Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, Don Carlos – Intendant Herzog in der Hauptpartie, IOCO Aktuell, 25.11.2019

November 24, 2019 by  
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Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatsintendant Herzog „brilliert“ in der Partie des Don Carlos

Staatsintendant Jens-Daniel Herzog übernimmt in der letzten Vorstellung von Don Carlos kurzfristig die Hauptrolle Jeder Theaterabend ist einmalig, aber manche sind noch einmaliger.

Am Staatstheater Nürnberg meldete sich am 22. November 2019, wenige Stunden vor Beginn der letzten Aufführung von Don Carlos,  der Darsteller der Titelrolle krank. Um die ausverkaufte Vorstellung der Inszenierung von Regisseur Jens-Daniel Herzog unter der musikalischen Leitung von Joana Mallwitz nicht absagen zu müssen, begann die Suche nach einem Ersatz. Und sie ward bald gefunden: Der Tenor Hovhannes Ayvazyan aus St. Petersburg würde einspringen. Doch sollte er erst zwei Stunden vor Beginn der Vorstellung im Nürnberger Opernhaus eintreffen.

Staatstheater Nürnberg / Intendant Jens-Peter Herzog mutiert in der Maske zu Don Carlos © Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg / Intendant Jens-Peter Herzog mutiert in der Maske zu Don Carlos © Staatstheater Nürnberg

Eine szenische Einstudierung war daher ausgeschlossen, lediglich kurze musikalische Proben waren möglich. Kurzentschlossen sprang Staatsintendant und Operndirektor Jens-Daniel Herzog selbst ein und übernahm den szenischen Part, kannte er doch seine Inszenierung in und auswendig. Während Herzog auf der Bühne den Carlos mimte und lediglich die Lippen bewegte, übernahm Hovhannes Ayvazyan die Gesangspartien von der Seitenbühne. Doch stellte sich noch eine weitere Herausforderung des Abends: Bei der Inszenierung von Jens-Daniel Herzog handelte es sich um die französisch-sprachige, selten gespielte Fassung von Verdis Oper, Tenor Hovhannes Ayvazyan jedoch beherrschte lediglich die italienische Fassung. Kurzerhand wurde die Aufführung zu einem multilingualen Ereignis.

Don Carlos an der Staatsoper Nürnberg
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Ayvazyan sang seine Partie in italienischer Sprache, die weiteren Ensemblemitglieder auf Französisch, übertitelt wurde in deutscher und englischer Sprache. Damit machte das Staatstheater Nürnberg einmal mehr und auf sehr plastische Art deutlich: Wir sind ein internationales Haus! Wir sind Europa! Die knapp 1000 Besucher*innen des Opernhauses honorierten die Darstellung Jens-Daniel Herzogs und die Leistung des kompletten Teams auf und hinter der Bühne mit frenetischem Applaus.

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Alexander Soddy – Vertrag bis 2022 verlängert, IOCO Aktuell, September 2019

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Generalmusikdirektor Alexander Soddy  – Vertrag bis 2022 verlängert

Der Vertrag mit Alexander Soddy als Generalmusikdirektor an der Oper des Nationaltheaters Mannheim wurde bis 2022 verlängert.

»Drei gemeinsame Jahre liegen nun vor uns, auf die ich mich sehr freue. Denn die ideale Zusammenarbeit zwischen Alexander Soddy, dem Nationaltheater-Orchester und dem Opernensemble kann somit fortgesetzt werden – das ist auch im Hinblick auf die Pflege des wunderbaren Mannheimer Repertoires großartig. So steht als nächstes die Wiederaufnahme von Die Frau ohne Schatten an und dann die Neuproduktion von Peter Grimes, die Alexander Soddy als nächstes dirigieren wird«, so Albrecht Puhlmann, Intendant der Oper des NTM.

Alexander Soddy: »Nach drei inspirierenden und fruchtbaren Spielzeiten an der Oper des Nationaltheaters und mit dem Nationaltheater-Orchester freue ich mich sehr, dass ich meinen Vertrag in Mannheim verlängern kann. Nach vielen schönen und besonderen Höhepunkten haben wir Pläne für zahlreiche weitere spannende und künstlerisch hochwertige Projekte, die wir zusammen gestalten.«

Nächste Dirigate von Alexander Soddy sind in der Saison 2019/20 neben Die Frau ohne Schatten und Peter Grimes auch die Neuproduktion Tristan und Isolde sowie die Wiederaufnahmen von unter anderem Salome, Der Rosenkavalier und Otello. Im Rahmen der Musikalischen Akademie dirigiert Soddy unter anderem  die 9. Symphonie innerhalb des Bruckner-Zyklus’, Messiaens Turangalîla-Symphonie und Strauss’ Alpensinfonie.

Nationaltheater Mannheim / Generalmusikdirektor Alexander Soddy © Gerard Collett

Nationaltheater Mannheim / Generalmusikdirektor Alexander Soddy © Gerard Collett

Alexander Soddy – Vita

Der britische Dirigent Alexander Soddy (+1982 in Oxforf) ist seit der Spielzeit 2016/17 Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Mannheim und leitete dort zuletzt die Neuinszenierungen der Meistersinger von Nürnberg und von Pelléas et Mélisande sowie Vorstellungen von La bohème,Fidelio und Salome. In der Spielzeit 2019/20 widmet er sich unter anderem den Neuproduktionen von Brittens Peter Grimes und Wagners Tristan und Isolde.

Des Weiteren gastiert er regelmäßig an der Bayerischen und der Berliner Staatsoper. In der Saison 2017/18 erfolgten seine Debüts an der Metropolitan Opera (La bohème), der Wiener Staatsoper (Il barbiere di Siviglia), der Semperoper in Dresden (Der Freischütz) und der English National Opera in London (»Midsummer Night’s Dream«). Dazu kamen Gastengagements mit »Madama Butterfly« und La bohème an der Royal Swedish Opera und La Cenerentola an den Opernhäusern in Köln und Frankfurt. Alexander Soddy wurde in Oxford geboren und erhielt seine Ausbildung an der Royal Academy of Music und an der Cambridge University. Nach seinem Abschluss 2004 wurde er Repetitor und Kapellmeister am National Opera Studio in London und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

2010–12 war er Kapellmeister an der Hamburgischen Staatsoper. Zudem gab Alexander Soddy in dieser Zeit mit Mozarts Zauberflöte sein Debüt sowohl an der Bayerischen Staatsoper München als auch an der Staatsoper Berlin. Ab 2012 war er Gastdirigent am Stadttheater Klagenfurt und wurde ab 2013/14 zum Chefdirigenten ernannt. Diese Position behielt er bis zum Ende der Saison 2015/16.

—| IOCO Aktuell Nationaltheater Mannheim |—

Münster, Theater Münster, Theaterfest. 07.09.2019

August 13, 2019 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

THEATER MÜNSTER – DAS FEST!
Samstag, 7. September 2019, ab 11.00 Uhr

Wochenlang haben die Handwerker an der Neubrückenstraße 63 die Sommerpause genutzt, um das Theater Münster wieder auf Hochglanz zu bringen. Am Samstag, 7. September ist es dann soweit! Fanfaren erklingen, Stelzenläufer erobern die Stadt, schlagartig gehen alle Türen auf: Pünktlich um 11.00 Uhr wird Generalintendant Dr. Ulrich Peters das traditionelle Theaterfest eröffnen und zum Saisonauftakt bitten. Die Besucher erwartet bis spät in die Nacht hinein ein buntes, abwechslungsreiches Programm, das nicht nur zum Zuschauen sondern vielfach auch zum Mitmachen einlädt. In diesem Jahr wird sich das Theater in einer futuristisch-spacigen Spiegeloptik präsentieren, die das Gebäude in ein eben gelandetes Raumschiff verwandelt.

Bei einer öffentlichen Probe der Oper »Ein Maskenball« von Giuseppe Verdi können sich die Gäste über die aktuelle Arbeit des Musiktheaters informieren. Szenische Miniaturen überraschen die Gäste in und außerhalb des Theaters, während das TanzTheaterMünster diverse Workshops im Ballettsaal vorbereitet hat. Natürlich darf die traditionelle Kostümversteigerung nicht fehlen, in der das eine ohne andere Schätzchen aus dem Fundus erworben werden kann. Nicht nur zu Karneval, auch im Straßenbild kann man demnächst an die Produktionen des Theaters erinnern: In den Werkstätten von »Westfalenfleiß« sind in den Sommermonaten aus den Außentransparenten des Theaters originelle Taschen hergestellt; der Verkaufserlös kommt der gemeinnützigen Einrichtung zugute.

Für Kinder stehen Mal- und Bastelaktionen, Lesungen und Ausschnitte aus dem aktuellen Spielplan des Jungen Theaters auf dem Programm, die Niederdeutsche Bühne lädt zum Singen plattdeutscher Lieder ein. Mitarbeiter des Hauses führen hinter die Kulissen des Theaters, während sich im Stundenrhythmus das Glücksrad dreht, bei dem man – mit einem richtigen Treffer – Freikarten für alle Sparten des Hauses zu gewinnen sind.

Das große »Spielzeiterwachen« mit einem Querschnitt durch den Spielplan 2019/20, die Damenband »Munich All Stars« gefolgt von DJ DAX beschließen das Theaterfest weit nach Mitternacht.

Das Theater Münster weist darauf hin, dass am 7. September auch der Vorverkauf für Silvester und Neujahr beginnt.  Das detaillierte Programm ab Anfang September unter www.theater-muenster.com.

—| Pressemeldung Theater Münster |—

Hof, Theater Hof, Reinhardt Friese – Intendant bis 2024, IOCO Aktuell, 02.08.2019

Theater Hof

Theater Hof © Foto: Thomann

Theater Hof © Foto: Thomann

Reinhardt Friese bleibt Intendant des Theater Hof

Mit knapp 100.000 Besuchern / Jahr ist das 1822  gegründete Theater Hof  bedeutender Kulturträger seiner Region. Am Rande der Altstadt der Stadt Hof gelegen, erwartet den Besucher im Theater Hof ein vielfältiger Spielplan mit etwa zwanzig Produktionen pro Spielzeit, darunter Opern, Musicals, Operetten, Komödien, Dramen, Ballettabende sowie Kinder- und Jugendtheater. 1949 wurde das Theater Hof als Städtebundtheater neugegründet, 1994 bezog man den Neubau in der Kulmbacher Straße. Das Theater unterhält eigene Ensembles im Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Als vierte Sparte nimmt seit der Spielzeit 2014/15 das Junge Theater Hof einen höheren Stellenwert aufgrund eigener künstlerischer Leitung ein. Geschäftsführer der Theater Hof GmbH sind gleichberechtigt Reinhardt Friese und Florian Lühnsdorf.

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Thaeter Hof / Intendant Reinhard Friese © Theater Hof

Thaeter Hof / Intendant Reinhard Friese © Theater Hof

Die Stadt Hof hat sich mit Reinhardt Friese auf eine erneute Verlängerung seines Vertrages bis zum Sommer 2024 geeinigt. „Ich freue mich, dass Sie uns weiter treu bleiben und dass wir frühzeitig Klarheit für unser Theater haben“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bei der Vertragsunterzeichnung. Die zweifelsfreie und gremienübergreifende Vertragsverlängerung sei ein schönes Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung.

Reinhardt Friese ist seit 2012 Intendant am Theater Hof. In seiner Amtszeit gründete er das Junge Theater Hof als vierte Sparte des Hauses. Außerdem hat das Theater Hof durch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen sowie die Wiederentdeckung reizvoller Raritäten auch überregional auf sich aufmerksam gemacht. Als Regisseur verantwortet Friese einige große Publikumserfolge der vergangenen Jahre, wie zum Beispiel die Rocky Horror Show, das  Rockmusical Der Ring oder die Oper Der fliegende Holländer.

DER RING Musical von Frank Nimsgern und Daniel Call
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Bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus betonte Friese, dass in Hof auch abseits der großen Metropolen großes Theater stattfindet: „Ich nehme das Publikum ernst und versuche, für Hof mit dem selben hohen Anspruch an die Spielplangestaltung und die Auswahl der Künstler heranzugehen, wie ich das auch in München oder Hamburg machen würde. Wir trauen unseren Zuschauern etwas zu, auch moderne und sperrige Themen. Gleichzeitig soll Theater auch Spaß machen. Das führen wir in einem vielfältigen Programm zusammen. Ich bin dem Hofer Publikum dankbar, dass es so neugierig und aufgeschlossen unsere Aufführungen besucht und verspreche für die Zukunft weiterhin spannendes und sinnliches Theater auf der Höhe der Zeit!“

Friese (*1968 in Mainz) wurde 2018 mit der Ehrenmedaille in Silber des Bezirks Oberfranken ausgezeichnet. Er sieht dies auch als Auszeichnung für das Engagement aller Mitarbeiter des Theaters Hof, die sich mit Herzblut und Fleiß jeden Tag dafür einsetzen, dass Opern, Schauspiel und Ballett auf höchstem Niveau stattfinden können.

„Besonders die im Sommer 2020 beginnende Sanierung wird eine große Herausforderung für alle Mitarbeiter des Hauses, die wir aber mit Schwung und Optimismus angehen, um dem Publikum auch in der Ersatzspielstätte fantastisches Theater bieten zu können. Und wir freuen uns natürlich darauf, danach ins Stammhaus zurückkehren zu können, das dann wieder in Topform ist. Durch die Vertragsverlängerung kann ich diesen Wiedereinzug weiter begleiten, was mich sehr freut“, so Friese.

Derzeit befindet sich Reinhardt Friese, der an vielen Theatern im gesamten deutschsprachigen Raum ein gefragter Gastregisseur ist, in den Proben zu der Komödie Besucher von Botho Strauß. Das ebenso humorvolle wie rätselhafte Portrait der Vor-Wendezeit hat am 5. Oktober (also kurz vor dem 30 Jahrestag des Mauerfalls) Premiere im Großen Haus des Theater Hof.  

—| IOCO Aktuell Theater Hof |—

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