Hannover, Staatsoper Hannover, GREEK – Die Plage tobt weiter, IOCO Kritik, 13.07.2021

Juli 12, 2021 by  
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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

GREEK –  Mark-Anthony Turnage, Steven Berkoff

– There’s still a plague on – Die Plage tobt weiter –

von Karin Hasenstein

„Seht diesen Ödipus an, der das Rätsel löste und ein mächtiger Mann war und auf dessen Glück voll Eifersucht geblickt wurde…     In was für ein furchtbares Schicksal ist er geraten!“       König Ödipus  –  Sophokles, 425 v.Chr.

Fast acht Monate ist es her, dass die Rezensentin eine Oper live auf der Bühne erlebt hat. Die letzte Oper vor dem Lockdown auf der Bühne der Staatsoper Hannover  war Carmen von Georges Bizet, IOCO Kritk HIER!, auch schon unter strengen Hygiene- und Abstandsbestimmungen der Covid-19-Pandemie. Da mutet es ironisch an, dass es im Programmheft zu GREEK, der  ersten Opern-Premiere nach dem Lockdown heißt  „There’s still a plague on – Die Plage tobt weiter“.

Die Befürchtung, dass man in der Spielzeit 2020/ 21, so sie denn stattfinden konnte, nur noch „Corona-Inszenierungen“ sieht, erfüllte sich glücklicherweise in dieser Inszenierung jedoch nicht.

GREEK – Trailer der Staatsoper Hannover
youtube Staatsoper Hannover
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GREEK, eine Oper von Mark-Anthony Turnage nach dem Libretto von Steven Berkoff behandelt eine Adaption des Ödipus-Stoffes aus der griechischen Mythologie.

Ödipus heißt hier Eddy und wächst in einem düsteren Londoner Viertel auf. Um den sozialen Aufstieg zu schaffen, verlässt er die Kneipen mit den grölenden Fußballfans und sucht nur noch Bars auf, in denen Wein statt Bier ausgeschenkt wird. So, denkt er, schafft er den sozialen Aufstieg.

Sein Vater gesteht ihm, dass einst ein Jahrmarkt-Wahrsager prophezeit hat, dass Eddy seinen Vater töten wird und mit seiner Mutter schlafen wird. Der Vater lacht darüber, schließlich ist es nur die Prophezeiung eines Wahrsagers, aber insgeheim misstrauen die Eltern Eddy und haben Sorge, dass sich die Weissagung doch erfüllen könnte.

Die Prophezeiung lastet schwer auf Eddies Leben und er verlässt eine Familie und seine Heimat, um nicht doch Gefahr zu laufen, dass er seine Familie ins Unglück stürzt.

Zu Beginn ist der Vorhang oben. Die Bühne (Johanna Meyer) ist offen und schlicht gehalten. Im Hintergrund befindet sich eine helle hohe Wand mit zwei Türen an den Seiten. Rechts vor der Bühne befindet sich ein weiterer Raum, der bespielt wird, eine Art Laborsituation. Ein schlichter Tisch mit Beleuchtung, auf dem später verschiedene Handlungen vollzogen werden, während der Ganze von einer Videokamera auf die Wand als Projektionsfläche übertragen und somit für die Zuschauer sichtbar wird.

Eddy trägt einen roten Trainingsanzug, eine Englandmaske und weiße Turnschuhe. (Kostüme: Alex Lowde)

In einer Art Sprechgesang, der an einen griechischen Chor erinnert, beklagen die Personen, dass draußen immer noch die Plage anhält. Der Müll verrottet in den Straßen, Gewalt und Hass regieren den Alltag. Die handelnden Personen haben zum Teil Doppelrollen, so verwandelt sich der Vater in den Polizeichef und Eddy wird Mittelpunkt eines Aufstandes gegen Polizeigewalt. Zwei Frau trösten Eddy; er schwört Rache, indem er den Polizisten androht, ihnen im „Greekstyle“ die Augen auszustechen.

In einem Café kommt es zu einem Streit, weil die Kellnerinnen vergessen, Eddy seinen Kaffee und Käsekuchen zu bringen. Im Laufe des Streits tötet Eddy den Manager, der, wie sich herausstellt, der Ehemann der Kellnerin ist. Diese beklagt den Tod ihres Mannes und fragt sich, wie sie ihr Leben ohne ihn bestreiten soll, war er doch so ein guter und fürsorglicher Ehemann. Der Song „Where will I find anyone like him?“ ist sehr lyrisch angelegt. Eddy stellt fest, sie sei eine Lady und ein „geiles Stück“ in einer Person und die beiden verlieben sich ineinander. Die Kellnerin findet, dass Eddy sie an jemanden erinnert, aber sie kommt nicht dahinter, an wen. Als Videoprojektion erscheint ein Kinderbild „Me and Mummy“. Ein Boot ist in der Themse auf eine Mine gelaufen, überall Tote, ein Teddy, Eddy hat davon geträumt. In ihrem Schmerz beschließen die beiden Einsamen, zusammen ins Bett zu gehen. Dinah fragt ihn, ob er glaubt, dass der Fluch sich erfüllt. Die Musik ist hier stellenweise vom Duktus her ein wenig wie Brechts Dreigroschenoper. Eddy ist überzeugt „Fate makes us play the roles we’re cast.“

Staatsoper Hannover / GREEK hier Angeles Blancas und Iris van Wijnen © Sandra Then

Staatsoper Hannover / GREEK hier Angeles Blancas und Iris van Wijnen © Sandra Then

Ein Zwischenspiel mit Schlagwerk, Blech, Holz und Klavier leitet laut und schrill über zum zweiten Akt.

Zehn Jahre sind vergangen. Zehn Winter, zu Eis erstarrt.  Eddy hat gemeinsam mit seiner Ehefrau etwas aus dem Café gemacht. „Fließen, fließen, es fließt in mich hinein“. Die Musik ist hier sehr lautmalerisch, man hört den Fluss sehr gut, Flöte und Harfe dominieren. Nicht sehr obertonreich ist sie stets klar, metallisch, flexibel. Tonsprünge bleiben sperrig, auch als Dinah ihren Mann preist.

Überraschend kommen Eddy´s Eltern zu Besuch, die sich um ihren Sohn sorgen. Die Plage wütet immer noch, die vier halten einen oberflächlichen Smalltalk. Man hört, dass sich eine Sphinx draußen vor der Stadt aufhält, die jeden tötet, der ihr Rätsel nicht lösen kann.

Eddy alias Ödipus stellt sich vor –  very British – in der Thatcher-Ära
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Die Wand dreht sich zu einem kurzen Zwischenspiel, das dunkel und bedrohlich daherkommt, wie eine tickende Uhr…

Die Sphinx wird von den beiden Sängerinnen dargestellt, in schwarzer Lederkleidung mit Halsband, am ehesten in der SM/ Bondage-Szene zu verorten. Die Sphinx verkündet „Männer muss man töten, bevor sie die Welt töten!“ Zu diesen Worten werden auf der Rückwand reichlich Spielzeugsoldaten gezeigt. Männer werden als Plage dargestellt und die Frage aufgeworfen „Wann ist das Ende dieser Plage?“

Ein Puppenkopf taucht zwischen den Soldaten auf und parallel verkündet Eddy Du kannst mich nicht schrecken!“ Sehr beeindruckend an dieser Stelle der Gesang der beiden Sphinxen (Iris van Wijnen und Angeles Blancas). Eddy ist bereit, das Rätsel zu lösen, kann er es nicht, so stirbt er. Die Sphinx stellt also ihr Rätsel, das da lautet:

„Was geht am Morgen auf vier Beinen, am Mittag auf zweien und am Abend auf dreien?“

Eddy weiß es sofort, das ist der Mann („Man“), der als Baby au fallen Vieren krabbelt, als junger Mann aufrecht auf zwei Beinen geht und im Alter den Stock als drittes Bein nehmen muss. Die Sphinx ist frustriert und verkündet „Ich bin es leid, eine Sphinx zu sein“. Eddy hat das Rätsel gelöst und tötet die lebensmüde Sphinx.

Seine Frau und die Eltern sind begeistert „Nice one, Eddy“ – „My hero!“

Eddy´s Frau kann nicht glauben, dass der Vater dem Wahrsager geglaubt hat. Seine Eltern erklären plötzlich „Du bist nicht unser Sohn!“ Der Vater beginnt zu erzählen, wie es sich damals zugetragen hat: „Es war ein stiller Sonntag… ein Schiff lief auf eine Mine, wir fanden den kleinen Jungen. Er hatte einen Teddybären. Ich sag ‚Den behalten wir‘ Er war hübsch.“  Zu Eddy´s stummem Schrei erklingen Dissonanzen im Orchester.

Eddy erkennt sein Schicksal: „My dearest wife… and now my Mom!“ Indem er den Manager des Cafés getötet hat, hat er seinen Vater getötet und den zweiten Teil der Wahrsagung erfüllt, als er mit dessen Witwe, also seiner Mutter geschlafen hat. „Ich wollte diese Stadt säubern, ich war Schuld an ihrem Dreck! Nie mehr werde ich die Süße meiner Frau schmecken.“

„This is madness, twisting my brain!“

Hier wechseln sich gesungener und gesprochener Text ab, von Trommelsalven begleitet:  „Wir lieben nur, also tut’s nichts zur Sache, Mutter, halt an mir fest“

Staatsoper Hannover / GREEK hier das Ensemble © Sandra Then

Staatsoper Hannover / GREEK hier das Ensemble © Sandra Then

Eddy´s Frau und Eltern kommen dazu. Seine Mutter jetzt in einem grünen Kleid mit roter Schürze, sein Vater im schwarzen Muskelshirt und brauner Hose. Eddy fragt, ob er sich ganz greek-style die Augen ausstechen soll, mit den Fingernägeln? Er erkennt „Ich selbst bin die Plage!“ Die Eltern appellieren „Halt an uns fest!“, aber Eddy ist schon im Begriff, sich das Auge auszustechen. Er schmiert sich Ketchup ins Gesicht („Darkness falls“), seine Frau und die Eltern stehen vor der Wand, er geht an ihnen vorbei, nimmt sie nicht wahr. Seine Mutter, seine Frau, sein Vater, alle gehen ab, es wird dunkel.  Eddy erklärt „Ich will zurück in meine Mutter, in dein Heiligtum, raus aus dem Paradies! Rein in den Himmel!“   Er bestraft sich nicht für seine inzestuöse Tat, sondern plädiert für die Liebe an sich.

Coronabedingt ohne Pause aufgeführt verlangt GREEK dem Zuschauer in dieser Inszenierung einiges ab. Da ist zunächst die Musik, die modern ist, manchmal an Thomas Adès erinnert ohne das Geniale von Adès und manchmal an Philipp Glass, jedoch ohne die hypnotische Wirkung von Glass.

Allgemein ist sie als noch tonal zu bezeichnen, es gibt immer wieder Bezüge zu einer Grundtonart. Schlagwerk und Trommeln sind stellenweise dominant, in lyrischeren Partien beeindrucken Flöte und Harfe. Ohrwurmpotential birgt sie nicht, eher die Chance, zu verstören.

Insofern ist sie gut geeignet, die an sich schon verstörende Geschichte von Ödipus, hier Eddy genannt, zu untermalen.  Alle vier Solisten leisten an diesem Premierenabend Großes, was vom Publikum mit lang anhaltendem Beifall und Jubel honoriert wurde.

Das ist zum einen sicher schon damit zu erklären, dass das Publikum nach dem langen Kultur-Lockdown überhaupt dankbar war, wieder in einem Opernhaus zu sitzen und live dargebotene Musik mit Solisten und einem „echten“ Orchester, wenn auch in kleiner Besetzung, geboten zu bekommen, zum anderen aber auch damit, dass diese Musik wirklich komplex ist und von den Solisten absolut souverän und überzeugend interpretiert wurde.

Staatsoper Hannover / GREEK hier James Newby als Eddy, Michael KupferRadecky © Sandra Then

Staatsoper Hannover / GREEK hier James Newby als Eddy, Michael KupferRadecky © Sandra Then

Die Bebilderung der gesungenen Szenen auf der schlichten Bühne durch die Videoeinspielung vom rechten Bühnenrand stellt den Zuschauer stellenweise vor echte Herausforderungen. Manchmal kommentieren sie das Bühnengeschehen schlüssig, manchmal sind sie auch einfach nur verstörend. Gossen- oder Fäkalsprache hat ja schon länger Einzug in moderne Inszenierungen gefunden, ebenso wie unappetitliche oder abstoßende Bilder.

Als der „griechische Chor“ die Plage beschreibt, kippt Eddy dazu gebackene Bohnen auf den Projektionstisch, schüttet Ketchup darüber und garniert das Ganze mit Masturbationsbewegungen, als deren Ergebnis sour cream aus einer Flasche vor seinem Unterleib auf den Tisch spritzt. Maden breiten sich auf dem Essen aus. Die Plage hat das Land fest im Griff und spätestens an dieser Stelle wird klar, warum es für „Greek“ eine Altersempfehlung ab 16 gibt.

GREEK fordert, fasziniert die Besucher durch seinen Zeitgeist. Ein leichter, unterhaltsamer Opernabend ist GREEK also nicht

Durch die starke gesangliche und darstellerische Leistung aller vier Solisten, insbesondere von James Newby in der Hauptrolle des Eddy, und das äußerst wandlungsfähige Niedersächsische Staatsorchester unter der Leitung von Stephan Zilias wird dieser Premierenabend jedoch zu einem sehr eindrucksvollen Erlebnis und der Staatsoper Hannover gebührt großer Dank für den Mut, mit solch einem ungewöhnlichen Stück nach dem Lockdown zu eröffnen. Leider war die Besucherzahl entsprechend überschaubar, die Zuschauer, die sich auf diesen Abend eingelassen hatten, waren jedoch durchgehend begeistert und brachten dieses auch lautstark und dankbar zum Ausdruck.

————————————–

GREEK:    Musikalische Leitung  Stephan Zilias, Inszenierung  Joe Hill-Gibbins, Bühne Johanna Meyer, nach einer Idee von Johannes Schütz, Kostüme Alex Lowde, Mitarbeit Kostüme  Winnie Janke, Choreographie Jenny Ogilvie, Video Dick Straker, Licht  Elana Sibersk, Nach einem Konzept von Matthew Richardson, Ton Maria Anufriev, Dramaturgie  Julia Huebner,

MIT:  Eddy  –  James Newby, Wife, Doreen, Sphinx II, Waitress I  –   Iris van Wijnen, Dad, Café Manager, Police Chief  –  Michael Kupfer-Radecky,  Mum, Sphinx I, Waitress II –  Ángeles Blancas, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

GREEK an der Staatsoper Hannover; die nächste Vorstellung am 6.11.2021, 19.30

—| IOCO Kritik Staatsoper Hannover |—


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Hannover, Staatsoper Hannover, Deutscher Theaterpreis 2020 DER FAUST, IOCO Aktuell, 02.12.2020

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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Deutscher Theaterpreis  –  DER FAUST 2020
Preisträgerinnen und Preisträger

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST ist ein Preis der Theater und ihrer Träger für ihre Künstlerinnen und Künstler. Er wird seit 2006 vom Deutschen Bühnenverein in Kooperation mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste vergeben. Veranstaltungspartner 2020 war das Staatstheater Hannover, Medienpartner sind 3sat und Die Deutsche Bühne. Möglich gemacht wurde das Livestream-Angebot durch eine Zusammenarbeit mit der digitalen Plattform  www.spectyou.com

Elf Künstlerinnen und Künstler wurden am 21.11.2020 mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet

Regie und Dramaturgie eines Verleihungs-Films hat das Staatstheater Hannover übernommen. Moderiert wurde die Verleihung von Schauspielerin Seyneb Saleh und Opernsänger Michael Kupfer-Radecky. Während der Verleihung richtete sich auch der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Stephan Weil, mit einem Grußwort an die Kulturschaffenden.

Preisträgerinnen und Preisträger – Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2020

  • Regie Schauspiel
    Ewelina Marciniak für Der Boxer, Thalia Theater Hamburg
  • Darstellerin/Darsteller Schauspiel
    Astrid Meyerfeldt als Mary Tyrone in Eines langen Tages Reise in die Nacht, Schauspiel Köln
  • Regie Musiktheater
    Martin G. Berger für Ariadne auf Naxos, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar

Ariadne auf Naxos
youtube Trailer Deutsches Nationaltheater Weimar
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    • Sängerdarstellerin / Sängerdarsteller Musiktheater
      Patrick Zielke als Baron Ochs in Der Rosenkavalier, Theater Bremen
    • Choreografie
      Bryan Arias für 29 May 1913, Hessisches Staatsballett Darmstadt / Wiesbaden, Im Rahmen des Doppeltanzabends Le sacre du printemps

Le Sacre du printemps – Ballettabend
youtube Trailer Hessisches Staatstheater Wiesbaden
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  • Darstellerin /Darsteller Tanz
    Lucy Wilke / Pawel Dudus für Scores that shaped our friendship, Tanztendenz Münchene.V./ Schwere Reiter
  • Regie Kinder-und Jugendtheater
    Antje Pfundtner für Ich bin nicht Du, Junges Theater Bremen MOKS
  • Bühne/Kostüm
    Markus Selg (Bühne & Video) / Rodrik Biersteker (Video) für Ultraworld, Volksbühne Berlin
  • Preis für das Lebenswerk
    William Forsythe

„Wie sehr fehlt gegenwärtig der direkte Austausch, von dem das Theater so sehr lebt! Umso wichtiger, dass wir mit der diesjährigen Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST den Künstlerinnen und Künstlern danken, die im vergangenen Jahr wieder für unvergessliche Momente gesorgt haben und uns in besonderer Weise die Kraft der Kultur haben erleben lassen. Wenn auch in diesem Jahr nur digital, zeigt der Preis die enorme Qualität und hohe Relevanz dessen, was auf unseren Bühnen geschaffen wird. Wir brauchen diese Orte und freuen uns auf den Moment, wenn wir die Preise direkt übergeben können und Kultur wieder in ihrer vollen Kraft live erleben“, sagte der neu gewählte Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Dr. Carsten Brosda.

 Jury und Veranstalter

Über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet eine fünfköpfige Jury, die von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste benannt wurde. Die Jury setzt sich zusammenaus folgenden Akademiemitgliedern: Tatjana Gürbaca (Regisseurin), Regina Guhl (Professorin für Schauspiel und Dramaturgie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), Tim Plegge (Hauschoreograf am Hessischen Staatsballett), Marion Tiedtke (Ausbildungsdirektorin Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main) und Jürgen Zielinski (Regisseur und Intendant a.D.).Die Jurybegründungen finden Sie in einem gesonderten Dokument als Teil der Pressemitteilung im Anhang.

Die Dokumentation „DER FAUST on tour“ ist in der 3sat-Mediathek abrufbar. Auf Twitter @theaterpreis gibt es ebenfalls begleitende Informationen.

—| IOCO Aktuell Staatsoper Hannover |—


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Hannover, Staatsoper Hannover, TRIONFO – Vier letzte Nächte – nach G. F. Händel, IOCO Kritik, 22.09.2020

September 22, 2020 by  
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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

 TRIONFO – Vier letzte Nächte  –  nach G F Händel

– Die Zeit breitet im verborgenen ihre Flügel aus… –

von Christian Biskup

Trionfo – Vier letzte Nächte: so der Titel der ersten Opernproduktion im großen Haus der Staatsoper Hannover. Diese, auf einem eher unbekannte Händel – Oratorium nach einem Libretto des Kardinals Benedetto Pamphili basierend, entwickelte sich dank des dramatischen Musikgehalts und der Inszenierung von Elisabeth Stöppler zu einem nachdenklichen Opernabend.

Georg Friedrich Händel Grabplatte in Westminster Abbey © IOCO

Georg Friedrich Händel Grabplatte in Westminster Abbey © IOCO

Die Entstehungsgeschichte des Werkes ist schon kurios. Nach einem Erdbeben im Jahr 1703 durften in Rom für fünf Jahre keine Opern aufgeführt werden. Zu lasterhaft erschien dem Papst das Leben der Stadt – und scheinbar auch die Gattung Oper. Da jedoch Georg Friedrich Händel im Jahr 1707 – gerade einmal 22 Jahre alt – in Rom weilte, mussten stattdessen eben Oratorien komponiert werden. Eines davon ist Il trionfo del Tempo e del Disinganno – Der Triumpf von Zeit und Erhellung. Doch anders als in den bekannteren geistlichen Werken des deutsch/englischen Komponisten sind die Handlungstragen der vier Allegorien – die Schönheit (Bellezza), das Vergnügen (Piacere), die Zeit (Tempo), die Erhellung / Desillusionierung (Disinganno), die von ihren Fragen, Sehnsüchten und Ängsten erzählen.

Trionfo – Vier letzte Nächte – vorgestellt von Elisabeth Stöppler …..
youtube Trailer  der Staatsoper Hannover
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Die Zeit breitet im verborgenen ihre Flügel aus…

Wenn sich jedoch der Vorhang der Bühne öffnet, wird nicht einfach ein Oratorium vorgestellt. Regiesseurin Elisabeth Stöppler und Dramaturg Martin Mutschler hauchen den Allegorien ein Leben ein, machen das Werk dadurch zu einer Handlungsoper. So wird die Schönheit, B., (für Bellezza) als Hausfrau mit Kind, voller Träume und Wünsche, dargestellt. Sie fühlt sich eingeengt, fühlt die Zeit verrinnen ohne, dass sie wirklich zum Leben kommt. Sie sehnt sich nach dem Vergnügen, P. (Piacere) Vom Brustkrebs gezeichnet, im Hier und Jetzt lebend, ist sie wie ein Sehnsuchtsort für B., die jedoch die Abgründe der Figur nicht sieht. Denn P.  ist verzweifelt. Sie hat das Leben gelebt, aber jetzt? Ihre Zeit verrinnt stetig; jede Nacht kann ihre letzte Nacht sein, der sie nicht fliehen kann. Und dann ist da auch noch D., die Erhellung und Desillusionierung. Er ist Schriftsteller, jedoch unfähig zu schreiben, die Welt richtig zu fassen. So verzweifelt er jedoch ist, eine helle Seite kann er jeder Situation abgewinnen. Bleibt nur noch die Zeit, T., die sich fragt, wer er/sie eigentlich ist. Es zeigt sich, dass er eigentlich seit Jahren ein Mädchen sein will, die Zeit jedoch noch nicht dafür da war.

Staatsoper Hannover / Trionfo - hier : Nina von Essen als Piacere - Vergnügen und Sarah Brady als Bellezza - Schönheit © Sandra Then

Staatsoper Hannover / Trionfo – hier : Nina von Essen als Piacere – Vergnügen und Sarah Brady als Bellezza – Schönheit © Sandra Then

Stöppler versucht die Figuren in eine logische Handlung einzubinden, was dank dem Umschieben verschiedener Nummern gut gelingt. Besonders die Figur T. (Zeit / Tempo) kommt jedoch nicht voll zum Tragen und hinterlässt mehr Fragen als sie Klarheit schafft. Klar wird jedoch: alle Figuren fürchten die Zeit, hadern mit ihr, die als Uhr an der Wand tickt und gleichzeitig im Verborgenen ihre Flügel ausbreitet, wie eine Figur es singt. Jede Figur sitzt zu Beginn in ihrer eigenen kleinen Welt; doch die Zeit bringt sie Zusammen – und auch wieder auseinander. Dies ist das Glück für B. – T. und D. können sie überzeugen, dass das Leben im Hier und Jetzt nicht das Glück der Welt verspricht. B. sagt sich von ihrem Kind los um sich zu entfalten, wandert jedoch nicht den Pfaden des Vergnügens nach. Jede Figur muss ihren eigenen Platz im Rinnsal der Zeit finden, so könnte die Moral der Inszenierung sein. Der himmliche Chor „Thou knowest, Lord, the secrets of our hearts“ aus der Beerdigungsmusik von Henry Purcell beschließt den Abend, der einen der elementarsten Konflikte der Menschen betrifft:  das Leben mit der Zeit!

In musikalischer Hinsicht war der Premierenabend ungemein beglückend. Das absolute Highlight der Aufführung war das Orchester unter Leitung des jungen, dynamischen Dirigenten David Bates. Da es immer schwer ist, einem großen, auf Romantik und Spätromantik eingespielten Sinfonieorchester barocke Töne zu verleihen, kann man dem Ensemble zu dem Klangereignis nur beglückwünschen. Stets den großen Bogen atmend, kostet Bates die Affekte der Partitur hör- und sichtbar aus. Wenn man das lebendige Orchesterspiel in Hannover hört, wird dem Publikum schnell bewusst, weshalb Händel als der „Popstar des Barock“  galt.

Staatsoper Hannover / Trionfo hier Sunnyboy Dladla als Zeit - Tempo © Sandra Then

Staatsoper Hannover / Trionfo hier Sunnyboy Dladla als Zeit – Tempo © Sandra Then

Auch die Sänger verdienen größte Würdigung, allen voran die Niederländerin Nina van Essen, die in der Rolle der P. (Vergnügen) nicht nur als Kolloraturakrobatin, sondern auch schauspielerisch überzeugen konnte. Besonders die Arie „Lascia la spina, cogli la rosa“, die später im Rinaldo so berühmt gewordene Nummer, gelang bezaubernd schön. Ihre Stimme sehr zurücknehmend, kongenial vom Orchester begleitet, gelang ein Augenblick berückender Intimität, sodass auch das Publikum erst nach einer gefühlten Ewigkeit zu großen Bravorufen aufbrauste.

Ebenfalls höhen- und koloraturensicher erwies sich Nicolas Tamagnas kultiviert geführter Countertenor in der Rolle des D., Disinganno. Sehr expressiv im Ausdruck, verdeutlichte er die dramatische Dimension der Textvorlage äußerst intensiv. Ebenfalls überzeugend agierten Sarah Brady in der Rolle der B. sowie Sunnyboy Dladla als Time, der besonders in der Mittellage über ein äußerst wohlklingendes Timbre verfügt.

Dank der ausgeklügelten Corona-Sicherheitsbestimmungen, konnte man eine entspannte Aufführung im großen Haus erleben, welches nur mit 312 statt über 1200 Plätzen belegt werden durfte. Das Publikum feiert den ersten Opernabend der Saison frenetisch. Sowohl für Orchester und das Ensemble auf der Bühne als auch für die Regie ist die TRIONFO – Vier letzte Nächte ein voller Erfolg. Keine Buhs, nur schier endloser Applaus! Danke!

Trinfo – Vier letzte Nächte an der Staatsoper Hannover; die nächsten Termine: 22.9.; 24.9.; 2.10.; 9.10.; 17.10.; 23.10.; 30.10.2020 und mehr

—| IOCO Kritik Staatsoper Hannover |—

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Hannover, Staatsoper Hannover, Gartentheater Herrenhausen – Le Vin herbé, IOCO Aktuell, 18.06.2020

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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover / Sommer Festival im Gartentheater Herrenhausen @ Robert Robinson

Staatsoper Hannover / Sommer Festival im Gartentheater Herrenhausen @ Robert Robinson

Staatsoper Hannover : 19. Juni – 12. Juli 2020
Summer Session – Gartentheater Hannover Herrenhausen

Ab 19. Juni 2020 zeigt die Staatsoper Hannover eine inszenierte Musiktheater-Aufführung live  und ist damit eines der ersten Opernhäuser in Deutschland, das nach der Hochphase der Corona-Pandemie wieder eine komplette Operninszenierung für Publikum spielt: Regisseur Wolfgang Nägele und Hannovers neuer Generalmusikdirektor Stephan Zilias erarbeiten für die Summer Session 2020 im Gartentheater Herrenhausen das Musiktheater Le Vin herbé. Darüber hinaus stellt Ballettdirektor Marco Goecke einen Ballettabend mit eigenen Choreografien zusammen, Nachwuchs-Choreograf*innen wagen erste Schritte und zwei Konzertprogramme runden das Programm ab.

Staatsoper Hannover – Summer Session 2020 im Gartentheater Herrenhausen
youtube Video Staatsoper Hannover
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Oper, Ballett und Konzerte in Herrenhausen – Das Programm

Le Vin herbé / Der Zaubertrank
Musiktheater von Frank Martin

Weltliches Oratorium in einem Prolog, 3 Teilen (18 Bildern) und Epilog. Libretto nach 3 Kapiteln aus „Le Roman de Tristan et Iseut“  („Der Roman von Tristan und Isolde“) in der Übersetzung und Wiederherstellung (1900) von Charles Marie Joseph Bédier

Die Staatsoper Hannover eröffnet das Sommerfestival in Herrenhausen mit dem Musiktheater Le Vin herbé / Der Zaubertrank von Frank Martin, einem Werk über Liebe, Schuld und Tod in schicksalhaften Zeiten, einer der tiefsten, berührendsten und traurigsten Beziehungs-geschichten: Isoldes Mutter hat ihrer Tochter für die Hochzeitsnacht mit König Marke einen Kräuterwein, Le Vin herbé, mitgegeben. Dieses magische Gebräu ist es, das Tristan, König Markes Brautwerber, und Isolde, die irische Prinzessin, in unwägbaren Zeiten zusammenführt. Irrtümlich wird beiden der Zaubertrank gereicht, und aus der Begegnung wird untrennbares Schicksal: Sie geben sich einander hin.

IOCO,  Christian Biskup, wird Le Vin herbé sehen und berichten

Le Vin herbé ist ein Stück, das aus der Zeit gefallen scheint. Schicksalhaft schwer schon die Entstehungsgeschichte: 1938 beschäftigt sich der Schweizer Komponist Frank Martin erstmals mit dem Stoff, 1939 stirbt seine Frau. Mitten im Krieg, der alle bürgerlichen Kulturtraditionen in Frage stellte, Opernhäuser und Konzertsäle zerstörte, entstand die Musik, 1948 fand bei den Salzburger Festspielen die szenische Uraufführung des Gesamtwerks statt. 12 Sänger*innen, sieben Streichinstrumente und Klavier kreieren einen Klang von atmosphärischer Zeitlosigkeit, voll zerbrechlicher Zartheit und ausdrucksstarkem Wohllaut, mit bittersüßem, glasklarem Schimmer. Ein Kunstwerk, nicht zugehörig einer Zeit und dennoch hochmodern komponiert, unwirklich, anachronistisch.

Stephan Zilias, ab nächster Spielzeit Hannovers neuer Generalmusikdirektor, startet unverhofft und mit Kammerorchester noch vor dem Sommer in sein neues Amt:   Le Vin herbé  ist musizierte Verzauberung, intim, verletzlich, berührend. Obwohl es scheinbar undramatisch, fast etwas ritualhaft wirkt, entfaltet es eine immense Sogwirkung. Die Sängerinnen und Sänger übernehmen eine Doppelrolle, sie sind Chor und Soli zugleich. Unsere Herausforderung wird vor allem darin bestehen, unter den gegebenen Umständen in den Gärten eine klangliche Homogenität herzustellen und einen innigen Musizierton zu finden.“

Regisseur Wolfgang Nägele inszeniert im Sonnenuntergang der Herrenhäuser Gärten. Zu seinen Regiearbeiten zählen Musiktheater- und Schauspielinszenierungen, Stückentwicklungen und Uraufführungen u. a. an der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Musikbiennale Venedig und der Philharmonie Luxemburg. „Frank Martins Le Vin herbé ist episches Theater und gleichzeitig eine tief berührende, sinnliche Nahaufnahme zweier Liebender, die einander auf Grund moralischer Restriktionen entsagen und dennoch nicht aufhören können sich nacheinander zu sehnen. Dieser Spannung zwischen Nähe und Distanz, zwischen Sehnsucht und Isolation lässt sich gerade besonders gut nachspüren.“

Termine Fr 19.06.2020 21 Uhr Premiere, weiter Termine So 21.06.2020, 21 Uhr, Mi, 24.06.2020, 21 Uhr, Fr 26.06.2020, 21 Uhr, So 28.06.2020, 21 Uhr, Sa 04.07.2020, 21 Uhr, Mi 08.07.2020, 21 Uhr, Fr 10.07.2020, 21 Uhr So 12.07.2020, 21 Uhr  Weitere Informationen und Karten HIER!

Das weitere Programm im Gartentheater Herrenhausen

All you can dance —  Junge Choreograf*innen in Herrenhausen

Acht Tänzer*innen des Staatsballetts Hannover werden im Rahmen von All you can dance erste Erfahrungen als Choreograf*in haben: Alessandra La Bella, Francisco Baños Diaz, Giovanni Visone, Javier Ubell, Lilit Hakobyan, Michèle Seydoux, Veronica Segovia Torres und Rosario Guerra. Choreograf*in zu sein bedeutet mehr, als sich „nur“ Schrittfolgen auszudenken. Neben der Entscheidung, mit welchen Tänzer*innen man zusammenarbeiten möchte, geht es auch um die Wahl der Musik, die Planung der Proben sowie um Kostüm, Licht und die Nutzung des Raums   in diesem Fall des Gartentheaters Herrenhausen.

Termine Mi 01.07.2020, 21 Uhr, Do 02.07.2020, 21 Uhr, Weitere Informationen und Karten

We’ll meet again  –  Ballettabend mit Choreografien von Marco Goecke

Das Staatsballett zeigt im Gartentheater sechs Choreografien von Marco Goecke. Darunter sind mit Cry Boy und Tué zwei Solo-Kreationen, die erstmals in Hannover aufgeführt werden.

Termin  Fr 03.07.2020, 21 Uhr  Weitere Informationen und Karten

Staatstheater Hannover / hier : Marco Goecke, Ballett, Laura Bermann - Intendantin Staatsoper, Sonja Anders - Intendantin Schauspiel @ Staatstheater Hannover

Staatstheater Hannover / hier : Marco Goecke, Ballett, Laura Bermann – Intendantin Staatsoper, Sonja Anders – Intendantin Schauspiel @ Staatstheater Hannover

Sh*t happens  – Konzertabend mit Musik von Verdi und Tschaikowski u.a.

Mit Sh*t happens gibt es ein Opernarien-Programm, das den Bässen der Staatsoper Hannover gewidmet ist. Arien von Vaterfiguren aus Opern von Giuseppe Verdi und Peter Tschaikowski werden von den Ensemblemitgliedern Shavleg Armasi, Pavel Chervinsky und Daniel Miroslaw gesungen. Und wo russische und italienische Väter klagen, sind deren unglückliche Kinder nicht weit: Die Sopranistin Barno Ismatullaeva und der Tenor Long Long brillieren mit Arien aus dem Repertoire des 19. Jahrhunderts – aus der Position der Töchter und Söhne.

Termine  –  Sa 20.06.2020, 21 Uhr, Sa 27.06.2020, 21 Uhr, Do 09.07.2020, 21 Uhr
Weitere Informationen und Karten

Tanzen! Singen! Küssen!  –  Operettenabend mit Musik und Liebe auf Abstand

Wenn viele liebenswerte Vergnügungen während einer Pandemie nicht mehr möglich sind, bedeutet das nicht, dass der Wunsch danach verschwindet: Der Konzertabend Tanzen! Singen! Küssen! ist ganz der Sehnsucht gewidmet, sich endlich wieder berühren, über Zimmerlautstärke hinaus singen … und nicht nur den*die Ehepartner*in küssen zu dürfen.

Termine  –  Do 25.06.2020, 21 Uhr, So 05.07.2020, 21 Uhr, Sa 11.07.2020, 21 Uhr
Weitere Informationen und Karten

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Rund 200 Plätze können unter Einhaltung aller Hygiene- und Sicherheitsvorschriften im Gartentheater angeboten werden.  Die Staatsoper Hannover hält sich für die Vorstellungen konsequent an die geltenden Verordnungen für die weitere Eindämmung der Corona-Pandemie. Alle Vorstellungen finden darum unter strengen Schutz-und Hygienemaßnahmen statt.

Bitte halten Sie sich während Ihres Theaterbesuchs an die allgemeinen Empfehlungen zur Prävention des Robert Koch-Instituts. Wahren Sie bitte auch aus Rücksicht auf die anderen Besucher*innen und Mitarbeiter*innen die Nies- und Hustenetikette, und halten Sie bitte den Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Menschen, die nicht zu Ihrem eigenen oder einem weiteren Hausstand gehören, ein. Vor Ort erinnern Hinweisschilder und unser Abendpersonal an unsere Hygieneregeln. Hier können Sie unser Hygiene-Knigge herunterladen.

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—


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