Rostock, Volkstheater Rostock, EINE NACHT IN VENEDIG – In Rostocker Werft, 08.06.2019

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

 EINE NACHT IN VENEDIG – Johann Strauss

Lagunen-Zauber in  Halle 207 auf der alten Neptunwerft

Masken und karnevaleske Kostüme, Stelzenlauf und Tarantella, dazu die unverwechselbaren Klänge des Walzerkönigs Johann Strauß („Komm in die Gondel, mein Liebchen“), beschwören den Glanz der Serenissima herauf. Im Karneval verschwimmen dort die Grenzen von Schein und Sein, lösen sich Standes- und Klassenunterschiede auf, gerät die Welt kurzzeitig aus den Fugen…

Volkstheater Rostock / Eine Nacht in Venedig © Mirco Dalchow

Volkstheater Rostock / Eine Nacht in Venedig © Mirco Dalchow

Der Herzog von Urbino nutzt den Ausnahmezustand nur zu gern zur Erfüllung seiner amourösen Wünsche. Die Karnevalsnacht will er mit Barbara, der Gattin des Senators Delaqua, verbringen. Delaqua, der um die erotischen Absichten des Herzogs weiß und nicht als gehörnter Ehemann dastehen will, den Herzog gleichzeitig aber auch nicht vor den Kopf zu stoßen wagt, ersinnt einen Plan: Das Dienstmädchen Ciboletta soll kostümiert Barbaras Rolle bei dem Rendezvous spielen. Womit er nicht rechnet, ist die erotische Abenteuerlust seiner Gattin, die gar nicht daran denkt, ihrem Mann in dieser Nacht treu zu bleiben…

Johann Strauß‘ funkelnde Meister-Operette eröffnet den diesjährigen Volkstheatersommer!

Martin Hannus, Musikalische Leitung / Isabella Gregor, Regie / Olaf Grambow, Bühne / Katja Wetzel, Kostüme, Katja Taranu, Choreografie / Jens Ponath, Dramaturgie

Mit: Uwe Brauns, Nikos Fragkou, Marco Geisler, James J. Kee, Katharina Kühn, Hung-Wen Mischnick, Rebeka Mondovics, Judith Österreicher, Isabel Seebacher, Shoko Seki, Lev Semenov, Grzegorz Sobczak, Antonio Spatuzzi, Harry Tchor, Václav Vallon

Opernchor des Volkstheaters, Norddeutsche Philharmonie Rostock

PREMIERE Samstag, 08. Juni 2019, 19:30 Uhr, Halle 207 auf der alten Neptunwerft, weitere Termine: Montag, 10. Juni 2019, 18:00 Uhr, Halle 207  , Samstag, 15. Juni 2019, 19:30 Uhr, Sonntag, 23. Juni 2019, 15:00 Uhr,  Sonntag, 30. Juni 2019, 18:00 Uhr,

—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |—

Essen, Aalto-Theater, Eine Nacht in Venedig – Strauss – Korngold – Klimek, IOCO Kritik, 16.09.2018

September 19, 2018 by  
Filed under Aalto Theater Essen, Hervorheben, Kritiken, Oper, Operette

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Aalto Theater Essen

Aalto-Theater-Essen © IOCO

Aalto-Theater-Essen © IOCO

Eine Nacht in Venedig – Ein Opernhappening

Johann Strauss – Erich Wolfgang Korngold – Bruno Klimek

Von Viktor Jarosch

„Leichte Theater-Kost“ attraktiv zu inszenieren ist wahrlich schwer: Eine Nacht in Venedig  ist solch vermeintlich leichte Theater-Kost. Aalto-Intendant Hein Mulders benötigte 5 Jahre, um diese, seine erste Operetten-Produktion auf die Bühne des Aalto-Theaters zu bringen.

Eine Nacht in Venedig
Youtube Trailer Aalto Theater Essen
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Glatteis und Schnee  in Venedig dominiert die moderne Inszenierung von  Bruno Klimek, welche Klischees, alte wie neue, verlässt und mit Slapstick, Video, farbigen Dialogen und einem bunten Reigen szenischer Überraschungen den Besucher bannt.  Bruno Klimek, Professor an der nahen Essener Folkwang Universität, toppt vergangene Strauß und Korngold Fassungen von Eine Nacht in Venedig  mit einer neuartig faszinierenden Essener Fassung. Eine lebendige Bühnen-Show voller Esprit wird geboten. So führt die Titulierung der Essener Fassung als „Operette„, auch im Programmheft des Aalto-Theater, offene Erwartungen ein wenig ins Abseits.

Die 1883 uraufgeführte  Nacht in Venedig zeigt schmunzelnd modern nicht enden wollende Irrungen und Wirrungen amüsierfreudiger Frauen wie Männer zum Karneval in Venedig um 1800. Allerdings, die Intrigen um die Entstehung dieser Operette reichen schon für eine eigene Operette. Der Grund: Johann Strauss´ Operetten wurden alle in Wien uraufgeführt; zumeist im Theater an der Wien; so auch 1874 die Fledermaus; doch, Johann Strauß‘ zweite Ehefrau, die 25 Jahre jüngere Angelica Dittrich, „Lily“, hatte, als Eine Nacht in Venedig 1882 entstand, ein Verhältnis mit Franz Steiner, dem Direktor des Theater an der Wien. So leitete Johann Strauß, auch am Pult, die Uraufführung von Eine Nacht in Venedig 1883 nicht in Wien sondern teilweise „verberlinert“, in Berlin; die Uraufführung in Berlin wurde ein Flop. Die Operette wäre, trotz Anpassungen, wohl untergegangen, hätte nicht Erich Wolfgang Korngold um 1930, über 45 Jahre später, die verschiedenen Straußschen Urfassungen für moderne Theaterbühnen „veropert“ und mit eigenen Kompositionen wie  mit „Sei mir gegrüßt, holdes Venezia“ für Richard Tauber bereichert. So wurde im Aalto-Theater nicht die Straußsche Urfassung sondern die Korngold-Fassung  gespielt. Bruno Klimeks erhebliche wie aktuelle Werkbearbeitung  wirkt wie die Transponierung, wie ein Sprung der Korngold-Fassung in die Moderne, in das 21. Jahrhundert.

Aalto Theater Essen / Eine Nacht in Venedig - hier : Ciboletta rutscht auf dem vereisten Markusplatz aus waehrend ein Luxusliner in Venedigs Hafen einfaehrt © Joerg Landsberg

Aalto Theater Essen / Eine Nacht in Venedig – hier : Ciboletta rutscht auf dem vereisten Markusplatz aus waehrend ein Luxusliner in Venedigs Hafen einfaehrt © Joerg Landsberg

Klimeks  Essener Fassung beherrscht auch den Verwechslungswirrwarr, nicht aber den  Karneval oder Commedia dell´arte. Eine Nacht in Venedig mutiert in Essen durch  Umdichtungen, gestrafften Texten, Gags, Clownerien und oft skurrilen Choreographien zu einem modernen Happening. Klimek:Das Stück ist ein großer, ironischer Abgesang auf die ganze „Gockelherrlichkeit“; der Herzog ist ein überzeichneter Superstar: Es ist Satire, nicht genaues Abbild des Lebens“. Klimek macht in seiner Essener Fassungdie Frauen viel schlauer, stärker als die Männer, ähnlich der Csardasfürstin, der Lustigen Witwe oder Adele “. Klimek:Bei Eine Nacht in Venedig folgt ein Hit dem anderen…  es ist nicht verwunderlich, dass Operette wieder im Kommen ist“.

Der Blick des Besuchers gleitet im ersten Bild (Bühne Jens Kilian) über den  vereisten weiten Markusplatz von Venedig; das angrenzende Meer mit farbigen, stetig wandernden Wolkenformationen am Himmel zeichnen Videoprojektionen auf eine den gesamten Bühnenhintergrund ausfüllenden Leinwand. Auf dem Markusplatz finden sich filigrane Miniaturen des Dogenpalastes, der Markuskirche und alter venezianischer Bauten. Zur Ouvertüre stöckeln warm angezogen, Schnee rieselt auf den Markusplatz, Ciboletta (Christina Clark) und  andere Venezianer, aufgeregt  rufend „Er kommt“, rufen sie; „Wer“, „Nun, er!“.    Wer kommt denn? Noch weiß es niemand!

Der erste Clou der Essener Fassung ist originell wie unerwartet: Ein riesiges Kreuzfahrtschiff  fährt ein in den Hafen Venedigs; Himmel und Meer verdeckend;  die Miniaturpaläste Venedigs wackeln, fallen zusammen. Wer entsteigt dem Schiff auf einer Schiffstreppe?  Nicht Guido, der draufgängerische Herzog von Urbino; es ist   Pappacoda, der Makkaronikoch (Martiijn Cornet). Derweil die in Mänteln und Hüten vermummten Venezianer  auf dem Schnee des Markusplatz rutschen, hinfallen und  „Wenn vom Lido sacht wieder Kühlung weht…“ singen. Pappacoda mischt sich, Makkaroni beschwörend und werfend, unter seine weiterhin „Er kommt, die Frauenwelt Venezias zu verwöhnen….“  singenden Verehrerinnen.

Aalto Theater Essen / Eine Nacht in Venedig - hier : Annina und Ciboletta mit dem Herzog © Joerg Landsberg

Aalto Theater Essen / Eine Nacht in Venedig – hier : Annina und Ciboletta mit dem Herzog © Joerg Landsberg

Clou und Komik verstärken sich, wenn in Wiederholungen, in den Folgen von „Er kommt“,  „Wer“, „Nun, er!“ weitere monströse Kreuzfahrtschiffe (Foto) den Bühnenhintergrund durchkreuzen, Dogenpaläste umfallen und die anderen Protagonisten der Operette in eigenem Oeuvre dem Schiff entsteigen: Enrico Piselli (Carl Bruchhäuser), „Die Frauen müssen wir fernhalten“,  gefolgt von  Caramello (Albrecht Kludszuweit)  und schließlich  mit zahllos kolossalen Seekoffern Guido, Herzog von Urbino  (Dmitry Ivanchey), dem die geifernden Frauen Veneziens sogleich und  triumphierend die Kleider vom Körper reißen. Derweil Annina (Tamara Banjesevic)  ihre Arie  Frutti die Mare„Ich komme von Chioggia zu euch übers Meer…“  in lebendig frischem Sopran singt, von Chor und Statisten revuehaft begleitet. .

Zu allem Spiel, zu packenden Gags und Pointen auf der Bühne verlor sich der Blick des Autors immer wieder in den Bühnenhintergrund, wo psychodelisch wandernde Wolkenformationen,  die Handlung auf der Bühne kontrastierend, stetig sanft zarte Stimmungen webten.

Aalto Theater Essen / Eine Nacht in Venedig - hier : die Nacht des Karnevals, alle Venezianer, Männer wie Frauen, in gleichen Kostuemen © Joerg Landsberg

Aalto Theater Essen / Eine Nacht in Venedig – hier : die Nacht des Karnevals, alle Venezianer, Männer wie Frauen, in gleichen Kostuemen © Joerg Landsberg

Das bunte Kaleidoskop von Klimeks Essener Fassung“ setzt sich modern, unbefrachtet von althergebrachten Operetten-Klischees fort: Senator Delaqua (Karel Martin Ludvik) bewundert den Herzog auf einer Wolke hoch über der Bühne schwebend „Mit der Würde, die Dir eigen…“;  während die Venezianer aus dem Mittelgang des Zuschauerraumes antworten. Doch es geht auch klassisch:  Ein Schlitten auf der Bühne würzt den lyrischen Lockruf des CaramelloKomm in die Gondel, mein Liebchen so steige doch ein..“ . Gags, Tiefsinniges wie  Überraschungen setzen sich im 2. Akt fort: wenn die Venezianer des Palast des Herzogs plündern, während sich Herzog Guido mit Anninazu unbekannten Zwecken“ in ein Hinterzimmer verzogen hat;  wenn zum Karneval Männer und Frauen – ohne Maske –  Männer und Frauen in gleichen Kostümen und Perücken merkwürdig gleich wie geklont wirken; wenn sie dann zum „Karneval ruft zum Ball, der ist Souverän“  auf dünnem Eis einbrechen und versinken; wenn Caramello  im 3. Akt fortwährend Wo ist meine Frau“ rufend über den Markusplatz irrt, während der Herzog (Dmitry Ivanchey) mit Annina und Ciboletta einer Gondel entsteigend den lebensfrohen Lagunenwalzer singt „Ach, wie so herrlich zu schaun, sind all die lieblichen Fraun…“. Aller Verwechslungs-wirrwar der Handlung bleibt bis zu einem „offenen Ende“ bestehen, wo man sich für den Karneval des nächsten Jahres verabredet.

Das gesamte Ensemble bot in der detailreichen Produktion eine darstellerisch wie stimmlich  starke Gesamtleistung. Doch  Tamara Banjesevic als Annina und Christina Clark als Ciboletta  waren in dem Potpourri der Clownerien durch hohe Präsenz, mit Charme, Esprit und romantisch timbrierten Stimmen besonders präsent. Johannes Witt und die Essener Philharmoniker begleiteten das Happening freier, hollywoodesken  Lebensfreude in den bunten Orchesterfarben. So feiert das Publikum lebhaft ein modern boulevardeskes Happening wie dessen Protagonisten auf der Bühne wie im Graben.

Aalto Theater Essen / Eine Nacht in Venedig - hier : Applaus für das Ensemble vor dem venezianischem Himmel © IOCO

Aalto Theater Essen / Eine Nacht in Venedig – hier : Applaus für das Ensemble vor dem venezianischem Himmel © IOCO

Eine Nacht in Venedig im Aalto-Theater; die nächsten Vorstellungen: 30.9.; 7.10.; 28.10.; 3.11.; 11.11. und zu Sylvester am 31.12.2018

—| IOCO Kritik Aalto Theater Essen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Zum letzten Mal in Hildesheim: EINE NACHT IN VENEDIG, 01.03.2014

Februar 27, 2014 by  
Filed under Pressemeldung, Theater für Niedersachsen

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Theater für Niedersachsen

Theater am Aegi bei Nacht, Hildesheim © TfN

Theater am Aegi bei Nacht, Hildesheim © TfN

Zum letzten Mal in Hildesheim: „Eine Nacht in Venedig“

 
Am Karnevalssamstag präsentiert das TfN die beliebte Strauß-Operette im Großen Haus 
 
„Alle maskiert, alle maskiert, wo Spaß, wo Tollheit und Lust regiert“ – am Karnevalssamstag, 1. März, verabschiedet sich „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß von der Hildesheimer Bühne. Die Vorstellung beginnt bereits um 18 Uhr im Großen Haus. In der Inszenierung von Wolfgang Quetes sind Konstantinos Klironomos als herzoglicher Leibbarbier Caramello und Meike Albers als Köchin Ciboletta zu erleben. Außerdem sind u. a. Christian S. Malchow als Herzog von Urbino, Jan Kristof Schliep als Pappacoda, Uwe Tobias Hieronimi als Senator Delaqua und Christina Baader als Agricola sowie der Chor und das Orchester des TfN mit dabei. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Daniel Stratievsky.  Zuschauer, die diese Vorstellung kostümiert oder maskiert besuchen, erhalten in der Pause ein kostenfreies Getränk.
 
—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Wien, Volksoper Wien, Eine Nacht in Venedig: Karnevaleske Komödie, IOCO Kritik, 10.01.2014

Januar 16, 2014 by  
Filed under Kritiken, Volksoper Wien

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Volksoper Wien

Volksoper Wien  bei Nacht © IOCO

Volksoper Wien bei Nacht © IOCO

Venezianischer Karneval: Eskapaden, Nymphen und ein schiefer Campanile

Johann Strauss, König der Goldenen Operettenära, mochte 1883 das Theater an der Wien nicht mehr. Seine Ehefrau hatte gerade, wahrlich operettengerecht,  ein Verhältnis mit Franz Steiner, dem Direktor des Theaters begonnen. Johann Strauss, ganz Österreich verdammend, verlegte die Uraufführung seiner Operette Eine Nacht in Venedig in tiefstes „Feindesland“, nach Berlin, Preußen. Das eher auf Marschmusik eingestimmte Berliner Publikum schätzte Strauss´ Werk nicht so recht: Die Uraufführung floppte.

Volksoper Wien / Eine Nacht in Venedig mit Ensemble © Barbara Palffy Volksoper Wien

Volksoper Wien / Eine Nacht in Venedig mit Ensemble © Barbara Palffy Volksoper Wien

130 Jahre nach der mißratenen Uraufführung von Strauss´ Eine Nacht in Venedig gelingt der Wiener Volksoper eine erfolgreiche Neuinszenierung.Die Volksoper demonstriert darin erneut starke Kompetenz für bürgernahes wie humoreskes Theater. Die Handlung der Oper rankt sich um den Frauenheld und Herzog von Urbino, welcher den Karneval in Venedig ausleben möchte und seinen Leibbarbier Caramello, Helfer in allen amourösen Belangen. Doch die venezianischen Frauen, darunter Caramellos Braut Annina – sind auch nicht ohne… ..

Regisseur Heinrich Horstkotte, der auch Bühnenbild und Kostüme zu verantworten hat, lässt Venedig zur Karnevalszeit mit Charme und Witz prächtig leben und gedeihen. Es gibt Masken, Perücken, Wellen, Palazzi, einen schiefen Campanile und, als originelles Versteck für den liebestollen Herzog, ein Unterwasser-Domizil. Solugen im Bühnenhintergrund zierliche Nymphen und etliche Haie neugierig auf das karnevaleske Palasttreiben. Auch ein Männlein im Taucheranzug schaut kurz vorbei. Regisseur Horstkotte belebt die Handlungmit wunderbarem ornamentalem Zierwerk: Da sind fischfressende Muscheln im Spiel, wenn Annina ihre Ware anbietet. Selbst im  Orchestergraben wird gefischt. In dauerpräsenten Wellenattrappen erblickt man mitunter Schwimmer, auf der Flucht vor Haien. Filmanimationen unterstreichen das lebhaft amüsante  Unterwassertreiben.

Volksoper Wien / Eine Nacht in Venedig mit Regula Rosin als Agricola und Vincent Schirrmacher als Herzog © Barbara Palffy Volksoper Wien

Volksoper Wien / Eine Nacht in Venedig mit Regula Rosin als Agricola und Vincent Schirrmacher als Herzog © Barbara Palffy Volksoper Wien

So erzeugt diese Inszenierung wahrhaft vergnüglichen Unterhaltungstheater, in dem auch die Sänger keinen Wunsch offen lassen: Johanna Arrouas (Ciboletta), von der Regie als Tölpelin leider etwas überzeichnet, überragt stimmlich mit herrlich, klarem Sopran. Der asiatisch stämmige Tenor Vincent Schirrmacher (Herzog) gleicht seine eher bescheidene Ausstrahlung mit sehr gut geführtem Tenor aus. Jörg Schneider (Caramello) gefällt darstellerisch und stimmlich, hervorragend ist Mara Mastalir (Annina). Michael Havlicek (Pappaconda) bewältigt den Maccaronikoch gut, ist aber kein Bariton mit Durchschlagskraft. Von Sera Gösch (Barbara) kann man nur Gutes berichten, ebenso von den Schauspielern Franz Suhrada, Wolfgang Hübsch und Gerhard Ernst. Das Atout der Aufführung ist Alfred Eschwé. Er führt das Volksopernorchester zu Höchstleistungen, subtil und mit Finessen bringt er die Partitur in den wunderbarsten Farben zum Erstrahlen. 

IOCO / Angela Thierry / 12.01.2014

Eine Nacht in Venedig: Weitere Termine an der Volksoper17. 1. 2014; 21.1.2014