Köln, Oper Köln, 10 Jahre Elend – neue Verspreche(r)n, IOCO Aktuell, 31.01.2021

Januar 31, 2021 by  
Filed under Hervorheben, IOCO Aktuell, Oper, Oper Köln

Die Oper Köln am Offenbachplatz wird seit vielen Jahren saniert © IOCO

Die Oper Köln am Offenbachplatz wird seit vielen Jahren saniert © IOCO

Oper Köln

Köln:  Opern Sanierung – 10 Jahre Elend – neue Verspreche(r)n

Im November 2011, vor fast 10 Jahren, interviewte IOCO (Viktor Jarosch)  Uwe Eric Laufenberg, damaliger Intendant zum Stand der Oper Köln, vollständiges Interview HIER

Uwe Eric Laufenberg, damals, 2011, Intendant Oper Köln © IOCO

Uwe Eric Laufenberg, damals, 2011, Intendant Oper Köln © IOCO

IOCO (2011):  Die Presse berichtet viel über die Oper Köln. Leider konkurrieren in den Überschriften künstlerische Erfolge (wie Mozarts  La Clemenza di Tito (IOCO Kritik HIER!) auffällig laut mit  profanen Sanierungs- und Etatverwerfungen.  Wie sehen Sie Ihr heutiges Arbeitsumfeld in Köln?

Laufenberg: Mit der künstlerischen Arbeit an der Oper Köln bin ich sehr zufrieden. Mein Team ist motiviert und arbeitet sehr professionell, ……..

IOCO:  Die Sanierung von Opernhaus und Schauspielhaus verschlingt €253 Millionen. Die  technischen und logistischen Herausforderungen müssen gigantisch sein. Wird diese Sanierung erfolgreich umgesetzt?

Laufenberg:  Davon bin ich überzeugt. Die Sanierung der beiden Theater (NB: Oper und Schauspiel) stellt für die Stadt Köln und alle Beteiligten ein Mammutprojekt dar. Aber, das Sanierungskonzept steht endlich, nach vielem hin und her. Ich bin optimistisch, daß die Rahmenbedingungen, Fristen und Budget, eingehalten werden. Ein kompetentes Projektteam, geleitet von Andreas Fischer, wurde eingerichtet. Es berichtet mir und anderen Verantwortlichen über den Sanierungsfortschritt 14-tägig.  Deshalb, und wegen weiterer begleitender organisatorischer Maßnahmen, bin zuversichtlich, daß wir am 28. August 2015 (!!!) eine spektakuläre Wiedereröffnung der sanierten Häuser feiern werden………..

Das weitere, vollständige Laufenberg – Interview: link HIER!

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Uwe Eric Laufenberg – Foto oben 2012 noch in Kölnhat sich / wurde dramatisch getäuscht, wurde im August 2012 fristlos entlassen und zugleich erstes Opfer im Sanierungsdebakel um die Oper Köln. Seit 2014 produziert Laufenberg großes Theater am Hessischen Staatstheater Wiesbaden; siehe die Kritik von IOCO-Korrespondentin Ingrid Freiberg zur Premiere der Hochzeit des Figaro, link HIER, im September 2020.

Aus 2015 wurde 2024, aus Kosten von €253 wurden €615. In der Kosten-Rechnung sind jedoch entgangene Einnahmen durch die jahrelange Schließung der Oper und hohe Zusatzkosten durch Nutzung von Ersatzspielstätten  nicht, nirgends, nie erwähnt. Insofern liegen die Gesamtkosten der Sanierung der Oper Köln, bei geschätzten €1 Milliarde.

Birgit Meyer kämpft seither anstelle Uwe Eric Laufenbergs als Intendantin an den vielen Fronten der Oper Köln. Hier die IOCO Kritik zu ihrer mitnehmenden Produktion des Kaiser von Atlantis von Viktor Ullmann.  Der Vertrag von Birgit Meyer läuft 2022 aus; eine Verlängerung steht zur Zeit in der Schwebe.

26. Januar 2021:  Im Bericht Dezember 2020 um die Oper Köln legen  Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Technischer Betriebsleiter Streitberger nun eine ernüchternde wie aktualisierte Kosten- und Terminprognose vor.

 Eckdaten der Sanierung der Oper Köln

Baukosten  – Stand: 31.12.2020 : 618  Millionen Euro

Schlüsselübergabe – Oper und Schauspiel : 1. Quartal 2024 

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Im folgenden die Einzelheiten des Berichts:  Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Technische Betriebsleiter der Städtischen Bühnen Köln, Bernd Streitberger, haben am heutigen Dienstag, 26. Januar 2021, in einer Pressekonferenz einen Überblick über den aktuellen Planungsstand gegeben sowie eine aktualisierte Kosten-und Terminprognose vorgelegt.

Grundlegend dafür ist der Monatsbericht Dezember 2020. Die Bühnen haben wie angekündigt mit dem Monatsbericht Dezember 2020 eine aktualisierte Kosten-und Terminprognose veröffentlicht. Diese sieht die Schlüsselübergabe des gesamten Ensembles am Offenbachplatz im 1. Quartal 2024 vor. Dies entspricht im Vergleich zur letzten Gesamtberechnung im Juni 2019 einer Verlängerung von 9 Monaten, von denen die Bühnen allerdings bereits ein Quartal Verzug im Juni 2020 kommuniziert hatten. Diese Verlängerung führt, in Verbindung mit den bereits im November 2020 mitgeteilten Mehrkosten (durch die Vergaben von fünf Schlüsselgewerken der Haustechnik) zu einem Anstieg der Kostenprognose auf 617,6 Millionen Euro, beziehungsweise 643,9 Millionen Euro (inklusive aller bekannten möglichen Risiken). Dies entspricht im Vergleich zur letzten Gesamtberechnung im Juni 2019 einer Erhöhung um 63,5 MillionenEuro (ohne Risiken) beziehungsweise 72,9 Millionen Euro bei der Berücksichtigung aller Risiken.

Oper Köln / Birgit Meyer und Uwe Eric Laufenberg - noch vereint kämpfend © IOCO

Oper Köln / Birgit Meyer und Uwe Eric Laufenberg – noch vereint kämpfend © IOCO

„Das sind die schlechten, die schmerzlichen Nachrichten“, stellt Oberbürgermeisterin Reker fest. „Sie sind Folge dessen, dass wir 2015 alles auf nullstellen und im Prinzip komplett von vorn beginnen mussten. Die gute Nachricht heute aber ist: Wir sind mit der Planung, einem durchaus auch nervenaufreibenden Prozess, auf der Zielgeraden. Ab März/April wird der Baubetrieb wieder hochgefahren, Mitte dieses Jahres soll wieder mit voller Kraft gebaut werden.“

Der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger benennt die beiden Hauptgründe für die Verlängerung der Projektlaufzeit: „Zum einen haben wir haben die im November erfolgreich abgeschlossenen Vergabeverfahren zugunsten einer zusätzlichen Verhandlungsrunde letzten Juni um zwei Monate verlängert. Dieses war damals keine einfache Entscheidung, aber die Tatsache, dass wir trotz nach wie vor boomender Baukonjunktur, die für den Weiterbau unabdingbar notwendigen Firmen unter Vertrag Seite 23 nehmen konnten, bestätigt uns, dass diese Investition richtig war. Eine Wiederholung des Vergabeprozesses hätte mehr Zeit gekostet und die Kosten wären dadurch noch weiter gestiegen.“

Streitberger weiter: „Zum anderen lag die Ausführungsplanung am 25.August 2020 nicht wie eigentlich vereinbart vollständig vor. Dieser Umstand liegt ausdrücklich nicht allein in der Verantwortung der Planer der Haustechnik, die in ihrer Arbeit auch auf die Zuarbeit anderer Projektbeteiligter angewiesen sind“, so Streitberger.

Die Nachlieferungen, Nacharbeiten und der intensive Prüfprozess trugen maßgeblich zur Verlängerung der Sanierungsmaßnahme bei. Die Arbeiten an der Ausführungsplanung werden das Projekt auch noch das erste Halbjahr 2021 intensiv beschäftigen. Durch eine genaue Taktung von Prüfung und Nacharbeiten wird sichergestellt, dass die für die nachfolgende Werk-und Montageplanung notwendigen Elemente der Ausführungsplanung rechtzeitig vorliegen. „Wir haben mit dem Projektsteuerer, den Planern, den Objektüberwachungen (Bauleitungen) und den beauftragten Firmen, die Prozesse so abgestimmt, dass wir die nach der Prüfung überarbeitete Planung immer ohne Verzögerung für die Baustelle vorliegen haben“, erklärt Streitberger. Im Dezember wurden dementsprechend bereits überarbeitete Pläne an die Firmen übergeben. An der Vorgehensweise „Erst planen, dann bauen“ wird damit auch weiterhin festgehalten.“

Oper Köln / Birgit Meyer, nun Intendantin, aber  .. einsam in fernen Landen ... © IOCO

Oper Köln / Birgit Meyer, nun Intendantin, aber  .. einsam in fernen Landen … © IOCO

Der Technische Betriebsleiter nimmt die aktualisierte Kosten-und Terminprognose zum Anlass für einen Rückblick auf den Projektverlauf der vergangenen 18 Monate. „Die Planungsphase war für alle Projektbeteiligten bislang eine enorme Herausforderung mit viel Reibung, manchen Höhen und diversen Tiefen. Ein Grund mehr, mich bei allen Beteiligten für den aufwendig erarbeiteten Fortschritt zu bedanken. Wir stehen unmittelbar vor der Werk- und Montageplanung, dem finalen Planungsschritt. Ab Mitte des Jahres werden die Bauarbeiten wieder beginnen und wir haben alle dazu notwendigen Beteiligten an Bord. Auf unserer Straße zur Schlüsselübergabe haben damit einiges an schwerem Gelände hinter uns gelassen und können nun die nächste Passage mit dem Hochfahren des Baustellenbetriebs in Angriff nehmen.

Den Fortschritten entsprechend haben sich die Risiken im Vergleich zum Quartalsbericht im September 2020 um 6,3 Millionen Euro reduziert, auch wenn sie unter anderem durch die Corona-Lage über den Risiken von 2019 liegen. Ebenfalls in den Kosten enthalten sind die Risiken durch eine im Dezember eingetretene Insolvenz eines Rohbauunternehmens. „Wie auf jeder Baustelle werden uns gewisse Risiken bis zum Abschluss aller Arbeiten begleiten“,führt der Technische Betriebsleiter aus. „Ich bin aber überzeugt davon, dass wir sie durch unser Risikomanagement frühzeitig erkennen und dadurch rechtzeitig gegensteuern werden“.

Die neue Berechnung der Kosten und Termine impliziert, dass zur Handlungsfähigkeit der Bühnen als Bauherr, das Budget an die neue Kostenprognose von 617,6 Millionen Euro angepasst werden muss. Die Bühnen werden eine entsprechende Vorlage dazu im Lauf dieses Jahres auf den Weg bringen.

 Oper am Dom / eine der vielen Ersatzspielstätten der Oper Köln © IOCO

Oper am Dom / eine der vielen Ersatzspielstätten der Oper Köln © IOCO

Der Interimsspielbetrieb der Bühnen ist bis Dezember 2022 durch Ratsbeschlüsse abgesichert. Zur Verlängerung des Interimsspielbetriebes werden die Bühnen ebenfalls im Laufe des Jahres eine entsprechende Verlängerungsvorlage erarbeiten. Staatenhaus und Depot stehen für eine Verlängerung zur Verfügung. Eine Spielzeit im Interim kostet auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit neun bis zehn Millionen Euro.

„Köln braucht Oper und Schauspiel. Die Kölnerinnen und Kölner brauchen Oper und Schauspiel. Es sind die Bühnen der Kölnerinnen und Kölner. In einer vom Krieg zerstörten Stadt wurde 1954 mit dem Bau des Opernhauses begonnen. Die Verantwortlichen damals wollten einenOrt der Begegnung für die Menschen in dieser Stadt. Einen Ort für neue Erfahrungen nach der Barbarei des Nazi-Terrors“, so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.Und genau das sind die Bühnen: Es sind Orte des Diskurses, der neuen Erfahrungen, der Begeisterung, auch der Ablehnung, des Streits –das hat Oper und Schauspiel immer ausgezeichnet. Dafür waren Kölns Oper und Schauspiel jahrzehntelang bekannt, sie haben Kölnerinnen und Kölner begeistert –auch mit dem „Divertissementchen“–, sie haben regionales, bundesweites, internationales Publikum nach Köln geholt, große Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger, Dirigenten. Maria Callas hat an der Kölner Oper gesungen. Oper und Schauspiel wurden mit Preisen ausgezeichnet. Sie haben Köln glänzen lassen. Und genau da wollen wir sie auch in Zukunft wieder sehen.“

In der folgenden Tabelle sind die aktuellen Projektdaten aufgeführt. Bitte beachten Sie, dass sich in der letzten Zeile die bisher immer genannten 287 Millionen Euro Finanzierungs-und „sonstigen“ Kosten nach aktuellem Stand um 27 auf 260 Millionen Euro reduziert haben.

Termine

Schlüsselübergabe an Oper und Schauspiel  1. Quartal 2024

Baukosten Aktuell gültige Kostenprognose inkl. aller bisherigen Ausgaben
(Stand:31.12.2020): 618  Millionen Euro

Aktuell gültige Kostenprognose inkl. aller bisherigen Ausgaben bei Eintritt aller bekannten Risiken (Stand: 31.12.2020) 644  Millionen Euro

Sonstige Kosten
Aktuelle Prognose Finanzierungskosten (u.a. Zinsen über 40 Jahre auf Basis von €554,1 Millionen  ) und sonstige Kosten (u.a. Machbarkeitsstudie) €260 Millionen

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Sydney, Pinchgut Opera, L´Amant jaloux – Juwel der Barockmusik, IOCO Kritik, 07.02.2016

Februar 7, 2016 by  
Filed under Kritiken, Opera House Sydney

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Sydney / Opera House © IOCO

Sydney / Opera House © IOCO

www.opera-australia.org.au
www. pinchgutopera.com.au

Juwel des Barock: L´Amant jaloux in Sydney

Normaleuropäer reduzieren Australiens Kultur gern wie leichtfertig auf  den Legenden-umwobenen Ayers Rock und die spektakuläre Muscheloper in Sydney, Meisterstück moderner Architektur.  Das 1973 erbaute Sydney Opera House wurde bereits 2007 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Für Europäer ist ein Besuch der Sydney Opera „a dream come true“. Das Sydney Opera House mit seinen 1.547 Plätzen bietet weiter mehr als Oper: Die Concert Hall mit 2700 Sitzen, das Joan Sutherland Theatre,  für kleines Theater das Playhouse, formidable Restaurants und mehr. Der Opernbetrieb wird im Stagionesystem geführt; den teuren in Deutschland üblichen Repertoirebetrieb leistet man sich nicht. Opern – Produktionen werden im Stagionesystem nur 6 – 10 Mal in kurzen Zeitabständen aufgeführt.

Sydney / Katamaran Rennen rund um Pinchgut Island © IOCO

Sydney / Katamaran Rennen rund um Pinchgut Island © IOCO

IOCO suchte kulturelle Alternativen zum Sydney Opera House und fand Ungewöhnliches in der modernen City Recital Hall im Zentrum von  Sydney. Dort zeigt die Pinchgut Opera, benannt nach einer kleinen Festungsinsel im Hafen von Sydney (IOCO Foto links), ungewöhnliche Opernproduktionen. Die City Recital Hall, äußerlich unauffällig,  bietet auf 1.238 Plätzen in einem leicht aufsteigenden Konzertsaal mit zwei Rängen und bester Akustik großartige Opern und Konzerte.

Die Pinchgut Opera Sydney wurde 2002 gegründet und bietet selten gespielte Opern der Klassik und des Barock. Pinchgut Produktionen sind wunderbare Raritäten, auch nach hohem deutschen Maßstab. Manche dieser Barockwerke hatten ihre Uraufführung in Sydney. Die meisten Pinchgut Opern wurden um 1750 komponiert. Das Ochestra of the Antipodes begleitet diese Produktionen auf Instrumenten der damaligen Zeit. Die Pinchgut Direktoren Erin Helyard und Antony Walker wollen klassische Opern originalgetreu auf die Bühne bringen. Die Handlung wird in aufwendigen Kostümen aber minimalen Kulissen dargestellt.  Das barockerfahrene Orchestra of the Antipodes  spielt kompositionsgerecht auf Instrumenten der Epoche; kleine Konzerte zu Beginn der Vorstellung und in der Pause sensibilieren den Besucher für Kommendes.

Sydney Pinchgut Opera / L'Amant jaloux © Prudence Upton

Sydney Pinchgut Opera / L’Amant jaloux © Prudence Upton

Die Barockoper L´Amant jaloux, Der eifersüchtige Liebhaber, komponierte der Megastar seiner Zeit, André Grétry (1741 – 1813). 1778 in Versailles uraufgeführt feierte L´amant Jaloux hatte über Jahre in Paris triumphale Erfolge, war Lieblingsoper von König Ludwig XVI., seiner Gattin Marie Antoinette und dem Volk. In seinen Memoiren schreibt Grétry voll Stolz, wie jede Arie dieser Opéra comique eigenen Charakter und melodischen Reichtum füllt. Grétry zeichnet seine Komposition mit orchestraler Farbreichtum, schwarzem Humor und geistreichen Verwicklungen. L´Amant jaloux beeinflusste auch Mozart, als er 1778 in Paris verzweifelt um Aufträge anhielt, Marie Antoinette keine Zeit für ihn hatte und Mutter Anna Maria dort am 3. Juli starb. Grétry, seit 1774 persönlicher Musikdirektor von Marie Antoinette, komponierte über fünfzig Opern. In Deutschland ist André Grétry, seine Kompositionen und L´Amant jaloux seit Jahrzehnten Nebensache.

Sydney / L´Amant jaloux David Greco_Andrew Goodwin © Patrick Boland

Sydney / L´Amant jaloux David Greco_Andrew Goodwin © Patrick Boland

Die Handlung der Opéra comique ist schnell erzählt: Der reiche Händler Don Lopez (David Greco) möchte nicht, dass seine junge, bereits verwitwete Tochter Léonore (Celeste Lazarenko) wieder heiratet. Doch Léonore ist verliebt in den armen wie eifersüchtigen Don Alonze (Ed Lyon). Alonzes Schwester Isabelle (Alexandra Oomens) wiederum flüchtete mit Hilfe des feurigen Franzosen Florival (Andrew Goodwin) vor ihrem Vormund, welcher sie auch heiraten möchte, zu Léonore. Verwirrungen greifen um sich: Im Dunkel einer Garderobe versteckt glaubt Isabelle….Florival glaubt in der Haushilfe Jacinte (Jessica Aszodi) Léonore zu erkennen… Florival singt nachts eine wunderbare Serenade, leider vor dem falschen Fenster… Im Dunkel der Nacht finden Florival und Alonze erleichtert heraus, dass sie keine Rivalen sind… Zudem verkündet Alonze eine große Erbschaft, sodass er Léonore heiraten kann. Auch Florival heiratet, Isabelle. Die Handlung wird untermalt durch Darsteller in farbig barocken Kostümen (Christie Milton).

Sydney Pinchgut Opera / L´Amant jaloux Ensemble © IOCO

Sydney Pinchgut Opera / L´Amant jaloux Ensemble © IOCO

Das Barockorchester, das Orchestra of the Antipodes, überrascht mit filigran bezaubernder Klängen. Ihr Dirigent Erin Helyard spielt auch am Cembalo, tiefensichere Fagotte wetteifern mit höhenfeinen Piccoloflöten, die Streicher meistern virtuose Parforceritte durch komplexe Partituren. Das pralle Leben streicht mit L´Amant jaloux in komödiantisch verzierten Bahnen durch die City Recital Hall von Sydney. Dazu ein junges Ensemble, dessen Frische im Gesang zahlreicher Duette und Quartette wie im Spiel spürbar Laune machte: Alexandra Oomens berichtet in ihrer grossen Sopranarie als Isabelle mitreißend über die Flucht vor dem Vormund. Mit den „mitleidenden“ Celeste Lazarenko (Léonore) und Jessica Aszodi (Jacinte) wird ihr lebendiger wie warm timbrierter Dreigesang zu einem Höhepunkt des Abends. Doch auch das männliche Ensemble besticht mit kraftvoll lyrischen und gut verständlichen Stimmen: Die Tenöre Andrew Goodwin als Florival und Ed Lyon als Don Alonze wie Bassbariton David Greco (Don Lopez).

Europäer erwarten neue Erfahrungen in Australien. Doch zielen solche Erwartungen eher auf Outback, Tropenwälder, Taucherfahrungen nicht aber Barockmusik. Wir allerdings erlebten in Australien erstmals André Grétry und dessen Barockjuwel L´Amant jaloux. Das war „highly unexpected“ für einen vermeintlichen Australienkenner. Das australische Publikum feierte ausgiebig die Pinchgut Opera, das Orchestra of the Antipodes wie das junge, gesangsstarke australische Ensemble

IOCO / Viktor Jarosch / 07.02.2016

Hagen, Theater Hagen, Die spinnen, die Römer – Slapstick Comedy, IOCO Kritik, 18.10.2014

Oktober 21, 2014 by  
Filed under Kritiken, Musical, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Die spinnen, die Römer  –  Stephen Sondheim

Prickelnde Slapstick Comedy 

Von Viktor Jarosch

Premiere: 18.10.2014; Weitere Vorstellungen:  24.10.2014; 31.20.2014 und mehr

Versprochen, gehalten: “Was Familiäres, was Populäres, etwas für Jedermann – Komödie gibt´s heut.. Vertrautes, Geklautes“, verspricht Pseudolus (deutsch Lügenmaul) zur Eröffnung des prallen Musicals Die spinnen, die Römer im Theater Hagen.Tragisch wird´s morgen, komisch wird´s heut“. Pseudolus hält Wort: Über zwei Stunden hält Stephen Sondheims Musical die Besucher des Theater Hagen mit eigenem Humor außer Atem: Schwüle Liebesnöte, brachialische Verwechslungen, notorische Sprachfehler, stolpernde Soldaten, Tritte in Hintern wechseln mit brillantem Wortwitz, feiner Musik und deftigen Überzeichnungen.

Theater Hagen / Die spinnen die Römer Miles Gloriosus © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Die spinnen die Römer Miles Gloriosus © Klaus Lefebvre

1962 ließ Stephen Sondheim (1930) sein sperrig betiteltes Musical A Funny Thing Happended on the Way to the Forum (deutsch Die spinnen, die Römer) auf den New Yorker Broadway los. Eine aberwitzige Farce, nicht auf den gallischen Asterix oder Obelix basierend, sondern auf Komödien des antiken Dichters Titus Maccius Plautus, kompiliert von Burt Shelove und Larry Gelbart. Seine Nähe zur Showlegende Oscar Hammerstein beeinflusste Sondheim schon als Kind. Zu einem Giganten der Musicalwelt mutierte er spätestens 1957, als er die Texte zu Leonard Bernsteins West Side Story schrieb. Das Theater Hagen ist seit Jahren Sondheim-Fan: Seine Musicals Sweeney Todd und Into the Woods wurden schon am Theater Hagen aufgeführt, mit überragendem Erfolg.

Theater Hagen / Die spinnen die Römer Ensemble © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Die spinnen die Römer Ensemble © Klaus Lefebvre

Annette Wolf, Slapstick-Debütant am Theater Hagen inszeniert eine mitreißende, von Überzeichnung, Irrwitz und Bewegung getriebene Komödie. Nicht Arien, sondern atemberaubende Sing- und Sprechtempi mit komplexen Partituren fordern Choreographie, Ensemble und Bühnentechnik. Und es fasziniert, wie Alfonso Palencia mit witziger schnell changierender Choreographie, Lena Brexendorff mit frivol, deftig, bunten Kostümen dem Stück Spaß und Spannung verleihen. So verzauberten 23 Chormitglieder (Wolfgang Müller-Salow) nicht nur stimmlich sondern auch in 76 Statistenrollen als Neugierige/r, Bürger/in, Hawaiianer/in, Kurtisane, Vibrata, Engel, Papst, Gefangener, Mafiosi, Tourist, Eunuch, Soldat und mehr. Dazwischen zauselt der alte Römer Erronius (Werner Hahn) mit Plastik-Rollator. Und man staunt, denn der choreographische Irrwitz gelingt blendend: Darstellerisch wie logistisch. Ohne überladen zu wirken. Dass man als Besucher in der Pointenschleuder gelegentlich den Überblick verliert, tut dabei nicht weh. Denn der nächste Schmäh kommt schnell und macht alles Vergessen. Drei gleichfarbige Häuser bilden auf der Drehbühne des Theater Hagen ein „schönes Viertel des alten Rom“ ab, in dem freie Bürger und Sklaven alltägliche wie merkwürdige Interessen verfolgen.

Theater Hagen / vlnr. Lycus Senex Pseudolus Hysterium © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / vlnr. Lycus Senex Pseudolus Hysterium © Klaus Lefebvre

Steffen-Müller-Gabriel produzierte mit seinem philharmonischen Orchester Hagen einen Klangkörper voll melodischer Ohrwürmer, abrupten Rhythmuswechseln wie leichten Melodien; und setzt dies in perfekten Gleichklang zur turbulenten Bühnenhandlung um. Wohltuend ist die gut abgestimmte Tonqualität der mit Mikroports (Ton R. Köppermann) ausgestatteten Darsteller.

Theater Hagen / Erronius Pseudolus © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Erronius Pseudolus © Klaus Lefebvre

Die Komödie Die spinnen, die Römer lebt primär nicht von guten Stimmen: Die Hagener Inszenierung begeistert besonders, weil die hochtourigen Szenen harmonisch abgestimmt von einem darstellerisch starken Ensemble getragen werden. Dominierender Darsteller ist der Sklave Pseudolus (Rainer Zaun), welcher über zwei Stunden schräg wie listig versucht, seinen Herrn Hero (Tillmann Schnieders) mit der kretischen Jungfrau Philia (Maria Klier) zu verkuppeln, um selbst dadurch freier Bürger Roms zu werden. Bühnen-Urgestein Rainer Zaun gestaltet den Abend als chargierender, überdrehter Pseudulus (deutsch Lügenbold) mit guter Sprechstimme, wohltimbrierten Bassbariton und starker Wandlungsfähigkeit. Hero spielt derweil den schlaffen Helden, welcher zuerst einen überdimensionierten Teddybär liebt. Seine Angebetete, die hübsche Jungfrau Philia, obwohl bereits an den sprachgestörten Hauptmann Miles Gloriosus (Kenneth Mattice) verkauft, haucht, nicht ganz so unschuldig, jeder männlichen Gelegenheit ein „Nehmt´s mich“ oder „Ich bin Euer“ zu. Christoph Scheeben gab dem Senex (deutsch Alter Knacker) besonders zu Beginn des 2. Aktes Farbe und Charakter, wenn er rückblickend den 1. Akt und seinen Wunsch auf einen zweiten Frühling parodistisch beschreibt. Marilyn Bennett („ich krieche gern“) ist in engem schwarzen Kostüm eine authentische Domina, während Marcus Lycus ( Rolf A. Scheider) als lackierter Frauenhändler in goldgelbem Umhang mit seinen Kurtisanen („ich kann mit Stolz sagen, ich habe die beste Auswahl von ganz Rom“) pralle Komik abliefert. Richard van Gemert rundet als Chefsklave Hysterium (deutsch Der Weibische) wie als chaotisches Gerenne auslösende tote Philia eine glanzvolle Ensembleleistung des Theater Hagen ab.

Theater Hagen / Die spinnen die Römer / Ensemble © IOCO

Theater Hagen / Die spinnen die Römer / Ensemble © IOCO

Die spinnen, die Römer: Deftig, pralle Burleske trifft auf anspruchsvolle Musik. Perfekte Inszenierung, guter Ton, ein springlebendiges Ensemble bringen „Geklautes, Groteskes, Graziöses, Obszönes, Pompöses, nichts Dezentes“ temporeich und schrill auf die Bühne des Theater Hagen. Auch das Publikum dankte laut und  andauernd, nicht dezent, für diese unterhaltsame Slapstick Comedy.

Weitere Vorstellungen: 24.10.2014; 31.20.2014; 2.11.2014; 8.11.2014; 15.11.2014; 19.11.2014; 9.12.2014; 25.12.2014; 28.12.2014; 04.01.2014; 10.01.2014; 29.01.2014; 22.02.2014; 18.03.2014

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Hagen, Theater Hagen, Premiere Feuerwerk: Humor, Artisten, Nachdenkliches, IOCO Aktuell, 28.09.2013

Oktober 1, 2013 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

 Packendes in Hagen: Feuerwerk von Paul Burkhard

Erfolgreiche Theaterstücke  entstehen selten am Reißbrett, geplant und geordnet. Kunst, Phantasie, Zufälle kennzeichnen viele Bühnenerfolge. `Der Rosenkavalier´ von Richard Strauss wurde erst mit Max Reinhardts Einfluss  zu einem Welterfolg. Die Komödie Feuerwerk brauchte bis zu ihrem Welterfolg einen langen Anlauf: Aus dem Mundartstück De sächzigscht Giburtstag des Schweizers Emil Sautter entstand 1939 Paul Burkhards schnell vergessene und wenig aufgeführte  Operette  Der schwarze Hecht. Paul Burkhard gesteht von sich selbst „kein ausgesprochener Kabarettist“ zu sein. Der
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Alle Vorstellungen  Feuerwerk:  4. Oktober 2013,  10.10.2013,  13.10.2013, 24.10.2013; 6. November 2013, 9.11.2013, 18. Dezember 2013, 31.12. 2013 (2 x), 11. Januar 2014,  26.1.2013,  2.Februar 2014,  9.2.2014,  28.2.2014;  Ticket Kaufen:  Hier!
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Welterfolg seiner Komposition stellte sich erst ein, als die von den Nazis verjagten Revue-Titanen Erik Charell und Robert Gilbert 1949 aus den USA nach Deutschland zurückkehrten, ein neues Libretto schufen, die Handlung mit Humor, Parodien und Leben überzogen und dem Stück den Namen Feuerwerk gaben. Nun wurde Komponist Paul Burkhard über Nacht berühmt; sein Lied O mein Papa in englischen wie deutschen Fassungen millionenfach verkauft. Eddie Fisher schaffte es in den USA, Lys Assia in Deutschland über Wochen an die Spitze der Musik-Charts. Feuerwerk wurde zur erfolgreichsten Operette der 50er Jahre.
Hagen / Theater Hagen / Feuerwerk Ensemble © Stefan Kühle

Hagen / Theater Hagen / Feuerwerk, Ensemble © Stefan Kühle

Feuerwerk ist eine bissige wie groteske Gesellschaftskomödie, welche der von Trauma und Wiederaufbau geprägten Nachkriegszeit mit dem Regieansatz „Biederes Bürgertum trifft auf exotische Bühnenwelt“ Frohsinn einhauchen wollte. Feuerwerk, ganz Erik Charell, soll die Biederkeit des Alltags durch Esprit und Lebenslust abschütteln; doch ohne moralisierenden Zeigefinger oder sich in erotischen Untertönen verlierend. Die Handlung von Feuerwerk: Ein muffiger Unternehmer Oberholzer möchte mit seiner kleinbürgerlichen Familie und Freunden seinen 60. Geburtstag feiern. Doch läuft dabei einiges aus dem Ruder. Der verschollene, zum Zirkusdirektor Obolski mutierte Bruder dieses Unternehmers und seine ebenso exotische Frau Iduna  tauchen unangekündigt auf. Das Thema von Feuerwerk ist immer aktuell; deftige Gegensätze sind beliebter Gestaltungsstoff innovativer Regisseure; Parodien, Artistik und Phantasie die Füllmittel. Das Theater Hagen und Nicola Glück nutzten die Möglichkeiten für eine neue, fulminante Feuerwerk-Produktion.
 Hagen / Theater Hagen / Feuerwerk Ensemble © Stefan Kühle

Hagen / Theater Hagen / Feuerwerk Ensemble © Stefan Kühle

Nicola Glück arrangiert eine mitfühlend menschliche wie unterhaltsame Feuerwerk-Produktion, welche – „Danke Hagen“ –  ihr Heil nicht in überbordender Radikalität oder sexistischem Wortgeklingel sucht. Das erste Bild wird zwar von einem braven Wohnzimmer und Protagonisten in betulicher Nachkriegs-atmosphäre dominiert; doch für einen furiosen Einstieg in der Abend sorgt bereits Kati, die Köchin (Kristina Larissa Funkhauser), ihr Kostüm (Pia Oertel), ein Küchenherd und das mit prickelnder Mimik mitreißend vorgetragene Lied „Ich koche gern“. Ähnlich spannende Regieeinfälle (Dramaturgie Thilo Borowczak) durchziehen die Inszenierung und machen Feuerwerk zu dem, was es sein will: Nicht Hamlet aber lebensfreudige, ausgelassene Gesellschaftskomödie. Die zentralen Rollen des Zirkusdirektor Obolski und Iduna, seine Frau, sind in Hagen mit Bariton Rolf A. Schneider („Man hat’s nicht leicht“) und der attraktiven Ruth Ohlmann  („Oh mein Papa“ – lieblich süß, ergreifend) stimmlich souverän wie durch ihr Showtalent glänzend besetzt. Doch spektakulär wird die Feuerwerk – Produktion des Theater Hagen im zweiten und dritten Akt mit neuem Bühnenbild und Artisten wie Akrobaten des Circus Jonny Casselly:
Theater Hagen / Artistennachwuchs zeigt auf Premierenfeier Feuerwerk sein Können © IOCO

Theater Hagen / Artistennachwuchs zeigt auf Premierenfeier Feuerwerk sein Können © IOCO

Packende Artistik in der Luft wie am Boden, Dressurakte wie Seilchenspringen mit Hund, Clownerien wechseln, vermischen sich mit stimmlichen wie choreographischen Leckerbissen des spielfreudigen Theater Hagen – Ensembles: Onkel Gustav (Richard van Gemert) genoss sicht- und hörbar seine „Hustenarie“ und seine Wandlung vom unterwürfigen zum humorigen Gatten,   Onkel Heinrich (Orlando Mason) besaß auch dank seiner kräftigen Ausstaffierung  umwerfende Darstellungskraft, während Veronika Haller als Tante Lisa mit schräger Mimik immer wieder faszinierte. Marilyn Bennett kujonierte als schrullige Tante Paula mit auffälliger Präsenz. Doch auch Verena Grammel als Berta, Christoph Scheeben als Ehemann Fritz und Werner Hahn Unternehmer  Albert Oberholzer  und Dagmar Hesse als Gattin zelebrieren Kleinbürgerlichkeit  genüsslich. Maria Klier als Tochter Anna tanzt schwungvoll, singt lieblich textverständlich. So besaß jeder auf der Bühne seinen eigenen, oft verschroben schrulligen Charakter, füllte das Bühnengeschehen dieses Feuerwerk mit Stimmung, Komik und Frohsinn.

 Hagen / Theater Hagen / Feuerwerk, Circus Jonny Casselly © Stefan Kühle

Hagen / Theater Hagen / Feuerwerk, Circus Jonny Casselly © Stefan Kühle

Dirigent Steffen Müller-Gabriel und das Philharmonischen Orchesters Hagen schwelgen mit dem Ensemble an den „schönen Stellen“ der Musikkomödie. Besonders  „O mein Papa“ verweilt, schwebt, romantisiert betörend, ganz auf die sentimentale Sprachmelodie von Ruth Ohlmann und der Solisten des Theater Hagen Ensemble ausgerichtet. Auch die musikalischen Großformen und das große Finale zu Feuerwerk arbeiten Steffen Müller-Gabriel und sein Orchester plastisch heraus; wenngleich die Akustik an manch großen Stellen noch verbessert werden kann.
Feuerwerk, Ensemble Theater Hagen © Stefan Kühle

Feuerwerk, Ensemble Theater Hagen © Stefan Kühle

Die gelungene Feuerwerk – Premiere des Theater Hagen endete mit brausendem, jubelnden Publikum, einer packenden Premierenfeier und einer kleinen Bühne, auf der der Artistennachwuchs des Circus Jonny Casselly den fröhlich Feiernden Besuchern wunderbare Kunststücke  zeigten.

 

IOCO / Viktor Jarosch / 28.09.2013

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