Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, FAMILIENSTÜCKE IM NOVEMBER UND DEZEMBER 2016

Oktober 11, 2016 by  
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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Staatstheater Darmstadt © IOCO

FAMILIENSTÜCKE IM NOVEMBER UND DEZEMBER 2016


PREMIERE


PETER PAN
Von James Matthew Barrie | Deutsch von Erich Kästner
Altersempfehlung: ab 5 Jahren

Überall kennt man den Jungen, der nicht erwachsen werden will und im Nimmerland eine märchenhafte Existenz führt: Peter Pan. Dorthin entführt er die Kinder der Familie Darling, Wendy und ihre Brüder, und erlebt mit ihnen Abenteuer. Ohne die bezaubernde Fee Tinker Bell und den finsteren Pirat Käpt’n Hook wäre das gar nicht vorstellbar. Und mit einem glücklichen Gedanken und etwas Feenstaub kann man sogar fliegen.

Mit Robert Lang, Christian Klischat, Anabel Möbius, Gabriele Drechsel, Stefan Schuster, Carlos Prätorius, Florian Mania, Thomas Zimmer
Neueinrichtug Ulf Goerke Bühne Norbert Bellen Kostüme Tanja Kramberger Musik Christoph Beck, Florian Kreier Arrangement und musikalische Leitung Timo Willecke Dramaturgie Oliver Brunner

Premiere am 20. November, 15.00 Uhr | Kleines Haus
Vorstellungen am 26. und 27. November, 04., 11., 17., 22., 23., 26., 27. und 30 Dezember
Schulen und Gruppen richten ihre Terminanfragen für die Vorstellungen an Schultagen bitte an den Theaterring unter 06151.26675 oder per E-Mail an info@theaterring.de


Ballett IM RAHMEN DES TANZFESTIVALS RHEIN-MAIN


fARBENSPIELE Interaktives Tanz und Zirkusstück für Kinder von 0 bis 3 Jahren

Kinder erfahren ihre Umwelt spielend. All ihre Sinne aktivieren sie, um sich selbst und ihre Umgebung kennenzulernen: Wie man sitzt und krabbelt, klettert und springt, greift und loslässt, teilt und sich freut. „Farbenspiele“ steckt voller unerwarteter bunter Erlebnisse, die das junge Publikum dazu motivieren, mitzuwirken, den Bühnenraum zu erforschen und gemeinsam mit der Tänzerin durch Tanz, Klänge und Farbe auf Entdeckungsreise zu gehen.
Gastspiel am 01., 03. und 06. November | Ballettsaal


Konzert


MINIKONZERT

Altersempfehlung: bis 3 Jahre

Besuchen Sie mit Ihren Kindern das neuste Angebot des Staatstheaters Darmstadt: Wir bieten Ihnen eine Stunde mit Klassik, Kaffee und den Kleinen, die zum ersten Mal ein Konzert besuchen. Musikerinnen und Musiker des Staatsorchesters Darmstadt präsentieren ein Programm mit Auszügen aus Mozarts „Die Zauberflöte“.

Minikonzert am 07. Dezember | Foyer Großes Haus


WIEDERAUFNAHME


Hänsel und Gretel
Märchenoper von Engelbert Humperdinck
Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Eine Familie, die sehr arm ist, leidet schrecklichen Hunger und schickt ihre beiden Kinder in den Wald. So beginnt das bekannte Märchen von „Hänsel und Gretel“. In der Inszenierung von Karsten Wiegand und Valetin Schwarz für die ganze Familie lebt von der Atmosphäre des Kinderchors, in der über 40 Darmstädter Kinder mitspielen.

Musikalische Leitung Michael Nündel Regie Karsten Wiegand, Valentin Schwarz Bühne Bärbl Hohmann Kostüme Alfred Mayerhofer Dramaturgie Mark Schachtsiek Einstudierung Kinderchor Elena Beer, Christian Roß

Wiederaufnahme am 08. Dezember | Großes Haus
Vorstellungen am 10., 20. und 26. Dezember| Großes Haus


EXTRAS


BEI MOMO WAR ES DIE SCHILDKRÖTE
Präsentation der Theaterwerkstatt für Teens

„Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit.“ In den Herbstferien haben sich Jugendliche mit diesem Geheimnis beschäftigt. Entstanden ist ein kleines Theaterstück. Der Eintritt ist frei. Bitte mit Voranmeldung unter meintheater@staatstheater-darmstadt.de

Leitung Nike-Marie Steinbach Assistenz Larissa Lubetzki
Präsentation am 12. November | Kammerspiele


—| Pressemeldung Staatstheater Darmstadt |—

Berlin, Berliner Ensemble, Peter Pan von James Matthew Barrie , IOCO Kritik, 24.06.2013

Juli 1, 2013 by  
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Kritik

Berliner Ensemble

Berliner Ensemble Haus, Berlin © Berliner Ensemble

Berliner Ensemble Haus, Berlin © Berliner Ensemble

  PETER PAN – Inszenierung von Robert Wilson

Von G.G.  –   Aufführung vom 24.06.2013

Berliner Ensemble / Peter Pan - oben: Boris Jacoby, Traute Hoess, Stefan Kurt, Georgios Tsivanoglou, Felix Tittel, Antonia Bill, unten: Anna Graenzer, Winfried Goos, Marko Schmidt, Johanna Griebel, Jörg Thieme, Anke Engelsmann, Ulrich Brandhoff, Andy Klinger, Stephan Schäfer, Sabin Tambrea © Lucie Jansch

Berliner Ensemble / Peter Pan – oben: Boris Jacoby, Traute Hoess, Stefan Kurt, Georgios Tsivanoglou, Felix Tittel, Antonia Bill, unten: Anna Graenzer, Winfried Goos, Marko Schmidt, Johanna Griebel, Jörg Thieme, Anke Engelsmann, Ulrich Brandhoff, Andy Klinger, Stephan Schäfer, Sabin Tambrea © Lucie Jansch

Peter Pan, oder das Märchen vom Jungen der nicht groß werden wollte“ ist die faszinierende aber auch traurige Geschichte aus der Feder des schottischen Schriftstellers und Dramatikers James Matthew Barrie (1860-1937). Sie handelt von einem Kind, das niemals erwachsen werden will und auf ewig unverändert in einer Fantasiewelt der unbegrenzten Möglichkeiten lebt. Sicher ein verlockender Gedanke, von dem jeder Erwachsene schon mal sehnsüchtig nach der Leichtigkeit und Sorglosigkeit aus vergangenen Kindertagen heimgesucht wurde. Dies einer der Hauptgründe, warum die Geschichte von Peter Pan an Anziehungskraft und Beliebtheit bei Groß und Klein seit seiner Erschaffung nichts eingebüßt hat, und neben dem Buch und dem Theaterstück, immer wieder als Vorlage zahlreicher Verfilmungen und anderer literarischer wie musikalischer Adaptionen diente und auch immer wieder dient.

Nun hat sich auch der erfolgreiche texanische Regisseur, Theaterautor und bildende Künstler Robert Wilson dieses Stoffes angenommen und hat das Theaterstück von Barrie, in der deutschen Übersetzung des Schriftstellers und Drehbuchautors Erich Kästner (1899-1974) in einer Produktion des Berliner Ensembles letzten April am Theater am Schiffbauerdamm auf die Bühne gebracht.

Berliner Ensemble / Peter Pan - Ulrich Brandhoff © Lucie Jansch

Berliner Ensemble / Peter Pan – Ulrich Brandhoff © Lucie Jansch

In Zusammenarbeit mit den amerikanischen Schwestern, Sierra und Bianca Casady, und ihrer 2003 gegründeten Musikgruppe „CocoRosie“, von denen die Musik und die Songtexte für das Stück komponiert wurden, schafft Wilson einen magischen, in blaues Licht und Nebel getauchten Kosmos von witzig-skurrilen Kunstfiguren mit weißen Gesichtern und überzeichneten Augen (Kostüme von Jacques Reynaud), zwischen Comic und Marionettentheater. Nach gewohnter Art erzählt er in stilisierten, präzise bis ins kleinste Detail choreographierten und durchgestellten Bildern, von der Familie Darling, von Wendy und deren Brüdern und entführt uns mit Peter Pan ins fantasievolle Nimmerland, mit seinen Feen, Meerjungfrauen, Piraten und dem tickenden Krokodil.

Die Musik von CocoRosie, gespielt von „The Dark Angels“ unter der musikalischen Leitung von Stefan Rager und Hans-Jörn Brandenburg, ist von Glockenspielen und Rasseln, Spieluhren, Fahrradklingeln und Jahrmarktklängen geprägt und verleihen dem Stück, ergänzend zu den Bildern, den passenden musikalischen Rahmen. Träumerisch verzaubert und fantastisch entrückt, erinnern die musikalischen Kompositionen mit ihren verschiedenen Songs in Stil und Atmosphäre an die Musik von Tom Waits oder an die bizarre Klangwelt der Lieder von Meret Becker.

Gut besetzt ist auch das spiel- sing- und tanzfreudige Schauspielerensembles, wobei es schade ist, dass gerade die eigentlich so charismatische Titelfigur des Peter Pan, gespielt von Sabin Tambrea, etwas entzaubert und blass in den Hintergrund rückt. Um so überzeugender die köstliche Darbietung von Anna Graenzer mal als freche, mal als rührende Wendy oder die besonders herausragende Interpretation von Christopher Nell als durchgeknallte, im grünen Tutu zuckende, hüpfende und mit Sopranstimme singende Fee Tinkerbell, vom Publikum begeistert bejubelt.

Insgesamt eine sehr ästhetische, illustrative Inszenierung nach Wilson’scher Manier mit schönen Ideen, interessantem Sound, netten Songs. Zum Schluss viel Beifall für Darsteller und Musiker von einem zufriedenen Publikum.

Weitere Vorstellungen von Peter Pan:

  • 01.07.2013 um 20:00 Uhr,  02.07.2013 um 18:00 Uhr,  27.08.2013 um 20:00 Uhr
  • 28.08.2013 um 19:30 Uhr,  29.08.2013 um 19:30 Uhr,  30.08.2013 um 16:00 Uhr

—| Pressemeldung Berliner Ensemble |—

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