Leipzig, Oper Leipzig, Tristan und Isolde – Richard Wagner, IOCO Kritik, 07.10.2019

Oktober 7, 2019 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

 Tristan und Isolde  – Richard Wagner

Enrico Lübbe, Chef des Schauspiel Leipzig, inszeniert Oper

von Thomas Thielemann

Warum fahren Wagner-Verrückte und Christian Tielemann-Verehrer aus Dresden zu Ulf Schirmers Tristan-Premiere zur Oper Leipzig?

Da wäre zunächst der Regisseur Enrico Lübbe, ansonsten Intendant des Theaters  Schauspiel Leipzig und damit Nachfolger des „Skandal -Regisseurs“ Sebastian Hartmann, meines Großneffen. Und es  war natürlich interessant,  wie uns die Tristan-Dirigate Ulf Schirmers nach zwei Bayreuth-Erlebnissen angreifen werden. Und außerdem waren wir gespannt, wie Daniel Kirch, dessen Siegfried uns in Chemnitz extrem begeistert hatte, den Tristan an der Oper Leipzig bewältigt.

Wäre ich unvorbereitet in die Premiere gekommen, so wäre ich sicher gewesen, dass als Regisseur ein Filmschaffender die Inszenierung zu verantworten habe. Aber, dank der Partnerschaft mit dem hochkreativen österreich-schweizerischen „Bühnenbildner“ Etienne Pluss und dem Co-Regisseur Torsten Buß, war ein faszinierendes Bühnenereignis entstanden. Ein simpler Lichtrahmen übernimmt als wesentlichstes Element die Aufgabe in der eigentlich klassischen Inszenierung, eine Abgrenzung der Protagonisten von der realen Welt vorzunehmen.

Tristan und Isolde – The making of ….
youtube Trailer de Oper Leipzig
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Die Bühne fesselte vom ersten Augenblick. Mit faszinierend wechselnden  Bildern einer Videoinstallation, der Drehbühne und den handelnden Personen wurde der Betrachter über einen grauen Schiffsfriedhof geführt, bis der Bilderlauf in der Kabine eines Seglers zur Ruhe kam. Für die erste  Szene der Isolde mit Brangäne, fast etwas ablenkend, um vom Vorspiel und dem Lied des jungen Seemanns nahtlos in die Handlung zu kommen. Die Video-Drehbühnenkombination erlaubt der Regie, die Besucher auf beliebige Plätze des Schiffes zu führen.

Mit dem zweiten Akt gelang Enrico Lübbe im schier  endlosen Liebesduett  jenen Rausch Richard Wagners am freien Flug seinem exzessiven Ausnahmezustand gerecht zu werden. Seine wechselnden Befindlichkeiten, das psychologisch eigentlich Unerklärbare, den Tag zur Ursache allen Übels zu erklären und die Nacht, den Tod als ultimatives Lebensziel zu beschwören, wurde mit raffinierter Bühnentechnik, dem Einsatz eines Double-Paares und einer partiell schwarzen Umgebung bewältigt, so dass die Wandlungen der Gefühlswelten mit dem Wechsel von Körpernähe und  -ferne auch bildhaft wurden.

Oper Leipzig / Tristan und Isolde - hier : Daniel Kirch als Tristan und Meagan Miller als Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde – hier : Daniel Kirch als Tristan und Meagan Miller als Isolde © Tom Schulze

Für den dritten Akt hatte Lübbe das Wrack eines verlassenen Schiffes gewählt und überließ einer Vielzahl Isolde- Statistinnen Tristans Fieberphantasien bildlich werden zulassen. Gefangen in der unerfüllten Todessehnsucht leben Isolde und Tristan weiter mit ihrem Wunsch im Tode vereint zu sein. Die Lichtgestaltung und die Videoinstallationen waren beeindruckend im Konzept umgesetzt. Die Kostüme der Linda Redlin waren als einzige Komponente der Arbeit Lübbes zeitübergreifend gestaltet.

 Isolde war die stimmstarke amerikanische Sopranistin Meagan Miller mit ihrem Sinn für dramatische Situationen. Ihre volle kräftige Stimme mit ihrer hervorragenden Höhe findet aber auch mezzopiano Stimmfarbeben, durchaus auch zynisch und selbstironisch. Sie weiß sich auf der Bühne zu bewegen und vermag die Ideen des Schauspiel-Spezialisten umsetzen.die

Oper Leipzig / Tristan und Isolde - hier : Barbara Kozelj als Brangäne und Meagan Miller als Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde – hier : Barbara Kozelj als Brangäne und Meagan Miller als Isolde © Tom Schulze

Der Tristan von Daniel Kirch enttäuschte die Erwartungen nicht; aber ein „großer“ Tristan ist er noch nicht. Da benötigt seine leicht brüchige Tenorstimme noch etwas Entwicklung, wenn ihn der durchsetzungsfähige Sopran der Amerikanerin  gelegentlich überstrahlt. Die Mezzosopranistin Barbara Kozelj aus Slowenien war als die Stimme der Vernunft als Brangäne eine  ideale Partnerin der Isolde auf Augenhöhe. Stimmlich mit Meagan Miller gut abgestimmt, bietet sie dank ihrer starken Präsenz ein echtes Erlebnis.

Der König Marke, mit dem Ensemble-Mitglied Sebastian Pilgrim bestens  besetzt, war von der Regie von vornherein als schwacher Herrscher und wenig sympathisch angelegt. Mit profundem sicher geführtem Bass bewältigte er seine Aufgabe, in die Psyche von Isolde und Tristan einzugreifen. Das Ensemblemitglied Matthias Stier, trifft als Melot  geifernd mit seiner schneidenden Charakterstudie genau den richtigen Ton des Verräters.

Jukka Rasilainen als Kurwenal, erst im letzten Moment in die Inszenierung einbezogen, verfügt aber über ausreichend Erfahrung, um den Vertrauten Tristans wacker gesanglich und spielerisch prägnant darzustellen. Auch die „kleineren Rollen“ waren leistungsfähigen Sängern anvertraut. Der Steuermann von Franz Xaver Schlecht mit seinem elegant-dunklem Bariton und der Hirte des erfahrenen Oratorien-Tenors Martin Vogel waren schon beeindruckend. Der  junge Seemann   von dem  lyrisch geprägten Tenor Alvaro Zambrano gesungen, war fast eine Luxusbesetzung.

 Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Die Oboistin des Gewandhausorchesters  Gundel Jannemann-Fischer bot mit ihren in der Szene integrierten Bassklarinetten-Soli eine berückende Besonderheit der Inszenierung. Der Chor präsentierte sich kräftig und transparent, aber nicht unbedingt klangschön.

Zum Orchester möchte ich mich nicht unbedingt äußern, weil ich doch dem Dresdner Klang zu stark verhaftet bin. Das bedeutet aber keinesfalls eine Einschränkung der Orchesterqualität, denn es wurde hervorragend musiziert. Die Klangentfaltung in der Oper Leipzig ermöglicht allerdings keinen extrem emotionsgeladenen Tönerausch.

Ulf Schirmer leitete die Aufführung straff, facettenreich aber nicht immer freundlich unterstützend den Sängern gegenüber. Ich empfand, dass er mit seinem Dirigat  einen  etwas kühleren  Eindruck vermittelte. Das mag an der Premieren-Nervosität  gelegen haben, denn an der Darbietung der Musik Richard Wagners gab das keine Einschränkung. Schwieriger war da schon der Eventcharakter der bilderbetonten Regie, der gelegentlich ablenkte. Aber das mag meine persönliche Auffassung zur Arbeit Lübbes sein und sich aus dem Eindruck halbszenischer Wagner-Aufführungen bei den Budapester Wagnertagen speisen.

Von den Freunden der Musik des in Leipzig geborenen Meisters wurde die Leistung der Künstler um Enrico Lübbe und Ulf Schirmer stürmisch bejubelt und mit stehenden Ovationen bedacht, an denen ich mich mit viel Überzeugung beteiligte.

Tristan und Isolde an der Oper Leipzig, weitere Aufführungen: 12. Oktober / 10.11. 2019 / 14. März / 01. Juni 2020 ( mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

—| IOCO Kritik Oper Leipzig |—

Rostock, Volkstheater Rostock, Tristan XS – mit Live Video, IOCO Kritik, 25.09.2019

September 25, 2019 by  
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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

TRISTAN XS –  konzertante Szenen aus Tristan und Isolde

Spielzeiteröffnung mit TRISTAN XS und Live Video Performance

von Thomas Kunzmann

Am 8. September 2019 eröffnete das Volkstheater Rostock die Saison 2019/20 mit einem Theaterfest zwischen Doberaner Straße und Patriotischem Weg. Es gibt Einblicke in die Kostümschneiderei, der Opernchor tritt auf, für Kinder eine Bastelstraße und die Malerwerkstatt, neue Ensemble-Mitglieder werden vorgestellt und natürlich gibt’s Würstchen vom Grill. Auch das Wetter spielt mit. Und so schaut man allseits in gut gelaunte Gesichter. Die Saison geht sich gut an. Ralph Reichel, Nachfolger des scheidenden Intendanten Joachim Kümmritz, kann optimistisch in die Zukunft sehen: der neue Bürgermeister der Hansestadt, Claus Ruhe Madsen, hatte zumindest im Wahlkampf verkündet, dass er die Norddeutsche Philharmonie zukünftig mit 99 Musikern sieht. Und auch nach Amtsantritt verkündete er, dass am Theaterneubau nicht gerüttelt werden soll. Am 16.09. sollen drei Modelle des zukünftigen Hauses im Rathaus aus- und zur Diskussion gestellt werden. Dennoch ist bis zur Eröffnung, die aktuell mit 2026 angesetzt wird, noch ein weiter Weg. Das Programm im Volkstheater jedenfalls, so Reichel, soll mutiger werden.

Volkstheater Rostock / TRISTAN XS - hier : vl Marcus Bosch, Manuela Uhl, Hans-Gerg Wimmer © Martin Goffing

Volkstheater Rostock / TRISTAN XS – hier : vl Marcus Bosch, Manuela Uhl, Hans-Gerg Wimmer © Martin Goffing

Die Saison-Eröffnung fällt zusammen mit dem „Tag des offenen Denkmals“, auch die Werfthalle 207, die erst einmal für fünf Jahre zur Sommerbespielung für das Volkstheater Rostock angemietet wurde, nimmt an dem Event mit einer Führung teil, die der Technische Leiter und der Musiktheaterdramaturg kenntnisreich und unterhaltsam gestalten. Das online gestellte Programm zu diesem Tag liefert allerdings nicht einmal den Hinweis darauf, was für einen ausgefallenen musikalischen Leckerbissen kaum zwei Stunden später Kulturinteressierte erwarten würde. Dennoch können aus den Besuchern noch einige Abend-Gäste geworben werden. Die Vorstellung ist insgesamt gut besucht, wenn auch nicht komplett ausverkauft.

Tristan XS  – Richard Wagner in 90 Minuten

TRISTAN XS zur Spielzeiteröffnung 2019/20 war ein Wagnis. Mehr als 10 Jahre ist es her, dass in Rostock ein szenischer Wagner lief. Damals war es der Holländer, etwa zeitgleich mit dem Freischütz. Letzterer kam bereits 18/19 wieder auf den Spielplan. Wagner jedoch bleibt rar. Zwar gab es den Tristan konzertant, aufgeteilt auf mehrere Philharmonische Konzerte noch unter Peter Leonard (Intendant in Rostock bis 2014) und auch das Tristan-Vorspiel fand einmal Einzug in der Reihe „Classic light“, dennoch ist Bosch als Conductor in Residence, der auch maßgeblich für das Programm verantwortlich zeichnet und ein erfahrener Wagner-Dirigent ist, nicht nur in dieser Hinsicht ein Glücksfall für Rostock.

Richard Wagner © IOCO

Richard Wagner © IOCO

Tenor Hans-Georg Wimmer, der das Projekt Tristan XS gemeinsam mit Armin Terzer konzipiert und realisiert hat, übernimmt die Partie des Tristan. Als ausgebildeter Bass-Bariton und Experte für alte Musik wechselte Wimmer vor drei Jahren in das Heldentenor-Fach und übernahm bereits die vollständige Titelpartie in Triest und am Landestheater Niederbayern. Aktuell ist er als Loge in der Ring-Adaption in Aachen zu sehen. Dennoch ist er unter den Wagnerianern eher ein Unbekannter. Anders Isolde: Manuela Uhl ist seit vielen Jahren Weltstar. Senta, Elisabeth, Sieglinde, Elsa, Venus, Irene, aber auch Salome, Feldmarschallin, Chrysothemis führten sie an die bedeutendsten Opernhäuser weltweit. Nun endlich Isolde. Auch in Rostock ist sie schon einige Male aufgetreten. Da war die legendäre Benefiz-Gala mit Klaus Florian Vogt und Roman Brogli-Sacher in der Moderation von Hans-Jürgen Mende mitten im Kampf um den Erhalt der vier Sparten oder die IX. von Beethoven.

Volkstheater Rostock / TRISTAN XS - hier : Hans-Georg Wimmer © W Hüttemann

Volkstheater Rostock / TRISTAN XS – hier : Hans-Georg Wimmer © W Hüttemann

Am Volkstheater wird also nun Richard Wagners Oper Tristan und Isolde auf die Soli und Duette der beiden Protagonisten eingedampft und mit einer Live-Video-Performance des australischen Videokünstlers Stephen Hamacek begleitet.

Marcus Bosch eröffnet den Abend mit einer kleinen Inhaltsangabe.  Äußerst getragen, dennoch frei von allzu romantischem Schmelz, setzt die Norddeutsche Philharmonie das Vorspiel an, bis nach wenigen Takten bereits das zweite Handy im Publikum dermaßen stört, sodass Bosch unterbrechen muss. Wer auch immer über die enervierenden Hinweise aller Theater lächelt – hier fehlte die Aufforderung zum Abschalten, und schon passiert es.

Nachdem wieder Ruhe eingekehrt ist, beginnt das Vorspiel erneut und nun kommt die Akustik der alten Halle hervorragend zum Tragen. Das Orchester auf der Bühne und die schuhkartonartige, geradlinige Konstruktion ist eine Kombination, die bereits in den Philharmonischen Konzerten positiv auffiel. Wenn die Motive durch die Instrumente wandern, folgen die Augen unwillkürlich dem Klang. Die Farben bleiben zart und durchsichtig, ohne Kraft und Spannung vermissen zu lassen. Ein Erlebnis, das oftmals ein Orchestergraben verhindert.

Der Verzicht auf Steuermann, Brangäne und Kurwenal führt nach der Ouvertüre direkt zur Liebestrankszene. Der Übergang ist ungewohnt, hinterlässt aber zu keinem störenden musikalischen Bruch. Manuela Uhl intoniert sauber, genießt regelrecht das Hinaufschwingen in die Höhen, zischt und spielt ihre Wut und Verletztheit glaubwürdig, wenn sie Genugtuung für Morolds Tod fordert. Tristan nimmt die Herausforderung an und überzeugt bereits mit den ersten Noten. Der dunkle Tenor strotzt regelrecht vor kraftvoller Entschlossenheit, setzt sich sicher auf den Klang des Orchesters und glänzt mit ausgezeichneter Textverständlichkeit. Unwillkürlich denkt man an Andreas Schagers unbändige Kraft. Die bis zu diesem Moment spürbare Anspannung weicht dem Zurücklehnen und purem Genuss. Der Konflikt der Beiden mündet im Trinken des vermeintlichen Todestranks, den Brangäne allerdings ausgetauscht hat. Und tatsächlich greifen die Sänger nach einem Glas unter dem Notenpult. Im Orchester beginnen zarte Harmonien zu leuchten und die Szene wechselt in gefühlvoller Überblendung direkt hinein in den zweiten Akt der Oper, das Liebesduett „Oh sink hernieder, Nacht der Liebe“. Naturgemäß fehlt die Zuspitzung des Konflikts durch das Auftreten Markes und Melots oder auch Brangänes Sorge, dennoch funktioniert die Abfolge. Wimmer legt eine Schaufel Gefühl auf, könnte allerdings in der Szene etwas lyrischer sein. Da letztlich nur wenige Sequenzen aus der Oper nur mit den beiden Titelfiguren möglich sind, hätte man eventuell auf den Tag/Nacht-Strich verzichten können. Vermisst hat hier aber wahrscheinlich niemand etwas. In der Musik deutet sich mit den entfernten Hörnern noch das Auftreten Markes an, die Spannung steigt. Pause.

Die war ursprünglich nicht geplant, ca. 90 Minuten veranschlagte man, dennoch kommt sie dem Bruch zum dritten Aufzug sehr entgegen. Wieder gibt Marcus Bosch einen Überblick über die Entwicklung der Handlung, bevor die Musik einsetzt.

Volkstheater Rostock / TRISTAN XS - hier : Manuela Uhl © Beate Kazimirowicz

Volkstheater Rostock / TRISTAN XS – hier : Manuela Uhl © Beate Kazimirowicz

Wie aus dem Nichts erklingt das Englischhorn aus der Höhe der letzten Zuschauerreihe in einer blitzsauberen Zartheit, die die gesamte Tragik der Tristan-Figur an einem einzigen Instrument kondensieren lässt. Luis Blanco Ferrer-Vidal als Gast, ersetzte den erkrankten Solo-Oboisten und gerät zur weiteren Überraschung des Abends. Wimmer gibt dem Tristan die notwendige Verzweiflung und Todessehnsucht bis zur letzten Sekunde. Isoldes Auftritt jedoch gerät zur Sternstunde des Abends. Auch in der Kurzfassung wird überdeutlich, wie die ganze Oper – von der Vorgeschichte, über die möglichen Tode Tristans während des ersten und zweiten Aufzugs – sowohl szenisch als auch musikalisch konsequent auf diesen Moment hinarbeitet. In der ihr eigenen Zartheit und ätherischen Weltfremdheit brilliert Manuela Uhl mit der traumhaft verklärten Schlussarie „Mild und leise, wie er lächelt“, während Tristan – sei es ob des nun erkennbaren gelungenen Experiments, sei es als Spiegel des Textes, versunken zwischen den Notenpulten glücklich strahlt.

Ach ja, eine Live-Video-Performance fand auch statt. Die wenigen, mitunter kaum spürbar bewegten Bilder, die hin und wieder ineinanderflossen, untermalten musikalische Stimmungen, nahmen Irlands Grün und das Blau des Meeres auf. Kann man machen, ohne sie hätte allerdings auch nichts gefehlt. Der Systemabsturz und Neustart hingegen wirkten denn doch etwas störend.

Marcus Bosch lotet, soweit die gekürzte Fassung dazu Raum bietet, die klanglichen Möglichkeiten der Halle vom leisesten Flirren bis zur höchsten Expressivität aus. Auch wenn das Orchester für diesen Abend nur drei Proben hatte, so entfaltet es doch die volle Vielfalt der Partitur und bringt das Publikum einmal mehr auf den Geschmack. Der lang anhaltende Applaus inklusive stehender Ovationen beweist: Das Publikum wünscht, dass Wagner doch bald in voller Länge an das Volkstheater zurückkehrt.

Apropos Neubau des Volkstheater. Am 16. September 2019 wurden die Siegerentwürfe für den Neubau des Volkstheaters präsentiert. Den europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb konnte das Berliner Büro Hascher Jehle Assoziierte für sich entscheiden. Der moderne Bau, der sich im Gegensatz zu den Folgeplatzierten in harmonisch fließenden Formen der Umgebung anpasst, soll nach aktueller Planung 2026 fertig gestellt werden und ca. 110 Mio. Euro kosten, wovon das Land 51 Mio. zugesagt hat.

—| IOCO Kritik Volkstheater Rostock |—

Minden, Stadttheater Minden, Die Walküre – Der Ring des Nibelungen, IOCO Kritik, 17.09.2019

September 17, 2019 by  
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Stadttheater Minden

Stadttheater Minden © Stadttheater Minden

Stadttheater Minden © Stadttheater Minden

Die Walküre –  Der Ringzyklus am Stadttheater Minden

„Das Wunder von Minden“ –  Es geht weiter

von Patrik Klein

Vier Abende innerhalb von elf Tagen, vier Opern sind eine der größten Herausforderungen im Musiktheater: Das Stadttheater Minden stellt sich in diesem Jahr Richard Wagners gewaltiger Tetralogie Der Ring des Nibelungen in zwei zyklischen Aufführungen. Nachdem vor vier Tagen der erste Vorhang bei „Das Rheingold“ fiel und diese Produktion von den 528 Zuschauern im ausverkauften Haus frenetisch bejubelt wurde, folgt nun der erste Tag in Wagners Tetralogie Die Walküre.

Richard Wagners Werk Die Walküre wurde gegen seinen Willen am 26.6.1870 in München  auf Geheiß des König Ludwig II uraufgeführt, der nicht auf die von Wagner geplante zyklische Aufführung in Bayreuth warten wollte.

Die Vorgeschichte oder das, was nach Rheingold passiert: Im Raum steht der von Urmutter Erda angekündigte Untergang der Götter. Der testosteron-gesteuerte Wotan löst das Problem auf seine Weise. Er versucht von Erda den genauen Ablauf der Götterdämmerung zu erfahren und zeugt nebenbei mit ihr neun Töchter, von denen Brünnhilde sich zu seiner Lieblingstochter entwickelt. Sie verbindet Erdas Weisheit mit Wotans Stärke. Da aber von Alberich Gefahr droht, macht sich Wotan als ewiger Wanderer (erkennbar an der aufgemalten Augenklappe) auf den Weg, gründet mit einer Menschenfrau eine neue Familie, die Wälsungen, die er nach der Geburt der Zwillinge Siegmund und Sieglinde verlässt. Schon früh werden die Zwillinge getrennt und wachsen in feindlichen Lagern auf. Sieglinde wird später an Hunding „verschachert“. Siegmund kann aus der Gefangenschaft fliehen.

Stefan Mickisch fasst in einem Vortrag den Inhalt des Werkes humorvoll und treffend zusammen: Siegmund und Sieglinde verlieben sich ineinander. Siegmund zieht das Schwert aus der Esche. Wotan zerstreitet sich mit seiner Frau Fricka und muss Siegmunds Schwert mit seinem Speer zerbrechen und den Widersacher Hunding töten. Brünnhilde rettet Sieglinde. Dafür bestraft Wotan Brünnhilde mit magischem Schlaf“.

Stadttheater Minden / Die Walküre © Dorothea Rapp

Stadttheater Minden / Die Walküre © Dorothea Rapp

Nach über vier Stunden spannendem Musiktheater, als Wotan Loge aufrief, Brünnhilde mit Feuerzauber zu umsäumen, als die wunderbare Schlussmusik erklang, als der Göttervater an der Rampe zum Parkett mit quergehaltenem Speer im blutroten Feuerring steht, der Theaternebel die Szene verklärt, „Wer meines Speeres Spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nie!“ ans Gehör dringt, als die letzten Noten des Werkes im leise verhallen, da löste sich auch die Anspannung des Publikums in einem Sturm von begeistertem Applaus.

Unter der Leitung des Dirigenten Frank Beermann kann das Orchester der Nordwestdeutschen Philharmonie am Abend erneut seine außergewöhnliche Qualität in Sachen Wagnerinterpretation unter Beweis stellen: Mit größter Variabilität und Dynamik unterstreicht Beermann mit seinen 80 Musikern sängerunterstützend, sängertragend das Ensemble, ohne die Kraft und Sogwirkung der Orchestermusik Wagners zu vernachlässigen. Mal peitscht die Musik, nimmt rasantes Tempo auf, hält aber auch plötzlich inne und haucht die Noten kaum hörbar. Dabei agieren die Musiker mit äußerster Präzision, wie bei einem „Schweizer Uhrwerk“, als wenn es nichts Leichteres gäbe. Durch die Positionierung der Musiker auf der Bühne hinter den Sängern stellt sich zudem ein wunderbar luftiger, imposanter Klang ein, für den es sich bereits lohnt, eine weite Anreise nach Minden anzutreten.

Stadttheater Minden / Die Walküre - hier : Dirigent Frank Beermann und die Nordwestdeutsche Philharmonie © Patri Klein

Stadttheater Minden / Die Walküre – hier : Dirigent Frank Beermann und die Nordwestdeutsche Philharmonie © Patri Klein

Nicht oft genug kann man die hohe Kunst und das einnehmende „Preis-Genussverhältnis“  vieler Produktionen der kleinen und mittleren Opernhäuser in Deutschland hervorheben. So spielen, singen auch die Sängerinnen und Sänger in Minden auf beeindruckend hohem Niveau. Stimmschönheit, Textverständlichkeit, Nähe zum Geschehen und Klangfülle sind im Stadttheater Minden ein die Besucher einnehmendes Vergnügen.

Eines der absoluten Highlights: Noch nie habe ich als Zuhörer im dritten Aufzug die acht Walküren so präzise, spielfreudig und gleichzeitig musikalisch harmonisch hören und erleben dürfen: ein Ergebnis intensiver, detaillierter Probenzeit. Yvonne Berg, Tiina Penttinen, Dorothea Winkel, Katharina von Bülow, Julia Bauer, Kathrin Göring, Christine Buffle und Ines Lex  spielen und singen in ihren braun-rot gefärbten Kriegskleidern, bewaffnet mit Schwertern, Pfeil und Bogen variabel aus den Rängen und von der Bühne. Wie aus einem Guss gelingt ihnen diese komplexe Szene.

Stadttheater Minden / Die Walküre - hier : die Walküren © Patrik Klein

Stadttheater Minden / Die Walküre – hier : die Walküren © Patrik Klein

Zu Beginn des ersten Aufzugs wird Siegmund musikalisch zu Sieglinde und Hunding in die „Hütte“ gelenkt. Die Musik wirkt von Sturm gepeitscht und verweist auch auf das Rheingold mit dem Donnermotiv. Das Orchester spielt diese komplementäre Komposition mit dem Drama der Liebe von Sieglinde und Siegmund mit größter Sorgfalt und Empathie für die beteiligten Musiker, Sängerinnen und Sänger. Es führt bereits im Vorspiel mit dem „Liebeslied des Lenzes“, fast italienisch anmutend, die beiden Liebenden zusammen. Die Bühne ist von einem sie ausfüllenden Ring umhüllt. Darauf steht lediglich einen Tisch mit Stühlen zur linken Seite und im Hintergrund der abgebrochene Stamm einer Esche. Sieglinde erscheint mit Fackel und zündet ein wärmendes Feuer für die beiden an.

Die unendlichen Gefühle der Sehnsucht geraten ganz besonders emotional und eindringlich  bei den „Winterstürmen wichen dem Wonnemond“, das sicher und mit viel Kern in der Stimme vom Siegmund des auch an diesem Abend wieder bestens disponierten Thomas Mohr gesungen wird. Nach dem Loge vor ein paar Tagen im Rheingold gelingt es ihm an diesem Abend in die jugendlich kraftvolle Rolle glaubwürdig zu schlüpfen und sie mit seiner superben Stimmführung und Ausdauer imposant und ohne Spur einer Ermüdung auszufüllen.

Die Wendeltreppe zu den Proszeniumslogen wird erneut reichlich genutzt und eröffnet dem Zuschauer ein pulsierendes, sehr bewegliches Spiel. „Ich weiß ein wildes Geschlecht“ erklingt es von der imposanten Erscheinung des langgelockten Hunding des Tijl Faveyts, der noch im Rheingold den Riesen Fasolt gab. Mit prachtvoller, mächtiger und vor allem dieses Mal deutlich abgedunkelter, „schwarzer“ Stimme variiert er seine eher helle Interpretation des Riesen nun glaubwürdig als misstrauischer Hausherr mit klaren Absichten, seine Ehefrau zu verteidigen und den Eindringling zu vernichten.

Stadttheater Minden / Die Walküre - hier : Fricka und Hunding © Patrik Klein

Stadttheater Minden / Die Walküre – hier : Fricka und Hunding © Patrik Klein

Auf die Schwertziehung Nothungs durch Siegmund aus der Esche folgt der Schrei der Sieglinde. Die in Warschau geborene und in Wien lebende Sopranistin Magdalena Anna Hofmann, die wagnergesangerfahren bereits die Kundry und mit überregionalem Erfolg unlängst in Hagen eine Isolde der Extraklasse gab, singt die Sieglinde nicht nur mit fein dosierter lyrisch anmutender Stimme, sondern auch mühelos nach Belieben kraftvoll dramatisch und mit tragender Substanz.

Im großartigen Finale des ersten Aufzugs unterstreicht das Orchester die feinsinnige  erotische Musik, denn hier wird Siegfried von Sieglinde und Siegmund gezeugt. Im Videokreis auf dem Gazevorhang beginnt ein schäumendes Geblubber zum Wasserfall zu mutieren. Das Schwert Nothung wird von den Liebenden in ein schwarzes Tuch gewickelt, bevor sie langsam abgehen. Hunding schleicht ihnen drohend und mit gezogenem Schwert vom Proszenium die Wendeltreppe herab hinterher.

Im zweiten Aufzug bleibt die Bühne wieder weitgehend leer, lediglich drei angedeutete Teilkreise ragen abgebrochen aus dem Bühnenboden. Bereits im Vorspiel dringt viel  Wichtiges ans Gehör. Einprägsame und wuchtige Fluchtmusik erklingt mit dem Schwertmotiv, der Vorahnung der Walküre, die noch gar nicht erschienen ist. Man hört erste Hinweise auf Brünnhildes „Hoiotoho“ und an eine „Leopard 2- Geräuschkulisse“ erinnernde,  kämpfende Brünnhilde. In der Diskussion zwischen Fricka, der Hüterin des Vergangenen mit traditionsbewusster Weltsicht und ihrem Mann Wotan, wird der dramatische Konflikt, in dem die beiden stecken, besonders deutlich. Wotan verliert Siegmund und Fricka verlässt die Situation feierlich und hoch erhobenen Hauptes. Der Zwist endet musikalisch unaufgelöst und lässt bereits jetzt den Untergang in der Götterdämmerung andeuten.

Wotan will alles hinschmeißen, weil er zudem weiß, dass Alberich den Sohn Hagen zeugte. Die Frustration endet mit dem verstärkten, aber kaum erkennbaren Walhallmotiv. Fricka tritt mit langem fellbesetzten Mantel und Stola in Erscheinung und keift ihren Gatten an, gefälligst nach Recht und Ordnung zu handeln. In der Auseinandersetzung der beiden, aus der der Göttervater als Verlierer hervorgeht, sitzen sie abwechselnd um Durchsetzung kämpfend auf dem mittlerweile hereingebrachten Thron. Kathrin Göring knüpft nahtlos und mühelos an die Leistung aus Das Rheingold an. Sie singt ihre Partie mit  dunkel gefärbtem warmen Timbre und strahlend kerniger Höhe. Dass sie auch noch im dritten Teil eine der acht Walküren singt und spielt, unterstreicht einmal mehr den Teamgeist und Umsetzungswillen des Stadttheater Minden.

Bei der Todesverkündung durch Wotan erklingt wunderbar gespielt vom Orchester das Schicksalsmotiv mit feinsten, offenen Akkorden. Im Klang des Wallhallmotives soll Siegmund dorthin gelangen. Brünnhilde zeigt „menschliches“ Herz, da sie sich von Siegmund überzeugen lässt, dass es höhere Werte gibt, als in Walhall zu sitzen.  Siegmund fällt durch Hunding und gibt die Kraft weiter an den ungeborenen Siegfried.

Im dritten Aufzug tauchen die Walküren aus den Seitenbühnen und den Proszeniumsrängen auf. Sie sind bewaffnet mit Pfeil, Bogen und schweren Waffen. Auf dem Gazevorhang werden Videos mit Pferdegetrampel und dunklen Schwarz-Weiß-Szenen sichtbar. Die Musik  nimmt in neun musikalischen Schleifen (eine für Brünnhilde und acht für die übrigen Walküren) im berühmten Ritt musikalisch Fahrt auf. Es klingt dämonisch wie bei Klingsor im Parsifal und drückt die Wildheit und Kraft auf der Bühne aus. Es scheint so, als ob die Hufe der Pferde nur ganz vorsichtig Land betreten. Nur allmählich kommen sie hinunter auf die Erde. Das komponierte Pferdegewieher,  Wotans Verfolgung mit seinem achtfüßigen Pferd Sleibnir, das schwächere Pferd Grane der Brünnhilde hetzend, setzt das Orchester überragend um.

Stadttheater Minden / Die Walküre - hier : vl. Wotan, Brünnhilde, Siegmund, Sieglinde © Patrik Klein

Stadttheater Minden / Die Walküre – hier : vl. Wotan, Brünnhilde, Siegmund, Sieglinde © Patrik Klein

In der Begegnung der Brünnhilde mit Sieglinde hört man bereits das gut erkennbare Siegfriedmotiv, das mit strahlender, unschuldiger Zukunftshoffnung die Handlung weitertreibt.  Das Göttliche in Brünnhilde wehrt sich gegen den Bann des Wotans mit ihrem Klagegesang. „Hier bin ich Vater“  und „War es so schmählich, was ich verbrach?“ erklingt in der klagender Moll-Tonart ohne Erfolg beim Gottvater und deshalb auch nicht ins Dur-Geschehen mündend. Dennoch hat sie es beinahe geschafft, ihren Vater zu überzeugen, um ihm die Liebe ins Herz zu hauchen und so zu handeln, wie er es eigentlich selbst gerne gewollt hätte.

Brünnhilde  wird von Dara Hobbs in allen Belangen mit Bravour, schöner Stimmführung, kraftvollen Ausbrüchen sowie feinen, leisen Passagen höchst emotional gesungen. Die amerikanische Sopranistin  ist mittlerweile freiberuflich tätig und sang bereits an vielen bedeutenden Opernhäusern in Europa.

Wotan nimmt den Wunsch von Brünnhilde auf, denn sie fordert den Schutz und die Wahrung des Göttlichen, indem er den Feuerkreis um sie schließt. In Minden geschieht das mit wirkungsvollen Lichteffekten, die die gesamte Bühne, den sie umschließenden Ring und den projizierten Kreis hinter dem Orchester in rötlich leuchtende und flackernde Farben taucht. Loge entfacht das Feuerzaubermotiv. Der Schmerz über die Trennung lässt die Tragik des Gottes erkennen. In der Liebestonart E-Dur ganz nah an Bruckners siebenter Sinfonie steht Wotan als das größte Opfer dieser Trennung zwischen Vater und Tochter. Das Abschiedsthema erklingt macht- und schmerzvoll zugleich. Wotan schützt seine Tochter Brünnhilde mit dem Feuerkreis und beherrscht noch den Kosmos. Die alte Ordnung soll noch geschützt werden bis Siegfried kommt und das Werk vollendet. Renatus Mészár spielt und singt den Göttervater mit all seiner Kraft in Stimme und Körper mit unermüdlichem Einsatz und großer Variabilität. Besonders die leisen, tiefen und schwarzen Momente, die Gestaltung und die Phrasierung gelingen ihm vorzüglich. Er knüpft auch hier nahtlos an den Göttervater aus Das Rheingold an und weiß seine Kraft einzuteilen und sich noch einmal in Ausdruck und Dramatik zu steigern.

Als der letzte Ton leise verklungen ist, herrscht beim hochkonzentrierten Publikum in Minden wieder einige Sekunden atemlose Stille, bevor sich der Jubel viele minutenlang einstellt. Der frenetische Applaus des Publikums gilt für alle Beteiligten an dieser Produktion, eingeschlossen die wunderbare Interpretation durch das Regieteam um Gerd Heinz, die sich ganz nahe am Komponisten und Dichter orientiert .

—| IOCO Kritik Stadttheater Minden |—

Rostock, Volkstheater Rostock, TRISTAN XS, 08.09.2019

August 20, 2019 by  
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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

  Tristan und Isolde  in 90 Minuten

TRISTAN XS  –  mit  Live Video Performance

Das Musikdrama nach dem Tristan-Stoff aus dem keltischen Sagenkreis wird als ein Höhepunkt in Richard Wagners Schaffen angesehen, als das „Schönste, Ergreifendste und Kunstvollste, was der Meister je geschrieben hat“ (R. Kloiber). Das Werk über die todgeweihte Liebe von Tristan und Isolde erklingt in der Halle 207 in einer dramaturgisch gekürzten Fassung, die sich ganz auf die beiden Titelgestalten konzentriert. Sie enthält die markantesten Szenen, begleitet von einer stimmungsvollen Live Video Performance von Stephen Hamacek und Thomas Sydow, die sich dezent in das musikalische Geschehen einfügt. Starsopranistin Manuela Uhl singt die Partie der Isolde. Der Tenor Hans-Georg Wimmer, der das Projekt Tristan XS gemeinsam mit Armin Terzer konzipiert und realisiert hat, übernimmt die Partie des Tristan. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock musiziert unter der Leitung ihres Conductor in Residence Marcus Bosch.

Volkstheater Rostock / Tristan XS - Manuela Uhl © Beate Kazimirowicz

Volkstheater Rostock / Tristan XS – Manuela Uhl © Beate Kazimirowicz

TERMIN

Sonntag, 08. September 2019, 18:00 Uhr, Halle 207

—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |—

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