Paris, Opéra national de Paris, Gustavo Dudamel – Musikdirektor Pariser Oper, 18.04.2021

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Opera National de Paris

Opéra Bastille, Paris © Uschi Reifenberg

Opéra Bastille, Paris © Uschi Reifenberg

Gustavo Dudamel  –  Neuer Musikdirektor – Opéra national de Paris

Die Opéra National de Paris (auch Pariser Oper) wird iunabhängig von ihren wechselnden Aufführungsorten betrachtet. Die Opéra National de Paris nutzt zwei große Opernhäuser: Die Opéra Garnier, Foto unten, 2.150 Plätze, hauptsächlich für  Aufführungen des Ballet de l’Opéra de Paris und klassische Opern, sowie die  Opéra Bastille (Foto oben). Daneben bestehen in Paris weitere bedeutende Theaterstätten, so die  Philharmonie de Paris, das Théatre des Champs-Elysées.

In der Opéra Garnier / Directeur de l'Opéra de Paris, Alexander Neef, et le nouveau directeur musical, Gustavo Dudamel © Julien_Mignot / Opéra National de Paris

In der Opéra Garnier / Directeur de l’Opéra de Paris, Alexander Neef, et le nouveau directeur musical, Gustavo Dudamel © Julien_Mignot / Opéra National de Paris

Offizielle Bekanntgabe – Bestellung von Gustavo Dudamel

Die Opéra National de Paris,  die Pariser Oper, und ihr Intendant Alexander Neef haben nun bekannt gegeben, dass Gustavo Dudamel ab dem 1.August 2021 für sechs Spielzeiten die Stelle des Musikdirektors (Directeur musical)  antreten wird.

Opéra National de Paris – link HIER!

«Ich freue mich sehr, dass Gustavo Dudamel die Einladung angenommen hat, an der Pariser Oper als Musikdirektor zu arbeiten. Er ist einer der talentiertesten und prominentesten Dirigenten der Welt. Ich habe mich sogleich für diesen herausragenden Dirigenten entschieden, der von klein auf von der Opernwelt fasziniert war, und zahlreiche Opern mit hervorstechender musikalischer Intelligenz dirigiert hat. In den vergangen zehn Jahren hatte ich die Chance, ihn die Mozart / Da Ponte-Trilogie mit dem Los Angeles Philharmonic dirigieren zu hören, sowie Werke von John Adams und unlängst Verdis Otello an der Metropolitan Opera in New York und am Liceu in Barcelona. Ich war von seiner musikalischen Leitung begeistert, genauso wie auch das Publikum. Durch unseren regen Austausch habe ich ermessen können, dass er die ideale Person ist, um seine Liebe zur Oper mit einer großen Anzahl von Menschen zu teilen und ihnen diese Kunst nahe zu bringen.

Seine Ernennung entspricht unserem Bestreben nach einer größeren Öffnung und Engagement und spiegelt das ehrgeizige Projekt wider, die Ausstrahlung unserer Institution durch Opern – und Ballettproduktionen, Sinfoniekonzerte mit einem weitreichenden Repertoire, von Klassik bis zu zeitgenössischer Musik, die in unseren Häusern, aber auch außerhalb veranstaltet werden, zu gewährleisten. Sein allgemein bekannter Einsatz für künstlerische und pädagogische Projekte und seine Überzeugung, dass Kultur allen zugänglich gemacht werden muss, werden uns neue Impulse verleihen und uns in unserer Aufgabe begleiten.» Alexander Neef

Théatre des Champs Élysées, Paris / der Besucherraum im Stil des Art-Déco © Hartl Meyer

Théatre des Champs Élysées, Paris / der Besucherraum im Stil des Art-Déco © Hartl Meyer

«Vom ersten Taktschlag an war meine Erfahrung mi den Künstlern der Pariser Oper einfach hervorragend. Das unmittelbare Gefühl bei dieser entscheidenden Begegnung – Empfindungen von Vertrauen, Verbundenheit, Musikalität und einer gemeinsamen Vision – all dies entstand bei unserer ersten Begegnung 2017. Das herausragende Niveau der Orchestermusiker und der Chorsänger und die starke Verbindung, die wir während der Proben und der Vorstellungen von La Bohème miteinander knüpfen konnten, haben mich dazu bewogen, Alexander Neefs Angebot anzunehmen.

Ein Orchester ist ein Mikrokosmos der Gesellschaft: viele Menschen spielen verschiedene Partien, um ein gemeinsames künstlerisches Ziel zu erreichen. Eine Oper ist in sich ein ganzes Universum und enthält die gänzliche Vielfalt dessen, was der menschliche Geist zu erschaffen vermag. Parallel zu meinen fortbestehenden Engagements bei der Los Angeles Philharmonic und bei meinen geliebten Musikern von El Sistema in Venezuela und der ganzen Welt, möchte ich für mindestens die nächsten sechs Spielzeiten all meine Energie einsetzen, um für unser Publikum außergewöhnliche musikalische Momente zu erschaffen, und die Pariser Oper immer stärker mit der Seele der Stadt und des Landes, die sie umgeben, zu verbinden.»    Gustavo Dudamel

Gustavo Dudamel  – seine Vita – seine Motivation

Gustavo Dudamel wird von der Überzeugung angetrieben, dass Musik die Macht hat, Leben zu wandeln, uns zu inspirieren und die Welt zu verändern. Durch seine dynamische Präsenz auf dem Dirigentenpodest und seinen unermüdlichen Einsatz für künstlerische Ausbildung hat er klassische Musik einem neuen Publikum auf der ganzen Welt nahegebracht und dazu beigetragen, benachteiligten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu Kunst zu ermöglichen.

Opéra Garnier Paris © IOCO

Opéra Garnier Paris © IOCO

Er hat in szenischen, halbszenischen oder konzertanten Fassungen über 30 Opernproduktionen auf allen bedeutenden internationalen Opernbühnen dirigiert, darunter 5 an der Mailänder Scala und 13 in Los Angeles mit dem LA Phil und der LA Oper, mit einem Repertoire das sich von Così fan tutte bis Carmen erstreckt, von Otello bis Tannhäuser, von West Side Story bis zu zeitgenössischen Opern von Komponisten wie John Adams oder Oliver Knussen. Er gab sein Debüt an der Pariser Oper 1917 mit La Bohème.

Seit 2009 ist Gustavo Dudamel musikalischer und künstlerischer Leiter des Los Angeles Philharmonic. Mit diesem Orchester hat er zahlreiche Uraufführungen von John Adams, Philip Glass, Bryce Dessner, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Kaija Saariaho, Gabriela Ortiz, Arturo Márquez und Esteban Benzecry dirigiert. Von den Ideen des Programms El Sistema inspiriert, erweitert das Los Angeles Philharmonic den Aktionsradius seines Programms für Gemeinwesenarbeit, insbesondere mit der Gründung des Youth Orchestra Los Angeles (YOLA). Im Lauf der Spielzeit 2020/21 eröffnet das YOLA sein eigenes Zentrum in Inglewood, das Judith and Thomas L. Beckmen YOLA Center, entworfen von dem Architekten Frank Gehry.

Corona – Restez Chez Vous – Künstler der OnP üben zu Hause
youtube Trailer Opéra National de Paris
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Gustavo Dudamel hat zahlreiche CDs und DVDs aufgenommen, die mit drei Grammy Awards ausgezeichnet wurden. Den neuesten gewann er dieses Jahr in der Kategorie „Beste Orchesterdarbietung – klassische Musik“ für seine Gesamtaufnahme der Symphonien von Charles Ives. 2009 wurde er zum „Chevalier dans l’ordre des Arts et des Lettres“ (französischer Orden für Kunst und Literatur) ernannt. 2019 wurde er mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood geehrt, der ihn mit anderen Persönlichkeiten der Musikwelt wie Leonard Bernstein, Duke Ellington und Arturo Toscanini verbindet.

Gustavo Dudamel wurde 1981 in Barquisimeto (Venezuela) geboren. Er ist Absolvent des venezolanischen Bildungsprogramms El Sistema, das 1975 von José Antonio Abreu gegründet wurde, um soziale Entwicklung durch Musik zu fördern. Mit 18 wurde er Chefdirigent des venezolanischen symphonischen Orchesters Simón Bolívar. Als er 2004 den ersten Gustav-Mahler- Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker gewann, bekam seine Karriere internationalen Aufschwung. Von 2007 bis 2012 wurde er Chefdirigent der Göteborger Symphoniker.

Gustavo Dudamel lebt heute in Los Angeles und Madrid und betrachtet Venezuela, die USA und Spanien als seine drei Heimstätten – zu denen nun bald Frankreich hinzukommen wird.

—| Pressemeldung Opéra National de Paris |—


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Hamburg, Elbphilharmonie, KONZERTKINO – SOMMERVERGNÜGEN, 15.08. – 01.09.2020

Juli 28, 2020 by  
Filed under Elbphilharmonie, Livestream, Pressemeldung

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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

ELBPHILHARMONIE KONZERTKINO

SOMMERVERGNÜGEN FÜR AUGEN UND OHREN

Elbphilharmonie Konzertkino lädt im August mit mehr Live-Streams und Konzertmitschnitten als je zuvor aus dem Großen Saal auf den Vorplatz des Hauses. Tickets ab 28. Juli, 11 Uhr,   auf www.elbphilharmonie.de.

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

18 Abende lang volles Programm auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie mit Übertragungen von Konzerten aus Klassik, Jazz, Pop und World Music auf große LED-Wand und bei bestem Sound: Das bietet das »Elbphilharmonie Konzertkino« 2020 vom 15. August bis 1. September. Vier Konzerte werden live aus dem Großen Saal gestreamt, das übrige Programm besteht aus aufgezeichneten Konzert-Highlights. Corona-bedingt gestalten sich die beliebten sommerlichen Open-air-Tage in diesem Jahr vom Programm her üppiger als je zuvor. Auch organisatorisch verlaufen sie anders als ihre Vorgänger. Die Veranstaltungen finden in einem abgeteilten Areal statt, zur Wahrung der Abstandsregeln ist die Besucherzahl begrenzt, und die Plätze müssen vorab gebucht werden. Zur Auswahl stehen Kunstrasenflächen unterschiedlicher Größe, die von zwei bis maximal vier Besuchern belegt werden können (8/12 bzw. 16 Euro) sowie Strandkörbe bzw. Liegestühle für zwei Besucher (8 Euro). Die Übertragungen beginnen um 20 Uhr, an drei Wochenend-Nachmittagen läuft zusätzlich um 16 Uhr ein Kinderprogramm. Der Ticketverkauf beginnt am Dienstag, den 28. Juli, um 11 Uhr auf www.elbphilharmonie.de.

Elbphilharmonie / Konzertkino @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino @ Claudia Höhne

Vier der 18 Konzertkino-Abende werden live aus dem Großen Saal gestreamt: Gleich zum Auftakt gastiert der Pianist und Klangtüftler Hauschka, begleitet vom Schlagwerker Kai Angermann (15.8., in Zusammenarbeit mit Kampnagel Internationale Kulturfabrik). Auf den Tag genau 60 Jahre nach dem ersten Konzert der Beatles im Hamburger Kiez-Club Indra spielt das Trio Hülsmann / Wogram / Dell ein Beatles-Programm (17.8.). Die Pianistin Claire Huangci und ihr Kollege Alexei Volodin präsentieren sich an zwei Klavieren mit Musik von Mozart, Rachmaninow und Ravel (20.8.). Das Finale des Konzertkinos am 1. September markiert gleichzeitig die Eröffnung der Saison 2020/21: Das NDR Elbphilharmonie Orchester spielt die Sinfonie Nr. 2 von Brahms sowie das Violinkonzert Nr. 1 von Prokofjew mit Lisa Batiashvili als Gastsolistin. Die Leitung hat Alan Gilbert, Chefdirigent des Orchesters.

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

An den übrigen Abenden ist ein breites Angebot an Mitschnitten zu erleben. Klassik-Fans können sich auf das »Star Wars«-Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Krzysztof Urbacski freuen (16.8., 30.8., jeweils 16 Uhr), auf die Münchner Philharmoniker unter Valery Gergiev (19.8.), das National Youth Orchestra of the USA mit der Mezzosopranistin Joyce DiDonato unter Sir Antonio Pappano (24.8.) und das Concertgebouworkest unter Myung-Whun Chung mit Mahlers Sinfonie Nr. 9 (26.8.). Das Residenzorchester der Elbphilharmonie kommt außerdem mit zwei Konzertaufnahmen unter Alan Gilbert von der LED-Wand, einmal mit Musik von Beethoven und Bruckner (18.8.), einmal mit dem Verdi-Requiem (25.8.). Auch die hinreißende Silvesterproduktion der Fledermaus von Johann Strauss mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Manfred Honeck mit Bo Skovhus und weiteren illustren Sängern feiert ein sommerliches Leinwand-Comeback (22.8.). Beethovens Neunte mit dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela unter Gustavo Dudamel beschließt den Reigen der Mitschnitte (30.8.).

Die den Elbphilharmonie-Foyers auf den Leib choreografierte und noch vor der offiziellen Eröffnung des Hauses dort uraufgeführte wunderbare Tanzproduktion »Figure Humaine« von Sasha Waltz & Guests wird ebenso gezeigt (16.8.) wie das Einstandskonzert der legendären Berliner Band Einstürzende Neubauten (21.8., 31.8.). Mit Angélique Kidjo (23.8.) und Ana Moura (28.8.) locken zwei stimmgewaltige Sängerinnen aus Benin/Frankreich bzw. Portugal mit ihren Bands vor die Leinwand, mit dem Mitschnitt des grandios aufspielenden Jazz at Lincoln Center Orchestra unter Wynton Marsalis ein Top-Act des Jazz (29.8.). Ein filmisches Porträt der sechs Finalisten des in diesem Jahr erstmals verliehenen Berlin Prize for Young Artists des Elbphilharmonie Hauptsponsors Julius Bär rundet das Programm ab (27.8.).

An drei Wochenend-Nachmittagen empfiehlt sich insbesondere für Familien mit Kindern ab 8 Jahren der Konzertkino-Besuch: Am Sonnabend, den 22.8., läuft das Funkelkonzert »SOMNIA – Wie klingen Träume?«, tags darauf »Nächste Ausfahrt: Lunar Plexus«, und am 29.8. »Reise in eine neue Welt«. In allen drei Kinderproduktionen sind Musikerinnen und Musiker des Ensemble Resonanz, Residenzensemble der Elbphilharmonie, federführend beteiligt. Beginn jeweils 16 Uhr.

Die Aufführungen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Elbphilharmonie anmoderiert. Für das leibliche Wohl sorgt die Hausgastronomie über einen Food-Container.

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« wird von den Principal Sponsors der Elbphilharmonie Julius Bär, SAP, Deutsche Telekom und Montblanc sowie durch die Stiftung Elbphilharmonie unterstützt.

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—


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Baden-Baden, Festspielhaus, Solokonzert Alice Sara Ott, 19.05.2019

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

In Harmonie zwischen Tag und Nacht – Starpianistin Alice Sara Ott präsentiert im Festspielhaus Klavierstücke von Chopin bis Satie

Die Ausnahme-Pianistin Alice Sara Ott ist zu Gast im Festspielhaus Baden-Baden: Am 19. Mai 2019, 17 Uhr, erforscht sie in einem Solokonzert Frankreichs phantastische Klangwelten und zeigt ihr Faible für geheimnisvolle, nachtdunkle Klavierjuwelen von Frédéric Chopin über Claude Debussy bis zu Erik Satie.

Die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott ist eine der gefragtesten klassischen Pianisten der Welt, eine prominente Persönlichkeit der internationalen klassischen Musikszene und am 19. Mai 2019 in einem Solokonzert im Festspielhaus zu erleben. Neben einer Auswahl der Nocturnes von Frédéric Chopin erklingt in dem Klavierkonzert auch dessen erste Ballade in g-Moll. Der impressionistische Hauptteil des Abends beinhaltet die „Suite bergamesque“ und „Reverie“ von Claude Debussy, Erik Saties „Gnossiennes Nr. 1 und 3“ und die „Gymnopédie Nr. 1“.

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott - Nightfall © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott – Nightfall © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Die Kombination aus Werken von Chopin und des französischen Impressionismus ist so einleuchtend wie natürlich, greift der Impressionismus doch entscheidende Ideen der deutsch-französischen Romantik auf – ganz besonders in der Klaviermusik. Bereits die „Reverie“ von Claude Debussy verleugnet ihre Herkunft von Robert Schumanns romantischer „Träumerei“ nicht. Schon die Romantiker experimentierten mit der Idee der Anti-Kunst: einer Kunst, die sich bewusst einfach, aber auch launisch, improvisiert gibt. Ein Bellini  beispielsweise vereinfachte die Begleitung seiner Arien bis zur Simplizität und konzentrierte alle Kunstfertigkeit auf die Melodie. Dieses Modell übernahm dann Chopin in seinen „Nocturnes“ – und auch in seinem wohl populärsten Werk, der „Ballade Nr. 1“ von 1835, deren wilder musikalischer Verlauf keinen klassischen Mustern folgt. Die Idee der Anti-Kunst hatte dann einen ihrer Höhepunkte in der Musik des „abgebrochenen Studenten“ Erik Satie. Dessen auf jede ausgestellte Form von Virtuosität und artifizieller Künstlichkeit verzichtenden „Gymnopédies“ von 1888 und „Gnossiennes“ von 1890 hatten einen entscheidenden Einfluss auf Debussy – darüber hinaus jedoch auch auf Jazz- und Pop-Musik, heute auch als „Easy Listening“ bezeichnet. Alice Sara Ott spielt am 19. Mai im Festspielhaus die berühmtesten dieser Stücke. Auch die 1890 von Claude Debussys verfassten Werke „Revierie“ und „Suite bergamesque“ folgen in einigen Punkten Saties Anti-Kunst-Bestrebungen, indem sie etwa auf äußere Virtuosität verzichten und akademisch „falsche“ Akkordverbindungen und Stimmführungen (Quintparallelen) zulassen. Besonders die „Suite bergamesque“ ist populär geworden – nicht zuletzt dank ihres dritten Satzes „Clair de Lune“.

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott gewann bereits als Kleinkind zahlreiche Musikwettbewerbe und Förderpreise, darunter den deutschen „Jugend musiziert“ und den „Most Promising Artist Award“ in Hamamatsu, Japan. Als jüngste Teilnehmerin überhaupt wurde sie mit 15 Jahren beim „Internationalen Klavierwettbewerb Silvio Bengalli“ in Italien 2004 mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die Zeitschrift Fono Forum wählte sie zum Nachwuchskünstler des Jahres 2007.

Alice Sara Ott hat mit renommierten Dirigenten gearbeitet, darunter Lorin Maazel und Gustavo Dudamel, Pablo Heras-Casado, Paavo Järvi, Sir Antonio Pappano, Vladimir Ashkenazy und Myung-Whun Chung. Auftritte mit Ensembles wie Los Angeles Philharmonic Orchestra, London Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, Royal Seite 3 von 3 Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern und der Dresdner Philharmonie belegen ihren internationalen Ruf.

[ Von Alice Sara Ott wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—


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New York, Metropolitan Opera, Herbst 2018 – Yannick Nézet-Séguin new MET Music Director, IOCO Aktuell, 22.09.2018

September 23, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Oper, Operette, Personalie, Pressemeldung

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Metropolitan Opera und City Opera in New York © IOCO

City Opera und Metropolitan Opera, vl, in New York © IOCO

Metropolitan Opera

 Herbst 2018 – Neuer Music Director der Met
Yannick Nézet-Seguin folgt James Levine

Im Juni 2018 beendete die Metropolitan Opera (Met) New York alle Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Stardirigenten James Levine (*1943). James Levine war über vierzig Jahre, von 1976 bis 2016, Music Director der Met. Die Met begründete die Entscheidung mit sexuellem Fehlverhalten von James Levine.

Yannick Nézet-Seguin, *6.3.1975 Montreal, beginnt nun, im September 2018, seine Tätigkeit als neuer   Music Director der Met; die Ära James Levine ist nun optisch wie akustisch zu Ende. Die folgende Pressemitteilung der Met schildert Pläne und Erwartungen für die kommende Spielzeit. Sehen, hören Sie den Video-Trailer, unten, zwischen Yannick Nézet-Seguin und Met General Manager Peter Gelb, welcher Pläne und Erwartungen für die Tätigkeit von Nézet-Seguin  als neuem Music Director der Met offenbart.

PM der MET: Accelerating his arrival as Music Director by two seasons, Yannick Nézet-Séguin will take up the post in time for the start of the Metropolitan Opera’s 2018–19 season. By freeing up some guest conducting weeks in his busy calendar in both the 2018–19 and 2019–20 seasons, Nézet-Séguin will now be able to conduct three operas and two Met Orchestra concerts at Carnegie Hall in each of those seasons, instead of the two operas per season originally scheduled. With the assumption of the Music Director title in the fall of 2018, Nézet-Séguin will also be taking on the full artistic responsibilities for the orchestra, chorus, and music staff. His full-time collaboration with Met General Manager Peter Gelb on all other artistic matters will also begin at that time. As previously announced, Nézet-Séguin will begin conducting a minimum of five operas per season starting with the 2020–21 season.

The new Music Director will be a significant presence on the podium in the 2018-19 season.In addition to leading the new La Traviata and conducting the two Carnegie Hall concerts, Maestro Nézet-Séguin will also lead revivals of Debussy’s Pelléas et Mélisande and Poulenc’s Dialogues des Carmélites.

MET: Yannick Nézet-Séguin im Gespräch mit General Manager Peter Gelb
Youtube Trailer Metropolitan Opera
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

The Met’s 2018-19 season opens on September 24 with Tony Award winner Darko Tresnjak’s new production of Saint-Saëns’s Samson et Dalila, conducted by Sir Mark Elder, starring Roberto Alagna and Elena Garanca in the title roles. Nico Muhly’s new opera Marnie has its North American premiere a few weeks later, conducted by Robert Spano, with Isabel Leonard in the title role. Marnie is directed by Michael Mayer, whois also responsible for a new La Traviata, conducted by Nézet-Séguin and starring Diana Damrau.The final new production is from Sir David McVicar: Cilea’s Adriana Lecouvreur, conducted by Gianandrea Noseda, starring Anna Netrebko in the title role.

Because of the significant production demands and rehearsal time required by the revival of the Lepage Ring cycle, the Met is presenting only four new productions this season. Wagner’s epic four-opera masterwork, Der Ring des Nibelungen, returns to the Met this season for the first time since 2013. Philippe Jordan, Music Director of the Paris Opera, will lead all three cycles of Robert Lepage’s production, beginning March 9, 2019. Soprano Christine Goerke leads the cast with her first Met performancesas the warrior maiden Brünnhilde.

AIDA an der Metropolitan Opera mit Anna Netrebko
Youtube Trailer Metropolitan Opera
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In addition to the Ring, the season features 18 revivals, including Verdi’s Aida, with Anna Netrebko singing the title role for the first time at the Met; Puccini’s La Fanciulla del West, with tenor Jonas Kaufmann returning to the Met to star opposite Eva-Maria Westbroek; and Verdi’s Otello, with Gustavo Dudamel making a highly anticipated Met conducting debut.

“It is wonderful for the entire company that Yannick will assume his duties two seasons ahead of schedule“, said General Manager Peter Gelb.  “The orchestra loves him, the chorus loves him, everyone in the building loves him. He is a truly great artist under whom the Met will only thrive.” Referring to the gift from the Neubauer Family Foundation, Gelb said, “The Met is so fortunate to be the recipient of such enlightened and generous  philanthropy from two of our most loyal supporters, who believe in the power of transformative gifts.”

Yannick Nézet-Séguin said, “The Metropolitan Opera is the greatest opera company in the world and I’m honored to become its next Music Director. I’m eager to continue to collaborate with the Met Orchestra, Chorus, and administration to keep the Met’s artistic standards at the highest level, and to amplify the great work the company already does to reach new audiences and ensure the future of the art form. I have worked with the Neubauers for many years in Philadelphia and know how committed they are to supporting the arts. Their extraordinary generosity for the work of the Philadelphia Orchestra and the Met makes this exciting moment even more humbling for me.”

Jeanette Lerman-Neubauer said, Yannick insists on the timeless virtues that have led the Met to the highest standards of artistic expression. But he also adds a new kind of energy, making opera a compelling choice for broader and younger audiences. We believe his enthusiasm, energy, and inspired music-making will continue to be a major asset for the Met and will push the boundaries even further for what great opera can achieve.”

—| IOCO Aktuell Metropolitan Opera New York |—


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