Hamburg, Staatsoper Hamburg, Spielplan 2016/17: Zauberflöte, Frau ohne Schatten, Anna Karenina, IOCO Aktuell, 10.09.2016

September 9, 2016 by  
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Staatsoper Hamburg

Kurztext : „Die Hamburgische Staatsoper ist mit 1670 Plätzen nach der Bayerischen Staatsoper in München und der Deutschen Oper in Berlin drittgrößtes Musiktheater Deutschlands. Vor über 300 Jahren, am 2. Januar 1678, wurde es  als Opern-Theatrum und erstes öffentliches Opernhaus in Deutschland gegründet.“

Hamburgische Staatsoper © Kurt Michael Westermann

Hamburgische Staatsoper © Kurt Michael Westermann

Spielplan 2016/17 der Staatsoper Hamburg

Die Hamburgische Staatsoper ist mit 1670 Plätzen nach der Bayerischen Staatsoper in München und der Deutschen Oper in Berlin bedeutend wie drittgrößtes Musiktheater Deutschlands. Vor über 300 Jahren, am 2. Januar 1678, wurde es  als Opern-Theatrum und erstes öffentliches Opernhaus in Deutschland gegründet.

Hamburg / Staatsoper-Management Neumeier, Nagano, Delnon © IOCO

Hamburg / Staatsoper-Management Neumeier, Nagano, Delnon © IOCO

Die gesamte Auslastung der Staatsoper Hamburg betrug in der Spielzeit 2014/15 84%. Das HAMBURG BALLETT und John Neumeier bestätigte dabei seinen Weltstandard mit 92% Auslastung. Auffällig die bescheidene Auslastung des Musiktheaters von 79%.  Etwa 370.000 Zuschauer besuchten die bedeutendste Kulturinstitution Norddeutschlands. Der Weltruf der Staatsoper Hamburg ist weiterhin  maßgeblich  durch das HAMBURG BALLETT von John Neumeier  getrieben.

Georges Delnon, Intendant, und Kent Nagano, Generalmusikdirektor, neu im Amt als Nachfolger von Simone Young, und John Neumeier, langjähriger Intendant des HAMBURG BALLETT formulierten in ihrer Jahrespressekonferenz im April 2016 nur künstlerische Inhalte zum Spielplan 2016/17. Das neue Management Delnon / Nagano machte trotz wiederholter Rückfragen zum operativen Status der laufenden Saison 2015/16 der Staatsoper, zu Budget, Auslastung oder ihren Zielen keine Aussagen.

 Hamburg / Binnenalster © IOCO

Hamburg / Binnenalster © IOCO

Die Staatsoper Hamburg eröffnet am 23. September 2016 die Saison mit Mozarts Zauberflöte. „Eines der größten Rätselwerke unserer Kultur“ (Peter von Matt) zieht sich gleichsam durch die  Spielzeit: mit einer Neuinszenierung auf der Großen Bühne, einer Version eigens für Kinder und  einem flankierenden Stadt- und Schulprojekt. „In Zeiten von Umbruch, von Wertediskussion und  fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen stellt die Staatsoper Hamburg mit Mozarts  Meisterwerk DIE Oper in den Mittelpunkt, die sich exemplarisch mit der Würde des Menschen und  der Sinnhaftigkeit des (Zusammen-) Lebens auseinandersetzt.“, so Opernintendant Georges Delnon zur Programmatik der Spielzeit 2016/2017.

Paris / Serge Nijinski © IOCO

Paris / Serge Nijinski © IOCO

Beim  Hamburg Ballett steht die Saison 2016/2017 im Zeichen der Tradition Russlands als großer  europäischer Kulturnation. Ballettintendant und Chefchoreograf John Neumeier zum diesjährigen  Schwerpunkt: „In der aktuellen Saison stehen Ballette inspiriert von Meisterwerken der russischen Literatur besonders im Blickpunkt, beispielsweise durch die Uraufführung von Anna Karenina nach Leo Tolstoi und die Wiederaufnahme von Die Möwe nach Anton Tschechow. Ebenfalls als Wiederaufnahme kehrt mit Nijinsky das Porträt eines polnisch-russischen Tänzers ins Repertoire zurück, der zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Ballettgeschichte zählt. Als Premiere präsentieren wir die Hamburger Fassung meiner getanzten Version von Gustav Mahlers Das Lied von der Erde, die ich im Februar 2015 mit dem Ballett der Pariser Oper kreiert habe.“

Die Konzertsaison 2016/2017 steht ganz im Zeichen der Elbphilharmonie-Eröffnung im Januar 2017. Das Philharmonische Staatsorchester und Generalmusikdirektor Kent Nagano präsentieren u.a. im Rahmen der Eröffnungsphase die Uraufführung einer Auftragskomposition von  Jörg Widmann und im weiteren Verlauf mit Mahlers 8. Sinfonie oder Schönbergs Gurre-Liedern zwei programmatische Schwergewichte in Hamburgs neuem Konzerthaus. Daneben bilden internationale  Gastspiele Höhepunkte der kommenden Spielzeit: Einladungen des Ravenna Festivals und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern folgt eine rund 3-wöchige Südamerika-Tournee mit Stationen in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Uruguay.

Die Spielzeit 2016/2017 der Staatsoper Hamburg  im Überblick:

 Wien / Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Wien / Wolfgang Amadeus Mozart © IOCO

Die Zauberflöte wird in der Regie von Jette Steckel und der musikalischen Leitung von Jean-Christophe Spinosi am 23. September 2016 die Spielzeit 2016/2017 eröffnen. Flankierend werden  hierzu in den sieben Stadtteilen Hamburgs mit opernbegeisterten Laien Teile der Zauberflöte einstudiert und diese am frühen Abend am Jungfernstieg zusammengefügt. Um die Eröffnungspremiere möglichst für alle Hamburger zugänglich zu machen, wird sie im Rahmen des Binnenalster Filmfestes und in Zusammenarbeit mit Filmfest Hamburg, dem City Management Hamburg und dem „Verein lebendiger Jungfernstieg“, zeitversetzt auf einer Kino-Leinwand am Jungfernstieg übertragen.

Am 6. November 2016 fügen sich zwei Opern-Einakter zu einem besonderen Opernabend zusammen: Péter Eötvös‘ Oper Senza Sangue gelangt zu ihrer szenischen Uraufführung. Der zweite Teil des Abends ist Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg. Die musikalische Leitung hat Péter Eötvös, Regie führt der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov.  Als Übernahme vom Theater Basel wird ab dem 8. Januar 2017 Giuseppe Verdis Otello in der Regie-Handschrift von Calixto Bieito und der musikalischen Leitung von Paolo Carignani an der Staatsoper Hamburg zu sehen sein. Alban Bergs Lulu erfährt durch den Hamburgischen Generalmusikdirektor Kent Nagano und den Schweizer Regisseur Christoph Marthaler eine neue aufregende Lesart. Premiere ist am 12. Februar  2017.  Als weitere Neuproduktion der Staatsoper Hamburg inszeniert Andreas Kriegenburg Richard Strauss’ Frau ohne Schatten unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano. Premiere ist am 16. April 2017.

Als Koproduktion der Staatsoper Hamburg, des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und  der Elbphilharmonie Hamburg wird Gustav Mahlers Achte Sinfonie am 28. April 2017 in der  Elbphilharmonie Premiere haben. Die musikalische Leitung hat Kent Nagano. Für die Visualisierung zeichnet die Künstlerin rosalie.

Alle Neuproduktionen der Großen Bühne und Mahlers Achte in der Elbphilharmonie werden freundlicherweise durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper unterstützt. Tristan und Isolde, eine legendäre Produktion der Staatsoper Hamburg in der Inszenierung von Ruth Berghaus aus dem Jahr 1988 ist zu einem Gastspiel mit zwei Vorstellungen am 4. und 7. Oktober 2016 an das Teatro Mayor in Bogotá/Kolumbien nach Südamerika eingeladen. Es spielt das Philharmonische Staatsorchester unter der Leitung von Kent Nagano.

Die „opera piccola“ der Staatsoper Hamburg mit dem Titel Erzittre, feiger Bösewicht! bietet ein Vermittlungsprojekt der besonderen Art. Diese Oper für Kinder ab 7 Jahren nach Motiven der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart in der Bearbeitung von Johannes Harneit wird von Georges Delnon inszeniert und von Kent Nagano musikalisch geleitet. Premiere ist am 20. April 2017 auf der Probebühne 1 und danach wird die Produktion an unterschiedlichen Orten in Hamburg  zur Aufführung kommen. Es singen und spielen die Mitglieder des Internationalen Opernstudios, The Young ClassX Solistensemble, Mitglieder der Orchesterakademie des Philharmonischen Staatsorchesters und des Felix Mendelssohn Jugendsinfonieorchesters.

Die Spielzeit des Hamburg Ballett John Neumeier 2016/2017 im Überblick:

Die Saison 2016/2017 steht beim Hamburg Ballett ganz im Zeichen der großen Tradition Russlands als europäischer Kulturnation. In den Mittelpunkt stellt Ballettintendant und Chefchoreograf John Neumeier Ballette inspiriert von Meisterwerken der russischen Literatur. Zur Uraufführung kommt am 2. Juli 2017 mit Anna Karenina die tänzerische Sicht John Neumeiers auf den weltberühmten Roman des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi. Mit Musik von Peter I. Tschaikowsky und Alfred Schnittke erweckt John Neumeier die rund 800 geschriebenen Seiten zum Leben für sein neues Ballett, das in Zusammenarbeit mit dem Ballett des Bolschoi Theaters und dem National Ballet of Canada produziert wird.

Wien / Gustav Mahler © IOCO

Wien / Gustav Mahler © IOCO

Am 24. September 2016 steht beim gemeinsamen Eröffnungswochenende mit der Staatsoper Hamburg die Wiederaufnahme von John Neumeiers im Jahr 2000 uraufgeführtem Ballett Nijinsky auf dem Programm. Das Porträt des legendären polnisch-russischen Tänzers und Choreografen war zuletzt 2013 in Hamburg zu erleben. Mit der zweiten Wiederaufnahme der Spielzeit, Die Möwe, wird am 26. Februar 2017 der Saison-Schwerpunkt zu choreografischen Interpretationen von russischer Literatur fortgesetzt. John Neumeiers 2002 uraufgeführtes Ballett frei nach Anton Tschechow wurde zuletzt 2009 in Hamburg aufgeführt und befragt die Balance zwischen Leben und Kunst. Als Premiere der Spielzeit präsentiert John Neumeier am 4. Dezember 2016 mit Das Lied von der Erde die Hamburger Fassung seiner getanzten Version von Gustav Mahlers Komposition, die er im Februar 2015 mit dem Ballett der Pariser Oper kreiert hat. Vielleicht seine letzte Schöpfung zu  einem sinfonischen Werk des großen österreichischen Komponisten, ist Das Lied von der Erde für John Neumeier „die ergreifendste und erhabenste ‚Sinfonie‘ von Gustav Mahler“. Es singt der Tenor Klaus Florian Vogt.  Die Uraufführung von John Neumeiers Anna Karenina eröffnet zugleich die 43. Hamburger Ballett-Tage, die am 16. Juli 2017 mit der international besetzten Nijinsky-Gala XLIII ihren Abschluss finden. Während des zweiwöchigen Festivals sind mit Die Möwe, Nijinsky und Tatjana drei weitere Ballette des Russland-Schwerpunkts der Saison erneut zu erleben, genauso wie Die kleine Meerjungfrau zur Musik der russisch-amerikanischen Komponistin Lera Auerbach. Außerdem stehen John Neumeiers jüngste Kreationen Das Lied von der Erde, Turangalîla, Duse und Peer Gynt auf dem Programm sowie zwei Vorstellungen einer renommierten  Gastcompagnie (11./12. Juli 2017).

Viermal in der Spielzeit finden die beliebten Ballett-Werkstätten statt. In diesen Matinee- Vorstellungen erläutert John Neumeier die tanzhistorischen Hintergründe zu seinen Balletten und  gibt Einblicke in deren Entstehungsprozesse. Die Ballettschule des Hamburg Ballett präsentiert vom 27. Februar bis zum 5. März 2017 erneut die eigenen Choreografien der Absolventen der Abschlussklassen bei der  Werkstatt der Kreativität VIII im Ernst Deutsch Theater. Im Frühjahr werden auch die Jungen Choreografen des Hamburg Ballett wieder mit eigenen Arbeiten in der opera stabile zu erleben sein. Die Spielzeit 2016/2017 führt das Hamburg Ballett darüber hinaus auf  Tourneen ins In- und  Ausland – mit insgesamt vier verschiedenen Balletten, einer Ballett-Werkstatt und einem Gala-Programm. Im Oktober reist die Compagnie für ihre alljährliche Herbstresidenz ins Festspielhaus  Baden-Baden, im Februar 2017 ins Opernhaus von Florenz und im März und April dann auf eine große USA-Tournee mit Stationen im Joyce Theater in New York und im Kennedy Center in Washington.

4.  Die Konzertsaison des Philharmonischen Staatsorchesters 2016/2017 im Überblick:

Zu den Höhepunkten der 189. Philharmonischen Konzertsaison zählen drei großbesetzte oratorische Werke unter der Leitung von Kent Nagano in der Elbphilharmonie: am 13. Januar 2017 steht die Uraufführung der Auftragskomposition von Jörg Widmann im Rahmen der Eröffnungsphase der Elbphilharmonie  auf dem Programm. Der Kompositionsauftrag an Jörg Widmann wird gefördert durch die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Ende April/Anfang Mai 2017 folgt als Kooperation mit der Staatsoper Hamburg und der Elbphilharmonie Hamburg die spektakuläre Achte Sinfonie von Gustav Mahler, visualisiert von der Künstlerin rosalie. Im Juni 2017 dirigiert Hamburgs Generalmusikdirektor mit Arnold Schönbergs Gurre-Liedern ein weiteres hochkarätiges und äußerst selten zu erlebendes Oratorium.  Außer in Hamburg ist das Philharmonische Staatsorchester mit Kent Nagano auch bei internationalen Gastspielen im Sommer und Herbst 2016 zu erleben: Einladungen des Ravenna Festivals und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern folgt eine rund 3-wöchige Südamerika-Tournee mit Stationen in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Uruguay.

Vielversprechende Programme und Künstler hält auch die übrige Hamburger Konzertsaison bereit: Gast-Solisten wie Gautier Capuçon, Gidon Kremer, Heinz Holliger, Mirijam Contzen oder Augustin Hadelich präsentieren Werke von Mendelssohn Bartholdy über Elliott Carter bis hin zu Sofia Gubaidulina. Gast-Dirigenten wie Thomas Zehetmair, Reinhard Goebel, Sir Neville Marriner, Manfred Honeck oder Gustavo Gimeno dirigieren Klassiker etwa von Beethoven, Brahms oder Tschaikowsky. Die 2015 von Kent Nagano initiierte Philharmonische Akademie steht auch 2016 vor dem offiziellen Beginn der Spielzeit auf dem Programm: Neben der Violinistin Veronika Eberle ist die Audi Jugendchorakademie eingeladen um mit den Philharmonikern kammermusikalisches Ensemblespiel zu praktizieren. Die interdisziplinäre Reihe „Musik und Wissenschaft“ in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft ist im Februar 2017 geplant, mit Veranstaltungen in der Elbphilharmonie und dem Spiegelsaal des Museum für Kunst und Gewerbe.

Im Rahmen der Kammermusikreihe der Philharmoniker gibt es Konzerte sowohl im kleinen Saal der Laeiszhalle als auch im kleinen Saal der Elbphilharmonie, u.a. ein Sonderkammerkonzert mit dem ehemaligen Philharmoniker-Hornisten und jetzigem Heldentenor Klaus Florian Vogt. Darüber hinaus präsentieren die Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Staatsorchesters Musik von barocken Meistern, über Streichtrio- und Streichquartett-Literatur bis hin zu einem reinen Blechbläser-Programm.

Das Education-Programm des Philharmonischen Staatsorchesters „jung“ wird um eine neue Reihe für Kinder und Jugendlicheerweitert: mit „Tonangeber“ präsentieren Philharmoniker kurze kammermusikalische Werke und entschlüsseln zusammen mit den Hörern im Alter von 9 bis 13 Jahren musikalische Begriffe und Extreme in der Musik. PMHHStO/IOCO

 

Frankfurt, Alte Oper Frankfurt, Liederabend IAN BOSTRIDGE, 14.03.2014

März 13, 2014 by  
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Alte Oper Frankfurt
Frankfurt / Alte Oper © IOCO

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FOKUS Perspektive Schumann: Liederabend IAN BOSTRIDGE

 
IAN BOSTRIDGE Tenor
JULIUS DRAKE Klavier
 
Robert Schumann
Dichterliebe op. 48
Fünf Lieder op. 40
Ausgewählte Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine:
Dein Angesicht op. 127/2
Lehn Deine Wang‘ op. 142/2
Es leuchtet meine Liebe op. 127/3
Mein Wagen rollet langsam op. 124/4
 
Freitag, 14. März 2014 ? Mozart Saal ? 20.00 Uhr
 
19.00 Uhr: Gespräche über Schumann III
Künstlergespräch mit Heinz Holliger und Daniel Gloger
Moderation: Hans-Klaus Jungheinrich
 
Im Anschluss an das Konzert, gegen 21.15 Uhr: Nach(t)konzert
DANIEL GLOGER Countertenor
ELMAR SCHMID Klarinette
TEODORO ANZELLOTTI Akkordeon
JOHANNES NIED Kontrabass
HEINZ HOLLIGER Leitung
 
Heinz Holliger Beiseit. 12 Lieder nach Gedichten von Robert Walser für Countertenor, Klarinette, Akkordeon und Kontrabass
 
Dem Schaffen Robert Schumanns nachzuspüren – nicht als abgeschlossenes Phänomen seiner Zeit, sondern in all seinen Auswirkungen auf die Gegenwart –, das ist das Anliegen eines viertägigen Festivals der Alten Oper Frankfurt vom 12. bis zum 15. März 2014. „FOKUS Perspektive Schumann“ lautet der Titel dieses Themenschwerpunkts, der in seiner Auseinandersetzung mit Schumann immer die Moderne mitdenkt. Das betrifft auch den dritten Abend des Festivals, einen Liederabend mit Ian Bostridge am Freitag, 14. März 2014, von 20.00 Uhr an im Mozart Saal der Alten Oper, an den sich ein neue Perspektiven aufzeigendes Nach(t)konzert anschließt.
Der nicht zuletzt als sensibler Liedinterpret international gefeierte britische Tenor, der sich intensiv mit dem Repertoire der Romantik auseinandersetzt, interpretiert zunächst Schumanns Dichterliebe op. 48 nach Gedichten Heinrich Heines. Die Heine-Vertonungen entstanden im „Liederjahr“ 1840, zwölf Jahre, nachdem Schumann dem Dichter persönlich in München begegnet war. Bis heute zählt der Zyklus mit seinen 16 Liedern, angefangen von der zarten Erinnerung an den „wunderschönen Monat Mai“ bis hin zu den düsterentschlossenen „Alten, bösen Liedern“, zu den Schlüsselwerken der Romantik. Weiterhin auf dem Programm stehen Schumanns Fünf Lieder op. 40 sowie vier ausgewählte Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine.
 
Unmittelbar an das Gehörte knüpft gegen 21.15 Uhr ein Nach(t)konzert an. Denn Heinz Holliger hat sich in seinem Liederzyklus „Beiseit“ nicht nur explizit auf Schumanns „Mondnacht“ aus der Dichterliebe, sondern überhaupt auf den Komponisten bezogen.
„Eigentlich hat jede Note mit Schumann zu tun, aber das muss man nicht unbedingt hören“, Frankfurt am Main, 04.02.2014
erläutert Heinz Holliger, der das gesamte Fokus-Festival intensiv begleitet, die inneren Verwandtschaften. Der Countertenor Daniel Gloger interpretiert gemeinsam mit Elmar Schmid (Klarinette), Teodoro Anzellotti (Akkordeon) und Johannes Nied (Kontrabass) diesen Zyklus von – und unter der Leitung von – Heinz Holliger. Der Eintritt zum Nach(t)konzert ist frei.
 
Eröffnet wird der Abend um 19.00 Uhr durch den dritten Teil der Reihe „Gespräche über Schumann“. Der Musikjournalist Hans-Klaus Jungheinrich trifft diesmal Heinz Holliger und den Countertenor Daniel Gloger.
 
Im Rahmen von „Impuls Romantik“, ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain
Im Rahmen von „Neue Wege zum Konzert“, gefördert von Kulturfonds Frankfurt RheinMain und Aventis Foundation
 
Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt
 
—| Pressemeldung Alte Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Alte Oper Frankfurt, FOKUS Perspektive Schumann: Ensemble Modern, 13.03.2014

März 12, 2014 by  
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Alte Oper Frankfurt
Frankfurt / Alte Oper © IOCO

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FOKUS Perspektive Schumann: Ensemble Modern

 
ENSEMBLE MODERN
HEINZ HOLLIGER Leitung
ROBERT KOLLER Bariton
UELI WIGET Klavier
 
Donnerstag, 13. März 2014, 20.00 Uhr,  Mozart Saal
 
Arnold Schönberg 6 kleine Klavierstücke op. 19 (für Kammerensemble, 2006 bearb. von Heinz Holliger)
York Höller „Aufschwung con Tenuto“ Trio für Klarinette, Viola und Klavier (Uraufführung)
György Ligeti Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten
Arnold Schönberg 6 kleine Klavierstücke op. 19
Heinz Holliger Lunea – 23 Sätze von Nikolaus Lenau (Fassung für Bariton und 23 Musiker) (URAUFFÜHRUNG)
 
19.00 Uhr: Gespräche über Schumann II
Künstlergespräch mit Heinz Holliger und Christian Hommel
Moderation: Hans-Klaus Jungheinrich
 
Nach dem Konzert, gegen 21.45 Uhr: Nach(t)konzert
Heinz Holliger Klavier
Ueli Wiget Klavier
 
Heinz Holliger Elis. Drei Nachtstücke für Klavier
Robert Schumann Vier Nachtstücke für Klavier op. 23
 
Erbe der Romantik: „FOKUS Perspektive Schumann“ lautet der Titel eines viertägigen Themenschwerpunkts in der Alten Oper Frankfurt, der vom 12. bis zum 15. März 2014 den vielfältigen Auswirkungen des Schaffens Robert Schumanns auf nachfolgende Generationen nachspürt. Derlei Bezüge sucht das Ensemble Modern am Donnerstag, 13. März 2014, von 20.00 Uhr an im Mozart Saal der Alten Oper mit Werken von Schönberg bis in die Gegenwart. Zur Uraufführung gelangt dabei eine neue Komposition von Heinz Holliger, der sich immer wieder explizit in seinem Schaffen und in seinen Äußerungen auf Schumann beruft und diese Seelenverwandtschaft auch in seiner Rolle als Wegbegleiter des gesamten Fokus-Festivals offenbaren wird. Holligers Zyklus „Lunea“ nach Texten von Nikolaus Lenau – der auch Schumann schon inspirierte – entstand zunächst für Bariton und Klavier. Für das Fokus-Festival schuf der Komponist eine Neufassung für Bariton und 23 Musiker, die der Schweizer Bassbariton Robert Koller und das Ensemble Modern zur Uraufführung bringen werden.
 
Ebenfalls zur Uraufführung gelangt ein neues Werk des 1944 geborenen Komponisten York Höller, der sich bereits zuvor in seinen Werken auf Schumann bezog. Mit Kompositionen von Arnold Schönberg und György Ligeti (seinem Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten) erschließt das Ensemble Modern eine weitere Ebene der Querbezüge. Arnold Schönbergs sechs Klavierstücke op. 19 sind – wie zahlreiche der Klavierstücke Schumanns – charakteristische Miniaturen, ganz aufs Wesentliche, auf Ausdruckskraft reduziert. Heinz Holliger überführte diese reduzierten Formgebilde in eine Fassung für Kammerensemble, die das Ensemble Modern ebenfalls vorstellt.
 
Im Anschluss an das Konzert, gegen 21.45 Uhr, lädt die Alte Oper ein zum kostenfreien Nach(t)konzert, das Werke von Holliger und Schumann unmittelbar aufeinandertreffen lässt – Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven zum gleichen Genre. Holligers Nachtstücke „Elis“, vom Komponisten selbst am Klavier aufgeführt, treten dabei in Kontakt mit Schumanns Vier Nachtstücken op. 23 (am Klavier: Ueli Wiget).
 
Und auch vor dem Konzert ist die Achse Schumann-Holliger Thema: Im zweiten Teil der Reihe „Gespräche über Schumann“ stehen von 19.00 Uhr an Heinz Holliger und der Oboist Christian Hommel dem Musikjournalisten Hans-Klaus Jungheinrich Rede und Antwort.
 
Mit freundlicher Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung
 
Im Rahmen von „Impuls Romantik“, ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain
Im Rahmen von „Neue Wege zum Konzert“, gefördert von Kulturfonds Frankfurt RheinMain und Aventis Foundation
 
—| Pressemeldung Alte Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Alte Oper Frankfurt, FOKUS Perspektive Schumann: CHRISTIAN ZACHARIAS Klavier, 12.03.2014

März 11, 2014 by  
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FOKUS Perspektive Schumann: CHRISTIAN ZACHARIAS Klavier (anstelle von Piotr Anderszewski)

 
Mittwoch, 12. März 2014, 20.00 Uhr, Mozart Saal
 
Franz Schubert, Moments Musicaux D 780 op. 94
Robert Schumann Kreisleriana op. 16, Arabeske C-Dur op. 18
 
19.00 Uhr: Gespräche über Schumann I
Künstlergespräch mit Heinz Holliger, Anita Leuzinger und Anton Kernjak
Moderation: Hans-Klaus Jungheinrich
 
Nach dem Konzert, gegen 21.30 Uhr: Nach(t)konzert
ANITA LEUZINGER Violoncello
HEINZ HOLLIGER Oboe d’amore
ANTON KERNJAK Klavier
 
Robert Schumann Intermezzo aus der „F.A.E.-Sonate“
Heinz Holliger Romancendres für Violoncello und Klavier
 
Nach dem Nach(t)konzert: An der Bar mit Christian Zacharias
Schumann aus der Warte der Moderne: Vier Tage lang, vom 12. bis zum 15. März 2014, lässt die Alte Oper Frankfurt Experten und Musiker zu Wort und Klang kommen, die sich mit dem Œuvre Robert Schumanns intensiv beschäftigt haben – analysierend, im Komponieren aufgreifend oder interpretierend. „FOKUS Perspektive Schumann“ lautet der Titel dieses Themenschwerpunkts, der aus drei Konzertabenden und einer abschließenden „Langen Nacht der Romantik“ besteht.
 
Zur Eröffnung des Fokus-Festivals hat die Alte Oper für Mittwoch, 12. März 2014, ein vielfältiges Programm konzipiert, in dessen Zentrum ein Klavierrezital mit dem Pianisten und Dirigenten Christian Zacharias steht (20.00 Uhr, Mozart Saal), welches den ursprünglich für diesen Termin geplanten Auftritt von Piotr Anderszewski ersetzt.
 
Christian Zacharias hat sich einen ausgezeichneten Ruf als Schumann-Experte erarbeitet, davon künden seine vielfach prämierten Einspielungen der Schumann-Sinfonien mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne, eine filmische Dokumentation über Schumann sowie, nicht zuletzt, seine gefeierten Interpretationen der Klavierwerke Schumanns. Innerhalb von Schumanns Klavierkompositionen faszinieren ihn vor allem, wie er einmal in einem Interview bekannte, die Zyklen mit ihren kleinen, fast fragmentarischen Sätzen. Einen Schumann-Zyklus stellt Zacharias auch in den Mittelpunkt seines Abends in der Alten Oper: Die „Kreisleriana“ gilt als eines von Schumanns Schlüsselwerken, wenn nicht gar der romantischen Klavierliteratur überhaupt. Die acht Sätze, die sich im Titel auf die von E. T. A. Hoffmann erfundene Figur des Kapellmeisters Johannes Kreisler beziehen, zeichnen zugleich ein eindrucksvolles Seelenporträt des Komponisten selbst. Komplettiert wird das Programm durch Franz Schuberts sechs Moments Musicaux D 780 und Schumanns Arabeske C-Dur op. 18.
 
An das Gehörte schließt sich gegen 21.30 Uhr ein kostenfreies Nach(t)konzert an, das eine Brücke von Schumann in die Gegenwart schlägt. Denn hier begegnen sich das von Schumann komponierte Intermezzo aus der „F.A.E.-Sonate“ – einer Gemeinschaftsarbeit von Schumann, Johannes Brahms und Albert Dietrich – und ein Werk des Komponisten und Oboisten Heinz Holliger, der an allen Tagen des Festivals mit eigenen Werken oder eigenen Interpretationen präsent ist. Holligers Komposition „Romancendres“ von 2003 bezieht sich biografisch und thematisch auf fünf Celloromanzen Schumanns, die vernichtet wurden – „ein Versuch“, so Holliger, „eine Musik darüber zu schreiben, wie diese Stücke als Asche klingen.“
 
Die Interpreten des Nach(t)konzerts sind Heinz Holliger, der den Violinpart der F.A.E.-Sonate auf der Oboe d’amore übernimmt, Anita Leuzinger (Violoncello) und Anton Kernjak (Klavier).
 
Konzert und Nach(t)konzert werden eingefasst durch Künstlergespräche: Um 19.00 tritt der Musikjournalist Hans-Klaus Jungheinrich im Rahmen der Reihe „Gespräche über Schumann“ die Interpreten des Nach(t)konzerts, während sich im Anschluss an das Nach(t)konzert Christian Zacharias im Late-Night-Talk an der Bar Fragen zu seiner künstlerischen Arbeit stellt.
 
Im Rahmen von „Impuls Romantik“, ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain
 
Im Rahmen von „Neue Wege zum Konzert“, gefördert von Kulturfonds Frankfurt RheinMain und Aventis Foundation
 
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