Baden-Baden, Festspielhaus, Fest der Barockmusik, 13.12.2019

November 29, 2019 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Fest der Barockmusik – William Christie und Les Arts Florissants feiern ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum im Festspielhaus

Freitag, 13. Dezember 2019, 20 Uhr

Mit einem festlichen Barockkonzert feiern William Christie und Les Arts Florissants ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Im Festspielhaus Baden- Baden erklingt am Freitag, 13. Dezember 2019 um 20 Uhr Musik der besten damaligen Komponisten aus Frankreich und England – und Werke von Händel, der virtuos den deutschen, italienischen und englischen Stil beherrschte.

Festspielhaus Baden-Baden / Les Arts Florissants © Denis Rouvre

Festspielhaus Baden-Baden / Les Arts Florissants © Denis Rouvre

Im 18. Jahrhundert war Kunst Schmuck, Feier und Bebilderung, jedoch kein für sich selbst sprechendes Wahrheitsmedium. Das drückte sich in der barocken Vorliebe für Stehgreif-Improvisationen und offene Formen aus. Wenn also William Christie und sein Ensemble Les Arts Florissants eine bunte Mischung aus verschiedenen Barockwerken zusammenstellen, dann sind sie ganz nah am Geist dieser Epoche – besonders, wenn sie diese Zusammenstellung als ein Fest inszenieren. Zu erleben ist am 13. Dezember nichts weniger als ein „best of“ Barock mit Werken von Händel, Purcell, Charpentier, Lully und Rameau.

Denn es gilt ein Jubiläum zu feiern: 40 Jahre Les Arts Florissants unter ihrem Gründer und Chefdirigenten William Christie. Den Auftakt macht Musik des Deutschen Georg Friedrich Händel (1685-1759) und des Engländers Henry Purcell (1659-1695). Für die ganz eigene britische Operntradition, die Tanz und Schauspiel mit einbezieht, stehen die Werkausschnitte des Komponisten Henry Purcell. Dieses jung verstorbene Genie hat eine ganz unverwechselbare Musiksprache und gilt als der größte britische Komponist vor dem 20. Jahrhundert. Christies Schwerpunkt französische Barockmusik spiegelt sich im zweiten Teil des Konzerts mit Ausschnitten aus Opern, Tanzfolgen und Vokalwerken von Marc-Antoine Charpentier (1643-1704), Jean-Baptiste Lully (1632-1687) und Jean-Philippe Rameau (1683-1764) wieder. Das ‚Fehlen‘ italienischer Barockmusik im Programm wird durch Werke von Händel wettgemacht, der in seiner Kunst italienische, französische, deutsche und englische Einflüsse vermittelte. Die meisten seiner am Abend erklingenden Opern- und Kantaten-Ausschnitte wurden für England oder Italien geschrieben.

Während Händels und Purcells Musik für die sich in England entwickelnden bürgerlichen Musiktraditionen steht, so ist die französische Barockmusik ganz auf Paris und das Schloss von Versailles zentriert. Ihre wichtigsten Formen definierte der Italiener Jean-Baptiste Lully, der so zum einflussreichsten Komponisten der französischen Musikgeschichte wurde. Lully war der Hofkapellmeister Ludwig XIV., mit dem er sich anfreundete. Neben Lullys Musik erklingen Ausschnitte aus „Les Arts florissants“ des Lully-Zeitgenossen und Konkurrenten Marc-Antoine Charpentier – der Oper, dem William Christie den Namen für sein Ensemble entlieh. Den Mittelpunkt des barocken Fests in Baden-Baden bilden Ausschnitte aus Opern von Jean-Philippe Rameau, der wie Händel bereits an der Schwelle zwischen Barock und Rokoko bzw. Klassik steht. Rameau gilt heute als einer der genialsten französischen Komponisten überhaupt.

Festspielhaus Baden-Baden / William Christie © Denis Rouvre

Festspielhaus Baden-Baden / William Christie © Denis Rouvre

Die Pionierarbeit des Cembalisten, Dirigenten, Musikwissenschaftlers und Pädagogen William Christie hat einem breiten Publikum insbesondere das französische Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts nahegebracht. Der in den USA geborene Musiker studierte in Harvard und Yale, bevor er sich in Frankreich niederließ. 1979 gründete er dort Les Arts Florissants. Die Aufführung von Lullys „Atys“ 1987 an der Pariser Opéra-Comique eröffnete eine Reihe großer Erfolge für das Ensemble. In jüngerer Zeit zählten dazu André  Campras „Les Fêtes vénitiennes“ an der Pariser Opéra-Comique und an der Brooklyn Academy of Music, Händels „Theodora“ am Théâtre des Champs Élysées, „Jephtha“ an der Opéra National de Paris und „Ariodante“ an der Wiener Staatsoper sowie Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ bei den Salzburger Festspielen. John Gays „The Beggar’s Opera“ zeigten er und sein Ensemble auf einer Europatournee. Als Gast dirigiert William Christie regelmäßig in Glyndebourne, an der Metropolitan Opera New York und am Opernhaus Zürich. Über 100 Einspielungen belegen eindrucksvoll seine Vielseitigkeit. 2002 gründete er mit Les Arts Florissants „Le Jardin des Voix“, eine alle zwei Jahre stattfindende Akademie für junge Sängerinnen und Sänger und 2012 rief er das Festival „Dans les Jardins de William Christie“ in den Gärten seines Anwesens in der Vendée ins Leben.

Das 1979 von William Christie gegründete Ensemble spielte eine Schlüsselrolle bei der Wiederbelebung des barocken Repertoires. Unter der Leitung von William Christie und Paul Agnew gibt das Ensemble jährlich rund 100 Konzerte oder Aufführungen in Frankreich und auf internationalen Gastspielen. Opern, Oratorien, große Konzerte, aber auch Kammermusik oder A-Cappella-Gesang stehen auf den Programmen. Das Ensemble ist seit 2015 Artist in Residence der Philharmonie de Paris. Es trägt den von der französischen Regierung verliehenen Titel „Centre Culturel de Recontre“.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Wiederaufnahme Katja Kabanowa, 07.04.2018

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

»Katja Kabanowa« wieder im Großen Haus
Wiederaufnahme am 7. April 2018

Ab Samstag, den 7. April 2018, um 19.30 Uhr ist die Oper »Katja Kabanowa« von Leoš Janá?ek wieder im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu sehen.

Die Titelpartie in der Inszenierung von Matthew Wild übernimmt Sabina Cvilak, die zurzeit auch in der Titelpartie in »Arabella« und als Elisabeth in »Tannhäuser« auf der Wiesbadener Bühne steht. Mirko Roschkowski, zuletzt in der Titelpartie von Händels »Jephtha«, singt Boris. Die große Wagner- und Strauss-Interpretin Nadine Secunde ist Kabanicha. Sie begann ihre große internationale Karriere in Wiesbaden.

Aaron Cawley übernimmt die Partie des Tichon, Wolf Mathias Friedrich ist Dikoj. Joel Scott singt neu in dieser Inszenierung Kudrjasch. Ebenfalls neu am Pult des Hessischen Staatsorchesters ist Philipp Pointner.

Musikalische Leitung Philipp Pointner Inszenierung Matthew Wild Ausstattung Matthias Schaller, Susanne Füller Licht Ralf Baars Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai

Katja Sabina Cvilak Boris Mirko Roschkowski Kabanicha Nadine Secunde Tichon Aaron Cawley Dikoj Wolf Matthias Friedrich Kudrjasch Joel Scott Warwara Silvia Hauer Kuligin Christian Balzer Glascha Elisabeth Bert Fekluscha Barbara Schramm
Eine Frau Daniela Rücker, Petra Heike Kuligins Sohn David Rothe
Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, PREMIERE Jephtha von Händel, 04.02.2018

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

  Jephtha von Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)

Oratorium in drei Teilen, In englischer Sprache mit Übertiteln

Premiere 4. Februar 2018 19.30 Uhr, weitere  Vorstellungen: 7. & 10.2. 2018 19.30 Uhr

Achim Freyer, der weltweit für seine bildgewaltigen Inszenierungen gefeierte Regisseur, Bildende Künstler und Bühnenbildner – einst ein Meisterschüler Brechts – lässt in Wiesbaden seine Bühnenversion des Jephtha-Oratoriums von Georg Friedrich Händel entstehen. In einer spektakulären, von ihm selbst entworfenen und gemalten Ausstattung erzählt Freyer von den Gefahren des religiösen Fundamentalismus, denen der alttestamentarische Feldherr Jephtha ausgesetzt ist: Soll er für einen siegreich abgeschlossenen Feldzug seine eigene Tochter dem helfenden Gott zum Opfer darbringen? Wie in der Antigone Menschlichkeit gegen Staatsräson steht, so stehen sich in Jephtha Menschlichkeit und die Zumutungen einer sich autoritär gebärdenden Religion gegenüber.

Händels Oratorium, sein Alterswerk mit der eindringlichen, tief berührenden Musik mit großen Chören wird von Barock-Spezialist Konrad Junghänel am Pult des Hessischen Staatsorchesters geleitet. Mirko Roschkowski ist als Jephtha zu erleben. In Wiesbaden sang er bereits Belmonte in Die Entführung aus dem Serail sowie Boris in »Katja Kabanowa«. Die spanische Mezzosopranistin Anna Alàs i Jové und Countertenor Terry Wey stellen sich erstmals dem Wiesbadener Publikum in den Partien Storgè und Hamor vor. Gloria Rehm, die diesjährige Gewinnerin des FAUST-Theaterpreises, ist als Iphis zu erleben. In dieser Spielzeit singt sie außerdem die Partie der Fiakermilli (»Arabella«), Oscar (»Ein Maskenball«) und erneut Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«). Wolf Matthias Friedrich, zuletzt in der Partie des Fürsten Gremin in »Eugen Onegin«, singt Zebul.

Inszenierung Achim Freyer Musikalische Leitung Konrad Junghänel Bühne, Kostüm Achim Freyer Chor Albert Horne Licht Andreas Frank Dramaturgie Klaus-Peter Kehr, Katja Leclerc

Jephtha Mirko Roschkowski Storgè Anna Alàs i Jové Iphis Gloria Rehm Hamor Terry Wey, Kangmin Justin Kim Zebul Wolf Matthias Friedrich

Chor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden

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