Wien, Staatsoper Wien, L’incoronazione di Poppea – Gedanken von Olivier Fourés, IOCO Aktuell, 23.05.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

L’INCORONAZIONE DI POPPEA –  Gedanken von Olivier Fourés

„Eine Originalfassung wäre utopisch“

Premiere am 22.5.2021:  Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado, Inszenierung Jan Lauwers, Nerone Kate Lindsey, Poppea Slávka Zámecníková, Ottone Xavier Sabata, Ottavia Christina Bock, Seneca Willard White, Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker


Die Handlung der Oper

Prolog

Fortuna und Virtù, die Göttinnen des Glücks und der Tugend, zanken sich, wer von ihnen die mächtigere ist. Amor, der Gott der Liebe, tritt dazwischen und beansprucht für sich den obersten Rang.

1. Akt
Ottone treibt die Sehnsucht zu Poppea. Als er vor ihrem Haus zwei schlafende Soldaten antrifft, wird ihm klar, dass seine Geliebte schon Besuch hat: Kaiser Nerone ist bei ihr. Die Soldaten erwachen und beschweren sich über Nerones Affären und seinen fahrlässigen Umgang mit der Macht.Nerone verabschiedet sich von Poppea. Ehe er nicht Kaiserin Ottavia verstoßen hat…….


L’incoronazione di Poppea – Gedanken von Olivier Fourés

Olivier Fourés hat gemeinsam mit Pablo Heras-Casado, Dirigent der Produktion an der Wiener Staatsoper, die musikalische Fassung für die Wiener L’incoronazione di Poppea erarbeitet. Hier seine Gedanken zur Oper wie der Produktion,  von der Wiener Staatsoper veröffentlicht:

»Die Zukunft ist nichts als die Folge des Dialogs zwischen Gegenwart und Vergangenheit.«       Paul Morand

Olivier Fourés: Häufig wird behauptet, dass Monteverdis Poppea, uraufgeführt am Teatro S. Giovanni e Paolo in Venedig im Karneval 1642/43 (möglicherweise Ende Januar 1643, wenige Monate vor dem Tod des Komponisten), seine problematischste Oper sei. Wir kennen zwei musikalische Quellen, die erheblich voneinander abweichen: eine venezianische aus dem Jahr 1646 und eine neapolitanische von 1651. Und auch wenn ihre Szenenfolge dem anlässlich der Uraufführung gedruckten Scenario dell’opera reggia intitolata La coronatione di Poppea – welches anhand von Zusammenfassungen der einzelnen Szenen durch die Handlung führt – weitgehend entspricht, so stimmt doch keine der beiden Partituren mit einer der gedruckten Librettofassungen vollkommen überein.

Einführungsmatinee zu L´incoronazione di Poppea
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Da die musikalischen Quellen posthum erstellt wurden, ist die Annahme berechtigt, dass in ihnen Monteverdis Uraufführungsversion verändert wurde. Dennoch offenbart ihre Gegenüberstellung einen wichtigen gemeinsamen Kernbestand, der vermutlich der Originalversion entspricht, sowie die Tatsache, dass die Poppea schon bei der Uraufführung als Pasticcio aus Kompositionen verschiedener Musiker konzipiert war, zu denen offenbar Francesco Cavalli (Monteverdis Assistent und Hauptkopist der venezianischen Abschrift), Francesco Sacrati oder Benedetto Ferrari zählten; letzterer könnte Autor des berühmten Schlussduetts »Pur ti miro« sein, das erstmals in seinem Pastor Reggio (Venedig, 1640) erschienen war.

Wenn also die authentische Zuschreibung der Kompositionen voller Rätsel bleibt (und für die damalige Zeit keinerlei Bedeutung besaß) und Monteverdi also richtiger als Werkstatt-Leiter oder -Meister anzusehen ist, so sind die echten Probleme einer heutigen Wiedergabe vielmehr mit den musikalischen Quellen verknüpft: die venezianische stellt offenbar eine Cembalo-Stimme dar, sie enthält nur sehr wenige Angaben zu den Orchesterstimmen und umfasst zahlreiche Streichungen und Zusätze; die neapolitanische ist ordentlich kopiert und die Stimmen der Orchester-Ritornelle sind in der Regel ausgeschrieben, aber mehrere Passagen sind unleserlich geworden und in zahlreichen Takten blieben Basslinie oder Textunterlegung unausgeführt. Keine der beiden Quellen bietet eine präzise Instrumentierung.

Welchen Anspruch kann eine Wiederaufführung der Poppea heute stellen? Wenn auch eine Wiederherstellung der »Originalfassung« eindeutig trügerisch und utopisch wäre, laden die Solidität des Librettos und die Qualität und Menge der Musik dennoch dazu ein, diese Oper als Ganzes zum Leben zu erwecken. Man sollte aus der Not eine Tugend machen und sich die besondere Situation zunutze machen – die nur dann stört, wenn man ein musikalisches Werk zwingend als definiertes, erstarrtes und von einem Autor signiertes Endprodukt versteht –, um sich über die Natur (und die Reize) der venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts klar zu werden.

Ehe man die Lösung der praktischen Probleme angeht, muss man sich den Kontext klarmachen, in dem die Uraufführung der Poppea stand. In ihrer Eigenschaft als Pasticcio und durch ihre unterschiedlichen Versionen offenbart diese Oper von Beginn an die Elastizität des venezianischen drama in musica. Aus Manuskripten und Zeugnissen späterer Opern von Pallavicino, Ristori oder Vivaldi weiß man, dass es nie zwei identische Vorstellungen gab: Am Tag der Aufführung konnten Zwischenspiele eingefügt werden (als musikalische, theatralische oder getanzte Darbietung, oder auch in Gestalt einer Tombola oder einer Tierausstellung!), um von der Anwesenheit oder Verfügbarkeit bestimmter Künstler oder Persönlichkeiten zu profitieren. Die Zwischenspiele hatten auch das Ziel, die Aufmerksamkeit eines Publikums wachzuhalten, das sich unterhielt, Karten spielte, aß und trank oder die Logen-Vorhänge zugezogen hatte, um der Ruhe zu pflegen. Impresarios, Sänger und Musiker mussten sich also gewandt und flexibel an die sich wandelnden Kontexte anpassen. So erklärt sich auch die Wichtigkeit der Improvisation bei der Interpretation dieser Musik (Poppea enthält einen ciaccona-Bass à la mode, oder passacagli, die das Orchester auffordern »da ballo« zu improvisieren).

Claudio Monteverdi Grabplatte in Venedig © IOCO

Claudio Monteverdi Grabplatte in Venedig © IOCO

Darüber hinaus muss man sich daran erinnern, dass Monteverdi damals ein ungewöhnlich anerkannter Musiker war (seit 30 Jahren Kapellmeister der Basilika von San Marco). Seine Oper musste also ein außerordentliches Ereignis darstellen, mit all dem Prachtaufwand, der damit verbunden war. Das 1638 eröffnete Theater von San Giovanni e Paolo (auch Grimani genannt) galt als das schönste und komfortabelste Theater der Stadt und muss über weitläufige Räumlichkeiten verfügt haben. Nachdem es 1654 von Carlo Fontana umgebaut wurde, bot es nicht weniger als 900 Zuschauern Platz bei einer Portalbreite von ca. 15 Metern. Diese Dimensionen verlangten nach einer deutlich größeren Orchesterbesetzung, als wir heute allgemein annehmen. Nicht vergessen darf man zudem, dass Monteverdi in San Marco gewohnt war, mit großen Instrumentalensembles zu arbeiten, die er selbst erweiterte und koloristisch bereicherte. So kaufte er beispielsweise 1642 zwei Psalterien (metallisch klingende Zupfinstrumente) oder setzte »violini di rinforzo« ein, zusätzliche Spieler, die bei besonderen Anlässen die Klanggewalt des Orchesters verstärkten. Und wenn man an den Apparat denkt, den Monteverdi in Mantua anlässlich der Uraufführung seines Orfeo eingesetzt hatte (etwa 30 Musiker), in einem klein dimensionierten Theater (dessen szenische Beschränkungen eine Anpassung des Librettos in letzter Minute erzwangen), so dürfte sein Orchester im Grimani kein kleines gewesen sein.

Auch für unsere Neuproduktion der Poppea an der Wiener Staatsoper wollte die überwältigende, facettenreiche und spektakuläre Dimension seiner Musik berücksichtigt sein. Die Instrumentierung wurde inspiriert von der seiner Opern Orfeo und Ulisse, unter Berücksichtigung der Traditionen in San Marco (Einsatz von Psalterien, Raumklangeffekte, violini di rinforzo). Monteverdi war zudem ein großer Kolorist: Den Einsatz sämtlicher Streichinstrument-Familien ergänzte er durch zahlreiche Blas- und Zupfinstrumente, Tasteninstrumente sowie antikes, modernes und sogar exotisches Schlagwerk. Die musikdramatische Struktur unserer Fassung orientiert sich im allgemeinen am Kernbestand beider Versionen, der venezianischen und der neapolitanischen, und macht sich auch ihre Abweichungen zu Nutze: So kann man über einer gleichbleibenden Basslinie zwei unterschiedliche und gleichwohl originale Instrumentierungen genießen, ebenso beide sinfonie, die das Werk eröffnen, so wie auch den musikalischen Höhenflug der letzten, der Hochzeits-Szene, die in der neapolitanischen Version besonders ausgearbeitet ist. Wir profitieren von der evidenten Mitwirkung der Trompeten, indem wir zu Beginn dieser Szene eine Fanfare von Fantini einfügen, so wie es im 17. Jahrhundert gewiss üblich war, als die Trompeter nicht auf den Komponisten angewiesen waren, um ein Ereignis dieser Art musikalisch zu illustrieren.

Die oft fehlende Orchestration haben wir aus den Instrumentalstimmen entwickelt, dabei gleichfalls verschiedenen historischen Traditionen folgend: Harmonisierung der Basslinie, Entwicklung der Ritornelle, Wiederholungen eines Themas mit verkürzten Notenwerten (was beide Quellen auch vorführen), Schaffung obligater Instrumentalparts zu rezitativischen Passagen, Zuordnung von colla parte-Instrumentalstimmen, deskriptive Effekte sowie Ausgestaltung des Continuo unter Berücksichtigung der Akustik der Staatsoper.

Wie der ehemalige Staatsoperndirektor Gustav Mahler sagte: „Tradition ist nicht Anbetung der Asche, sondern Weitergabe des Feuers.“ Wenn die Manuskripte der Poppea wie Skelette anmuten, möge man sich in Erinnerung rufen, dass bereits die italienischen Komponisten selbst ihre Partituren als »scheletri« bezeichneten, denen man Fleisch und Geist hinzufügen und Leben einhauchen müsse. Sie hatten ein erhöhtes Bewusstsein davon, dass Musik nur über den Umweg ihrer Interpretation existiert und dass eine kompositorische Idee gewiss originell, instruktiv und stimulierend sein muss, ihre Kommunikation jedoch ebenso entscheidend ist. Die venezianische Schule von Gabrieli bis Vivaldi, Treffpunkt sakraler, profaner, volkstümlicher, choreographischer oder theoretischer Traditionen, hat zwei Jahrhunderte lang Europa fasziniert, weil es hier wichtiger war, musikalische Wunder zu ermöglichen, als sie zu formalisieren. Die Devise der Academia degli Incogniti (deren Mitglied Monteverdi war) lautete Ex Ignoto Notus („Das Wissen erwächst aus dem Unwissen“) und ihr Emblem war der Nil (ein antiker Fluss, dessen Quelle unbekannt war und der die Ebenen fruchtbar machte). Ebenso laden uns die Geheimnisse der Poppea ein, Fragen zu stellen, zu forschen und Gegenwart und Vergangenheit zu beobachten, um schließlich festzustellen, dass sie uns weniger fremd sind, als wir glauben.

Olivier Fourés

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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Wien, Wiener Staatsoper, Ab 19. Mai – 6 Premieren und viel mehr, IOCO Aktuell, 29.04.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

CARMEN, TOSCA und viel mehr : 6 Premieren ab 19. Mai 2021

Wiedereröffnung mit begeisterndem Spielplan

Fast ein halbes Jahr ist die Wiener Staatsoper nun schon geschlossen – die längste Periode seit der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit wurde stets weitergearbeitet, geprobt, einstudiert und zahlreiche Vorstellungen konnten für TV, Streaming und Radio herausgebracht werden, zuletzt die hochkarätig besetzte Premiere der ParsifalNeuproduktion unter Musikdirektor Philippe Jordan, IOCO link dazu HIER!. Dank der Kooperation mit dem ORF und dem eigenen Streaming-Kanal wurden auf diese Weise bisher weltweit mehr als fünf Millionen Kontakte erreicht.

Entsprechend der Ankündigung der österreichischen Bundesregierung und vorausgesetzt, dass die Maßnahmen der Stadt Wien es zulassen, wird das Haus am Ring nun am 19. Mai 2021 endlich wieder für seine Besucherinnen und Besucher öffnen. In den sechs Wochen bis zum Ende der Saison wird die Staatsoper dem Publikum sechs Premieren bieten.

Zum einen können zwei der Premierenproduktionen dieser Spielzeit, die nur für Kameras und Mikrofone gespielt wurden bzw. werden, nun auch vor Publikum gezeigt werden: Calixto Bieitos Produktion von Carmen sowie Faust in der Inszenierung von Frank Castorf.

Einführungsmatinee zu Faust der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Neben diesen beiden nachgeholten Premieren werden bis Ende Juni insgesamt noch vier weitere Premieren auf die Bühne gebracht: L’incoronazione di Poppea – der Auftakt der geplanten Monteverdi-Trilogie –, Macbeth in der Regie von Barrie Kosky mit Anna Netrebko als Lady Macbeth, der Ballett-Dreiteiler Tänze Bilder Sinfonien mit der Uraufführung von Martin Schläpfers Sinfonie Nr. 15 sowie Der Barbier für Kinder, die erste Kinderopern-Produktion, die in der neuen Direktion auf der Bühne im großen Haus zu sehen sein wird.

Für den Zeitraum vom 19. bis 25. Mai musste der Spielplan entsprechend den neuen Gegebenheiten leicht überarbeitet werden. Neben den zwei Faust-Vorstellungen wird auch zwei Mal Tosca mit Sonya Yoncheva in der Titelrolle sowie Piotr Beczala als Mario Cavaradossi zu sehen sein. Statt des Schließtages am 1. Juni findet ein Liederabend von Diana Damrau statt.

Die kommende Spielzeit 2021/22 wird am 3. Juni auf der Bühne des Hauses am Ring, ebenfalls vor Publikum, präsentiert. Alle Details dazu werden gesondert bekanntgegeben.

Der Kartenverkauf für sämtliche Vorstellungen ab 19. Mai bis Saisonende 30. Juni startet heute, Mittwoch ab 12.00 Uhr. Karten sind aktuell online über die Website der Wiener Staatsoper sowie telefonisch unter +43 1 513 513 buchbar. Mit Beendigung des harten Lockdowns in Wien ab 3. Mai sind auch die Bundestheaterkassen für den Kartenverkauf geöffnet.

Einführungsmatinee zu Carmen der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

DER SPIELPLAN AB 19. MAI 2021

19. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Bertrand de Billy
Inszenierung Frank Castorf
Doktor Faust Juan Diego Flórez
Marguerite Nicole Car
Méphistophélès Adam Palka
Valentin Étienne Dupuis

20. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES – NEUEINSTUDIERUNG
Glass Pieces (Jerome Robbins)
Duo Concertant (George Balanchine)
A Suite of Dances (Jerome Robbins) – Erstaufführung an der Wiener Staatsoper
The Concert (Jerome Robbins)
Musikalische Leitung Benjamin Pope
Wiener Staatsballett

21. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Musikalische Leitung Axel Kober
Inszenierung Margarethe Wallmann
Floria Tosca Sonya Yoncheva
Mario Cavaradossi Piotr Beczala
Baron Scarpia Ambrogio Maestri

Einführung von Intendant Bogdan Roscic zu L’INCORONAZIONE DI POPPEA der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

22. Mai 2021, 18.30 Uhr
L’INCORONAZIONE DI POPPEA – PREMIERE
Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
Inszenierung Jan Lauwers
Nerone Kate Lindsey
Poppea Slávka Zámecníková
Ottone Xavier Sabata
Ottavia Christina Bock
Seneca Willard White
Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker
23. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST
Besetzung wie am 19. Mai

24. Mai 2021, 11.00 Uhr (Programmänderung)
DER BARBIER FÜR KINDER – PREMIERE
Musikalische Leitung Markus Henn
Inszenierung Grischa Asagaroff
Graf Almaviva Josh Lovell
Rosina Patricia Nolz
Figaro Stefan Astakhov
Ambrogio Andy Hallwaxx

24. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Besetzung wie am 21. Mai

25. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES
siehe 20. Mai

Ab dem 26. Mai wird der geplante Spielplan wieder aufgenommen, beginnend mit

Georges Bizet Paris © IOCO

Georges Bizet Grabstätte Paris © IOCO

26. Mai 2021, 18.30 Uhr
CARMEN – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung Calixto Bieito
Carmen Michèle Losier
Don José Dmytro Popov
Escamillo Erwin Schrott
Micaëla Vera-Lotte Boecker

Details zum weiteren Spielplan und Beginnzeiten sowie die vollständigen Besetzungen finden Sie auf der Website der Wiener Staatsoper, am 1. Juni kommt es zu folgender Änderung:

1. Juni 2021, 20.00 Uhr (anstelle eines Schließtages)
Liederabend DIANA DAMRAU

AUSBLICK AUF DEN WEITEREN SPIELPLAN

Bis zum Ende dieser Spielzeit stehen noch zwei weitere Premieren auf dem Programm der Wiener Staatsoper:

10. Juni 2021, 18.30 Uhr
MACBETH – PREMIERE
Musikalische Leitung Philippe Jordan
Inszenierung Barrie Kosky
Macbeth Luca Salsi
Banquo Roberto Tagliavini
Lady Macbeth Anna Netrebko
Macduff Freddie De Tommaso

26. Juni 2021, 19.00 Uhr
TÄNZE BILDER SINFONIEN – PREMIERE
Symphony in Three Movements (George Balanchine)
Pictures at an Exhibition (Alexei Ratmansky)
Sinfonie Nr. 15 (Martin Schläpfer) – Uraufführung
Musikalische Leitung Robert Reimer
Wiener Staatsballett

Einführung zuHans Neuenfels Einführung zu Die Entführung aus dem Serai der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Weitere Programmhighlights

 Die Entführung aus dem Serail (Premiere im Oktober 2020) mit Antonello Manacorda am Dirigentenpult und mit Brenda Rae, Emanuela von Frankenberg, Regula Mühlemann, Stella Roberts, Daniel Behle, Christian Natter, Michael Laurenz, Ludwig Blochberger, Goran Juric, Andreas Grötzinger und Christian Nickel;

Der Rosenkavalier unter Philippe Jordan u. a. mit Martina Serafin, Jennifer Holloway, Louise Alder, Albert Pesendorfer und Adrian Eröd;

Lohengrin u. a. mit Klaus Florian Vogt, Kwangchul Youn, Sara Jakubiak, Johan Reuter, Tanja Ariane Baumgartner und Cornelius Meister am Dirigentenpult

Elektra unter Franz Welser-Möst und u. a. mit Michaela Schuster, Aušrine Stundyte, Camilla Nylund, Jörg Schneider und Derek Welton.

Alle Vorstellungstermine und Besetzungen finden Sie online unter www.wiener-staatsoper.at.

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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Baden-Baden, Festspielhaus, Sehnsucht nach dem Miteinander, Festspiel-Saison 2020/2021

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Baden-Badener Festspiel-Saison 2020/2021

Sehnsucht nach dem Miteinander

Baden-Badener Festspiel-Saison 2020/2021 mit fünf Festivals, sieben Opern, Residenzorchestern aus Berlin, New York, St. Petersburg, München und Stuttgart –Intendant setzt auf die Macht der Musik und des Miteinanders.

Baden-Badens Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa ist fest davon überzeugt, dass Menschen schon bald wieder in großer Zahl gemeinsam Musik genießen werden können. Sein neues Programm der Saison 2020/2021 stellt er deshalb unter das Motto „Sehnsucht nach dem Miteinander“. Der Vorverkauf dazu beginnt heute (16. März 2020).

„Auch wenn wir derzeit noch von der Corona-Pandemie gebremst werden: Ich möchte mit dem neuen Programm Mut machen und positiv in die Zukunft blicken.“ Das Publikum, die Freunde und Förderer des Festspielhauses bittet Benedikt Stampa:Buchen Sie schon jetzt für die neue Saison und stellen Sie sich an die Seite so vieler wunderbarer Künstlerinnen und Künstler. Gemeinsames Musikerleben stärkt unsere Gesellschaft. Wir spüren gerade in der Corona-Krise schmerzhaft, wie sehr wir Konzerte, Opernabende und Ballett-Aufführungen vermissen. In ihnen schlummern seelische Abwehrkräfte.“

Fünf Festivals und sieben Opern

Fünf Festivals prägen das Saisonprogramm des Festspielhauses Baden-Baden 2020/2021.Sieben Opern, davon vier szenische Produktionen, bilden das Rückgrat der neuen Spielzeit“, so der Intendant. Sein zweites Baden-Badener Programm schärft zudem die Profile der einzelnen Baden-Badener Festspiele und beschäftigt sich wieder intensiv mit der Musikgeschichte des „Sehnsuchtsortes“ Baden-Baden. Die Opern Salome von Richard Strauss und Mazeppa von Peter I. Tschaikowsky werden in Baden-Baden neu inszeniert. Die Saison 2020/2021 beginnt am 20. September 2020. Sir Simon Rattle dirigiert Béla Bartóks Opern-Thriller Herzog Blaubarts Burg in einer konzertanten Aufführung.

Salome  –  neu inszeniert von Philipp Stölzl

„Die Herbstfestspiele 2020 werden mit der Neuinszenierung Salome von Regisseur Philipp Stölzl deutlich aufgewertet“, so Benedikt Stampa. Residenzorchester dieses Festivals (vom 28. November bis zum 6. Dezember 2020) sind die Münchner Philharmoniker, die neben ihrem Einsatz im Orchestergraben auch zwei Konzerte unter der Leitung ihres Chefdirigenten Valery Gergiev und eines mit Thomas Hengelbrock geben werden. Als Salome debütiert Evgenia Muraveva in Baden-Baden. Im Ensemble dieser Oper sind zudem Evelyn Herlitzius (Herodias), Michael Volle (Jochanaan) und Andrei Popov (Herodes).

Osterfestspiele 2012 – Mit den Berliner Philharmoniker 

Im Rahmen der Osterfestspiele 2021 mit den Berliner Philharmonikern dirigiert Kirill Petrenko die Tschaikowsky-Oper Mazeppa und leitet die konzertante Aufführung der Oper Francesca da Rimini von Sergei Rachmaninow. Die Neuinszenierung Mazeppa erarbeitet der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov. Zu den Solisten der Oper zählen Olga Peretyatko (Maria), Ekaterina Semenchuk (Ljubow), Vladislav Sulimsky (Mazeppa) und Dmitry Ulyanov (Kotschubei). Um Tschaikowskys intensiver Auseinandersetzung mit den Werken Wolfgang Amadeus Mozarts nachzuspüren interpretiert Kirill Petrenko zudem am 29. März und am Karfreitag (2. April) dessen Requiem. Im Theater Baden-Baden entsteht im Rahmen der Osterfestspiele eine Neuinszenierung des Mozart-Singspiels „Zaide“.

Kameliendame –  von John Neumeier

Gleich zweimal kommt das Hamburg Ballett John Neumeier in der Spielzeit 2020/2021 nach Baden-Baden – im Herbst 2020 sowie zu Pfingsten 2021. Die schon traditionellen Ballett-Tage zu Beginn der Saison bringen dann John Neumeiers Nachtstücke und seinen Klassiker Die Kameliendame mit Musik von Frédéric Chopin. Sowohl im Herbst als auch zu Pfingsten lädt John Neumeier zu einer Ballettwerkstatt ein.

  Pfingstfestspiele 2021  – Hamburg Ballett – SWR Symphonieorchester

Zu den Pfingstfestspielen 2021 mit dem SWR Symphonieorchester kehren das Hamburg Ballett und John Neumeier zurück an die Oos. „Ich freue mich sehr auf Oliver Messiaens ‚Turangalîla‘-Sinfonie“, sagt Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa, denn „sie gehört zur DNA des SWR Symphonieorchesters und wurde von John Neumeier kongenial choreografiert.“ Werke des französischen Komponisten Messiaen sowie Gegenüberstellungen mit Kompositionen von Ravel, Wagner und Strawinsky prägen diese zweite Ausgabe der Festspiele im Zeichen der klassischen Moderne.

Mariinsky Ballett in den Winterfestspielen

Neben dem Hamburg Ballett John Neumeier bleibt das Mariinsky Ballett eine weitere feste Größe in Baden-Baden. Über die Weihnachtstage 2020 zeigt die Compagnie, deren Wurzeln im 18. Jahrhundert liegen, die Handlungsballette „Schwanensee“ und „Romeo und Julia“. In einer neu konzipierten Ballett-Gala am Zweiten Weihnachtstag tanzt die Compagnie Werke von Mikhail Fokine, Jerome Robbins und Marius Petipa. Die Residenz des Mariinsky Balletts firmiert unter dem Titel Winterfestspiele. „Auch dieses Festival möchte ich in den Folgejahren weiter profilieren“, so Intendant Benedikt Stampa, der zum Jahreswechsel Gastgeber des ARD-Silvesterkonzerts ist. Am 31.12.2020 leitet Teodor Currentzis das SWR Symphonieorchester. Auf dem Programm stehen Tschaikowskys Violinkonzert, die „Feuervogel“-Suite von Igor Strawinsky sowie Maurice Ravels „Boléro“.

Brahms mit Hengelbrock und Nézet-Séguin

Nach dem Erfolg der ersten Mikro-Festivals der Saison 2019/2020 hat das Festspielhaus Baden-Baden den Dirigenten Thomas Hengelbrock eingeladen, mit mehreren Ensembles im Herbst 2020 zentrale Werke von Johannes Brahms („Ein Deutsches Requiem“, „Ungarische Tänze“, Chormusik) und Johann Strauß zu interpretieren. Den Programm-Schwerpunkt Johannes Brahms greift im Sommer 2021 Yannick Nézet-Séguin auf. Er beginnt mit den Sinfonien 1 und 2 sowie dem 2. Klavierkonzert einen Brahms-Zyklus, der in den Folgejahren fortgesetzt werden soll. Musikalische Partner sind hier das Chamber Orchestra of Europe sowie die Solisten Andreas Ottensamer (Klarinette) und Yuja Wang (Klavier).

MET-Orchester erstmals wieder in Europa

Mit dem ersten Gastspiel des Orchesters der Metropolitan Opera New York seit fast 20 Jahren eröffnet Benedikt Stampa die Sommerfestspiele 2021 in Baden-Baden. „Yannick Nézet-Séguin möchte mit mir gern die Baden-Badener Musikgeschichte lebendig werden lassen“, sagt Benedikt Stampa, der den neuen Musikdirektor der MET auch als Liedbegleiter präsentiert. Am 2. Juli 2021 interpretieren der kanadische Dirigent und die Sopranistin Joyce DiDonato im Festspielhaus Baden-Baden Schuberts Winterreise zum Auftakt des Festivals. Dem Liederabend folgen Orchesterkonzerte, in denen Werke von Richard Strauss, Richard Wagner und Hector Berlioz im Mittelpunkt stehen. Berlioz dirigierte zu Lebzeiten häufig in Baden-Baden und schrieb hier auch Teile seiner Oper „Die Trojaner“. Auszüge daraus dirigiert Yannick Nézet-Séguin am 3. Juli 2021.

Zwei Aufführungen der Oper „Tosca“ und zwei Konzerte des Orchesters des Mariinsky Theaters beenden die Saison 2020/2021 im Festspielhaus Baden-Baden. Die Inszenierung der Puccini-Oper entstand 2007 in St. Petersburg und wird von Ensemble, Chor und Orchester des Mariinsky Theaters aufgeführt. In zwei Konzerten dirigiert Valery Gergiev zudem das Orchester des Mariinsky Theaters.

Stars der Oper in Konzerten

Die Liste großer Künstler-Namen, die 2020/2021 in Baden-Baden Konzerte und Opernaufführungen gestalten werden, ist lang. Intendant Benedikt Stampa heißt Cecilia Bartoli mit zwei halb-szenischen Aufführungen der Rossini-Oper La Cenerentola (6./8.11.2020) ebenso willkommen wie Diana Damrau, die gemeinsam mit Nicolas Testé am 4.12.2020 den Abend „Royal Affairs – Kings and Queens of Opera“ mitbringen wird. Auch Elena Garanca (14.11.2020), Sonya Yoncheva (12.6.2021) und Plácido Domingo (6.3.2021) werden erwartet.

Entertainment herzlich willkommen

Explizit wies Intendant Benedikt Stampa darauf hin, dass das Festspielhaus Baden-Baden auch Jazz, Pop und Musical ein guter Gastgeber sein möchte. „Ich freue mich in der Saison 2020/2021 auf eine neue Ausgabe des SWR3 New Pop Festivals, auf den modernen Klassiker ‚Stomp‘ und eine Serie des Musicals Ich war noch niemals in New York (13. bis 18.4.2021)“, so Benedikt Stampa.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—


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Dortmund, Theater Dortmund, WEST SIDE STORY – Leonard Bernstein, 24.11.2018

November 7, 2018 by  
Filed under Musical, Premieren, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

  WEST SIDE STORY – Leonard Bernstein
Premiere, 24. November 2018, im Dortmunder Opernhaus

Musicalstar Anton Zetterholm wird ab dem 24. November 2018 als Tony in Leonard Bernsteins Meisterwerk WEST SIDE STORY auf der Bühne der Dortmunder Oper zu erleben sein. Die Premiere, in der Regie von Musicalexperten Gil Mehmert und unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Philipp Armbruster, findet um 19.30 Uhr statt. Iréna Flury wird als Maria zum ersten Mal in der Oper Dortmund auftreten.

Oper Dortmund / WEST SIDE STORY - Iréna Flury (Maria), Anton Zetterholm (Tony) ©Andreas Lander

Oper Dortmund / WEST SIDE STORY – Iréna Flury (Maria), Anton Zetterholm (Tony) ©Andreas Lander

New York in den 1950er Jahren. Die Straßen der West Side sind hart umkämpft. Ein erbitterter Bandenkrieg zwischen den verfeindeten Gangs der Jets sowie der puerto-ricanischen Sharks sorgt für permanente Unruhe und ein hohes Polizeiaufgebot im Revier. Die Stimmung ist hochemotional. Diese kocht zu dem Zeitpunkt gänzlich über, als sich ausgerechnet Tony, Mitglied der Jets, und Maria, die Schwester des gegnerischen Anführers Bernardo, ineinander verlieben. Die Anlehnung, die das Autorenteam der WEST SIDE STORY Jerome Robbins, Arthur Laurents, Stephen Sondheim und Leonard Bernstein bei William Shakespeares Romeo und Julia genommen haben, ist unverkennbar und lässt für die Liebe von Tony und Maria nur einen Ausweg zu.

Seit seiner Uraufführung 1957 hat Bernsteins mitreißendes Musical WEST SIDE STORY weder an Popularität noch an Aktualität eingebüßt. Seine vielschichtige und motivische Musik illustriert kunstvoll das Spannungsfeld von Liebe und Gewalt mit Elementen des Modern Jazz, Blues, lateinamerikanischen Rhythmen wie auch opernhaften Zügen. Der Tanz spielt als dramatisches Ausdrucksmittel eine große Rolle und verdeutlicht die Gefühle der Figuren, die sich zwischen Feindseligkeit, Angst, Humor und Liebe bewegen.


Silvester in der Oper Dortmund
WEST SIDE STORY wird auch die Hauptattraktion der Silvesterparty im Dortmunder Opernhaus sein. Entweder als nachmittäglicher Stimmungsmacher oder aber als festliches Abendprogramm, nach dem im Foyer der Oper Dortmund mit den Künstlerinnen und Künstlern weitergetanzt und das Jahr 2019 begrüßt werden kann.

Karten sind an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de erhältlich. Die Oper Dortmund übernimmt die Kostüme und die Requisiten der Produktion des Theater Magdeburg.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—


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