Hans Pfitzner – Complete Lieder, IOCO CD-Rezension, 29.09.2019

September 29, 2019 by  
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Hans Pfitzner - Complete Lieder - Naxos CD © NAXOS

Hans Pfitzner – Complete Lieder – Naxos CD © NAXOS

Hans Pfitzner – Complete Lieder – Naxos 8572603

Ist der Himmel darum im Lenz so blau, Zweifelnde Liebe, Lockung, Die Nachtigallen.

von Julian Führer

Hans Pfitzner (1869-1949) hatte zu Lebzeiten erheblichen Erfolg. Bekannt ist vor allem seine Oper Palestrina, die über viele Jahre hinweg einen Stammplatz im Repertoire hatte, heute jedoch nur noch selten zu erleben ist. Zu seinem 125. Geburtstag im Jahr 1994 erschien noch eine Briefmarke der Deutschen Bundespost. Zu seinem 150. Geburtstag im Jahr 2019 gab es nur wenige Veröffentlichungen, die vor allem die politische Haltung des Komponisten thematisierten; in Trier wurde bei einem für Ende September geplanten Konzert sogar das Programm geändert, weil Pfitzner inzwischen in Teilen der Öffentlichkeit als untragbar gilt.

Hans Pfitzner, Wien © IOCO

Hans Pfitzner, Wien © IOCO

Pfitzner komponierte in spätromantischer Tradition, entwickelte diese jedoch deutlich weiter. Seine Melodien sind oft grüblerisch, seine musikalischen Gedanken manchmal verstiegen, es fehlt ihm die Süffigkeit eines Richard Strauss – und doch gilt er vielen auch musikalisch als rückwärtsgewandt, weil er die neuen Strömungen wie etwa die Musik Arnold Schönbergs und ihre Verteidiger wie Paul Bekker publizistisch bekämpfte. Dennoch haben seine Kompositionen viel Neues. Sein Komponistenkollege Gustav Mahler, der Schriftsteller Thomas Mann und der Dirigent Bruno Walter hielten seine Werke gleichermaßen für bedeutend. Über ein halbes Jahrhundert hinweg komponierte Pfitzner über hundert Lieder, von denen es eine 2001 auf 5 CDs erschienene Gesamteinspielung bei CPO gibt. Bei Naxos ist nun die zweite CD einer neuen Gesamtaufnahme erschienen. Anders als beim Vorgängerunternehmen von 2001 werden die Lieder hier nicht in rein chronologischer Reihenfolge geboten. Von den Sieben Liedern Opus 2 finden sich hier beispielsweise nur vier; die Gruppierung der Stücke ist eher künstlerisch motiviert als dem Gedanken eines systematischen Werkkatalogs verpflichtet.

Der CD ist leider (anders als bei CPO) im Booklet kein Text beigegeben, doch sind die gesungenen Texte (auch mit englischer Übersetzung) auf https://www.naxos.com/sungtext/pdf/8.572603_sungtext.pdf  zu finden. Bei CPO wechseln die Sängerinnen und Sänger, die Pianisten ebenfalls. Auf der vorliegenden CD sind der Tenor Colin Balzer und am Klavier Klaus Simon zu hören. Der Klavierpart ist hier oft deutlich überzeugender präsentiert und besser aufgenommen als bei der etwas älteren Gesamteinspielung. Aufgenommen wurden die Lieder bereits im Jahr 2010, nun sind sie im Jahr des 150. Geburtstages und des 70. Todestages Pfitzners erschienen.

Die 26 Stücke der CD umfassen Lieder der Jahre 1884 bis 1916; es ist deutlich hörbar, dass sich Pfitzners Stil im Laufe dieser drei Jahrzehnte massiv gewandelt hat. Nicht ganz nachvollziehbar ist, dass die Jugendwerke (WoO 9, 6, 5 und 12) am Ende und nicht bei den frühen Liedern Opus 2/6/7 stehen.

Die ersten vier Stücke der Sieben Lieder Opus 2 von 1888/1889 eröffnen den Zyklus. „In der Früh, wenn die Sonne kommen will“ nach einem Text von Richard Leander thematisiert recht kurz die Erwartung des Liebenden. Das Lied beginnt wie bei Schubert, mündet dann aber in eine fragende Linie nach oben, die schmerzhaft dissonant endet. Opus 2,2 „Ist der Himmel darum im Lenz so blau“ ist eines der bekanntesten Lieder Pfitzners. Die ersten Takte lassen bereits das Kyrie eleison im ersten Akt der Oper Palestrina vorausahnen. Melodisch ist das Stück sehr schwelgerisch und reichhaltig, obwohl es zweistrophig angelegt ist und nur eine reichliche Minute umfasst. Am Ende wird die Tonika vermieden. Opus 2,3 („Kalt und schneidend weht der Wind“ nach Hermann Lingg) hingegen hat bei unregelmäßiger Länge der musikalischen Phrasen eine düstere, fahle Atmosphäre, dissonante Haltetöne, und die Singstimme geht weit nach unten, um dann auf einem schwer zu fassenden hohen Ton zu enden: „Was sind Rosen ohne dich?“ Opus 2,4 („Im tiefen Wald verborgen“) ist eine Naturschilderung mit Sextenketten als Begleitung und einem Tonfall, den man auch bei Flotow und Brahms findet. Die Männer auf der Jagd treffen das Wild im Herzen, die Frauen treffen dort die Männer.

Im ersten Stück der Sechs Lieder Opus 6 (1888/1889) komponiert Pfitzner eine Barcarole, die bei den Worten „Feucht und kühl der Wasserfluten licht Geflimmer“ den dritten Akt von Wagners Tristan aufscheinen lässt und diesen Anklang bei der Frage „Liebst du mich?“ auf einem nicht aufgelösten Akkord mit folgender Generalpause noch einmal aufnimmt. Auch in Opus 6,3 (nach dem Text „Zugvogel“ von James Grun) ist Wagner gegenwärtig, als die Perspektive eines Zugvogels über dem endlosen Meer geschildert wird. Düstere Momente wie der tote Schwan im ersten Akt des Parsifal und Brünnhildes Grübeln im zweiten Akt der Walküre sind zu erahnen. Colin Balzer gestaltet dieses Stück mustergültig, die Stimme ist nie zu eng geführt und verfügt über die nötigen Höhen und Tiefen, um den Kompositionen gerecht zu werden. Sehr anspruchsvoll ist die Kontrolle der Stimme bei der Fermate auf „und das Land, die Rast noch so weit, so weit“. Deutlich üppiger ist die „Wasserfahrt“ (Opus 6,6) nach einem Text von Heinrich Heine, die auch von Mendelssohn vertont wurde.

„Hast du von den Fischerkindern das alte Märchen vernommen?“ von Wolfgang Müller von Königswinter lieferte den Text für Opus 7,1. Aus einer düsteren Grundstimmung entwickelt sich am Schluss ein mächtiger Ausbruch. Hier wie fast durchgehend schreibt Pfitzner gemächliche, oft langsame, mitunter stockende Tempi vor. Ganz anders ist der rasend schnell vorgetragene „Nachtwanderer“ nach Joseph von Eichendorff, der hörbar Schuberts Erlkönig-Komposition nachempfunden ist. Ein im Bass atemlos vorwärtstreibendes Klavier, das Motiv des Unheimlichen und des bedrohten Kindes sind deutlich. Das buchstäbliche Hämmern auf der Basslinie gibt es auch bei Ludwig van Beethoven (Sonate Nr. 1 Opus 2 sowie die „Appassionata“ Opus 57, beide in f-Moll). Dieses Gedicht wurde auch von Erich Wolfgang Korngold vertont. Zu Opus 7,4 („Lockung“, ebenfalls nach Eichendorff) gibt es ebenfalls eine weitere Vertonung, diesmal von Fanny Hensel. Pfitzner lässt vier Takte mit Gesang und fast nur Stützakkorden im Klavier mit zwei Takten Piano solo mit Verzierungen alternieren. Es folgen im Bass des Klaviers Arpeggien und im oberen Register spannende Harmoniewechsel, die den Gesang begleiten. Hier und auch in Opus 7,5 begleitet Klaus Simon am Klavier sehr orchestral, passend zur Stimmung des Liedes fast opernhaft.

Aus den Fünf Liedern für eine Singstimme und Klavier Opus 11 von 1901 ist auf dieser CD nur Eichendorffs recht bekannte „Studentenfahrt“ Opus 11,3 vertreten. Die musikalischen Stimmungen wechseln sehr stark, Pfitzner löst sich hier hörbar von seinen Vorläufern. Das „Herbstbild“ nach Friedrich Hebbel Opus 21,1 von 1907 markiert einen deutlichen Wandel in den kompositorischen Mitteln. Der Beginn („Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah“) ist sehr dissonant, erst gegen Ende beruhigt sich die harmonische Situation. In Opus 21,2 gibt es einen dissonanten und recht hohen Schlusston, der wieder einen sicheren Sänger erfordert. Petrarcas Sonett 92 liefert den Text für Opus 24,3. Die unterschiedlich langen Phrasen und die polyphone Struktur, vor allem das Zwischenspiel weisen auf den 1915 vollendeten Palestrina voraus.

Aus den Fünf Liedern Opus 26 von 1916 findet sich Opus 26,3 („Neue Liebe“ von Joseph von Eichendorff) mit vielen Wechseln in den Klangfarben. In der zweiten und vierten Strophe hämmert das Pedal etwas (ebenfalls im „Kuckuckslied“ WoO 6) – dies ist aber die einzige Kritik, die am sonst prachtvoll ausgeleuchteten Klavierpart zu äußern ist. Im „Mailied“ (nach Goethe) Opus 26,5 klingt Walther von Stolzings Preislied aus den Meistersingern von Nürnberg an.

Heinrich Heine Paris © IOCO

Heinrich Heine Paris © IOCO

Die abschließenden Stücke aus dem Frühwerk zeigen abermals die große Bandbreite der kompositorischen Mittel, über die Pfitzner bereits als junger Mann verfügte. „Naturfreiheit“ WoO 9,3 nach Ludwig Uhland baut sehr langsame, düstere Stützakkorde auf bei zunächst langsamem Gesang, der sich bei der dritten (von sechs) Strophen dann deutlich belebt. Die „Kuriose Geschichte“ von Robert Reinick WoO 9,6 hingegen ist volksliedhaft gehalten. Dreimal zwei kurze Strophen bilden eine Struktur, der leicht zu folgen ist, wobei musikalisch immer wieder variiert wird. Das „Kuckuckslied“ WoO 6 von 1885 wurde erst ein Jahrhundert später erstmalig vollständig herausgegeben und fehlt im 1998 durch Richard Mercier publizierten Katalog der Lieder. Die fallende Kuckucksterz steht für einen fröhlichen Beginn. Als es im Lied um Menschenkinder geht, düstert sich die Stimmung auf einmal drastisch ein. In diesem Lied ist ausnahmsweise ein hoher Ton der Gesangsstimme nicht optimal aufgenommen (er reißt etwas ab). Die CD endet mit „Ein Fichtenbaum steht einsam“ WoO 12 nach Heinrich Heine. Einmal mehr ist das Klavier sehr düster gehalten, die Stimme bewegt sich in einer recht hohen Lage und steuert auf Dissonanzen mit der Begleitung zu – ein Vorgehen, wie es in dieser Zusammenstellung mehrmals zu erleben ist.

Im Jahr 2019 Werke von Hans Pfitzner publizieren – kein ganz einfaches Unterfangen, wie man an der Absage eines Konzertes in diesem doppelten Jubiläumsjahr sehen kann. Seltene, aus politischen Gründen oft umstrittene Aufführungen, aus dem Repertoire inzwischen fast verschwundene Werke – und doch lohnt sich die Auseinandersetzung auf jeden Fall. Pfitzner hat eine ganz eigene Klangsprache, die ihn manchmal moderner sein lässt als sein Zeitgenosse Strauss. Das Unterfangen, das Gesamtcorpus der Lieder in einer aktuellen Aufnahme zu präsentieren, ist auf jeden Fall zu begrüßen. Bei der vorliegenden CD kommt hinzu, dass Colin Balzer und Klaus Simon der anspruchsvollen Aufgabe voll und ganz gerecht werden und somit Werbung für die (Wieder-)Entdeckung eines bereits zu Lebzeiten oft angegriffenen und manchmal auch diffamierten Komponisten machen. Der ausgesprochen preiswerten Aufnahme ist eine breite Rezeption, dem Gesamtunternehmen weiter gutes Gelingen zu wünschen. Pfitzners Musik ist anspruchsvoll, sie verknüpft viele Fäden der Tradition und spinnt sie auf ganz eigene Art weiter. Möge sie häufiger zu hören sein!

—| IOCO CD-Rezension |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, OPER FINALE, 22.06. bis 13.07.2014

Mai 16, 2014 by  
Filed under Oper Frankfurt, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

OPER FINALE – BEGLEITPROGRAMM ZU FREDERICK DELIUS? ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE

Unter dem Titel Oper Finale steht an der Oper Frankfurt seit der Spielzeit 2007/08 die jeweils letzte Premiere im Opernhaus im Zeichen besonderer Spielplangestaltung. Nachdem sich damit bereits Ludwig van Beethovens Fidelio (2008), Hans Pfitzners Palestrina (2009), Hector Berlioz? Fausts Verdammnis (2010), Aulis Sallinens Kullervo (2011), Igor Strawinskys The Rake?s Progress (2012) und Giuseppe Verdis Die sizilianische Vesper / Les vêpres siciliennes (2013) im Mittelpunkt der Finale-Reihe präsentierten, bildet 2014 Frederick Delius? Romeo und Julia auf dem Dorfe den thematischen Ausgangspunkt für ein umfangreiches Begleitprogramm im Zeitraum vom 22. Juni bis 13. Juli 2014.

Oper Frankfurt / Frederick Delius (1914) © The Delius Trust, London

Oper Frankfurt / Frederick Delius (1914) © The Delius Trust, London

Im Deutschland der Nachkriegszeit wird der 1862 in Bradford / Yorkshire geborene, von deutschen Eltern abstammende und nahezu vergessene Frederick Delius endlich wiederentdeckt. Der Komponist, dessen OEuvre neben sechs Opern, groß angelegten Orchesterwerken und mannigfaltiger Kammermusik eine gewaltige Sammlung von Liedern und Chorarbeiten sowie eine erstaunliche Anzahl an geistlicher Musik umfasst, erfuhr seine Ausbildung am Leipziger Konservatorium. Geprägt vom Symbolismus und Impressionismus der Jahrhundertwende besticht seine an Edvard Grieg geschulte Tonsprache vor allem durch ihre komplexe Orchestertextur, ihre breit gefächerte, spätromantische Klanggewalt und durch ihre immer wiederkehrenden chromatischen Skalen. Zu den Poeten, die für Delius lebenslang von erheblicher Bedeutung waren, gehörten Friedrich Nietzsche, Walt Whitman, Paul Verlaine, Jens Peter Jacobsen und nicht zuletzt William Shakespeare.

Oper Frankfurt / Portrait Frederick Delius von Ida Gerhardi (1903) ©The Delius Trust, London

Oper Frankfurt / Portrait Frederick Delius von Ida Gerhardi (1903) ©The Delius Trust, London

Delius? Lebensweg, der sich zwischen England, Deutschland, Norwegen und schließlich Frankreich erstreckte, ließ auch folkloristische, aus den verschiedenen europäischen Regionen stammende Farben in sein Schaffen einfließen. Nicht zu vergessen seine Auseinandersetzung mit dem Nordamerikanischen Kontinent, dessen wichtigstem Poeten – Walt Whitman – Delius in zahllosen Werken ein musikalisches Denkmal setzte.
Oper Finale wird die vielfältigen Facetten des englischen Komponisten, der seit den zwanziger Jahren von schwersten gesundheitlichen Problemen, darunter Lähmung und Erblindung, heimgesucht wurde, dem Frankfurter Publikum präsentieren. Leben und Wirken von Frederick Delius werden im Rahmen von zusätzlichen Veranstaltungen rund um sein musikalisches Schaffen erkundet. Kammermusikabende, Lesungen und Vorträge laden das Publikum ein, den Komponisten sowie weiterführende Kontexte kennenzulernen.

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Vor dem eigentlichen Beginn von Oper Finale am 22. Juni 2014 widmen sich am 18. Mai 2014 sowie am 15. Juni 2014 bereits zwei weitere Veranstaltungen Frederick Delius und seinem Werk. Diese Termine werden der Vollständigkeit halber in der folgenden Programmauflistung mit aufgeführt.

Sonntag, 18. Mai 2014, um 11.00 Uhr im Holzfoyer
Ein Aufschrei der Seele
Kammermusik im Foyer zu Romeo und Julia auf dem Dorfe
Frederick Delius: Romanze für Violine und Klavier (1889); Cellosonate (1916); Violinsonate Nr. 2 (1923)
Edvard Grieg: Andante con moto c-Moll für Klaviertrio (1878)
Claude Debussy: Klaviertrio G-Dur (1879)
Mitwirkende: Dimiter Ivanov (Violine), Johannes Oesterlee (Violoncello), Thomas Hartlieb (Klavier)

Sonntag, 15. Juni 2014, um 11.00 Uhr im Holzfoyer
Oper extra
Einführungsveranstaltung zur Neuinszenierung von Romeo und Julia auf dem Dorfe

Sonntag, 22. Juni bis Sonntag, 13. Juli 2014, im Wolkenfoyer
Ein vergessener Kosmopolit
Ausstellung zu Frederick Delius
Eintritt frei

Sonntag, 22. Juni 2014, um 16.00 Uhr im Holzfoyer
Dem Leben abgetrotzt
Vortrag zum Leben und Werk von Frederick Delius
Referent: Prof. Dr. Norbert Abels
Eintritt frei

Sonntag, 22. Juni 2014, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Premiere / Frankfurter Erstaufführung
ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE
Lyrisches Drama in sechs Bildern von Frederick Delius
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Oper Frankfurt / Johannes Martin Kränzle (Bariton / Der schwarze Geiger) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Johannes Martin Kränzle (Bariton / Der schwarze Geiger) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Paul Daniel (Musikalische Leitung) © Frances Andrijich

Oper Frankfurt / Paul Daniel (Musikalische Leitung) © Frances Andrijich

Musikalische Leitung: Paul Daniel; Regie: Eva-Maria Höckmayr

Mitwirkende: Dietrich Volle (Manz), Magnús Baldvinsson (Marti), Jussi Myllys (Sali),
Amanda Majeski (Vreli), Johannes Martin Kränzle (Der schwarze Geiger) u.a.
Weitere Vorstellungen: 25., 29. Juni, 4., 6., 10., 12. Juli 2014
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Montag, 30. Juni 2014, um 19.30 Uhr im Holzfoyer

Rund um Romeo und Julia
Liederabend
Mitwirkende: Elizabeth Reiter (Sopran), Jussi Myllys (Tenor), In Sun Suh (Klavier)

Donnerstag, 3. Juli 2014, um 19.30 Uhr im Holzfoyer
Schmerz und Erfüllung
Abend mit Ausschnitten aus Filmen rund um Frederick Delius und das Thema Romeo und Julia
Moderation: Steffi Mieszkowski
Eintritt frei

Freitag, 4. Juli 2014, im Anschluss an die Vorstellung im Holzfoyer
Oper lieben
Foyergespräch zur Neuinszenierung von Romeo und Julia auf dem Dorfe mit Bernd Loebe
Gäste: Johannes Martin Kränzle (Bariton / Der schwarze Geiger), Paul Daniel (Musikalische Leitung) u.a.
Mit freundlicher Unterstützung von Huber EventCatering

Sonntag, 6. Juli 2014, um 14.00 Uhr im Holzfoyer
Wiederentdeckung eines Verlorenen
Symposium zu Frederick Delius
Referenten: Prof. Dr. Norbert Abels, Prof. Dr. Jens Malte Fischer, Christian Münch-Cordellier, Prof. Dr. Arne Stollberg

Montag, 7. Juli 2014, um 11.00 Uhr im Holzfoyer
Tiefen ausloten
Kammermusik im Foyer von Frederick Delius
Mitwirkende: Dimiter Ivanov (Violine), Ariane Voigt (Viola), Johannes Oesterlee (Violoncello), Thomas Hartlieb (Klavier)

Dienstag, 8. Juli 2014, um 19.30 Uhr im Haus am Dom
Frederick Delius und die Religion
Vortrag mit Musik
Referenten: Prof. Dr. Norbert Abels, Dr. Stefan Scholz
Mitwirkende: Solisten des Ensembles der Oper Frankfurt, Sebastian Zierer (Klavier)
Kooperation mit dem Haus am Dom
Eintritt frei

Samstag, 12. Juli 2014, um 17.00 Uhr im Holzfoyer
Liebesver(w)irrungen
Ein musikalischer Querschnitt durch Frederick Delius? Oper Fennimore and Gerda
mit CD-Ausschnitten und Livemusik
Mitwirkende: Sharon Carty (Mezzosopran), Karsten Januschke (Klavier)
Moderation: Christian Münch-Cordellier
Eintritt frei

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Spätromantische Lieder von Gustav Mahler, Hans Pfitzner und Alexander von Zemlinsky, 17.06.2013

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Kaufhold

Ich bin der Welt abhanden gekommen – Spätromantische Lieder von Gustav Mahler, Hans Pfitzner und Alexander von Zemlinsky

 
Montag, 17. Juni 2013 I 19.30 Uhr I Foyer
 
Auf dem Programm des letzten Liederabends dieser Saison stehen am Montag, 17. Juni um 19.30 Uhr Lieder der Komponisten Alexander von Zemlinsky, Hans Pfitzner und Gustav Mahler, gesungen von der Mezzosopranistin Merit Ostermann. Diese Komponisten waren sowohl durch ihr Wirken in Wien als auch in ihrer Liebe zu der Frau verbunden, die als Femme fatale der Kunst-, Musik- und Literaturszene in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt: Alma Schindler, unter anderem Geliebte Klimts, Kokoschkas, Schrekers, Pfitzners und Zemlinskys, Ehefrau Gustav Mahlers, Gefährtin des Architekten Walter Gropius und schließlich Frau Franz Werfels.
 
Zur Aufführung kommen Mahlers fünf Rückert-Lieder, die 1901/02 entstanden sind. Nach seiner Beschäftigung mit Des Knaben Wunderhorn, hat sich Mahler mit diesen Liedern dem fränkischen Orientalisten und Übersetzer Friedrich Rückert zugewandt. Den Rückert-Liedern gehen im Programm Lieder der Komponisten Zemlinsky und Pfitzner voraus. Es kommen sowohl frühe Lieder (1888-1901) auf Texte von Heine, Liliencron und Morgenstern, Lieder der Reifezeit (1904-1916) auf Texte von Maeterlinck, als auch letzte Lieder (1931-1937) auf Texte von Bethge und Goethe zur Aufführung.
 
Merit Ostermann stand zu Beginn ihrer Karriere als Jazzsängerin, Musical-Darstellerin und Schauspielerin auf der Bühne. Nach Beendigung ihres Gesangsstudiums in der Meisterklasse gastierte sie am Gärtnerplatztheater, bei den Orff-Festspielen in Andechs, in Salzburg, Freiburg und Gießen. Seit der Spielzeit 2009/10 ist Merit Ostermann, die auch als Konzertsängerin ein breitgefächertes Repertoire vorzuweisen hat, festes Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, wo sie unter anderem als Ottavia (Die Krönung der Poppea), Octavian (Der Rosenkavalier) und Rosina (Der Barbier von Sevilla) zu erleben war und zuletzt Erfolge als Komponist in Richard Strauss‘ Ariadne auf Naxos feierte. Am Klavier wird sie begleitet von Julia Palmova.
 
Mit: Merit Ostermann (Mezzosopran) und Julia Palmova (Klavier)
—| Pressemeldung Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

Hagen, Theater Hagen, Festliche Klänge im Adventskonzert, 23.12.2012

Dezember 17, 2012 by  
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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht 3© Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht 3© Stefan Kuehle

Festliche Klänge im Adventskonzert

Sonntag, 23. Dezember: Der Heilige Abend rückt näher und damit wachsen die Vorfreude und auch die Neugierde auf die Geschenke, die das Christkind in diesem Jahr unter den Baum legen wird. Zum Glück können sich ungeduldige Kinder (und Erwachsene) beim Adventskonzert im theaterhagen die Wartezeit verkürzen.

Im ersten Teil des festlichen Konzerts mit großem Choraufgebot schwebt Hans Pfitzners „Christelflein“ durch den Tannenwald und erlebt nach aufregenden Vorbereitungen ein Weihnachtsfest mit vielen Kindern und Engeln. Eine rasante Schlittenfahrt durch den Winterwald, in Töne gesetzt von Richard Eilenberg, setzt den Abend fort. Der 21-jährige Benjamin Britten verarbeitete in der Sarabande aus der „Simple Symphony“ Themen, die  er als Kind erfunden hatte. Diese Melodien wechseln sich ab mit bekannten Chor- und Orchesterstücken von Mozart und Bach. Zum krönenden Abschluss entlässt Otto Nicolais hochromantische Weihnachtsouvertüre „Vom Himmel hoch …“ die Besucher in die  Weihnachtstage.

Adventskonzert      „Vom Himmel hoch …“

23. Dezember 2012, Großes Haus, 18.00 Uhr

Solisten: Maria Klier und Orlando Mason
philharmonisches orchesterhagen
Opernchor und Kinderchor des theaterhagen
Leitung: Wolfgang Müller-Salow

Mit Werken von Hans Pfitzner, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach,
Benjamin Britten, Otto Nicolai und Richard Eilenberg

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

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