Frankfurt, Oper Frankfurt, Tristan und Isolde – Richard Wagner, IOCO Kritik, 29.01.2020

Januar 29, 2020 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

 Tristan und Isolde – Richard Wagner

 Tristan – ein Abbild menschlicher Abgründe

von Ljerka Oreskovic Herrmann

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Im Entwurf vom Juli 1870 findet sich im sogenannten Braunen Buch von Richard Wagner ein Entwurf für eine Beethoven-Schrift, in der dieser schreibt: „Die Wirkung des Schönen ist erst die Bedingung für den Eintritt der wahren Wirkung des Kunstwerkes, nämlich der erhabenen. In der Musik wird die erste Wirkung sofort und durchgehend durch ihre Form erreicht, eben weil sie reine Form ist. – Führt es nicht zur erhabenen Wirkung, so ist überhaupt das Schöne nur Spielerei.“ (Für schöne Spielerei waren weder Beethoven noch Wagner zu haben.) Geschrieben hat Wagner diese Gedanken anlässlich des 100. Geburtstags des von ihm verehrten Komponistenkollegen, dessen „Musik in Begriffe umgesetzt“ Philosophie ergäbe, und zwar die von Schopenhauer. Nun wird dieses Jahr erneut ein Ludwig van Beethoven-Jubiläum, inzwischen der 250. Geburtstag, gefeiert und so erklingt Wagners Tristan und Isolde an der Oper Frankfurt – und eignet sich vielleicht gerade deshalb gut, die „erhabene Wirkung“ von Kunst zu überprüfen, geht es doch um das größte aller Themen: das risikobeladene Wagnis der Liebe. Apropos Beethoven: Gibt es vielleicht Fidelio als Abschluss des Gedenkjahres? Um Liebe – allerdings erfüllte – geht es auch bei ihm.

Tristan und Isolde – Oper Frankfurt
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Wagner nennt seine Oper im Untertitel „Handlung in drei Aufzügen“ und nicht „Drama“. Nicht das äußere Geschehen bestimmt die Handelnden, sondern ihre inneren Empfindungen. Doch aus der Selbstbeschäftigung und Seelenausleuchtung kann pathetische Überhöhung, statt Erhabenheit, werden – in diese Falle wollte Katharina Thoma, die Regisseurin, nicht tappen, stattdessen arbeitet sie mit größtmöglicher Reduktion. Die Kostüme von Irina Bartels sind dunkel, schwarz, nur die beiden Frauen – Isolde im kupfer-golden Jumpsuit, Brangäne im Kleid-Mantel-Ensemble und Hut in Petrol früherer Stewardessen gleich, als Fliegen noch etwas Besonderes und ja „Erhabenes“ war – erhalten farbige Kleidung und dunkles Rot der Tristan-Verräter Melot. Das Bühnenbild von Johannes Leiacker lässt nur schwarz-weiß Kontraste, dagegen das Licht von Olaf Winter farbliche Gestaltung zu; eine – nicht nur farblich – ansprechende Szene, als Brangäne im zweiten Aufzug die Liebenden vor der Gefahr warnt: Wir hören sie, das Licht, grünlich wie ihre Kleidung, kündigt sie an, (von der Zinne kommt sie natürlich nicht mehr, sondern hinter dem schwarzen Rechteck hervor), doch erst nach einigen Takten wird sie zu sehen sein: Ihr „Habet acht“ kommt zu spät.

Im ersten Akt „schwebt“ Isolde auf einem schwarzen Rechteck herunter, in der ebenfalls schwarzen Barke neben ihr liegt Tristan. Später – wie um das Liebesglück zu unterstreichen – wird das Boot weiß sein und das aufgerichtete Rechteck in der Mitte stehen. Es teilt nicht nur die Bühne, sondern ist zugleich eine zeitliche Mauer: Zurück können die beiden Liebenden nicht mehr, und Melot, Tristans Freund, wird die beiden – trotz dieses Schutzwalls –  enttarnen.

Oper Frankfurt / Tristan und Isolde - hier : oben Rachel Nicholls als Isolde, Vincent Wolfsteiner als Tristan © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Tristan und Isolde – hier : oben Rachel Nicholls als Isolde, Vincent Wolfsteiner als Tristan © Barbara Aumüller

Thomas Ansatz, das „Erhabene“ dieser aufwühlenden und letztendlich zum Scheitern verurteilten Liebe auf ein menschliches Maß zurückzuführen, gräbt den (menschlichen) Abgrund aller aber umso tiefer. Und der Wagnersche Text verlangt umso mehr nach umsetzbarer Darstellung. Tristan ist ein unbeholfener Mann, abweisend bis schroff, der die Liebe nicht sucht und Isoldes Wüten über seinen Verrat, erst ihren Verlobten getötet zu haben, um sie anschließend als Brautwerber zu König Marke zu führen, gar nicht begreift. Begreifen bedeutet ein grundsätzliches Problem für diesen Helden, doch nicht nur für ihn. Zu verstrickt ist er in seine eigene Lebensgeschichte, eine Todessehnsucht peinigt ihn, in den Tod will und wird ihm Isolde jedoch nicht folgen – trotz Liebestrank und anfänglichem Wunsch.

Das schwarze Rechteck, die Schiffsplanken, berühren den Boden nicht, es schwebt immer über ihm, wie auch das Verhältnis von Tristan und Isolde; nur langsam kommen sie sich näher, als der Liebestrank endlich wirkt und sie für das Publikum etwas verborgen, dem ersten Liebesüberschwang erleben. Brangäne hat die mitgeführten Zauber-Getränke vertauscht und etwas ist gekippt, das Rechteck ragt nun steil nach oben. Thoma beweist sicheres Feingespür für die kleinen Momente, es gelingt ihr die musikalische Zartheit in berührender Weise in Szene zu setzen: Ganz vorsichtig sind Hände oben auf dem Rechteck zu erkennen, tastend suchen sie nach der Hand des bzw. der Anderen – Tristan und Isolde haben sich gefunden, doch sie halten einander nicht, stattdessen werden sie zu Schiffbrüchigen, die sich verzweifelt an die Planken klammern.

 Oper Frankfurt / Tristan und Isolde - hier : Rachel Nicholls als Isolde, Claudia Mahnke als Brangäne; über sie gebeugt © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Tristan und Isolde – hier : Rachel Nicholls als Isolde, Claudia Mahnke als Brangäne; über sie gebeugt © Barbara Aumüller

Das heimliche Liebesrauschen ist jedoch immer bedroht, die Aufdeckung nah, das inzwischen weiß gestrichene Boot – im dritten Aufzug ist es wieder schwarz –, Unschuld suggerierend, wird daran nichts ändern. Isolde hüpft im zart-rosa Jungmädchenkleid beglückt umher, Tristan hat währenddessen seine schwarze Lederjacke zugunsten einer Weste, weißem Hemd und Hose getauscht, seine ganze Haltung bedeutet mehr Selbstgewissheit – eine trügerische Heiterkeit strahlen sie aus. Vielleicht auch, weil sie uns heutigen Menschen darin gleichen, immer irgendwie aneinander vorbeireden bzw. singen. Was der eine anstrebt, wird die andere nicht fassen, die einzige Lösung wird und kann nur der Tod sein. Und Melot, der Vertraute Tristans, wird die vage Ahnung und zugleich reale Befürchtung Brangänes erfüllen, den Verrat aufdecken und sühnen.

Eine weitere fesselnde Szene ist mit dem Auftritt von König Marke verbunden. Als eine distinguierte Erscheinung in Mantel und Hut, tritt er an Tristan heran, dann sitzend, ihm gegenüber, um seine Enttäuschung Aug in Aug kundzutun, während dieser sich windet und alle anderen wie eingefroren verharren. Man hält den Atem an und spürt förmlich die Verletzung Markes, der sich selbst auf ein Wagnis mit der Ehe einließ, auch für ihn wird nichts mehr so sein wie zuvor –  alles ist ein einziger seelischer Scherbenhaufen, später kommt der echte hinzu.

Oper Frankfurt / Tristan und Isolde - hier : Andreas Bauer Kanabas als König Marke, Vincent Wolfsteiner als Tristan © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Tristan und Isolde – hier : Andreas Bauer Kanabas als König Marke, Vincent Wolfsteiner als Tristan © Barbara Aumüller

König Marke – so hat ihn die Regisseurin als Figur angelegt – ist der Gegenentwurf zu Tristan. Andreas Bauer Kanabas spielt ihn beeindruckend, einnehmend, gepaart mit einem eindringlichen und schönen Bass, „sein“ Marke wird zur überragenden Gestalt.

Vincent Wolfsteiner verkörpert den auf sich selbst zurückgeworfenen Tristan und steigert sich im Laufe des Abends immer mehr. Seine Verzweiflung ob der viel zu früh verlorenen Eltern – schwarz und mit Masken treten sie stumm und wie Gespenster im dritten Aufzug auf –, seine Unfähigkeit überhaupt Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, tritt hier anschaulich zutage. Das Rechteck liegt wie ein Trümmerhaufen unter ihm – wahrlich kein guter Ort zum Sterben, doch der äußere Ausdruck seiner Schwermut und Aussichtslosigkeit. Einzig die Musiker verbreiten etwas Trost, dafür hat Thoma zwei auf der Bühne auftreten lassen: Romain Curt, der gekleidet wie ein Klezmer-Musiker die traurige Weise anstimmt und Tristans Trümmerberg umkreist, und Matthias Kowalczyk nicht minder berührend die Holztrompete ertönen lässt.

Die beiden Baritone Christoph Pohl und Iain MacNeil überzeugen stimmlich wie darstellerisch. Pohl besitzt eine klare und deutliche Diktion, und ist als Tristans treuer Freund Kurwenal eine hervorragende Besetzung. Auch MacNeils forscher Melot hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Claudia Mahnke als Brangäne erntet (nicht zu Unrecht) zusammen mit Andreas Bauer Kanabas den größten Applaus; ihr zuvor schon erwähnter Wächterruf geht unter die Haut, ihre Bühnenpräsenz ist immer ein Ereignis. Rachel Nicholls als Isolde überzeugt vor allem darstellerisch: Wie sie einsam – der tote Tristan entschwindet mitsamt seinem schwarzen Trümmerberg in das Dunkel der Hinterbühne – auf der leeren und hell erleuchteten Bühne singt, zeitlos in weißer Hose und Pulli, könnte sie auch als Filmdiva durchgehen. Nur in den Tod folgt sie Tristan nicht.

Die kleineren Nebenrollen waren ebenso gut besetzt; dazu gehören Michael Porter mit seinem schönen Tenor (ein junger Seemann zu Beginn), ebenso Tianji Lin (als Hirte im dritten Aufzug) und Liviu Holender (ein Steuermann). Für den satten Klang des  Männerchors war zuverlässig Chordirektor Tilman Michael verantwortlich. Nicht unerwähnt bleiben sollen die Musiker und Musikerinnen, die unter der Leitung von Lukas Rommelspacher für die Bühnenmusik zuständig waren. Es spielen Trompete: Friederike Huy, Michael Schmeißer und Peter Hársaniy (Gäste); Posaune: Christian Künkel und Andreas Weil (Gäste) sowie Rainer Hoffmann (Orchestermitglied); Horn: Pedro Rodriguez (Gast), Stef van Herten, Silke Schurack und Claude Tremuth (Orchestermitglieder) sowie Martin Walz (Gast).

Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester – selbstverständlich steht GMD Sebastian Weigle am Pult – erwies sich als kongenialer Begleiter der Szenerie; zurückgenommen, jedoch ohne Klangverlust, nie flach werdend, keinem aufgeladenen und überbordenden musikalischen Rauschzustand sich hingebend, der ohnehin nicht zu dieser zurückgenommenen Inszenierung gepasst hätte. Auch bei Wagner kann der simple Spruch „weniger ist mehr“ zur Wahrheit werden. Weigle holte alle Orchestermitglieder auf die Bühne – nicht nur an diesem Abend haben sie es verdient, oben zu stehen und aus dem Zuschauerraum mit großem Applaus belohnt zu werden. Ihrer Leistung ist es ebenfalls zu verdanken, dass es ein durchaus gelungener und interessanter Premierenabend wurde – auch wenn in anderer Hinsicht die Meinung des Publikums geteilt war.

Tristan und Isolde an der Oper Frankfurt; die weiteren Termine 1.2.; 9.2.; 14.2.; 23.2.; 29.2.; 12.6.; 20.6.; 28.6.; 2.7.2020

—| IOCO Kritik Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Lady Macbeth von Mzensk – Dmitri Schostakowitsch, IOCO Kritik, 13.11.2019

November 12, 2019 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Lady Macbeth von Mzensk  –   Dmitri D. Schostakowitsch

– von einer Lady, die nur Leidenschaft will

von Ljerka Oreskovic Herrmann

Das berühmte Verdikt in der Prawda wird bis heute für die Oper Lady Macbeth von Mzensk angeführt, um ihren Rang und des Komponisten künstlerische Not zu beschreiben. Die Uraufführung von Dmitri D. Schostakowitschs zweiter Oper fand im Januar 1934 statt, zwei Jahre später besuchte Josef Stalin, der Generalsekretär der KPdSU, spätere Vorsitzende des Rates der Volkskommissare und im II. Weltkrieg „Generalissimus“ der Sowjetarmee, eine Aufführung und lehnte diese Oper in einem von ihm lancierten Artikel als Chaos statt Musik ab. Und vielleicht hatte er aus seiner Warte sogar „Recht“: Schostakowitschs Musik ist beredet, berauschend, manchmal witzig, „satirisch“, mit jedem Ton eine Handlung vorantreibend in der jede Figur ihre eigene farbenreiche Klangsprache erhält. Alles findet sich in ihr, niemand wird verschont, der Pope, die Polizei, das ganze Gesellschaftssystem des Zarenreichs nicht, für alle findet Schostakowitschs Musik den passenden Ausdruck – Stalin muss das sehr wohl gespürt haben. Doch kein Diktator übt sich gerne in Selbstreflexion oder strebt gar nach höherem Erkenntnisgewinn. Diese Musik war eine Kampfansage – Stalins Sicht war da sehr eindeutig, obwohl es sich um eine zurückliegende Epoche handelte – und deshalb gab es für ihn nur ein Gegenmittel: Eine öffentliche Vernichtung und Hinrichtung durch die Kritik. Und sie entfaltete eine mächtige und verhängnisvolle Wirkung. Schostakowitschs Angst vor seiner Deportation war sehr real, auch wenn er Teil des Systems war, und hatte Folgen: Er komponierte nie wieder eine Oper.

Lady Macbeth von Mzensk – Dmitri Schostakowithsch
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Nach mehr als einem Vierteljahrhundert – 1993 hieß der Regisseur Werner Schroeter – ist Lady Macbeth von Mzensk erstmals wieder an der Oper Frankfurt in der Regie von Anselm Weber, Regisseur und Intendant des Schauspiel Frankfurt, zu erleben.

Am Anfang langweilt sich Katerina Ismailowa – im Russischen heißt das „skuka“. Die Langweile plagt sie so sehr, dass Sergej, neu angestellter Arbeiter und Dorf-Casanova, der sich vorgeblich nur ein Buch von ihr ausleihen möchte, leichtes Spiel haben wird: So schnell hat sich ihm – zu seiner Überraschung – noch keine Herrin hingegeben, es folgt die berühmte Beischlaf-Musik und Szene. Schostakowitschs Komposition ist eindeutig – nicht anstößig, nur die triebhaft-eruptive Antwort auf Monotonie. Und was die Bücher anbelangt: Katerina und ihr Mann lesen nicht, sie besitzen keine Bücher. Stattdessen flüchtet sich Katerina vor ihrem elenden Alltag – alles ist in diesem Einheitsbühnenbild grau und trostlos – in eine virtuelle Realität (mit Hilfe der Virtual Reality-Brille) mit Blumen, Bäumen und Farben. Eine zukünftige Dystopie, denn die Arbeiter tragen Schutzanzüge, aber niemand kann in dieser Welt von irgendetwas verschont bleiben, alle tragen ein Päckchen, so dass es das äußere Elend gar nicht braucht. Katerinas Mann Sinowi Ismailow, mit Asthmaspray und Pelzmantel ausgestattet, ist schwach und kann sich nur auf die gewalttätige Autorität des Vaters berufen. Sie vermisst ihn deshalb auch nicht, als er fort muss. Dass es jemals eine Nähe zwischen den Eheleuten gegeben haben soll, ist kaum zu glauben.

Oper Frankfurt / Lady Macbeth von Mezensk - hier : Anja Kampe als Katerina Ismailowa © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Lady Macbeth von Mezensk – hier : Anja Kampe als Katerina Ismailowa © Barbara Aumüller

Sergej, der nicht minder mit männlicher Gewalt umzugehen versteht – die Beinahe-Vergewaltigung der Hausangestellten Axinja verhindert Katerina bei ihrem ersten Aufeinandertreffen und singt daraufhin ein Loblied auf die Leistung von Frauen –, ist deutlich ambitionierter. Doch Boris Ismailow, ihr Schwiegervater, ist auf der Lauer und erwischt Katerina beim Seitensprung und peitscht Sergej dafür aus. Für Katerina der Grund, ihren Schwiegervater endlich loszuwerden: Sein Leibgericht – Pilze – „reichert“ sie mit Rattengift an. Der zu Hilfe geeilte Pope kommt zu spät, Boris’ „Gebrabbel“ von der Übeltäterin Katerina wird als wirres Zeug abgetan. Jetzt stört nur noch Sinowi, denn Sergej will sich nicht mit der Rolle des Liebhabers begnügen. Katerina verspricht ihn zum Ehemann zu machen und beide haben bald Gelegenheit dazu, als sie von Sinowi überrascht werden. Er  macht seiner Frau Vorwürfe, Katerina stiftet Sergej zum Mord an und gemeinsam verstauen sie die Leiche im Keller. Nun kann Hochzeit gefeiert werden. Doch diese Feier stimmt die Brautleute nicht fröhlich. Katerina, deren Gewissen sich durch die vermeintlichen Erscheinungen ihres toten Schwiegervaters immer stärker regt, und der vornehm im schwarz-goldenen Anzug gekleidete Sergej wirken nicht glücklich. Nur der Pope erlebt eine Art – obschon zur Endzeitstimmung nicht ganz passendes – Coming-out, als er sein Priestergewand mit Katerinas Negligé tauscht, die rosa Pantoffeln machen in vollends zu einer Witzfigur.

In einer weiteren grotesken Szene – Anselm Weber besitzt dafür ein feines Gespür – sitzen gelangweilte Polizisten herum; wie bei einem Chor sind sie in mehren Reihen positioniert und verheißen unter der Leitung ihres korrupten Polizeichefs nichts Gutes. Alle feiern die Hochzeit von Katerina und Sergej, nur sie wurden zum üppigen Mahl nicht eingeladen, stattdessen müssen sie düpiert ihre Chipstüten auspacken. Doch für diese Schmach wird man sich rächen, denn aus der eigenen moralischen Fehlbarkeit macht dieser Gesetzesvertreter gar keinen Hehl. Es fehlt nur noch die Gelegenheit. Der Schäbige – nach eigener Aussage wie seine ganze Familie keinen Tag ohne Alkohol überlebensfähig – findet auf der Suche nach Wein den toten Sinowi im Keller und meldet das umgehend der Polizei. Für eine Flucht ist es zu spät, Katerina gesteht sofort.

Oper Frankfurt / Lady Macbeth von Mezensk - hier : Alfred Reiter als Pope; oben Bildmitte, darunter Anja Kampe als Katerina Ismailowa, Dmitry Golovnin als Sergei © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Lady Macbeth von Mezensk – hier : Alfred Reiter als Pope; oben Bildmitte, darunter Anja Kampe als Katerina Ismailowa, Dmitry Golovnin als Sergei © Barbara Aumüller

Aus der anfänglichen „skuka“ – Langweile – ist im Straflager „muka“ – Leiden – geworden. Vielleicht nicht nur im Russischen ein Reim auf Langweile, im Deutschen gibt es die „tödliche Langweile“, und dass diese tödlich werden kann und die „Lady“ leiden wird, dieser Weg war ihr vorgezeichnet. Ihr Tod und dritter Mord, bei dem sie Sonetka, die neue Herzensdame von Sergej, ins Wasser stößt, der einzige Ausweg für sie. Sergej hat sie, ihr wahrer Schmerz, nur aus Berechnung „geliebt“, er wollte den gesellschaftlichen Aufstieg. Was ein Aufbruch für sie hätte sein sollen, erweist sich am Ende als eine einzige Farce, nur noch übertönt vom Spott der anderen Lagerinsassen, die dann weiterziehen. Folglich gibt es auch keine Erlösung, stattdessen lässt Anselm Weber den Chor im Zuschauerraum die Oper beenden, während die Bühne leer hell leuchtet, und wir wohl alle – in Webers Lesart – Teil dieser Dystopie sind; dabei ist es die Geschichte einer Frau, die mehr wollte, an sich und den Verhältnissen aber zugrunde gehen muss.

Das Einheitsbühnenbild von Kaspar Glarner (auch für Kostüme verantwortlich) verstärkt Katerinas Trostlosigkeit, aber nicht nur ihre. Es könnte ein Bunker sein, der Raum steht zugleich für das Haus der Ismailows, die Polizeistation und später das Straflager. Das Liebesbett schwebt wie eine überdimensionierte und nach vier Seiten offene runde Dose von oben herunter und erzeugt doch keine wirkliche Intimität, denn auch daraus flieht Katerina unter eine Bank in eine blühende virtuelle Welt – alle Figuren wirken in diesem düsteren betongrauen Halbrund irgendwie verloren. Für das entsprechende Licht sorgt bewährt und zuverlässig Olaf Winter, für die Videoeinspielungen Bibi Abel. Die dystopische Weltsicht, in der es nur um das schiere Überleben gehen soll, kontrastiert Anselm Webers Regie am überzeugendsten dann, wenn er den Figuren nahe kommt und sie zu Wesen aus Fleisch und Blut macht; wie etwa bei Sergej, dem seine hemdsärmelige Attitüde beim Mord an Sinowi Isamilow zu einer erstarrten Maske entgleitet – das hier ist kein Spiel mehr.

 Oper Frankfurt / Lady Macbeth von Mezensk - hier : Iain MacNeil als Polizeichef; rechts im Sessel, Peter Marsh als Der Schäbige; links mit Fellmütze © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Lady Macbeth von Mezensk – hier : Iain MacNeil als Polizeichef; rechts im Sessel, Peter Marsh als Der Schäbige; links mit Fellmütze © Barbara Aumüller

Anja Kampes Katerina legt ihre ganze Ausdrucksstärke in den Gesang, ihre Stimme bietet von schöner Höhe bis zur beißenden Schärfe alles, voller Zärtlichkeit und Begierde ihrem Geliebten, kalt und scharf ihrem Schwiegervater gegenüber, während ihrem Mann nur Gleichgültigkeit zuteil wird; ihr Spiel wirkt dagegen rätselhaft verhalten. Mitleid hat man mit dieser Frau nicht so richtig, obzwar sie (nicht) das einzige Opfer der Umstände zu sein scheint.

Das heimliche Kraftzentrum ist Boris Ismailow – grandios gesungen und gespielt von Dmitry Belosselskiy; sein wunderbarer Bass, seine deutliche (russische) Aussprache und das Wissen um die ihm vertraute Kulturgeschichte zeugen von seiner Meisterschaft. Sein Patriarch ist ein zu Härte fähiger Mann, aber das Produkt einer vergangenen und überwundenen Zeit (Nikolai S. Leskow schrieb die Novelle 1865), und er ist die einzige Figur, die letztendlich Reflektionen über die Zustände im Haus anstellt. Zwischen Brutalität, dem Auspeitschen des Sergei, und dem Sinnieren über das Älterwerden, seine eigene (unrühmliche) Vergangenheit, seinen Sohn, der nicht so ist wie er, und die falsche Schwiegertochter, die nicht hineinpasst, ist er durchaus zu Wärme und Menschlichkeit fähig, dabei kostet Belosselskiy alle Facetten seiner Stimme aus; ebenso berührend ist er in seiner Rolle als alter Zwangsarbeiter. Evgeny Akimov spielt den schwachen und Katerina nicht gewachsenen Ehemann Sinowi Ismailow und stellt so einen deutlichen Kontrast zur Figur des Vaters dar.

Dmitry Golovnin verkörpert Sergejs Wandlung vom grobschlächtigen und heißblütigen Arbeiter bis hin zum abgebrüht agierenden neuen Ehemann überzeugend und gewinnt auch stimmlich an Kontur. Julia Dawsons beherzt gesungene Axinja besitzt gesunden Menschenverstand, fällt nicht auf den Blender Sergej herein und versucht in der rauen Männerwelt zu bestehen. Als unübertrefflich abgedrehter Pope ist Alfred Reiter, der auch zum Schlussapplaus von seinen rosa Pantoffeln nicht lassen will, Iain MacNeil als eine gelungene Karikatur des Polizeichefs und mit herrlichem Schluckauf als Schäbiger Peter Marsh zu sehen. Sonetka ist nicht minder durchtrieben als Sergej und wird von Zanda Švede dargestellt.

Es ist eine musikalisch herausragende Ensembleleistung und zu den weiteren Mitwirkenden gehören: Anthony Robin Schneider (Verwalter/ Sergeant), Mikolaj Trabka (Hausknecht), Dietrich Volle (Polizist/ Wachtposten), Theo Lebow (1. Vorarbeiter/ Lehrer),

Michael McCown (2. Vorarbeiter/ Betrunkener Gast), Hans-Jürgen Lazar (3. Vorarbeiter), Barbara Zechmeister (Zwangsarbeiterin), Alexey Egorov (Kutscher) und Yongchul Lim (Mühlenarbeiter). Unterstützt werden sie vom wie immer hervorragend einstudierten Chor der Oper Frankfurt unter der Leitung von Tilman Michael. Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester läuft unter GMD Sebastian Weigle zur Höchstform auf, der die musikalischen so reichen Fäden dieser Oper bis zum Schluss sicher in seinen Händen hält. Dabei sollen – last but not least – die Blechblässer erwähnt werden; ihr strahlender Klang, in komischen wie tragischen Momenten besonders wirkungsvoll zur Geltung kommend, verdient Anerkennung, so dass sie von Weigle zu Recht zum Schlussapplaus auf die Bühne geholt werden – ihre Leistung rundet den Abend ab.

Großer und einhelliger Applaus für alle Mitwirkenden.

–| IOCO Kritik Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, DIE HOCHZEIT DES FIGARO – W.A. Mozart, 05.04.2019

März 28, 2019 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

LE NOZZE DI FIGARO – DIE HOCHZEIT DES FIGARO

Oper  von Wolfgang Amadeus Mozart, Text von Lorenzo Da Ponte nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Wiederaufnahme: Freitag, 5. April 2019, 19.00 Uhr

Oper Frankfurt / DIE HOCHZEIT DES FIGARO - v.l.n.r. Basilio, Susanna und Graf Almaviva © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / DIE HOCHZEIT DES FIGARO – v.l.n.r. Basilio, Susanna und Graf Almaviva © Barbara Aumüller

Mit Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) präsentierte der kanadische Regisseur Guillaume Bernardi in der Spielzeit 2006/07 nach Arbeiten im Bockenheimer Depot erstmals eine Inszenierung im Opernhaus. Publikum und Presse waren von der klassisch gehaltenen Produktion gleichermaßen begeistert, und so war etwa in der Frankfurter Rundschau zu lesen: „Es ist Bernardi gelungen, eine alte Geschichte so zu erzählen, dass sogar der ausgepichteste Kenner wieder einiges Neue in dem (wie alle guten Stücke) unerschöpflichen Werk entdeckt. Dabei geht es ohne Verkrampftheiten ab, ohne ratternde Gags.“ Nun wird die Erfolgsinszenierung, die am 4. März 2007 Premiere feierte, zum sechsten Mal wiederaufgenommen.

Zum Inhalt: Als das Diener-Paar Figaro und Susanna heiraten möchte, pocht deren Dienstherr, Graf Almaviva, auf das „Recht der ersten Nacht“ mit der Braut. Damit bringt er nicht nur die Verlobten, sondern auch die eigene Gattin Rosina und nahezu alle Schlossbewohner gegen sich auf. Was folgt ist ein Tag voller Intrigen, Verkleidungen, Verwirrungen und Irrungen. Am Ende aber siegt die Liebe…

Oper Frankfurt / DIE HOCHZEIT DES FIGARO - Figaro und Marzelline © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / DIE HOCHZEIT DES FIGARO – Figaro und Marzelline © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Produktion liegt anlässlich dieser Wiederaufnahme erstmals bei dem amerikanischen Gastdirigenten Lawrence Foster, der 2012/13 mit Mussorgskis Chowanschtschina an der Oper Frankfurt debütierte. Seit 2013 hat er die Position des Chefdirigenten an der Opéra de Marseille inne und stand dort zuletzt bei Verdis Ernani am Pult; folgen werden Gounods Faust und Verdis Rigoletto. Die Wurzeln des Bassisten Anthony Robin Schneider (Bartolo) liegen in Neuseeland und Österreich. Kürzlich war er in Berlioz’ Les Troyens an der Wiener Staatsoper zu erleben. Sein Debüt an der Oper Frankfurt gibt er als Wirt in Schrekers  Der ferne Klang. Sein kanadischer Fachkollege Iain MacNeil (Figaro) ist seit 2017/18 Mitglied des Opernstudios der Oper Frankfurt und wird 2019/20 ins Ensemble übernommen. Hier war er zuletzt u.a. als Olivier in Strauss’ Capriccio zu erleben. Die Sopranistin Angela Vallone (Susanna) stammt aus Amerika und verstärkt seit 2017/18 das Frankfurter Ensemble. Kürzlich gab sie hier als Pamina in Mozarts Die Zauberflöte ihr Rollendebüt. Kirsten MacKinnon (Gräfin Almaviva) zählt seit 2018/19 zum Ensemble, wo die Kanadierin zuvor als Ines in Meyerbeers L’Africaine – Vasco da Gama begeisterte, gefolgt von Auftritten als Gräfin Madeleine in Strauss’ Capriccio und Hanna Glawari in Lehárs Die lustige Witwe.

Die amerikanische Mezzosopranistin Cecelia Hall verkörperte seit ihrer Zugehörigkeit zum Frankfurter Sängerstamm ab 2016/17 u.a. Mozarts Dorabella (Così fan tutte), Zerlina (Don Giovanni) und Zweite Dame (Die Zauberflöte). Florina Ilie (Barbarina) und Michael Petruccelli (Basilio, Don Curzio) sind seit 2018/19 Mitglieder des Frankfurter Opernstudios. Auch die beiden Alternativbesetzungen Sydney Mancasola (Susanna) und Gordon Bintner (Graf Almaviva) singen erstmals in dieser Produktion. Wie Iurii Samoilov (Graf Almaviva) und Judita Nagyová (Marzelline) gehören sie zum Ensemble, wobei die beiden Letztgenannten bereits mit der Inszenierung vertraut sind.

Musikalische Leitung: Lawrence Foster, Inszenierung: Guillaume Bernardi, Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Caterina Panti Liberovici, Bühnenbild: Moritz Nitsche, Kostüme: Peter DeFreitas, Licht: Olaf Winter, Chor: Markus Ehmann, Dramaturgie: Zsolt Horpácsy, Choreografische Mitarbeit: Bernd Niedecken

Mit:  Figaro: Iain MacNeil, Susanna: Angela Vallone / Sydney Mancasola (11., 14. April 2019), Graf Almaviva: Iurii Samoilov / Gordon Bintner (14., 20., 22. April 2019), Gräfin Almaviva: Kisten MacKinnon, Cherubino: Cecelia Hall, Marzelline: Judita Nagyová
Bartolo: Anthony Robin Schneider, Antonio: Franz Mayer, Barbarina: Florina Ilie
Basilio, Don Curzio: Michael Petruccelli u.a., Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Wiederaufnahme: Freitag, 5. April 2019, 19.00 Uhr, weitere Vorstellungen: 11. (19.00 Uhr), 14., 20., 22. April 2019, Falls nicht anders angegeben, Beginn um 18.00 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, JUBILÄUMSKONZERT 10 Jahre Opernstudio, 04.09.2018

August 28, 2018 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

JUBILÄUMSKONZERT
ZUM 10-JÄHRIGEN BESTEHEN DES OPERNSTUDIOS DER OPER FRANKFURT

Das Opernstudio der Oper Frankfurt feiert in der aktuellen Spielzeit 2018/19 sein 10-jähriges Bestehen. Grund genug, diese Einrichtung, welche sich zu einer der renommiertesten Talentschmieden an deutschsprachigen Opernhäusern entwickelt hat, am Dienstag, dem 4. September 2018, um 20.00 Uhr im Opernhaus gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten im Rahmen eines Konzerts auf der großen Bühne des Opernhauses zu feiern.

Oper Frankfurt /  Paula Murrihy als Carmen © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Paula Murrihy als Carmen © Monika Rittershaus

Erinnern Sie sich gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern an die ersten Höhepunkte ihrer jungen Sängerkarrieren: Paula Murrihy als Carmen, Iurii Samoilov als Graf Danilo in Die lustige Witwe oder Julia Dawson als Angelina in La Cenerentola.

Moderiert von Intendant Bernd Loebe, der mit amüsanten Anekdoten zu den einzelnen Sängerinnen und Sängern durch den Abend führen wird, präsentieren sich neben den bereits Genannten weitere ehemalige und auch neue Opernstudiomitglieder: Florina Ilie (Sopran), Kateryna Kasper (Sopran), Michael Porter (Tenor), Iain MacNeil (Bariton), Miko?aj Tr?bka (Bariton), Kihwan Sim (Bassbariton), Thomas Faulkner (Bassbariton) und Wenwei Zhang (Bass).

Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht an diesem Abend der ehemalige Kapellmeister der Oper Frankfurt, Hartmut Keil, der bereits mit fast allen Künstlern am Haus gearbeitet hat.

Oper Frankfurt /  Jurii Samoilov als Danilo in Lehars Die Lustige Witwe  © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Jurii Samoilov als Danilo in Lehars Die Lustige Witwe © Monika Rittershaus

Karten zum Preis von € 15 bis 50 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Hingewiesen sei an dieser Stelle noch auf die beiden Soireen des Opernstudios dieser Saison am 12. November 2018 und am 9. April 2019, im Rahmen derer es zu einem Wiedersehen mit den jungen Sängerinnen und Sängern kommt.

Hier noch einige Informationen zum Opernstudio der Oper Frankfurt:
Der Schritt von der Hochschule auf die professionelle Opernbühne stellt eine der schwierigsten Hürden in der Karriere eines jeden Sängers dar. Als ein wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung bietet das Opernstudio hochtalentierten Absolventen von Hochschulen und Akademien die einmalige Gelegenheit, Leben und Arbeiten in einem bedeutenden Opernhaus unmittelbar kennen zu lernen und gleichzeitig durch weiterführenden Unterricht die Ausbildung zu vervollkommnen. Auch für die Oper Frankfurt zahlt sich die Arbeit aus: Das Opernstudio ermöglicht das Heranbilden von hochqualifiziertem Nachwuchs.

Durch die Gründung des Opernstudios – 2008 ermöglicht durch die Deutsche Bank Stiftung, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und den Frankfurter Patronatsverein, Sektion Oper – kann die Oper Frankfurt dauerhaft ihrer Rolle als führendes Opernhaus mit kulturellem Verantwortungsbewusstsein gerecht werden und sich der internationalen Nachwuchsförderung verpflichten. Das Zusammenbringen von Gesangstalenten verschiedener Kulturen reflektiert zudem die Internationalität der Rhein-Main-Metropole!

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