Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Theaterfest 9.9.2017 – Spielplan September 2017

Juli 21, 2017 by  
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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

MiR Vorstellungen  –  September 2017


Großes Haus / Großes Haus Foyer


So, 03.09.2017      18.00 Uhr – 21.00 Uhr
Wiederaufnahme  –  Hoffmanns Erzählungen
Fantastische Oper von Jaques Offenbach
Karten 11,- bis 41,- €


Sa, 09.09.2017     Ab 12.00 Uhr
Theaterfest  –  Großes Haus, Kleines Haus und Vorplatz
Freier Eintritt

19.00 Uhr  –  Reloaded Show
Karten 9,- €


So, 10.09.2017     18.00 Uhr

Eröffnungsgala,  mit der Verleihung des Gelsenkirchener Theaterpreises
Karten 11,- bis 33,50 €


Mi, 13.09.     18.00 Uhr 

fmt schafft Begegnungen  – Solisten des MiR  erzählen aus ihrem Alltag
Freier Eintritt

Sa, 16.09.2017  19.30 Uhr – 22.30 Uhr
Wiederaufnahme
Die Zauberflöte  von Wolfgang Amadeus Mozart
Karten 11,- bis 41,- €


So, 17.09.2017  18.00 Uhr  21.00 Uhr
Hoffmanns Erzählungen –  von Jaques Offenbach
Freier Verkauf, Karten 11,- bis 41,- €


Mo, 18.09.2017  19.30 Uhr   

1. Sinfoniekonzert
Variationen – Werke von Brahms, Rachmaninow, Webern und Reger
Karten 11,- bis 32,- €


Sa, 23.09.2017    19.30 Uhr – 22.30 Uhr 

Die Zauberflöte  von Wolfgang Amadeus Mozart
Karten 11,- bis 41,- €


So, 24.09. 2017 18.00 Uhr – 21.00 Uhr

Hoffmanns Erzählungen – Fantastische Oper von Jaques Offenbach
Karten 11,- bis 41,- €


Mo, 25.09. 2017   – 19.30 Uhr

Gastspiel Bodo Wartke   „Was, wenn doch?“
Ein Gastspiel der emschertainment GmbH
Eingeschränkter Verkauf,
Karten 24,25 bis 35,25 €


Fr, 29.09.2017 19.30 Uhr – 21.45 Uhr

Wiederaufnahme  Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin
Ballett mit Gesang von Bridget Breiner und Michelle DiBucci
Freier Verkauf, Karten 11,- bis 41,- €


Kleines Haus / Kleines Haus Foyer


Fr, 15.09.2017  19.30 Uhr

Premiere Fifty-Fifty – Die Wunschkonzert Show
Mit Christa Platzer, Anke Sieloff, Joachim G. Maaß und Sebastian Schiller
Karten 24,50 €


So, 17.09.2017 19.30 Uhr

Fifty-Fifty – Die Wunschkonzert Show
Mit Christa Platzer, Anke Sieloff, Joachim G. Maaß und Sebastian Schiller
Karten 24,50 €€


Mi, 20.09.2017  11.00 Uhr

Rolf Zuckowski „Meine Heimat – Unser blauer Planet“
„40 Jahre RolfMusik“
ausverkauft €


Fr, 22.09.2017 19.30 Uhr

Fifty-Fifty – Die Wunschkonzert Show
Mit Christa Platzer, Anke Sieloff, Joachim G. Maaß und Sebastian Schiller
Karten 24,50 €.

—| Pressemeldung Musiktheater im Revier |—

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Spielplan Juni / Juli 2017

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Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen © MiR Musiktheater im Revier

 Musikttheater im Revier – MIR


Programm für  Juni / Juli 2017


Sa, 03.06.  19.30 Uhr
Don Giovanni  von Wolfgang Amadeus Mozart
Karten von 11,- bis 41,- €, Hör.Oper (Audiodeskription)

So, 04.06.   16.00 Uhr – 21.00 Uhr
Tristan und Isolde   von Richard Wagner
Karten von 11,- bis 41,- €


Mo, 05.06.   18.00 Uhr
Die lustige Witwe Operette von Franz Lehár
Karten 11,- bis 41,- €

Sa, 10.06. 19.30 Uhr
Premiere  Hoffmanns Erzählungen von Jaques Offenbach
Freier Verkauf, 13,- bis 48,- €, Anschließend Premierenfeier im Foyer


So, 11.06.   18.00 Uhr
The Vital Unrest, Ballettabend von Bridget Breiner
Karten von 11,- bis 41,- €


Do, 15.06. 18.00 Uhr
Mir Goes Chanson: Horwitz singt Brel
Freier Verkauf, 12,50 bis 40,- €


Sa, 17.06. 19.30 Uhr
4. Internationale Benefiz-Gala des Ballett im Revier
Freier Verkauf, 35,- und 45,- €


So, 18.06.  15.00 Uhr
Hoffmanns Erzählungen, Fantastische Oper von Jaques Offenbach
Freier Verkauf, 11,- bis 41,- €


Mo, 19.06. 19.30 Uhr
9. Sinfoniekonzert, Nicht von dieser Welt, Werke von Mozart und Bruckner
Freier Verkauf, 11,- bis 32,- €


Do, 22.06.  19.30 Uhr
Hoffmanns Erzählungen, Fantastische Oper von Jaques Offenbach
Freier Verkauf, 11,- bis 41,- €


Sa, 24.06. 19.30 Uhr
Hoffmanns Erzählungen, Fantastische Oper von Jaques Offenbach
Freier Verkauf 11,- bis 41,- €


So, 25.06. 10.30 Uhr
Musikbrunch
Karten 28,- €

18.00 Uhr
The Vital Unrest, Ballettabend  von Bridget Breiner
Karten von 11,- bis 41,- €, Inklusive Veranstaltung im Rahmen der Initiative „KulturbegleitrInnen“


Mi, 28.06. 19.30 Uhr
Move! 2017,  Schwesterherz
Ein Tanzprojekt mit Schülerin und dem Ballett im Revier
Freier Verkauf, 9,- €


Do, 29.06. 11.00 Uhr
Move! 2017,  Schwesterherz
Ein Tanzprojekt mit Schülerin und dem Ballett im Revier
Freier Verkauf, 9,- €


Fr, 30.06.   19.30 Uhr
Hoffmanns Erzählungen, Fantastische Oper von Jaques Offenbach
Freier Verkauf, 11,- bis 41,- €


Sa, 01.07.  19.30 Uhr
The Vital Unrest, Ballettabend von Bridget Breiner
Karten von 11,- bis 41,- €


So, 02.07.  18.00 Uhr
Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart
Karten von 11,- bis 41,- €


Mo, 03.07. 20.00 Uhr
Gastspiel Herbert Knebel,  Im Liegen gehts!
Ein Gastspiel der emschertainment GmbH
ausverkauft


Do, 06.07. 19.30 Uhr
Ingolf  macht freunde, Musiktheater von Daniel Kötter und Hannes Seidl


Fr, 07.07.  19.30 Uhr
Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart
Karten von 11,- bis 41,- €, Hör.Oper (Audiodeskription)


Sa, 08.07. 19.30 Uhr
Mir Goes Chanson, Horwitz singt Brel
Freier Verkauf, 12,50 bis 40,- €


So, 09.07.  18.00 Uhr
Hoffmanns Erzählungen, Fantastische Oper von Jaques Offenbach
Freier Verkauf, 11,- bis 41,- €


Kleines Haus / Kleines Haus Foyer


Fr, 02.06. 19.30 Uhr
Hör.Genuss, Von Menschen und Tieren
Mit Bele Kumberger (Sopran), Anke Sieloff (Mezzosopran) und Annette Reifig (Klavier)
Karten 8,- €,  Freier Verkauf


Sa, 03.06. 19.30 Uhr
Der Rest ist Tanz, Ballettabend mit Choreografien von Marguerite Donlon, Renato Paroni de Castro und Pontus Lidberg
Karten 24,50 €


So, 04.06. 18.00 Uhr
Der Rest ist Tanz, Ballettabend mit Choreografien von Marguerite Donlon, Renato Paroni de Castro und Pontus Lidberg
Karten 24,50 €


Fr, 09.06. 16.00 Uhr
Premiere  Mission Possible 2017, Unterwegs im Dschungel, Musiktheater nach Kinderfantasien
Freier Verkauf, 3,- €


So, 11.06. 18.00 Uhr
Linie 1,  Musical von Birger Heymann, No Ticket und Volker Ludwig
Karten 35,- €


Di, 13.06. 9.30 Uhr und 11.00 Uhr
Mission Possible 2017, Unterwegs im Dschungel, Musiktheater nach Kinderfantasien
Karten 3,- €


Mi, 14.06. 9.30 Uhr und 11.00 Uhr
Mission Possible 2017, Unterwegs im Dschungel, Musiktheater nach Kinderfantasien
Karten 3,- €


Do, 15.06. 18.00 Uhr
Linie 1, Musical von Birger Heymann, No ticket und Volker Ludwig
Karten 35,- €


Fr, 16.06. 19.30 Uhr
Linie 1, Musical von Birger Heymann, No ticket und Volker Ludwig
Karten 35,- €


Fr, 23.06. 19.30 Uhr
Linie 1, Musical von Birger Heymann, No ticket und Volker Ludwig
Karten 35,- €


Do, 29.06. 15.00 Uhr
KiTa macht Theater – Katz und Maus im Haus
Präsentation des Projektes der Stiftung Musiktheater im Revier in Zusammenarbeit it der Kindertagesstätte Königstraße
Eintritt fei


Sa, 01.07. 19.30 Uhr
George Tabori: Mein Kampf,  Farce von George Tabori, Gastspiel des Theaters Hof
Karten 24,50 €


So, 02.07. 19.30 Uhr
George Tabori: Mein Kampf, Farce von George Tabori, Gastspiel des Theaters Hof
Karten 24,50 €


Fr, 07.07. 19.30 Uhr
Linie 1,  Musical von Birger Heymann, No Ticket und Volker Ludwig
Karten 35,- €


Sa, 08.07. 19.30 Uhr
Hör.Genus,  Meisterkurs
Karten, 8,- Euro


So, 09.07. 18.00 Uhr
Der Rest ist Tanz,  Ballettabend mit Choreografien von Marguerite Donlon, Renato Paroni de Castro und Pontus Lidberg
Karten 24,50 €
Geschlossene Veranstaltung der Theatergemeinde Gelsenkirchen,  

—| Pressemeldung Musiktheater im Revier |–

Plauen, Vogtlandtheater Plauen, Ritter Blaubart von Jacques Offenbach, IOCO Kritik, 15.03.2016

März 15, 2016 by  
Filed under Kritiken, Theater Plauen Zwickau

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Theater Plauen Zwickau

Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch

Theater Plauen-Zwickau © Theaterfotograf Peter Awtukowitsch

Blaubärtiger Ritter auf doppeltem Boden

Der Dauererfolg (30 Jahre!) der Komischen Oper Berlin und zuletzt Ende 1994 auf der Bühne in Plauen: Jaques Offenbachs Ritter Blaubart  forderte am Samstag 12.03.2016 im Vogtlandtheater seine weiblichen Opfer. Mit Witz, Ironie und großartigem Ensemble zeigte Jürgen Pöckel eine mitreißende Fassung der Operette und freute sich über stehende Ovationen.

 Plauen / Vogtlandtheater Ritter Blaubart © Peter Awtukowitsch

Plauen / Vogtlandtheater Ritter Blaubart © Peter Awtukowitsch

Plauen: Doppelter Boden, wohin das Auge blickt. Eine Bühne auf der Bühne, Figuren, die auch als Puppen agieren, Tote zuhauf, die nie wirklich gestorben sind und ein im Duell Gefallener, der sich als scheintot erweist. Die Aufzählung der teils absurden Doppelbödigkeiten ließe sich fortsetzen. So bestimmen Ironie und Parodie die Handlung und setzen sich fort im Musikalischen, dem zuzuhören eine Freude war. Mit Ritter Blaubart  gelingt Opern-direktor Jürgen Pöckel  eine Inszenierung, über die wir uns in Plauen sehr freuen und deren Qualität überregionalen Maßstäben standhält. Das schlüssige Konzept wurde kongenial umgesetzt von Bühnen- und Kostümbildnerin Andrea Hölzl. Mit (nur) einem Bühnenbild, das, wie gesagt, eine Bühne auf der Bühne präsentiert und mit knappen Mitteln einprägsame ästhetische Lösungen bietet. Großes Lob für die Kostüme. Stilsicher und nicht ohne Witz die zahlreichen Uniformen, aufwendigen Frisuren und skurrilen Kopfbedeckungen. Gleich zu Anfang wird der heiter-satirische Grundton angeschlagen und selbstironisch in Szene gesetzt: die spätere Königin startet als Putzfrau.

Jaques Offenbachs Opéra bouffe nach einem Märchen von Charles Perrault entstand in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Ihre sarkastischen Untertöne, die mit beißender Zeitkritik und politisch unkorrekt den Mächtigen am Leder flicken, wirken bis heute. Behutsame Aktualisierung, fast ein wenig zu zurückhaltend, tat ein Übriges. In einer großen Szene sehen wir devotes Verhalten serviler Höflinge, die dem Stuhl („Regie“!) eines nichtvorhandenen Herrschers kratzfüßig die Reverenz erweisen. Es erinnert an Gebaren aus den frühen Fünfzigern, als in hiesigen Versammlungen dem im fernen Moskau herrschenden Genossen Stalin stets ein Platz freigehalten wurde. Doch selbst heute soll Buckeln nach oben, meist in Kombination mit Tritt nach unten, der Karriere dienlich und nicht aus dem Repertoire des Erfolgsmenschen gekommen sein. An Chaplins „Großen Diktator“ erinnern die Allmachtsfantasien König Bobèches bei herabschwebendem Universum, wobei wohltuend auf ein Jonglieren mit einer Erdkugel verzichtet wird.

Plauen / Vogtlandtheater Ritter Blaubart © Peter Awtukowitsch

Plauen / Vogtlandtheater Ritter Blaubart © Peter Awtukowitsch

So erfährt der Zuschauer ein Panorama unterschiedlichster Welten. Er sieht ein bukolisches Schäferstück, nimmt Teil an der eher komischen Wahl einer Rosenjungfrau auf dörflichem Anger, blickt in die wallende Knochenwerkstatt eines Alchimisten und wird mitgenommen auf die Königsebene mit ihren Fallstricken und kuriosen Anspielungen. Dazu Offenbachs Musik: frisch, elegant, locker und heiter, stets der Handlung verpflichtet und auch das Pathos nicht scheuend. Dies verbindet der Meister mit beispielhaft theatralischer Wirkung. Rhythmisch ist Offenbach unerreicht. Wir erleben das Philharmonische Orchester, geleitet von Thomas Peuschel, auf der Höhe seiner Aufgabe. Da gibt es nichts auszusetzen.

Paris / Grabmal Jacques Offenbach © IOCO

Paris / Grabmal Jacques Offenbach © IOCO

  Auch auf das Musikensemble können wir stolz sein. Wen zuerst nennen? Und kurz und treffend soll es auch sein … Vergeben wir die Krone an Jason Kim (Blaubart) und Johanna Brault (Boulotte). Ihr schien die Rolle auf den Leib geschrieben. Er, dessen Auftrittsarie wir schon einige Male hörten, zeigt zur Premiere, dass er mit Kraft und Leidenschaft und nicht ohne ironische Geste zu singen vermag. Shin Taniguchi (König) gab nicht nur stimmlich der Rolle die staatsmännische „Größe“, von deren Hohlheit wir wussten. Judith Schubert als Königin: teils schelmisch, immer liebenswert und mit schönem Gesang. Julia Ebert als Fleurette, später Hermina, und John Pumphrey als Daphnis und dann Prinz Saphir, beide überzeugen. Dies galt auch für die Helfershelfer der mörderischen Ambitionen ihrer Herren, für Karsten Schröter als Alchimist und Hinrich Horn als Graf Oscar. Sie dienen dem Stück und erfreuen mit ihren Stimmen. Die Damen und Herren des Opernchores (Einstudierung Friedemann Schulz) werden im Stück stark gefordert, gesanglich und choreografisch. Es ist eine Freude, ihnen zuzusehen und sie zu hören. Genannt werden soll Niklas Rennwanz (ein Kind), der seine Sache gut macht und viel Beifall bekommt.

So bleibt die märchenhaft-blutrünstige Geschichte eines – aus Gründen der Moral! – frauenverschlingenden Ritters und seines Königs, der den vielfachen Mord an scheinbaren Nebenbuhlern nicht scheut. Am Ende ist eine glückliche, operettenhafte Auferstehung nebst mehrfacher Heirat dem Genre geschuldet. Jürgen Pöckels Ritter Blaubart  in Plauen ist sehenswert, kurzweilig und musikalisch grandios.
Im Übrigen wusste schon Peter Hacks Offenbach zu schätzen. Ernannte ihn schlicht: ein Genie.  

Lutz Behrens / 13.03.2016

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