Schwarzenberg, Schubertiade, Konzerte, Igor Levit, Th. Quasthoff, 28. – 30. August 2017

August 25, 2017 by  
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Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertia

Schubertiade-Konzerte – 28. – 30. August 2017

Die idyllische Gemeinde Schwarzenberg im Bregenzerwald – seit 1994 ein Ziel der beliebten »Landpartien« – 2001 zum Hauptschauplatz der Schubertiade zu machen, wurde durch eine Erweiterung und grundlegende Renovierung des Angelika-Kauffmann-Saals ermöglicht.

Der in schlichter Holzbauweise errichtete Saal mit rund 600 Sitzplätzen besticht nicht nur durch seine einzigartige Lage inmitten einer beschaulichen Wiesen- und Berglandschaft, sondern bietet auch perfekte akustische Bedingungen, die Künstler und Publikum gleichermaßen ins Schwärmen bringen und von der internationalen Presse mit zahlreichen Superlativen bedacht wurden. So zählte ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung – zusammen mit dem Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses und dem Salzburger Mozarteum – zu den drei besten Kammermusiksälen Österreichs, während die Die Welt  ihn mit der Londoner Wigmore Hall verglich.

Die bescheidene Eleganz des Gebäudes bedeutet jedoch keinen Verzicht auf Komfort: das weitläufige Foyer, die großzügig angelegte, überdachte Terrasse, die neu installierte Lüftungsanlage sowie ein Aufzug für behindertengerechten Zugang erfüllen alle Anforderungen an einen modernen, publikumsfreundlichen Konzertbetrieb.

Traditionell treffen sich die Besucher schon lange vor Konzertbeginn, um die Aussicht zu genießen, am Buffet eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen oder sich bei Gesprächen und einem Rundgang durch die Ausstellungsräume auf den bevorstehenden Musikgenuss einzustimmen. Mit der Darbietung kurzer Schubert-Duette signalisieren zwei Hornisten den Gästen, ihre Plätze einzunehmen.


Montag, 28. August  –  10.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal,

Meisterkurs  Thomas Quasthoff und Justus Zeyen

Nach fast vier Jahrzehnten hat Thomas Quasthoff Anfang 2012 seine beispiellose Karriere als Bariton beendet. Dem Gesang bleibt er jedoch weiterhin verbunden, sei es als Rezitator, Sprecher, Jazz-Sänger oder Pädagoge. In seinem Meisterkurs für Liedgesang arbeitet Thomas Quasthoff mit jungen Künstlern an den technischen und interpretatorischen Feinheiten des klassischen Liedgesangs. Für die Betreuung der Pianisten zeichnet Justus Zeyen zuständig.  (General- und Tageskarten erhältlich)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal,

Kammerkonzert  –  Emerson String Quartet
Mehr als 40 Jahre gemeinsames Musizieren und eine Weltkarriere, wie es sie im Kammermusikbereich nur selten gibt: dem amerikanischen Emerson String Quartet ist es gelungen, sich einen Platz in der ersten Reihe der Streichquartette zu erspielen. Bei der diesjährigen Schubertiade ist das u. a. mit neun „Grammy Awards“ ausgezeichnete Ensemble mit zwei Konzerten zu Gast, in denen Beethovens späte Streichquartette aufgeführt werden. Heute stehen die Werke in Es-Dur op. 127, F-Dur op. 135 und cis-Moll op. 131 auf dem Programm.
(Ausverkauft)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal,

Klavierabend  –  Igor Levit   Klavier
Igor Levit setzt Maßstäbe in der Welt der Klassischen Musik als „einer der eindringlichsten, intelligentesten und fein gebildetsten Künstler der neuen Generation“ (New York Times) und wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits 2010 als „einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ gefeiert. Seit seinem Debüt 2011 ist der Künstler der Schubertiade mit mehreren Auftritten pro Saison eng verbunden und auch heuer in Schwarzenberg an zwei Abenden zu erleben. Heute Abend spielt er Franz Schuberts Allegretto c-Moll und die Sonate A-Dur (D 959) sowie Beethovens „Eroica-Variationen“.
(Ausverkauft)


Dienstag, 29. August,  10.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal,

Meisterkurs Thomas Quasthoff und Justus Zeyen (Tageskarten erhältlich)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Paul Meyer Klarinette, Marco Postinghel Fagott, Alejandro Núñez Horn, Baiba Skride Violine, Gergana Gergova Violine, Veronika Hagen Viola, Clemens Hagen Violoncello
Roberto di Ronza Kontrabaß

Das zweite groß und prominent besetzte Kammerkonzert der aktuellen Schubertiade-Konzertreihe ist – wie könnte es anders sein – Schuberts Oktett gewidmet. Vor der Pause erklingt das Streichquintett von Antonín Dvorak. (Ausverkauft)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal,

LiederabendVioleta Urmana Mezzosopran, Helmut Deutsch Klavier
Violeta Urmana wurde in Litauen geboren und gilt heute als eine der führenden Sängerinnen im italienischen und deutschen Fach. Sie ist ständiger Gast an den berühmtesten Opernhäusern der Welt, ist aber auch eine vielbewunderte Liedsängerin und war schon oft mit großem Erfolg in Schwarzenberg zu erleben. Bei ihrem heutigen Liederabend präsentiert sie ein Programm mit ausgewählten Liedern von Schubert, den „Rückert-Liedern“ von Mahler sowie Liedern von Richard Strauss. Am Klavier begleitet sie Helmut Deutsch.
(Restkarten)


Mittwoch, 30. August  10.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal,

Meisterkurs  Thomas Quasthoff und Justus Zeyen
(Tageskarten erhältlich)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal,

Liederabend  –  Marlis Petersen Sopran, Camillo Radicke Klavier, Paul Meyer Klarinette
Die deutsche Sopranistin Marlis Petersen begeistert weltweit an allen bedeutenden Häusern in allen Rollen, die sie auf der Opernbühne darstellt, und auch im Liedgesang vermag sie es, das Publikum mit ihrer Präsenz und leuchtenden Stimme restlos einzunehmen. Bei ihrem heutigen Liederabend präsentiert die Sopranistin ein Programm mit Werken von Schumann, Strauss und Schubert, darunter auch „Der Hirt auf dem Felsen“ mit Paul Meyer (Klarinette). Am Klavier begleitet Camillo Radicke.
(Restkarten)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal,

Kammerkonzert-  Emerson String Quartet
Das Emerson String Quartet, benannt nach dem amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson, gehört zu den weltweit führenden Streichquartetten. 1976 an der Juilliard School in Manhatten gegründet, feierte es kürzlich sein 40jähriges Bühnenjubiläum und hat im Lauf seiner Karriere über 30 preisgekrönte CDs aufgenommen. Bei ihrem zweiten Auftritt bei der diesjährigen Schubertiade werden zwei der letzten Streichquartette von Ludwig van Beethoven aufgeführt: jenes in a-Moll, op. 132, und in B-Dur, op. 130 (mit der „Großen Fuge“ als Finale).,  (Ausverkauft).  PM Schubertiade

 

 

Schwarzenberg, Schubertiade, Spielplan 26. – 28.August 2016

August 24, 2016 by  
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Schubertiade

Konzerthinweise zu den Veranstaltungen der SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 23. – 25. August:

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

 

Konzerthinweise zu den Veranstaltungen der SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 26. – 28. August:

Freitag, 26. August

16.00, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Julia Kleiter Sopran
Michael Gees Klavier
Auch Julia Kleiter wirkt an der Gesamtaufführung aller Schubert-Lieder bei der Schubertiade mit. Im Zentrum ihres Programms stehen Stücke, die Schubert auf Naturlyrik von Dichtern wie Friedrich von Schlegel, Johann Mayrhofer oder Friedrich Matthisson komponiert hat. Die Sopranistin, die dieses Jahr bei den Salzburger Festspielen als Fiordiligi in „Così fan tutte“ gefeiert wurde, begeistert Publikum und Presse auf der Opernbühne und dem Konzertpodium mit ihrer Gestaltungskunst und warmen lyrischen Stimme. Mit Michael Gees steht ihr ein Pianist zur Seite, der für seine Entdeckungsfreude bekannt ist.
(Karten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Ian Bostridge Tenor
Julius Drake Klavier
Ian Bostridge, seit vielen Jahren regelmäßig bei der Schubertiade zu Gast, zählt zu den gefragtesten Liedsängern der Gegenwart und ist besonders als Schubert-Interpret bekannt. Dem Schwarzenberger Publikum präsentiert er heute im Rahmen des Jubiläums-Zyklus ebenfalls ein reines Schubert-Programm, das neben berühmten Stücken wie „Viola“ oder „An die Musik“ auch für Kenner einige spannende Lied-Entdeckungen bereithält. Am Klavier begleitet wird er von Julius Drake, einem der besten Liedpianisten von heute.
(Ausverkauft)


Samstag, 27. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Mandelring Quartett
Der Gewinn wichtiger Wettbewerbe in München, Evian und Reggio Emilia ebnete für das Mandelring Quartett den Weg zur großen internationalen Karriere, die das Ensemble in Konzertsäle auf der ganzen Welt geführt hat. Mit dem heutigen Konzert kehren die gefeierten Musiker nach ihrem höchst erfolgreichen Schubertiade-Debüt 2014 nach Schwarzenberg zurück und haben ein vielseitiges Programm mit Werken von Joseph Haydn und Maurice Ravel sowie Franz Schuberts G-Dur-Quartett mitgebracht.
(Ausverkauft)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Christina Landshamer Sopran
Maximilian Schmitt Tenor
Gerold Huber Klavier
Zwei hervorragende Sänger der jungen Generation interpretieren dieses besondere Schubert-Programm. Gemeinsam mit Gerold Huber führen Christina Landshamer und Maximilian Schmitt das „Liederalbum für Therese Grob“ auf – eine bunte Liedersammlung mit speziellen Fassungen, die von Schubert selbst erstellt wurde. Im zweiten Teil des Programms folgen Liedzusammenstellungen von Schubert für seine Verleger, darunter die humorvollen „Vier Refrainlieder“ und bekannte Stücke wie „Am Tage Aller Seelen“ oder „Du bist die Ruh“.
(Karten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Igor Levit
Mit dem heutigen Soloprogramm schließt Igor Levit seinen 2013 begonnenen, achtteiligen Zyklus sämtlicher Klaviersonaten Beethovens bei der Schubertiade in Hohenems und Schwarzenberg ab. Zu hören sind die Sonaten op. 109-111, Beethovens letzte drei Werke jener Gattung, die der Komponist revolutioniert und auf eine neue Ebene gehoben hat. Das Konzert findet ohne Pause statt.
(Ausverkauft)


Sonntag, 28. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Isabelle Faust Violine
Jean-Guihen Queyras Violoncello
Alexander Melnikov Klavier
Isabelle Faust, Jean-Guihen Queyras und Alexander Melnikov bilden ein festes Trio, das für seine Konzerte und CD-Aufnahmen allseits gefeiert wird. Während die deutsche Geigerin und der französische Cellist schon früher bei der Schubertiade zu erleben waren, gibt der russische Pianist sein Festival-Debüt in Schwarzenberg. Auf dem Programm stehen Klaviertrios von Haydn und Schumann sowie Schuberts beliebtes Es-Dur-Trio.
(Ausverkauft)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Mauro Peter Tenor
Helmut Deutsch Klavier
Seit seinem sensationellen Schubertiade-Debüt 2012 mit der „Schönen Müllerin“ ist der Schweizer Tenor Mauro Peter, der fest am Opernhaus Zürich engagiert ist und u.a. in Paris, Wien und München gastiert, der Schubertiade durch zahlreiche Auftritte eng verbunden. Mit seinem ständigen Klavierpartner Helmut Deutsch präsentiert er heute denselben Liederzyklus – eine spannende Gelegenheit für das Publikum, die Entwicklung des Sängers zu beobachten.
(Karten erhältlich laut Kartenbüro)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Gerald Finley Bariton
Julius Drake Klavier
Ob auf der Opernbühne, wo er von Mozart bis zu den ganz großen Wagner-Rollen ein breites Repertoire singt, in den großen Konzertsälen oder im intimen Rahmen eines Liederabends: Als stilistisch und stimmlich herausragender Künstler wird Gerald Finley allerorten gefeiert. Seit 2009 ist er regelmäßig bei der Schubertiade zu Gast und präsentiert heuer im Rahmen der Gesamtaufführung aller Schubert-Lieder gemeinsam mit Julius Drake eine Auswahl von Liedern nach Gedichten von Schiller, Goethe, Mayrhofer und Schulze.
(Karten erhältlich)


24. – 30. August

Schubertiade-Quartier Hohenems: Museen und Baudenkmale

Franz-Schubert-Museum (Marktstraße 1)
Schubertiade-Museum (Marktstraße 15)
Legge-Museum (Marktstraße 5)
Elisabeth-Schwarzkopf-Museum (Schweizer Straße 1, Villa Rosenthal)
Nibelungen-Museum (Marktstraße 6)
Schuhmacher-Museum (Marktstraße 15)

Franz Schubert, große Interpretinnen und Interpreten aus dem Bereich der Klassischen Musik und die bedeutende Kulturgeschichte von Hohenems sind die thematischen Schwerpunkte in 40 Räumen von sechs historisch interessanten Gebäuden. Der Rundgang führt an weiteren, mit der Geschichte der Schubertiade verbundenen Bauwerken vorbei: Im Palast Hohenems begann vor 40 Jahren am 8. Mai 1976 die erste Schubertiade und in der Pfarrkirche St. Karl eröffneten die Wiener Philharmoniker mit Karl Böhm die zweite Schubertiade. Damit verbunden war eine Ausstellung über deren Cellisten Josef Sulzer (1850-1926) – die erste Ausstellung in jener Villa, die heute das Jüdische Museum beherbergt. Am Geburtshaus von Josef Sulzers Vater Salomon Sulzer, der als junger Kantor in Wien Schubert einen Kompositionsauftrag erteilt hatte und als bedeutender Schubert-Sänger galt, wurde als Auftakt zur ersten Schubertiade durch Hermann Prey eine Gedenktafel enthüllt.

Pressemeldung Schubertiade

Schwarzenberg, Schubertiade, Spielplan 23. – 25.August 2016

August 19, 2016 by  
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Schubertiade

Konzerthinweise zu den Veranstaltungen der SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 23. – 25. August:

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade


Dienstag, 23. August

16.00, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Emerson String Quartet
Das Emerson String Quartet ist eines der führenden Streichquartette unserer Zeit und kann auf eine fast vier Jahrzehnte andauernde Serie internationaler Erfolge sowie zahlreiche wichtige Auszeichnungen zurückblicken. Bei der Schubertiade ist das u.a. mit neun „Grammy Awards“ geehrte Ensemble seit 1986 regelmässig zu Gast; im heutigen Konzert in Schwarzenberg spielen die Musiker neben Haydns op. 76/5 das selten zu hörende es-Moll-Quartett von Tschaikowski sowie Schuberts beliebtes a-Moll-Quartett „Rosamunde“.
(Ausverkauft)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Anja Harteros Sopran
Wolfram Rieger Klavier

Schubertiade / Anja Harteros © Marco Borggreve

Schubertiade / Anja Harteros © Marco Borggreve

Die deutsch-griechische Sopranistin Anja Harteros zählt zu den gefragtesten Sängerinnen unserer Zeit und feiert neben Opernengagements an allen bedeutenden Häusern zwischen Wien und New York auch regelmäßig Erfolge als Liedinterpretin.

Für ihren ersten Auftritt bei der Schubertiade hat sie ein reines Schubert-Programm zusammengestellt, das viele bekannte Lieder wie „Ganymed“ oder „Die junge Nonne“, aber auch unbekannte Stücke enthält.

Ihr Begleiter am Klavier ist Wolfram Rieger.

(Ausverkauft)


Mittwoch, 24. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klaviermatinee
Igor Levit
Igor Levit setzt Maßstäbe in der Welt der Klassischen Musik als „einer der eindringlichsten, intelligentesten und fein gebildetsten Künstler der neuen Generation“ (New York Times) und wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits 2010 als „einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ gefeiert. Seit seinem Debüt 2011 ist der Künstler der Schubertiade mit mehreren Auftritten pro Saison eng verbunden und bringt diesen August seinen 2013 begonnenen Beethoven-Sonaten-Zyklus zum Abschluss. Auf dem Programm der heutigen Klaviermatinee stehen die Sonaten op. 28 („Pastorale“) sowie op. 31/1, op. 27/1 und op. 7.
(Karten erhältlich)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Benjamin Bruns Tenor
Gerold Huber Klavier
Benjamin Bruns ist seit 2010 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und wird dort von Publikum und Presse als idealer Mozart- und Rossini-Tenor gefeiert. Aber auch als Lied- und Konzertsänger ist er gefragt; sein Beitrag zur Gesamtaufführung aller Schubert-Lieder bei der Schubertiade ist ein spannendes Programm mit wenig bekannten Stücken aus dem Jahr 1816. Gerold Huber, der ihn am Klavier begleitet, spielt zwischen den Liedgruppen Tänze von Schubert aus demselben Jahr, die teilweise noch nie bei der Schubertiade zu hören waren.
(Karten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Quatuor Ebène
Nach seiner Gründung 1999 schon früh als Geheimtipp gehandelt, hat sich das französische Quatuor Ebène inzwischen auf internationalem Parkett als Spitzenensemble etabliert und widmet sich neben dem Klassischen Repertoire auch ungewöhnlichen Projekten und vielen unterschiedlichen Musikgenres. Bei ihrem heutigen Konzert in Schwarzenberg spielen die vielfach preisgekrönten Musiker Werke von Joseph Haydn, Claude Debussy und Ludwig van Beethoven.
(Ausverkauft)


Donnerstag, 25. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Vortrag
Igor Levit
Handelt es sich bei Beethovens letzten Klaviersonaten um eine Art Zyklus? Bevor er die Werke am kommenden Samstag bei der Schubertiade spielt, geht Igor Levit dieser Frage im Rahmen seines Vortrags im Angelika-Kauffmann-Saal nach. Seine Beobachtungen und Ausführungen veranschaulicht er dabei auch immer wieder mit Musikbeispielen am Klavier.
(Karten erhältlich)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Igor Levit
Im Zentrum dieses vorletzten Konzertes in Igor Levits Gesamtaufführung aller Beethoven-Klaviersonaten bei der Schubertiade steht Opus 106, die berühmte „Große Sonate für das Hammerklavier“, die mehr noch als andere Werke als Prüfstein für jeden Pianisten gilt. Zuvor spielt Igor Levit die Sonaten in e-Moll (op. 90) und in A-Dur (op. 101).
(Ausverkauft)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Matthias Goerne Bariton
Martin Helmchen Klavier

Schubertiade / GOERNE © Marco Borggreve for harmonia mundi

Schubertiade / GOERNE © Marco Borggreve for harmonia mundi

Mit „Schwanengesang“ nach Gedichten von Ludwig Rellstab und Heinrich Heine widmet sich Matthias Goerne in seinem heutigen Konzert in Schwarzenberg nach der „Winterreise“ (2015) und der „Schönen Müllerin“ (Mai 2016) der dritten berühmten Liedersammlung Franz Schuberts.

Der deutsche Bariton zählt zu den gefragtesten Sängern seines Stimmfachs, wobei er sich besonders als Schubert-Interpret einen Namen gemacht und u.a. eine 10teilige, vielfach preisgekrönte CD-Reihe mit ausgewählten Schubert-Liedern aufgenommen hat.

Sein Partner am Klavier ist der international als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter gefragte Pianist Martin Helmchen.
(Ausverkauft)


24. – 30. August,

Schubertiade-Quartier Hohenems: Museen und Baudenkmale

Franz-Schubert-Museum (Marktstraße 1)
Schubertiade-Museum (Marktstraße 15)
Legge-Museum (Marktstraße 5)
Elisabeth-Schwarzkopf-Museum (Schweizer Straße 1, Villa Rosenthal)
Nibelungen-Museum (Marktstraße 6)
Schuhmacher-Museum (Marktstraße 15)

Franz Schubert, große Interpretinnen und Interpreten aus dem Bereich der Klassischen Musik und die bedeutende Kulturgeschichte von Hohenems sind die thematischen Schwerpunkte in 40 Räumen von sechs historisch interessanten Gebäuden. Der Rundgang führt an weiteren, mit der Geschichte der Schubertiade verbundenen Bauwerken vorbei: Im Palast Hohenems begann vor 40 Jahren am 8. Mai 1976 die erste Schubertiade und in der Pfarrkirche St. Karl eröffneten die Wiener Philharmoniker mit Karl Böhm die zweite Schubertiade.

Damit verbunden war eine Ausstellung über deren Cellisten Josef Sulzer (1850-1926) – die erste Ausstellung in jener Villa, die heute das Jüdische Museum beherbergt. Am Geburtshaus von Josef Sulzers Vater Salomon Sulzer, der als junger Kantor in Wien Schubert einen Kompositionsauftrag erteilt hatte und als bedeutender Schubert-Sänger galt, wurde als Auftakt zur ersten Schubertiade durch Hermann Prey eine Gedenktafel enthüllt.

Pressemeldung Schubertiade

Düsseldorf, Museum Kunstpalast, Klavierfestival Ruhr 2014 – Beethoven-Gipfel II – Andras Schiff, IOCO Kritik, 16.06.2014

Juni 18, 2014 by  
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Klavier-Festival Ruhr 2014

Museum Kunstpalast

Robert Schumann-Saal

Beethoven-Gipfel II mit András Schiff 

Klavierfestival Ruhr 2010 / Andras Schiff © Mohn

Klavierfestival Ruhr 2010 / Andras Schiff © Mohn

Großes Verständnis für die Fussball-Freaks hatten die Verantwortlichen im Kunstpalast Düsseldorf. Man hatte im Konzert-Foyer des Robert Schumann-Saales einen Monitor installiert. Somit konnten die Interessierten den frühen Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal erleben, um sich dann, völlig entspannt, dem Konzertgenuss hinzugeben.

Das diesjährige Klavier-Festival hat einige Themen-Reihen. Unter anderem die drei letzten Klaviersonaten, der 32 Sonaten Beethovens, von drei verschiedenen Pianisten in drei Konzerten präsentieren zu lassen. Nach Krystian Zimmerman am 3. Juni in Wuppertal, spielte nun hier in Düsseldorf András Schiff die drei Stücke. Es folgt noch Igor Levit am 30. Juni in Mülheim.

András Schiff ist einer der ganz großen Klavierspieler unserer Tage. Einen breiten Raum in seinem Repertoire nimmt dabei das Klavierwerk Beethovens ein. Insbesondere liegen ihm die 32 Klaviersonaten am Herzen.

Klavierfestival Ruhr 2009 / Andras Schiff © Mark Wohlrab

Klavierfestival Ruhr 2009 / Andras Schiff © Mark Wohlrab

Schiff ist nun schon zum 13. Mal Gast des Klavierfestivals, also ein lieber “Bekannter“, mit dem man immer wieder gern zusammentrifft. So auch am Montag. Immer wieder fasziniert sein schlichtes, auf Anhieb überrumpelndes Auftreten, sowie seine hohe Musikalität. Er versteht sein Handwerk. Es ist das Fundament, mit dem er uns zur Freude mitteilt, dass er die Musik liebt, die er spielt. Das ist seine Aussage, Musik vermitteln und kein oberflächiges Virtuosentum.

Schiff kam 1953 in Budapest zur Welt. Schon als Kind begann seine Ausbildung. Sein Studium absolvierte er an der Franz Liszt-Akademie in Budapest, unter anderem bei György Kurtág und später bei George Malcolm in London. Er gehört heute zu den ganz Großen und ist international mit Preisen und Ehrungen überhäuft worden.

Seit 2004 hat Schiff in 20 Städten den kompletten Zyklus sämtlicher Klaviersonaten Ludwig van Beethovens in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Er spielte hier am Montag die drei letzten Sonaten des Komponisten ohne Pause hintereinander. Das machte Sinn. Keine Störung, nicht einmal ein Husten unterbrach seine Konzentration und die der Zuhörer.

Beethoven-Haus in Wien © IOCO

Beethoven-Haus in Wien © IOCO

Diese drei letzten Sonaten Beethovens haben es in sich, was Spieltechnik und Tempo (es existieren kaum Metronomangaben) anbelangt und geben vielfach Rätsel auf. Schiffs Tempo gab auf jeden Fall keine Rätsel auf. Es strömte alles in einer makellosen Balance des Spiels. Es gab da keine Äußerlichkeiten und aufgesetzte Effekte in Klang und Diktion.

Das Publikum zeigte sich begeistert nach diesem ungefähr einstündigen Konzert und spendete lang anhaltenden Beifall und lautstarke Bravi. Schiff bedankte sich mit dem “Präludium und Fuge in C-Dur“ aus dem “Wohltemperierten Klavier“ von Bach und mit einem zauberhaften Impromptu von Franz Schubert.    

IOCO / UGK / 16.06.2014

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