Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Maifestspiel-Specials – und die Pandemie, IOCO Aktuell, 13.04.2021

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Maifestspiel-Specials 2021

 Ein Schleier ruht über bereits publizierten Öffnungsperspektiven

Eigentlich wollte das Hessische Staatstheater Wiesbaden am Mittwoch, dem 14. April 2021, mit dem Mai-Programm inkl. Maifestspiel-Specials (Detail-Programm unten) in den Vorverkauf gehen. Doch, auch dies ist überholt; die Pandemie  erlaubt dies leider wieder nicht. Ein neuer Vorverkaufstermin ist zur Zeit nicht bekannt, hängt u. a. von den politischen Entscheidungen auf Bundesebene ab.. Sobald  mehr hierzu bekannt ist, gibt das Staatstheater weitere Informationen bekannt. Bis dahin wird Geduld gefordert. Das im März 2021 veröffentlichte, unten dargestellte Programm ist in diesem Sinne zu interpretieren.

So die Pressemitteilung des Hessischen Staatstheaters vom 12.4.2021

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Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hatte im März 2021 beschlossen, die Internationalen Maifestspiele 2021 wegen der Corona-Pandemie nicht gänzlich ausfallen zu lassen, sondern mit »Maifestspiel-Specials« und einem Ersatzprogramm möglich zu machen. Besonderer Kooperationspartner ist in 2021 die Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden, die mit der begleitenden Sonderausstellung »Vorhang auf!« auf das 125-jährige Jubiläum der Internationalen Maifestspiele blickt.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende: »Es ist unglaublich schade, dass die Jubiläumsfestspiele nicht in dem geplanten Umfang stattfinden können. Nun hoffen wir alle, dass wenigstens die Maifestspiel-Specials auch wirklich gebührend, vielleicht mit Abstand aber in enger Verbundenheit, stattfinden können. Ich wünsche allen – trotz der noch immer heiklen Situation – inspirierende und spannende Stunden.«

Intendant Uwe Eric Laufenberg: »Wir sind zutiefst betrübt, dass wir unser großartiges Programm, das wir für die Jubiläumsfestspiele 125 Jahre Maifestspiele 2021‹ geplant hatten, nun doch nicht durchführen können. Wir haben uns bemüht, ein Ersatzprogramm zusammenzustellen und hoffen inniglich, dass dieses gelingen kann.«

Sabine Philipp, Direktorin Stadtmuseum: »Wir hoffen und freuen uns darauf, in diesem schwierigen Festjahr mit der Ausstellung ›Vorhang auf!‹ direkt gegenüber in den Kurhauskolonnaden allen Widrigkeiten zum Trotz einen ganz besonderen Akzent zu setzen und Glanz und Glamour, Höhen und Tiefen aus 125 Jahren Festspieltradition in Wiesbaden für ein breites Publikum erlebbar zu machen.«

In der heutigen Pressekonferenz stellte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Künstlerischer Leiter der Internationalen Maifestspiele, die »Maifestspiel-Specials« und das Mai-Ersatzprogramm, das vom 1. Mai bis zum 30. Mai 2021 gespielt wird, vor.

»Maifestspiel-Specials« – Was ist das ?

Als »Maifestspiel-Specials« werden Opern mit Starbesetzung,Konzerte, Lesungen und Gespräche angeboten. Im »FutureLAB«, einem Versuchs-Laboratorium in der Wartburg, stellen sich Künstler*innen vor, die am Anfang ihrer Berufsausübung stehen – Absolvent*innen, die ihre Studienzeit erfolgreich hinter sich gebracht haben und nun innovationswütig das Feld ihrer jeweiligen Kunst neu bestellen wollen.
»Wie wollen wir leben – Utopien im 21. Jahrhundert« – mit dieser Fragestellung haben sich Stipendiat*innen der Landeshauptstadt Wiesbaden anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Internationalen Maifestspiele beschäftigt. Ihre Ergebnisse präsentieren sie u.a. in der Wartburg und im Kleinen Haus.
Die Sprechchor-Performance »Das Schattenkabinett«, gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain, wird mit Wiesbadener Bürger*innen auf die Bühne gebracht. Für Junge und jung Gebliebene sind einzelne Produktionen der Jungen Maifestspiele im Mai zu erleben.

Das Ersatzprogramm besteht aus besonderen Programmhighlights wie dem Opernzyklus »Der Ring des Nibelungen«, den Opern »Der Barbier von Sevilla« und »Die Hochzeit des Figaro« sowie der Oper »Lady Macbeth von Mzensk«. Außerdem feiern die Oper Puccinis »Il trittico« und der Doppeltanzabend »Le sacre du printemps« im Großen Haus Premiere. Ebenso feiert das Ballett »Kamuyot« Premiere.
Die Schauspiele »Schiffbruch« (Teil 2) und »Bergung« (Teil 3) aus Tom Stoppards Trilogie »Die Küste Utopias« feiern Deutschsprachige Erstaufführung und sind als Trilogie mit »Aufbruch« (Teil 1) im Mai zu sehen. Ebenso feiern die Schauspiele »Doktors Dilemma« und »Quichotte« Premiere.

Das »Maifestspiel-Special« 2021 wird durch die Unterstützung der Landeshauptstadt Wiesbaden, des Landes Hessen und des Förderkreises der Internationalen Maifestspiele e.V. ermöglicht. Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain unterstützt das Projekt »Das Schattenkabinett«.

Der Kartenvorverkauf für den Mai startet am 31. März 2021. Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.maifestspiele.de erhältlich. Auf der Homepage des Hessischen Staatstheater Wiesbaden werden alle Termine der »Maifestspiel-Specials« und des Ersatzprogramm im Mai bis zum 31. März 2021 aufgelistet sein.

Rheingold in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg
youtube Trailer Hessisches Staatstheater Wiesbaden
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Detailliertes Programm der »Maifestspiel-Specials«

Oper / Konzert
In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange ist Richard Wagners Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« (siehe hier die Trailer des Hessichen Staatstheaters) in fulminanter Festspielbesetzung mit u.a. Klaus Florian Vogt als Sigmund, Catherine Foster als Brünnhilde, Andreas Schager als Siegfried, Albert Pesendorfer als Hunding und Johannes Martin Kränzle als Gunther zu erleben.
In »Der Barbier von Sevilla«, in der Inszenierung von Tilo Nest und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel, singt Ioan Hotea die Partie des Grafen Almaviva, José Fardilha ist Bartolo, Mario Cassi singt die Partie des Basilio.
In der »Hochzeit des Figaro« übernimmt Erwin Schrott die Titelpartie. In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel ist zudem Florian Boesch als Graf Almaviva zu sehen.
Unter der Leitung von Konrad Junghänel geben Cantus Cölln, das renommierte solistische Ensemble für Chorgesang auf dem Gebiet der Alten Musik, ein Konzert ihrer Abschiedstournee mit Motetten von Johann Sebastian Bach in der Marktkirche.
Florian Boesch und Justus Zeyen am Klavier laden in diesem Jahr zu ihrem Liederabend mit Liedern von Franz Schubert, Ernst Krenek und Gustav Mahler in die musikalische Hochromantik ein.
Elektronische Musik und Live-Erlebnis verbinden der norwegische Jazztrompeter Arve Henriksen und J. Peter Schwalm in ihrem Konzert »Neuzeit«. Das Resultat sind Klangskulpturen von zeitloser Schönheit und musikalische Tracks, die einen suggestiven Sog entwickeln.

Performance / Lesung / Gespräch
Für sein Projekt »Das Schattenkabinett« stellt Bernd Freytag einen zehnköpfigen Chor aus Wiesbadener Bürger*innen zusammen und bildet damit in ihrer Diversität ein Sprachrohr, das sich an eine politische Utopie wagt und versucht eine Gegenwelt zu entwerfen. Die Uraufführung dieser Performance findet im Kunsthaus statt.

Die Walküre in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg
youtube Trailer Hessisches Staatstheater Wiesbaden
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Theaterkritiker Peter Michalzik liest aus seinem Buch »Liebe in Gedanken«, das die Umstände einer Liebesgeschichte in Briefen nachzeichnet. Der Briefwechsel wird nun auf besondere Art lebendig, denn Valery Tscheplanowa und Wolfram Koch leihen dafür ihre Stimmen.
Die Podiumsdiskussion »Wider die Verpuffung«, eine Gesprächsrunde mit Künstlerin Melina von Gagern, Psychologin Adrienne Goehler und Wirtschaftspublizistin Samira Kenawi, widmet sich den grundsätzlichen Fragen zu der ungerechten Verteilung auf der Welt.

FutureLAB
Im »FutureLAB« in der Staatstheater-Spielstätte Wartburg werden verschiedene Projekte von Künstler*innen vorgestellt, die am Anfang ihrer Berufsausübung stehen und innovationswütig das Feld ihrer jeweiligen Kunst neu bestellen wollen. Das Hessische Staatsballett zeigt mit »FutureLAB: Aerowaves« ausgewählte Nachwuchschoreograf*innen, die eine Aufnahme unter die twenty-artists des europaweiten Tanznetzwerk Aerowaves geschafft haben. Unter dem Titel »FutureLAB: Kunst und Digits« erarbeiten Fellows der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund gemeinsam mit Mitarbeiter*innen der Akademie die Möglichkeiten digitaler Technologien für die Darstellenden Künste. In Form eines Digitalprojekts entwickeln Absolvent*innen der Hochschule Ernst Busch Berlin im »FutureLAB: Spiel und Objekte« ein Gesellschaftsspiel zur Aushandlung von Gemeinschaft in ungewissen Zeiten.

Projektstipendien der Stadt Wiesbaden

Siegfried in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg
youtube Trailer Hessisches Staatstheater Wiesbaden
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»Wie wollen wir leben – Utopien im 21. Jahrhundert« – mit dieser Fragestellung haben sich Stipendiat*innen der Landeshauptstadt Wiesbaden anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Internationalen Maifestspiele beschäftigt. Theater- und Musikschaffende aus Wiesbaden waren aufgerufen, Projektvorschläge einzureichen, die zwischen Februar und April 2021 erarbeitet werden sollen. Eine fünfköpfige Jury entschied über die Vergabe der Stipendien, die mit jeweils 8.000 Euro dotiert sind. Die Arbeitsergebnisse werden als »Maifestspiel-Special« präsentiert.
»Meeting with monsters«, eine Tanzperformance mit Sounddesign, Tanz und Bildender Kunst, ist in der Wartburg zu sehen. Die Medien-Performance »ACCOUNT GESPERRT« im Kleinen Haus ist eine Show mit Musik frei nach Richard III. von William Shakespeare. Das DIDIMOS Ensemble präsentiert »2050 – Geschichten von Morgen« zum Thema Klimakrise und einer Utopie mit positiven Zukunftsentwürfen im Künstlerverein Walkmühle. Der Eintritt ist frei, um eine Spende vor Ort wird gebeten. Für »wise and shine! Stell dir vor es ist Schule und alle wollen hin.« entwirft das Ensemble Wanderbühne Freudenberg eine Zukunftsschule in Form einer partizipativen Performance auf Schloss Freudenberg. Tickets sind über den Ticketshop von Schloss Freudenberg zu erwerben. »Simple space – eine musikalisch-handwerkliche Performance« ist eine mehrtägige Performance im Wiesbadener Stadtwald, in der die Projektbeteiligten gemeinsam leben, musizieren und arbeiten. Der Eintritt ist frei. In der Nerobergmulde ist das Projekt »Der Raum Zwischen Uns«, ein partizipatives Tanzprojekt in dem die Auswirkungen einer sozialen Situation ausgelotet werden, zu sehen. Tickets sind über www.matthewtusa.com buchbar.

Junge Maifestspiele
Auch Produktionen der Jungen Maifestspiele sind in diesem Jahr zu erleben: »Daumesdick« (5+) ist ein Theaterabenteuer mit Musik nach den Gebrüdern Grimm in einer sehr poetischen Inszenierung. »Über Dodekaeder« (14+) wirft einen jungen Blick auf Sinn und Unsinn des Theaters. Das Stück gewann beim Leonardo-Award 2019 den 1. Preis in der Kategorie Theater. Das Konzert mit Live-Malerei »Ton in Ton« (14+) mischt in einem Sinnesrausch Töne und Pinselstriche. »Abbraccci« (3+) des Teatro Telaio beschäftigt sich mit dem Thema Zuneigung, ein Stück wie geschaffen für die heutige Zeit. Eine musikalische Darbietung von einem Menschen und Robotern für Menschen und Roboter wird in »Man Strikes Back« (6+) von Post uit Hessdalen gezeigt. Eine spannende Mischung aus Comedy, Pantomime und Stimmenimitation sowie erstaunlichen Tönen zeigt das Theater Triebwerk mit »Supervox« (9+). Das dokumentarische Tanztheater »Liebe üben« (10+) holt die Liebe aus dem 7. Himmel auf den Boden der Bühne herunter. Ein liebevoller Blick auf das Kleine ist mit dem JUST-Schauspiel »Die kleine Raupe« (3+) zu erleben. Zum Abschluss wird das »Mai Fest Spiel« mit dem szenischen Live-Hörspiel »Peter Pan« und dem JUST-Schauspiel »Märchen Märchen« präsentiert.

Die Götterdämmerung in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg
youtube Trailer Hessisches Staatstheater Wiesbaden
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Bonustracks
Die Theaterpädagogik des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und die Museumspädagogik des Stadtmuseums Wiesbaden bieten mit »Maifestspiele im Wandel der Zeit« anlässlich des 125. Jubiläums gemeinsam Führungen an. Der Theaterclub Junior begibt sich mit »Mission Zukunft« auf historische Spurensuche in der Stadt und erarbeitet einen interaktiven Stadtspaziergang.
In Kooperation mit Wiesbaden Marketing sind besondere Musikalischen Stadtführungen zu erleben: Das Salonensemble des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden führt mit Conférencier Wolfgang Niebling durch den Kurpark und wandelt auf den Pfaden berühmter Persönlichkeiten, die Wiesbaden im 19. Jahrhundert zu einem glanzvollen Treffpunkt machten.
Die »Future History App«, ein Angebot von Wiesbaden Marketing, nimmt die Besucher*innen mit auf eine virtuelle Jubiläumstour hinter die Kulissen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und macht verborgene Ecken und Winkel des Theaters erlebbar. Dieses Angebot ist kostenlos.

  • Ersatzprogramm im Mai:
    Oper
    Puccinis »Il trittico« feiert in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel und Albert Horne Premiere. Daniel Luis de Vicente, Olesya Golovneva, Ioan Hotea und Wolf Matthias Friedrich sind u.a. in verschiedenen Besetzungen zu erleben.
    In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange ist ebenfalls Richard Wagners Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« zu erleben. Die Opern»Der Barbier von Sevilla«, in der Inszenierung von Tilo Nest und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel, und »Die Hochzeit des Figaro«, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel, stehen außerdem auf dem Ersatzprogramm. Schostakowitschs Oper »Lady Macbeth von Mzensk«, in der Inszenierung von Evgeny Titov und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange, ist ebenfalls im Mai zu erleben.
  • Ballett
    Das Hessische Staatsballett feiert mit dem zweiteiligen Ballettabend »Le sacre du printemps« von Bryan Arias, dem FAUST-Theaterpreisgewinner 2020, und Edward Clug im Großen Haus Premiere. Außerdem feiert das Ballett »Kamuyot«, eine Choreografie von Ohad Naharin, im Malsaal Premiere.
  • Schauspiel
    In der Inszenierung von Henriette Hörnigk feiern die Schauspiele »Schiffbruch« (Teil 2) und »Bergung« (Teil 3) von Tom Stoppards »Die Küste Utopias« Premiere und sind als Trilogie mit »Aufbruch« (Teil 1) an drei aufeinanderfolgenden Abenden zu sehen. George Bernard Shaws »Doktors Dilemma«, in der Inszenierung von Tim Kramer, ist ebenfalls als Premiere im Mai im Kleinen Haus zu erleben, ebenso die Schauspiel-Premiere »Quichotte«, in der Inszenierung von Daniel Kunze.
    Des Weiteren stehen die Deutschsprachige Erstaufführung »Admissions«, in der Inszenierung von Daniela Kerck, das Schauspiel »Die Pest«, in einer Fassung von Sebastian Sommer, sowie »Szenen einer Ehe«, in der Inszenierung von Ingo Kerkhof, auf dem Ersatzprogramm.
  • JUST
    Die JUST-Schauspiele »König Midas – ich? Oder: wie werde ich klug?« (8+), in der Inszenierung von Rainer Fiedler, und »Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse« (6+), in der Inszenierung von Stephan Rumphorst, sind im Studio zu sehen.

—| IOCO Aktuell Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

Wuppertal, Oper Wuppertal, Intendant Berthold Schneider – Zum Kultur-Lockdown, IOCO Aktuell, 08.11.2020

November 7, 2020 by  
Filed under Portraits, Pressemeldung, Wuppertaler Bühnen

Wuppertaler Bühnen

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Intendant Berthold Schneider – Stellungnahme zum Kultur-Lockdown

»Wir werden nicht schweigen«

 Oper Wuppertal / Intendant Berthold Schneider © Jens Grossmann

Oper Wuppertal / Intendant Berthold Schneider © Jens Grossmann

Seit Montag, dem 2. November 2020, ist es im Theater still geworden. Es wird nichts mehr für unser Publikum aufgeführt.

Berthold Schneider: „Wir Theatermacher*innen verstehen selbstverständlich die Dramatik der Situation. Wir wollen helfen und unseren Teil dazu beitragen, damit dieser gefährliche Virus verschwindet. Deshalb tragen wir die jetzt von der Regierung beschlossenen Maßnahmen mit. Gleichzeitig wissen wir alle, dass die Pandemie nicht so schnell vorüber sein wird. Wir wissen, dass wir uns in den kommenden Monaten nicht von einem Lockdown zum anderen hangeln können.

Der Preis, den die Gesellschaft und jeder Einzelne zu zahlen hätte, wäre zu hoch. Wir müssen also Wege suchen und finden, mit diesem aggressiven Virus einen sinnvollen, menschen-würdigen Alltag zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass das gelingen kann, wenn wir die nächsten Wochen nutzen, differenziert auf alle Lebensbereiche zu schauen. Wir müssen uns dabei Fragen stellen wie: Welchen Beitrag leistet diese oder jene Aktivität zum Infektionsgeschehen? Welche Grundbedürfnisse erfüllt sie? Wir müssen abwägen.

Wenn wir dabei einzelne Bereiche als »systemrelevant« klassifizieren, müssen wir uns fragen: Welches System meinen wir damit? Ist es ein System des menschlichen Miteinanders, eines der ökonomischen Optimierung? Wie wichtig ist es uns, dass Jugendlichen legale Formen des geselligen Miteinanders ermöglicht werden, weil sie sonst nicht erwachsen werden können? Wie könnten solche Formen aussehen? Wie können wir Nähe zu unseren älteren Mitbürger*innen zulassen, damit sie nichtvereinsamen?

Unsere Antwort auf die nächste Welle darf nicht der nächste Lockdown sein. Wir glauben nicht, dass wir uns ausschließlich auf die Rettung durch die Medizin verlassen sollten, wenn wir aus dieser Krise herausfinden wollen. Wir glauben, dass wir Philosoph*innen, Literat*innen, den Künstler*innen der unterschiedlichsten Genres zuhören sollten, weil sie oftmals die beste Sensorik dafür haben, was uns Menschen in unserem Menschsein gefährdet oder was uns bewahren kann.

Wir kommen in Theatern zusammen, um unterhalten zu werden, um Kunst zu genießen, aber eben auch, um uns Gedanken auszusetzen, von denen wir spüren, dass sie ins Zentrum unseres Seins vordringen. Wir gehen auch ins Theater, um an uns selbst zu arbeiten. Eine gute Vorstellung verlassen wir nicht als dieselbe Person, die vor zwei Stunden ins Theater hineingegangen ist. Diese Arbeit an uns selbst ist vielleicht ähnlich produktiv, wie das Herstellen von Gütern oder die Steigerung von Gewinnen. In diesem Sinn werden wir zwar jetzt die Türen des Theaters für eine Weile schließen, aber wir werden in dieser Stille nicht schweigen. Ganz im Gegenteil.“

—| IOCO Aktuell Wuppertaler Bühnen |—

Hagen, Theater Hagen, Die Blume von Hawaii – Paul Abraham, IOCO Kritik, 30.10.2020

Oktober 29, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Operette, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Die Blume von Hawaii – Paul Abraham

Das Paradies am Meeresstrand – im Theater Hagen

von Viktor Jarosch

Der österreichische Regisseur Johannes Pölzgutter und sein Team zaubern im Theater Hagen Die Blume von Hawaii als eine lebendige revuebetonte Show auf die Bühne, siehe den folgenden Video. Nostalgische Gesänge, Jazz, Stepptanz und Humor (Sean Stephens, Choreographie) fesseln darin, inspirieren die Besucher ungekürzt über zwei Akte  Dazu haucht Martin Gehrke (Licht) bereits zu den – mit kleinem Orchester jazzig gespielten – Klängen der Ouvertüre „Ein Paradies am Meeresstrand“ den Bühnenraum mit satten, vollen Farben, einem leuchtenden Sternenhimmel im Hintergrund nostalgisch-romantischen Südsee-Flair. Auf der Bühne künden im ersten Bild einige Tische vor einem aufwendigen Bühnenvorhang den Varieté-Charakter der Hagener Blume von Hawaii an. Kapitän Stone gibt sich im ersten Bild, bessrer Zeiten gedenkend, dem Alkohol hin; eine Varieté-Sängerin erinnert ihn wieder an das Südseeparadies. Der Vorhang zur „Bühne auf der Bühne“ öffnet sich und eine vom Ensemble des Theater Hagen geformte Revue voller Klänge, Tanz und Farben nimmt ihrem lebensfrohen Lauf; in welcher farbige Lichtprojektionen mit drei prall ausgeleuchteten Palmen – Video, Foto – das Bühnenbild prägen….. Eine lebensfrohe Produktion  im Theater Hagen, sie belebt, sie inspiriert in diesen schwermütigen Corona-Tagen.

Die Blume von Hawaii – als revuebetonte Show im Theater Hagen
youtube Trailer Theater Hagen
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 Paul Abraham (1892 – 1960) 1931 Schöpfer der Blume von Hawaii, wurde  in Apatin, im damaligen Königreich Ungarn, geboren. 1927 noch Kapellmeister im Budapester Operettentheater und Dirigent kleiner Ensembles in Cafés und Jazzkeller, erwuchs er in den frühen 1930er Jahren zu einem der gefragtesten Komponisten Deutschlands. Dem in die Jahre gekommenen Genre „Operette“ gab Abraham neue Akzente; mit den Librettisten Alfred Grünwald (geflüchtet 1938) und Fritz Löhner-Breda (ermordet in Auschwitz) verbanden sie gemeinsam die gefühlsreichen Klänge der Operette mit Rhythmen, Revuen und den 1920er Jahren populären fetzigen Jazzklängen (Abraham 1928: „Die Jazzmusik .ist zur neuen symphonischen Musik geworden).. Seine Werke Viktoria und ihr Husar, Blume von Hawaii und Ball im Savoy wurden mit zahlreichen Hits zu bleibenden zu Welterfolgen; bis ihn, inmitten seiner Erfolge, 1932 die Nazis aus Berlin vertrieben. Abraham flüchtete 1939 in die USA, erkrankte dort physisch und psychisch; er starb geistig umnachtet, völlig verarmt 1960 in Hamburg. Seine Grabstätte dort drohte im Jahr 2000 eingeebnet zu werden: Eine Initiative der Hamburger Kulturbehörde und anderer Institutionen sicherten, sanierten seine Grabstätte für kommende Jahre.

 Theater Hagen / Die Blume von Hawaii - nostalgische Show unter Palmen - hier : Penny Sofroniadou als Raka © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Die Blume von Hawaii – nostalgische Show unter Palmen – hier : Penny Sofroniadou als „American dream-girl“ Raka © Klaus Lefebvre

Hawaii haben weder Paul Abraham noch seine Librettisten je gesehen: Die Blume von Hawaii bedient in moderner Form Publikumsträume und Stereotypen der Zeit: als fesselnder Schauplatz, in welchem das Exotische und das Erotische aufeinander treffen.Die wahre Geschichte der durch Putsch entmachteten letzten hawaiianischen Königin Liliuokalani diente der Operette nur als Schablone. Die Blume von Hawaii. Abraham wollte nicht politisch sein, sondern rhythmisch, selig, nostalgisch: In seinem Werk wächst Operetten-Prinzessin-Laya nach ihrem Sturz sozialisiert in Paris auf; Hawaii ist für sie nur noch Abenteuer. Ihre Rückkehr nach Hawaii erfolgt – operettengerecht – nicht als Laya, sondern als Sängerin Suzanne Provence, eine in Europa bekannt Sängerin. Die folgende Liebesdramaturgie ist, wie die der meisten Operetten komplex, meist wenig logisch.

Der Varieté-orientierte Charakter der Inszenierung im Theater Hagen, mit hinreißend gesungenen „Schlagern“ (My golden Baby; My little boy; Ein Paradies am Meersstrand, Ich hab ein Diwanpüppchen und mehr) verbreitet ungeteilten Frohsinn im Publikum.

Theater Hagen / Die Blume von Hawaii - nostalgische Show unter Palmen - hier : Frank Wöhrmann als der charmant umtriebige Jim Boy © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Die Blume von Hawaii – nostalgische Show unter Palmen – hier : Frank Wöhrmann als der charmant umtriebige Jim Boy © Klaus Lefebvre

Penny Sofroniadou nimmt als Rakain dieser Revue die zentrale Partie eines Conferencier ein, welcher letztlich alle Beteiligten zu ihrem Operetten-Glück führt, sie selbst wird in coolem Stars-and-Stripes-Bikini schließlich zum (Foto oben) Amercan dream-girl. Frank Wöhrmann ist dabei ihr sprachlich wie tänzerisch umtriebiger Partner Jim Boy. Sopranistin Angela Davis wiederum gestaltet die Handlung der Revue mit vielen Songs stimmlich als auch darstellerisch in der großen Doppelrolle als Prinzessin Laya und / oder Suzanne Provence. Und immer begleitet der „Mond von Hawaii“ die Handlung: in vielen Farben ausgleuchtet im Hintergrund der Bühne. Doch auch die anderen großen Partien werden aus dem Ensemble des Theaters blendend besetzt: Richard van Gemert als Prinz Lilo-Taro, Alexander von Hugo als John Buffy, Alina Grzeschik als Bessie Worthington. Mit passender Choreographie gestaltet dazu auch das  Ballett des Theater Hagen mit Filipa Amorim, Noemi Emanuela Martone, Amber Neumann, Suzanne Vis den spielerischen Charakter der Produktion. Rodrigo Tomillo führt als Dirigent sein kleines Orchester in  jazzigen wie nostalgischen Klängen.

Die revuebetont, über zwei Akte gespielte Blume von Hawaii im Theater Hagen ist in diesen Corona-Tagen ersehnter, wichtiger Stimmungsaufheller. Natürlich feierte das  reduzierte Publikum zum Ende Regie, Bühnenbild und alle Solisten auf der Bühne. Die Pause bot erste Gelegenheit im Theaterrestaurant Inszenierung und Darsteller der Produktion mit Freunden „zu begießen“. Leider konnte man die Begeisterung nicht – Restaurant geschlossen – wie gewohnt im anschließenden Premierenplausch fortsetzen.

Die Blume von Hawaii im Theater Hagen; die weiteren Vorstellungen 21.11.; 31.12.2020 (zwei Vorstellungen); 9.1.; 20.1.; 30.01.2021

—| IOCO Kritik Theater Hagen |—

Buch-Rezension, „Das Wunder von Minden“ – Ring des Nibelungen, IOCO Rezension, 28.12.2108

Stadttheater Minden

Stadttheater Minden © Stadttheater Minden

Stadttheater Minden © Stadttheater Minden

  „Das Wunder von Minden“ –  IOCO – Buchbesprechung
 Der Ring des Nibelungen  –  Stadttheater Minden

Von Patrik Klein

Im September 2018 wurde am Stadttheater Minden die Produktion des Ring des Nibelungen von Richard Wagner vollendet. Das wagemutige Wagner-Projekt der Kleinstadt Minden wurde belohnt: Die Produktionen an Stadttheater Minden führten zu einem unerwarteten überregionalen Erfolg.

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen - Das Rheingold - hier : die Rheintoechter © Dorothee Rapp

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen – Das Rheingold – hier : die Rheintoechter © Dorothee Rapp

IOCO Kultur im Netz sprang erst 2017 auf den fahrenden Mindener Kultur-Zug:  IOCO Korrespondent Guido Müller berichtete über Siegfried– link HIER, Sebastian Siercke über die Götterdämmerung – link HIER.

Die Stadt Minden besitzt ein sehr kleines Stadttheater; ohne Ensemble mit wenigen Mitarbeitern in Verwaltung und Technik. Allerdings besitzt man in Minden einen mutigen Wagner-Verband mit Visionen, ungeheurer Energie und Tatendrang. Zum größten Teil aus Spenden finanziert ging man im Jahre 2002 in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater und der Nordwestdeutschen Philharmonie das Wagnis ein, die Opern Richard Wagner in auffällig hoher Qualität, nach und nach auf die kleine Bühne des Hauses zu bringen.

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen - Die Walkuere © Friedrich Luchterhandt

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen – Die Walkuere © Friedrich Luchterhandt

Im Abstand von einigen Jahren wurden die Opern Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin sowie Tristan und Isolde mit beachtlichem Erfolg auf die Bühne in Minden gehoben. 2015 fasste man dann die größte Herausforderung eines Opernbetriebes überhaupt in den Fokus und plante Richard Wagners Opern-Tetralogie Der Ring des Nibelungen in den folgenden Jahren aufzuführen. Jedes Jahr im September gelang eine Premiere mit Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried und schließlich 2018 mit Götterdämmerung.

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen - hier : Die Norddeutsche Philharmonie © Christian Becker

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen – hier : Die Norddeutsche Philharmonie © Christian Becker

Durch die Positionierung des Orchesters auf der hinteren Hauptbühne (man nennt es heute sogar landläufig das „Mindener Modell„) und damit der Nutzung der Spielfläche unmittelbar vor den Reihen im Parkett, gelang musikalisch ein sängerunterstreichender Klang sowie eine intime Nähe zum Publikum, die zu musikalisch aller höchster Qualität beitrug. Im Herbst 2019 sollen sogar zwei Aufführungen des kompletten Zyklus des Ringes erfolgen.

Nun erschien der in schwarzem Leinen gehaltene Bildband Der Ring in Minden des J.C.C. Bruns Verlag. So wie im Bühnenbild enthalten lugt ein großer roter Kreis als Symbol des Ringes auf der Titelseite. Darunter in Gold unterlegt befindet sich der Titel und das Logo vom Richard Wagner Verband Minden.

Der 240seitigeBildband mit vielen Informationen und reichlich Fotos der vier Produktionen wurde von Orchestergeschäftsführer Christian Becker und Doris Reckwell für die Nordwestdeutsche Philharmonie herausgegeben. Das Buch stellt auch im Besonderen eine Anerkenntnis dar für Frau Dr. Jutta Hering-Winckler, die als Vorsitzende des Mindener Wagner Verbandes und als permanenter Impulsgeber einen wesentlichen Anteil am Zustandekommen der Aufführungen hatte.

Die Texte kommen von Dirigent Frank Beermann (Warum der Ring in Minden? Das Wagnerwunder an der Weser), Regisseur Gerd Heinz (Wagners Ring des Nibelungen; das Jahrhundertwerk im Mindener Modell), Bühnenbildner Frank Philipp Schlössmann (seine Maxime: „Gross kann ich, Klein ist die Herausforderung“), Video-Künstler Matthias Lippert (Die Videosequenzen; Bewegliches Licht für den Ring in Minden), Lichtdesigner und Bühnengestalter Michael Kohlhagen (Eine sportliche Aufgabe; die Lichtgestaltung beim Ring in Minden) und der Journalistin Doris Reckewell („Die Frage stell mal lieber nicht“;  Ein Gespräch mit Jutta Winckler).

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen - hier : Die Goetterdaemmerung © Christian Becker

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen – hier : Die Goetterdaemmerung © Christian Becker

In den Beiträgen werden die Konzeption des Regieteams um Gerd Heinz, die musikalischen und räumlichen Besonderheiten des Hauses und all die kleinen Widrigkeiten und Herausforderungen der Umsetzung anschaulich beschrieben. Alle Mitarbeiter an dem Projekt gehen permanent an ihre Grenzen und manchmal auch darüber hinaus. Der Geist eines gemeinsamen Erfolgswillens, den man als Außenstehender nur erahnen kann, wird hier plastisch in all seinen Formen und Farben beschrieben.

Leser des Buchs Das Wunder von Minden werden sich wünschen, an diesem  fordernden Projekt mitgewirkt zu haben. Da dies leider nicht mehr möglich ist, wird der Besuch einer für 2019 geplanten Ring – Aufführungen zum großen Wunsch. Das Buch ist mit viel Sachkenntnis, Humor und spannend geschrieben. Mit einer Portion „Schmunzeln“ kann man es in wenigen Stunden verschlingen. Eine besondere Empfehlung von IOCO Kultur im Netz.


Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen © Christian Becker

Stadttheater Minden / Der Ring des Nibelungen © Christian Becker

Der Ring in Minden, herausgegeben von der Nordwestdeutschen Philharmonie, J.C.C. Bruns Verlag, 240 Seiten, 44.90 Euro, erhältlich im Buchhandel und bei Express-Ticketservice, ISBN 978-3-00-060989-3

Der Ring des Nibelungen:  2019 am Stadttheater Minden; zwei Zyklen des Mindener Rings sind vorgesehen:

Zyklus I startet am 12. September 2019 mit Rheingold, wird am 15. September mit Walküre, 19. September mit Siegfried fortgesetzt und endet schließlich am 22. September mit der Götterdämmerung.
Zyklus II folgt am 26. und 29. September 2019 sowie am 3. und 10. Oktober.
IOCO Kultur im Netz plant vom ersten Ringzyklus im September 2019 zu berichten.

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