Schwarzenberg, Schubertiade, Spielplan 26. – 28.August 2016

August 24, 2016 by  
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Schubertiade

Konzerthinweise zu den Veranstaltungen der SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 23. – 25. August:

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

 

Konzerthinweise zu den Veranstaltungen der SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 26. – 28. August:

Freitag, 26. August

16.00, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Julia Kleiter Sopran
Michael Gees Klavier
Auch Julia Kleiter wirkt an der Gesamtaufführung aller Schubert-Lieder bei der Schubertiade mit. Im Zentrum ihres Programms stehen Stücke, die Schubert auf Naturlyrik von Dichtern wie Friedrich von Schlegel, Johann Mayrhofer oder Friedrich Matthisson komponiert hat. Die Sopranistin, die dieses Jahr bei den Salzburger Festspielen als Fiordiligi in „Così fan tutte“ gefeiert wurde, begeistert Publikum und Presse auf der Opernbühne und dem Konzertpodium mit ihrer Gestaltungskunst und warmen lyrischen Stimme. Mit Michael Gees steht ihr ein Pianist zur Seite, der für seine Entdeckungsfreude bekannt ist.
(Karten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Ian Bostridge Tenor
Julius Drake Klavier
Ian Bostridge, seit vielen Jahren regelmäßig bei der Schubertiade zu Gast, zählt zu den gefragtesten Liedsängern der Gegenwart und ist besonders als Schubert-Interpret bekannt. Dem Schwarzenberger Publikum präsentiert er heute im Rahmen des Jubiläums-Zyklus ebenfalls ein reines Schubert-Programm, das neben berühmten Stücken wie „Viola“ oder „An die Musik“ auch für Kenner einige spannende Lied-Entdeckungen bereithält. Am Klavier begleitet wird er von Julius Drake, einem der besten Liedpianisten von heute.
(Ausverkauft)


Samstag, 27. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Mandelring Quartett
Der Gewinn wichtiger Wettbewerbe in München, Evian und Reggio Emilia ebnete für das Mandelring Quartett den Weg zur großen internationalen Karriere, die das Ensemble in Konzertsäle auf der ganzen Welt geführt hat. Mit dem heutigen Konzert kehren die gefeierten Musiker nach ihrem höchst erfolgreichen Schubertiade-Debüt 2014 nach Schwarzenberg zurück und haben ein vielseitiges Programm mit Werken von Joseph Haydn und Maurice Ravel sowie Franz Schuberts G-Dur-Quartett mitgebracht.
(Ausverkauft)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Christina Landshamer Sopran
Maximilian Schmitt Tenor
Gerold Huber Klavier
Zwei hervorragende Sänger der jungen Generation interpretieren dieses besondere Schubert-Programm. Gemeinsam mit Gerold Huber führen Christina Landshamer und Maximilian Schmitt das „Liederalbum für Therese Grob“ auf – eine bunte Liedersammlung mit speziellen Fassungen, die von Schubert selbst erstellt wurde. Im zweiten Teil des Programms folgen Liedzusammenstellungen von Schubert für seine Verleger, darunter die humorvollen „Vier Refrainlieder“ und bekannte Stücke wie „Am Tage Aller Seelen“ oder „Du bist die Ruh“.
(Karten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Igor Levit
Mit dem heutigen Soloprogramm schließt Igor Levit seinen 2013 begonnenen, achtteiligen Zyklus sämtlicher Klaviersonaten Beethovens bei der Schubertiade in Hohenems und Schwarzenberg ab. Zu hören sind die Sonaten op. 109-111, Beethovens letzte drei Werke jener Gattung, die der Komponist revolutioniert und auf eine neue Ebene gehoben hat. Das Konzert findet ohne Pause statt.
(Ausverkauft)


Sonntag, 28. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Isabelle Faust Violine
Jean-Guihen Queyras Violoncello
Alexander Melnikov Klavier
Isabelle Faust, Jean-Guihen Queyras und Alexander Melnikov bilden ein festes Trio, das für seine Konzerte und CD-Aufnahmen allseits gefeiert wird. Während die deutsche Geigerin und der französische Cellist schon früher bei der Schubertiade zu erleben waren, gibt der russische Pianist sein Festival-Debüt in Schwarzenberg. Auf dem Programm stehen Klaviertrios von Haydn und Schumann sowie Schuberts beliebtes Es-Dur-Trio.
(Ausverkauft)

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Mauro Peter Tenor
Helmut Deutsch Klavier
Seit seinem sensationellen Schubertiade-Debüt 2012 mit der „Schönen Müllerin“ ist der Schweizer Tenor Mauro Peter, der fest am Opernhaus Zürich engagiert ist und u.a. in Paris, Wien und München gastiert, der Schubertiade durch zahlreiche Auftritte eng verbunden. Mit seinem ständigen Klavierpartner Helmut Deutsch präsentiert er heute denselben Liederzyklus – eine spannende Gelegenheit für das Publikum, die Entwicklung des Sängers zu beobachten.
(Karten erhältlich laut Kartenbüro)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Gerald Finley Bariton
Julius Drake Klavier
Ob auf der Opernbühne, wo er von Mozart bis zu den ganz großen Wagner-Rollen ein breites Repertoire singt, in den großen Konzertsälen oder im intimen Rahmen eines Liederabends: Als stilistisch und stimmlich herausragender Künstler wird Gerald Finley allerorten gefeiert. Seit 2009 ist er regelmäßig bei der Schubertiade zu Gast und präsentiert heuer im Rahmen der Gesamtaufführung aller Schubert-Lieder gemeinsam mit Julius Drake eine Auswahl von Liedern nach Gedichten von Schiller, Goethe, Mayrhofer und Schulze.
(Karten erhältlich)


24. – 30. August

Schubertiade-Quartier Hohenems: Museen und Baudenkmale

Franz-Schubert-Museum (Marktstraße 1)
Schubertiade-Museum (Marktstraße 15)
Legge-Museum (Marktstraße 5)
Elisabeth-Schwarzkopf-Museum (Schweizer Straße 1, Villa Rosenthal)
Nibelungen-Museum (Marktstraße 6)
Schuhmacher-Museum (Marktstraße 15)

Franz Schubert, große Interpretinnen und Interpreten aus dem Bereich der Klassischen Musik und die bedeutende Kulturgeschichte von Hohenems sind die thematischen Schwerpunkte in 40 Räumen von sechs historisch interessanten Gebäuden. Der Rundgang führt an weiteren, mit der Geschichte der Schubertiade verbundenen Bauwerken vorbei: Im Palast Hohenems begann vor 40 Jahren am 8. Mai 1976 die erste Schubertiade und in der Pfarrkirche St. Karl eröffneten die Wiener Philharmoniker mit Karl Böhm die zweite Schubertiade. Damit verbunden war eine Ausstellung über deren Cellisten Josef Sulzer (1850-1926) – die erste Ausstellung in jener Villa, die heute das Jüdische Museum beherbergt. Am Geburtshaus von Josef Sulzers Vater Salomon Sulzer, der als junger Kantor in Wien Schubert einen Kompositionsauftrag erteilt hatte und als bedeutender Schubert-Sänger galt, wurde als Auftakt zur ersten Schubertiade durch Hermann Prey eine Gedenktafel enthüllt.

Pressemeldung Schubertiade

Frankfurt, Oper Frankfurt, Liederabend: ANNE SOFIE VON OTTER, 09.12.2014

Dezember 8, 2014 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt / inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 ANNE SOFIE VON OTTER:  Dritter  Liederabend in 2014/15

Dienstag, dem 9. Dezember 2014, um 20.00 Uhr im Opernhaus

Oper Frankfurt / Anne Sopie von Otter © Mats Baecker

Oper Frankfurt / Anne Sopie von Otter © Mats Baecker

Die gebürtige Stockholmerin hat sich im Bereich des Musiktheaters, aber auch auf internationalen Konzertpodien als eine der führenden Sängerinnen ihres Faches etabliert. Gefeiert wurde sie u.a. in der Partie des Octavian (Der Rosenkavalier) am ROH Covent Garden London, an der Bayerischen Staatsoper München, der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera New York sowie in Japan. In den letzten Jahren gab sie ihre Rollendebüts als Charpentiers Médée an der Oper Frankfurt (Bockenheimer Depot), Gräfin Geschwitz (Lulu) an der Metropolitan Opera New York, Clytemnestre (Iphigénie en Aulide) an De Nederlandse Opera Amsterdam sowie als Geneviève (Pelléas et Mélisande) an der Opéra National de Paris. Bei den Salzburger Festspielen 2012 sang sie Cornelia in Händels Giulio Cesare. Im Konzertbereich arbeitete Anne Sofie von Otter u.a. mit den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic sowie dem Boston Symphony Orchestra. Ihr künstlerisches Schaffen wird bestimmt durch die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie James Levine, Sir Simon Rattle oder Christoph Eschenbach.

Anlässlich ihres Frankfurter Liederabends präsentiert Anne Sofie von Otter – begleitet von Bengt Forsberg (Klavier), Lawrence Power (Viola) und Bengan Janson (Akkordeon) – unter dem Titel Douce France Lieder und Chansons von Reynaldo Hahn, Francis Poulenc, Camille Saint-Saëns, Joseph Kosma, Norberg Glanzberg, Georges Moustaki u.a.

Weitere Liederabende in dieser Saison:
Elza van den Heever, Sopran 06. Januar 2015
Jamie Barton, Mezzosopran 24. Februar 2015
Ian Bostridge, Tenor 24. März 2015
Edita Gruberova, Sopran 28. April 2015
Annette Dasch, Sopran und Daniel Schmutzhard, Bariton 16. Juni 2015

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Essen, Philharmonie Essen, Liederabend Ian Bostridge, IOCO Kritik, 28.03.2014

April 2, 2014 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © PE-FrankVinken

Philharmonie Essen © PE-FrankVinken

Liederabend Ian Bostridge, Tenor Julius Drake, Klavier 28.03.2014

Philharmonie Essen / Bostridge, Ian © Decca Ben Ealovega

Philharmonie Essen / Bostridge, Ian © Decca Ben Ealovega

Der britische Tenor Ian Bostridge hat es binnen kürzester Zeit geschafft, zur sängerischen Elite aufzurücken. 1993 debütierte er als Liedersänger in der Londoner Wigmore Hall, dem “Tempel“ des Liedgesanges. Er ist nun als Liedersänger absolut etabliert und hat sich alle wichtigen internationalen Konzert-Podien erobert.

Aber man würde dem promovierten Philosophen nicht gerecht werden, ihn “nur“ als Lied-Interpreten einordnen zu wollen. Er ist auch Opernsänger und war einige Spielzeiten am Londoner Covent Garden Theatre. Sein Debut als Opernsänger gab er 1994 beim Edinburgh-Festival in Benjamin Brittens “A Midsummer Night Dream“.

Seine Auftritte in Deutschland sind rar. Bekannt wurde er hier durch seine CD-Aufnahmen deutschen Liedgutes. Der Exklusiv-Künstler der EMI-International nahm alle drei großen Lied-Zyklen Schuberts auf und erntete damit internationales Ansehen.

Am vergangenen Freitag gastierte er in der Essener Philharmonie mit einem höchst interessanten Programm. Es gab Werke von Franz Schubert und Benjamin Britten unterbrochen von ein paar Liedern des Amerikaners Charles Ives.

Bostridge begann ernst und grüblerisch mit den ersten 12 Liedern aus Schuberts “Winterreise“. Er phrasierte ganz ausgezeichnet. Er versteht zu schildern und seine Textverständlichkeit ist enorm ausgeprägt.

Gelegentlich zu bemängeln waren seine Überdehnungen der Vokale, meistens bei “e“ und “i“. Vielleicht hängt es mit der Sprache zusammen. Sang er in seiner Muttersprache, war davon nichts zu bemerken. Auszumachen war aber auch die Fähigkeit des Tenors, aus dem Brustregister in die voix mixte bruchlos überzugehen, was der Geschlossenheit des Vortrages entgegen kam.

Nach der Pause erhellte sich die umwölkte Stirn von Ian Bostridge doch noch.

Er sang ein paar witzige Songs des Amerikaners Charles Ives, der immerhin 114 Lieder aus drei Jahrzehnten hinterließ. Dabei war auch Ives` Huldigung an die deutsche Romantik “Feldeinsamkeit“. Diese Komposition auf ein Gedicht von Allmers, steht der von Brahms nicht nach.

Der Abend endete mit dem Liederzyklus “Winterwords“, op. 52 von Benjamin Britten. Diesen Zyklus von acht Liedern auf Texte von Thomas Hardy schrieb Britten, wie viele andere seiner Kompositionen, für seinen Lebenspartner, den Tenor Peter Pears. Die Uraufführung war 1953. Interessant ist, dass das erste Lied eine Parallele zu Schuberts erstem Lied aus der “Winterreise“ aufweist. Die Stimmung ist gleich.

Bostridge gab ganz wunderbar die Stimmungen der Lieder wieder. Mit feinem Humor und farblicher Vielfalt vermittelte er den Inhalt dieser manchmal skurrilen Dichtungen.

Kongenial wurde der Sänger von Julius Drake begleitet. Drake ist ein arrivierter, vielgefragter Klavierbegleiter, so auch häufig von Ian Bostridge, mit dem er noch in dieser Saison eine Japan-Tournee machen wird.

Natürlich gab es Zugaben, von denen ein von Britten bearbeiteter Folksong besonders erfreute. Überhaupt zeigten sich die ca. 500-600 Zuhörer begeistert.

IOCO / UGK / 28.03.2014

—| IOCO Kritik Philharmonie Essen |—