Hagen, Theater Hagen, HÄNSEL UND GRETEL – Familienkonzert, 01.12.2019

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

HÄNSEL UND GRETEL – Märchen der Brüder Grimm
Erzählt von Fernsehstar Juri Tetzlaff

 Sonntag, 1. Dezember 2019 um 11.00 Uhr –  Theater Hagen (Großes Haus)

Im zweiten Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 1. Dezember 2019 mit Beginn um 11.00 Uhr im Großen Haus des Theater Hagen geht es um eines der bekanntesten Märchen: Hänsel und Gretel der Brüder Grimm. Die Geschichte der beiden Geschwister, die in die Fänge einer bösen Hexe geraten, sich zum Schluss aber doch noch aus ihrem Lebkuchenhäuschen befreien können, ist nicht nur als Märchen beliebt, sondern auch als musikalische Fassung: Der Komponist Engelbert Humperdinck schuf in den frühen 1890er Jahren eine spätromantische, zauberhafte, melodienreiche Oper, die sich als Klassiker der (Vor)Weihnachtszeit entwickelte und bei jungen wie älteren Menschen bis heute überaus beliebt ist.

Theater Hagen / Juri Tetzlaff © Ulrich Hartmann

Theater Hagen / Juri Tetzlaff © Ulrich Hartmann

Als Erzähler und Moderator ist wieder Juri Tetzlaff mit dabei, deutschlandweit bekannt u.a. aus den Sendungen des Kinderkanals „KiKA“ sowie als kreativer Vermittler in Konzerten für Familien, der seine Zuhörer*innen auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der klassischen Musik mitnimmt. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Wolfgang Müller-Salow wird er dieses populäre Werk in Ausschnitten und in einer neuen Fassung für Orchester und Sprecher präsentieren, die erstmals in Hagen aufgeführt wird.

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere Hänsel und Gretel, 01.12.2018

November 9, 2018 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Bielefeld

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

PREMIERE Sa. 01.12.18, 18:00 Uhr, Stadttheater
HÄNSEL UND GRETEL
Engelbert Humperdinck

Märchenspiel in drei Bildern // Text von Adelheid Wette

Musikalische Leitung Alexander Kalajdzic Inszenierung Jan Eßinger Bühne und Kostüme Benita Roth Choreinstudierung Hagen Enke, Kamilla Matuszewska, Nike Schmitka Dramaturgie Jón Philipp von Linden Mit Ekaterina Aleksandrova, Yoshiaki Kimura / Frank Dolphin Wong, Sarah Kuffner, Hasti Molavian, Dorine Mortelmans, Nienke Otten, Katja Starke, JunOs, Damen des Extrachors, Bielefelder Philharmoniker.

Knusperhexe Rosina Leckermaul hat einen guten Tag: Zwei Kinder, die sich offenbar im Wald verirrt haben, sind in ihre Fänge geraten – wie schon Dutzende zuvor. Befriedigt sperrt sie den Jungen ein, verdonnert das Mädchen zur Hausarbeit und freut sich auf eine leckeren Hexenbraten. Doch Hänsel und Gretel, um die es sich dabei natürlich dreht, sind zum Glück schlauer als ihre zahllosen Vorgängerkinder und drehen den Spieß um.

Hänsel und Gretel ist nicht nur eines der bekanntesten Märchen überhaupt, sondern auch dankbarer Stoff für eine der schönsten romantischen Märchenopern, die je erklungen sind. Seit ihrer Uraufführung an Weihnachten 1893 ist Hänsel und Gretel aus den Spielplänen der Opernhäuser der Welt nicht wegzudenken, und das ist auch gut so: Melodien wie Ein Männlein steht im Walde, Brüderchen, komm, tanz‘ mit mir und Suse, liebe Suse mischen sich mit Natur- und Waldidylle, schaudernden Wolfsschlucht-Anklängen und heimelig-heiterer Konversationsoper bis hin zum großen Schlusschoral. Denn natürlich geht auch dieses Märchen gut aus, aber dass die beiden Titelhelden zwischendurch ganz schön ernsthafte Probleme haben, ist bei jeder Neuinszenierung einer näheren Betrachtung wert. Von der zornigen, weil heillos vom Leben gebeutelten Mutter ausgeschickt in den Wald, um »sinnlos« Erdbeeren zu suchen, finden sie den Rückweg nicht mehr und müssen nicht nur eine Nacht in dieser unheimlichen und kalten Umgebung überstehen, sondern auch den Verführungskünsten der Knusperhexe. Deren Hunger nach Kindern offenbar unstillbar ist …

In ihrer Bielefelder Neuinszenierung erzählen Jan Eßinger (Regie) und Benita Roth (Bühne, Kostüme) Hänsel und Gretel im Spannungsfeld zwischen der harten Realität des Lebens und den (Alb-)Träumen einer surrealen Märchenwelt, die das bekannte Geschehen in teils aufregend neue Bildkonstellationen taucht. Wie bei einem Roadmovie durchleben die Kinder Abenteuer, die sie unweigerlich reifen lassen und sie fit machen für ihre wichtigste Prüfung.

Weitere Vorstellungen 04.12., 07.12., 23.12., 25.12., 24.01., 01.02., 06.02., 16.02.
Karten 0521 51 54 54 // www.theater-bielefeld.de

MUSIKALISCHE LEITUNG
Geboren in Zagreb, Kroatien, begann Alexander Kalajdzic seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks.

Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster Dirigent am Nationaltheater Weimar und von 2008 bis 2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in Tschechien. Seit Spielzeitbeginn 2010/11 leitet er als GMD die musikalischen Geschicke des Theaters Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.

INSZENIERUNG
Jan Eßinger, geboren 1983 in Darmstadt, studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Während seines Studiums wurden seine Inszenierungen u. a. im Thalia Theater/Gaußstraße sowie bei der Münchner Biennale gezeigt, bevor er es mit Pfitzners Das Christ-Elflein abschloss. Regiemitarbeiten und Assistenzen führten Jan Eßinger u. a. an die Opernhäuser in Wien, Hamburg, Leipzig, Karlsruhe, Nizza und Genf, zu den Bayreuther Festspielen sowie zu den Wiener Festwochen und den Bregenzer Festspielen. Von 2010 bis 2013 war er Spielleiter an der Komischen Oper Berlin und anschließend in gleicher Funktion bis Sommer 2017 am Opernhaus Zürich engagiert. An diesen Häusern wurde er u. a. durch die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Barrie Kosky, Andreas Homoki, Sebastian Baumgarten, Calixto Bieito, Stefan Herheim, Herbert Fritsch, Dmitri Tcherniakov, Christof Loy und Willy Decker geprägt.

Nach seinem erfolgreichen Regiedebüt am Opernhaus Zürich mit Zweimal Alexander (Bohuslav Martin?) in der Spielzeit 2013/14 übernahm Jan Eßinger dort im darauffolgenden Herbst für den erkrankten Willy Decker die Regie für Benjamin Brittens The Turn of the Screw. 2015 inszenierte er die Schweizer Erstaufführung der Oper Slutchai – Fälle von Oscar Strasnoy mit dem Internationalen Opernstudio in Zürich. Im Mai 2017 feierte Jan Eßingers Ravel-Doppelabend L’Heure espagnole & L’Enfant et les sortilèges Premiere und wurde im Januar 2018 mit größtenteils neuer Besetzung am Opernhaus Zürich gezeigt. Seit August 2017 ist Jan Eßinger als freischaffender Regisseur tätig und inszenierte zuletzt Faust von C. Gounod, die Eröffnungspremiere der neuen Intendanz am Landestheater Detmold.

BÜHNE UND KOSTÜME
Nach einer Ausbildung zur Theatermalerin am Theater Aachen studierte Benita Roth Stage-Design am Royal Welsh College of Music and Drama in Cardiff in Wales und schloss ihr Studium 1996 mit zwei Jahresdesignpreisen ab. 1997 wurde sie Finalistin im britischen Nachwuchsbühnenbildwettbewerb, dem National Linburyprize. Bühnenbildassistenzen führten sie an die Komische Oper Berlin und die Opernhäuser von Dresden, Hamburg, Barcelona, Mailand, Paris und Brüssel. Seit 1997 entwirft sie Arbeiten für Opern- und Tanzproduktionen, u. a. an Häusern wie dem Staatstheater Mainz, dem Volkstheater Rostock, dem Landestheater Linz, den Theatern Erfurt, Regensburg und Osnabrück, der Berliner Kammeroper, für die Neue Oper Wien, die Neue Opernbühne Berlin, die Justizvollzugsanstalt für Frauen in Pankow Berlin, für das Tanztheater Nürnberg, das Ballett am Rhein in Düsseldorf und das Ballett des Staatstheaters Hannover. An der Komischen Oper Berlin entwarf sie die Bühnenbilder für Pinocchio und Des Kaisers neue Kleider. 2017 wurden ihre ersten beiden Kunstbilderbücher von dem E.A. Seemann Verlag, Leipzig veröffentlicht. Hänsel und Gretel ist ihre erste Produktion mit dem Regisseur Jan Eßinger.

BESETZUNG
Gretel Nienke Otten / Dorine Mortelmans
Hänsel Hasti Molavian
Gertrud (Mutter) Sarah Kuffner
Peter Besenbinder (Vater) Yoshiaki Kimura / Frank Dolphin Wong
Sandmännchen Ekaterina Aleksandrova
Taumännchen Dorine Mortelmans / N. N.
Rosina Leckermaul (Knusperhexe) Katja Starke

—| Pressemeldung Theater Bielefeld |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Hänsel und Gretel – Phantasievoll – Poetisch, IOCO Kritik, 29.12.2017

Dezember 30, 2017 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Nationaltheater Mannheim, Oper

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck

Phantasie und Poesie in NTM – Weihnachtsklassiker

Von Uschi Reifenberg

In der Weihnachtszeit und der Zeit zwischen den Jahren, wenn Märchenhaftes, Magisches und Mystisches einen größeren Raum einnehmen, darf an den Opernhäusern landauf- und landab Engelbert Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel nicht fehlen. So auch am Nationaltheater Mannheim, wo sich die Inszenierung nach Wolfgang Blum aus dem Jahr 1970 auch nach über 300 Aufführungen ungebrochener Beliebtheit bei kleinen und großen Zuhörern erfreut. Auch in Zeiten von Computerspielen und iPod dürfte den meisten Kindern die Geschichte von Hänsel und Gretel geläufig sein. Das Märchen, basierend auf den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, erzählt vom mutigen Geschwisterpaar aus armen Verhältnissen, das aus Hunger und Not in den Wald flieht, die böse Hexe besiegt und die verzauberten Lebkuchenkinder vom Fluch der Hexe erlöst.

Nationaltheater Mannheim / Hänsel und Gretel - hier ausgelassen tanzend © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim / Hänsel und Gretel – hier ausgelassen tanzend © Hans Jörg Michel

Humperdincksopus magnum“, nach der textlichen Vorlage seiner Schwester Adelheid Wette, zählt sicher zu den bedeutendsten Werken des Musiktheaters. Seine musikalischen Mittel folgen den Prinzipien des durchkomponierten Musikdramas Richard Wagners und verweisen mit Leitmotivik, Textbehandlung und großer Orchesterbesetzung auf das Vorbild des Bayreuther Meisters. Humperdinck, der als Wagners Assistent in Bayreuth mitwirkte, sprach über seine Oper in Anlehnung an den Parsifal auch scherzhaft vom „ Kinderstuben- Weihfestspiel“.

Kompositorisch fand er in seinem Hauptwerk zu seinem eigenen Stil, der unter anderem in der Hinzunahme von Volksliedhaftem und einfachen melodischen Themen zum Ausdruck kommt. Die überaus beliebte Mannheimer Inszenierung verzichtet ganz auf vordergründige Aktualisierung oder intellektuelle Überformung und führt die Zuschauer mit den phantasievoll- poetischen Bühnenbildern von Herbert Stahl in eine ärmliche Wohnstube, einen magischen Zauberwald und zeigt im 3. Bild in einen veritablen Riesen- Backofen mit verführerischem Lebkuchenhaus.

Nationaltheater Mannheim / Hänsel und Gretel - hier der unendlich romantische Abendsegen © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim / Hänsel und Gretel – hier der unendlich romantische Abendsegen © Hans Jörg Michel

In der ausgefeilten Personenführung von Claudia Plaßwich agieren die Sängerdarsteller punktgenau und mit überbordender Spielfreude. Zu einem besonderen Höhepunkt gerät der Hexenritt auf dem Besen der prächtig kostümierten Rosina Leckermaul, der vor allem von den jüngeren Zuschauern mit lautstarkem Szenenapplaus belohnt wird.

Musiziert wird am Mannheimer Nationaltheater auf hohem Niveau. Thomas Berau als Vater überzeugt in seiner Auftrittsarie mit seinem heldischen Bariton und charakterisiert liebevoll den trinkfreudigen, aber dennoch verantwortungsbewussten Familienvater. Heike Wessels wartet mit hochdramatischen Spitzentönen auf und verleiht der Mutter sowohl gramvoll- leidende Züge als auch ausgelassene Unbeschwertheit im Duett mit ihrem Ehemann. Dass die Textverständlichkeit ein wenig leidet, mag man verzeihen.

Nationaltheater Mannheim / Hänsel und Gretel - hier die erlösten Kinder © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim / Hänsel und Gretel – hier die erlösten Kinder © Hans Jörg Michel

Maria Markina ist als Hänsel eine Idealbesetzung. Ihr Mezzo klingt warm und voll und ist zu beeindruckenden dramatischen Aufschwüngen fähig. Ebenso keine Wünsche offen lässt Astrid Kessler als Gretel, die ihren wunderschönen lyrischen Sopran in allen Lagen leuchten lässt und im Abendsegen mit hauchzartem piano verzaubert. Auch gestalterisch besticht sie durch Charme und Mädchenhaftigkeit. Iris Marie Sojer, aus dem internationalen Opernstudio, gastierte als Sandmännchen der Extraklasse. Ji Yoon als Taumännchen fügte sich ebenfalls glänzend ins Ensemble ein. Als Hexe zieht Uwe Eikötter wie gewohnt alle stimmlichen und darstellerischen Register und erntet zu Recht am Schluss begeisterten Beifall.

Am Pult führt Wolfgang Wengenroth das ausdrucksstark aufspielende Nationaltheater Orchester zu Bestform. Straffe Tempi im 1. Akt sorgen für volksliedhaft- unbeschwerte Leichtigkeit, was den fortlaufenden Fluss der Dialoge unterstützt. Im 2. Bild findet Wengenroth dann genügend Raum für die stillen, poetischen Momente und lässt die Holzbläser in den schönsten Klangfarben schimmern. Lediglich in der Traumpantomime hätte man sich vom Wagner- erfahrenen Orchester mehr Spannungsaufbau und Opulenz gewünscht.  Gewohnt zuverlässig sang und agierte der Kinderchor.

Das Publikum im restlos ausverkauften Opernhaus entließ alle Mitwirkenden erst nach langem Applaus

Hänsel und Gretel im Nationaltheater Mannheim:  Weitere Vorstellungen am 6.1.2108; 19.1.2018; 28.1.2018 (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)

—| IOCO Kritik Nationaltheater Mannheim |—

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