Wien, Volksoper, Volksopernfest mit Hommage an Dagmar Koller, 08.07.2019

Juli 6, 2019 by  
Filed under IOCO Aktuell, Pressemeldung, Volksoper Wien

 Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

1.9.2019 – Volksopernfest – Mit  Hommage an Dagmar Koller

Ballettelevin – So begann Dagmar Koller an der Volksoper

Mit einem Eröffnungsfest für die ganze Familie startet die Volksoper Wien am 1. September 2019 in die Spielzeit 2019/20. Vor der Volksoper erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm. Besondere Highlights sind die begehrten Backstage-Führungen und das Meet & Greet mit Pinocchio und Peter Pan und Tinkerbell. Um 19:00 Uhr feiern wir mit der Hommage an Dagmar Koller auf der Bühne der Volksoper den 80. Geburtstag unseres Ehrenmitgliedes.

Ab 14:00 Uhr verwandelt sich der Platz vor der Volksoper in eine Open Air Bühne. Bei freiem Eintritt erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm: die Kantinenbrass, die Schrammelmusik und das Salonorchester spielen auf, der Chor singt Repertoirehighlights, wer möchte kann sein Musikwissen bei einem Quiz testen und Musicalhits lauschen. Die Jüngsten können in einem eigenen Kinderzelt nach Lust und Laune malen und basteln oder sich beim Kinderschminken verschönern lassen.

Peter Pan, der Junge der nie erwachsen wurde  –  James Matthew Barrie
youtube Trailer Volksoper Wien
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Für viel Aufregung wird der Besuch von Pinocchio, Peter Pan und Tinkerbell sorgen, die persönlich zu dem Fest kommen und mit den Kindern plaudern werden. Von 14:00-17:00 bieten unsere Backstage-Führungen Theaterinteressierten magische Einblicke in die Welt der Bühne.

 Volksoper Wien / Dagmar Koller © Volksoper Wien

Volksoper Wien / Dagmar Koller © Volksoper Wien

19:00-20:30 Uhr Hommage an Dagmar Koller

Begonnen hat Dagmar Koller an der Volksoper Wien als Ballettelevin; ab den 1970er Jahren spielte sich Dagmar Koller u. a. als Eliza in My Fair Lady, Aldonza in Der Mann von La Mancha, Kate und Dolly in die Herzen des Publikums. Wenige Tage nach ihrem 80. Geburtstag am 26. August gratuliert die Volksoper dem Ehrenmitglied mit einer Soiree, die von Christoph Wagner-Trenkwitz moderiert wird. Lisa Habermann, Juliette Khalil, Axel Herrig, Josef Luftensteiner, Robert Meyer und Jeffrey Treganza singen Ausschnitte aus Carousel, My Fair Lady und Der Mann von La Mancha, Lorenz C. Aichner leitet das Orchester der Volksoper Wien. Mit Videozuspielungen.

Ablauf des Volksopernfest

14:00–19:00 Uhr: Open Air Bühne vor der Volksoper
14:00 Uhr Salonorchester
15:00 Uhr Kantinenbrass
16:00 Uhr Musicalhighlights der Saison 2019/20
16:30 Uhr Musikquiz mit Magdalena Hoisbauer – Ensemblemitglieder bringen Kostproben aus Operette und Oper
17:15 Uhr Von „Zauberflöte“ bis „Fledermaus“,
18:00 Uhr Schrammelmusik

14:00–18:00 Uhr: Kreativprogramm der Jungen Volksoper
Jonglierworkshop, Buttons gestalten, Peter Pan Tattoo Station, uvm.
15:00–17:00 Uhr Kinderschminken
15:00 Uhr Triff Pinocchio
17:00 Uhr Triff Peter Pan und Tinker Bell

14:00–17:00 Uhr: Backstage-Führungen
Ausgabe der Führungskarten beim Infozelt vor der Volksoper
13:30 Uhr für Führungen von 14:00–15:30 Uhr
15:00 Uhr für Führungen von 15:45–17:00 Uhr

19:00 Uhr Hommage an Dagmar Koller

—| IOCO Aktuell Volksoper Wien |—

Hamburg, Ohnsorg-Theater, Musical Hallo Dolly – auf Plattdüütsch, IOCO Kritik, 12.06.2018

Juni 12, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Musical, Ohnsorg

 

Das Ohnsorg Theater in Hamburg © Jutta Schwoebel

Das Ohnsorg Theater in Hamburg © Jutta Schwoebel

Ohnsorg Theater

HALLO DOLLY – Musical auf Plattdüütsch

Großes Kino auf kleiner Bühne

Von Sebastian Siercke

Hach; schade, dass ich kein Plattdeutsch kann. Verstehen kann ich es ja, aber sprechen und schreiben leider nicht. Daher muss ich die folgenden Zeilen in profanem Hochdeutsch verfassen.

Am 27.5.2018 gab es in Hamburgs geliebtem Ohnsorg-Theater die umjubelte Premiere des Broadway-Klassikers Hello Dolly. Hier allerdings als Hallo Dolly, denn man spielte nicht die Geschichte der New Yorker „Matchmakerin“ Dolly Levi, die sich den Getreidehändler Horace Vandergelder aus dem fernen Yonkers angelt, sondern die, der Dolly Gellinger Meyer Wwe. aus Hamburg, die es auf den Futtermittel & Körnerhandlungsbesitzer Roland van der Gelder aus dem nicht minder fernen Soltau in der Heide abgesehen hat.

Ohnsorg Theater Hamburg / Hallo Dolly hier Ensemble © Oliver Fantitsch

Ohnsorg Theater Hamburg / Hallo Dolly hier Ensemble © Oliver Fantitsch

In den etwas nostalgischen Bühnenbilder von Katrin Reimers, und der Inszenierung von Frank Thannhäuser, der auch die Kostüme entwarf, spielte und sang das Ensemble des Hauses, ergänzt von einigen Gästen, schlicht hinreißend.

Allen voran natürlich als Titelheldin Dolly Gellinger  Sandra Keck. Also durchaus resolute Heirats-und-Sonstiges-Vermittlerin angelt sie sich sehr zielstrebig den grantigen Landhändler Roland, gespielt von Till Huster. Eigentlich kein Wunder, dass er ihr letztlich doch verfällt, spielt sie es doch so überzeugend und singt mit  großer, kräftiger Stimme diese nicht einfache Partie, dass man das Vorbild aus dem Hollywood-Film sofort vergisst. Selbst eine echte Showtreppe hat man für sie im „Harmonia-Goorn“ aufgebaut, auf der sie dann den Auftritt mit dem Titelsong zelebrieren kann. Aus der Rolle des „Oberverkäufers“ Cornelius Hackel machte Christian Richard Bauer die zweite Hauptrolle des Abends. Das Publikum schmolz dahin als er mit baritonalem Tenor mit  „Dat duurt nur een Momang lang“ dem Richter seine Liebe zur Hutladenbesitzerin Irene Möller gestand. Irene, hervorragend gespielt, getanzt und gesungen von Christin Deuker, die ja eigentlich mit dem Soltauer verkuppelt werden sollte, überlässt diesen nur zu gern Dolly um mit Cornelius glücklich zu werden. Markus Gillich und Tanja Bahmani waren als das Buffo-Paar Barnabas Wacker und Minna Frei dabei , das vierte Paar bildeten Luisa Rhöse als Rolands Nichte Irmgard und Erkki Frei als deren Zukünftiger Albert Kemper, die sich dann alle zusammen in den verschiedenen Separees des Speise- und Tanzlokals tummelten, ballettreife Showtänze und einen Evergreen nach dem anderen dem jubelnden Publikum präsentierten. Von Beate Kiupel, die als Heiratskandidatin Ernestine Godegeld mit von der Partie war, hätte man zu gerne noch ein weiteres Wagnerstück gehört, außer dem kurzen Hojotoho, lässt sie doch doch dem Kapellmeister ausrichten: „He schall mi watt von Wogner speelen.“

Ohnsorg Theater Hamburg / Hallo Dolly hier Sandra Keck als Dolly © Sinje Hasheider

Ohnsorg Theater Hamburg / Hallo Dolly hier Sandra Keck als Dolly © Sinje Hasheider

Wer also in Hamburg mal einen amüsanten und äußerst kurzweiligen Abend erleben möchte, dem sei die Produktion wärmstens ans Herz gelegt. Man verlässt das große Hamburger Traditionstheater, das Ohnsorg-Theater, mit einem breiten, nicht enden wollenden Lächeln auf dem Gesicht. Man sollte allerdings wissen, dass nicht in dem aus den Fernsehproduktionen bekannten Hamburger „Missingsch“ gespielt wird, sondern wirklich auf Plattdüütsch.

Aber keine Angst vor der Fremdsprache, einer italienischen La Boheme und selbst einer tschechischen Jenufa kann man ja auch problemlos folgen, wenn es denn gut auf die Bühne gebracht wurde, und „Gut“ ist für diese Hallo Dolly-Aufführung weit untertrieben!
Also: nix wie hin, es lohnt sich!

Hallo Dolly am Ohnsorg-Theater Hamburg; weitere Vorstellungen 12.6.; 15.6.; 16.6.; 17.6.; 19.6.; 20.6.2018 und mehr…

—| IOCO Kritik Ohnsorg Theater Hamburg |—