Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere UN BALLO IN MASCHERA, 07.12.2019

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

UN BALLO IN MASCHERA

Melodramma in drei Akten Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Libretto: Antonio Somma nach dem Drama ‚Gustave III ou Le Bal masqué‘ von Eugène Scribe
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: Samstag 07. Dezember, 19.30 Uhr, Großes Haus

Weitere Vorstellungen im Dezember: Di 10. und Di 17.

Besetzung: Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann/ Vito Cristofaro, Inszenierung: Rodula Gaitanou, Bühne: Simon Corder, Kostüme: Gøje Rostrup, Einstudierung Chor: Thomas Bönisch, Licht: Simon Corder/ Steff Flächsenhaar, Dramaturgie: Christina Schmidl

Mit: Martyna Cymerman/ Sooyeon Lee, Lada Kyssy, Maiju Vaahtoluoto; Ill-Hoon Choung, Stephen K. Foster, Jason Kim, Leonardo Lee/ KS Paul Brady, Georgi Nikolov, Volker Röhnert, Kihun Yoon/ Leonardo Lee

Opernchor- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Ein Damoklesschwert schwebt über Riccardo, dem Gouverneur von Boston: Mitglieder seines Hofstaates haben sich gegen ihn verschworen und planen seine Ermordung, auch eine Wahrsagerin prophezeit ihm den baldigen Tod. Aber Riccardo schlägt alle Warnungen in den Wind. Im letzten Moment kann zwar sein Sekretär und bester Freund Renato das Attentat der Verschwörer verhindern, muss dabei jedoch erkennen, dass seine Frau Amelia scheinbar Riccardos Geliebte ist. Aus dem beschützenden Freund wird ein Todfeind: Während eines Maskenballs soll Riccardo endlich sterben und Renato wird zum Mörder … Giuseppe Verdis 1859 uraufgeführte Oper basiert auf einer wahren Begebenheit: 1792 verletzten Adelige den schwedischen König Gustav III. bei einem Attentat während eines Maskenballs tödlich. Dieses schockierende historische Ereignis machte Eugène Scribe 41 Jahre später zur Katastrophe eines Opernlibrettos. Giuseppe Verdi und sein Librettist Antonio Somma entwickelten daraus schließlich einen fesselnden Bühnenkrimi voller schillernder Gegensätze, in dem Tragik und Dramatik mit operettenhafter Eleganz und Leichtigkeit kontrastieren und gesellschaftliche Masken private Sehnsüchte verbergen.

Die griechische Regisseurin Rodula Gaitanou, die für ihre bisherigen Arbeiten u. a. an der Opera Australia, der Wexford Festival Opera oder der Oper Göteborg in der Kategorie Regie für den International Opera Award 2019 nominiert war, bringt Verdis packendes Operndrama auf die Bühne des Oldenburgischen Staatstheaters und gibt damit ihr Deutschland-Debüt.

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere LUCIA DI LAMMERMOOR, 08.12.2018

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Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

LUCIA DI LAMMERMOOR – Gaetano Donizetti

Libretto von Salvatore Cammarano | nach dem Roman The Bride of Lammermoor von Sir Walter Scott

Premiere: Samstag, 08. Dezember 2018 19:30 Uhr, weitere Vorstellungen: Mi 12., Fr 14., Di 18., Mi 26. Dezember 2018

Nicht zuletzt dank der kongenialen Zusammenarbeit Donizettis mit seinem Librettisten Salvatore Cammarano geriet die Uraufführung von Lucia di Lammermoor im Jahre 1835 zu einem der größten Erfolge des Komponisten. Es entstand ein Werk, das sich voll und ganz der Virtuosität des Belcanto verpflichtet fühlt und die Stimmen in wahrhaft himmlische Sphären führt, den hochromantischen Stoff gleichzeitig aber auch in ein berührendes Seelendrama der Titelfigur verwandelt und das düstere Macht- und Intrigenspiel im Schottland des 16. Jahrhunderts packend auf die Bühne bringt: Lucia, die aus familienpolitischen Gründen Lord Arturo Bucklaw heiraten soll, liebt den Sohn einer verfeindeten Adelsfamilie, Edgardo di Ravenswood. Ihr Bruder, Lord Enrico Ashton, scheut kein Mittel, diese Liebe zu zerstören. Er gaukelt Lucia die Untreue Edgardos vor und zwingt sie so zur Heirat. Lucia zerbricht an dieser Grausamkeit: Noch in der Hochzeitsnacht ersticht sie im Wahn ihren Ehemann.

Oldenburgisches Staatstheater / Lucia di Lammermoor hier _ Sooyeon Lee © Stephan Walzl

Oldenburgisches Staatstheater / Lucia di Lammermoor hier : Sooyeon Lee © Stephan Walzl

„Il dolce suono mi colpì di sua voce! …“ – „Der süße Klang seiner Stimme traf mich! …“ – Wenn Lucia mit diesen Worten, vor enttäuschter Liebe wahnsinnig geworden, blutbesudelt vor die Festgesellschaft taumelt, wird sich wohl auch der Macht ihrer Stimme niemand entziehen können … Donizettis Lucia di Lammermoor, die bereits das neapolitanische Uraufführungspublikum zu Begeisterungsstürmen hinriss und Primadonnen wie Maria Callas und Joan Sutherland zu legendären Auftritten verhalf, zählt auch heute noch zu den Sternstunden der Belcanto-Oper. Mit Sooyeon Lee aus dem Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters wird eine vielfach preisgekrönte Sängerin in der Titelrolle zu erleben sein, die u. a. als Preisträgerin des ARD-Wettbewerbs und Finalistin der Queen Elisabeth Competition auf sich aufmerksam machte und das Oldenburger Publikum bereits als Marie (‚La Fille du régiement‘), Konstanze (‚Die Entführung aus dem Serail‘) und Gilda (‚Rigoletto‘) begeisterte.

Für den international renommierten Regisseur und erklärten Donizetti-Fan Stephen Lawless ist nach Anna Bolena im April in Toronto und ‚Roberto Devereux‘ im September in San Francisco die Oldenburger ‚Lucia di Lammermoor‘-Inszenierung bereits seine dritte Donizetti-Arbeit in diesem Jahr.

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro; Regie: Stephen Lawless; Bühne: Benoît Dugardyn, Lionel Lesire; Kostüme: Susan Willmington; Choreografie: Lynne Hockney; Einstudierung Chor: Markus Popp

Mit: Daniel Moon / Kihun Yoon: Lord Enrico Ashton, Sooyeon Lee: Lucia, Jason Kim: Sir Edgardo di Ravenswood, Philipp Kapeller: Lord Arturo Bucklaw, Ill-Hoon Choung / Tomasz Wija: Raimondo Bidebent, Hagar Sharvit / Ann-Beth Solvang / Erica Back: Alisa, Timo Schabel: Normanno; Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere RIGOLETTO von Giuseppe Verdi, 10.02.2018

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Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

RIGOLETTO von Giuseppe Verdi

nach dem Schauspiel Le Roi s’amuse von Victor Hugo, Libretto von Francesco Maria Piave, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Samstag 10. Februar 2018  19.30 Uhr, weitere Vorstellung: So 18.02.2018

Dem Herzog von Mantua eilt kein guter Ruf voraus. Er ist ein Lebemann ersten Ranges, dessen Weg eine Unzahl gebrochener Frauenherzen pflastert. Als Hofnarr spielt Rigoletto das ebenso frivole wie menschenverachtende Spiel des Herzogs mit, privat aber versucht er das Liebste, das er besitzt – seine Tochter Gilda – vor dem gefährlichen Verführer zu beschützen. Erfolglos, wie sich bald herausstellt, denn obwohl Rigoletto das junge Mädchen vor der Welt zu verstecken sucht, sind sich Gilda und der Herzog längst begegnet. Dass das galante Werben des versierten Verführers dabei seine Wirkung nicht verfehlt hat, ist klar. Von der ersten Liebe überwältigt, opfert sich Gilda letztendlich für einen Mann, für den sie in Wahrheit keinerlei Bedeutung hatte. Rigoletto steht dem Geschehen völlig machtlos gegenüber. Er muss den Tod seiner Tochter mitansehen, den er in gewisser Weise mitverschuldet hat, und verliert mit ihr den einzigen Menschen, der ihn nicht als Ausgegrenzten sieht und ihm wahre Gefühle entgegenbringt.

Wenngleich Verdi sich im Falle von Victor Hugos Drama Le Roi s’amuse für einen Stoff entscheidet, der wegen der kritischen Darstellung des Adels in Frankreich die Zensur auf den Plan gerufen hatte, ist es in diesem Falle wohl nicht primär der politische Aspekt, der den engagierten Komponisten fasziniert. Vielmehr sind es gerade die menschlichen Beziehungen fernab jeder Öffentlichkeit, auf denen Verdis Augenmerk lastet und die er in ihrer ganzen Tragik in Musik gießt: das ebenso galante wie gefühllose Werben des adeligen Frauenhelden, die aufkeimenden, letztendlich todbringenden Gefühle des jungen Mädchens sowie die innere Zerrissenheit und das tragische Scheitern des ewig ausgegrenzten Narren und liebenden Vaters.

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro; Regie und Kostüme: Hinrich Horstkotte; Chorleitung: Thomas Bönisch; Bühne: Siegfried E. Mayer; Licht: Ernst Engel; Dramaturgie: Annabelle Köhler

Mit: Ill-Hoon Choung, Stephen Foster, Philipp Kapeller/Timo Schabel, Henry Kiichli, Jason Kim, Leonardo Lee, Kihun Yoon/Daniel Moon; Melanie Lang, Sooyeon Lee/Martyna Cymerman, Yulia Sokolik, Herren des Opernchors des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester, Statisterie des Oldenburgischen Staatstheaters;

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Plauen, Theater Plauen Zwickau, Neujahrskonzert 2016 – Im Vogtlandtheater, IOCO Aktuell, 11.01.2016

Januar 9, 2016 by  
Filed under IOCO Aktuell, Theater Plauen Zwickau

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Theater Plauen Zwickau

Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch

Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch

Neujahrskonzert 2016 im Vogtlandtheater Plauen

„Wär‘ es auch nichts als ein Traum vom Glück“

Silvester- und Neujahrskonzerte, so lehren uns die Medien, finden nur in der Dresdener Semperoper, im Wiener Musikverein und im Münchner Nationaltheater statt. Auf dem Land, so die Medien, künden Kuhglocken und Rentierschlitten vom  Jahreswechsel. Doch IOCO weiß es besser. Lutz Behrens erlebte im Theater Plauen im schönen sächsischen Vogtland ein packendes Neujahrskonzert und berichtet von dort:

Plauen / Altes Rathaus © Stadt Plauen / Fotograf Andreas Wetzel

Plauen / Altes Rathaus © Stadt Plauen / Fotograf Andreas Wetzel

Theaterleute sind abergläubisch; auch in Plauen! Viele ungeschriebene Gesetze gelten im Theaterleben; auch Irrationales ist im Spiel. Star des Abends im Neujahrskonzert 2016 des Vogtlandtheaters sollte die Sopranistin Ingeborg Schöpf sein. Doch Ingeborg Schöpf sagte ab, am Morgen des Konzerttages.  Gutes oder eher schlechtes Omen?

Zum Empfang des Fördervereins des Theater Plauen, unmittelbar vor dem Neujahrskonzert, setzte Generalintendant Roland May dessen Mitglieder ins Bild: „Der Star des Neujahrskonzertes, die Sopranistin Ingeborg Schöpf von der Staatsoperette Dresden, sei indisponiert. Seit dem Vormittag bemühe er sich intensiv, den Konzertabend zu retten, ein Ausfall des Konzertes sein undenkbar!“ Alle harrten nun gespannt wie erwartungsfroh der Dinge, die am 1.1.2016 im Vogtlandtheater kommen würden.

Blick zurück: Ingeborg Schöpf nutzte zum ZDF-Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden 2012 in der Semperoper ihre Chance. Sie sprang dort mit Erfolg kurzfristig für eine erkrankte Kollegin ein. Das Neujahrskonzert 2016 des Theater Plauen war nach Absage von Frau Schöpf in rein männlicher Hand …

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Theater Plauen / Jason Kim © Chris Gonz

Das zeigte sich sogleich beim dritten Titel des Abends: die dem Neujahrskonzert seinen Titel gebende Arie „Wär‘ es auch nichts als ein Traum vom Glück“ aus der Lehár-Operette Eva, sang mit kaum zu überbietender Emphase Wolfgang Dosch! Dosch, der erneut als Moderator engagiert und auch für die Konzeption des Konzertes verantwortlich war, ließ erst gar keine Enttäuschung des Publikums aufkommen, sondern führte souverän durch den Abend, der zudem mit einem prächtig aufgelegten Jason Kim einen grandiosen Sänger auf die Bühne des Theaters brachte.

Das Programm, von Generalmusikdirektor Lutz de Veer dirigiert, bot in abwechslungsreicher Folge bekannte Walzer, Schnellpolkas und Ausschnitte aus mehr oder weniger bekannten Operetten. Einige der vorgesehenen Titel mussten gestrichen werden, dafür sang Jason Kim ein schmelzendes „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Das Land des Lächeln“ von Franz Lehár, und auch in einem zusätzlichen Duett ergänzten sich Jason Kim und Wolfgang Dosch erfolgreich.

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Theater Plauen / Lutz de Veer © Chris Gonz

An den Musiker/-innen des Philharmonischen Orchesters Plauen Zwickau schien die Aufregung um die kurzfristigen Programmänderungen nicht ganz spurlos vorübergegangen zu sein. Nicht immer stellte sich – bei allem sichtbaren Bemühen – der locker- Theater Plauen heitere Schmiss und Schwung ein, den die Titel versprachen. Vielleicht trug zu diesem meinem Eindruck auch eine Familie bei, die unmittelbar vor mir Platz genommen hatte: Drei noch sehr junge Damen langweilten sich sichtlich und die Frau Mama brachte es fertig, ungeniert des Öfteren eine Wasserflasche, wenn auch mit heimischen Brambacher, an den Mund zu setzen…  Wann wird Popcorn im Theater endlich salonfähig?

Wien / Grabmal Robert Stolz © IOCO

Wien / Grabmal Robert Stolz © IOCO

Der temperamentvolle Wolfgang Dosch, im Theater Plauen hatte er schon einmal das Neujahrskonzert moderiert und unlängst den Vogelhändler inszeniert, offerierte nicht nur heiter Anekdotisches über die aufgeführten Komponisten. Er scheute durchaus politischen Tiefgang und Ernsthaftigkeit nicht, so bei Robert Stolz. Von ihm berichtete Dosch, dass dieser eine Reihe von jüdischen Mitbürgern gerettet habe und 1938 nach dem „Anschluss“ Österreichs aus Ablehnung des Nationalsozialismus seine Heimat verließ, um in den USA im Exil zu leben. An anderen Stellen der Moderation, auch das sei gesagt, wäre weniger mehr gewesen.

Vor dem obligatorischen Radetzky-Marsch, mit dem auch im Theater Plauen jedes Neujahrskonzert enden muss, intonierte das Orchester frisch und lebendig die Schnellpolka Ohne Sorgen von Joseph Strauss. Wenn das kein gutes Omen ist.  Lutz Behrens / 09.01.2016

 

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