Passau, Landestheater Niederbayern, Premiere Lucia di Lammermoor Burgenfestspiele, 17.06.2017

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Landestheater Niederbayern

Veste Oberhaus

Veste Oberhaus Foto: Peter Litvai, © Landestheater Niederbayern

Veste Oberhaus Foto: Peter Litvai, © Landestheater Niederbayern

  Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti

Burgenfestspiele Niederbayern auf der Veste Oberhaus, Passau 17. Juni 2017 20.00 Uhr

Ein dunkler Friedhof, eine verlassene Burgruine, eine blutrolle Quelle: Die Schauplätze in Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti sprechen die Sprache der Schauerromantik. Die Vorlage der Romeo und Julia-Geschichte im Schottland des 16. Jahrhunderts stammt von Sir Walter Scott. Ganz im Zeichen der Romantik steht auch die Vorliebe, nicht nur abgelegene Ortschaften aufzusuchen, sondern zugleich in die Abgründe der menschlichen Seele zu leuchten. Die Veste Oberhaus bietet für die bewegende Geschichte um Liebe, Wahn und Tod die optimale Kulisse.

Lucia und Edgardo, zwei Sprösslinge verfeindeter Familien, haben sich ineinander verliebt. Doch Enrico zwingt seine blutjunge Schwester Lucia aus finanziellen Gründen in eine Heirat mit dem schmierigen Arturo. In der Hochzeitsnacht tötet Lucia ihren frischangetrauten Ehemann. Der Wahnsinn ermöglicht ihr, aus ihrem privaten Gefängnis auszubrechen. Nicht nur die berühmte Wahnsinnsarie der Titelfigur, Sternstunde für jede Sopranistin, gehört zu den Höhepunkten der Partitur, sondern auch Tenor und Bariton dürfen dem Wohlklang dieser italienischen Melodienoper frönen.

Regie Johannes Reitmeier, von 1996-2002 Intendant am Landestheater Niederbayern, derzeit Intendant am Tiroler Landestheater Innsbruck. Bühnen- und Kostümbild    Michael D. Zimmermann, Ausstattungsleiter am Tiroler Landestheater.

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman | Regie Johannes Reitmeier | Ausstattung Michael D. Zimmermann,  

Mit : Kyung Chun Kim (Lord Enrico) | Judith Spiesser / Emily Fultz (Lucia), Victor Campos Leal (Sir Edgardo) | Jeffrey Nardone (Lord Arturo) | Marc Kugel (Raimondo) | Claudia Bauer (Alisa) | Mathew Habib (Normanno), Niederbayerische Philharmonie, Chor des Landestheaters Niederbayern.  

—| Pressemeldung Landestheater Niederbayern |—

Passau, Landestheater Niederbayern, Musical Jesus Christ Superstar von Andrew Lloyd Webber, 5.11.2016

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Landestheater Niederbayern

Landestheater Niederbayern / Prachtvolles-Stadttheater-Passau © Peter Litvai

Landestheater Niederbayern / Prachtvolles-Stadttheater-Passau © Peter Litvai

Das Fürstbischöfliche Opernhaus in Passau, oft nur Stadttheater Passau genannt, ist ein schmuckesTheater mit gerade einmal 350 Sitzplätzen aber riesiger Tradition. Es ist  Spielstätte des Landestheaters Niederbayern, welches Oper, Operette, Musical und Schauspiel bietet. Das Landestheater Niederbayern und die Stadt Passau: 225 Jahre Fürstbischöfliches Opernhaus und 132 Jahre Stadttheater Passau. Im Juni 2013 durch Hochwasser schwer  getroffen wurde das Theater im Januar 2015  wiedereröffnet.

Rockoper  Jesus Christ Superstar  von Andrew Lloyd Webber

Das legendäre Musical im Fürstbischöflichen Opernhaus

PREMIEREN Passau 05.11.2016, Landshut 18.11.2016, Straubing 22.11.2016, weitere Termine in Passau: 6.11.2016, 16.11.2016, 25.11.2016, 26.11.2016, 27.11.2016, 28.12.2016, 12.2.2017, 12.4.2017, 13.4.2017

Das weltberühmte, mitreissend-berührende Rock-Passionspiel!

Der sensationelle Erfolg von Jesus Christ Superstar machte Andrew Lloyd Webber und Tim Rice über Nacht weltberühmt. In epischer Bilderfolge erzählen sie die letzten sieben Tage Jesu, vom Einzug in Jerusalem bis zur Kreuzigung, aus der Perspektive von Judas Ischariot. Jesus ist hier nicht nur Sohn Gottes, sondern vor allem ein Mensch, der Sehnsüchte hat und Zweifel über seine ihm von Gott zugedachte Bestimmung als Erlöser bekommt. Judas, die heimliche Hauptfigut, ist nicht so sehr Verräter als vielmehr Warner vor der Vereinnahmung Jesu durch die Massen als Hoffnungsträger, Wunderheiler und Revoluzzer.

Jesus im Zentrum einer Rock-Oper? Was in den 70er Jahren noch gewagt erschien, gehört heute zum Kanon der Musicalliteratur. Unerhört modern und extrem ohrwurmhaltig sind Text und Musik von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice bis heute geblieben. Das Landestheater Niederbayern bringt jetzt eine Neuinszenierung des Klassikers Jesus Christ Superstar heraus.

Landestheater Niederbayern / Passau - Jesus Christ Superstar © Peter Litvai

Landestheater Niederbayern / Passau – Jesus Christ Superstar © Peter Litvai

Gott ist Mensch geworden. Jesus aber ist hier kein überhöhtes, entrücktes Wesen, sondern ein ganz normales Individuum mit Hoffnungen, Zweifeln und Ängsten. Wir durchleben mit ihm die letzten sieben Tage seines irdischen Dasein, vom Einzug in Jerusalem über das Letzte Abendmahl und den Verrat des Judas bis zur Geißelung und Kreuzigung. Judas als die heimliche Hauptfigur des Stückes ist nicht so sehr Verräter als vielmehr Warner vor der Vereinnahmung Jesu durch die Massen. Die Stilisierung des Gefährten, der seine eigentliche Mission zu vergessen scheint, betrachtet Judas zunehmend mit Sorge, auch weil er fürchtet, dass die Situation bald eskalieren könnte. Und er behält Recht damit: Als sich die Stimmung im Volk dreht, sind es die gleichen Menschen, die eben noch ihrem Superstar zujubelten, die jetzt seine Kreuzigung verlangen. Jesus muss das grausamste vorstellbare Leiden, das langsame Sterben am Kreuz, erdulden, um den Menschen zu erlösen.

Landestheater Niederbayern / Saniertes-Stadtheater-Passau © Litvai

Landestheater Niederbayern / Saniertes-Stadtheater-Passau © Litvai

Für Landestheater-Intendant Stefan Tilch, der Jesus Christ Superstar zwischen historischem Passionsspiel und Moderne in Szene setzen wird, handelt es sich zweifellos um eine der größten Geschichten der Menschheit. „Religion als solche ist eine wunderbare Sache. Es ist kein Wunder, dass sich zu allen Zeiten und bis in jeden Winkel der Erde hinein Religionen entwickelt haben, es scheint ein Urbedürfnis des Menschen zu sein, an etwas Höheres zu glauben. Problematisch wird es erst dort, wo sich Hierarchien herausbilden und persönliche Befindlichkeiten ins Spiel kommen, die die Religion korrumpieren.“

Regie Stefan Tilch | Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman | Bühne Karlheinz Beer | Kostüme Dorothee Schumacher | Choreografie Evgenia Itkina

Mit:  Jesus Andreas Schneider / Jeffrey Nardone | Judas Tobias Ulrich |
Maria Magdalena Nadine Germann | Kaiphas Szymon Chojnacki | Annas Mathew Habib |
Pilatus Peter Tilch | Herodes Oscar Imhoff | Simone Zealotes Philipp Dürnberger |
Petrus Sheldon Baxter | Erster Priester Martin Limmer | Zweiter Priester Armin Saller / Edmund Graf | Dritter Priester Franziskus Rohmert, Ensemble Samuel Calas, Linda Hempel, Anja-Carina Maisenbacher, Susanne Prasch,, Maximilian Widmann
Niederbayerische Philharmonie, Chor des Landestheaters Niederbayern.

PREMIEREN Passau 05.11.2016, Landshut 18.11.2016, Straubing 22.11.2016, weitere Termine in Passau: 6.11.2016, 16.11.2016, 25.11.2016, 26.11.2016, 27.11.2016, 28.12.2016, 12.2.2017, 12.4.2017, 13.4.2017.   

 

—| Pressemeldung Landestheater Niederbayern |—

Landshut, Landestheater Niederbayern, Zigeunerbaron von Johann Strauss, 30.09.2016

Landestheater Niederbayern / Zigeunerbaron © Landestheater Niederbayern, Peter Litvai

Landestheater Niederbayern / Zigeunerbaron © Landestheater Niederbayern, Peter Litvai

Landestheater Niederbayern

Zigeunerbaron von Johann Strauss

„Ja, das alles auf Ehr!“

Premieren : Landshut: 30.9. / Passau: 24.9./Straubing 18.102016

Der Walzer- und Operettenkönig Johann Strauss wollte mehr sein, als nur die österreichische Verkörperung von Heiterkeit und Dreivierteltakt. Seinem unvergleichlichen Erfolg mit der leichten Muse zum Trotz zog es den Komponisten zur großen Oper – besonders deutlich wird dies beim Zigeunerbaron, der beliebtesten seiner Bühnenschöpfungen nach der Fledermaus, die mit großen Stimmen, Ensembleszenen und Chören auftrumpft und ursprünglich für die Wiener Hofoper gedacht war – auch wenn es dann doch die Operettenbühne, das Theater an der Wien, wurde. Schwungvoller Csárdás, energische Zigeunerweisen und wienerische Polka-und Walzerklänge werden kunstvoll verwoben und lassen die k. u. k. Monarchie hochleben. Ein Schlager folgt auf den nächsten, deren Melodien noch lange im Ohr nachhallen: „Ja, das Schreiben und das Lesen“, „Wer uns getraut“,  „Ja, das alles auf Ehr“, „Ha, das blinkt, das winkt.“

Wien / Johann Strauß Grabstätte © IOCO

Wien / Johann Strauß Grabstätte © IOCO

Im Zigeunerbaron prallen recht eigenwillige Persönlichkeiten aufeinander: Der Schweinefürst Zsupan und seine hübsche Tochter Arsena, (die einen etwas fragwürdigen Modegeschmack besitzt), bewohnen ein (schon leicht baufälliges) Schloss. Der Grund und Boden wird jedoch vom heimgekehrten Sandor Barinkay beansprucht, dessen Familie er früher einmal gehörte. Er hat die Zigeuner um die Wahrsagerin Czipra und ihre Tochter Saffi auf seiner Seite. Um die tiefen Gräben zwischen beiden Seiten zu überwinden, versucht ein Wiener Bürokrat zu vermitteln, dessen Privatleben jedoch durch eine überraschende Begegnung aufgewühlt wird. Und irgendwo zwischen Schweinebraten und Schatzsuche findet auch noch ein Krieg statt.

In den Hauptrollen zu erleben sind: Jeffrey Nardone (Barinkay), Kathryn J. Brown (Saffi), Emily Fultz (Arsena), Oscar Imhoff (Zsupan), Kristina Cosumano (Czipra), Mathew Habib (Ottokar), Kimberley Boettger-Soller (Mirabella), Peter Tilch (Carnero) und Kyung Chun Kim (Homonay). Die Inszenierung des Wiener Regisseurs Christoph Zauner kostet die komödiantischen Aspekte und absurden Momente des Zigeunerbarons aus und bleibt mit viel Liebe zum Detail doch nah am Original. Die Bühne gestaltet Jörg Brombacher, die Kostüme Mareile von Stritzky. Es spielt die Niederbayerische Philharmonie unter Kai Röhrig.

—| Pressemeldung Landestheater Niederbayern |—