Köln, Orangerie-Theater, INVASION – Ein Tanz für Jacques Offenbach, IOCO Kritik, 03.09.2019

September 3, 2019 by  
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Orangerie - Theater Köln © Ingo Hamacher

Orangerie – Theater im Volksgarten, Köln © Ingo Hamacher

Orangerie Theater

INVASION –  Ein Stück Tanz für Jacques Offenbach

Uraufführung am 28.8.2019 im Orangerie-Theater

von Ingo Hamacher

Jacques Offenbach Paris © IOCO

Jacques Offenbach Paris © IOCO

Mit Ovationen und lang anhaltendem Applaus belohnte das Publikum eine vollumfänglich gelungene Premiere der Kölner Offenbach-GesellschaftINVASION – Ein Stück Tanz für Jacques Offenbach. Mit tiefer Rührung dankte der Choreograf Emanuele Soavi dem begeisterten Publikum, das Lob bedeute ihm sehr viel, zumal diese Premiere auch noch auf seinen Geburtstag falle; worauf das Publikum zu seinen Ehren spontan ein herzliches „Happy Birthday“ anstimmte.

YES WE CANCAN ist das Motto des Jubiläumsjahrs 2019, mit dem seine Heimatstadt Köln den 200. Geburtstag von Jacques Offenbach, dem „Erfinder der Operette“, mit zahlreichen Veranstaltungen in den Bereichen Musik, Theater, Tanz und Literatur organisiert von der Kölner Offenbach Gesellschaft, feiert.

Höhepunkt der Feiern in Köln und der Region war das Offenbach-Festival PIFF PAFF PUFF im Geburtstagsmonat Juni mit zahlreichen Veranstaltungen, aber auch im zweiten Halbjahr wird noch bis zum Jahresende an vielen Terminen und Veranstaltungsorten die Gelegenheit geboten, sich mit dem Werk des deutsch-französischen Komponisten zu beschäftigen. Eine Veranstaltungsübersicht findet sich unter: www.yeswecancan.koeln

Jacques Offenbach wurde als Jakob Offenbach am 21. Juni 1819 in Köln geboren. Sein Vater, von Beruf Synagogensänger, hieß bei seiner Geburt noch Isaac Juda Eberst und nahm den Namen seiner Geburtsstadt Offenbach an. 1833 übersiedelte Isaac Offenbach mit seinen beiden Söhnen in das Paris des Bürgerkönigs Louis Philippe. Jakob / Jacques nahm, da er das Instrument virtuos beherrschte, nach wenigen Monaten auf dem Konservatorium die Stellung eines Cellisten in der Opéra Comique an. Er komponierte erste Konzerte und kleinere dramatische Werke. 1844 heiratete er Hermine d‘ Alcain und trat zum katholischen Glauben über. Nach zwei Jahren in Köln kehrte Offenbach 1850 nach Paris zurück und wurde Kapellmeister an der Comédie Francaise.

Offenbach-Gesellschaft Köln / INVASION © Joris Jan Bos Photographys

Offenbach-Gesellschaft Köln / INVASION © Joris Jan Bos Photographys

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts vollzogen sich in Frankreich große politische Umwälzungen: Drei Jahre nach der Revolution von 1848 unternahm der Neffe von Napoleon I., Louis Napoleon, einen Staatsstreich und machte sich 1852 als Napoleon III. zum Kaiser der Franzosen.

Das sogenannte „Zweite Kaiserreich“ brach an mit seinen Großbanken und den Weltausstellungen (1855 und 1867), den stolzen Kriegen und Expansionen der Nation, dem Rausch, der bis 1870 währte – als der Deutsch-Französische Krieg der Pracht ein Ende setzte und politisch sowohl die Französische Republik (1870) wie das Deutsche Reich (1871) hervorbrachte.

Die knapp zwanzig Jahre des Zweiten Kaiserreichs, in denen Wirtschaft und Künste gewaltig aufblühten, brachten die Ablösung der „Grand Opera“ durch die „Tragedie lyrique“ – und die Geburt der „Operette“. Es bedurfte eines Genies, die Gattung der Operette zu entwickeln, und dieses Genie war Jacques Offenbach. Er hatte die Frechheit und den Witz, eine Epoche satirisch aufs Korn zu nehmen – wie es die englische „Ballad Opera“ einst tat. Die Welt des Zweiten Kaiserreichs gab mit Zynismus alles dem Gelächter preis – auch und gerne sich selbst.

Unter dem Mantel der Persiflage klassischer Werke brachte die französische Operette gnadenlose Zeitkritik, in Witz gekleidete aktuelle Anspielungen hervor. Perfekter Ausdruck dieser neuen musikalischen Form war der zündende, mitreißende, spritzige Cancan.

Nach einer großen Zahl von einaktigen Werken, mit denen sich Offenbach das Oeuvre erschlossen hatte, komponierte er 1858 sein erstes abendfüllendes Werk: Orpheus in der Unterwelt, wofür der 1861 das Band der Ehrenlegion erhielt. Große Erfolge schlossen sich an: Die schöne Helena, 1864; Blaubart, 1866; Pariser Leben, 1866; Die Großherzogin von Gerolstein, 1867, La Perichole, 1868 und Die Prinzessin von Trapezunt, 1869.

Als 1870 der Deutsch-Französische Krieg ausbrach, wurde Offenbach – gebürtiger Deutscher, seit 1860 naturalisierter Franzose jüdischer Herkunft – von allen Seiten angefeindet. Letztlich glücklos versuchte er sich noch mit verschiedenen Projekten. Offenbach, der 1877 begonnen hatte, an der Oper Hoffmanns Erzählungen zu arbeiten, starb am 5. Oktober 1880 in Paris. Die Uraufführung seines Hoffmann hat er nicht mehr erlebt.

Offenbach-Gesellschaft Köln / INVASION © Joris Jan Bos Photographys

Offenbach-Gesellschaft Köln / INVASION © Joris Jan Bos Photographys

Mit sehr verschiedenen Bezeichnungen wurden die 102 dramatischen Werke Offenbachs anfänglich bezeichnet, bevor sich der allgemeine Begriff der Operette durchsetzte. Eine zündende Rhytmik, eine klare Melodik, eine köstliche Frechheit und eine delikate, pariserische Frivolität kennzeichen seine Werke. Von großen Kollegen wurde er gelobt: so nannte Rossini ihn den “Mozart des Champs-Elysees“, und auch Richard Wagner gesteht ihm eine so leichte Hand wie dem „göttlichen Mozart“ zu.

Aus dem Jahr 1875 stammt die Operette Die Reise auf den Mond, seinerzeit noch als „Opera-feerie“ bezeichnet, mit 4 Akten in 23 Bildern. Jules Vernes Roman Von der Erde zum Mond, 1865, hatte zahlreiche Bühnenbearbeitungen angeregt. Das Sujet der „Reise zum Mond“ lag, wenige Jahre vor den ersten erfolgreichen Flugversuchen, genau im Trend der Zeit. Es war jedoch nicht der einzige Stoff, mit dem sich Offenbach in jenen Wochen beschäftigte. Innerhalb eines halben Monats brachte er drei große Werke zur Uraufführung. Verbürgt ist die Rastlosigkeit des alten Offenbach, wie er in seiner Kutsche von Ort zu Ort eilend an drei Partituren gleichzeitig arbeitete.

Die Kölner Offenbach-Gesellschaft vergab anlässlich des Offenbach-Jahrs 2019 an den Kölner Choreografen Emanuele Soavi den Auftrag zu einem Tanzprojekt inspiriert von Offenbachs Operette Le Voyage dans la lune (1875).

Die Reise zum Mond ist eine abenteuerliche Geschichte über Freundschaften und Vorurteile, über eigene und fremde Welten und wie man daran wächst, diese zu erforschen: Um seinem Neffen Caprice einen großen Traum zu erfüllen, konstruiert Onkel Mikroskop eine Mondrakete und startet ins All. Wider Erwarten trifft die Reisegruppe Lebewesen auf dem Mond und Caprice verliebt sich in die Mondprinzessin Fantasia.

Der Titel „INVASION“ deutet auf das deutlich gewandelte Geschichtsverständnis, das die „Entdeckung Amerikas“ durch Christoph Kolumbus heute aus dem Blickwinkel der autochthonen Bevölkerung als „Europäische Invasion“ begreift und deutet die Reise zum Mond analog als invasiven Akt.

„INVASION“ greift die Themen der Operette auf und fügt sie mit Motiven aus Ofenbachs Werk in einer dem 21. Jahrhundert entsprechenden tänzerisch-musikalischen Formensprache neu zusammen; als einzige Festjahrsproduktion auf tänzerischer Ebene.

Offenbach-Gesellschaft Köln / INVASION © Joris Jan Bos Photographys

Offenbach-Gesellschaft Köln / INVASION © Joris Jan Bos Photographys

Als Ort der Aufführung wurde das Orangerie-Theater im Volksgarten gewählt, ein seit Jahren etabliertes Freies Theaterhaus in der Kölner Südstadt. Nach langjähriger Nutzung als städtische Gärtnerei, wurde das Theater 1990 von einem Künstlerkollektiv gegründet und erhält seit 2007 Konzeptionsförderung seitens der Stadt Köln für sein innovatives Theaterkonzept.

Das Produktionsteam beschreibt sein Vorhaben wie folgt: Am 28. und 29. August lässt Emanuelle Soavi mit sechs Tänzer*innen seines Ensembles im Kölner Orangerie-Theater in seiner Produktion Offenbach-Klänge und Elektronik, zeitgenössischen Tanz und Mode, Vergangenheit und Gegenwart, Kunst und Unterhaltung aufeinandertreffen und eine explosive Reibung erzeugen. Dazu hat er die beiden Cellistinnen Katharina Apel-Hülshoff (Gürzenich-Orchester) und Anja Schröder (Duisburger Philharmoniker) sowie den Soundkünstler Stefan Bohne eingeladen.

Musikalisch werden sie Offenbachs Cello-Duette beisteuern und dessen vitale und in seiner Zeit auch visionäre Kraft mit elektronischen Sounds ins Heute transferieren. Emanuele Soavi über INVASION: Tempo, humorvoller Mut und absolute Zeitgenossenschaft, das ist es, was mich an Offenbachs Werk und Leben besonders interessiert.“

Das Set bildet mit einem Vexierspiel aus Plexiglaspanelen den Rahmen dafür. Vervollständigt wird die manchmal intime, manchmal lustvoll-exaltierte Performance durch die Ausstattung von Heike Engelbert mit Kollektionsteilen von Comme des Garcons zu einem Bühnentanz zwischen Utopie und Realität, der das Leben und das Abenteuer feiert, zwischen Absturz und Abflug, von Opium bis Absinth, wenn die weiße Fee uns im CanCan-Tempo zu Mond bringt.

Zeitgenössisches Tanztheater ist häufiger dafür bekannt eine große Zahl von Fragen aufzuwerfen, als sie zu beantworten. Um so erstaunlicher daher, wie nah Soavi in seiner Tanzproduktion den Ideen der Offenbachschen Operette kommt. Dabei sind es weniger die scherzhaft zitierten falschen Schnurr- und Backenbärte, der Regiestuhl des alten Meisters mit den Initialen J.O. und weitere kleine humorvolle Elemente, die immer wieder für Erheiterung sorgen. Es ist tatsächlich eher der kraftvoll ausdrucksstarke, ans artistische grenzenden Beziehungstanz zwischen den Personen und den Geschlechtern, die den Geist und die Emotionen der Vorlage wiedergeben.

Die ersten Hälfte der Operette, die ganz unter wissenschaftlichen und ingenieurstechnischen Aspekten die Möglichkeit einer Mondreise diskutiert, erleben wir in der Vertanzung des Themas in Form einer männlich dominierten, von Kraft und Bewegungsvielfalt innovativ gestaltete, emotionsgeladene Auseinandersetzung der Männer, teilweise mit hoher sinnlicher Intimität. Leidenschaftlich und erstaunlich präzise gestalten die Tänzerinnen und Tänzer bei ständig wechselnden Tempi der Szenen mit Hilfe der vorerwähnten Plexiglasplatten wechselnde Eindrücke und Bewegungsbilder mit hoher visueller Kraft.

Offenbach-Gesellschaft Köln / INVASION © Joris Jan Bos Photographys

Offenbach-Gesellschaft Köln / INVASION © Joris Jan Bos Photographys

Immer wieder taucht in sehr unterschiedlicher musikalischer Form das Thema des Cancan auf, zu dem ein weißer Trägerrock mit Plastiküberzug das optischen Pendant darstellt, der dann aber natürlich mit frei gestaltenden Bewegungsmustern in heutige, zeitgemäße Formen übersetzt wird.

Nach erfolgreicher Mondlandung erleben wir humorvolle tänzerische Szenen, die uns die Bilder der ersten Mondlandung vor 50 Jahren vor Augen führen und uns erneut teilhaben lassen an dem berühmten kleinen Schritt eines Menschen, der einen großen Schritt für die Menschheit bedeuten sollte.

Die Welt des Mondes, so erfahren wir bei Offenbach, ist der irdischen Welt so diametral entgegengesetzt, dass sie ihr fast schon wieder gleicht. So lebendig das Gefühlsleben auf der Erde war, so emotionsfrei ist das Leben auf dem Mond. Beziehungslose Catwalk-Auftritte, bei denen die Accessoires (große weiße Fächer, kleine weiße Kleidungselemente) nicht über die seelenlose Leere der Gesichter und die fehlende Beziehung zwischen den Tänzern hinwegtäuschen können, führen uns in dieses Leben ein.

Aber auch hier findet sich die positive Auflösung durch das Zueinanderfinden der gemischten Paare, die in leidenschaftlich und fließenden Bewegungen die erwachende Liebe und die neu gefundenen Gefühle zum Ausdruck bringen.

Großes Lob für alle Verantwortlichen!  Es war – trotz großer Hitze – ein sehr gelungener Abend.

Von Jacques Offenbach verwendete Kompositionen für zwei Celli:  Die Duette Op. 53 No.1 B-Dur (1. Satz Allegro), Op. 53 No.2 a-moll (Allegro-Andante-Allegro), Op. 53 No.3 C-Dur (2. Satz Andante) aus demJahr 1947, Sowie „Les Larmes de Jacqueline“ Op. 76 No.2

—| IOCO Kritik Orangerie Orangerie Theater Köln |—

Berlin, Deutsche Oper Berlin, Premiere LES CONTES D’HOFFMANN – Offenbach , 01.12.2018

November 30, 2018 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

LES CONTES D’HOFFMANN – Jacques Offenbach

Premiere 1.12.2018;  weitere Vorstellungen, 4., 8., 15. Dezember 2018; 5., 9., 12. Januar 2019

Jacques Offenbach - Montmartre © IOCO

Jacques Offenbach – Montmartre © IOCO

Opéra fantastique in fünf Akten von Jacques Offenbach; Libretto von Jules Barbier nach dem drame fantastique von Jules Barbier und Michel Carré, herausgegeben von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck; Uraufführung am 10. Februar 1881 in Paris; eine Koproduktion der Opéra National de Lyon mit dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona und der San Francisco Opera; Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 1. Dezember 2018

„Man ist groß durch die Liebe und größer durch die Tränen“ …


Der Künstler Hoffmann ringt in Offenbachs Oper mit Genie und Wahnsinn, Jugendträumen, verliebter Inspiration und abgeklärtem Handwerk. In tiefem Alkoholrausch spinnt er drei Geschichten über seine unglückliche Liebe. Die drei Frauengestalten seiner Erzählungen spiegeln Frauenbilder und Künstlerinnenschicksale der Epoche, während im ominösen Dr. Miracle alias Lindorf frühe psychologische Diskurse um Hysterie und Mesmerismus auf die Bühne treten.

Eine Freundin ist die Muse dem Dichter nicht, wenn es um dessen Lebensglück geht. So verführt sie ihn, während er auf Stella wartet, zum Fabulieren: Über die Liebe zum Automaten Olympia, die zum Verstummen verdammte Sängerin Antonia und die Kurtisane Giulietta, die ihm das Spiegelbild raubt. Als die wahre Geliebte schließlich erscheint, weist sie Hoffmann, durch die eigenen Geschichten und den Alkohol vollkommen zermartert, schroff zurück: „Man ist groß durch die Liebe und größer durch die Tränen“, vielleicht sogar unsterblich, weiß die Muse.

Musikalische Leitung : Enrique Mazzola, Inszenierung, Kostüme : Laurent Pelly, Bühne : Chantal Thomas, Librettoversion und Dialoge : Agathe Mélinand, Licht : Joël Adam, Einstudierung der Wiederaufnahme : Christian Räth, Kostümmitarbeit : Jean-Jacques Delmotte, Video : Charles Carcopino, Dramaturgie : Katharina Duda, Chöre : Jeremy Bines

MIT: Hoffmann : Daniel Johansson, Olympia, Antonia, Giulietta, Stella : Cristina Pasaroiu, Lindorf, Coppélius, Miracle, Dapertutto : Alex Esposito, La Muse, Nicklausse : Irene Roberts, Andrès, Cochenille, Frantz, Pitichinaccio : Gideon Poppe, La Voix de la mère : Annika Schlicht, Spalanzani : Jörg Schörner, Mâitre Luther : Tobias Kehrer
Crespel : James Platt, Hermann : Bryan Murray, Schlemil : Byung Gil Kim, Nathanael : Ya-Chung Huang

 Chor der Deutschen Oper Berlin, Orchester der Deutschen Oper Berlin

—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

Cottbus, Staatstheater Cottbus, Das Wirtshaus im Spessart, 31.08. – 09.09.2018

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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

 Das Wirtshaus im Spessart

– Wieder in der Theaterscheune Ströbitz –

In der Zeit vom 31. August bis 9. September 2018 zeigt das Staatstheater Cottbus in der Theaterscheune Ströbitz (Ströbitzer Hauptstr. 39) eine Serie von mehreren Aufführungen Das Wirtshaus im Spessart. Für alle Termine außer für den 31. August 2018 gibt es derzeit noch Karten.

Staatstheater Cottbus / DAS WIRTSHAUS IM SPESSART - Musikalische Räuberpistole von Kurt Hoffmann Szenenfoto © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / DAS WIRTSHAUS IM SPESSART – Musikalische Räuberpistole von Kurt Hoffmann Szenenfoto © Marlies Kross

Für die musikalische Räuberpistole verwandelt sich die Ströbitzer Spielstätte in eine theatral-spielerische Version des malerischen Spessart. Ungewöhnliche Regieeinfälle sorgen dafür, dass auf kleinstem Raum opulente Szenerien in großer Besetzung umgesetzt werden können. So gelingt, auch dank der mitreißenden Musik, ein amüsanter Spagat zwischen überhöht-finsterer Räuberpistole und bewegter Liebesgeschichte. In der Inszenierung von Martin Schüler und unter der musikalischen Leitung von Christian Möbius spielen Mitglieder des Philharmonischen Orchesters.

Erzählt wird die Geschichte der Comtesse von Sandau (Anne Schierack), die von Räubern gekidnappt wird. Die furchtlose Franziska verwickelt die Räuberbande jedoch in ein wildes Verwirrspiel.

Staatstheater Cottbus / DAS WIRTSHAUS IM SPESSART - Musikalische Räuberpistole von Kurt Hoffmann Szenenfoto mit (v.l.n.r.): Hauke Tesch (Baron Sperling), Anne Schierack (Franziska), Debra Stanley (Barbara) und Dirk Kleinke (Pfarrer) © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / DAS WIRTSHAUS IM SPESSART – Musikalische Räuberpistole von Kurt Hoffmann Szenenfoto mit (v.l.n.r.): Hauke Tesch (Baron Sperling), Anne Schierack (Franziska), Debra Stanley (Barbara) und Dirk Kleinke (Pfarrer) © Marlies Kross

Mit einer Spur von Nostalgie erweisen der Komponist Franz Grothe sowie die Autoren Curt Hanno Gutbrod, Günther Schwenn und Willy Dehmel der populären „Wirtshaus“-Verfilmung mit Liselotte Pulver,  Curt Hanno Gutbrod, Günther Schwenn und Carlos Thompson ihre Reverenz.
Für die Bühne schufen sie eine moderne Form der Komödie mit Musik und komponierten dafür beinahe cineastische Nummern wie die Evergreens „Ach das könnte schön sein“, „Pfui, Papa“ und „Zack Zack“.

Das Wirtshaus im Spessart  –  Vorstellungstermine:  Fr 31.8., 19.30 Uhr (ausgebucht); Karten derzeit erhältlich für Sa 1.9., 19.30 Uhr;  So 2.9., 19 Uhr; Mi 5.9.,

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

Augsburg, Theater Augsburg, Jahresbilanz der Spielzeit 2017/18 übertrifft Erwartungen, IOCO Aktuell

Juli 31, 2018 by  
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Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

Theater Augsburg / Außenansicht © Theater Augsburg

 Spielzeit 2017/18 übertrifft Erwartungen

Nach dem Ende der Spielzeit 2017/18 verzeichnet das Theater Augsburg einen vorläufigen Besucherstand von 196.677 bei 804 Vorstellungen. Für Intendant André Bücker ein Ergebnis, das seine Erwartungen übertrifft: »Ich freue mich riesig über diese Besucherzahl und dass uns das Augsburger Publikum trotz erschwerter Bedingungen in der Interimssituation und der neuen Spielstätte im martini-Park treu geblieben ist.«

Theater Augsburg / Ein Herz aus Gold © Jan-Pieter Fuhr

Theater Augsburg / Ein Herz aus Gold © Jan-Pieter Fuhr

Das Musiktheater verzeichnet eine Gesamtbesucherzahl von 22.529 Besuchern mit 67 Vorstellungen. Publikumsliebling ist die Eröffnungspremiere Der Freischütz im martini-Park. In der Sparte Schauspiel liegt die Gesamtbesucherzahl dieser Saison bei 48.029 mit 222 Vorstellungen im martini-Park, der brechtbühne, dem hoffmannkeller und an alternativen Orten. Spitzenreiter sind das Familienstück Momo, gefolgt von Shakespeares Komödie Viel Lärm um nichts und Ibsens Sinnsucherdrama Peer Gynt.

Das mobile Theaterformat des »Tatort Augsburg« erzielte eine Auslastung von 98,9 %. Das Ballett Augsburg war in der Spielzeit 2017/18 mit einer Gesamtbesucherzahl von 20.701 Besuchern bei 47 Vorstellungen und einer Auslastung von 90,8 % besonders erfolgreich. Publikumsschlager sind die Ballettabende Schwanensee mit 10.569 Besuchern und Ballett? Rock it! mit einer Auslastung von 100,5 %.

Die Sparte Konzert verzeichnet 18.189 Besucher bei 35 Vorstellungen. Zu den Spitzenreitern zählen neben den Sinfoniekonzerten mit 14.173 Besuchern die Familienkonzerte und das Neujahrskonzert.

Mit der diesjährigen Freilichtbühnenproduktion Herz aus Gold setzte das Theater Augsburg auf ein unbekanntes Werk. Der Mut von Intendant André Bücker zahlte sich aus: 34.627 Besucher kamen zu den 21 Vorstellungen des Fugger-Musicals auf der Freilichtbühne am Roten Tor. Somit ist die Uraufführung mit einer Gesamtauslastung von 80,7 % die viertbeste Freilichtbühnenproduktion der letzten elf Jahre. Die Welturaufführung übertrifft damit in der Publikumsgunst die Musical-Klassiker Cabaret oder My Fair Lady.

—| Pressemeldung Theater Augsburg |—

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