Münster, Theater Münster, Theaterfest. 07.09.2019

August 13, 2019 by  
Filed under Pressemeldung, Theater Münster

theater_muenster_logo_50

Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

THEATER MÜNSTER – DAS FEST!
Samstag, 7. September 2019, ab 11.00 Uhr

Wochenlang haben die Handwerker an der Neubrückenstraße 63 die Sommerpause genutzt, um das Theater Münster wieder auf Hochglanz zu bringen. Am Samstag, 7. September ist es dann soweit! Fanfaren erklingen, Stelzenläufer erobern die Stadt, schlagartig gehen alle Türen auf: Pünktlich um 11.00 Uhr wird Generalintendant Dr. Ulrich Peters das traditionelle Theaterfest eröffnen und zum Saisonauftakt bitten. Die Besucher erwartet bis spät in die Nacht hinein ein buntes, abwechslungsreiches Programm, das nicht nur zum Zuschauen sondern vielfach auch zum Mitmachen einlädt. In diesem Jahr wird sich das Theater in einer futuristisch-spacigen Spiegeloptik präsentieren, die das Gebäude in ein eben gelandetes Raumschiff verwandelt.

Bei einer öffentlichen Probe der Oper »Ein Maskenball« von Giuseppe Verdi können sich die Gäste über die aktuelle Arbeit des Musiktheaters informieren. Szenische Miniaturen überraschen die Gäste in und außerhalb des Theaters, während das TanzTheaterMünster diverse Workshops im Ballettsaal vorbereitet hat. Natürlich darf die traditionelle Kostümversteigerung nicht fehlen, in der das eine ohne andere Schätzchen aus dem Fundus erworben werden kann. Nicht nur zu Karneval, auch im Straßenbild kann man demnächst an die Produktionen des Theaters erinnern: In den Werkstätten von »Westfalenfleiß« sind in den Sommermonaten aus den Außentransparenten des Theaters originelle Taschen hergestellt; der Verkaufserlös kommt der gemeinnützigen Einrichtung zugute.

Für Kinder stehen Mal- und Bastelaktionen, Lesungen und Ausschnitte aus dem aktuellen Spielplan des Jungen Theaters auf dem Programm, die Niederdeutsche Bühne lädt zum Singen plattdeutscher Lieder ein. Mitarbeiter des Hauses führen hinter die Kulissen des Theaters, während sich im Stundenrhythmus das Glücksrad dreht, bei dem man – mit einem richtigen Treffer – Freikarten für alle Sparten des Hauses zu gewinnen sind.

Das große »Spielzeiterwachen« mit einem Querschnitt durch den Spielplan 2019/20, die Damenband »Munich All Stars« gefolgt von DJ DAX beschließen das Theaterfest weit nach Mitternacht.

Das Theater Münster weist darauf hin, dass am 7. September auch der Vorverkauf für Silvester und Neujahr beginnt.  Das detaillierte Programm ab Anfang September unter www.theater-muenster.com.

—| Pressemeldung Theater Münster |—

Hof, Theater Hof, Reinhardt Friese – Intendant bis 2024, IOCO Aktuell, 02.08.2019

Theater Hof

Theater Hof © Foto: Thomann

Theater Hof © Foto: Thomann

Reinhardt Friese bleibt Intendant des Theater Hof

Mit knapp 100.000 Besuchern / Jahr ist das 1822  gegründete Theater Hof  bedeutender Kulturträger seiner Region. Am Rande der Altstadt der Stadt Hof gelegen, erwartet den Besucher im Theater Hof ein vielfältiger Spielplan mit etwa zwanzig Produktionen pro Spielzeit, darunter Opern, Musicals, Operetten, Komödien, Dramen, Ballettabende sowie Kinder- und Jugendtheater. 1949 wurde das Theater Hof als Städtebundtheater neugegründet, 1994 bezog man den Neubau in der Kulmbacher Straße. Das Theater unterhält eigene Ensembles im Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Als vierte Sparte nimmt seit der Spielzeit 2014/15 das Junge Theater Hof einen höheren Stellenwert aufgrund eigener künstlerischer Leitung ein. Geschäftsführer der Theater Hof GmbH sind gleichberechtigt Reinhardt Friese und Florian Lühnsdorf.

———————

Thaeter Hof / Intendant Reinhard Friese © Theater Hof

Thaeter Hof / Intendant Reinhard Friese © Theater Hof

Die Stadt Hof hat sich mit Reinhardt Friese auf eine erneute Verlängerung seines Vertrages bis zum Sommer 2024 geeinigt. „Ich freue mich, dass Sie uns weiter treu bleiben und dass wir frühzeitig Klarheit für unser Theater haben“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bei der Vertragsunterzeichnung. Die zweifelsfreie und gremienübergreifende Vertragsverlängerung sei ein schönes Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung.

Reinhardt Friese ist seit 2012 Intendant am Theater Hof. In seiner Amtszeit gründete er das Junge Theater Hof als vierte Sparte des Hauses. Außerdem hat das Theater Hof durch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen sowie die Wiederentdeckung reizvoller Raritäten auch überregional auf sich aufmerksam gemacht. Als Regisseur verantwortet Friese einige große Publikumserfolge der vergangenen Jahre, wie zum Beispiel die Rocky Horror Show, das  Rockmusical Der Ring oder die Oper Der fliegende Holländer.

DER RING Musical von Frank Nimsgern und Daniel Call
youtube Trailer des Theater Hof
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus betonte Friese, dass in Hof auch abseits der großen Metropolen großes Theater stattfindet: „Ich nehme das Publikum ernst und versuche, für Hof mit dem selben hohen Anspruch an die Spielplangestaltung und die Auswahl der Künstler heranzugehen, wie ich das auch in München oder Hamburg machen würde. Wir trauen unseren Zuschauern etwas zu, auch moderne und sperrige Themen. Gleichzeitig soll Theater auch Spaß machen. Das führen wir in einem vielfältigen Programm zusammen. Ich bin dem Hofer Publikum dankbar, dass es so neugierig und aufgeschlossen unsere Aufführungen besucht und verspreche für die Zukunft weiterhin spannendes und sinnliches Theater auf der Höhe der Zeit!“

Friese (*1968 in Mainz) wurde 2018 mit der Ehrenmedaille in Silber des Bezirks Oberfranken ausgezeichnet. Er sieht dies auch als Auszeichnung für das Engagement aller Mitarbeiter des Theaters Hof, die sich mit Herzblut und Fleiß jeden Tag dafür einsetzen, dass Opern, Schauspiel und Ballett auf höchstem Niveau stattfinden können.

„Besonders die im Sommer 2020 beginnende Sanierung wird eine große Herausforderung für alle Mitarbeiter des Hauses, die wir aber mit Schwung und Optimismus angehen, um dem Publikum auch in der Ersatzspielstätte fantastisches Theater bieten zu können. Und wir freuen uns natürlich darauf, danach ins Stammhaus zurückkehren zu können, das dann wieder in Topform ist. Durch die Vertragsverlängerung kann ich diesen Wiedereinzug weiter begleiten, was mich sehr freut“, so Friese.

Derzeit befindet sich Reinhardt Friese, der an vielen Theatern im gesamten deutschsprachigen Raum ein gefragter Gastregisseur ist, in den Proben zu der Komödie Besucher von Botho Strauß. Das ebenso humorvolle wie rätselhafte Portrait der Vor-Wendezeit hat am 5. Oktober (also kurz vor dem 30 Jahrestag des Mauerfalls) Premiere im Großen Haus des Theater Hof.  

—| IOCO Aktuell Theater Hof |—

Halfing, Immling Festival, Pocci-Preis – Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann

August 1, 2019 by  
Filed under Immling-Festival, Oper, Personalie, Pressemeldung

Immling Festival

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Pocci-Preis – Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann

Die Pocci-Gesellschaft e.V. hat Cornelia von Kerssenbrock, Musikalische Leiterin des Immling Festivals und Ludwig Baumann, Intendant des Immling Festivals, mit dem Pocci-Preis ausgezeichnet. Der Preis wurde 2019 zum 14. Mal verliehen. Die Preisverleihung fand vor Beginn der Vorstellung von Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni  (IOCO berichtete dazu, link HIER) im Festspielhaus Immling statt.

Mit dem Pocci-Preis werden Künstler ausgezeichnet, die im Sinne des Grafen Pocci (1807-1876) besonders hervorgetreten sind. „Er lebte für seine Kunst“, so Dr. Michael Köhle, der Vorsitzende der Pocci-Gesellschaft. Franz Graf von Pocci widmete sich mit Leib und Seele dem Marionettentheater, malte Kulissen, entwarf Kostüme und zeichnete sogar die Eintrittskarten. Zu den berühmtesten Figuren, die Pocci geschaffen hat, gehört der Kasperl Larifari, der ihm den Beinamen Der Kasperlgraf einbrachte. Am 22. Juli 1847 wurde Pocci von König Ludwig I. zum Hofmusikintendanten ernannt. 17 Jahre bekleidete er dieses Amt. Zwischendurch war er auch noch Interimsintendant an der Bayerischen Staatsoper.

Immling Festival / Pocci-Preis - v.l. Dr. Michael Koehle Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis – v.l. Dr. Michael Koehle Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann © Nicole Richter

Als Intendant des Immling Festivals lenkt Ludwig Baumann zusammen mit der Musikalischen Leiterin Cornelia von Kerssenbrock die Geschicke der Festspiele auf Gut Immling. Auch dieses Paar hat sich mit Leib und Seele dem Musiktheater verschrieben. Das Immling Festival findet in diesem Jahr bereits zum 23. Mal statt und zeigt Opern, Operetten, Konzerte und Galas mit Künstlern aus aller Welt in der traumhaften Kulisse des Chiemgaus. Verliehen wurde der Preis vor der Vorstellung der diesjährigen Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni. Schließlich haben der Kasperl Larifari und Leporello, der Diener Don Giovannis, viel gemeinsam: „Beide sind Lebenskünstler, die sich ihre durchaus bissig-sarkastischen Kommentare zum Erlebten nicht verkneifen können“, so der Vorsitzende der Pocci-Gesellschaft Dr. Michael Köhle. Er deutete bei der Preisverleihung in Immling an, dass Kasperl Larifari durchaus auch beim Immling Festival auftreten könnte.

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann - Ludwig Baumann: … „und meine Frau spielt das Krokodil“ © Nicole Richter

Immling Festival / Pocci-Preis für Cornelia von Kerssenbrock und Ludwig Baumann – Ludwig Baumann: … „und meine Frau spielt das Krokodil“ © Nicole Richter

Intendant Ludwig Baumann bedankte sich strahlend für den Pocci-Preis: „Wir sind gerührt, diesen Preis zu bekommen. (…) Letztes Jahr habe ich ein Kasperl-Theater bauen lassen und darin zusammen mit meiner Schwägerin Verena von Kerssenbrock ‚Kasperl im Opernland – Die Zauberflöte‘ (von Christine Unterseer) zur Aufführung gebracht. (…) Ich war der Kasperl und meine Schwägerin der Seppel. (…) Heute habe ich mit Verena von Kerssenbrock vor der Vorstellung ausgemacht, dass wir wieder Kasperl-Theater in Immling spielen werden – und nächstes Mal mit meiner Frau als Krokodil“ – was Cornelia von Kerssenbrock mit einem herzlichen Lachen und das Publikum mit Applaus quittierte.
Bekannte Preisträger des Pocci-Preises waren u.a. die Brüder Well und Gerhard Polt für ihre kabarettistisch-musikalischen Programme sowie Wolf Euba als Schauspieler und Sprecher des Kasperl Larifari oder das Münchner Marionettentheater, das Pocci mit begründet hatte.

„Franz Graf von Pocci, Humor und Musik“
Das Immling Festival zeigt noch bis zum 18. August im Rahmen der Festspiel-Veranstaltungen eine Ausstellung über Franz Graf von Pocci und seine Zeit. Zu sehen sind satirische Zeichnungen. Außerdem wird Poccis Beitrag zur Entwicklung und drucktechnischen Präsentation der stürmischen Entwicklung des Humors und der Satire in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten der Ausstellung: nur zu den Veranstaltungen des Immling Festivals
Spielplan und Tickets Immling Festival: www.immling.de oder Tel. 08055 – 9034 0

—| Pressemeldung Immling Festival |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Demis Volpi – 2020 neuer Ballettdirektor, IOCO Aktuell, 19.03.2019

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Demis Volpi, 2020 – Direktor des Ballett am Rhein

  – Paukenschlag – oder – die Rückkehr des abendfüllenden Handlungsballetts –

von Viktor Jarosch

Der Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein bestellte am 15.3.2019 einstimmig den deutsch-argentinier Demis Volpi, 33, ab Herbst 2020 zum neuen Ballettdirektor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein. Volpi wird Nachfolger von Martin Schläpfer, der 2020 als Ballettdirektor an die Staatsoper Wien wechselt. Der unterzeichnete Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren. Mit Volpi kündigt sich ein Gezeitenwechsel an, welcher die Vielfältigkeit und Attraktivität des Ballett am Rhein und auch der Rheinoper nachhaltig steigern kann.   

Intendant Christoph Meyer stellte am 15.3.2019 in Anwesenheit der Kulturdezernenten von Düsseldorf und Duisburg, Demis Volpi, 33, als kommenden Direktor des Ballett am Rhein der Öffentlichkeit vor. Mit der Nominierung war Meyer ein überraschender wie überzeugender Coup gelungen, deutet diese Bestellung doch, über die Person Volpi hinausgehend, einen Gezeitenwechsel, eine Modernisierung der Ausrichtung des Ballett am Rhein und ein vielfältigeres Spielplanangebot der Rheinoper an.

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi mit Thomas Kruetzberg,Kulturdezernent Duisburg, Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent von Düsseldorf, Christoph Meyer, Intendant Rheinoper © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi mit Thomas Kruetzberg,Kulturdezernent Duisburg, Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent von Düsseldorf, Christoph Meyer, Intendant Rheinoper © Andreas Endermann

In der folgenden Aussprache outete sich Volpi in undogmatisch frischer Offenheit zu allen Facetten seiner zukünftigen Tätigkeit an der Rheinoper, dass lange vermisstes Handlungsballett für ihn bedeutend ist, dass Kinderballett und Ballett-gestütze Opernproduktionen reale Optionen sind; Optionen, die den Spielplan der Rheinoper nachhaltig verändern, bereichern können. So erklärte Volpi seine Sicht zum Handlungsballett, von Vorgänger Martin Schläpfer über Jahre leider nachhaltig gemieden: „abendfüllendes Handlungsballett kann modern und …sein; dies möchte ich weiter entwickeln..“.

„Allem Anfang wohnt ein Zauber inne ….“

Demis Volpi war 2013 bis 2017 Hauschoreograph des Stuttgarter Ballett,  welches, auf John Cranko gründend, eines der renommiertesten Ballettensemble weltweit ist. Peter Schlang, seit Jahren IOCO-Korrespondent in Stuttgart, beschrieb 2017 das von Volpi in Stuttgart geschaffene und inzwischen mehrfach ausgezeichnete Handlungsballett Tod in Venedig von Benjamin Britten, IOCO – link HIER. Peter Schlang schätzt Demis Volpi über seine Tätigkeit in Stuttgart sehr und gratuliert Aufsichtsrat, Management der Rheinoper wie Düsseldorfer Theaterbesuchern zur Bestellung von Volpi, wie er auch dessen Weggang aus Stuttgart als herben Verlust sieht. Volpis choreographische Umsetzung von Otfried Preußlers Roman Krabat, in welchem sich der Junge Krabat, als Lehrling eines Zaubermeisters gegen seinen Ziehvater behaupten muss, ein abendfüllendes Handlungsballett, ist bis heute Publikumsschlager der Staatsoper Stuttgart.

Martin Schläpfer ist, nach bestehender Vertragslage, noch bis 2024 als Choreographer in Residence mit mindestens einer Choreographie pro Spielzeit an das Ballett am Rhein gebunden. Erinnerlich: 2016 distanzierte sich Martin Schläpfer in auffälliger Form von Düsseldorf und der Rheinoper, link HIER  („..Die Stadt schafft es nicht…, Ich brauche deutlich mehr Geld.., als Mensch hier nicht heimisch….ich habe kein Publikum, das nach Handlungs-balletten verlangt…). Es bleibt abzuwarten, ob Martin Schläpfer nach der Bestellung von Demis Volpi tatsächlich als Choreographer in Residence tätig werden wird.


Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi, kommender Ballettdirektor Ballett am Rhein © Andreas Endermann

Deutsche Oper am Rhein / Demis Volpi, kommender Ballettdirektor Ballett am Rhein © Andreas Endermann

In Deutschland hat Demis Volpi neben seiner Tätigkeit für das Stuttgarter Ballett als Choreograph u.a. für das Ballett Dortmund, das Ballett im Revier Gelsenkirchen und das Badische Staatsballett aber auch als Opernregisseur gewirkt: Am Saarländischen Staatstheater inszenierte Volpi Médée Medea Senecae als Verbindung von Oper, Schauspiel und Tanz, am Nationaltheater Weimar inszenierte Volpi Don Giovanni. Im Mexiko kreierte Volpi das Kinderballett Rey y Rey.

Trotz seiner Jugend wurde Volpi auf internationalem Parkett bereits mehrfach ausgezeichnet. So war er 2018 für die International Opera Awards (Kategorie „Beste Produktion“ Prix Benois de la Danse am Bolshoi Theater in Moskau (Beste Choreographie für Salome, Stuttgarter Ballett) nominiert. Er ist Träger des Deutschen Tanzpreises (2014, Kategorie Zukunft), wurde 2017 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zum Nachwuchskünstler des Jahres gewählt und erhielt den Chilenischen Kunstkritiker-Preis. Freiberuflich hat er für renommierte Compagnien kreiert, darunter die Compañía Nacional de Danz de México, das American Ballett Theater New York, das Ballet of Flanders, das Ballet de Santiago de Chile, DanceWorks Chicago, das Northern Ballet in Leeds und das Korean National Ballet. Zudem hat er für Tänzer*innen wie Alessandra Ferri, Herman Cornejo, Alicia Amatriain, Sue Jin Kang, Cory Stearns oder Luis Ortigoza choreographiert.

„Demis Volpi ist einer der spannendsten, kreativsten und vielversprechendsten Choreographen und Regisseure der jungen Generation“, so der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer. „Er verfügt über wertvolle, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit großen Ballettcompagnien, über profundes administratives Know-How sowie enormes künstlerisches Potenzial. Er hat uns insbesondere durch seine moderne, genreübergreifende Herangehensweise überzeugt, die den Tanz als interdisziplinäres Medium definiert.“ Mit seinen „innovativen Ideen und seiner beeindruckenden künstlerischen Vita“, so Christoph Meyer weiter, habe sich Demis Volpi inmitten eines hochqualifizierten internationalen Bewerberfeldes durchgesetzt. „Nach zehn wunderbaren Jahren der Zusammenarbeit mit Martin Schläpfer, der hier in Düsseldorf und Duisburg Außerordentliches geleistet und das Ballett am Rhein zu einer der wichtigsten Adressen für den europäischen Tanz gemacht hat, war uns klar: Einen ,Nachfolger“, der nahtlos an Martin Schläpfers Arbeit und Ästhetik anknüpft, kann es nicht geben – und soll es auch nicht geben. Bei einem solchen Wechsel braucht es Mut zur Veränderung. Daher freuen wir uns nun sehr auf einen jungen, äußerst begabten Kollegen, der seiner großen Herausforderung mit Respekt, aber gleichzeitig auch mit Innovationskraft und dem nötigen Selbstbewusstsein begegnen wird.“

Don Giovanni – Hier in der Regie des jungen Regisseur Demis Volpi, 
Youtube Trailer des DNT  Weimar
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf: „Auch in Zukunft sehe ich das Ballett am Rhein als eine der führenden, internationalen Ballett-Compagnien, als wichtigen Botschafter für Düsseldorf und Duisburg. Mit Demis Volpi haben wir für diese Aufgabe einen herausragenden jungen Choreographen verpflichten können, der durch seine Begeisterung für den Tanz, seinen Ideenreichtum und seine kluge, intensive Auseinandersetzung mit klassischen wie auch zeitgenössischen Werken neue Sichtweisen ermöglicht und das Ballett weiter entwickeln wird.

Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, freut sich ebenfalls über die Verpflichtung Volpis: „Das Ballett am Rhein trägt entscheidend zum Erfolg der einzigarten Theaterehe bei, die seit mehr als 60 Jahren in Duisburg und Düsseldorf ein vielfältiges, künstlerisch hochklassiges Programm einem breiten Publikum zugänglich macht. Umso mehr freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, mit Demis Volpi einen der derzeit interessantesten und auch begehrtesten Choreographen seiner Generation zu verpflichten, um das internationale Top-Niveau der Compagnie zu sichern und dem Ballett an Rhein und Ruhr zugleich neue Impulse zu verleihen.

Demis Volpi:Mit großer Freude sehe ich der Herausforderung entgegen, das Ballett am Rhein ab der Spielzeit 2020/21 zu leiten und bin dankbar für das in mich gesetzte Vertrauen. Ich sehe meine Aufgabe darin, auf dem aufzubauen, was die Compagnie in den vergangenen Jahren bis heute erreicht hat; es wird also um die Pflege des neoklassischen Repertoires, die Einbindung wichtiger zeitgenössischer Choreograph*innen und Künstler*innen sowie die Erweiterung des Freiraums für neue choreographische Sprachen gehen. Darüber hinaus freue ich mich aber selbstverständlich auch darauf, eigene Akzente zu setzen, u.a. durch die Kreation eigener abendfüllender Handlungsballette zur weiteren Entwicklung des Repertoires und des Profils des Balletts am Rhein.

Zunächst freue ich mich jedoch auf das Kennenlernen der Tänzer*innen und Mitarbeitenden in den kommenden Wochen, sowie auf die Zusammenarbeit mit Christoph Meyer. Ich bin zudem sehr gespannt auf das Duisburger und Düsseldorfer Publikum und hoffe darauf, dass es den zukünftigen künstlerischen Entwicklungen seines Balletts mit Neugier und Offenheit begegnen wird.“

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Nächste Seite »