Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, GÖTTERDÄMMERUNG – Richard Wagner, 28.09.2019

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

GÖTTERDÄMMERUNG – Richard Wagner (1813-1883)
Dritter Tag des Bühnenfestspiels  Der Ring des Nibelungen

Premiere: 28. September 2019 17 Uhr,  weitere Vorstellungen Oktober 2019: Do 03., So 13., So 20., So 27., Do 31.10.2019

Es ist der wohl hinterhältigste und zugleich bekannteste Mord der Deutschen Heldensagen, wenn Hagen Siegfried an seiner einzigen verwundbaren Stelle tödlich trifft. Dass hier die Nachkommen der beiden Widersacher Alberich und Wotan zum Showdown zusammen-treffen, weiß aber nur, wer Richard Wagners Tetralogie kennt, die mit der Götterdämmerung  ihr dramatisches Ende findet:

Richard Wagner - Monumental - im Berliner Tiergarten © IOCO / Rainer Maass

Richard Wagner – Monumental – im Berliner Tiergarten © IOCO / Rainer Maass

Der Liebes-Fluch des Nibelungen Alberich blieb nicht ohne Einfluss auf seinen Sohn Hagen, der sich als Intrigant erster Güte erweist: Er entzweit trickreich das Liebespaar Brünnhilde und Siegfried, sorgt mittels eines Spezialtranks für folgenschwere Vergesslichkeit und legitimiert durch Verdrehung der Tatsachen den Mord an Wotans Hoffnungsträger. Den Ring gewinnt er dadurch allerdings auch nicht zurück, denn nun nimmt Brünnhilde, nachdem sie sich von ihrem ersten Entsetzen erholt hat, kompromisslos die Dinge in die Hand: Sie lässt die alte Welt in Flammen aufgehen und sorgt dafür, dass der Ring endlich wieder in den Besitz der Rheintöchter kommt.

 Oldenburgisches Staatstheater – Ring-Zyklen 2020 – Siehe unten

Regisseur Paul Esterhazy und Kostüm- und Bühnenbildner Mathis Neidhardt erzählen die große Geschichte vom Niedergang einer Welt im Mikrokosmos einer in sich geschlossenen Gesellschaft, wodurch – ganz im Sinne Wagners – die menschlichen Abgründe besonders schonungslos zutage treten. Unter der Leitung von GMD Hendrik Vestmann stehen wieder

Nancy Weißbach als Brünnhilde und Zoltán Nyári als Siegfried auf der (Dreh-)Bühne, und auch in den anderen Partien begegnet das Oldenburger Publikum vertrautem ‚Ring‘-Personal – in neuer Gestalt.

Besetzung: Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann/ Vito Cristofaro; Inszenierung: Paul Esterhazy; Ausstattung: Mathis Neidhardt; Licht: Ernst Engel; Dramaturgie: Stephanie Twiehaus

Besetzung:  Aile Asszonyi, Martha Eason, Melanie Lang, Ann-Beth Solvang, Maiju Vaahtoluoto, Nian Wang, Nancy Weißbach; Randall Jakobsh, Michael Kupfer-Radecky/ Kihun Yoon, Leonardo Lee, Zoltán Nyári

Opernchor und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester


 Oldenburgisches Staatstheater – Ring-Zyklen 2020

Ring-Zyklus I im Juni/Juli 2020
26.06.2020 – Das Rheingold
28.06.2020 – Die Walküre
01.07.2020 – Siegfried
04.07.2020 – Götterdämmerung

Ring-Zyklus II im September 2020
18.09.2020 – Das Rheingold
20.09.2020 – Die Walküre
23.09.2020 – Siegfried
26.09.2020 – Götterdämmerung

Ring-Zyklus III im Oktober 2020
02.10.2020 – Das Rheingold
04.10.2020 – Die Walküre
07.10.2020 – Siegfried
10.10.2020 – Götterdämmerung

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, LA CLEMENZA DI TITO – W. A. Mozart, 04.05.2019

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Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

LA CLEMENZA DI TITO – Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto Caterino Mazzolà, nach Pietro Metastasio

Premiere: Samstag, 04. Mai 2019 19.30 Uhr  weitere Vorstellungen: Mi 08. Mai, Di 21. Mai, So 26. Mai (18 Uhr), Sa 08. Juni, Mi 19. Juni, Sa 06. Juli 2019 (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)

Als ehrgeiziger Machtmensch hat sich Tito Vespasiano strategisch und rücksichtslos den Weg zum Thron gebahnt. Als Kaiser lenkt er nun die Geschicke des Staates mit Souveränität und Menschlichkeit. Als sich jedoch nach einem erfolgreich niedergeschlagenen Volksaufstand ausgerechnet sein Freund Sesto als dessen Hauptschuldiger entpuppt, geraten die moralischen Pflichten des Herrschers und seine persönlichen Gefühle in einen nahezu unlösbaren Konflikt.

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Als Auftragswerk zur Krönung Leopolds II. zum König von Böhmen entstanden, sollte Mozarts letzte Oper La clemenza di Tito das Idealbild eines Herrschers auf die Bühne bringen. Zwar kehrt der Komponist hierbei nach seinen revolutionär modernen Da-Ponte-Opern zur vergleichsweise alten Form der Opera seria zurück, doch füllt er diese nicht zuletzt durch eine überaus vielschichte Zeichnung der Charaktere mit neuen Inhalten. So erscheint Tito hier nicht mehr – wie in den zahlreichen vorangegangenen Vertonungen des beliebten Librettos von Pietro Metastasio – als typenhaft idealisierter Herrscher, sondern als Mensch, der mit all seinen inneren Schwächen um ein moralisch einwandfreies Verhalten ringt. Ihm gegenüber steht Sesto, der sich aus Liebe zu Vitella für deren Rachepläne instrumentalisieren lässt, trotz heftigster Skrupel den Verrat am besten Freund begeht und am Ende doch zutiefst bereut. Und auch Vitellias durch und durch niederträchtiges Verhalten ist glaubwürdig motiviert, fühlt sie sich durch Titos Zurückweisung doch als Frau zutiefst verletzt und gleichzeitig dazu getrieben, ihre ehrgeizigen Pläne noch rücksichtsloser zu verfolgen. Am Ende stehen Reue und Vergebung und mit ihnen die überaus aktuelle Frage, was wahrhaft menschliches Verhalten wirklich ausmacht.

Nach seiner erfolgreichen Inszenierung von Händels Agrippina wendet sich Laurence Dale mit La clemenza di Tito einem weiteren spannenden Kapitel der römischen Antike zu.

Musikalische Leitung: GMD Hendrik Vestmann; Regie: Laurence Dale; Bühne: Matthias Kronfuss; Kostüme: Gabriella Ingram; Choreinstudierung: Markus Popp

Mit: Erica Back, Martyna Cymerman, Ann-Beth Solvang, Narine Yeghiyan; Philipp Kapeller, Ill-Hoon Choung, Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Maria – Oper von Roman Statkowski, 17.03.2018

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Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

MARIA von Roman Statkowski (1859 – 1925)

Deutsche Erstaufführung,  Libretto vom Komponisten nach einem Gedicht von Antoni Malczewski, in polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: Samstag, 17. März 2018, um 19.30 Uhr, die nächste Vorstellung: Fr, 23. März
Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn

17. Jahrhundert, im Gebiet der heutigen Ukraine. Um seine Macht zu vergrößern, hat der Woiwode seinem Sohn Waclaw die polnische Königstochter zur Frau bestimmt. Dieser aber hat gegen den Willen seines Vaters bereits seine große Liebe Maria geheiratet. Skrupellos zerstört der Vater die Verbindung: Er lockt seinen eigenen Sohn in einen gerade schwelenden kriegerischen Konflikt und lässt unterdessen Maria ermorden. Als Wac?aw bei seiner Rückkehr die Tote findet, schwört er Rache …

Auf Basis von Antoni Malczewskis gleichnamigem Epos, einem Höhepunkt der frühen romantischen Dichtung Polens, erschafft Roman Statkowski im Jahre 1903 ein musikdramatisches Werk von größter Ausdrucksstärke. Unverkennbar ist dabei sein Anknüpfen an die Werke der großen russischen Musikdramatiker Tschaikowsky, Rimski-Korsakow und Rubinstein. Folkloristische Klänge, nicht zuletzt in Form schwungvoller Tänze und Chöre sowie Anklänge an orthodoxe Kirchenmusik geben dem Werk sein typisches Lokalkolorit. Gleichzeitig aber ist auch der Einfluss Richard Wagners unüberhörbar. Nicht allein die Tatsache, dass Statkowski in seinem Libretto den Vatermord des Epos durch einen Liebestod ersetzt, sondern auch seine intensive Arbeit mit Leitmotiven machen dies deutlich. Mit einer ungemein farbigen Orchestrierung und größtem sinfonischem Schwung bringt Statkowski die alte Erzählung einer nicht standesgemäßen Liebe im tödlichen Griff der Macht so packend auf die Bühne, dass man sich fragt, warum das Werk außerhalb Polens nahezu unbekannt ist.

Das Oldenburgische Staatstheater zeigt die Deutsche Erstaufführung der Oper, die 1906 in Warschau uraufgeführt wurde.

Für Regie und Bühne zeichnen mit Andrea Schwalbach und Anne Neuser zwei Künstlerinnen verantwortlich, die sich mit besonderer Vorliebe ausgefallenen Werken widmen und dem Oldenburger Publikum nicht zuletzt durch die weltweit zweite Inszenierung von Weinbergs ‚Der Idiot‘ (14/15), die Oldenburger Erstaufführung von Philip Glass‘ Gandhi-Oper ‚Satyagraha‘ (15/16) sowie die Deutsche Erstaufführung von Philippe Boesmans ‚Yvonne, Princesse de Bourgogne‘ (16/17) in bester Erinnerung sind.

Die Kostüme für das leidenschaftliche „Stück über Männer, Machtmissbrauch, falsch verstandene Loyalität, den Unwert des Menschen, Willkür, Verrat, Lüge, Hinterlist, Mord und eine Liebe, die im Diesseits nicht zu leben ist“ (A. Schwalbach) entwirft der junge Kostümbildner David Gonter.

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann; Regie: Andrea Schwalbach; Bühne: Anne Neuser; Kostüme: David Gonter; Chorleitung: Thomas Bönisch; Licht: Ernst Engel; Dramaturgie: Annabelle Köhler
Mit: Arminia Friebe, Britta Glaser; Henry Kiichli, Jason Kim, Tomasz Wija, Kihun Yoon
Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester;

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Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere DIE WALKÜRE von Richard Wagner, 09.09.2017

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Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

DIE WALKÜRE  von Richard Wagner

Erster Tag des Bühnenfestspiels ,Der Ring des Nibelungen‘

Premiere:  Samstag 09. September 2017 17 Uhr, weitere  Vorstellung: Sa 16.09., 1.10., 8.10., 22.10., 28.10.2017 Einführung eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn

Richard Wagner Haus am Canale Grande © IOCO

Richard Wagner Haus am Canale Grande © IOCO

Die spannende Familiensaga um Macht und Liebe geht weiter: Nachdem Fafner sich mit dem Nibelungenschatz auf und davon gemacht hat, sinnt Wotan über Mittel und Wege, den mächtigen Ring wieder in seinen Besitz zu bekommen. Teil des Plans sind seine Zwillinge Siegmund und Sieglinde, die mittlerweile erwachsen, aber seit Langem voneinander getrennt sind. Im Hause von Sieglindes Ehemann Hunding begegnen sie sich wieder und verlieben sich – einander zunächst nicht erkennend – ineinander. Mit dem Schwert Notung, das Siegmund aus dem Eschenstamm zieht, soll er Hunding töten und Fafner den Ring entwenden. Doch Fricka – auf eheliche Moral pochend – zwingt Wotan, dafür zu sorgen, dass im Zweikampf nicht Hunding, sondern Siegmund unterliegt. Schweren Herzens bittet Wotan seine Lieblingstochter Brünnhilde um Erfüllung dieses Auftrags. Als die Walküre jedoch Siegmund im Kampf beisteht, sieht sich Wotan gezwungen, den Sohn selbst zu Fall zu bringen, indem er dessen Schwert zerschlägt. Brünnhilde wird für ihren Ungehorsam von Wotan eine schwere Strafe auferlegt: An einem Feuerplatz soll sie so lange schlafen, bis ein freier Held sie erlöst.

Mit der ‚Walküre‘ setzt Paul Esterhazy seine Inszenierung von Wagners Ring-Vierteiler fort, in der die allzu menschliche Handlung in ihrer Dramatik auf eine fast filmische Art gezeigt wird: Die Drehbühne ermöglicht schnelle Szenenwechsel mit immer neuen Räumlichkeiten. Während Fricka und vor allem die acht Walküren, die sich zu ihrem legendären Ritt sammeln, mit Ensemblemitgliedern besetzt sind, gastieren in den großen Partien international bekannte Wagnersängerinnen und -sänger, von denen viele in Oldenburg ihr Rollendebüt geben.

Regie: Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann; Inszenierung: Paul Esterhazy; Bühne und Kostüme: Mathis Neidhardt; Dramaturgie: Stephanie Twiehaus
Mit: Zdravka Ambric, Martyna Cymerman, Marija Jokovic, Annekatrin Kupke, Melanie Lang, Sooyeon Lee, Hagar Sharvit, Yulia Sokolik, Nadja Stefanoff, Sarah Tuttle, Nancy Weißbach; Michael Kupfer-Radecky/ Renatus Mészár, Zoltan Nyári, Pavel Shmulevich Oldenburgisches Staatsorchester,   PM Oldenburgisches Staatstheater

„Lachen, weinen und verstehen!“ — ‚Die Walküre‘
Gastspiel So 03.09.2017 | 18 Uhr | Großes Haus

Eine Woche vor der ‚Walküre‘-Premiere haben Eingeweihte und Einsteiger die Chance, die komplexe Handlung und die meisterhafte Musik dieses Wagner-Werkes auf unterhaltsame Weise zu ergründen:
Der Pianist, Dirigent und Musikwissenschaftler Richard Vardigans genießt mit seiner improvisationsfreudigen Virtuosität und seinem kenntnisreichen Entertainment vielerorts längst Kultstatus: „Eine packende One-Man-Show mit original britischem Humor“, lobte u. a. die Dresdner Presse.

Premiere:  Samstag 09. September 2017 17 Uhr, weitere  Vorstellung: Sa 16.09., 1.10., 8.10., 22.10., 28.10., 19.11.2017; Einführung eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn

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