Münster, Theater Münster, Spielplan 2020/21 – Die Walküre, Julius Caesar .., IOCO Aktuell, 11.04.2020

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

2020/21 Theater Münster : Verführerisches in allen Sparten

von Hanns Butterhof

Das Coronavirus hat auch das Theater Münster erreicht, das deshalb mindestens bis zum 19.4. einschließlich geschlossen bleibt. Prominentestes Corona-Opfer sind die Musica Sacra, die auf Pfingsten 2022 verschoben sind. Ob der Spielplan am 20.4. überhaupt wieder aufgenommen wird und die fast vollständig zur Premierenreife gebrachten Stücke wie Kleists Prinz Friedrich von Homburg noch im letzten Monat dieser Spielzeit aufgeführt oder in die neue Spielzeit verschoben werden, steht Stand heute, 6.4.2020, noch nicht fest ;IOCO wird aktuell über die weitere Entwicklung berichten.

Am Spielplan für die kommende Spielzeit 2020/21 soll festgehalten werden……

Zwei Besonderheiten prägten die Spielplan-Vorstellung für die Spielzeit 2020/21 am Theater Münster: Die erste, dass Marielle Murphy, am Klavier begleite von Stefan Veselka, mit einer Arie aus Leonard Bernsteins Oper Candide schon auf das kommende Opernprogramm einstimmte und dabei die Fähigkeiten der Presseleute zum geduldigen Zuhören austestete. Die zweite bestand darin, dass das Programm nicht nach Sparten getrennt, sondern in chronologischer Abfolge vorgestellt wurde. Damit sollte teils stolz, teils doch etwas larmoyant auf die Mühen verwiesen werden, die es macht, einen solchen Spielplan zu entwerfen, und auf die Bezüge hinweisen, die sich zwischen den Sparten ergeben. So gibt es etwa im Musiktheater ein Preußisches Märchen von Boris Blacher, den man mit „Concertante Musik op.10“ im 5. Sinfoniekonzert wiederfindet. Und wer in Richard Wagners Walküre genau hingehört hat, darf sich im 7. Sinfoniekonzert auf einen Widerhall in Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 A-Dur op.141 freuen.

Theater Münster / Das Leitungsteam vl. Intendant Dr.Ulrich Peters, Tanztheater: Hans Henning Paar, Schauspiel Frank Behnke, Oper: Susanne Ablaß, Jugendtheater-Dramaturgin Monika Kosik, Verwaltung: Rita Feldmann: GMD Golo Berg © Hanns Butterhof

Theater Münster / Das Leitungsteam vl. Intendant Dr.Ulrich Peters, Tanztheater: Hans Henning Paar, Schauspiel Frank Behnke, Oper: Susanne Ablaß, Jugendtheater-Dramaturgin Monika Kosik, Verwaltung: Rita Feldmann: GMD Golo Berg © Hanns Butterhof

Ein durchgängiges Motto gibt es auch für die Spielzeit 2020/21 nicht; ein paar Schwerpunkte zeichnen sich doch ab. So ist das Schauspiel, wie Schauspieldirektor Frank Behnke erläutert, recht aktuell politisch orientiert. Dafür stehen Stücke wie Shakespeares Julius Caesar, das mit dem Text Die Politiker von Wolfram Lotz konfrontiert wird, oder Heinar Kipphards Bruder Eichmann, zu dem Lukas Hammerstein neue, aktuelle Analogie-Szenen verfassen wird. Geplant ist auch ein neues Stück von Annalena und Konstantin Küspert, die sich nach dem Reichsbürger und dem schwachen Bundesbürger dann dem Mitbürger widmen sollen.

Schwergewichte wie Goethes Faust, Tschechows Die Möwe und Storms Der Schimmelreiter in einer Bearbeitung des unermüdlich bearbeitenden John von Düffel zielen auf ein sich breitmachendes Endzeitgefühl.

Auch die Komödie kommt nicht ganz zu kurz: Felicia Zeller zeigt in Der Fiskus den normalen Wahnsinn einer deutschen Bürokratie, den man ihr gerne, aber nicht unbesehen glaubt.

Schwergewichtiges hat auch das Musiktheater zu bieten, ganz obenauf Wagners Die Walküre als Bruchstück des Ring des Nibelungen, wegen ihrer musikalischen Qualität, wie Operndirektorin Susanne Ablaß, und des kleinen Etats wegen als Solitär, wie Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann erläutern. Donizettis Lucia di Lammermoor gehört noch in diese Kategorie, und Überraschendes bietet sich mit der Comic Operetta Candide von Leonard Bernstein, der Ballettoper Preußisches Märchen, in der man aber nicht unbedingt Ballett erwarten muss, und der Ausgrabung der Musikalischen Tragödie Argenore der Wilhelmine von Bayreuth, die sich darin ihr Leiden unter ihrem Vater, dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I., von der Seele komponiert haben könnte – die schwärzeste ihm bekannte Barockoper, wie Intendant Ulrich Peters beteuert. Er wird auch das obligatorische Musical der Spielzeit inszenieren, James Magruders Triumph der Liebe nach Pierre de Marivaux.

Seiner Neigung zu großen Themen gibt Tanzchef Hans Henning Paar mit dem Tanzabend Johannespassion zu Johann Sebastian Bachs Musik nach, auch formal groß durch den live- Einsatz von Chor und Orchester. Es geht, wie Paar verrät, um nichts Geringeres als um das Verhältnis von Religion und Politik, die Spaßgesellschaft und letztlich um die Sinnhaftigkeit des Lebens. Das Religiöse spielt auch in seinem zweiten Tanzabend Copy-Lia eine Rolle, in dem es um den Mensch geht, der Gott spielt, wenn er einen künstlichen Menschen erschaffen möchte.

Als Gastregisseurin dieser Spielzeit befasst sich Lenka Vagnerová in Gossip mit der Macht von Gerüchten und fake news.

Musical Komödie SUGAR – MANCHE MÖGEN’S HEISS – 2020/21
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Das Junge Theater hat wieder ein buntes Programm; für Kinder ab 2 Jahre gibt es mit Krixlkraxl XXL eine Abenteuerreise, 12- bis 14-Jährige können sich an dem Musical Fame mit der Musik von Steve Margoshes oder dem Schauspiel Das Gesetz der Schwerkraft von Olivier Sylvestre erfreuen. Im Trend liegen Themen wie etwa Gendergerechtigkeit in Robin Hood, der in der Bearbeitung von – wie auch anders – John von Düffel ein starkes Mädchen zur Seite gestellt bekommt, oder Diversität, mit der sich Das Gesetz der Schwerkraft befasst. Flucht, Identität und die Sehnsucht, berühmt zu sein, sind nach Einschätzung von Jugendtheater-Dramaturgin Monika Kosik die Themen der Jugendlichen und daher zu Recht auch die des Jugendtheaters in der kommenden Spielzeit.

Im Beethovenjahr kommt Ludwig van Beethoven tatsächlich nur in den ersten drei der zehn Sinfoniekonzerte vor, mit der Schauspielmusik zu Egmont im 1., der „Sinfonie Nr.5 c-Moll op. 67“ im 2. und dem „Tripelkonzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56“ im 3. Sinfoniekonzert. Generalmusikdirektor Golo Berg stellt ein weitgefächertes Programm von Barock über die Wiener Klassik mit Mozart über die Romantik mit Robert Schumann bis hin zur Moderne mit György Ligeti vor, nicht ohne besonders auf das 6. Sinfoniekonzert zu verweisen, in dem Stefan Veselka „Ma Vlast“ („Mein Vaterland“) von Bedrich Smetana dirigieren wird.

Dem Theater Münster ist für die restliche Spielzeit 2019/20 wie auch für die kommende Spielzeit 2020/21 die Aufmerksamkeit und Treue des Publikums zu wünschen, die es in allen seinen Sparten verdient. IOCO wird über die weitere Entwicklung aktuell berichten.

Schauspiel Der gute Mensch von Sezuan – zur Zeit auf dem Spielplan
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  2020/21 – Premieren – Theater Münster


 Musiktheater


19. September 2020  CANDIDE  –  Comic Operetta von Leonard Bernstein

12. Dezember 2020  – DIE WALKÜRE  –  Musikdrama von Richard Wagner

 23. Januar 2021 –   LUCIA DI LAMMERMOOR  – Gaetano Donizetti

13. Februar 2021 –  TRIUMPH DER LIEBE  – TRIUMPH OF LOVE  –  Musical von Magruder, Stock & Birkenhead

13. März 2021 – PREUßISCHES MÄRCHEN  –  Ballettoper von Boris Blacher

8. Mai 2021 –  GHARGENORE  – Musikalische Tragödie – Wilhelmine von Bayreuth


Schauspiel


28. August 2020  –   JULIUS CAESAR / DIE POLITIKER –  Schauspiel von William Shakespeare / Wolfram Lotz

 29. August 2020  –  FAUST, DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL – Johann Wolfgang von Goethe

2. Oktober 2020  –  DEUTSCHE FEIERN ­ UA  –  Schauspiel – Lars Werner | KH

7. November 2020 –  DIE MÖWE – Komödie von Anton Tschechow   | GH

18. Dezember 2020  –  DER FISKUS   Komödie von Felicia Zeller   | KH

 26. Februar 2021  –  ALTE SORGEN (AT) ­ UA  – Schauspiel von Maria Milisavljevic | KH

 17. April 2021 –  DER SCHIMMELREITER  –  Schauspiel nach Theodor Storm | GH

 6. Mai 2021 – BRUDER EICHMANN  –  Dokumentarstück von Heinar Kipphardt   | KH


Tanztheater


17. Oktober 2020 – JOHANNESPASSION ­ UA  –  Tanzabend von Hans Henning Paar

15. Januar 2021 – GOSSIP ­ NF  –  Tanzabend von Lenka Vagnerova    | KH

21. Mai 2021 –  COPY-LIA ­ UA  –  Tanzabend von Hans Henning Paar    | KH

26. Juni 2021  –  DANCE LAB ­ UA  –  Choreografien von Mitgliedern des Tanztheaters  | Ballettsaal


Junges Theater


20. September 2020 –  DER ZINNSOLDAT UND DIE PAPIERTÄNZERIN  –  Kinderstück von Roland Schimmelpfennig frei nach Hans Christian Andersen   | KH

15. November 2020  –  ROBIN HOOD  –  Nach einer wahren Legende, John von Duffel 

29. Januar 2021 –  FRANKENSTEIN  –  Schauspiel nach Mary Shelley   | KH

21. Marz 2021 –  THE ARRIVAL (AT) – Stückentwicklung | Inspiriert von dem gleichnamigen Bilderbuch von Shaun Tan    | KH

11. April 2021 –  FAME  –  Musical nach einer Idee von David De Silva  –  Musik von Steve Margoshes | Buch von Jose Fernandez  | KH

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Kiel, Theater Kiel, Spielplan Januar 2020

Dezember 13, 2019 by  
Filed under Oper Kiel, Pressemeldung, Spielpläne

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Theater Kiel

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT


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Oper Kiel / Die Fledermaus © Olaf Struck

Oper Kiel / Die Fledermaus © Olaf Struck

Premiere DIE FLEDERMAUS  –  Operette von Johann Strau

Samstag, 25. Januar 19.30 Uhr Opernhaus

Gabriel von Eisenstein will vor Antritt einer Haftstrafe wegen Beamtenbeleidigung noch einmal richtig auf den Putz hauen: Auf einer Party des Prinzen Orlofsky frischt er seine Verführungskünste auf – und trifft dabei ausgerechnet seine eigene Frau, sein Stubenmädchen und den Gefängnisdirektor! Dass diese erstaunlichen Zufälle kein Zufall waren, klärt sich erst am verkaterten nächsten Morgen im Gefängnis auf … Mit Champagnerlaune, Walzern und dem Patentrezept »Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist« kehrt die Operette aller Operetten nach Kiel zurück.

Musikalische Leitung Daniel Carlberg, Regie Olaf Strieb, Ausstattung Heiko Mönnich, Choreinstudierung Lam Tran Dinh

Mit Agnieszka Hauzer, Hye Jung Lee, Vigdis Bergitte Unsgård, Ks. Heike Wittlieb; Yoonki Baek, Fred Hoffmann, Michael Müller–Kasztelan, Ks. Jörg Sabrowski u.a. sowie dem Opernchor

 LUCIA DI LAMMERMOOR   –  Oper von Gaetano Donizetti

Lucia Ashton liebt Edgardo di Ravenswood, den Erzfeind ihres Bruders Enrico, der seine Schwester in eine Ehe mit dem reichen Arturo Bucklaw zwingt – eine Entscheidung, die blutige Konsequenzen hat … Fast vier Jahrzehnte nach der letzten Kieler Inszenierung kehrt Donizettis schauer-romantisches Belcanto-Meisterwerk in einer visuell ungewöhnlichen Gestaltung des griechischen Designers Paris Mexis und des Lichtkünstlers George Tellos zurück.

DIE TOTE STADT  –  Oper von Erich Wolfgang Korngold

Liebe, Abschied, Tod und Träume: Ein trauernder Witwer begegnet einer Doppelgängerin seiner verstorbenen Frau und glaubt, damit würde sein »Traum der Wiederkehr« wahr werden. Sein Traum nimmt jedoch eine überraschende Wendung! KEIN Traum ist es, dass Korngolds Opernhit der 1920er Jahre mit den schwelgerischen Ohrwürmern »Glück, das mir verblieb« oder »Mein Sehnen, mein Wähnen« wiedergekehrt ist.

EIN AMERIKANER IN PARIS  –  Musical von George Gershwin

Paris 1945: Die bezaubernde Balletttänzerin Lise Dassin muss sich zwischen drei Verehrern entscheiden: den Ex-GIs Jerry Mulligan und Adam Hochberg, die sich als Künstler bzw. Komponist in Paris versuchen, und dem reichen Unternehmersohn Henri Baurel, der lieber ein Jazzsänger wäre. Lises schwere Entscheidung wird durch solche Gershwin-Klassiker wie »I got rhythm«, »Shall we dance« oder »Stairway to Paradise« erleichtert.


Oper EXTRA


Freitag, 3. Januar 23.00 Uhr Foyer Opernhaus Lounge 23:

SCOTTISH POP

Lucia di Lammermoor spielt in Schottland, klingt aber sehr italienisch. Zum Ausgleich gibt’s nach der ersten »Lucia«-Vorstellung des Jahres was richtig Schottisches auf die Ohren, von Annie Lennox und den Simple Minds bis zu Franz Ferdinand – moderiert von Katrin Liebthal und Ulrich Frey.

Montag, 6. Januar 20.00 Uhr 1. Foyer Opernhaus
KLARINETTE?   NA KLAR!

In der vergangenen Spielzeit initiierte der Soloklarinettist Ishay Lantner Konzerte mit Kammermusik für Klarinette. Es begann mit Mozart und Musik aus der Zeit der Romantik, in dieser Spielzeit stehen seine beiden Konzerte unter dem Motto »Tänze«. Am 6. Januar sind europäische Tänze von Franz Schubert, Adolf Busch, Dmitri Schostakowitsch, Johann Strauß, Fritz Kreisler, Béla Bartók u.a. zu erleben. Es spielen u.a. Ishay Lantner, Liz Farrell, John Doig, Sarah Pape, Volker Bohnsack, Daniel Carlberg und John Spencer.

Samstag, 11. Januar 16.00 Uhr, 1. Foyer Opernhaus
Operncafé:  DIE FLEDERMAUS

»O Fledermaus, o Fledermaus, lass endlich jetzt dein Opfer aus.« Dirigent Daniel Carlberg, Regisseur Olaf Strieb und Dramaturgin Cordula Engelbert erläutern ihre Sicht auf Johann Strauß’ »Rache einer Fledermaus«.

Montag, 27. Januar 20.00 Uhr 1. Foyer Opernhaus
Dieter Schnebel zum 90.

Am 14. März 2020 wäre Dieter Schnebel 90 Jahre alt geworden. Anlässlich seines Geburtstages spielt das Ensemble Klangrauschen – Liz Farrell (Flöte), Maria Yamanaka (Viola), Heiko Maschmann (Kontrabass), Ninon Gloger (Klavier) – Werke von Michael Maierhof, John Cage, György Ligeti und Dieter Schnebel.

Eine Kooperation von Klangrauschen und dem Theater Kiel

Gastspiel

Montag, 20. Januar 20.00 Uhr,  1. Foyer Opernhaus
Wir in Schleswig-Holstein: Violine! Klasse!

Die beliebte Gastspielreihe mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck beginnt im neuen Jahr mit der Violin-Klasse von Prof. Maria Egelhof, am Klavier begleitet von Yoko Yamada.


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Mittwoch, 1. Januar 18.00 Uhr Kieler Schloss
Neujahrskonzert  –  Freude ohne Götterfunken

Neujahr ohne Beethovens neunte Sinfonie – kann das gehen?! Ja, aber da muss ein Experte ran: Karl-Heinz Bloemeke, langjähriger Professor für Dirigieren an der Musikhochschule Detmold und ausgewiesener Spezialist für humorvoll moderierte Konzerte führt mit Italianità, Champagner-Galopp und einer echten Überraschung ins Jahr 2020 – für einen gelungenen Start ins neue Jahr sollten Sie dieses Konzert keinesfalls verpassen!

Philharmonisches Orchester Kiel
Tatia Jibladze (Mezzosopran), Ks. Tomohiro Takada (Bariton)
Dirigent Karl-Heinz Bloemeke

Dienstag, 7. Januar 19.00 Uhr, St. Nikolaikirche Kiel
3. Mozart-Konzert  –  Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
und Louise Farrenc (1804–1875)
Kieler Kammerorchester
Dirigent Imre Sallay

Sonntag, 12. Januar 11.00 Uhr, Kieler Schloss
Montag, 13. Januar 19.30 Uhr, Kieler Schloss

5. Philharmonisches Konzert

Winterträume von Italien im Januar: Die Kieler Philharmoniker spielen ein italienisch inspiriertes Programm unter der Leitung des jungen französischen Dirigenten Joseph Bastian, der über zehn Jahre Bassposaunist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war, bevor er sich endgültig und mit beeindruckendem Erfolg aufs Dirigieren verlegte.

Ebenfalls zu Gast in Kiel ist Ödön Rácz, Solokontrabassist der Wiener Philharmoniker und international gefragter Solist, mit dem Kontrabass-Konzert h-Moll des italienischen Komponisten Giovanni Bottesini.

Joseph Haydn (1732–1809)?infonie Nr. 42 D-Dur
Giovanni Bottesini (1821–1889) Konzert für Kontrabass h-Moll
Hector Berlioz (1803–1869) Ouvertüre »Béatrice et Bénédict«
Giuseppe Verdi (1813–1901) Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten) aus der Oper  Die sizilianische Vesper

Philharmonisches Orchester Kiel
Solist Ödön Rácz (Kontrabass), Dirigent Joseph Bastian

• Auftakt: Konzerteinführung jeweils 30 Minuten vor Konzertbeginn im Fördefoyer
• PhilharmoNINO: Kinderbetreuung jetzt bei allen philharmonischen Sonntagskonzerten
• Zugabe am Montag: abschließender »Philharmonischer Absacker« im Fördefoyer

Sonntag, 26. Januar 11.30 Uhr, Opernhaus  –  2. Familienkonzert
Dienstag, 28. Januar 11.00 Uhr, Opernhaus  –  1. Schulkonzert

»Wer fuchtelt da vorne rum? – Der neue GMD stellt sich vor«

Wer ist eigentlich der Mann, der vor dem Orchester steht und dem Publikum immer so unhöflich den Rücken zudreht? Genau, der Dirigent! In Kiel begrüßen wir in dieser Spielzeit Benjamin Reiners als neuen Chefdirigenten, auch Generalmusikdirektor (GMD) genannt. Heute stellt er sich euch im Familienkonzert vor und erzählt euch von seinem Job. Mit dabei natürlich auch unsere Kieler Philharmoniker, die für euch die Musik zu dem bekannten Kinderbuch »Das Orchester zieht sich an« spielen.

Musik: »Das Orchester zieht sich an« von Marius Felix Lange
zum Buch von Karla Kuskin

Dirigent Benjamin Reiners, Szenische Leitung Marie Coring und Waltraut Anna Lach

Freitag, 31. Januar 19.00 Uhr, Hotel Birke, Waldesruh
Tafelmusik

Ein kulinarisch-musikalischer Abend mit abwechslungsreicher Kammermusik, moderiert von Selke Harten-Strehk, Kieler Streichquartett
Nora Piske (Violine), Rie Goji (Violine)
Sarah Pape (Viola), Volker Bohnsack (Violoncello)


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Wiederaufnahme
Mittwoch, 8. Januar 19.30 Uhr, Opernhaus

CREATIONS  –  Tanzabend von Georg Reischl und Yaroslav Ivanenko

Mal meditativ, mal hochexplosiv und mal traumhaft schön – der Tanzabend »Creations« fesselt mit zwei eigens für diesen Abend geschaffenen Stücken der Choreografen Georg Reischl und Yaroslav Ivanenko. Beide Stücke erwuchsen aus der Faszination für eine bestimmte Musik: »Following a Bird« von Ivanenko ist durch die Musik und die Biografie des italienischen Ausnahmemusikers Ezio Bosso inspiriert, Reischls »(h)ruof« wurde durch das Ritual des balinesischen Kecak-Tanzes angeregt. Ein kraftvoller Abend mit aufregendem choreografischen Kontrastprogramm!

Choreografie Georg Reischl, Yaroslav Ivanenko
Musik Vincent Glanzmann, Ezio Bosso, Max Richter, Kimmo Pohjonen
Bühne Georg Reischl, Marie Rosenbusch?Kostüme Min Li
Mit den Tänzer*innen des Ballett Kiel

Repertoire

EUGEN ONEGIN  –  Ballett von Yaroslav Ivanenko

Um ehrliche und starke Gefühle, um Treue und die Frage danach, was wir wirklich im Leben brauchen – darum geht es in Alexander Puschkins Versroman »Eugen Onegin«. Yaroslav Ivanenko hat den berühmten Stoff aufgegriffen und die dramatische Liebesgeschichte zwischen dem Dandy Onegin und dem verträumten Mädchen Tatjana, untermalt von sinfonischen und kammermusikalischen Werken Peter Tschaikowskis, in Tanz verwandelt.

CINDERELLA  –  Ballett von Yaroslav Ivanenko zur Musik von Sergej Prokofjew

Die Geschichte von Cinderella, die aus Eifersucht auf ihre Schönheit von Stiefmutter und Stiefschwestern unterdrückt und vom Prinzen mit Hilfe des verlorenen Schuhs befreit wird, ist weltweit in vielen Variationen bekannt. Yaroslav Ivanenko versetzt in seiner Version »Cinderella« in die Welt des Zirkus, sodass auch fliegende Artisten, liebenswerte Clowns und geheimnisvolle Magier auf der Bühne des Kieler Opernhauses zu bestaunen sind.

Gastspiel des Theater Kiel

La Sylphide

Das Ballett Kiel gastiert in dieser Spielzeit mit La Sylphide am Theater Lübeck. Das romantische Ballett über einen schottischen Landjunker und dessen unerfüllbare Liebe zu einem Luftgeist ist dort in Anlehnung an die originale Choreografie von August Bournonville aus dem Jahr 1836 zu erleben.

Eine Kooperation des Ballett Kiel mit dem Theater Lübeck


Ballett EXTRA


Samstag, 11. Januar 10.00 Uhr,  Ballettsaal im Opernhaus
ÖFFENTLICHES TRAINING

Einen Blick hinter die Kulissen erhaschen und das Ballett Kiel aus nächster Nähe erleben: Diese Möglichkeit bietet das Öffentliche Training wieder im Januar. Nur fünfzig Zuschauer*innen finden im Ballettsaal Platz, daher heißt es: schnell Karten sichern! Der Einlass erfolgt um 9.45 Uhr über die graue Eisentür am Opernparkplatz.

Sonntag, 26. Januar ca. 21.45 Uhr, 1. Foyer Opernhaus
Psychoanalyse und Theater: Eugen Onegin

Nach der Vorstellung von »Eugen Onegin« laden ballettbegeisterte Psychoanalytiker*innen des Kieler John-Rittmeister-Instituts das Publikum ein, den Abend gemeinsam mit Mitgliedern der Produktion zu reflektieren und sich darüber auszutauschen, was sie während der Vorstellung gesehen, erlebt, gedacht, gefühlt oder fantasiert haben.


interkulturellextra*


begegnungen*
Sonntag, 12. Januar?Einführung 16.30 Uhr, 2. Foyer Opernhaus
CREATIONS
Tanzabend von Georg Reischl und Yaroslav Ivanenko
begegnungen* entstehen zwischen Alt- und Neu-Kieler*innen aus unterschiedlichen Kulturen. Sie können zu einem rabattierten Preis für sich und gleichzeitig eine »Unterstützerkarte« für eine geflüchtete Person kaufen. Dadurch entsteht eine Gruppe aus alten und neuen Kieler*innen. Eine Einführung in das Stück sowie der gemeinsame Ausklang mit Beteiligten der Produktion umrahmen den Abend.

Information und Anmeldung: ruth.seehaber@theater-kiel.de

begegnungen* – unterstützt von der Gesellschaft Freunde des Theaters in Kiel e.V.


schauspielkiel*


Oper Kiel / Vögel © Olaf Struck

Oper Kiel / Vögel © Olaf Struck

Premieren
Freitag, 17. und Samstag, 18. Januar 20.00 Uhr, Schauspielhaus
VÖGEL  –  Wajdi Mouawad

Wahida ist Amerikanerin und arbeitet in New York an ihrer Doktorarbeit. Eitan ist Deutscher und interessiert sich als Biogenetiker für Forschung über das Erbgut. Im Lesesaal einer großen Universitätsbibliothek verlieben sie sich. Als die beiden sich auf eine gemeinsame Reise nach Israel und Jordanien begeben, holt sie die Wirklichkeit ein: Die muslimische Wahida und der jüdische Eitan sind plötzlich mittendrin im Nah-Ost-Konflikt. Als Eitan sich nach einem Anschlag bewusstlos im Krankenhaus in Jerusalem befindet und seine Eltern mit dem Großvater aus Berlin angereist kommen, stößt Wahida auf deren Ablehnung. Doch als Eitans Vater zum ersten Mal seit Jahrzehnten seine israelische Mutter wiedertrifft, bringt ein gut gehütetes Geheimnis alles bis dahin Geltende ins Wanken.

Der gebürtige Libanese Wajdi Mouawad lässt mit großer sprachlicher Wucht und Poesie Generationenkonflikte, Familiengeheimnisse, Fragen der religiösen Identität und moderne Migrationsgeschichten auf die realpolitischen Zustände des israelisch-arabischen Konflikts treffen.

Regie Michael Wallner, Bühne Till Kuhnert, Kostüme Tanja Liebermann
Mit Jennifer Böhm, Ellen Dorn, Rudi Hindenburg, Werner Klockow, Ksch. Claudia Macht, Zacharias Preen, Yvonne Ruprecht, Felix Zimmer

Sonntag, 19. Januar 19.30 Uhr, Studio Schauspielhaus
OLEANNA  –  David Mamet

Ein Sprechzimmer in einer Universität, irgendwo in den USA. In drei sich immer weiter zuspitzenden Begegnungen treffen hier die junge Studentin Carol und ihr Professor John aufeinander. Aus einer scheinbar harmlosen Beratung über ein Seminar, das Carol besucht, entsteht dabei ein Missverständnis, das John nicht nur seine Karriere, sondern auch seine eigentlich glückliche Ehe kosten kann. Ein Missverständnis? Oder vielleicht doch eher eine sexistisch motivierte Grenzüberschreitung?

Der berühmte amerikanische Theater- und Drehbuchautor David Mamet nimmt in seinem 1992 uraufgeführten Dialog die #metoo-Debatte vorweg. Geschickt führt Mamet in den Dialogen die Zuschauer*innen in die Irre und lässt das tatsächlich Geschehene in der Schwebe. Reagiert Carol überempfindlich auf eigentlich normale zwischenmenschliche Kommunikation oder nutzt John das Machtgefälle zwischen ihnen aus?

Regie Jule Gröning, Ausstattung Sandra Bröske
Mit Tiffany Köberich, Oliver E. Schönfeld

Wiederaufnahme
Donnerstag, 23. Januar 20.00 Uhr, Schauspielhaus
HAMLET  –  William Shakespeare

Neuübersetzung: Daniel Karasek und Kerstin Daiber:  Die Erfolgsinszenierung mit Marko Gebbert in der Titelrolle kehrt ins Schauspielhaus zurück: Als Prinz Hamlet nach einem Studienaufenthalt nach Hause an den dänischen Königshof zurückkehrt, hat sich einiges grundlegend verändert: Sein Vater ist tot, sein Onkel Claudius hat seine Mutter Gertrud geheiratet und ist der neue Herrscher. Hamlets düstere Vermutungen werden Gewissheit, als ihm der Geist seines verstorbenen Vaters erscheint und Rache für seine Ermordung durch Claudius’ Hand fordert. Um seinen Onkel als Mörder zu überführen, spielt Hamlet den Wahnsinnigen und wird bald tatsächlich zum manisch Getriebenen.

Macht und Intrige, Liebe und Glauben, Schein und Wirklichkeit, Leben und Tod – nichts Geringeres als die großen Fragen menschlichen Daseins stehen in Shakespeares berühmtester Tragödie im Zentrum. Kaum eine Bühnenfigur erscheint auch heute noch so greifbar wie Hamlet, dieser zweifelnde dänische Prinz.

Regie Daniel Karasek, Ausstattung Claudia Spielmann
Video Moritz Boll, Musik Zacharias Preen

Mit Jennifer Böhm, Marko Gebbert, Maximilian Herzogenrath,
Christian Kämpfer, Tony Marossek, Zacharias Preen, Agnes Richter

Repertoire   ROSMERSHOLM  –  Henrik Ibsen

Henrik Ibsens meisterhaftes Kammerspiel um Freiheit und Schuld, moralische Grenzen und die Möglichkeit ihrer Überwindung: Ein einsamer Gutshof in Norwegen. Die psychisch instabile Frau des Gutsbesitzers Johannes Rosmer hat sich ertränkt. Als ein mysteriöser Brief auftaucht, drängen düstere Geheimnisse ans Licht.

FRÜCHTE DES ZORNS  –  John Steinbeck / Bühnenbearbeitung: Frank Galati

Die Bühnenbearbeitung des weltberühmten Romans von John Steinbeck erzählt von der ebenso entbehrungsreichen wie bewegenden Reise der Familie Joad quer durch die USA. Die Romanadaption wird von mehreren Songs begleitet, die auf der Bühne live von Schauspielern gespielt werden.

FAUST  –  Johann Wolfgang von Goethe
Ein großer Egotrip mitten durch die sündige Welt: Goethes großer Klassiker in einer modernen, sinnlichen und bildstarken Neuinszenierung.

AMSTERDAM  –  Maya Arad Yasur

Eine junge israelische Komponistin findet eine unbezahlte Gasrechnung vor ihrer Haustür. Und zwar eine aus dem Jahr 1944. Sie begibt sich auf Spurensuche und stößt dabei auf düstere Ereignisse aus der Vergangenheit.

HAMMER  –  Franz Wittenbrink
Der neue Liederabend von Franz Wittenbrink führt mitten hinein in die Untiefen des Baumarktes.


Schauspiel EXTRA


Sonntag, 5. Januar 11.00 Uhr, Bistro Entracte Schauspielhaus

VorOrt: VÖGEL  –  Mit Regisseur Michael Wallner, Dramaturgin Lena Carle und Mitgliedern des Ensembles.

Montag, 20. Januar 20.00 Uhr, Reihe 17 Schauspielhaus
Listening In: PRETTY ON THE INSIDE

Die DJ-trifft-Literatur-Veranstaltung in der Reihe 17 beschwört das Ende des Patriarchats. Gitarrenmusik mit politischer Schlagkraft von Blondie über Hole bis Sleater Kinney trifft auf ein Best of der literarisch-feministischen Popkultur. Es lesen Anne Rohde, Godje Hansen und Tristan Steeg. An den Turntables – wie gewohnt – DJ Bulta.

Freitag, 24. Januar 18.00 Uhr, Studio Schauspielhaus
Austs Literarischer Salon: BLANKER HANS UND HEIDEBILDER

Annette von Droste-Hülshoff und Detlev von Liliencron – zwei dichtende Adlige, deren Lebensläufe unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch stehen sie beide für landschaftliche Prägung: Westfalen dort und Schleswig-Holstein hier. Lesegast ist wieder einmal Jutta Hagemann.

Montag, 27. Januar 20.00 Uhr Reihe 17 Schauspielhaus
KEIN THEATER, KEIN THEATER  – Erinnerung an Kammerschauspieler Siegfried Kristen

Am 27. Oktober 2019 ist Kammerschauspieler Siegfried Kristen verstorben. Mit Auszügen aus seiner Biografie und aus den Stücken, in denen er in Kiel auf der Bühne stand, und mit einem musikalischen Rahmenprogramm wollen wir an einen großartigen Schauspieler und Kollegen erinnern.

Gastspiele

Sonntag, 12. Januar 19.30 Uhr, Studio Schauspielhaus
DeichArt: STACHELN IM STURM  –  Jens Raschke

Drei abgebrannte Wanderschauspieler tingeln seit Jahren mit selbstgeschriebenen Märchen durch die Provinz. Mitten in ihrer aktuellen Tournee – auf dem Programm steht eine sehr gewöhnungsbedürftige Version von »Bambi« – geschieht jedoch etwas, was das Trio komplett aus der Bahn zu werfen droht …

Samstag, 11. und 25. Januar 20.00 Uhr, Maritim Hotel Bellevue
DeichArt: KUNST
Yasmina Rezas berühmter Komödienklassiker um drei Freunde und ein modernes Kunstwerk ganz in weiß wieder in der Backbord-Bar des Maritim Hotels.


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junges theater


Wiederaufnahme
BASKERVILLE – SHERLOCK HOLMES ALLERERSTER FALL – ab 6 Jahren  –  Annika Scheffel

Jetzt kommt Jamie, die Zwillingsschwester von Sherlock Holmes bestem Freund John Watson! Sie sind noch Kinder, da verschwindet Jamies und Johns Mutter. Gemeinsam mit Sherlock verfolgen sie die Spur bis in die nebelverhangenen Sümpfe von Dartmoor. Monsterhunde und Geisterbeschwörer bedrohen sie, aber zu dritt können sie den Fall bestimmt lösen!

Repertoire
THE ISLAND  –  Jugend  –  H. G. Wells / Christoph Busche

Den jungen Weltreisenden und Umweltaktivisten Eddie Prendick verschlägt es auf eine einsame Südseeinsel. Auf den ersten Blick ein exotisches Paradies. Doch der Meeresspiegel steigt und die Strände ersticken im Plastikmüll, den der Ozean unermüdlich heranträgt. Die Insel droht unterzugehen. Und bald erkennt Eddie, dass hier noch etwas anderes vorgeht …

KRABAT – ab 10 Jahren  –  Otfried Preußler

Krabat will, dass ihn sein neuer Meister alles lehrt. Denn dieser ist nicht nur Müller, sondern auch Zauberer, und die Mühle ein Ort voll Magie – schwarzer Magie. Erst als ein Lehrjunge verschwindet, begreift Krabat die Gefahr. Er muss selbst zaubern und so den Meister besiegen. Dafür soll das Mädchen seines Herzens zur Mühle kommen und eine Prüfung bestehen, bei der ihr Leben auf dem Spiel steht.

DIE REISE AUF DEN PLANETEN DER RÖBOTIERLINGE – ab 4 Jahren – Annika Rohde

Lena ärgert sich gerade furchtbar über ihre Freunde, als plötzlich ein seltsamer Außerirdischer vor ihr abstürzt: Erfinder Gnümo, auf der Suche nach geeigneten Beinen für seine neueste Erfindung, einem flauschigen Wesen namens Glümingo. Sie beschließen, einen Ausflug auf Gnümos Planeten Grivolius zu machen. Lena und Gnümo begeben sich auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise über den fremden Planeten

MALALA  –  ab 10 Jahren  –  Flo Staffelmayr

Malala liebt es, sich mit ihren Freunden zu treffen und geht gerne zur Schule. Bis die Taliban in ihrem Tal in Pakistan die Kontrolle übernehmen. Malala lässt sich nicht einschüchtern und tritt für das Recht aller Kinder auf Bildung ein. Bis zu dem Tag, der ihr Leben verändert. Am 9. Oktober 2012 wird Malala auf ihrem Schulweg von Taliban-Kämpfern niedergeschossen. Den Angriff überlebt sie schwer verletzt, doch er ändert nichts an ihrer Überzeugung.

DAS TRAUMFRESSERCHEN  –  ab 3 Jahren  –  Michael Ende

Prinzessin Schlafittchen wird jede Nacht von bösen Albträumen gequält. Immer größer wird ihre Angst vor dem Zubettgehen. Schließlich begibt der König sich auf die Suche nach einem Mittel gegen schlimme Träume.

DER VOGEL FARBENFROH  –  ab 2 Jahren

Was ist denn das für ein schönes Geräusch? Gezwitscher? Da! Der Vogel Farbenfroh. Doch obwohl er so heißt, ist sein Gefieder ganz und gar farblos. Jetzt darf er ein neues Nest beziehen und entdeckt dabei ganz neue Dinge: Farben! Allmählich verwandelt sich seine triste Umgebung in eine Welt voller bunter Tupfen: Gelb, Rot, Blau …

Werftpark EXTRA  –  What the F*ck –  Jugend

In Sebastian Kreuzers Drehscheibe What the F*ck fragen sich ein EU-Bürger, ein wütender Gelehrter, ein besorgter Familienvater und ein Handwerker, was Demokratie als auch Freiheit für sie bedeuten.

TANZ DES LEBENS  –  Jugend

Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus präsentiert Sebastian Kreuzer einen Drehscheiben-Abend über den Widerstandskämpfer Sylvin Rubinstein, der jüdische Kinder versteckte und Attentate auf Nationalsozialisten ausübte – geschminkt und in Frauenkleidern.

ZUM GLÜCK GIBT’S FREUNDE  –  ab 3 Jahren  –  nach Helme Heine

Franz von Hahn, Johnny Mauser und Waldemar heißen die drei Freunde aus dem Mullewapp. Fröhlich ist das Leben auf dem Hof, doch es gibt auch Streitigkeiten und Gefahren zu überstehen …

INTO THE WILD  –  Jugend

Das ehemalige Ensemblemitglied Lasse Wagner steigt in sein Kanu, um zu fahren, wohin der Fluss ihn treibt. Er begibt sich auf eine literarische Spurensuche anhand von Jon Krakauers Bestseller »Into the Wild«.

Vorleseabenteuer

DER REGENBOGENFISCH  –  ab 4 Jahren
Marcus Pfister  –  mit Gulshan Sheikh

Der schillernde Regenbogenfisch ist der schönste Fisch im ganzen Ozean. Darauf ist er stolz – so stolz, dass alle anderen nichts mit ihm zu tun haben möchten, weil er so eingebildet ist. Als seine Einsamkeit immer schlimmer wird, gelingt es ihm, seinen Stolz zu überwinden: Er verschenkt seine Glitzer-schuppen und gewinnt die anderen Bewohner des Ozeans als Freunde.

ICH LESE DAS, WAS DU SO LIEST  –  ab 5 Jahren
diverse Autor*innen  –  mit Sebastian Kreuzer

Bei diesem Vorleseabenteuer bestimmst du, was gelesen wird! Pack deine Lieblingsbücher ein und mach es dir in der Sternwarte des Jungen Theaters im Werftpark gemütlich, während Sebastian Kreuzer aus euren lustigsten, spannendsten, gruseligsten und schönsten Büchern vorliest.

Gastspiele
DeichArt: SCHWITZENDE MÄNNER IM SCHUHGESCHÄFT
3 Männer, 3 Hocker, 3 Meinungen. Wissenswertes und Erbauliches aus der äußersten Innenwelt dreier aufrecht sitzender männlicher Artgenossen.
TANTE SALZMANNS IMPROSHOW

Wie kann die Welt aussehen, wenn Nein-Sagen nicht erlaubt ist? Das zeigt die Kieler Improvisationstheatergruppe Tante Salzmann. Und das Beste: Die Zuschauer*innen bestimmen, was passiert!


theaterpädagogik*

Premiere
Mittwoch, 8. Januar  20.00 Uhr, Theater im Werftpark  –  Studierendenclub
AMPHITRYON  –  Jugend  –  Heinrich von Kleist

Amphitryon ist entsetzt, als er erfährt, dass seine Frau ihn mit IHM SELBST betrogen haben soll. Er glaubt vor den Trümmern seiner Ehe zu stehen, doch dann sieht er sich tatsächlich seinem Doppelgänger gegenüber. Ist es wirklich Amphitryon, der vor ihm steht? Und wer ist er dann? Als ihm der Zutritt in seinen Palast verweigert wird, da der »wahre« Amphitryon bereits dort sei, rüstet er zum Kampf. Inmitten des Gefechts herrscht erneut Verwirrung und schließlich muss seine Frau entscheiden. – Haben da etwa die Götter ihre Finger im Spiel?

Montag, 13. Januar 16.00 Uhr, Theater im Werftpark
Workshop-Montag für Pädagog*innen
VOM TEXT ZUM STÜCK

Um Stücke selbst zu schreiben, braucht es weder Shakespeares Sprachgewandtheit, noch Brechts theatertheoretischen Scharfsinn, noch Ibsens Tiefgründigkeit. Benötigt werden Mut, ein kreativer Kopf und eine grundlegende Idee. Wir planen und proben den Weg vom Text zum Stück.

—| Pressemeldung Theater Kiel |—

Dresden, Semperoper, Le Grand Macabre – György Ligeti, IOCO Kritik, 05.11.2019

November 5, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, SemperOper

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Semperoper

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper © Matthias Creutziger

Le Grand Macabre  –  György Ligeti

Apokalypse light – von einem Weltuntergang, der nicht stattfand

von  Thomas Thielemann

In Breugellande sind die Mitmenschen alle glücklich; entfalten das Abenteuer und berauschen den Tod; halten ihn für tot. Aber der Tod war ein Verrückter, der sie in einen vermeintlichen Weltuntergangtreiben möchte. Tot vor Angst die Gottlosen, überleben die Glücklichen und zwei Liebende, die die Welt neu gestalten werden. Alles endet in der erdig, blumigen Farce Le Balade du Grand Macabre des  frankophonen Dramatikers flämischer Herkunft Michel de Ghelderodes (1898-1962) mit dem Sieg des Lebens und der Hoffnung. Aus dem Nachbarlande ahnte der Dichter 1934/35 im „noch-Aufstieg der Macht des Faschismus“ noch nicht, was sich in Deutschland tatsächlich zusammen braute. So richtet der Dramatiker sich zwischen Groteske und Entsetzen „an einfache Seelen“ und bezieht sich auf die Apokalypse  Pieter Bruegels des Älteren.

Le Grand Macabre –  the Making of .. hier Dramaturg Johann Casimir Eule
youtube Trailer Semperoper
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Der 1931 in Danzig geborene schwedische Schauspieler  und Puppenspieler Michael Meschke formte mit dem österreich-ungarischen Komponisten György Ligeti (1923-2006) aus der Mischung von hintersinnigem mittelalterlichem Mysterienspiel sowie absurdem Theater für diesen ein Libretto zur „Anti-Anti-Oper“ Le Grand Macabre. Die 1978 in Stockholm unter dem Eindruck der Drohung einer atomaren Katastrophe als Weltuntergangsgroteske erstaufgeführte, betont agitatorische Fassung, wäre vierzig Jahre später angesichts der breiteren Existenzbedrohungen im „soundsovielten Jahrhundert“ zu eng gefasst, so dass Ligeti 1996 eine Überarbeitung vorlegte, die aktuellere ganz individuell vom Menschen selbst gemacht Bedrohungen des Lebens, ins Visier nehmen.

Calixto Bieto hatte Ligetis Anti-Anti-Oper  2011 in Freiburg als sexuell überhöhtes Welttheater auf die Bühne gebracht. Für seine Dresdner Inszenierung waren ihm zwei kreative Damen zur Seite gestellt: die Schweizer Videokünstlerin  Sarah Derentinger und die Bühnenbildnerin Rebecca Ringst. Die Bühnenbildnerin stellte Bieto eine Bungee-Anlage mit einer beeindruckenden Erdkugel auf die Bühne, während die Video-Expertin uns Erläuterungen, assoziative Erklärungen oder surrealistische Ergänzungen auf die Fläche der Kugel projizierten ließ. Meine Hoffnung, dass die Erde zum Finale die Spirale herab rollen werde, erfüllte sich allerdings nicht.

 Semperoper Dresden / Le grand Macabre - hier : Christopher Ainslie als Prinz Go-Go, Markus Marquardt als Nekrotzar © Semperoper Dresden / Ludwig Olah

Semperoper Dresden / Le grand Macabre – hier : Christopher Ainslie als Prinz Go-Go, Markus Marquardt als Nekrotzar © Semperoper Dresden / Ludwig Olah

Was sollte auch der Höllenfürst Nekrotzar tun, wenn er extra einen Kometen mit der Zielrichtung Erde organisiert hatte, sich aber die Bewohner im Breugelland kaum so recht für die drohende Apokalypse interessierten. Das lesbisch-flippige Paar Amanda-Amando ignoriert die Drohung und widmeten sich unbeeindruckt seiner Leidenschaften, die sadistisch-nymphomanische Gattin des Hofastrologen Astradamors verhindert, dass jener den Kometeneinschlag richtig prognostizieren kann. Die koalitionären Minister streiten über Steuererhöhung, statt Maßnahmen zum Katastrophenschutz vorzubereiten und ihr Fürst gibt eine jämmerlich-klagende Figur ab. Selbst der Chef der „Geheimen Staatspolizei“ eruiert nur mit einem verzweifelten Klagegesang und Selbstmorddrohungen. Unentwegt wird weiter konsumiert und gefeiert, so dass die Protagonisten Nekrotzar,  Astradamors und Piet vom Fass in ihrer Fassungslosigkeit mittranken, so dass der Höllenfürst nicht in der Lage war, die Welt zu zerschmettern.  Vom Kometen blieb nur ein bedrohlicher Schein und „der Große Macabre“ schlich blamiert von dannen. Piet und der Astrologe haben Durst, das Paar hat von all dem nichts mitbekommen und so steht am Schluss: “Fürchtet den Tod nicht, gute Leute. Lebt so lang in Heiterkeit“.

Mit kurzweiligen Bildern und ohne Holzhammer hält Calixo Bieto so uns einen Spiegel vor, wie die Menschheit die Bedrohungen der Zeit regelrecht ignoriert.

Semperoper Dresden / Le grand Macabre - hier : Gerhard Siegel als Piet vom Fass  © Semperoper Dresden / Ludwig Olah

Semperoper Dresden / Le grand Macabre – hier : Gerhard Siegel als Piet vom Fass © Semperoper Dresden / Ludwig Olah

Etwa einhundertfünf Minuten Ligeti- Musik. Omer Meir Wellber entfaltet mit den bestens aufgelegten Musikern der Sächsischen Staatskapelle sowie ihrem höchst unorthodoxen Instrumentarium im Graben und von den Rängen einen wahren Höllenspektakel; Schlagwerk-betont, und vor allem laut. Ligetis Vorgaben, mit ihrer großen Vielfalt von Klängen, Geräuschen, ein Gemisch von Anklängen an die Tradition und Parodien, wurden immer synchron mit der Bühne umgesetzt. Stellenweise wurde die Zwölftonmusik ins Lächerlichere gezogen, aber auch Bach, Beethoven, Rossini, Schubert oder Monteverdi wurden zitiert. Verwobene Ensemble-Rhythmen, haarsträubende Koloraturen und häufiger Wechsel von der Bruststimme ins Falsett, verlangten den Akteuren musikalische wie darstellerische Höchstleistungen ab, ohne dass Wellber auch nur einen Moment das Heft aus der Handzugeben bereit war.

Eine Idealbesetzung des Höllenfürsten Nekrotzar war mit Markus Marquardt gelungen. Seine breite Gestalt, die schneidend markante Bassbariton-Stimme, das furchteinlösende Spiel des tragisch-versagenden Weltzerstörers war schon beeindruckend.

Wer Gerhard Siegel einmal als Mime erleben durfte, wird nicht erstaunt gewesen sein, wie er sich mit seinem „Piet vom Fass“ als feixend feucht fröhlicher Helfershelfer eine tragende Position in der Premiere schaffen konnte.

Als Hofastrologe Astradamors war der norwegische Bassist Frode Olsen vergleichsweise spät in die Inszenierung einbezogen worden. Allerdings verfügt er bereits seit der Erstaufführung über Erfahrungen mit der Verkörperung dieser Partie. Seine Darstellung der sodomitischen Ehehölle  mit der Mescalina von Iris Vermillon und der Gegensatz als Unheilverkünder am Hofe des wankelmütigen Prinz Go-Go waren beeindruckende Kabinettsstücke. Dass Iris Vermillon ihren dunkel samtigen Mezzosopran auch triebgesteuert und beeindruckend locker einsetzen konnte, mag doch einige Dresdner Besucher ob der hochprofessionellen Leistung abseits des Gewohnten verwundert haben. Nicht unerwähnt sollten die etwas androgyne Gestalt des unentschlossenen Prinz Go-Go des Altus Christopher Ainslie mit seiner wunderbar extravaganten Stimme sowie seiner Minister-Riege Aaron Pegram und Matthias Henneberg mit ihren Darstellungen der Koalitionäre bleiben. Auch Wooram Lim als Schobiak und Markus Brühl als Schabernack gehören mit ihren kurzen Auftritten der Erwähnung.

Eine bravouröse Glanzleistung bot die israelische Sopranistin Hila Baggio mit der halsbrecherischen Koloraturarie des Chefs der Geheimen Politischen Polizei Gepopo. Eine verzweifelte Tortur, in der die Panik des drohenden Kometeneinschlags, sprich einer Revolution zu spüren war, atemberaubend serviert wurde. Ihre spielerische Leistung und der klare Tonfall passten hundertprozentig zum manischen Charakter der Figur. Weniger auffällig war ihre Zweitrolle als doch etwas flippige Venus im ersten Akt.

Le Grand Macabre  –  the Making of .. hier mit Dirigent Omer Meir Wellber
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Zu den musikalisch und spielerisch beeindruckenden Höhepunkten des Abends gehörten zweifelsfrei die Passagen des lesbisch umgedeuteten Paars Amanda der Katarina von Bennigsen und Amando der Annelie Sophie Müller mit ihrem „Schnee war ich, doch bin ich zerflossen“ und dem berührenden Abschlussduett, eine wohl selten glückliche Kombination zweier noch junger Stimmen.

Der Chor von Jan Hoffmann situationsgerecht vorbereitet, intonierte aus einem Seitenrang mutig auf bestürzende Weise, wie gepresst und wütend gesungen werden kann, wenn die Partitur und Regie es so wollen.

Eine Fülle von musikalisch-darstellerischen Regieeinfällen ließ keinen Leerlauf aufkommen und machte den Abend zu einer Besonderheit für den Spielplan des Hauses. Im Verlaufe der Vorstellung verließen kleinere Gruppen demonstrativ den Raum. Die Verbliebenen allerdings feierten die Agierenden und das Inszenierungsteam begeistert.

—| IOCO Kritik Semperoper Dresden |—

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