Düsseldorf / düsseldorf festival !, Highlights düsseldorf festival! 12.9.-01.10.2018

Mai 9, 2018 by  
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Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

düsseldorf festival

 

Highlights düsseldorf festival! 12.9.-1.10.2018

Vom 12. September bis 1. Oktober heißt es beim düsseldorf festival! wieder: Musik, Tanz, Theater und Neuer Zirkus. Auch in diesem Jahr zeigt das Festival Produktionen, die Grenzlinien zwischen den Kunstformen überschreiten und neue Mixturen kreieren. Viele der Gäste des Festivals sind international gefeierte Künstler, die hierzulande zum ersten Mal zu erleben sind. Unter den elf Glanzlichtern des Programms finden sich sechs NRW-Premieren und zwei Deutschlandpremieren.

Kiss & Cry
Compagnie Michèle Anne De Mey
Wie von Zauberhand
NRW-Premiere
Eine Frau wartet auf den Zug, allein auf einem schneebedeckten Bahnsteig. Sie denkt an all die Menschen, die aus ihrem Leben verschwunden sind. Und an die, die noch nicht da sind, von denen sie träumt, die sie erwartet und die nicht kommen werden … All das erleben wir in einer Welt im Format einer Modelleisenbahn, belebt und bewegt durch einen berührenden und zärtlichen Tanz der Hände. Wir sehen das live auf der Bühne, schauen zu beim Making-of – und sind gleichzeitig Zeugen des gefilmten Resultats, das sich buchstäblich wie von Zauberhand auf einer großen Leinwand vor uns abspielt. Kaum zu glauben? Ja, tatsächlich, man muss es sehen.
Mi 12.09. – Fr 14.09., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Machine de Cirque
Schöne neue Maschinenwelt
NRW-Premiere
Die Akrobaten, Musiker und Komödianten der kanadischen Artistengruppe Machine de Cirque nehmen uns mit auf eine surreale Reise durch die Zeit. Szenario ist die Welt nach der Apokalypse. Die fünf überlebenden Männer machen sich in einer fantastischen Maschine auf die Suche nach anderen Lebewesen. Es herrscht Untergangsstimmung – aber wundersamerweise entzünden sich, angetrieben von einem musikalischen Feuerwerk, an eben dieser Tristesse Szenen von hinreißender Komik. Dabei wird die abenteuerliche Apparatur je nach Bedarf zum Turngerät, zum Hochseildraht, zum Sprungbrett oder zum Fahrradparcours – jedenfalls immer zur Bühne für ein tollkühnes Spektakel voller Charme und Nostalgie.
Sa 15.09., 20 Uhr, So 16.09., 16 & 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Liniker & Os Caramelows
Unerhört und umwerfend
NRW-Premiere
Kleid, Lippenstift und Schnurrbart, Mann oder Frau? Liniker legt sich nicht fest. Das Spiel mit Rollen und Klischees prägt den Auftritt des charismatischen Sängers aus São Paulo. Damit stellt er das Konzept einer Welt, die sich in weiblich und männlich spaltet, gründlich auf den Kopf. Körperpolitik? Ja, aber eine, die vom Stuhl reißt. Mit seiner Band Os Caramelows zählt Liniker zu den neuen heißen Acts der Megametropole – dank seiner unverwechselbaren Stimme, die zwischen Tenor und Bariton oszilliert, und einem irrwitzigen Mix aus 70er-Jahre-Funk, Fusion, Samba, R’n’B und Música Popular Brasileira. Das ist unerhört und auch in kühleren Breitengraden umwerfend.
Sa 15.09., 20 Uhr, zakk Düsseldorf


Daara J Family
Faada Freddy & NDongo D
Explosive Rap-Mischung
NRW-Premiere
2015 hat Faada Freddy das Theaterzelt zum Kochen gebracht, jetzt kommt er mit NDongo D – zusammen wird das Duo aus dem Senegal das Zelt erbeben lassen. Mit einer explosiven Mischung aus den traditionellen Gesängen ihrer Heimat, James Browns Funk, Bob Marleys Reggae, psychedelischen Sounds à la Pink Floyd und dem Stil der Hip-Hop-Ikonen Public Enemy machen die beiden Vollblutmusiker international Furore. Auch ihr gesellschaftliches Anliegen verbindet Daara J, zu Deutsch „Schule des Lebens“, mit den Polit-Rappern aus den USA. Ihre Texte handeln von Gefahren, die der
Umwelt drohen, von der Hoffnung auf eine bessere Welt für unsere Kinder, von Globalisierung und afrikanischer Identität.
Mo 17.09., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Sing Joyfully
VOCES8
Lebensfreude A-cappella
Byrds Aufforderung, Lebensfreude durch Gesang zum Klingen zu bringen, wird von VOCES8 meisterhaft erfüllt. Mit „Sing Joyfully“ nimmt uns das Londoner Vokaloktett, das sich mit erfrischenden Auftritten, ausgefeilten Programmen und einzigartigem Klang an die Spitze der A-cappella-Welt gesungen hat, mit auf eine musikalische Reise durch Stile und Epochen. Ob Rachmaninoffs Sakralmusik oder Nat „King“ Coles Jazz, Spiritual oder Traditional, Glaubensbekenntnis oder Liebesschwur – immer ist es die Musik, die den innersten Gefühlen entscheidend Ausdruck verleiht. Vor allem wenn uns himmlische Stimmen durch ätherische Höhen und wohligste Tiefen führen, um uns am Ende beglückt zurückzulassen.
Di 18.09., 20 Uhr, Johanneskirche


SHOW
Hofesh Shechter – Shechter II
Vision einer verkehrten Welt
NRW-Premiere
Zum ersten Mal in Düsseldorf: eine Arbeit des international gefeierten Choreografen Hofesh Shechter. Das Stück, kreiert für Shechter II, die Junior Company mit ihren weltweit aus über 1000 Bewerbern gecasteten jungen Tänzern, heißt SHOW. Und ist es auch! In einer provokativen Choreografie zwischen Tanz und Theater entwerfen anarchische Performer die bissig-komische Vision einer verkehrten Welt voll mörderischer Gewalt und rasender Begierde, in der Narren Könige und Könige Narren sein können. Begleitet von perkussiven Beats, von Shechter selbst komponiert, verwandeln sich die Darsteller in einen menschlichen Tornado. Das ist kühn und aufregend, da schlägt das Herz bis zum Hals.
Mi 19.09. & Do 20.09., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Danser Casa
Kader Attou & Mourad Merzouki
Hip-Hop-Trip durch Marokko
Deutschlandpremiere
Gemeinsam sind sie unschlagbar: In ihrer ersten Zusammenarbeit nach über 20 Jahren werfen Kader Attou, Drahtzieher der französischen Hip-Hop-Szene, und Mourad Merzouki, Direktor der Compagnie Käfig, ein Schlaglicht auf die marokkanische Tanzszene. Inspiriert vom schöpferischen Fieber der Stadt Casablanca ist ihr bahnbrechendes Stück ein Trip durch die Epochen, Stilmittel und Techniken des Hip- Hop und seiner Codes. Acht grandiose Tänzer repräsentieren jeweils mit einem ganz speziellen Talent und einer ganz besonderen Energie die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten des Hip-Hop – von Akrobatik und Zirkus über Parkour, New Style und House bis hin zu Formen des zeitgenössischen Tanzes.
Fr 21.09. & Sa 22.09., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Diwan of Beauty and Odd
Dhafer Youssef
Weltbürger mit arabischen Wurzeln
Er ist ein Weltbürger, auch musikalisch. Von Kind an dem Jazz verfallen, ist der Sänger und Oud-Spieler Dhafer Youssef von den Soundvorstellungen skandinavischer Musiker ebenso geprägt wie von den Klangwelten Indiens. Doch obwohl er seinen Heimatort Teboulba früh verließ, um in Wien, Barcelona, Berlin, New York, Dakar und Paris künstlerische Verwirklichung zu finden, hallt in seiner Musik und seinem Gesang auch die Vergangenheit nach. Ihr gewährt er heute mehr Einfluss denn je: In seinem
aktuellen Programm versöhnen er und seine Mitspieler Orient und Okzident auf eine schöne und verrückte Weise – eben „Beauty and Odd“.
So 23.09., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Epifónima
Cirkus Cirkör
Inspiriert von starken Frauen
Deutschlandpremiere
Atemberaubend die Zirkuseinlagen, verführerisch die Bilderwelten, aufregend anders die Musik. Der Cirkus Cirkör, schwedischer Stammgast im Festival, verblüfft und verzaubert mit seiner Körperkunst in ihrer eigenwilligen Mischung aus Akrobatik, Magie, Poesie und Theater. Dabei erzählen die Artisten tiefgründige Geschichten, nehmen es immer wieder mit den Herausforderungen der Welt auf. Die neue Produktion, deren Titel „Ausruf“ bedeutet, ist ein Statement für weibliche Stärken und Rechte. Sie befragt starke Frauenfiguren, um herauszufinden, was geschieht, wenn traditionelle Hierarchien
aufgebrochen werden und eher im Kreis als im rechten Winkel gedacht wird.
Di 25.09. – Do 27.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Jojo Mayer & Nerve
Drum’n’Bass akustisch
NRW-Premiere
Jojo Mayer ist ein Star am Schlagzeug. Und er ist ein Pionier. Vom Jazz kommend, wandte sich der Wahl-New Yorker als einer der ersten Drummer elektronischer Tanzmusik zu. Er vertiefte sich in die akustisch scheinbar unmöglich zu erzeugenden Rhythmen des Drum’n’Bass, jenes hochbeschleunigten Breakbeat-Sounds aus dem England der frühen 90er-Jahre und übersetzte sie live auf sein Instrument. So wurde er in kurzer Zeit zum Szeneliebling. Zusammen mit der Live-Electronic-Band Nerve erzeugt Mayer einen Groove, wie ihn keine Maschine hinbekommt. Das ist schillernd, visionär und hochkomplex – und die Leute tanzen dazu und machen Party.
Fr 28.09., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Sutra
Sidi Larbi Cherkaoui / Sadler’s Wells
Mönche des Shaolin-Tempels Henan
Kampfkunst und Körperbeherrschung
Sidi Larbi Cherkaoui ist ein Star der internationalen Tanzszene – ein Visionär mit unkonventionellen Ideen. In einer Jubiläumswiederaufnahme zeigen wir in diesem Jahr noch einmal sein Stück „Sutra“, inspiriert von der Kampfkunst und der Körperbeherrschung der Shaolin-Mönche. Im 1500 Jahre alten Tempel der chinesischen Provinz Henan ist mit 19 zen-buddhistischen Mönchen eine Arbeit entstanden, die Gegensätze vereint: Die Kraft, die Schönheit und die Präzision des Kung-Fu verschmelzen mit der schlichten wandelbaren Bühne des britischen Turner-Preisträgers Antony Gormley und der live gespielten futuristischen Musik des polnischen Komponisten Szymon Brzóska zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk.
Sa 29.09., 20 Uhr, So 30.09., 16 & 20 Uhr, Mo 01.10., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


—| Pressemeldung düsseldorf festival |—

Leipzig, Oper Leipzig, Highlights der Oper Leipzig im März 2018

Januar 17, 2018 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Highlights der Oper Leipzig im März 2018

 

  • DEUTSCHLAND-PREMIERE VON CALIXTO BIEITOS »TANNHÄUSER«
  • PREMIERE VON LEWIS CARROLLS »ALICE IM WUNDERLAND« ALS BALLETT AN DER MUSIKALISCHEN KOMÖDIE
  • THEMENWOCHE »STARKE FRAUEN«
  • MUSIKALISCHER SALON: »SCHERZI MUSICALI«
  • KLEINE KOMÖDIE: »ICH HABE MEINE TANTE GESCHLACHTET« –  EIN FRANK-WEDEKIND-ABEND
  • PASSIONSZEIT MIT »PARSIFAL« UND »JOHANNES-PASSION

DEUTSCHLAND-PREMIERE VON CALIXTO BIEITOS »TANNHÄUSER«

Am Samstag, 17. März, 18 Uhr feiert Richard Wagners Oper »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« in der Inszenierung von Calixto Bieito ihre Deutschland-Premiere im Leipziger Opernhaus. Der renommierte katalanische Regisseur, der die ursprünglich mit Katharina Wagner geplante Produktion übernahm, lenkt den Fokus auf den Gegensatz zwischen ureigenen menschlichen Impulsen und gesellschaftlichen Konventionen. Der Minnesänger Tannhäuser ist zwischen Realität und Illusion hin- und hergerissen und zerreibt sich zwischen künstlerischer Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen. Im Venusberg lockt eine Welt der Sinnesfreuden und Fleischeslust, auf der Wartburg offenbart sich ihm das Ideal der reinen Minne. Doch Heimat und Halt findet er in keiner der beiden Sphären.

Bieitos »Tannhäuser«-Inszenierung war nach ihrem großen Erfolg in Gent und Antwerpen in der Spielzeit 2015/2016 im vergangenen Jahr bereits in Venedig und Bern zu erleben. Der für die Titelpartie engagierte Burkhard Fritz gab bei der Premiere in Gent sein gefeiertes Tannhäuser-Debüt. Anders als in Antwerpen, aber wie zunächst geplant, wird in Leipzig die Dresdner Fassung zu hören sein.

Premiere: Samstag, 17. März 2018, 18 Uhr, Opernhaus
Weitere Aufführungen: 24. März, 2. April, 27. Mai 2018 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)


PREMIERE VON LEWIS CARROLLS »ALICE IM WUNDERLAND« ALS BALLETT AN DER MUSIKALISCHEN KOMÖDIE

Jeder kennt sie, die quietschbunte Welt der körperlosen Grinsekatze, des verrückten Hutmachers oder der bösen Herzkönigin. Mirko Mahr, Chefchoreograph der Musikalischen Komödie, setzt diesen skurrilen Kosmos von Lewis Carroll, in dem der Unsinn seine sonderbarsten Blüten treiben darf, in eine gleichermaßen für Kinder wie Kind gebliebene Erwachsene ansprechende Choreografie um. Die Premiere seines Balletts »Alice im Wunderland« findet am Freitag, 23. März, 19:30 Uhr statt. Lewis Carrolls Abenteuergeschichte »Alice’s Adventures in Wonderland« ist längst zum zeitlosen Klassiker avanciert, der seit 150 Jahren eine Leserschaft aus Alt und Jung begeistert. Die Gesetze von Logik und Sprache sind hier ausgehebelt, dem Nonsens Tür und Tor geöffnet.

Premiere: Freitag, 23. März 2018, 19:30 Uhr, Musikalische Komödie
Weitere Aufführungen: 24. & 30. März / 14., 15. & 17. April /?10., 11., 26. & 27. Mai 2018


THEMENWOCHE »STARKE FRAUEN«

Starke Frauen sind in der Woche vom 3. bis zum 10. März auf den Bühnen der Oper und der Musikalischen Komödie zu erleben. Ob »Lucia di Lammermoor«, »Salome«, »Rusalka« oder »La Cenerentola« –  ihrem Schicksal treten sie selbstbestimmt entgegen, auch wenn am Ende der Tod steht.

Wiederaufgenommen wird an der Musikalischen Komödie außerdem der Liederabend »Die Sekretärinnen«. Dass in diesen gern als »Tippse« oder »graue Büromaus« verkannten Damen ungeahnte Talente schlummern, davon erzählt die Revue von Franz Wittenbrink. Mit Evergreens und Schlagern von Cole Porter bis Eros Ramazotti und Herbert Grönemeyer, von den Andrew Sisters bis hin zu Hildegard Knef und Caterina Valente möbelt die Belegschaft eines Großraumbüros ihren drögen Büroalltag auf. Seit den 90er Jahren hat Franz Wittenbrink mit seinen szenischen Liederabenden das Genre Revue neu belebt – mit großem Erfolg, wie die Aufführungszahlen zeigen.

Termine:
»Lucia di Lammermoor«, Samstag, 3. März 2018, 19 Uhr, Opernhaus
»Sekretärinnen«, Samstag, 3. März 2018, 19 Uhr | Sonntag, 4. März, 15 Uhr, Musikalische Komödie
»Rusalka«, Sonntag, 4.März, 18 Uhr 2018, Opernhaus
»La Cenerentola«, Freitag, 9. März 2018, 19:30 Uhr, Opernhaus
»Salome«, Samstag, 10. März 2018, 19:30 Uhr, Opernhaus


MUSIKALISCHER SALON: »SCHERZI MUSICALI«

Heitere Arien und Duette von Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel und Gaetano Donizetti halten zwei weitere starke Frauen, die Ensemblemitglieder Stefania Abbondi und Wallis Giunta, im Musikalischen Salon am Samstag, 3. März, 15 Uhr für ihr Publikum bereit. An Klavier und Cembalo begleitet sie Studienleiter Ugo D‘Orazio. Vor dem Konzert besteht die Möglichkeit zu Kaffee und Kuchen. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft.

Termin: Samstag, 3. März 2018, 15 Uhr, Konzertfoyer, Opernhaus


KLEINE KOMÖDIE: »ICH HABE MEINE TANTE GESCHLACHTET« –  EIN FRANK-WEDEKIND-ABEND

Ein Kleinod der Kabarettkunst erwartet das Publikum am Freitag, 9. März, 19:30 Uhr im Venussaal der Musikalischen Komödie. Unter dem Titel »Ich habe meine Tante geschlachtet« geben Sabine Töpfer und Andreas Rainer Texte, Lieder und Moritate von Frank Wedekind (1864-1918) zum Besten. Berühmt geworden durch Dramen wie »Frühlings Erwachen« und »Lulu«, letzteres Textgrundlage für Alban Bergs gleichnamige Oper (Leipziger Premiere: 16. Juni 2018), wirkte Wedekind als einer der »Elf Scharfrichter«, einem Münchner Kabarett-Ensemble der Zeit um 1900.

Beißende Kritik an einer in Konventionen erstarrten Gesellschaft wurde sein Markenzeichen. In seinen Texten spürte er aber auch den verborgenen Triebwelten seiner Zeit nach und verlieh dadurch dem Lebensgefühl einer ganzen Generation Ausdruck.

Termin: Freitag, 9. März 2018, 19:30 Uhr, Venussaal, Musikalische Komödie


PASSIONSZEIT MIT »PARSIFAL« UND »JOHANNES-PASSION«

Die Oper Leipzig begeht die diesjährige Passionszeit mit der Aufführung zweier Werke, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wie auch in den Jahren zuvor gibt es am Karfreitag, 30 März, 17 Uhr, Wagners Bühnenweihfestspiel »Parsifal« zu erleben – vorerst zum letzten Mal. Mit dem Dualismus von Leiden und Erlösung, Moral und Erotik, Religion und Atheismus berührt Wagners »Parsifal« die großen Themen des 19. Jahrhunderts und erhebt zugleich einen religiösen Anspruch für die Kunst. Roland Aeschlimann übersetzt Wagners musikalisches Mysterium in ein synästhetisches Klang-Raum-Erlebnis. Die Titelpartie ist mit Stefan Vinke besetzt, der erst kürzlich als Siegfried im dritten Teil des Leipziger Rings glänzte.

Tags darauf, am Karsamstag um 19 Uhr, besteht die Möglichkeit, sich von Mario Schröders sinnlicher Umsetzung von Bachs »Johannes-Passion« als Ballett berühren zu lassen. Mit seinem Ensemble entwickelt der Ballettdirektor und Chefchoreograph des Leipziger Balletts Reflexionen über die Vergänglichkeit – und über die Frage nach dem Verhältnis von Körper und Seele. Die Tänzer Yan Leiva und Anna Jo verkörpern die Rollen der Erzähler der bekannten Geschichte um die letzten leidensvollen Tage im Leben Jesu Christi: die Verleugnung durch Petrus, die Verurteilung durch Pontius Pilatus, die Folter und die Kreuzigung.

Termine:
»Parsifal«, Karfreitag, 30. März 2018, 17 Uhr, Opernhaus
»Johannes-Passion«, 31. März 2018, 19 Uhr, Opernhaus


—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Leipzig, Oper Leipzig, LE BAL – SILVESTER-GALA UND -PARTY, 31.12.2017

Dezember 28, 2017 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

»LE BAL« – SILVESTER-GALA UND -PARTY AN DER OPER LEIPZIG

In gewohnt festlichem Rahmen feiert die Oper Leipzig den Jahresausklang. Das Galakonzert zum Jahreswechsel am Samstag, 30. Dezember, 19 Uhr und die Silvester-Gala am Sonntag, 31. Dezember, 19 Uhr stehen in diesem Jahr unter dem Motto »Le bal«. Publikumslieblinge wie Cusch Jung, Sejong Chang, Magdalena Hinterdobler oder Mirjam Neururer, das Leipziger Ballett, der Chor der Oper Leipzig und das Gewandhausorchester präsentieren Highlights aus der Welt der Oper, der Operette und des Balletts. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Hausherren Prof. Ulf Schirmer. Durch beide Abende führt traditionell der Chefregisseur der Musikalischen Komödie, Cusch Jung.

Oper Leipzig / Ulf Schirmer © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Ulf Schirmer © Kirsten Nijhof

In der Silvesternacht wird dann ab 22 Uhr mit einer großen Silvester-Party in gemütlicher Lounge- und Tanzatmosphäre das alte Jahr verabschiedet und das neue begrüßt. Mit alten und neuen Hits sorgt die Band JAMTONIC um die Sänger Diana Labrenz und Gregorio Hernandez für echte Konzertatmosphäre. Im Lounge-Bereich der Garderobenhalle ist die charismatische Sängerin Ines Agnes Krautwurst mit ihrem Gesangspartner Jens Pflug am Piano unter dem Motto »Let’s Duett« zu erleben. Im Konzertfoyer legt das DJ-Duo CUNDR – Carsten und Richy – aus Erfurt auf und sorgt mit tanzbaren Sets vom 70er-Jahre-Rock’n’Roll über glitzernden 80er-Pop und schrillem 90er-Sound für ausgelassene Stimmung.

Oper Leipzig / Silvester © Oper Leipzig

Oper Leipzig / Silvester © Oper Leipzig

Für das leibliche Wohl zeichnet das Cateringteam des Operncafés verantwortlich. Um Mitternacht haben die Gäste den besten Blick auf das große Feuerwerk zum Jahreswechsel auf dem Augustusplatz.

Galakonzert zum Jahreswechsel, Samstag, 30. Dezember 2017, 19 Uhr // 20-83 EUR , Silvester-Gala, Samstag, 31. Dezember 2017, 19 Uhr // 64-114 EUR, 
Silvester-Party, Samstag, 31. Dezember 2017, ab 22 Uhr // 39 EUR

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Leipzig, Oper Leipzig, Spielplan Januar 2018 – Der Ring, Puccini und mehr, IOCO Aktuell

Dezember 13, 2017 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Highlights der Oper Leipzig im Januar 2018

  • DER RING DES NIBELUNGEN – JAHRESAUFTAKT MIT TOPBESETZUNG
  • LIEBE IN ZEITEN DER REVOLUTION: DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG DES MUSICALS DOKTOR SCHIWAGO
  • STRAUSS MEETS KORNGOLD: DES OPERETTENWORKSHOPS MIT DER
  • OPERETTE DAS LIED DER LIEBE
  • PUCCINI-WOCHENENDE
  • SALUT D’AMOUR: MUSIKALISCHER SALON

DER RING DES NIBELUNGEN von Richard Wagner

ZUM JAHRESAUFTAKT MIT TOPBESETZUNG

Richard Wagner Büste in Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Büste in Bayreuth © IOCO

Auch 2018 sind Wagners epische Themen von Liebe und Hass zwischen alten Göttern und neuen Helden nicht von der Leipziger Opernbühne wegzudenken. Gleich zum Auftakt des Jahres 2018 präsentiert die Oper Leipzig Wagners Ring des Nibelungen als geteilten Zyklus. Die Aufführungen finden am 6./7. Januar sowie am 13./14. Januar jeweils um 16 Uhr auf der Opernbühne statt. Am Pult des Gewandhausorchesters steht für alle vier Teile Prof. Ulf Schirmer, Generalmusikdirektor und Intendant der Oper Leipzig.

Die Besetzung für den Ring-Zyklus 2018 weist namhafte Gäste des internationalen Opernparketts auf, darunter Stefan Vinke (Titelpartie in »Siegfried«), Christiane Libor (Brünnhilde in der »Götterdämmerung«), Daniela Köhler (Sieglinde), Thomas J. Mayer (Wotan), Thomas Mohr (Siegfried in der »Götterdämmerung«) und Peter Sidhom (Alberich in »Götterdämmerung«). Die szenische Umsetzung lag in den Händen des Regieteams Rosamund Gilmore (Inszenierung), Carl Friedrich Oberle (Bühne) und Nicola Reichert (Kostüme).

Termine:

Rheingold, Samstag, 6. Januar 2018, 16 Uhr
Walküre, Sonntag, 7. Januar 2018, 16 Uhr
Siegfried, Samstag, 13. Januar 2018, 16 Uhr
Götterdämmerung, Sonntag, 14. Januar 2018, 16 Uhr


LIEBE IN ZEITEN DER REVOLUTION:

DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG DES MUSICALS »DOKTOR SCHIWAGO«

Am Samstag, 27. Januar 2018, 19 Uhr feiert das Musical Doktor Schiwago in der Musikalischen Komödie seine deutschsprachige Erstaufführung. Mit Doktor Schiwago schuf Boris Pasternak nicht nur einen epochalen Roman von Weltrang, sondern auch die Vorlage für David Leans oscarprämierte Hollywood-Verfilmung mit Omar Sharif. Mit ihrem Broadway-Musical erweckte die zweifache Grammy- Gewinnerin Lucy Simon sein größtes Werk 2006 wieder zum Leben und entwarf dafür einen zeitgemäßen Sound voll emotionaler Balladen und russischer Klänge.

Die tragische Lovestory rund um den dichtenden Arzt Jurij Schiwago wird nun unter der Regie von Cusch Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie, erstmalig als Musical in Deutschland zu erleben sein. Die Besetzung der Titelpartie mit Jan Ammann, einem der gefragtesten Musical-Stars unserer Zeit, lässt die Herzen zahlreicher Musical-Fans schon jetzt höher schlagen.
Aufgewachsen im russischen Zarenreich, gerät Jurij Schiwago in den Wirren von Krieg und Revolution zwischen die Fronten. So steht er als unabhängiger Freigeist nicht nur zwischen zwei Regimen, sondern auch zwischen zwei Frauen – seiner Ehefrau Tonia und der geheimnisvollen Lara. Aber Jurij ist nicht Laras einziger Verehrer: Neben ihm kämpfen auch Laras Jugendfreund Viktor Komarovskij und ihr Ehemann Pascha Antipov, Führer der Roten Armee, um ihr Herz… Cusch Jung inszeniert die ergreifende Dreiecksgeschichte vor dem Hintergrund einer jede Individualität hinwegfegenden Revolution, in der Liebe und Poesie als Zeichen der Menschlichkeit umso stärker leuchten.

Premiere: Samstag, 27. Januar, 19 Uhr, Musikalische Komödie
Weitere Aufführungen: 28. & 30. Jan. / 6., 8. & 9. Feb. / 10. & 11. Mär. / 19. & 20. Mai / 26. & 27. Jun. 2018


STRAUSS MEETS KORNGOLD

ABSCHLUSSKONZERT DES OPERETTENWORKSHOPS MIT DER OPERETTE »DAS LIED DER LIEBE«

Der Deutsche Musikrat richtet nach einjähriger Pause im Jahr 2018 gemeinsam mit der Musikalischen Komödie erneut den »Operettenworkshop für junge Dirigenten« aus. Drei junge Kollegen des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates erhalten dabei die Möglichkeit, sich als Dirigenten zu präsentieren. Am Ende des Workshops steht das öffentliche Abschlusskonzert am Samstag, 6. Januar 2018, 19:30 Uhr, und Sonntag, 7. Januar 2018, 15 Uhr.
Bis heute ist die Musikalische Komödie eines der führenden Häuser im Bereich Operette und Musical im deutschsprachigen Raum. Nach dem Abschied von Ehrendirigent Roland Seiffarth als langjähriger Leiter des Operettenworkshops liegt die künstlerische Leitung nun in den Händen von Chefdirigent Stefan Klingele, der gemeinsam mit dem Musikrat ein neues Konzept für den Workshop entwickelt hat. Im Zentrum steht dabei die Erarbeitung eines kompletten Werks, das sowohl für die Dirigenten als auch für das Orchester neu ist. Es ist also für beide Seiten – und ebenso für das Publikum – eine Entdeckungsreise.
Auf dem Programm steht Erich Wolfgang Korngolds Operette Das Lied der Liebe nach Melodien aus »Das Spitzentuch der Königin« von Johann Strauß (Sohn) als konzertante Aufführung. Die Musik des Komponisten, der zahlreiche Operetten instrumentierte, steht für Klangsinnlichkeit in der Orchesterbehandlung und ist damit prädestiniert für den Operettennachwuchs. Um seine Spielschulden zu begleichen, geht Frauenschwarm und Herzensbrecher Graf Richard von Auerspach (Adam Sanchez) mit seinem Vetter Fürst Franz von Auerspach einen Deal ein: Während sich Franz aus dynastischen Gründen mit Baronin Paulette (Lilli Wünscher) zu vermählen gedenkt, soll
Richard dessen Ex-Geliebte, die Hofschauspielerin Lotte Hohenberg, für eine Zeit aus dem Verkehr ziehen und mit ihr eine kleine Vergnügungsreise nach Capri unternehmen. Als sich Richard jedoch Hals über Kopf in eine schöne Unbekannte (Paulette!) verliebt, kommt schließlich doch alles anders als geplant. Paulettes Schwager Gigi (Andreas Rainer) nimmt die Liebe eher von der leichten Seite und vergnügt sich währenddessen abwechselnd mit dem Stubenmädchen Tini (Nora Lentner) und der Tänzerin Lori (Mirjam Neururer).

Termine: Samstag, 6. Januar 2018, 19:30 Uhr, Musikalische Komödie
Sonntag, 7. Januar 2018, 15:00 Uhr, Musikalische Komödie


KLEINE KOMÖDIE: IVAN UND DIE FRAUEN

SOLOPROGRAMM MIT CUSCH JUNG  IM JANUAR 2018

Cusch Jung ist nicht nur Regisseur, Choreograf, Darsteller, sondern im Rahmen der Reihe »Kleine Komödie« im Venussaal der Musikalischen Komödie auch Autor seiner eigenen One-Man-Show. In der Realsatire Ivan und die Frauen spielt Jung einen verzweifelten Junggesellen, der anscheinend noch immer nicht die richtige Frau in seinem Leben gefunden hat und stattdessen gehörig unter dem Pantoffel seiner Mutter steht. Diese hat ihm schon so manche Liebesaffäre vereitelt. Auf einer zweistündigen Reise durch sein missglücktes Liebesleben erzählt Ivan auf humorvolle Weise von seinen Liebesabenteuern und lässt seine verflossenen Frauen in bekannten Hits, Schlagern und Chansons wieder auferstehen. Am Piano begleitet wird Cusch Jung dabei von dem virtuosen australischen Pianisten und Komponisten Paul Hankinson. Ein Abend voller Witz, Humor, Melancholie und weltbekannten Melodien.

Termine: Samstag, 20. Januar 2018, 19 Uhr, Venussaal, Musikalische Komödie
Sonntag, 21. Januar 2018, 15 Uhr, Venussaal, Musikalische Komödie


PUCCINI – WOCHENENDE

Die Opern von Giacomo Puccini ziehen seit mehr als 100 Jahren ein Riesenpublikum in ihren Bann. Die Oper Leipzig widmet dem Werk des Komponisten vom 26. bis 28. Januar 2018 ein ganzes Wochenende. Drei der schönsten und tragischsten Frauengestalten Puccinis sind an drei aufeinanderfolgenden Abenden an der Oper Leipzig zu erleben: Tosca, Turandot und Madama Butterfly. Seinen weiblichen Opernfiguren gehörte Puccinis ganzes Mitgefühl. Es heißt, er habe um sie geweint, wenn er ihre Arien komponierte.

Termine:

Tosca«, Freitag, 26. Januar 2018, 19:30Uhr, Opernhaus
Turandot, Samstag, 27. Januar 2018, 19 Uhr, Opernhaus
Madama Butterfly, Sonntag, 28. Januar 2018, 18 Uhr, Opernhaus


SALUT D’AMOUR: MUSIKALISCHER SALON

Salonmusik ist Kult. Bis heute hat die leicht verschmitzte und doch elegante Unterhaltungsmusik des jungen 20. Jahrhunderts nichts von ihrem Charme und Glanz verloren. Das Neue-SalonOrchester-Leipzig, ein Zusammenschluss experimentierfreudiger Musiker des Gewandhausorchesters und des MDRSinfonieorchesters, hat sich diesem Genre mit Leib und Seele verschrieben. Vor genau zehn Jahren veröffentlichten die Musiker um Sebastian Ude unter dem Titel Salut d’Amour ihre erste gemeinsame CD, eine wahre Liebeserklärung an die Salonmusik. Anlässlich des Jubiläums lädt das Orchester am Samstag, 27. Januar, 15 Uhr zu einem Konzert zwischen Tango und Walzer, Swing und Jazz. Komplettiert wird das Ensemble wie schon auf der CD durch das Gesangsduo Jana Hruby und Stephan Gogolka. Gewandhausbratschist Henry Schneider weiß in seinen augenzwinkernden Moderationen so manches Histörchen zu berichten. Der Eintritt kostet 10 €. Vor dem Konzert besteht die Möglichkeit zu Kaffee und Kuchen.
Termin: Samstag, 27. Januar 2018, 15 Uhr, Konzertfoyer Opernhaus

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