Wien, Wiener Staatsoper, Lehrlingsstellen – Offene Positionen, IOCO Aktuell, 03.03.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

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WIENER STAATSOPER – VERGABE VON FÜNF LEHRLINGSSTELLEN

Bewerbungen bis 7. März 2021 möglich

Nicht nur die Förderung und Ausbildung junger Künstler*innen – in der Ballettakademie, der Opernschule sowie im neu gegründeten Opernstudio – ist der Wiener Staatsoper seit vielen Jahren ein Anliegen. Weniger bekannt ist, dass das Haus am Ring hinter den Kulissen auch ein Lehrbetrieb ist: Bereits seit 2001 wird jeweils ein Lehrling im Beruf Veranstaltungstechnik ausgebildet, seit 2018 zwei Lehrlinge im Beruf Maskenbildnerin.

Mit Lehrbeginn im September 2021 sucht die Wiener Staatsoper nun wieder fünf Lehrlinge (m/w/d): Ausgebildet werden zwei Lehrlinge für Metallbearbeitung, ein Lehrling für Veranstaltungstechnik sowie zwei Lehrlinge für Tischlerei.

Ziel:  Weiterbeschäftigung nach Ende der Lehrzeit

Die Lehrlinge erwartet eine umfassende und anspruchsvolle Ausbildung in einer der größten Kulturinstitutionen Österreichs. Ziel ist, dass sie nach positiver Absolvierung ihrer Lehrzeit in der Wiener Staatsoper fix beschäftigt werden.

HIER – Website der Wiener Staatsoper – Alle offenen Positionen der Staatsoper

Vorgestellt: Die Bühnentechnik der Wiener Staatsoper
youtube Trailer Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Petra Bohuslav, kaufmännische Geschäftsführerin:
»Eines unserer ganz großen Ziele ist es, die Wiener Staatsoper für junge Menschen zu öffnen. So haben wir beispielsweise die Generalproben der Neuproduktionen für U27-Publikum zugänglich gemacht und investieren sehr viel in partizipative Kultur-Vermittlungsformate. Nachdem die Wiener Staatsoper aber nicht nur eine internationale Kulturinstitution, sondern als wirtschaftlicher Betrieb auch Arbeitgeber für fast 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, freue ich mich ganz besonders, dass wir auch in dieser Funktion unser Haus öffnen und jungen Menschen die Möglichkeit geben, hier bei uns ihre Ausbildung zu absolvieren«.

Die Berufswelten (Auszug):

Die Lehrlinge für Metallbearbeitung (Lehrzeit: 3 Jahre) stellen u. a. einschlägige metallische Werkstücke und Bauteile her, konzipieren Skizzen und technische Zeichnungen, sind zuständig für das Fertigen, Zusammenbauen von Bauteilen und Geräten, Wartungsarbeiten, die Betreuung von Proben und Vorstellungen und die Auf-, Ab- und Umbauarbeiten von Kulissen und Bühnendekorationen im Team.

Im Bereich Veranstaltungstechnik (Lehrzeit: 3,5 Jahre) arbeitet der/die neue Kolleg*in bei der Vorbereitung und Planung von Veranstaltungen aller Art aus technischer Sicht mit und ist für die technischen Aufbauten und Anlagen zuständig; für die Installation und Montage von Ton- und Lichtanlagen und steht in engem Kontakt mit den Produktionsteams.

Die Lehrlinge für Tischlerei (Lehrzeit: 3 Jahre) erwarten die Fertigung und Montage von Möbelstücken und Bauteilen aus Holz, Holzwerk- und Kunststoffen, Reparaturarbeiten, die Betreuung von Proben und Vorstellungen in Zusammenarbeit mit anderen beteiligten Arbeitsgruppen, sowie im Team die Auf-, Ab- und Umbauarbeiten von Kulissen und Bühnendekorationen.

Alle Informationen mit detaillierten Beschreibungen der Berufswelten, Voraussetzungen und Lehrlingsentschädigungen  

HIER – auf der Website der Wiener Staatsoper – Alle offenen Positionen

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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Wien, Wiener Staatsoper, Livestream bis 25.01.2021 incl. Domingo in Nabucco, 22.01.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

DER STREAMING-SPIELPLAN VOM
19. BIS 25. JÄNNER 2021

Minutenlanger Applaus nach seiner großen Arie im dritten Akt als tragisch-einsamer Herrscher: So feierte das Wiener Publikum Ferruccio Furlanetto in einer seiner zentralen Rollen, als Philipp II. in Verdis Don Carlo. Dazu Dmitry Hvorostovsky als Posa, Stefano Secco in der Titelfigur, Maria Pia Piscitelli als Elisabetta und Béatrice Uria-Monzon als Eboli. In der Aufzeichnung vom 25. Februar 2015 ist die bejubelte Vorstellung unter Marco Armiliato noch einmal als Stream zu erleben.

Nicht weniger intensiv die Salome aus 2020, die Michael Boder leitete: Lise Lindstrom, Michael Volle und Waltraud Meier sind in dem ersten großen Opern-Erfolgswerk Richard Strauss‚ zu erleben, zu sehen ist die bewährte Inszenierung von Boleslaw Barlog.

Das Wiener Staatsballett ist wieder mit Rudolf Nurejews Schwanensee zu erleben – in der Aufzeichnung der Premiere vom März 2014 tanzen u. a. Olga Esina, Vladimir Shishov und Eno Peci.

Mit einem live übertragenen Nabucco, der im Haus am Ring ohne Publikum gespielt wird, bietet die Wiener Staatsoper einen Abend, in dem neben Plácido Domingo unter anderem auch Freddie De Tommaso (zuletzt im Haus am Ring als Pinkerton in Madama Butterfly), Anna Pirozzi (Abigaille) und Riccardo Zanellato (Zaccaria) zu hören sind. Es dirigiert Marco Armiliato.

Nach der Lulu (u. a. mit Agneta Eichenholz und Bo Skovhus) folgen die erste beiden Teile eines Ring-Zyklus, der im Jahr 2016 unter Adam Fischer aufgezeichnet wurde.

Alle unten angeführten Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr – Nabucco bereits um 16.30 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

Das Programm bis einschließlich 25. Jänner 2021:


Wiener Staatsoper / Don Carlo © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Don Carlo © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Dienstag, 19. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Giuseppe Verdi
Don Carlo (Vorstellung vom 25. Februar 2015)
Dramma lirico in vier Akten
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Daniele Abbado
Mit u.a.: Stefano Secco, Dmitri Hvorostovsky, Maria Pia Piscitelli, Béatrice Uria-Monzon, Ferruccio Furlanetto

Wiener Staatsoper / Salome © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Salome © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Mittwoch, 20. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Strauss
SALOME (Vorstellung vom 24. Jänner 2020)
Musikdrama in einem Akt
Musikalische Leitung: Michael Boder
Inszenierung: Boleslaw Barlog
Mit u.a.: Lise Lindstrom, Michael Volle, Waltraud Meier, Herwig Pecoraro

Wiener Staatsoper / Schwanensee © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Schwanensee © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Donnerstag, 21. Jänner 2021, 19.00 Uhr – Ballett
Piotr I. Tschaikowski
SCHWANENSEE (Vorstellung vom 16. März 2014)
Musikalische Leitung: Alexander Ingram
Choreografie: Rudolf Nurejew
Mit u.a. Olga Esina, Vladimir Shishov, Eno Peci, SolistInnen und Corps de ballet des Wiener Staatsballetts

Wiener Staatsoper / Nabucco © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Nabucco © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Freitag, 22. Jänner 2021, 16.30 Uhr (LIVE)
Giuseppe Verdi
NABUCCO
Dramma Lirico in vier Teilen
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Günter Krämer
Mit u.a.: Plácido Domingo, Freddie De Tommaso, Riccardo Zanellato, Anna Pirozzi

Wiener Staatsoper / LULU © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / LULU © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Samstag, 23. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Alban Berg (Orchestrierung des 3. Aktes komplettiert von Friedrich Cerha)
LULU (Vorstellung vom 12. Dezember 2017)
Oper in drei Akten
Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher
Inszenierung: Willy Decker
Mit u.a.: Agneta Eichenholz, Bo Skovhus, Charles Workman, Angela Denoke, Franz Grundheber

Wiener Staatsoper / Das Rheingold © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Das Rheingold © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Sonntag, 24. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Wagner
DAS Rheingold (Vorstellung vom 10. Jänner 2016)
Vorabend des Bühnenfestspiels
Musikalische Leitung: Adam Fischer
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Tomasz Konieczny, Norbert Ernst, Jochen Schmeckenbecher, Herwig Pecoraro, Michaela Schuster, Caroline Wenborne

Wiener Staatsoper / Walküre - Ventris, Meier © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Walküre – Ventris, Meier © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Montag, 25. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Wagner
DIE WALKÜRE (Vorstellung vom 13. Jänner 2016)
Erster Tag des Bühnenfestspiels
Musikalische Leitung: Adam Fischer
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Christopher Ventris, Ain Anger, Waltraud Meier, Linda Watson, Tomasz Konieczny

 

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—


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Wien, Wiener Staatsoper, Das Haus am Ring – Öffnet wieder, 08.06.2020

Juni 3, 2020 by  
Filed under Pressemeldung, Spielpläne, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

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Das Haus am Ring öffnet wieder – Eingeschränkt

 Konzertprogramm im Juni 2020

Nach vielen Wochen der coronavirusbedingten Schließung freut sich das Haus am Ring, schon bald wieder für sein Publikum öffnen zu dürfen: In insgesamt 14 Konzerten für maximal 100 Besucherinnen und Besucher wird wieder Musik in der Wiener Staatsoper erklingen.

Geplant ist eine abwechslungsreiche Reihe von klavierbegleiteten Lieder- und Arienabenden im Großen Haus (vor dem Eisernen Vorhang), die von Ensemblemitgliedern des Hauses sowie von Gastsolistinnen und -solisten gestaltet werden. Auch ein Termin der beliebten Reihe Kammermusik der Wiener Philharmoniker (link HIER!)wird nun nachgeholt.

Den Auftakt macht am 8. Juni 2020 ein Liederabend von Günther Groissböck; weiters geben die Publikumslieblinge KS Tomasz Konieczny (11. Juni), KS Camilla Nylund (15. Juni), KS Michael Schade (18. Juni), KS Juan Diego Flórez (20. Juni) und KS Krassimira Stoyanova (25. Juni) Liederabende im Haus am Ring.

Am  9., 12., 16., 19., 22. und 24. Juni 2020 gestalten Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper die Konzerte.

Als Abschluss findet am 27. Juni 2020 das (ursprünglich für 28. Juni geplante) Galakonzert des jungen Ensembles statt. Dabei treten all jene Sängerinnen und Sänger auf, die in der Direktion von Dominique Meyer eine besondere Rolle spielten und, zumindest zeitweise, im Ensemble waren: eine Art musikalischer Rückblick – auch mit dem Orchester der Wiener Staatsoper.

Alle Konzerte werden als Livestream auf www.staatsoperlive.com – weltweit und kostenlos – übertragen.

Das Programm für alle Veranstaltungen, die Besetzungen der Ensemble-Konzerte, des Kammermusik-Abends und des Galakonzertes werden in Kürze auf www.wiener-staatsoper.at veröffentlicht. Die Konzerte beginnen jeweils um 19.30 Uhr (keine Pause), das Galakonzert um 19.00 Uhr (eine Pause).

Karten: Der Kartenverkauf für alle Veranstaltungen beginnt am 4. Juni 2020 um 8 Uhr in der Kassenhalle der Bundestheater sowie online unter www.wiener-staatsoper.at.

Ticketpreise: EUR 36,- (Konzerte der Ensemblemitglieder sowie Kammermusik) bzw. EUR 100,- (Liederabende, Galakonzert)

Sicherheitshinweise (siehe auch www.wiener-staatsoper.at): Aus Sicherheitsgründen werden ausschließlich Einzel-Sitzplätze im Parkett angeboten. Besucherinnen und Besucher sind aufgefordert, den entsprechenden Abstand einzuhalten, sich die Hände zu desinfizieren sowie bis zur Einnahme ihrer Sitzplätze einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.


Das Programm im Überblick
8. Juni 2020 Günther Groissböck, Bass | Alexandra Goloubitskaia, Klavier Liederabend
9. Juni 2020 Ensemblekonzert (Werke von Wolfgang Amadeus Mozart)
10. Juni 2020 Kammermusik der Wiener Philharmoniker
11. Juni 2020 Tomasz Konieczny, Bassbariton | Lech Napierala, Klavier Liederabend
12. Juni 2020 Ensemblekonzert (Werke des Belcanto)
15. Juni 2020 Camilla Nylund, Sopran | Helmut Deutsch, Klavier Liederabend
16. Juni 2020 Ensemblekonzert (Französisches Repertoire)
18. Juni 2020 Michael Schade, Tenor | Jendrik Springer, Klavier Liederabend
19. Juni 2020 Ensemblekonzert (Deutsches Repertoire)
20. Juni 2020 Juan Diego Flórez, Tenor | Cécile Restier, Klavier Liederabend
22. Juni 2020 Ensemblekonzert (Slawisches Repertoire)
24. Juni 2020 Ensemblekonzert (Werke von Giacomo Puccini und des Verismo)
25. Juni 2020 Krassimira Stoyanova, Sopran | Ludmil Angelov, Klavier Liederabend
27. Juni 2020 Galakonzert des jungen Ensembles
Solistinnen und Solisten und Orchester der Wiener Staatsoper

 

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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Wien, Wiener Staatsoper, Neues Management – Spielplan 2020/21, IOCO Aktuell, 09.05.2020

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

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Spielplan 2020/21 der Staatsoper – Mit neuem Management

Roscic, Schläpfer, Jordan – folgen – Meyer, Legris

von Marcus Haimerl

Das neue Management der  Wiener Staatsoper hatte Pech in seinem ersten Auftritt:  Am 26. April 2020 sollte die Spielzeit 2020/21, in neuer Aufmachung, erstmals vor großem Publikum auf der Bühne der Wiener Staatsoper mit ausgewählten Sängern präsentiert werden statt, wie zuvor über viele Jahre praktiziert, vor der ausgewählten internationalen Presse. Aber die Corona-Pandemie beendete schon die erfolgreiche 10-jährige Amtszeit von Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Ballettdirektor Manuel Legris Mitte März 2020 ohne großen Abschied und eher zufällig kurz nach dem Opernball. Die Pandemie  zwang auch den neuen Staatsoper-Direktor Bogdan Roscic,  seine Absichten und Ideen  zur Spielzeit 2020/21 anders als geplant, vor leerem Haus auf der Bühne der Staatsoper, vorzustellen. Die weiteren neuen Manager wurden dort per Video zugeschaltet.

Bogdan Roscic stellt sich vor
youtube Trailer Wiener Staatsoper
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Der designierte Staatsoperndirektor Bogdan Roscic, * 1964, präsentierte dort, im Interview mit ORF III Moderator Peter Fässlacher, seine Pläne für die  Spielzeit 2020/21 und die Zukunft des Hauses unter seiner Leitung. Roscic leitete zuletzt die Klassik-Sparte von Sony Music; Führungserfahrung oder Erfolge  in der Leitung von Musiktheater besitzt er nicht.  Das  weitere neue Management der Staatsoper, Jordan und Schläpfer, wurde während der Präsentation per Video zugeschaltet:  Philippe Jordan, *1974,  bisheriger Chefdirigent der Wiener Symphoniker übernimmt die seit 2014, dem Abgang von Franz Welser-Möst, vakante Position als zukünftiger Musikdirektor der Staatsoper.  Martin Schläpfer, *1959, ehemals Ballettdirektor der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf, löst in Wien den bisherigen Ballettdirektor Manuel Legris  ab.

Der Fokus der ersten Spielzeit mit 10 Premieren von Direktor Bogdan Roscic liegt in einer raschen musikalischen und szenischen Erneuerung des Kernrepertoires. In den kommenden fünf Jahren soll es zumindest eine Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner und einer Oper der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Auch die Öffnung des Hauses für alle, auch für junges Publikum liegt Roscic am Herzen.  Vorsatz oder Dilettantismus: in jedem Fall auffällig:  Die Präsentation Bogdan Roscic enthielt, mit Ausnahme eines, wenn auch  dezenten  Seitenhiebes („Auslastungsstreber“), keine Würdigung oder Verpflichtung  der höchst erfolgreichen Tätigkeit der Vorgänger Dominique Meyer oder Manuel  Legris. Ebenso auffällig ist für neutrale  Beobachter, dass auch der zuständige Bundesminister bzw. Staatssekretär/in öffentlich keinen optisch wie  sprachlich geordneten Übergang auf „die Neuen“  in diese für ganz Österreich so populäre Position moderierte.

So passten die von  der Corona-Krise verursachten Unebenheiten bestens in die weitere denkwürdige Choreographie der Vorstellung des Spielplanes 2020/21 der Wiener Staatsoper.

Intendant Dominique Meyer © IOCO

Intendant Dominique Meyer © IOCO

IOCO dankt Dominique Meyer für seine Jahre an der Staatsoper

Die Wiener Staatsoper unter Dominique Meyer  und Manuel Legris setzte in vielen Produktionen künstlerische Maßstäbe für Musiktheater weltweit. 620.000 Besucher füllten   alle Vorstellungen der Staatsoper nahezu bis auf den letzten Platz.  Dazu lag die Auslastung sowohl in den Sparten Oper und Ballett bei mehr als 99%. Die höchste dauerhafte Auslastung aller großen Musiktheater weltweit.
Erinnerlich: Direktoren normal oder schlecht besuchter Theater begründen niedrigen Publikumszuspruch regelmäßig selbsterhöhend – mit den besonderen Ansprüchen ihrer Produktionen, siehe unten.

Der künftige Staatsoperndirektor, der sich selbst als unbeschriebenes Blatt in der Funktion als Theaterdirektor bezeichnet, stellte den Spielplan 2020/21 mit der ungewöhnlichen Ansicht vor,  die unter seinem Vorgänger Dominique Meyer stetig erzielten  hohen Auslastungen seien „für ihn“ keine Vorgaben:  „Die Wiener Staatsoper ist da um großartig zu sein, um Erlebnisse zu bieten auf absolutem Spitzenniveau, die sonst nirgendwo geboten werden können und ohne die das Leben arm wäre. Wenn sie das tut wird sie auch immer brechend voll sein.“, so Bogdan Roscic.  Der  von der Rheinoper Düsseldorf kommende  neue Ballettdirektor Martin Schläpfer wurde in Düsseldorf nie heimisch. Die unter seinem Vorgänger, Ballettdirektor Youri Vamos bis 2011 stets prall gefüllte Rheinoper erreichte Martin Schläpfer nur selten; mit neuen Choreographien  erzielte er über Jahre nur wenig Breitenwirksamkeit und nur durchschnittliche Gesamt-Auslastungen von 75%. So weigerte sich Schläpfer in Düsseldorf bei IOCO-Nachfragen konstant über Auslastung zu sprechen („über Auslastung rede ich nicht“). Das benachbarte Aalto Ballett Essen ist deutlich beliebter: seine Auslastung liegt seit Jahren bei 85%.

Bogdan Roscic – Paradigmen der kommenden Spielzeit

Im Zeichen der Auseinandersetzung und Erneuerung des Kern-Repertoires

In zehn Premieren werden zehn auf ihre Art absolut zentrale Opern neu auf die Bühne gebracht, darunter einige der meistgespielten Werke des Repertoires. Die Arbeit an diesen Projekten ist stark durch die Wiedereinführung der Position des Musikdirektors bestimmt: Philippe Jordan ist nicht nur wesentlicher Teil des neuen künstlerischen Führungsteams, sondern wird, auch an vielen Abenden am Dirigentenpult stehen – so bereits bei der Eröffnungspremiere der Saison.

Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Direktion liegt neben der Beschäftigung mit Fragen des musikalischen Bereichs vor allem im Dialog und der Balance zwischen musikalischer Arbeit und szenischem Anspruch. Daher wird das Führungsteam seine Vorhaben der ersten Spielzeit gemeinsam mit den wichtigsten Regisseuren der Opernwelt umsetzen. Fast alle von ihnen arbeiten zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper. Durch die ungewöhnlich hohe Anzahl von Premieren gehen auch einige ihrer bereits legendär gewordenen, stilbildenden Inszenierungen innerhalb einer Saison neu erarbeitet in das Repertoire der Wiener Staatsoper ein.

Programmatisch werden von der neuen Direktion drei Schwerpunkte gesetzt: Mozart, Wagner sowie jene klassisch gewordenen Opern des 20. Jahrhunderts, die eine Brücke zwischen Tradition und zeitgenössischer Komposition bilden. Diese drei Schwerpunkte werden sich in jeder der von der neuen Direktion verantworteten Spielzeiten wiederfinden. Parallel zu den zehn neuen Projekten widmet sich die Wiener Staatsoper einer Reihe von klar als solchen gekennzeichneten Wiederaufnahmen. Neben den bekanntesten Namen der Opernwelt werden an der Spiel-zeit viele für die Staatsoper neue Künstlerinnen und Künstler in ihren Haus-Debüts mitwirken, vokal ebenso wie am Dirigentenpult. An dieses kehren in Folge aber auch vertraute, wichtige Namen wie Christian Thielemann, Franz Welser-Möst oder Bertrand de Billy zurück. Die Wiener Staatsoper ist für alle da. Sie auch konsequent für alle zu öffnen, ist ein weiteres Ziel, das sich die neue Direktion vorgenommen hat. Eine dafür zentrale Maßnahme ist die intensive Weiterführung des Kinderoper-Programms, das stärker ans Haus selbst gebracht wird. Mozarts Entführung wird für Kinder als Wander-Theater an besonderen Plätzen der Staatsoper gezeigt, auch ein verdichteter, auf Deutsch neu erzählter, Barbier von Sevilla wird im Großen Haus zu sehen sein. Die Saison 2020/21 ist auch der Beginn einer neuen Ära für das Staatsballett. Der Schweizer Choreograph Martin Schläpfer übernimmt die Führung der Compagnie.

Elektra – 2020/21 – ab 8.9.2020 wieder auf dem Spielplan
youtube Trailer Wiener Staatsoper
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Zehn Opern-Premierenproduktionenin der Saison 2020/21

– 7. September 2020 – MADAMA BUTTERFLY   von Giacomo Puccini

Musikalische Leitung Philippe Jordan, Inszenierung Anthony Minghella, Regie & Choreographie Carolyn Choa,

Mit: Cio-Cio-San Asmik Grigorian, Pinkerton Freddie De Tommaso, Sharpless Boris Pinkhasovich

Diese poetische, aufsehenerregende Inszenierung des Oscar-Preisträgers Anthony Minghella (Der englische Patient, Der talentierte Mr. Ripley), wird als erste Premiere in Wien von Carolyn Choa, die sie als Choreographin gemeinsam mit ihrem im Jahr 2008 verstorbenen Ehemann und Regisseur Minghella erarbeitet hat, neu einstudiert. Asmik Grigorian gibt ihr Staatsoperndebüt in der Rolle der Cio-Cio-San. Ebenso erst-mals am Haus zu sehen: Freddie De Tommaso als Pinkerton. Philippe Jordan nimmt mit diesem Dirigat seine Arbeit als Musikdirektor auf und übergibt in der dritten Aufführungsserie an Hausdebütantin Joana Mallwitz. Unter ihrer Leitung gibt Roberto Alagna nach fast 100 Auftritten in 15 unterschiedlichen Opern mit dem Pinkerton ein wichtiges Rollendebüt an der Wiener Staatsoper.

– 12. Oktober 2020 – Die Entführung aus dem Serail – Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung Antonello Manacorda, Inszenierung Hans Neuenfels

Konstanze Lisette Oropesa, Blonde – Regula Mühlemann, Belmonte – Daniel Behle, Pedrillo – Michael Laurenz, Osmin – Goran Juric, Bassa Selim – Christian Nickel

Ein Klassiker der Musiktheaterregie ist Hans Neuenfels’ nun für Wien weiterentwickelte, ebenso poetische wie skurrile, existentiell anrührende wie heiter skeptische Meditation über das Gegen- und Miteinander von Gesang und Schauspiel. Neuenfels, der demnächst seinen 79. Geburtstag feiert, besetzt alle solistischen Gesangsrollen noch einmal mit Schauspielern. Seine Neufassung des Librettos behält alle Handlungsmomente des Originals bei, zugleich reflektieren sich Schauspiel und Gesang in Spiegelungen und Verflechtungen. Unter der Leitung von Antonello Manacorda singen und spielen unter anderem die Koloratursopranistin Lisette Oropesa in der Rolle der Konstanze sowie das langjährige Burgtheater- und heutige Theater in der Josefstadt-Ensemblemitglied Christian Nickel in der Rolle des Bassa Selim. In der zweiten Serie singt – erstmals am Haus – Brenda Rae die Partie der Konstanze.

– 25. Oktober 2020 – EUGEN ONEGIN von Piotr I. Tschaikowski

Musikalische Leitung Tomáš Hanus, Inszenierung Dmitri Tcherniakov

Mit: Tatjana – Tamuna Gochashvili, Eugen Onegin – Andrè Schuen, Lenski – Bogdan Volkov, Fürst Gremin – Dimitry Ivashchenko,

Die 2006 am Bolschoi Theater Moskau herausgebrachte Inszenierung von Regisseur und Bühnenbildner Dmitri Tcherniakov ist rund um die Welt gegangen und bis heute eine seiner wichtigsten geblieben. Tcherniakov schuf einen hermetisch anmutenden, klassizistischen Speisesaal, in dem sich ein zeitloses inneres Geschehen abspielt. Zentrales Gestaltungselement ist ein langer Tisch, der als Ort des geteilten festlichen Lebensgenusses die unaufhebbare Entfremdung der Figuren umso fühlbarer macht. In nahezu allen solistischen Rollen geben Vertreter einer jungen Sängergeneration, angeführt vom neuen Ensemblemitglied Tamuna Gochashvili als Tatjana und Andrè Schuen als Onegin, ihr jeweiliges Hausdebüt. Dirigent der Neuproduktion ist Tomáš Hanus, der das Werk hier erstmals dirigiert.

Das verratene Meer – hier von Wieler, Morabito vorgestellt
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– 13. Dezember 2020 – DAS VERRATENE MEER von Hans Werner Henze

Musikalische Leitung Simone Young, Inszenierung Jossi Wieler & Sergio Morabito,

Mit: Fusako Kuroda – Vera-Lotte Boecker, Noboru – Josh Lovell – Ryuji Tsukazaki – Bo Skovus

Die Vorlage zu Das verratene Meer stammt aus der Feder des »enfant terrible« der japanischen Nachkriegsliteratur, Yukio Mishima, dessen Roman Gogo no Eiko (auf Deutsch erschienen unter dem Titel Der Seeman, der die See verriet) der Oper zugrunde liegt. Hans Werner Henze lässt den subtilen Horror der Vorlage Klang werden – beunruhigend und verführerisch zugleich. Die Staatsoper bietet eine grandiose Riege von Sängerdarstellern auf, darunter, neu im Ensemble, die Sopranistin Vera-Lotte Boecker als Fusako, Josh Lovell, seit der Saison 2019 / 20 im Ensemble, als Noboru oder Bo Skovhus mit seinem Rollendebüt als Ryuji. Die für einen großen Orchesterapparat konzipierte Partitur wird von Simone Young dirigiert, die das Publikum wie kaum eine Zweite für die klassische Moderne zu begeistern weiß. Sein Regiedebüt an der Wiener Staatsoper gibt das Regieteam Jossi Wieler und Sergio Morabito (letzterer ab Beginn der neuen Spielzeit auch Chefdramaturg im Haus am Ring). Gemeinsam mit Anna Viebrock, die für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich zeichnet, haben sie weltweit schon über 20 Opern inszeniert.

Die weiteren Premieren der Spielzeit 2020/21 – links HIER!

CARMEN am 6.2.2021, La Traviata am 4.3.2021, Parsifal am 1.4.2021, FAUST am 23.4.2021, L´Incoronazione di Poppea am 22.5.2021, Macbeth am 10.6.2021

 

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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