München, Münchner Musikseminar e.V., Beethoven – Chopin – Adventskonzert, IOCO Kritik, 26.12.2020

 Münchner Musikseminar e V / die Musikschule in München © Oswald Kessler

Münchner Musikseminar e V / die Musikschule in München © Oswald Kessler

Münchener Musikseminar e.V.

Beethoven – Chopin – Adventskonzert direkt ins Wohnzimmer

Münchener Musikseminar e.V.Urakawa Stiftung   Festliches Livestream-Konzert zur Adventszeit

von Oxana Arkaeva

„Sehr geehrte Damen und Herren! Ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem online Adventskonzert. Die Adventszeit in diesem Jahr ist in der Tat besonders nachdenklich, obschon auch ungewollt. So möchten wir dazu beitragen, dass diese Zeit auch wirklich besinnlich wird.”

Münchner Musikseminar e.V. / Vorstand Nadja Preißler © Münchner Musikseminar

Münchner Musikseminar e.V. / Vorstand Nadja Preißler © Münchner Musikseminar

Mit diesen Worten eröffnete Nadja Preissler, Vorstand des Fördervereins Münchener Musikseminar e.V. die festliche online Liveübertragung des Beethoven – Chopin Klavierkonzertes mit dem Pianisten Dmitry Mayboroda. Plötzlich und unerwartet gefährdete Corona die Durchführung dieses Konzerts; aufgrund des erneuten Corona-Lockdowns konnte der ursprünglich vorgesehene italienische Pianist Alberto Ferro nicht einreisen. Nadja Preissler handelte energisch und kreativ: kurzfristig entschied sie mit der Urakawa Stiftung, die dies Konzert ebenfalls unterstützt, die Veranstaltung nicht ausfallen zu lassen sondern online als Livestream – Konzert durchzuführen. Der folgende technische und personelle Aufwand lohnte sich: Das Livestream-Konzert-Experiment des Münchener Musikseminar e.V. wurde zu einem großen Erfolg. Zuschauer und Zuhörer wurden von Beginn an von dem stimmungsvollen Ambiente des Mastermix Studios in München und dem kurzweiligen wie anspruchsvollen Programm angezogen. Bild- und Klangqualität und Gestaltung des Studios war hervorragend; mit der legeren Kleidung des Künstlers wurde dem Konzert auch optisch die ansprechende Atmosphäre eines modernen Events verliehen.

Der Künstler des Abends, der russische Pianist Dmirty Mayboroda, wohnt in München, ist seit 2020 als Pianist an der Bayerischen Staatsoper tätig. Mayboroda ist Preisträger zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe. Er studierte in Moskau am Tschaikowsky-Konservatorium und an der Hochschule für Musik und Theater München bei Professor Adrian Oetiker. Die Schweizer Sergej-Rachmaninow-Stiftung unterstützt den jungen Pianisten seit 2010. Für einen BBC-Film über Rachmaninow spielte Mayboroda sogar am legendären Flügel des großen Komponisten.

Festlicher Klavierabend mit Dmitry Mayboroda – Meisterwerke von Beethoven und Chopin
youtube Trailer Münchner Musikseminar
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„Heute, vor 250 Jahren“ führte Preissler weiter, „wurde in der damaligen Bonner St. Remigiuskirche das zweite Kind der Familie Beethoven getauft und wahrscheinlich vorgestern vor 250 Jahren, man weiß ja nicht genau, wurde einer der größten Musikgenies der Geschichte, und erlauben Sie mir bitte die ganz großen Worte der Menschheit geboren.“

Dieser Aussage gemäß erklang am Anfang des Abends Beethovens Klaviersonate Nr. 14 Sonata quasi una Fantasia, zumeist als Mondscheinsonate bekannt, welche Mayboroda ruhig, stets in flüssiger Bewegung, mit feiner Differenzierung aller Stimmen gespielt hat. Die schlichte Aufmachung und Haltung des Künstlers spiegelten sich in der Schlichtheit seines Spiels wider in einer stimmungsvollen Harmonie. Technische Leichtigkeit vs. Virtuosität, dynamisch fein differenziert und artikuliert, kamen zum Vorschein im zweiten Teil des Konzertes. Es folgten dann Werke von Frédéric Chopin. Man lauschte dem präzisem, klarem Spiel Mayboroda´s und fast durchsichtigen Tönen im Grande Valse Brillante, Op. 34 Nr. 1 As-Dur. Die Prélude Op. 28 Nr. 15 erklang wie ein gesungenes Cantabile, aber mit dem düsteren Touch voll der fragenden Töne. Die Andante Spianato et Grande Polonaise Brillante Op. 22 Es-Dur rundeten den gelungenen Abend mit meditativer Stimmung und technische Brillanz.

Zum Ende des Konzertabends bedankte sich Preissler auch bei der Urakawa Stiftung, die es ermöglicht hat, diesen Livestream für alle kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie rief auf, für das Münchener Musikseminar e.V. zu spenden, damit besonders in der schweren Corona-Gegenwart bedürftige Künstler unterstützt werden können. Außerdem will der Verein in diesem langen Winter gerne weiteren Livestream-Konzerte organisieren. Damit sich die Idee verbreiten könnte, bleibt die Aufnahme des Konzerts während der nächsten drei Wochen bis zum ca. 15. Januar 2021 unter dem YouTube Link frei verfügbar. Spenden können auf das Konto Münchener Musikseminar, Stadtsparkasse München, DE91 7015 0000 0013 1172 96, BIC: SSKMDEMMXXX oder an das PayPal Konto des Vereines: mail@musikseminar.eu überwiesen werden.

„Ich wünsche ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit. Fühlen Sie sich nicht einsam. Es gibt keine Einsamkeit, solange wir Kunst und Musik haben“, beschloss Nadja Preissler ihre Ansprache. Wie lange auch dieser eigenartige Kulturwinter 2020/21 andauern mag, an diesem Abend ist keiner der Zuhörer einsam geblieben

—| IOCO Kritik Münchner Musikseminar |—

Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe, Chopin Festival Hamburg, IOCO Aktuell, 20. – 25.6.2019

Juni 8, 2019 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung

Pere Lachaise / Frederic Chopin Grabstätte © IOCO

Pere Lachaise / Frederic Chopin Grabstätte © IOCO

Chopin Festival

Chopin-Festival Hamburg : 20. – 25.06.2019

– Klaviermusik neu erleben –

Geschichte und Gegenwart, Romantik und Neuzeit – das Programm des 2. Chopin Festivals Hamburg verbindet vom 20.06. bis 25.06.2019 die Klangwelten moderner und historischer Flügel zu einem außergewöhnlichen Musikerlebnis. International renommierte Pianisten wie Ragna Schirmer, Janusz Olejniczak, Tomasz Ritter, Hélène Tysman, Tobias Koch spielen im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und in der Hamburger Kunsthalle das Œuvre von Fryderyk Chopin sowie Kompositionen von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Sergei Rachmaninow und Sergei Prokofiew. Andreas Staier, einer der bedeutendsten Interpreten historisch informierter Aufführungspraxis, bestreitet mit Werken von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert das Abschlusskonzert des Festivals. Dabei wird er von dem Geiger Daniel Sepec und dem Cellisten Roel Dieltiens begleitet.

Chopin Festival/ Pianistin Ragna Schirmer © Maike Helbig

Chopin Festival/ Pianistin Ragna Schirmer © Maike Helbig

Jeder Künstler wirft einen anderen Blick auf die Musik Chopins und der anderen Komponisten, und das gleich in doppelter Hinsicht, nämlich in der Auswahl des Werks und in der des Instruments. Im ersten Teil der Konzerte werden die Interpretationen von vergangener Klangfülle der original-historischen Klaviere aus der weltberühmten Musikinstrumente-Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe wie „Broadwood“, „Pleyel“, „Brodmann“ oder historischem „Steinway“ geprägt. Als Kontrapunkt zu den Instrumenten des 19. Jahrhunderts erklingen dann im zweiten Teil der Konzerte moderne Flügel von „Shigeru Kawai“ und „Steingraeber“. Dieser Klang-Vergleich sorgt für neue intensive Hörerlebnisse.

Der Intendant des Chopin-Festivals Prof. Hubert Rutkowski: „Beim 2. Chopin-Festival Hamburg 2019 treten brillante Pianistinnen und Pianisten auf. Einzigartig an diesem Klassik-Festival ist, dass sie Werke auf original historischen Instrumenten spielen und dazu im Vergleich – und in derselben Vorstellung – auch auf einem Flügel der Gegenwart. Es ist ein klanglicher Wettbewerb zwischen Historie und Moderne mit Abendkonzerten, Meisterkursen und Künstlergesprächen.“

Das Chopin-Festival Hamburg ist das erste und einzige Festival, das die Klangwelten historischer und moderner Flügel gegenüber stellt. An fünf Konzertabenden und in fünf Meisterkursen hat das Publikum die Gelegenheit, die kontrastierenden Klänge der originalgetreuen und zeitgenössischen Wiedergabe der Werke von Fryderyk Chopin zu erleben.

Das 2. Chopin Festival Hamburg wird von der Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald e.V. mit freundlicher Unterstützung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg und der Hamburger Kunsthalle sowie in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg organisiert.

Einzelpreise bis 4 Personen, pro Abendkonzert: 45€, für jedes weitere Konzert: 40 €
Gruppen ab 5 Personen, pro Abendkonzert: 40 €, für jedes weitere Konzert: 35 €
Studierende: 10 Euro €, Freier Eintritt zu den Meisterkursen, E-Mail: karten@chopin-hamburg.de, Konzertkasse Gerdes und alle bekannten Vorverkaufsstellen

Weitere Informationen zum Festival unter: www.chopin-festival.de

—| IOCO Aktuell Chopin Festival |—

Baden-Baden, Osterfestspiele, Prof. Thomas Leyendecker im Interview, IOCO Interview, 26.04.2019

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Professor Thomas Leyendecker, Posaunist – Berliner Philharmoniker

Im Gespräch mit IOCO – Korrespondentin Uschi Reifenberg

Thomas Leyendecker wurde 1980 in Adenau geboren. Während seiner Schulzeit in Trier, erhielt er seinen ersten Posaunenunterricht bei Hartmut Karmeier, dem Bassposaunisten des Trierer Stadttheaters. Während seiner Schulzeit sammelte Thomas Leyendecker erste Erfahrung in zahlreichen Jugendorchestern wie dem Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz, dem Landesjazzorchester RLP, dem Bundesjugendorchester und dem Bundesjazzorchester unter Peter Herbolzheimer, war aber auch schon frühzeitig mit Kammermusik und instrumentaler Jugendausbildung befasst.

Prof. Thomas Leyendecker © Prof. Thomas Leyendecker

Prof. Thomas Leyendecker © Prof. Thomas Leyendecker

1998 wurde Leyendecker Jungstudent bei Prof. Henning Wiegräbe an der Musikhochschule des Saarlandes; hier begann er 2000 nach dem Abitur auch sein Hauptstudium, welches er 2006 bei Prof. Wiegräbe an der Hochschule für Musik und Theater Stuttgart mit Auszeichnung abschloss. Im Folgenden studierte er noch Alte Musik bei Prof. Charles Toet an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.

Auf sein erstes befristetes Engagement bei den Duisburger Philharmonikern/ Deutsche Oper am Rhein folgte ein Stipendium von der Orchesterakademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in München. Nach seiner vertiefenden Ausbildung dort, trat er eine Stelle im Hessischen Staatstheater Darmstadt an und wurde kurz darauf, im Oktober 2005 bei den Berliner Philharmonikern verpflichtet.  Thomas Leyendecker war zunächst Dozent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und erhielt 2012 einen Ruf als Professor an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig.

Neben seinen Verpflichtungen bei den Berliner Philharmoniker und als Professor ist Leyendecker weiterhin in der Jugendarbeit der Berliner Philharmoniker engagiert und spielt in verschieden Kammermusikformationen, wie dem Blechbläserensemble der Berliner Philharmoniker, dem Philharmonia Consort Berlin und dem Blechbläserquintett Costum Tomaculum.

IOCO: Herr Professor Leyendecker, Sie sind nun schon das siebte Jahr hier in Baden-Baden bei den Osterfestspielen, also sozusagen „von Anfang an“ mit dabei, wie fühlt sich das an?

Professor Thomas Leyendecker © Uschi Reifenberg

Professor Thomas Leyendecker © Uschi Reifenberg

T.L.: Wir haben uns hier nun schon ausgiebig eingelebt, alles ist sehr vertraut, man kennt mittlerweile auch die wichtigsten „Locations“ für die Kammermusikbesetzungen oder die Meisterkonzerte. Man kann präzise planen, beispielsweise welche Spielstätten sich für unsere unterschiedlichen Formationen und Konzertprogramme am besten eignen. Alles in allem läuft es hier mittlerweile sehr routiniert ab. Deshalb freuen wir uns auch sehr auf nächstes Jahr, wenn wir uns zum ersten Mal mit unserem neuen Chefdirigenten, Kirill Petrenko, hier in Baden-Baden präsentieren dürfen, bisher ist er hier ja nur als Gast mit uns aufgetreten. Herr Petrenko wird nächstes Jahr bei den Osterfestspielen auch erstmals eine Oper mit uns leiten.

IOCO Das wird – wie schon bekannt ist – passend zum Beethoven Jahr 2020 die Oper Fidelio sein.

T.L.: Ja, und auch das thematische Rahmenprogramm rund um Fidelio wird Kirill Petrenko leiten, ebenso die Kammeroper, die wir dann auch in Berlin spielen. Natürlich wird es nächstes Jahr wieder eine Kinderoper geben, die hier immer sehr gefragt ist.

Das ist das Besondere an Baden-Baden, dass es jedes Jahr ein bestimmtes Motto gibt, ausgehend von der jeweiligen Neuinszenierung der Oper, auf welche unsere Meisterkonzerte und daneben auch die Kinderoper Bezug nimmt. Das ist auch für die Festspielgäste, die sich einige Tage hier aufhalten sehr spannend, nämlich neben Oper und Kammeroper auch die vielfältigen Veranstaltungen besuchen zu können, um das jeweilige Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und es zu vertiefen.

IOCO: Gab es eigentlich auch schon zu früheren Zeiten bei den Salzburger Festspielen diese Vielfalt an flankierenden Veranstaltungen wie die Meisterkonzerte, oder hat sich das erst hier in Baden-Baden entwickelt?

T.L.: Das ist natürlich schon lange her, aber Kammerkonzerte gab es in ähnlicher Form auch schon in Salzburg, aber so ein aufwendiges Education Programm wie hier bei den Osterfestspielen gab es nicht. In Salzburg haben wir z.B. „ Kofferkonzerte“ gespielt, in diesem Zusammenhang kann ich mich an ein sehr schönes Projekt in einem Flüchtlingsheim erinnern.


„Der Sängerkrieg der Heidehasen“ – Mitglieder der Berliner Philharmoniker
youtube Trailer der Berliner Philharmoniker
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IOCO: Herr Leyendecker, worauf freuen Sie sich bei der zukünftigen Zusammenarbeit mit ihrem neuen Chefdirigenten am meisten?

T.L.: Natürlich ist nach der langen Zeit mit Sir Simon Rattle, ich glaube, es waren insgesamt 16 Jahre, ein Neuanfang sehr aufregend. Sir Simon ist ein wunderbarer Mensch und wir hatten eine interessante und unglaublich produktive Zeit. Wir haben viel gelernt und hochinteressante Projekte realisieren können, aber wie gesagt, ein Neuanfang ist selbstverständlich auch immer ein Einschnitt und wir sind sehr gespannt, wie sich die kontinuierliche Arbeit mit Kirill Petrenko dann weiter gestalten wird.

Zum Beispiel war die Saison-Eröffnungsreise im letzten Jahr mit Herrn Petrenko eine tolle Erfahrung und es hat viel Lust gemacht, nicht nur mit ihm unterwegs zu sein, sondern auch, mit  ihm neue Gebiete in programmatischer Hinsicht zu erschließen. Die Schwerpunkte werden jedenfalls in einem anderen Bereich liegen.

Sehr viel Freude gemacht hat auch die Sinfonie von Franz Schmidt, ein eher unbekannter Komponist, die aber ganz hervorragend aufgenommen wurde, vor allem bei den „Proms“ in London. Außerdem haben wir verschiedene Tschaikowskys Sinfonien mit Herrn Petrenko erarbeitet, heuer hier in Baden-Baden die 5. Sinfonie, die ein herausragender Erfolg wurde, ich kann seine Tschaikowsky Interpretationen wirklich wärmstens empfehlen! Wir freuen uns sehr, diese neuen “Produkte“ bald präsentieren zu können.

IOCO: Sie erwähnten eine verändere Schwerpunktsetzung. Können Sie diese präzisieren?

T.L.: Herr Petrenko möchte sich unter anderem mehr der historischen Aufführungspraxis zuwenden, aber auch weniger bekannte „Romantiker“ werden auf dem Programm stehen wie der oben schon erwähnte Franz Schmidt, aber auch Josef Suk oder Hans Rott, die ebenfalls eher unbekannt sind.

Im Focus stehen wird auf jeden Fall weiterhin der Musikvermittlungsbereich, der Herrn Petrenko sehr am Herzen liegt, aber welche Formate angedacht sind, ist noch nicht ganz geklärt, er möchte sich wohl auch persönlich stark einbringen. Beispielsweise in Form von Matineen, die er selbst gestaltet und moderiert, auch hautnah im Dialog mit dem Publikum, ähnlich wie Leonard Bernstein ab Ende der 50-er Jahre seine „Young People‘s Concerts“ konzipiert hatte.   Ich denke, das Publikum darf sich auf diese neue Ära freuen!

IOCO: Das glaube ich auch ! Herr Leyendecker, wir danken Ihnen für dieses informative Gespräch.

Das Gespräch wurde am 19.4.2019 in Baden-Baden geführt.

—| IOCO Interview |—

München, 66. Internationaler ARD – Musikwettbewerb, IOCO Aktuell, 10.08.2017

66. Internationaler ARD Musikwettbewerb © BR / ARD Musikwettbewerb

66. Internationaler ARD Musikwettbewerb © BR / ARD Musikwettbewerb

www.ard.musikwettbewerb.de

ARD sucht Klassik-Stars von Morgen

66. ARD Internationaler Musikwettbewerb

ARD Musikwettbewerb 2017 © ARD

ARD Musikwettbewerb 2017 © ARD

Zum 66. Mal treffen sich vom 28. August bis zum 15. September 2017 Nachwuchskünstler aus allen Teilen der Welt in München. In diesem Jahr wird der Internationale Musikwettbewerb der ARD in den Fächern Violine, Klavier, Gitarre, die erstmals seit 1993 wieder Wettbewerbsfach ist, sowie Oboe ausgetragen. Die Organisatoren rechnen mit ca. 18.000 Besuchern. Damit ist der Wettbewerb traditionell das erste große Event der Klassiksaison in München.

Zu den charakteristischen Stärken des ARD-Musikwettbewerbs gehört seine Vielfalt. Mit insgesamt 21 Fächern, die jährlich wechseln, ist er der weltweit größte Musikwettbewerb.
Als Besonderheit sticht dieses Jahr das Fach Gitarre hervor. In dieser Kategorie wurden erst vier Mal Ausscheidungen abgehalten: 1976, 1982, 1989 und zuletzt 1993. Diese können wie bei dem letzten Preisträger Pablo Márquez, der in diesem Jahr auch der Jury angehört, der Anfang einer internationalen Karriere sein. Weltweit bekannt ist auch Sharon Isbin. Die Amerikanerin war die erste Gitarristin, die 1976 Preisträgerin beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD war. Neben millionenfach verkauften CDs, Grammy Awards und anderen Auszeichnungen gründete sie zudem die Fakultät für Gitarre an der Juilliard School, dem berühmten Musikkonservatorium in New York.

66. ARD Musikwettbewerb / Tweets einiger Teilnehmer des 66. ARD MW - We are very excited about the 4 works avnerdorman Vito Žuraj - Pascal Dusapin and Thierry Escaich - that will premiere in the semifinals

66. ARD Musikwettbewerb / Tweets einiger Teilnehmer des 66. ARD MW – We are very excited about the 4 works avnerdorman Vito Žuraj – Pascal Dusapin and Thierry Escaich – that will premiere in the semifinals

Bewerberrekord

Noch nie in der Geschichte des 1952 erstmals ausgetragenen Wettbewerbs gab es mehr Bewerbungen als in diesem Jahr. Insgesamt haben sich 640 Musikerinnen und Musiker aus 53 Ländern und vier Kontinenten beworben. 198 von ihnen wurden nach der anonymen Wertung eingesandter Tonaufnahmen nach München eingeladen. Es gibt vier Wettbewerbsrunden in jedem Fach, die öffentlich sind und in verschiedenen Konzertsälen Münchens stattfinden. Den Auftakt macht am 28. August 2017 die Kategorie Violine im Großen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München. Ab dem 29. August findet die erste Runde im Fach Klavier im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks statt, gefolgt vom Gitarrenwettbewerb ab dem 31. August im Studio 2. Am 2. September beginnt schließlich der Wettbewerb in der Kategorie Oboe im Carl-Orff-Saal des Gasteigs.

In den Semifinal- und Finalrunden werden die Kandidaten vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchener Kammerorchester und dem Münchner Rundfunkorchester begleitet. Das Novus String Quartet, Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs 2012, begleitet die Semifinalisten im Fach Gitarre.
Zum Abschluss des Wettbewerbs präsentieren sich die Preisträger noch einmal in drei Konzerten am 13., 14. und 15. September im Prinzregententheater und in der Philharmonie im Gasteig.

Der Wettbewerb in den Medien

Die ARD-Landesrundfunkanstalten berichten umfassend in Hörfunk, Fernsehen und online. BR-KLASSIK informiert mehrfach täglich mit aktuellen Informationen und mit Sondersendungen. Die drei Preisträgerkonzerte am 13., 14. und 15. September werden von BR-KLASSIK live im Radio und auf br-klassik.de und ard-musikwettbewerb.de als Video-Livestream übertragen. Das Preisträgerkonzert vom 15. September wird auch von den ARD-Kulturwellen live im Hörfunk übertragen.

Das BR Fernsehen zeichnet das Konzert auf und strahlt es zeitnah aus. 3sat und das Erste widmen dem größten Musikwettbewerb der Welt Reportagen.

—| Pressemeldung Bayerischer Rundfunk |—

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