Zürich, Opernhaus Zürich, 2019/20 – 9 Opernpremieren: Iphigénie, Makropulos, Belshazzar …, IOCO Aktuell, 15.08.2019

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich / Aussenansicht © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich / Aussenansicht © Dominic Büttner

2019/20 : Operhaus Zürich – 9 Oper-, 3 Ballettpremieren, 17 WA

– IOCO stellt vor –

Das Opernhaus Zürich, früher Stadttheater Zürich, liegt im Zentrum von Zürich, am Sechseläutenplatz. Auf 1.100 Plätzen bietet es ein reiches kulturelles Angebot. 2017/18 besuchten 247.000 Besucher 327 Vorstellungen. Die Auslastungen auf der Hauptbühne der Spielzeit 2017/18  betrugen: Gesamtauslastung: 90.0% (Vorjahr: 85.1%), Auslastung Sparte Oper 88.3% (Vorjahr: 84.7%), Auslastung  Sparte  Ballett Zürich  98.0% (Vorjahr: 89.8%).

Der Spielplan für die Saison 2019/2020 enthält 350 Vorstellungen: Neun Opern-premieren und drei Premieren des Balletts Zürich auf der Hauptbühne sowie siebzehn Wiederaufnahmen des Opernrepertoires und fünf des Balletts bilden das Rückgrat des Hauses. Eine Neuproduktion des Internationalen Opernstudios am Theater Winterthur und eine Neuproduktion aus der Serie Junge Choreografen auf der Studiobühne, neun Konzerte der Philharmonia Zürich und des Spezialensembles Orchestra La Scintilla, sieben Liederabende mit Starsolisten, ein Opernball, der sich zum 20. Mal jährt sowie zahlreiche Angebote für Kinder, junge Erwachsene und Familien sind Teil eines Spielplans. Den Anfang der Saison 2019/20 macht ein grosses Eröffnungsfest und den Abschluss traditionell die Live-Übertragung oper für alle.

Operhaus Zürich / Zuschauerraum © Dominic Büttner

Operhaus Zürich / Zuschauerraum © Dominic Büttner

 PREMIEREN  OPER

Seit über dreissig Jahren ist Cecilia Bartoli dem Opernhaus verbunden. In der Saison 2019/20 steht eine Neuproduktion mit der Ausnahmekünstlerin auf dem Programm. Die Inszenierung von Christoph Willibald Glucks Iphigénie en Tauride liegt in den Händen des Hausherrn Andreas Homoki. Die erste gemeinsame Arbeit der beiden wird von Gianluca Capuano am Pult der Philharmonia Zürich begleitet. Das Opernhaus Zürich hat dem jungen Schweizer Komponisten Stefan Wirth einen Kompositions-auftrag erteilt und kann ab Mai 2020 Girl with a Pearl Earring dem Publikum vorstellen. Die Handlung dieser Uraufführung kreist um die Entstehung eines Gemäldes von Jan Vermeer und basiert auf dem Bestseller von Tracey Chevalier, der mit Scarlett Johansson und Colin Firth verfilmt wurde.

Opernaus Zürich / Hänsel und Gretel - 2019 wieder auf dem Spielplan © Tanja Dorendorf

Opernaus Zürich / Hänsel und Gretel – 2019 wieder auf dem Spielplan © Tanja Dorendorf

Die hochkarätige Besetzung bringt ein Wiedersehen mit Thomas Hampson als Malerikone. Felicity Palmer, Laura Aikin und die junge Amerikanerin Lauren Snouffer stehen eben-falls für den hohen Anspruch dieses Projektes. Die Eröffnungspremiere der Saison widmet sich einer 337 Jahre alten Femme fatale. In Die Sache Makropulos von Leoš Janácek, wird Evelyn Herlitzius zum ersten Mal in einer Neuproduktion am Opernhaus Zürich zu erleben sein. Dmitri Tcherniakov konnte für die Inszenierung gewonnen werden. Eines der populärsten Werke des Operetten-Repertoires ist Emmerich Kálmáns Csárdásfürstin. In Zürich unternehmen Annette Dasch und Pavol Breslik einen Ausflug in diese Form des Musiktheaters. Der musikalische Leiter des Abends ist der operettenerfahrene GMD und Intendant der Oper Leipzig Ulf Schirmer. Die Regie übernimmt Jan Philipp Gloger. Das weithin vergessene Genre Operette erlebt zurzeit eine Renaissance und hat auch in Zürich seit der Intendanz von Andreas Homoki ein Zuhause gefunden.

Opernhaus Zürich / Intendant Andreas Homoki © Frank Blaser

Opernhaus Zürich / Intendant Andreas Homoki © Frank Blaser

Fabio Luisi, Piotr Beczala und Camilla Nylund werden im Rahmen einer Operettengala Arien und Duette von Lehár, Kálmán, Stolz und Strauss im Juni 2020 zu Gehör bringen. Eine Mischung aus Wiener Operettenheiterkeit und melancholischer Abschiedsstimmung ist die letzte gemeinsame Arbeit von Richard Strauss und seinem Librettisten Hugo von Hofmannsthal Arabella. Julia Kleiter, Julie Fuchs und Josef Wagner debütieren als Arabella, Zdenka und Mandryka. Die Inszenierung der Liebes- / Gesellschaftskomödie besorgt Robert Carsen. Um die raffinierten Orchesterklänge und schwungvollen Wiener Walzer kümmert sich der GMD des Hauses Fabio Luisi persönlich. Die Abschlussproduktion der kommenden Saison ist gleichzeitig die erste gemeinsame Zürcher Arbeit von Fabio Luisi mit dem Regisseur Calixto Bieito. Verdis selten gespielte Oper I vespri siciliani wird im Rahmen der Festspiele Zürich im Juni 2020 Premiere feiern. Maria Agresta und Quinn Kelsey, der sein Rollendebüt begeht, singen die Hauptpartien dieser tragischen Liebesgeschichte im Milieu sizilianischer Widerstandskämpfer.

Nabucco – 2019/20 wieder auf dem Spielplan
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Ein Wiedersehen mit Christof Loy gibt es bei der Neuinszenierung von Donizettis Don Pasquale. In der Titelpartie wird Johannes Martin Kränzle wieder in Zürich zu sehen sein. Julie Fuchs gibt die gewiefte junge Witwe Norina und Edgardo Rocha den Neffen des alten Herrn. Enrique Mazzola kümmert sich um die musikalische Seite dieses Meisterwerks der komischen Oper. Sebastian Baumgarten wird Händels Oratorium Belshazzar mit Jakub Józef Orlinski, der mit seinem Rollendebüt auch zum ersten Mal am Opernhaus Zürich arbeitet, und Layla Claire in Szene setzen. Der Händel-Experte Laurence Cummings steht dafür am Pult des Orchestra La Scintilla.

Für das Opernhaus Zürich ist die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an das Musiktheater und das Ballett ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Im November 2019 wird Coraline von Marc-Anthony Turnage als Familienoper ihren Weg auf die Zürcher Bühne finden. Die Geschichte um ein Mädchen, das in zwei Welten lebt wurde bereits erfolgreich verfilmt. Mit Joseph Haydns Il mondo della luna präsentieren sich im April 2020 die jungen Nachwuchssänger des Internationalen Opernstudios unter der Regie des jungen Japaners Tomo Sugao am Theater Winterthur.

WIEDERAUFNAHMEN – OPER

Weitere Höhepunkte am Opernhaus Zürich sind auch die zahlreichen Wiederaufnahmen mit herausragenden Besetzungen. Ans Opernhaus Zürich kehren zurück: Juan Diego Flórez, der als Rodolfo sein Rollendebüt in La bohème geben wird. Cecilia Bartoli und Javier Camarena, die wieder gemeinsam in La cenerentola auf der Zürcher Bühne stehen. Ein weiteres Rollendebüt wird Benjamin Bruns als Max im Freischütz feiern. Piotr Beczala, der im vergangenen Sommer sehr erfolgreich in der Bayreuther Neuproduktion den Lohengrin kurzfristig übernahm, wird im Juni 2020 in der Zürcher Inszenierung gemeinsam mit Elza van den Heever zu sehen sein. Christian Gerhaher und Gun-Brit Barkmin sind im Wozzeck das tragische Paar. Saimir Pirgu ist Faust, Anita Hartig Marguerite und Ildebrando d`Arcangelo Méphistophélès in Gounods Vertonung von Goethes Menschheitsdrama. Luca Pisaroni und Jane Archibald werden in «Don Giovanni» wieder zu Gast sein. Ein weiteres Epochalwerk des Opernrepertoires wird von Catherine Naglestad (Abigaille), Dalibor Jenis (Nabucco) und Vitalij Kowaljow (Zaccaria) bestritten. Plácido Domingo erfüllt sich einen Wunsch und singt für seine Zürcher Fans in einer einmaligen Galavorstellung von Verdis Nabucco die Titelpartie. Zum ersten Mal am Opernhaus Zürich zu Gast sind Andreas Schager als Florestan und Wolfgang Koch als Don Pizzaro. Sie werden zusammen mit Anja Kampe in Fidelio zu erleben sein. Kwang-chul Youn gibt den Heinrich in Wagners Lohengrin  und Jacquelyn Wagner die Agathe im Freischütz. Kristina Mkhitaryan und Liparit Avetisyan begehen als Violetta Valéry und Alfredo Germont ihr Hausdebüt. Am Pult der Philharmonia Zürich, werden bekannte und neue Gesichter zu sehen sein. Der GMD Fabio Luisi widmet sich in der kommenden Saison dem Verdi-Repertoire und dirigiert sein Orchester bei den Wiederaufnahmen von Nabucco und La traviata. Für Wagners Lohengrin konn-te abermals Simone Young gewonnen werden. Ebenfalls im deutschen Repertoire zu Hause ist Axel Kober, der Webers Freischütz interpretieren wird. In den Händen von Markus Poschner liegt Beethovens Fidelio. Für Alban Bergs Wozzeck wird Hartmut Haenchen zum ersten Mal im Zürcher Graben stehen. Ebenfalls zum ersten Mal am Opernhaus Zürich ist Ryan Mc Adams mit Gounods Faust. Um Mozarts Don Giovanni kümmert sich Riccardo Minasi und um Puccinis La bohème Marco Armiliato. Für Rossinis La cenerentola zeichnet Gianluca Capuano verantwortlich. Für die Erfolgsinszenierung des regierungskritischen russischen Regisseurs Kirill Serebrennikov Così fan tutte steht Ottavio Dantone am Pult der Philharmonia Zürich.

Cosi fan tutte – 2019/20 wieder auf dem Spielplan
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 BALLETT ZÜRICH

Die Ballettsaison 2019/20 wird, wie schon fast traditionell, mit einer Uraufführung von Ballettdirektor Christian Spuck eröffnet. Zum ersten Mal kommt Helmut Lachenmanns Musiktheater Das Mädchen mit den Schwefelhölzern nach dem todtraurigen Märchen von Hans Christian Andersen als Ballett auf die Bühne. Die Neuproduktion und zugleich auch Schweizer Erstaufführung verbindet Tanz, Bilder und Gesang mit Lachenmanns faszinierender Musik und macht selbst den Zuschauerraum des Opernhauses zum Klangraum. Mehrere Werke von William Forsythe hat das Ballett Zürich bereits auf die Bühne gebracht und feiert den amerikanischen Choreografen nun mit einem eigenen Abend. Schlicht «Forsythe» heißt die Hommage und beinhaltet drei wegweisende Werke des Erneuerers des Tanzes: The Second Detail, Approximate Sonata in der Pariser Neufassung von 2016 und «One Flat Thing, reproduced». Im Rahmen des Ballettabends Walking Mad kehrt auch Hans van Manen, mit seinem vom Nederlands Dans Theater uraufgeführten Werk «Kleines Requiem», nach Zürich zurück. Ebenfalls vom NDT uraufgeführt wurde das titelgebende Stück von Johan Inger, zum berühmten «Boléro» von Maurice Ravel tanzt das Ballett Zürich zum ersten Mal ein Werk des schwedischen Choreografen.

Einen ganzen Abend voller neuer Werke bringt die Serie Junge Choreografen, in deren Rahmen die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Zürich und des Junior Balletts die künstlerische Verantwortung für ihre eigenen Choreografien übernehmen. Wiederaufgenommen werden mit «Messa da Requiem» und «Nussknacker und Mausekönig» zwei Produktionen von Christian Spuck, der Doppelabend «Emergence» mit Choreografien von Crystal Pite und dem Choreografenduo Sol León & Paul Lightfoot, das Ballett Faust von Edward Clug sowie der Abend des Junior Balletts mit «Kreationen» von Filipe Portugal, Louis Stiens und Goyo Montero.

Hänsel und Gretel – 2019/20 wieder auf dem Spielplan
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KONZERTE, LIEDERABENDE UND EXTRAS

Die Philharmonia Zürich und das Spezialensemble Orchestra La Scintilla werden sich auch in dieser Saison außerhalb des Orchestergrabens präsentieren. Die Eröffnung der Philharmonischen Saison findet mit dem Violinisten Leonidas Kavakos unter der Leitung des Generalmusikdirektors Fabio Luisi und Werken von Beethoven und Wagner statt. Der begonnene Beethoven-Zyklus mit der italienischen Pianistin Beatrice Rana wird von Fabio Luisi mit zwei Konzerten fortgeführt. Gianandrea Noseda, der das Amt des Zürcher GMDs ab der Saison 2021/22 übernehmen wird, wird für ein Konzert mit Werken von Schubert, Tschaikowski und Mendelssohn in Zürich gastieren. Für ein Programm mit Werken von Mahler und Mozart steht Manfred Honeck am Pult der Philharmonia Zürich. Der Experte für historisch informierte Aufführungspraxis Riccardo Minasi wird sich ganz dem Orchestra La Scintilla widmen. Die Programme der vier Konzerte reichen von Haydns «Schöpfung» über Werke von Jan Dismans Zelenka und einem Konzert zum Thema Echos. Für Händels Wassermusik ist Lars Ulrik Mortensen Gast der Scintilla. In der Spielzeit 2019/20 präsentiert das Opernhaus Zürich wieder Liederabende mit Starssolisten: Angela Gheorghiu, Pretty Yende, Krassimira Stoyanova, Stéphanie D’Oustrac, Benjamin Bernheim, Christof Fischesser sowie Julia Kleiter und Michael Nagy, die gemeinsam einen Abend bestreiten.

Am 21. September 2019 veranstaltet das Opernhaus nach der Sommerpause das traditionelle Eröffnungsfest. Im ganzen Haus getanzt wird wieder beim Opernball am 14. März 2020. Die Benefizgala feiert dann ihr 20jähriges Bestehen. oper für alle auf dem Sechseläutenplatz findet am 13. Juni 2020 mit der Live-Übertragung der Mozart-Oper Don Giovanni statt

—| IOCO Aktuell Oper Zürich |—

Stuttgart, Oper Stuttgart, Cambreling Abschied – Haas und Bruckner, 08./09.07.2018

Juli 5, 2018 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Jubiläum:  425 Jahre Staatsorchester Stuttgart

7. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart mit Miranda Cuckson (Violine) und der Europäischen Erstaufführung des 2. Violinkonzerts von Georg Friedrich Haas am 08. und 09. Juli 2018 im Beethovensaal der Liederhalle

Im letzten Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Stuttgart in dieser Spielzeit am Sonntag, 08. Juli, um 11 Uhr und am Montag, 09. Juli 2018, um 19.30 Uhr im Beethovensaal der Liederhalle verabschiedet sich Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling mit Werken von Haas und Bruckner von seinem Sinfoniekonzert-Publikum.

Oper Stuttgart / Sylvain Cambreling © Marco Borggreve.

Oper Stuttgart / Sylvain Cambreling © Marco Borggreve.

 Cambreling Abschied  –   Georg Friedrich Haas und Anton Bruckner

Zum Abschluss seiner Amtszeit als Generalmusikdirektor der Oper Stuttgart setzt Sylvain Cambreling noch einmal einen starken Akzent mit seinem Einsatz für die Aufführung zeitgenössischer Musik, die eines der herausragenden Kennzeichen seiner musikalischen Arbeit ist: Das 2. Violinkonzert des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas – ein Auftragswerk der Suntory Hall Tokio, der Staatstheater Stuttgart und der Casa da Música Porto – wird mit dem Staatsorchester Stuttgart seine Europäische Erstaufführung erleben. Als Solistin gibt Miranda Cuckson (Violine) ihr Debüt beim Staatsorchester. Sie ist international nicht zuletzt als Interpretin zeitgenössischer Musik gefragt und brachte das Werk im September vergangenen Jahres in Tokio zur Uraufführung. Kombiniert wird das Haas-Konzert mit der 7. Sinfonie von Anton Bruckner, die bis heute zu dessen beliebtesten Werken zählt.

Programm  – Georg Friedrich Haas: 2. Konzert für Violine und Orchester (2017), Europäische Erstaufführung  (Auftragswerk der Suntory Hall Tokio, der Staatstheater Stuttgart und der Casa da Música Porto),  Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur (1881-83)

Einführung  – Rafael Rennicke, Dramaturg der Oper Stuttgart, jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn, sonntags im Mozartsaal, montags im Silchersaal der Liederhalle

Komponistenpodium mit Sylvain Cambreling:  Samstag, 07. Juli 2018, Zu Ehren von Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling versammeln sich komponierende Weggefährten und reflektieren über Faszination und Herausforderung von Konzert und Musiktheater.

Mit: Mark Andre, Philippe Boesmans, Georg Friedrich Haas, Toshio Hosokawa und Xaver Paul Thoma

 Samstag, 07. Juli 2018, 15.30 Uhr bis 17 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang (Eintritt frei)

Jubiläums-Filmdokumentation:

„Das Glück erfüllter Gegenwart – 425 Jahre Staatsorchester Stuttgart“

ab Juli 2018 erhältlich – Dramaturg Rafael Rennicke und Filmer Philippe Ohl haben in den vergangenen drei Spielzeiten die Geschichte und die Geschichten der 425-jährigen Staatsorchester-Historie gesammelt und erzählen sie jetzt in einer 90-minütigen Filmdokumentation, die exklusiv zum Orchesterjubiläum entstanden ist. In einer Komposition aus historischen Abbildungen, Archivaufnahmen und aktuellen Konzertmitschnitten kommen auch die Generalmusikdirektoren Dennis Russell Davies, Gabriele Ferro, Lothar Zagrosek, Manfred Honeck, Sylvain Cambreling und Cornelius Meister zu Wort, außerdem Ballettmusikdirektor James Tuggle, die Intendanten Jossi Wieler, Reid Anderson, Marc-Oliver Hendriks, Viktor Schoner und Tamas Detrich sowie Komponist Helmut Lachenmann. Erhältlich ist die Filmdokumentation im Rahmen des Sinfoniekonzerts im Foyer des Beethovensaals sowie im Theatershop in der Theaterpassage (Königstr. 1D) und bei den Opern- und Ballettvorstellungen im Opernhaus-Foyer. (DVD 14,90 EUR, Blu-Ray 19,90 EUR.)

Jubiläums-Broschüre „So klingt Vielfalt!“
Anlässlich des 425-jährigen Bestehens des Staatsorchesters Stuttgart ist die 120 Seiten umfassende Jubiläums-Broschüre „So klingt Vielfalt!“ erschienen. Konzipiert vom Konzertdramaturgen Rafael Rennicke und reich bebildert mit Fotografien des Orchestermitglieds Sebastian Klein, erzählt sie nicht nur die so wechselvolle Geschichte des Staatsorchesters Stuttgart, eines der ältesten und traditionsreichsten Klangkörper Deutschlands, sondern auch dessen Geschichten. Dabei kommen die Musiker selbst sowie bislang unveröffentlichte Stimmen aus dem „Goldenen Buch“ des Orchesters und auch das Publikum zu Wort. Die Vielfalt, die das Staatsorchester Stuttgart als Opern-, Ballett- und Konzertorchester heute auszeichnet, wird als Teil und Ergebnis seiner Geschichte erlebbar. Die Broschüre ist kostenlos bei den Opern- und Ballett-Vorstellungen sowie bei den Konzerten des Staatsorchesters Stuttgart und im Theatershop in der Theaterpassage erhältlich.

Schirmherr der Jubiläums-Spielzeit des Staatsorchesters Stuttgart ist der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann.

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Parsifal von Richard Wagner, IOCO Kritik, 26.09.2017

September 26, 2017 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatsoper Hamburg

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Staatsoper Hamburg

Hamburgische Staatsoper © Kurt Michael Westermann

Hamburgische Staatsoper © Kurt Michael Westermann

Parsifal von Richard Wagner

  Die Geschichte des „Reinen Toren“ in der komplexen Bildersprache  des Achim Freyer

 Von Patrik Klein

Richard Wagner in Bayreuth © IOCO

Richard Wagner in Bayreuth © IOCO

Zur Saisoneröffnung 2017/18 bringt die Hamburgische Staatsoper medienwirksam mit „Liveübertragung“ für alle am Jungfernstieg Richard Wagners Spätwerk Parsifal heraus. Nach zahlreichen Aufführungen wird die viel beachtete Inszenierung des US- amerikanischen Starregisseurs Robert Wilson von 1991 abgelöst durch eine bilderreiche und symbolträchtige Produktion von einem der bekanntesten deutschen Künstler der Nachkriegszeit.

Achim Freyer, der gebürtige Berliner Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner sowie Maler war Meisterschüler von Bertolt Brecht. Der heute 83jährige Künstler ebnete in den 1980er Jahren dem amerikanischen Komponisten Philip Glass den Weg mit den Opern Satyagraha, Echnaton und Einstein on the Beach, die in Stuttgart zur Uraufführung kamen. Die Gandhi-Oper Satyagraha wurde auch von den Wuppertaler Bühnen übernommen und beeindruckte damals viele, meist junge Besucher mit ihrem ganz besonderen und extrem aufwändigen künstlerischen Stil. An der Hamburgischen Staatsoper brachte er 1982 seine erste Version der Zauberflöte und 1997 die viel beachtete Oper von Helmut Lachenmann Das Mädchen mit den Schwefelhölzern zur Aufführung. Am vergangenen Wochenende nun Richard Wagners Spät- und „pseudo-religiöses“ Werk Parsifal.

Nach Wagners Willen sollte sein letztes Werk eigentlich nur noch im Festspielhaus in Bayreuth zur Aufführung gelangen. Bereits nach wenigen Jahren wurde diese Verfügung jedoch gebrochen. Parsifal nimmt nicht als Opern- oder Musikdrama, sondern als „Bühnenweihfestspiel“ eine außergewöhnliche Stellung ein. Im Parsifal werden alle Elemente seines die Opernwelt revolutionierenden Komponierens noch einmal zusammengetragen. Mystische, literaturhistorische und philosophische Aspekte verweisen in Parsifal rückblickend auf etliche Figuren seiner früheren Opern.

 Hamburgische Staatsoper / Parsifal_ Parsifal - Andreas Schager, Kundry - Claudia Mahnke © Hans Jörg Michel

Hamburgische Staatsoper / Parsifal – Parsifal Andreas Schager, Kundry Claudia Mahnke © Hans Jörg Michel

In dieser Gemengelage schreitet nun zur Spielzeiteröffnung 2017/18 an der Hamburgischen Staatsoper Regisseur Achim Freyer mit seinem Team aus zahlreichen Bühnen-, Video- und Kostümmitarbeitern im Auftrag vom Intendant George Delnon und unter dem Dirigat von Kent Nagano in Wagners vieldeutiges Werk ein. Freyer betrachtet das Werk Parsifal nicht als Weihfestspiel, sondern als ein großes, facettenreiches Gesamtkunstwerk.

Freyers zentrales Ausstattungselement ist eine riesige, die ganze Bühne ausfüllende Spirale, die mit Spiegeln am Boden und an der Decke das Universum der Handlung vorgibt. Die Spirale kann als Synonym für eine militante Welt betrachtet werden, in der sich alles weiterentwickelt, aber auch immer wieder an die gleichen Stellen stößt. Raum und Zeit wirken hierin als Erfindung unserer Gesellschaft, die von Liebe, Aggression und Machtausübung dominiert wird. Alle sind an der Spirale beteiligt mit ihren Werkzeugen. Kundry, die rastlose Verführerin, kommt nicht klar in dieser Gesellschaft und steht zwischen allen. Die Blumenmädchen fungieren als Symbol für Verführung und Sehnsüchte. Der „Reine Tor“ Parsifal tritt in diese Welt und lernt, nicht zu töten, den sexuellen Umgang mit den Blumenmädchen, seine Vergangenheit mit Leid und Sehnsucht und im reifen Alter wie die Gesellschaft besser funktionieren kann. Schließlich kommen Parsifal und Kundry liebend zusammen, um eine neue, erlöste Welt zu begründen.

Hamburg Staatsoper / Parsifal - Blumenmädchen und Parsifal Andreas Schager © Hans Jörg Michel

Hamburg Staatsoper / Parsifal – Blumenmädchen und Parsifal Andreas Schager © Hans Jörg Michel

Diese Konzeption ist nun nicht unbedingt besonders aufregend oder neu, sie konzentriert sich stattdessen auf das Erzählen der Geschichte Parsifals mit den bekannten und oft benutzten stilistischen Mitteln des Regisseurs.

Die meist in schwarz gehaltene Bühne wird aufwändig mit Videotechnik bebildert, die dem Zuschauer durch Einblendung von Stichworten wie Anfang, Nacht, Quell, Mitleid, Schrei, Traum, Schmerz, Schlaf u.v.m. die Vielfalt der menschlichen Existenz vor Augen führen soll. Die handelnden Figuren und etliche Ausstattungselemente hingegen kommen in kräftigen, pastellfarbenen Tönen daher.  Gurnemanz  in schwarz mit riesiger Spirale und doppeltem Kopf weist den schwantötenden Parsifal mit sparsamen Gesten zurecht (großartig, textverständlich und mit äußerster Sicherheit wohlklingend dargestellt durch den südkoreanischen, bayreutherfahrenen Bass Kwangchul Yuon). Amfortas  gleicht Christus und wird von zwei Gralshütern am Kreuz getragen und gestützt. Der verwundete König wirkt willenlos, ist den „höheren“ Mächten ausgeliefert (hervorragend gesungen von einem der wichtigsten Bass Baritone unserer Zeit Wolfgang Koch, der hier in Hamburg schon häufig u.a. als Kurwenal und Don Giovanni zu erleben war). Kundry rollt wie ein Wollknäuel mit körperlangen Zöpfen in die Szenen (Claudia Mahnke gestaltet die Rolle meisterhaft mit ihrem wunderschön timbrierten Mezzo, glasklaren Höhen und feinster Stimmführung. Bereits in der letzten Saison wusste sie als Judith in Herzog Blaubarts Burg das Hamburger Publikum zu begeistern).

Hamburg Staatsoper / Parsifal - Andreas Schager ist Parsifal © Hans Jörg Michel

Hamburg Staatsoper / Parsifal – Andreas Schager ist Parsifal © Hans Jörg Michel

 Titurel  kurvt  in einem Rollstuhl mit bekrontem Haupt auf den oberen Ebenen der Spirale (etwas unsicher gesungen von Tigran Martirossian). Klingsor macht auf Ba(d)tman mit knallbunter meterlangen Krawatte sein Gemächt verhüllend, heraushängender blutroten Zunge, schrillem Aussehen und Habitus (Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper Vladimir Baykov gibt den überdrehten, vor Gier wilden Klingsor mit großem Engament solide, mit etwas wenig Legato behaftet und wacklig in der Höhe). Parsifal in weiß wie ein Harlekin gekleidet mit den dynamischsten Bewegungen der Protagonisten. Von sparsamer, Robert Wilson-ähnlicher Gestik bis zu akrobatischen Läufen besonders in den Szenen mit Kundry (atemberaubend gesungen von mittlerweile „dem“ Parsifal unserer Zeit Andreas Schager(l). Der Österreicher trumpft auf mit lupenreinem, absolut sicherem Tenor.  Er gestaltet die Partie kraftvoll mit feinster Stimmführung und hoher Textverständlichkeit). Die sehr gut intonierenden Blumenmädchen agieren  halbnackt, mit übergroßen Brüsten und wenig erotischem Erscheinungsbild (alle Darstellerinnen sind aus dem Ensemble oder Opernstudio). Die Gralsgesellschaft  wird in meist dunklen Kostümen mit hellen Masken und verzerrten Gesichtern gezeigt (der Chor der Hamburgischen Staatsoper unter dem Dirigat von Eberhard Friedrich, der gerade frisch wieder von Bayreuth zurück an der Elbe ist, hat die Routine und Klasse aus dem Frankenland mit an die Elbe gebracht: präzise und wunderbar geführt kommen die Damen und Herren wieder an ihre Bestleistungen vergangener Tage heran). Klingsors Speer befindet sich in einem vom Schnürboden herabfahrbaren Gestell, das an eine unsymmetrische Geometrie aus der Schulzeit erinnert. Etliche Symbole, wie beispielsweise der getötete Schwan (hier ein riesiger blutroter Lappen) sind in knallbunte Farben getaucht. In dieses rote Tuch wickelt sich Parsifal bei der Gralsenthüllung am Ende des ersten Aktes ein. In der Verwandlungsmusik, in der die Zeit zum Raum wird, erscheinen alle aus der Gesellschaft auf den Ebenen der Spirale, die sich mit Videotechnik untermalt in sich dreht. Zum Ende des ersten Aktes werden viele Lampen im Hintergrund der Bühne erleuchtet, über die ein (wohl den Gral darstellender) kleiner Junge mit überdimensionalem Kopf in Lampenoutfit mit einem Hasen im Arm schreitet (vielleicht ein Symbol für Ostern und die Fruchtbarkeit?). Die Lampen füllen sich mit Blut und leiten das Ritual ein. Mit dieser Bildersprache und Einheitsbühnenbild geht es auch in den folgenden Akten weiter bis am Schluss die Spiegel unter dem Schnürboden völlig kippen und nur noch Kundry mit Parsifal in Erlösung darstellender Pose verbleiben.

Hamburg Staatsoper / Parsifal - Andreas Schager ist Parsifal © Hans Jörg Michel

Hamburg Staatsoper / Parsifal – Andreas Schager ist Parsifal © Hans Jörg Michel

Die vielen zum Teil kafkaesk anmutenden Bilder, die der Zuschauer sehen konnte, bestechen durch Farbenvielfalt, aufregende Kostüme, mannigfaltige Videoeinspielungen und ungewöhnlichste Gesten, die dem Betrachter Abwechslung präsentieren, ihn in die Bilderwelt des Achim Freyer hinein tauchen und quasi zu einem Teil des Gemäldes machen. Dennoch stellt man sich viele Verständnisfragen.

Kent Nagano dirigiert das Philharmonische Staatsorchester Hamburg in 3 Stunden und 50 Minuten im ersten Akt zunächst recht getragen, im Folgenden dann ziemlich flott durch die Partie. Alles klingt auf hohem musikalischen Niveau, allerdings mit kaum spannenden, gewagten oder dynamischen Einfällen.

Das Publikum reagierte sehr unterschiedlich auf die Inszenierung. Während mancher Besucher die Vorstellung vorzeitig verließ feierte das verbliebene Publikum Ensemble, Dirigent und Chor mit lauten Bravos und großem Applaus.

Parsifal an der Staatsoper Hamburg: Weitere Aufführungen 27.9., 30.9., 3.10 2017

—| IOCO Kritik Staatsoper Hamburg |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere: DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN, 18.09.2015

September 7, 2015 by  
Filed under Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

SPIELZEITERÖFFNUNG 2015/16 DER OPER FRANKFURT MIT HELMUT LACHENMANNS DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN

Premiere / Frankfurter Erstaufführung
DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN
Musik mit Bildern von Helmut Lachenmann (*1935)
Text vom Komponisten nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen
sowie Texten von Leonardo da Vinci und Gudrun Ensslin
Mit Übertiteln

Freitag, 18. September 2015, um 19.30 Uhr im Opernhaus

Oper Frankfurt / Das Mädchen mit den Schwefelhölzert © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Das Mädchen mit den Schwefelhölzert © Monika Rittershaus

Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Inszenierung: Benedikt von Peter
Bühnenbild: Natascha von Steiger
Kostüme: Cinzia Fossati, Natascha von Steiger
Licht: Joachim Klein
Video: Bert Zander
Dramaturgie: Sylvia Roth, Mareike Wink
ChorWerk Ruhr: Michael Alber

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain

BESETZUNG:
Sopran: Christine Graham, Yuko Kakuta
Klavier: Yukiko Sugawara, Tomoko Hemmi
Shô: Mayumi Miyata
Sprecher: Helmut Lachenmann
Schauspieler: Michael Mendl
ChorWerk Ruhr; Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Oper Frankdurt / Helmut Lachenmann © Astrid Karger

Oper Frankdurt / Helmut Lachenmann © Astrid Karger

Helmut Lachenmann (*1935) gilt als einer der herausragenden Komponisten der musikalischen Avantgarde. In seinen Werken geht es ihm stets um die Erweiterung des herkömmlichen Musikbegriffs, die er u.a. mit der Loslösung von Tonalität und Tonhöhe erreicht. Geräusche verwendet er als integrale Teile des Klangs, innovative Spieltechniken auf traditionellen Instrumenten sollen zu einem neuen Hörverständnis des Publikums beitragen. Dem vielfach ausgezeichneten Künstler wurde u.a. 2015 der Deutsche Musikautorenpreis für sein Lebenswerk verliehen.

„Musik mit Bildern“ lautet der Untertitel von Lachenmanns zentralem Bühnenwerk Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, das am 26. Januar 1997 an der Hamburgischen Staatsoper mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Basierend auf dem gleichnamigen Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen, verknüpft Lachenmann das Schicksal der Titelfigur mit dem der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin, aus deren Texten er neben anderen in seinem Libretto zitiert. Dabei gibt es keine Handlung im eigentlichen Sinn. Das Schicksal der Protagonistin wird vornehmlich durch die Musik vermittelt, wobei das Publikum zwischen den im Zuschauerraum verteilten Orchestermitgliedern Platz nimmt und so Teil des Geschehens wird.

Andersens kleines Mädchen, im Winter ausgeschickt um Streichhölzer zu verkaufen, entzündet eines nach dem anderen, um sich zu wärmen und am Ende doch in der physischen und gesellschaftlichen Kälte zu erfrieren. Während dem Kind die Streichhölzer einen Moment Wärme geben, dienen sie Gudrun Ensslin als Waffe gegen das verhasste System. Benedikt von Peters Inszenierung beginnt dort, wo 1968 Kaufhäuser brannten: in einer Großstadt, mitten in der Gesellschaft mit all ihren sozialpolitischen Facetten.

Die musikalische Leitung der Neuproduktion hat Frankfurts ehemaliger Kapellmeister Erik Nielsen, der in naher Zukunft Chefpositionen in Bilbao und am Theater Basel antreten wird. Regisseur Benedikt von Peter ist seit 2012 Operndirektor am Theater Bremen und wird 2016 die Intendanz des Luzerner Theaters übernehmen. Zu den Mitwirkenden gehören zudem Helmut Lachenmann als Sprecher sowie der renommierte Schauspieler Michael Mendl, der bereits 2014/15 anlässlich der Uraufführung von Rolf Riehms Sirenen in Frankfurt zu Gast war. Die weiteren an der Produktion beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind überwiegend bereits mit Lachenmanns Werk vertraut, darunter die japanische Sopranistin Yuko Kakuta sowie ihre Landsfrauen Yukiko Sugawara – Lachenmanns Ehefrau – und Tomoko Hemmi am Klavier. Das Instrument der Shô-Spielerin Mayumi Miyata ist eine traditionelle japanische Mundorgel. Auch das Vokalensemble ChorWerk Ruhr hat Lachenmanns Mädchen bereits aufgeführt, so wie der Dirigent Matthias Hermann, der als Schüler Lachenmanns die Leitung einiger Vorstellungen übernehmen wird. Die amerikanische Sopranistin Christine Graham gibt ihr Frankfurt-Debüt.

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