Rostock, Volkstheater Rostock, Spielplan März 2018

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Spielplan März 2018

Do. 01.03.2018
19:30 Uhr / Großes Haus / Theatertag

Ein Käfig voller Narren (La Cage aux Folles)
Musical von Jerry Herman und Harvey Fierstein / nach dem Stück „La Cage aux folles” von Jean Poiret

20:00 Uhr / Ateliertheater
Weltall Erde Mensch
Coming-of-Age-Drama / Jan Koslowski / Uraufführung

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Fr. 02.03.2018
19:30 Uhr / Großes Haus / Premiere
Fame
Musical von David De Silva / Koproduktion mit dem Tanzland Rostock e.V.
Nur noch Restkarten!

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten
Von Alessandro Barrico


Sa.03.03.2018
19:30 Uhr / Großes Haus
Kabale und Liebe
Schauspiel von Friedrich Schiller / Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin

20:00 Uhr / Ateliertheater
Studio 3
Mit Studierenden der hmt Rostock und Gästen / anschl. Party in der Theaterkantine

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten
Von Alessandro Barrico


So. 04.03.2018
10:00 + 12:00 Uhr / Großes Haus
Tanzmatinee
Mit der Tanzschule Marquardt

16:00 Uhr / Ateliertheater
Puppenatelier: Das tapfere Schneiderlein
Ein Spiel für einen alten König, neun Marionetten und den königlichen Nähkasten nach den Brüdern Grimm / Wicht-Theater / Ab 4 Jahren

16:00 Uhr / Kunsthalle Rostock
2. Kammerkonzert
Sonata domenica

18:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Non(n)sens
Musical Comedy von Dan Goggins


Mo.05.03.2018
09:00 + 11:00 Uhr / Ateliertheater
Puppenatelier: Das tapfere Schneiderlein
Ein Spiel für einen alten König, neun Marionetten und den königlichen Nähkasten nach den Brüdern Grimm / Wicht-Theater / Ab 4 Jahren

11:00 Uhr / Großes Haus
Kabale und Liebe
Schauspiel von Friedrich Schiller / Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin


Mi.07.03.2018
20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten
Von Alessandro Barrico


Do.08.03.2018
15:00 Uhr / Großes Haus
Fame
Musical von David De Silva / Koproduktion mit dem Tanzland Rostock e.V.

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten
Von Alessandro Barrico


Fr.09.03.2018
19:30 Uhr / Großes Haus
Kabale und Liebe
Schauspiel von Friedrich Schiller / Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Hasenkind du stinkst oder: Bin ich ein guter Vater?
Solocomedy von + mit Florian Hacke


Sa.10.03.2018
14:00-18:00 Uhr / Ballettsaal / Eintritt frei!
Hinter den Kulissen
Requisite

19:30 Uhr / Großes Haus
Fame
Musical von David De Silva / Koproduktion mit dem Tanzland Rostock e.V.

20:00 Uhr / Ateliertheater / Premiere
Have a Look V – To reinvent oneself
Tanztheater / Uraufführung

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


So.11.03.2018
17:30 Uhr / Ateliertheater
Konzerteinführung

18:00 Uhr / Großes Haus
7. Philharmonisches Konzert
Bernd Alois Zimmermann: Stille und Umkehr. Orchesterskizzen (1971) / Edward Elgar: Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85 / Antonín Dvo?ák: Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70
Ariel Zuckermann, Leitung / Alban Gerhardt, Violoncello

18:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Mo.12.03.2018
19:00 Uhr / Ateliertheater
Konzerteinführung

19:30 Uhr / Großes Haus
7. Philharmonisches Konzert
Programm s. 11.03.!


Di.13.03.2018
17:30 + 20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
LiWu in Warnemünde: The Party
Ro-cine e.V.

19:00 Uhr / Ateliertheater
Konzerteinführung

19:30 Uhr / Großes Haus
7. Philharmonisches Konzert
Programm s. 11.03.!


Mi.14.03.2018
20:00 Uhr / Ateliertheater
Have a Look V – To reinvent oneself
Tanztheater / Uraufführung

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Rabenschwarzer Humor & Jazz vom Feinsten
Mit Dr. Klaus Koch und Andreas Pasternack


Do.15.03.2018
20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Wie früher. Nur besser.
Mit Johannes Kirchberg


Fr.16.03.2018
19:00 Uhr / verschiedene Restaurants in Warnemünde
3. Theaterthekennacht
KünstlerInnen im Lokal

19:30 Uhr / Großes Haus
Vier Jahreszeiten
Tanztheater von Elias Lazaridis / Musik von Antonio Vivaldi/Max Richter, David Lang und Sir John Tavener / Uraufführung


Sa.17.03.2018
18:00 Uhr / Ateliertheater / Premiere
Schule der Diktatoren
Nach Erich Kästner / ab 10 Jahren

19:30 Uhr / Großes Haus
Ein Käfig voller Narren (La Cage aux Folles)
Musical von Jerry Herman und Harvey Fierstein / nach dem Stück „La Cage aux folles” von Jean Poiret

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


So.18.03.2018
11:00 Uhr / Kleines Foyer / Eintritt frei!
Matinee: Der Freischütz
Regieteam und KünstlerInnen geben einen Einblick in die Inszenierung

15:00 Uhr / Großes Haus
Fame
Musical von David De Silva / Koproduktion mit dem Tanzland Rostock e.V.

16:00 Uhr / Barocksaal
3. Barocksaalklassik
musik@rostock / Mit Musik von Kunzen, Flotow, Wagner-Regény u.a.

16:00 Uhr / Ateliertheater
Schule der Diktatoren
Nach Erich Kästner / ab 10 Jahren

18:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Mo.19.03.2018
11:00 Uhr / Ateliertheater
Schule der Diktatoren
Nach Erich Kästner / ab 10 Jahren


Mi.21.03.2018
20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Do.22.03.2018
20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Fr.23.03.2018
19:00 Uhr / Ateliertheater / Eintritt frei!
Tanzperformance
Präsentation des Tanztheaterworkshops

19:30 Uhr / Großes Haus
Kabale und Liebe
Schauspiel von Friedrich Schiller / Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin

20:00 Uhr / Ateliertheater / Premiere
Nichts. Was im Leben wichtig ist
Nach dem Roman von Janne Teller / In einer Bühnenfassung von Andreas Erdmann / Theaterclub Spieltrieb / Ab 14 Jahren

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten
Von Alessandro Barrico


Sa.24.03.2018
18:00 Uhr / Ateliertheater
Nichts. Was im Leben wichtig ist
Nach dem Roman von Janne Teller / In einer Bühnenfassung von Andreas Erdmann / Theaterclub Spieltrieb / Ab 14 Jahren

19:30 Uhr / Großes Haus
Ein Käfig voller Narren (La Cage aux Folles)
Musical von Jerry Herman und Harvey Fierstein / nach dem Stück „La Cage aux folles” von Jean Poiret

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten
Von Alessandro Barrico


So.25.03.2018
16:00 Uhr / Ateliertheater
Puppenatelier: Der Eierdieb
Eine Kriminalgeschichte für Kinder / Theater Randfigur / Ab 5 Jahren

18:00 Uhr / Großes Haus
Kabale und Liebe
Schauspiel von Friedrich Schiller / Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin

18:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Tony Ireland
Scottish, Irish and contemporary folk


Mo.26.03.2018
09:00 + 11:00 Uhr / Ateliertheater
Puppenatelier: Der Eierdieb
Eine Kriminalgeschichte für Kinder / Theater Randfigur / Ab 5 Jahren


Mi.28.03.2018
20:00 Uhr / Ateliertheater
Weltall Erde Mensch
Coming-of-Age-Drama / Jan Koslowski / Uraufführung

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Rabenschwarzer Humor & Jazz vom Feinsten
Mit Dr. Klaus Koch und Andreas Pasternack


Do.29.03.2018
19:30 Uhr / Großes Haus
Kabale und Liebe
Schauspiel von Friedrich Schiller / Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin

20:00 Uhr / Ateliertheater
Weltall Erde Mensch
Coming-of-Age-Drama / Jan Koslowski / Uraufführung

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten
Von Alessandro Barrico


Fr.30.03.2018
19:30 Uhr / Großes Haus / Premiere
Der Freischütz
Romantische Oper von Carl Maria von Weber / Libretto von Johann Friedrich Kind

20:00 Uhr / Ateliertheater
Weltall Erde Mensch
Coming-of-Age-Drama / Jan Koslowski / Uraufführung

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten
Von Alessandro Barrico


Sa.31.03.2018
11:00 Uhr / Großes Haus / Oma/Opa-Tag
Frau Holle
Ein Spiel von Christian Martin frei nach dem Märchen der Brüder Grimm / ab 4 Jahren

19:30 Uhr / Großes Haus
Vier Jahreszeiten
Tanztheater von Elias Lazaridis / Musik von Antonio Vivaldi/Max Richter, David Lang und Sir John Tavener /
Uraufführung

20:00 Uhr / Ateliertheater
????? LAIKA
DAS CHAOS SEI WILLKOMMEN DENN DIE ORDNUNG HAT VERSAGT / Von und mit Kollektiv Eins / Uraufführung

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Stand: 31.01.2018
Änderungen vorbehalten!

—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |—

Mainz, Staatstheater Mainz, Premiere LA CAGE AUX FOLLES, 14.10.2017

Oktober 5, 2017 by  
Filed under Musical, Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Mainz

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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

LA CAGE AUX FOLLES
Musical von Jerry Herman (1983)

Premiere am 14. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Haus

Georges und Albin sind seit 20 Jahren privat und beruflich liiert: Als verführerische Zaza ist Albin der Star in Georges Nachtclub La Cage aux Folles – hinter den Kulissen aber treibt er seine Kolleg*innen sowie seinen Chef und Lebenspartner mit Divenallüren in den Wahnsinn. Das extravagante Leben wird bald auf den Kopf gestellt, als sich Jean-Michel, Georges‘ Sohn aus einer früheren Beziehung mit seiner Verlobten Anne ankündigt. Er will den Segen des Vaters und die Schwiegereltern wollen seine Familie kennen lernen. Nun ist aber Annes Vater ein erzkonservativer Politiker, dem Georges’ Lebensstil wohl kaum gefallen dürfte. Das riecht nach Schwierigkeiten, doch schließlich rettet Albin als Bilderbuchmutter den Abend.

Schon das Theaterstück von Jean Poiret wurde 1973 zum großen Boulevarderfolg, zehn Jahre später machte Jerry Herman, Autor von Hello, Dolly!, daraus einen Broadwayhit. Mit Songs wie „I am what I am“ wird die tempo- und tanzreiche Musicalkomödie zu einem Plädoyer für ein Leben frei von einengenden Konventionen, für Vielfalt und Toleranz. Sie stellt ein perfekt funktionierendes unkonventionelles Beziehungs- und Familienmodell vor, das aktuelle politische Debatten um gleichgeschlechtliche Paare und Regenbogenfamilien berührt.

Mit Ensemblemitgliedern aus Oper und Schauspiel sowie Musicaldarstellern hat der Regisseur und Choreograf Christopher Tölle eine moderne Umsetzung von La Cage aux Folles erarbeitet. Die aufwändigen Kostüme und Choreografien atmen den Glanz und Glamour der heutigen Drag-Szene, die sich zu einer weltweit gefeierten Popkultur entwickelt hat.

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung und Choreografie: Christopher Tölle
Bühne: Lena Brexendorff
Kostüme: Heike Seidler
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez

Georges: Stephan Bootz
Albin / Zaza: Alin Deleanu
Jacob: Fausto Israel
Jean-Michel: Johannes Mayer
Anne: Alexandra Samouilidou
Edouard Dindon: Armin Dillenberger
Marie Dindon: Ellen Kärcher
Jaqueline: Dorin Rahardja / Maren Schwier (Junges Ensemble)
Chantal: Ivica Novakovic
Hanna: Patrick Stauf
Phädra: Jean Baldoz
Carmen: Ben Tyas
Odette: Andrea Viggiano
Loulu: Kai Braithwaite
Dernah: Léonard Schindler
Cloclo: László Nagy
Philhamonische Staatsorchester Mainz

 

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Rostock, Volkstheater Rostock, Premiere EIN KÄFIG VOLLER NARREN, 11.03.2017

Februar 14, 2017 by  
Filed under Musical, Premieren, Pressemeldung, Volkstheater Rostock

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock / Ein Käfig voller Narren © Frank Hormann / nordlicht www.fotoagenturnordlicht.de

Volkstheater Rostock / Ein Käfig voller Narren © Frank Hormann / nordlicht www.fotoagenturnordlicht.de

„Wir sind, was wir sind“

EIN KÄFIG VOLLER NARREN – La Cage aux Folles

Musical von Jerry Herman und Harvey Fierstein nach dem Stück La Cage aux Folles von Jean Poiret / Deutsch von Erika Gesell und Christian Severin

Der unsympathische, rechtspopulistische Politiker Eduard Dindon möchte am liebsten alle Schwulenclubs in seinem Wahlkreis schließen lassen. Unglücklicherweise hat sich seine einzige Tochter Anne in den Sohn des Besitzers des berühmt berüchtigten Travestielokals La Cage aux Folles verliebt. Der Versuch, dem Schwiegervater in spe diesen Umstand zu verheimlichen, scheitert kläglich. Nach allen Irrungen und Wirrungen findet dennoch ein Happy End statt – bunt, schrill und voller Glitzer!

Der fulminante Musicalklassiker aus dem Jahre 1983 ist so aktuell wie die Schlagzeilen aus der Tagespresse: Es geht um Minderheiten, Toleranz, Familie und vor allem um ganz viel Liebe!

Schwungvoll auf die Bühne gebracht von Sängern, Schauspielern und Tänzern des Rostocker Theaters zusammen mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock.

Musikalische Leitung: Volker Plangg / Regie & Choroegrafie: Stephan Brauer / Ausstattung: Diana Pähler / Choreinstudierung: Joseph Feigl

Mit: Sean Stephens, Christian Venzke, Paul Lücke, Stephan Brauer, Teresa Lucia Forstreuter/Larissa Potapov, Steffen Schreier, Petra Gorr, Titus Paspirgilis, Antje Luckstein, Annegret Voigt, André Trautmann, Christoph Deuter, Kerry Kelly, Tim Grambow, Daniele Varallo, Anton Shults, Khai Ngoc Vu, Hung-Wen Mischnick/Giorgia Reitani Tanzcompagnie des Volkstheaters, Opernchor des Volkstheaters, Norddeutsche Philharmonie Rostock

EIN KÄFIG VOLLER NARREN – La Cage aux Folles
Premiere Samstag, 11. März 2017, 19:30 Uhr, Volkstheater Rostock –  weitere Termine Donnerstag, 16. März 2017, 15:00 Uhr, Sonntag, 19. März 2017, 15:00 Uhr,  Freitag, 24. März 2017, 19:30 Uhr,  15.4.2017 –

—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |—

Bonn, Theater Bonn, Musical – Premiere Ein Käfig voller Narren, IOCO Kritik, 06.09.2014

September 10, 2014 by  
Filed under Kritiken, Theater Bonn

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Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

Varietéglitzer, ungleiche Lebensformen und Lebensalltag 

Der Pariser Schauspieler, Regisseur und Autor Jean Poiret, 1926 – 1992 war ein vielseitiger wie erfolgreicher Mann. Als Darsteller wirkte er in vielen Filmen und TV-Produktionen. 1973 schrieb Poiret für Pariser Bühnen das Theaterstück La Cage aux Folles, dessen Filmfassung 1978 mit Michel Serrault und Ugo Tognazzi in den Hauptrollen international erfolgreich war. Internationalen Theatererfolg brachten erst der Drehbuchautor Harvey Fierstein und der Komponist Jerry Herman in 1983: Am Broadway wurde es heimisch, im Pariser Théatre du Palais Royal wurde es ab 1983 900 Mal, sieben Jahre ohne Unterbrechung gespielt. 1985 feierte das Stück im Berliner Theater des Westens seine deutsche Premiere. Gloria Gaynor machte 1984 „I am what I am“, Outing-Song der Hauptdarsteller des Musicals, zum Welthit.

 Bonn / Kaefig Voller Narren / Goerges und Zaza © Thilo Beu

Bonn / Kaefig Voller Narren / Goerges und Zaza © Thilo Beu

Ein Käfig voller Narren ist unkonventionell. Denn die alltäglichen Lebenswelten werden aus Sicht des homosexuellen Varieté-Betreibers Georges (Mark Weigel) und seines Lebensgefährten, der Transvestiten-Diva Albin / Zaza (Dirk Weiler) gezeichnet. Die tanzende, singende Travestie-Welt mit ihren Glitzer-Anzügen, Strass und Federboas wird beständig von großen wie kleinen menschlichen Konflikten aufgemischt. Regisseur John Dew hatte das Musical zuvor im Staatstheater Darmstadt inszeniert. So erhält Theater Bonn eine choreographisch und musikalisch ausgereifte Produktion (Choreographie Julio Viera Medina). Auf der Drehbühne wechselt farbenreiches Travestie-Ambiente mit alltäglichen Wohnräumen, deftiges schnoddern mit feinem Humor; gleißende Smokings, knappe wie überbordende Kostüme der zwölf Cagelle-Tänzer (José-Manuel Vazquez) illustrieren den Flair einer ungewöhnlichen, leicht verruchten Halbwelt.

 Bonn / Kaefig voller Narren / Cagelles © Thilo Beu

Bonn / Kaefig voller Narren / Cagelles © Thilo Beu

Georges kündigt im ersten Bild zu Cabaret-Musik (Band La Cage) in silberfunkelndem Smoking die Travestie-Show mit der wunderbaren Zaza (alias Albin) an, die schrägen Cagelle-Tänzer singen in Travestie-Kostümen ihren Song „Wir sind was wir sind“. Doch im nächsten Bild, einem braven Wohnzimmer hadert Albin über Georges:Ich habe ein Hühnchen gerupft und wo war er?“; „Früher hast Du es geliebt, das Fußkettchen an meinen Knöchel zu legen!“ Albin fühlt sich von Georges vernachlässigt, singt verloren, traurig den MASCARA – Song „Wenn alles grau ist, trüb und trist, die Schminke her und weg den Mist“. Nur widerstrebend verwandelt sich Albin wieder zum Travestie-Star Zaza.

 Bonn / Kaefig voller Narren / Die Dindons und Zaaza © Thilo Beu

Bonn / Kaefig voller Narren / Die Dindons und Zaaza © Thilo Beu

In dies nicht ganz normale Alltagsgefüge platzt die Nachricht, dass Georges´ Sohn Jean-Michel (Angelo Canonico), Ergebnis einer kurzen, früheren Hetero-Beziehung, von Albin über Jahre liebevoll aufgezogen, heiraten möchte. „O, Georges, unser Kind will ein Mädchen heiraten. Was haben wir falsch gemacht?“ klagt Albin. Ausgerechnet die Tochter von Eduard Dindon (Franz Nagler), eines erzkonservativen Travestie-Feindes  und   dessen Frau Marie (Barbara Teuber), die junge Anne (Léonie Thoms), ist die Auserwählte von Jean-Michel.

Der Konflikt in der „Künstler-Familie“ baut sich auf, als Annes Eltern die Familie ihres zukünftigen Schwiegersohns Jean-Michel treffen möchten. Das Treffen plant Georges zunächst ohne Albin aber mit Jean-Michels leiblicher Mutter. Doch die Mutter sagt ab, schnell gestrickte Notlösungen verpuffen. Die erzkonservativen Dindons treten auf, das „Anders sein“ von Albin und Georges offenbart sich bald. Aus Eduard Dindons reaktionärem Herzen poltert es: „Erpressung von rechts, Betrug von links, Verderben vor mir und wer weiß, was von hinten kommt!“.

Doch ohne Happy End wäre Ein Käfig voller Narren kein erfolgreiches Musical. Und so findet sich auch im Theater Bonn zwischen sensibler Traurigkeit wie schrägem Humor alles zum guten wie bizarren Ende.

 Bonn / Premiere Ein Kaefig voller Narren / Ensemble © IOCO

Bonn / Premiere Ein Kaefig voller Narren / Ensemble © IOCO

Die reaktionären Dindons mutieren zu tanzenden Transvestiten, Anne steht zu ihrem Jean-Michel und Georges versöhnt sich mit Albin.

Auch ungleiche Lebensformen müssen durch den Alltag des Lebens Mark Weigel und Dirk Weiler geben dem Musical als Georges und Albin / Zaza in Sprache, Gesang und Gestus seinen exzentrischen Charakter. Ob Paris-Chapeaus, Rokoko-Vögel, Federpuschel: Die in hinreißenden Kostümen tanzenden Cagelles verströmen dazu den beständigen Hauch leicht zwielichtiger Varieté-Ambiente. Franz Nagler, kraftvolles Bonner Schauspiel-Urgestein, und Barbara Teuber setzen als irdisch polternde Eduard und Marie Dindon kraftvoll karikierende Kontrapunkte.  Angelo Canonico und Léonie Thoms, runden als Jean-Michel und Anne Dindon die gelungene, vom Publikum am 6.9.2014 stürmisch gefeierte Musical-Premiere im Theater Bonn ab.

IOCO / Viktor Jarosch / 08.09.2014

Weitere Vorstellungen: 13. September 2014; 5. Oktober 2014; 17.10.2014; 14.11.2014; 15.11.2014;  20.22.2014; 31.12.2014 15 Uhr; 31.12.2014 19.30 Uhr; 3. Januar 2015; 6.1.2015; 16. 1.2015; 6.2.2015; 7.2.2015; 27.2.2015; 6. März 2015; 22. 3. 2015; 2. April 2015; 9. April 2015

—| IOCO Kritik Theater Bonn |—