Programm:
Antonio Salieri (1750-1825):Variationen über die Arie La Follia di Spagna    
Antonio Vivaldi (1678-1741): Konzert d-Moll für Viola, Gitarre und Streicher RV 540 
Luigi Boccherini (1743-1805): Streichquintett E-Dur op. 11 Nr. 5 G 275       
Joaquín Rodrigo (1901-1999): Concierto de Aranjuez             
Johann Strauß, Sohn (1825-1899): Spanischer Marsch op.  433                  
 
—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

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