Arlene Saunders, 1930 – 2020, eine Würdigung, IOCO Portrait, 14.05.2020

Mai 13, 2020 by  
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Arlene Saunders © Wolfgang Schmitt / Lead Technologies

Arlene Saunders © Wolfgang Schmitt / Lead Technologies

ARLENE SAUNDERS – Ein Mensch – EINE KARRIERE

5. Oktober 1930 – 17. April 2020

von Wolfgang Schmitt

In den 1960er und 70er Jahren war sie die „Primadonna assoluta“ der Hamburgischen Staatsoper während der Liebermann-Ära. Nun wurde auch Arlene Saunders ein prominentes Opfer der zur Zeit grassierenden Corona-Pandemie.

Geboren am 5. Oktober 1930 in Cleveland, Ohio, als Arlene Pearl Soszynski, entdeckte sie schon als 10jährige ihre Leidenschaft für die Oper, und so studierte sie nach der High School Gesang am dortigen Baldwin-Wallace College of Arts. Ein erstes Engagement führte sie an die National Opera Company in Raleigh, North Carolina, wo sie u.a. die Rosalinde in der Fledermaus, Donna Elvira in Don Giovanni und sogar die Titelrolle in Cole Porters Musical Kiss me Kate sang.

Bei einem Wettbewerb amerikanischer Opernsänger in New York errang sie den ersten Platz und erhielt ein Stipendium, mit dem sie nach Italien ging, wo sie ihre Gesangsstudien vervollkommnete und am Mailänder Teatro Nuovo ihr Rollendebüt als Mimi in Puccinis La Boheme geben konnte. Zurück in Amerika engagierte Julius Rudel sie an die New York City Opera, wo sie als Giorgetta in Puccinis Il Tabarro debütierte und in Partien des lyrischen Sopranfachs besetzt wurde, u.a. in Charpentiers Louise. Mit der New Yorker Metropolitan Opera ging sie auf die jährliche MET-Tour quer durch die USA und sang das Evchen in den Meistersingern und Rosalinde in der Fledermaus (alternierend mit Beverly Sills).

1963 war Rolf Liebermann, Intendant der Hamburgischen Staatsoper, auf Talentsuche in New York, Arlene Saunders sang für ihn die Arie der Magda aus Puccinis La Rondine und wurde vom Fleck weg engagiert. Hamburg wurde nun ihr Zuhause und ihr künstlerischer Lebensmittelpunkt. Mit ihrem neu erworbenen weißen Karmann-Ghia liebte sie es, die Stadt und das Hamburger Umland zu erkunden. Ihre Hamburger Debüt-Partie war die Pamina in der Zauberflöte, für die sie dann auch gleich gastweise ans Staatstheater Stuttgart engagiert wurde, auch für die Mimi luden die Stuttgarter sie sogleich ein. In Hamburg folgten Rollendebüts als Marzelline in Fidelio, Marie in Die verkaufte Braut, Liu in Turandot (mit Birgit Nilsson und James McCracken), Iphis in Jephta, Antonia in Hoffmanns Erzählungen, Fiordiligi in Cosi fan tutte, und Ann Truelove in The Rake’s Progress (die Premierenserie dirigierte Igor Strawinsky persönlich).

Arlene Saunders als Manon in Manon Lescaut 1982 © Colin Graham

Arlene Saunders als Manon in Manon Lescaut 1982 © Colin Graham

Ihr Hamburger Festvertrag ließ ihr jedoch genügend Freiraum für internationale Gastspiele, und so sang sie 1965 die Micaela in Carmen (mit Marilyn Horne, Franco Corelli und Justino Diaz) in Philadelphia, 1966 die Pamina beim Glyndebourne Festival, 1967 die Marguerite in Faust (mit Alfredo Kraus) an der San Francisco Opera, dort folgten Charpentiers Louise und Freia in Rheingold. Sie gastierte als Mimi in Florenz und an der Mailänder Scala, und gab in Toronto ihr Kanada-Debüt in Glucks Orfeo ed Eurydice. An der Wiener Staatsoper debütierte sie als Marzelline in Fidelio, sang dort auch Eva und Donna Elvira.

Mit der Deutschen Oper Berlin schloß sie einen Gastvertrag und debütierte dort als Nedda in einer Neuinszenierung des Bajazzo. In Hamburg erweiterte sie ihr Repertoire um Partien wie Tatjana in Eugen Onegin, Figaro-Gräfin, Agatheim Freischütz, um mit der Elsa in Lohengrin endgültig ins jugendlich-dramatische Sopranfach zu wechseln (in dieser Premiere sang Placido Domingo seinen ersten Lohengrin). Es folgten Neuinszenierungen von Arabella, Ariadne auf Naxos (mit dieser Produktion gastierte die Hamburgische Staatsoper auch beim Edinburgh Festival), Tannhäuser / Elisabeth (in der Regie von Harry Meyen, dem damaligen Ehemann von Romy Schneider, was dem Premierenabend einen besonderen Glamour verlieh, denn auch Magda Schneider und viele andere Größen des deutschen Films waren zugegen), Die Walküre / Sieglinde, sowie ihre erste Tosca. Die Tosca sang sie kurz darauf in Cincinnati, dort auch die Mimi. Es folgte eine Arabella-Neuproduktion in Amsterdam, und an die San Francisco Opera kehrte sie zurück als Eva für eine Neuinszenierung der Meistersinger von Nürnberg (mit Theo Adam und James King als Partner). An der Oper in Boston debütierte sie als Natascha in der amerikanischen Erstaufführung von Prokoffievs Krieg und Frieden (inszeniert und dirigiert von Sarah Caldwell), und in Washington sang sie die Uraufführung der eigens für sie von Alberto Ginastera komponierten Oper Beatrix Cenci, mit der das J.F. Kennedy Center for the Performing Arts 1971 feierlich eröffnet wurde, diese Produktion wurde später von der New York City Opera übernommen.

Arlene Saunders als Marschallin © Seattle Opera

Arlene Saunders als Marschallin © Seattle Opera

Auch an der Hamburger Oper wirkte Arlene Saunders bereits in zwei Opern-Uraufführungen mit, in Giselher Klebes Jakobowsky und der Oberst (Marianne) – mit der die Hamburger Staatsoper eine Gastpielreise an die New Yorker MET unternahm, gemeinsam mit The Rake’s Progress -, und in Giancarlo Menottis Hilfe, Hilfe, die Globolinks (Madame Euterpova), welche auch verfilmt wurde. Weitere Opernfilme der Rolf-Liebermann-Produktionen, in denen Arlene Saunders mitwirkt, sind Figaros Hochzeit (Gräfin), Der Freischütz (Agathe), Die Meistersinger von Nürnberg (Eva), und Arabella (bei Arthaus auf DVD erhältlich). Im Dezember 1972 gab es an der Hamburger Staatsoper die Uraufführung von Paul Burkhards Oper Ein Stern geht auf aus Jaakob, in der Arlene Saunders die Maria und Vladimir Rudzak den Josef sang, diese Oper wurde fürs Fernsehen aufgezeichnet und am Weihnachtsabend ausgestrahlt. Ein weiterer Fernsehfilm ist Carl Millöckers Gasparonemit Arlene Saunders als Carlotta, Barry MacDaniel in der Titelpartie, sowie Martha Mödl und Benno Kusche (als Zenobia und Nasoni). In dieser Zeit nahm Arlene Saunders für Philips die Operetten Der Zarewitsch und Der Graf von Luxemburg auf. Bei RCA waren bereits Mendelssohns Sommernachtstraum unter Erich Leinsdorf, und Mozarts Il Re Pastore (mit Arlene Saunders als Tamiri sowie Lucia Popp, Reri Grist und Luigi Alva) erschienen.

Auch als Konzertsängerin war Arlene Saunders stets aktiv, so sang sie u.a. Beethovens Missa solemnis unter Leonard Bernstein beim Tanglewood Festival, Richard Strauss‘ Vier letzte Lieder und Franz Schrekers Lieder von Walt Whitman“ unter Erich Leinsdorf in der Berliner Philharmonie, Haydns Schöpfung unter Igor Markevitch in Monte Carlo, Beethovens Neunte in der Hamburger Musikhalle, Geoffredo Petrassis Orationes Christi unter Massimo Freccia in Berlin; auch Liederabende gab sie u.a. in Hamburg, Hannover und Oslo mit Liedern von Richard Wagner, Richard Strauss, Franz Liszt, Heitor Villa-Lobos, Silvestre Revueltas, Aaron Copland und Samuel Barber.

Die 1970er und 80er Jahre verliefen weiterhin höchst erfolgreich für Arlene Saunders: An der Hamburgischen Staatsoper folgten weitere Rollendebüts als Marschallin im Rosenkavalier, als Gräfin in Capriccio, und als Chrysothemis in Elektra. An der Opéra de Paris debütierte sie in einer Tosca-Neuinszenierung (mit Placido Domingo und Gabriel Bacquier als Partner unter der Leitung von Charles Mackerras), sang die Sieglinde in einer Neuinszenierung der Walküre in der Regie von Peter Stein, in späteren Spielzeiten dort auch die Chrysothemis / Elektra und die Marschallin. Eine besonders beachtete Produktion war die Ballett-Inszenierung von Richard Strauss‘ Vier letzte Lieder, von Maurice Béjart choreogrphiert und mit Arlene Saunders singend und agierend inmitten der Tänzerinnen und Tänzer ins Bühnengeschehen integriert. An der Seattle Opera sang sie die Marschallin in einer Neuproduktion des Rosenkavalier, diese Partie auch in Brüssel und in Stuttgart. Am Opernhaus Köln sang sie ihre erste Senta im Fliegenden Holländer sowie eine weitere Tosca-Neuinszenierung. Als Tosca war sie ebenfalls Gast am Teatro Nacional Sao Carlos in Lissabon. In Turin wirkte sie mit in einer RAI-Rundfunkproduktion von Hindemiths Cardillac (Partie der Tochter).

An die Wiener Staatsoper kehrte sie zurück als Donna Elvira und als Elsa. Es folgten Auftritte an der New Yorker Metropolitan Opera als Eva in den Meistersingern (mit Thomas Stewart und Jean Cox), und als Elsa in einer Lohengrin –Neuproduktion in Hartford (mit Karl-Walter Böhm und Mignon Dunn). Schließlich gab sie ihr Rollendebüt als Minnie in Puccinis La Fanciulla del West an der Boston Opera. Die Minnie wurde zu einer ihrer Lieblingspartien, mit der sie auch an die New York City Opera zurückkehrte und die sie 1979 ans Teatro Colón Buenos Aires (mit Placido Domingo und Gianpiero Mastromei als Partner) und schließlich 1980 ans Londoner Royal Opera House Covent Garden führte. An der English National Opera North in Leeds gastierte sie als Senta (mit Norman Bailey als Holländer) und sang dort 1982 höchst erfolgreich ihre erste Manon Lescaut. In London sang sie die Titelpartie in Richard Strauss‘ Die Liebe der Danae in einer BBC-Rundfunkproduktion unter der Leitung von Charles Mackerras, die auf CD erschienen ist. Am Grand Théatre de Genève sang sie zur Saisoneröffnung 1980-81 die Elsa im „ Lohengrin  und die Marschallin im „ Rosenkavalier. Weitere Rollendebüts gab Arlene Saunders als Nadia in der amerikanischen Erstaufführung von Michael Tippets The Ice Break in Boston, als Santuzza in Cavalleria rusticana in Buenos Aires, als Marquise in Verdis Un Giorno di Regno beim Verdi-Festival in San Diego, und als Giulietta in Les Contes d’Hoffmann an der Hamburger Staatsoper, wo sie im Rahmen ihres Gastvertrages weiterhin die Mimi, Tosca, Senta, Chrysothemis, sowie während der Weihnachtszeit stets die Gertrud in Hänsel und Gretel sang (sie war 1972 die Premieren-Gertrud).

Arlene Saunders als Senta in Leeds © Colin Graham

Arlene Saunders als Senta in Leeds © Colin Graham

Es folgten weitere interessante Engagements beim Maggio Musicale Fiorentino, Florenz, als Tannhäuser – Elisabeth (mit Wolfgang Neumann, Hermann Prey und Brenda Roberts in den anderen Hauptpartien), als Tosca am Teatro dell’Opera in Rom, als Marschallin in Neuproduktionen des Rosenkavalier in Boston, Bordeaux und Bonn sowie beim Viennese Festival in Minneapolis, und als Senta im Holländer beim Wolf Trap Festival. Ihr australisches Debüt gab sie in der Saison 1983-84 an der Oper in Sydney in ihrer Paraderolle, der Minnie in La Fanciulla del West, der Rundfunkmitschnitt dieser Premiere ist auf CD erschienen. Ihren Abschied von der internationalen Opernbühne nahm sie 1985 als Marschallin in einer Neuinszenierung des Rosenkavalier am Teatro Colón in Buenos Aires, um sich ins Privatleben zurückzuziehen, sich ihren zahlreichen Hobbies zu widmen – unter anderem der Aquarell-Malerei -, und von Hamburg nach New York umzuziehen. Dort lebte sie mit ihrem Ehemann, dem Psychologen Dr. Raymond Raskin bis zu dessen Tod 2017 in einer schönen großen Wohnung mit Blick auf den East River. Am 17. April starb Arlene Saunders, 89jährig, in einer New Yorker Seniorenresidenz. Als unvergleichliche Interpretin insbesondere von Strauss-, Wagner- und Puccini-Partien wird sie uns unvergesslich bleiben.

—| IOCO Portrait |—

 

Schwarzenberg, Schubertiade, Spielplan 29. – 31.August 2016

August 29, 2016 by  
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Schubertiade-Logo2016

Schubertiade

Konzerthinweise zu den Veranstaltungen der SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG vom 23. – 25. August:

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Montag, 29. August

14.00, Angelika-Kauffmann-Museum, „Musiksalon“ (veranstaltet vom Angelika-Kauffmann-Museum)
Helmut Deutsch im Gespräch mit Jürgen Thaler
Karten (nur mit Reservierung) sind erhältlich im Angelika-Kauffmann-Museum, Tel. 05512/3570

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Minetti Quartett
Jörg Widmann Klarinette
„Das Minetti Quartett ist eine musikalische Sensation aus Österreich“ schrieb der Berliner Tagesspiegel bereits 2009. Seither präsentierte sich das Ensemble u.a. als „Rising Star“ auf den Bühnen der bedeutendsten europäischen Konzerthäuser und unternahm weltweite Tourneen. Dem jungen Ensemble als Solist zur Seite steht Jörg Widmann, einer der erfolgreichsten Klarinettisten und Komponisten von heute. Auf dem Programm: die beiden Klarinettenquintette von Mozart und Brahms.
(Ausverkauft)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Sophie Karthäuser Sopran
Christoph Prégardien Tenor
Julian Prégardien Tenor
Michael Gees Klavier
Ein besonders facettenreiches Programm erwartet die Besucher des heutigen Liederabends in Schwarzenberg: Begleitet von Michael Gees am Klavier singen Sophie Karthäuser sowie Christoph und Julian Prégardien Lieder von Franz Schubert – solo, in verteilten Rollen oder zusammen im Terzett. Die zweite Konzerthälfte steht unter dem Motto „Die drei Sänger“, ein Lied-Fragment von Schubert, dessen Geschichte die Interpreten mit einer geschickten Liedauswahl nacherzählen.
(Karten erhältlich)


Dienstag, 30. August

14.00, Angelika-Kauffmann-Museum, „Musiksalon“ (veranstaltet vom Angelika-Kauffmann-Museum)
Julian Prégardien im Gespräch mit Jürgen Thaler
Karten (nur mit Reservierung) sind erhältlich im Angelika-Kauffmann-Museum, Tel. 05512/3570

16.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Klavierabend
Francesco Piemontesi
Kultiviert, technisch überlegen und musikalisch feinsinnig: die internationale Presse schwärmt vom Spiel des Schweizer Pianisten Francesco Piemontesi. Mehrfach wurde er bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und 2009 zum „BBC New Generation Artist“ ernannt. Nach seinem erfolgreichen Schubertiade-Debut 2012 präsentiert er sich heute dem Schwarzenberger Publikum mit zwei der drei letzten Schubert-Sonaten: jener in c-Moll (D 958) und jener in A-Dur (D 959).
(Karten erhältlich)

20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Liederabend
Adrianne Pieczonka Sopran
Wolfram Rieger Klavier
Schuberts „Winterreise“ ist der Sopranistin Adrianne Pieczonka eine ganz besondere Herzensangelegenheit und nach Jahren der intensiven Beschäftigung mit diesem Zyklus wird sie ihn nun erstmals öffentlich singen. Die Kanadierin, die 2014 ihr umjubeltes Schubertiade-Debüt hatte, begann ihre Karriere in Wien an der Volksoper und der Staatsoper und zählt heute zu den angesehensten Sängerinnen ihres Fachs mit regelmäßigen Auftritten an der New Yorker Metropolitan Opera oder bei den Salzburger Festspielen.
(Karten erhältlich)


Mittwoch, 31. August

11.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Kammerkonzert
Cuarteto Casals
Sharon Kam Klarinette
Sibylle Mahni Horn
David Tomás Realp Fagott
Alois Posch Kontrabaß
Zum Abschluss der Schubertiade Schwarzenberg 2016 kommt eines der beliebtesten Werke des Komponisten zur Aufführung: das Oktett für Streicher und Bläser. Für das heutige Konzert hat sich mit dem spanischen Cuarteto Casals, das seit Jahren erfolgreich bei der Schubertiade gastiert, Sharon Kam, Sibylle Mahni, David Tomás Realp und Alois Posch eine ganz neue Besetzung zusammengefunden, die eine fulminante Darbietung verspricht. Zuvor auf dem Programm: Beethovens Streichquartett in B-Dur, op. 18/6.
(Karten erhältlich)


24. – 30. August, Schubertiade-Quartier Hohenems: Museen und Baudenkmale

Franz-Schubert-Museum Marktstraße 1
Schubertiade-Museum Marktstraße 15
Legge-Museum Marktstraße 5
Elisabeth-Schwarzkopf-Museum Schweizer Straße 1, Villa Rosenthal
Nibelungen-Museum Marktstraße 6
Schuhmacher-Museum Marktstraße 15

Franz Schubert, große Interpretinnen und Interpreten aus dem Bereich der Klassischen Musik und die bedeutende Kulturgeschichte von Hohenems sind die thematischen Schwerpunkte in 40 Räumen von sechs historisch interessan-ten Gebäuden. Der Rundgang führt an weiteren, mit der Geschichte der Schubertiade verbundenen Bauwerken vorbei: Im Palast Hohenems begann vor 40 Jahren am 8. Mai 1976 die erste Schubertiade und in der Pfarrkirche St. Karl eröffneten die Wiener Philharmoniker mit Karl Böhm die zweite Schubertiade. Damit verbunden war eine Ausstellung über deren Cellisten Josef Sulzer (1850-1926) – die erste Ausstellung in jener Villa, die heute das Jüdische Museum beherbergt. Am Geburtshaus von Josef Sulzers Vater Salomon Sulzer, der als junger Kantor in Wien Schubert einen Kompositionsauftrag erteilt hatte und als bedeutender Schubert-Sänger galt, wurde als Auftakt zur ersten Hohenems, Aquarell von Caspar Obach, 1845 Schubertiade durch Hermann Prey eine Gedenktafel enthüllt.

 
Vorschau SCHUBERTIADE HOHENEMS im September 2016, Markus-Sittikus-Saal

Sa 3. 9. 16.00 Kammerkonzert A. Pilsan, T. Feldmann, G. Kovalev, K. Soltani, U. Martínez Botana
Sa 3. 9. 20.00 Liederabend Piotr Beczala, Helmut Deutsch
So 4. 9. 16.00 Kammerkonzert Baiba Skride, Lise Berthaud, Harriet Krijgh, Lauma Skride
So 4. 9. 20.00 Liederabend Annette Dasch, Michaela Schuster, Pavol Breslik, Michael Nagy, Gerold Huber
Mo 5. 9. 16.00 Liederabend Sophie Rennert, Benjamin Appl, Graham Johnson
Mo 5. 9. 20.00 Liederabend Andreas Scholl, Edin Karamazov
Di 6. 9. 16.00 Kammerkonzert Szymanowski Quartett
Di 6. 9. 20.00 Liederabend Pavol Breslik, Amir Katz
Mi 7. 9. 16.00 Klavierabend Yaara Tal und Andreas Groethuysen
Mi 7. 9. 20.00 Liederabend Magdalena Kožená, Malcolm Martineau
So 25.9. 11.00 Klaviermatinee Dejan Lazic

Öffnungszeiten  : 24. – 30. August: täglich von 10.30 – 17 Uhr

Informationen / Karten :  Schubertiade Schwarzenberg
Tel.: +43/(0)5512/4701
Tel.: +43/(0)5576/72091
Fax +43/(0)5576/75450
e-mail: info@schubertiade.at
www.schubertiade.at

Öffnungszeiten des Kartenbüros in Schwarzenberg:
22. – 31. August: 9.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 20.00 Uhr
Angelika-Kauffmann-Saal, Untergeschoß

Pressemeldung Schubertiade

München, Bayerische Staatsoper München, FESTSPIEL-LIEDERABEND MICHAEL VOLLE, 21.07.2014

Juli 21, 2014 by  
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Bayrische Staatsoper.jpg

Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Michael Volle übernimmt  für René Pape

Leider muss René Pape wegen Erkrankung sämtliche Verpflichtungen bis Ende Juli absagen; damit auch den Festspiel-Liederabend am 21. Juli 2014.

Michael Volle hat sich freundlicherweise bereit erklärt, den Liederabend zu übernehmen und Franz Schuberts Winterreise zu singen. Am Klavier begleitet ihn Helmut Deutsch.

Bereits gekaufte Karten für diesen Liederabend behalten trotz Programmänderung ihre Gültigkeit. Sollten Sie den Liederabend mit Michael Volle nicht besuchen wollen, bitten wir Sie, Ihre Karten unter Angabe Ihrer Bankverbindung bis spätestens bis 17. Juli 2014 an uns zurückzuschicken.

Mo 21.07.2014, 20 Uhr, Prinzregententheater

Bass Michael Volle
Klavier Helmut Deutsch

Michael Volle erhielt seine musikalische Ausbildung u.a. bei Josef Metternich und Rudolf Piernay. Es folgten Engagements in Mannheim, Bonn und an der Deutschen Oper am Rhein. Von 1999 bis 2007 war er Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich. Gastengagements führten ihn u.a. an die Opernhäuser von New York, London, Berlin, Wien, Paris, Mailand sowie zu den Festspielen von Salzburg, Bayreuth und Baden-Baden. Von 2007 bis 2011 war er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper, wo er u.a. Alfonso (Così fan tutte), Sharpless (Madama Butterfly), Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser) und Amfortas (Parsifal) sowie die Titelpartien in Wozzeck und Eugen Onegin sang. Zu seinem Repertoire gehören außerdem Partien wie Mandryka (Arabella), Scarpia (Tosca) und Wotan (Der Ring des Nibelungen). Partien hier 2013/14: Titelpartie in Guillaume Tell.

Helmut Deutsch wurde in Wien geboren und studierte an der dortigen Musikhochschule Klavier und Komposition sowie Musikwissenschaft an der Universität Wien. Sein Spezialgebiet liegt in den Bereichen Kammermusik und Liedbegleitung. 1967 erhielt er den Kompositionspreis seiner Heimatstadt. Von 1967 bis 1979 unterrichtete er an der Musikhochschule Wien. Heute ist er Professor für Liedgestaltung an der Hochschule in München. Außerdem gibt er Interpretationskurse in Europa und Japan. Im Laufe seiner Karrierer begleitete er u.a. Irmgard Seefried, Diana Damrau, Brigitte Fassbaender, Anne Sophie von Otter, Dietrich Henschel, Jonas Kaufmann, Thomas Quasthoff und Hermann Prey. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in alle Teile der Welt, und er ist ständiger Gast der wichtigsten Musikzentren und Festivals.

—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

Bonn, Theater Bonn, Was Wagner nicht zu wähnen wagte, 01.12.2012

November 28, 2012 by  
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Theater Bonn

Was Wagner nicht zu wähnen wagte …

Eine Veranstaltung des Richard Wagner Verbands Bonn/Siegburg e. V. mit Andreas Etienne und Michael Müller aus dem Haus der Springmaus in Kooperation mit THEATER BONN

2013 jährt sich Richard Wagners Geburtstag zum 200. Mal. Am THEATER BONN wird das Wagner-Jahr bereits am 1. Dezember 2012 eingeläutet – mit einem musikalisch-satirischen Abend von Andreas Etienne, Michael Müller und Christoph Scheeben.
Richard Wagner, Titan des romantischen deutschen Musiktheaters hat nicht nur ein grandioses musikalisches Werk hinterlassen, seine Opern haben auch  Humoristen zu unzähligen wunderschönen Geschichten inspiriert, so auch Andreas Etienne, Michael Müller und Christoph Scheeben. Hier trifft Kabarett unmittelbar auf  höchste Musikalität, schließlich hat Christoph Scheeben selbst schon Wagner-Partien gesungen.
Ingeborg Greiner, Andrea Trauboth und Rainer Zaun sind nicht nur brillante Wagnerinterpreten, sie zeigen auch ihr komisches Talent, und streifen, begleitet vom exzellenten Pianisten Stewart Emerson durch die Welt der Wagner-Opern, von denen Sie natürlich einiges zu hören bekommen, mischen sich unter typisches Wagner-Premierenpublikum, auch unter solche, die kaum wissen, um was es eigentlich geht.
Wollten Sie nicht einmal Wagnersänger werden? An diesem Abend erfahren Sie, wie das geht. Und große Wagnerinterpreten wie Hermann Prey, Rene Kollo oder Bernd Weikl werden für Sie wieder präsent…
Live erleben Sie einen berühmten Wagnerinterpreten. Siegmund Nimsgern, gefeierter Wotan der Bayreuther Festspiele und Ehrenmitglied des Richard Wagner Verbandes Bonn/Siegburg e.V., schwelgt in Anekdoten aus seiner Zeit auf dem „Grünen Hügel“.
Hören Sie an diesem Abend WAS WAGNER NICHT ZU WÄHNEN WAGTE!

Mit: Ingeborg Greiner, Andreas Etienne, Michael Müller, Siegmund Nimsgern, Christoph Scheeben, Andrea Trauboth, Rainer Zaun.

Samstag, 1. Dezember 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus Bonn

—| Pressemeldung Theater Bonn |—

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