Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Siegfried, 14.09.2019

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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Der Ring des Nibelungen
Zweiter Tag Siegfried
von Richard Wagner, Dichtung vom Komponisten

Premiere: Samstag, 14. September, 17 Uhr, Opernhaus
Weitere Vorstellungen in der Spielzeit 2019/20: 21. und 28. September sowie 5. und 26. Oktober

Musikalische Leitung: Francesco Angelico, Inszenierung: Markus Dietz, Bühne: Ines Nadler, Kostüme: Henrike Bromber, Dramaturgie: Christian Steinbock, Licht: Christian Franzen

Mit Daniel Brenna (Siegfried), Arnold Bezuyen (Mime), Egils Silins (Wanderer), Thomas Gazheli (Alberich), Rúni Brattaberg (Fafner), Edna Prochnik (Erda), Kelly Cae Hogan (Brünnhilde), Elizabeth Bailey (Stimme des Waldvogels), Cree Barnett Williams (Tänzerin)

Von Machtgier zerfressen setzen Wotan, Alberich und Mime alles daran, den Ring der Macht in ihre Gewalt zu bringen. Doch Siegfried macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Frei in seinen Entscheidungen und frei von Angst und Gesetzen gelingt ihm, was anderen versagt bleibt: Er allein kann das Schwert Nothung schmieden, um Fafner zu töten und den Ring an sich zu bringen. Er allein vermag das Feuer zu durchschreiten und die schlafende Brünnhilde zu wecken, zu der er in Liebe entbrennt.
Zwischen den ersten Skizzen bis zur Vollendung von „Siegfried“ liegen 15 Jahre. Eine so große Zeitspanne musste zwangsläufig den musikalischen Stil Wagners beeinflussen: Besonders der dritte Aufzug zeigt sich als dichtes Gewebe ausgedehnter Motive, freier in ihren Kombinationen, losgelöster von Elementen der Handlung, dichter angelehnt an die bahnbrechende Melodik und Harmonik des zuvor komponierten „Tristan“.

Daniel Brenna, der Sänger der Titelpartie, studierte Gesang an der University of Wisconsin und der Boston University und trat unter Seiji Ozawa und Daniel Harding beim Tanglewood-Festival auf, wo er sich bereits eindrücklich für Wagner-Rollen empfahl. Seine internationale Karriere startete der gebürtige US-Amerikaner 2012 mit der Partie des Aron („Moses und Aron“) an der Oper Zürich. Seitdem trat er u. a. an der New Yorker Met, der Mailänder Scala, der Bayerischen Staatsoper München, der Deutschen Oper Berlin sowie in Washington, Budapest, Moskau, Leipzig, Karlsruhe, Essen, Wiesbaden und bei den Salzburger Festspielen auf. Zu seinem Repertoire zählen so wichtige Partien wie Parsifal, Tannhäuser, Alwa („Lulu“), Laca („Jenufa“), Herodes („Salome“). Eisenstein („Die Fledermaus“) und Jim Mahoney („Mahagonny“). Die Partie des Siegfried („Siegfried“ und „Götterdämmerung“) interpretierte er zuletzt 2018 an der San Francisco Opera. Im gleichen Jahr erschien mit ihm als Siegfried eine Gesamtaufnahme von „Götterdämmerung“ mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra auf CD. 2020 gibt Daniel Brenna sein Rollendebüt als Tristan an der Staatsoper Stuttgart.


Der „Ring“ in Kassel

Zum fünften Mal seit 1961 bringt das Staatstheater Kassel derzeit Richard Wagners Opus Magnum auf die Bühne – und sorgt damit spätestens seit der gefeierten „Walküre“-Premiere im vergangenen März deutschlandweit für Aufsehen. Die musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Francesco Angelico, Regisseur des gesamten „Rings“ ist Markus Dietz.

Im Mai und im Juni 2021, zum Ende der Intendanz von Thomas Bockelmann, finden abschließend zwei „Ring“-Zyklen statt.

Alle „Ring“-Premieren und -Vorstellungen sowie die Termine der Zyklen finden Sie unter www.der-ring-in-kassel.de .

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Coburg, Landestheater Coburg, Premiere AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY, 22.06.2018

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Landestheater Coburg

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY
Oper von Kurt Weill; Libretto von Bertolt Brecht

Premiere am Freitag, 22. Juni 2018:
„Etwas fehlt“ – von der ewigen Glückssuche der Menschen: „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ feiert Premiere im Landestheater Coburg

Landestheater Coburg / Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny © Henning Rosenbusch

Landestheater Coburg / Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny © Henning Rosenbusch

Am Freitag, 22. Juni um 19.30 Uhr feiert Kurt Weills und Bertolt Brechts Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ Premiere im Großen Haus des Landestheaters Coburg. Regie führt Konstanze Lauterbach, die nach „Antigone“ in der vergangenen Spielzeit, bereits zum fünften Mal für das Landestheater inszeniert.

Leokadja Begbick, Fatty der „Prokurist“ und Dreieinigkeitsmoses sind auf der Flucht vor der Polizei als sie die Stadt Mahagonny gründen. Die Stadt floriert, Jenny und sechs andere Mädchen kommen auf der Suche nach Whiskey, Dollars und hübschen Männern nach Mahagonny. Und auch die Holzfäller Jim Mahoney, Jakob Schmidt, Sparbüchsenbill und Alaskawolfjoe wollen sich für ihr in den Wäldern Alaskas schwer verdientes Geld Vergnügen leisten. Doch bald kehren Langeweile und Unzufriedenheit ein, etwas fehlt. Da wird ein Hurrikan angekündigt, der direkt auf Mahagonny zusteuert und im Moment der größten Gefahr findet Jim Mahoney „Die Gesetze der menschlichen Glückseligkeit“, nämlich alles zu dürfen und sich nicht an Gesetze halten zu müssen. Die Stadt wird in letzter Sekunde vom Hurrikan verschont und steht von nun an unter der Devise „Du darfst“. Alles ist möglich: Fressen, Saufen, Boxen, Liebe machen. Nur eines ist verboten: kein Geld zu haben. Und das wird dem glücksuchenden Jim Mahoney zum Verhängnis und er bezahlt drei Flaschen Whiskey mit seinem Leben. Doch ganz am Ende steht schließlich auch der Untergang des „Du darfst“-Paradieses, das an seiner Entgrenzung erstickt.

Bertolt Brecht und Kurt Weill hielten mit ihrem gesellschaftskritischen Werk, das am 9. März 1930 uraufgeführt wurde, der bürgerlichen Gesellschaft der Weimarer Republik, die noch nicht gemerkt hatte, wie nahe sie bereits am Abgrund stand, den Spiegel vor. Und auch heute hat das Stück, das in Krisenzeiten spielt, an Aktualität nichts verloren. Regisseurin Konstanze Lauterbach, die gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Ariane Salzbrunn die Handlung sehr bildreich umgesetzt hat,  interessiert der politische Vorgang der Gründung der Stadt Mahagonny und die Vergeblichkeit der Suche nach menschlicher Würde und Existenz. Sie lässt das Stück in einer alten Villa spielen, als ehemalige Grundfeste der bürgerlichen Welt, die verkommt und ihren früheren Glanz verloren hat.

Musikalisch erklingen in „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ Jazz, Blues und Tanzmusik, aber auch Parodien zeitgenössischer Schlager und zahlreiche Zitate aus der klassischen Musik. Einerseits spielen Weill und Brecht mit den Traditionen des Musiktheaters, wollten aber auch große, neue, unterhaltsame Oper machen. „Spaß und Sinnlichkeit stecken in der Musik“, so Generalmusikdirektor Roland Kluttig, der die musikalische Leitung der Oper übernimmt.


AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY
Oper von Kurt Weill; Libretto von Bertolt Brecht
Premiere Freitag, 22. Juni 2018
19.30 Uhr, Großes Haus

Musikalische Leitung Roland Kluttig
Inszenierung Konstanze Lauterbach
Bühnenbild Ariane Salzbrunn
Kostüme Konstanze Lauterbach
Dramaturgie Susanne von Tobien

Leokadja Begbick Gabriela Künzler
Fatty, der „Prokurist“ Paul Kroeger
Jenny Hill Anna Gütter
Jim Mahoney Karsten Münster
Dreieinigkeitsmoses Michael Lion
Jakob Schmidt Dirk Mestmacher
Tobby Higgins Dirk Mestmacher
Bill, genannt Sparbüchsenbill Franz Xaver Schlecht
Joe, genannt Alaskawolfjoe Bartosz Araszkiewicz
6 Mädchen Gabriele Bauer-Rosenthal, Eva Maria Fischer, Luise Hecht, Emily Lorini, Joanna Stark, Monika Tahal

Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg
Chor des Landestheaters Coburg
Statisterie des Landestheaters Coburg

Weitere Vorstellungen
Freitag, 29. Juni 2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 1. Juli 2018, 18.00 Uhr
Dienstag, 3. Juli 2018, 19.30 Uhr
Donnerstag, 5. Juli 2018, 19.30 Uhr
Mittwoch, 11. Juli 2018, 19.30 Uhr (Zum letzten Mal)

—| Pressemeldung Landestheater Coburg |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, 12.06.2018

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Auf der Suche nach dem Paradies

Ein letztes Mal ist Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Kurt Weill und Bertolt Brecht am TfN zu erleben. Die Inszenierung von Regie-Altmeister Hans Hollmann verabschiedet sich am 12. Juni aus dem Großen Haus.

Theater für Niedersachsen / Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny © Isabel Winarsch

Theater für Niedersachsen / Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny © Isabel Winarsch

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny ist eine kraftvolle Parabel in ihren Fragen nach gesellschaftlicher Freiheit, Lustbefriedigung und der Rolle des Geldes. Drei Gangster gründen mitten in der Wüste eine Paradiesstadt, in der alles, was der Mensch begehrt, für Geld zu haben ist. In einer Nacht, als ein Hurrikan alle um ihr Leben zittern lässt, ruft der Holzfäller Jim Mahoney die noch radikalere Parole aus: Alles ist erlaubt! Nimm dir, was immer du willst, du darfst es! Schließlich ist es Jim selbst, der zum ersten Opfer dieser entfesselten Lebensweise wird.

Theater für Niedersachsen / Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny © Isabel Winarsch

Theater für Niedersachsen / Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny © Isabel Winarsch

Die Inszenierung von Regie-Legende Hans Hollmann begeisterte in den letzten neun Monaten zahlreiche Brecht- und Weill-Fans und ist nun ein letztes Mal am 12. Juni 2018 um 19.30 Uhr im TfN zu erleben. Noch einmal schallen eingängige Songnummern wie der berühmt gewordene „Oh Moon of Alabama“ und „Denn wie man sich bettet, so liegt man“ durch das Große Haus.

Theater für Niedersachsen / Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny © Isabel Winarsch

Theater für Niedersachsen / Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny © Isabel Winarsch


Demnächst im TfN:

ADELIA  –  Melodramma serio von Gaetano Donizetti
Zum letzten Mal: 1. Juni 2018 | 19.30 Uhr | Großes Haus

THEATER IN MOTION – TANZ TRIFFT ZIRKUS
Doppeltanzabend mit der Kompanie CircO und dem Jugendensemble Saltazio
Termin: 3. Juni 2018 | 19:30 Uhr | Großes Haus

LITERATUR IN DEN HÄUSERN UNSERER STADT
Termin: 8. Juni 2018 | 19 Uhr | verschiedene Orte in Hildesheim

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Premiere Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny 23.09.2017

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Matinee zu „Mahagonny“

Das Theater für Niedersachsen startet mit einem Klassiker von Kurt Weill und Bertolt Brecht in die Spielzeit 2017/18. In der Matinee zu „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ am 17. September geben Regisseur Hans Hollmann und Generalmusikdirektor Florian Ziemen erste Einblicke in die Oper.

Theater für Niedersachsen / AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY © Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY © Theater für Niedersachsen

Drei Gangster gründen mitten in der Wüste eine Paradiesstadt, in der alles, was der Mensch begehrt, für Geld zu haben ist. In einer Nacht, als ein Hurrikan alle um ihr Leben zittern lässt, ruft der Holzfäller Jim Mahoney die noch radikalere Parole aus: Alles ist erlaubt! Nimm dir, was immer du willst, du darfst es! Schließlich ist es Jim selbst, der zum ersten Opfer dieser entfesselten Lebensweise wird. Mit „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ startet die Sparte Musiktheater am 23. September um 19 Uhr in die Spielzeit 2017/18. Der neue Operndirektor und Generalmusikdirektor Florian Ziemen hat sich für seinen Einstieg keinen geringeren als die Regie-Legende Hans Hollmann für die szenische Umsetzung dieses Weill/Brecht-Klassikers nach Hildesheim geholt.

„Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ ist eine kraftvolle Parabel in ihren Fragen nach gesellschaftlicher Freiheit, Lustbefriedigung und der Rolle des Geldes. Einen ersten Eindruck in die Inszenierung erhält das Publikum am 17. September um 11.15 Uhr im Theatergarten (Bei Regen im Großen Haus). Regisseur Hans Hollmann und der Musikalische Leiter Florian Ziemen sprechen mit Musikdramaturg Maximilian Hagemeyer über die Bedeutung des Stücks, die Umsetzung sowie die musikalischen Besonderheiten. Zudem werden Ensemblemitglieder musikalische Kostproben präsentieren.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

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