Lyon, Opéra de Lyon, Guillaume Tell Gioachino Rossini, 05.-17.10.2019

Opéra de Lyon in Lyon © Stofleth

Opéra de Lyon in Lyon © Stofleth

Opéra de Lyon

Guillaume Tell Gioachino Rossini

Oper in vier Akten, 1829 (Pariser Oper)
Libretto von Victor Joseph Étienne de Jouy und Hippolyte Louis Florent Bis

Nach dem Theaterstück von Friedrich von Schiller
In französischer Sprache

Dauer: ca. 4 Stun
Ticketpreise von 10 bis 110€
Koproduktion mit dem Staatstheater Karlsruhe

Schwanengesang und Geburt einer Nation
Nach der Uraufführung von Guillaume Tell am 3. August 1829 zieht sich der „Schwan von Pesaro“ im Alter von 37 Jahren von der Opernbühne zurück. Das Libretto zu diesem Auftragswerk der Pariser Oper wurde von dem Königtreuen Etienne de Jouy nach Schillers Schauspiel (1804) bearbeitet, von dem Liberalen Hippolyte- Louis-Florent Bis vereinfacht und von dem Republikaner Armand Marrast nochmals leicht verändert. Wie bereits in der gleichnamigen Oper von Grétry aus dem Jahr 1791 bediente sich der legendäre Schweizer Held auch hier der französischen Sprache. Adolphe Nourrit sang den Arnold. Das Entstehen der Schweizer Eidgenossenschaft unter österreichischer Herrschaft am Ende des 13. Jahrhunderts bildet den tragischen Hintergrund einer einfachen Familien- und Liebesgeschichte, bei der das fiktive Trio Tell/Arnold/Mathilde zwischen den beiden historischen Lagern Schweiz/Österreich aufgerieben wird. Das Werk tritt vehement für das Selbstbestimmungsrecht der Völker ein und schließt mit einem mitreißenden Ruf nach Freiheit.

Wagners Einfluss auf Rossini
Trotz der Begeisterung von Presse, Publikum und seinen Auftraggebern (Charles X. verlieh dem Komponisten die Ehrenlegion) wurde kaum je ein Werk in der Musikgeschichte so stark verstümmelt wie Rossinis längste Oper. In der Pariser Oper singt Nourrit, der von Asile héréditaire überfordert ist, die Arie schon bei der dritten Aufführung nicht mehr. Die fünf Akte werden auf drei gekürzt und schließlich bleibt nur der zweite Akt („Was? Der ganze Akt?“, soll Rossini ironisch gefragt haben), aus dem man ein Ballett macht. Im Italien unter österreichischer Herrschaft wird Tell 1833 nach Schottland verlegt und in Mailand in Guglielmo Vallace umbenannt, in Rom in Rodolfo di Sterlinga (und sogar Giuda Maccabeo), während man in London als Titel Hofer or the Tell of Tyrol wählt und in Sankt Petersburg Karl der Kühne! 1831 wurde Guillaume Tell in italienischer Fassung in Lucca aufgeführt. Gilbert-Louis Duprez gab dort den Arnold, und den Anstoß zu einer von den Pro-Nourrit und den Pro-Duprez-Lagern angeheizten Rivalität. Diese gewaltige, überlange Oper, die große Ansprüche an Solisten, Choreographie und Chor stellt, hebt sich durch ihre getragenen Tempi von den sprühend leichten Werken ab, die den Ruf des Komponisten begründeten. Wagner bewunderte dieses einzigartige Werk und meinte zu Recht: „Sie haben da eine Musik für alle Zeiten geschrieben“, dessen beeindruckende
Länge schon auf Bayreuth vorauswies.

Eine Inszenierung für alle Zeiten
Tobias Kratzer, der nach einer erstaunlichen Götterdämmerung gerade vom Grünen Hügel zurückkommt, wo er den Tannhäuser inszenierte, verlegt dieses packende Manifest für die heutige Zeit, die auch vom Schrecken der Barbarei bedroht ist, in einen beinahe von jeglicher Folklore befreiten Rahmen. Das Werk wird in die Zeitlosigkeit einer Kulisse von Fotografien von Kohlezeichnungen einer erdrückenden und geschundenen Natur verlegt. Die Erwartungen an Tobias Kratzer, der den vierstündigen, in Originalversion gesungenen Guillaume Tell auf die Bühne bringt, sind hoch. Auch er ist wie Tell ein Günstling des Schicksals, ein Meister der Personenführung, der vor seiner großartigen Arbeit am Ring in Karlsruhe lautstark verkündete: „Der erste Fehler bestünde darin, sich vor der Länge des Werkes zu fürchten.“ Jean-Luc Clairet

Musikalische Leitung: Daniele Rustioni
Regie: Tobias Kratzer
Bühnenbild und Kostüme: Rainer Sellmaier
Licht: Reinhard Traub
Dramaturgie: Bettina Bartz
Chorleitung: Johannes Knecht
Guillaume Tell: Nicola Alaimo
Hedwige, seine Gattin: Enkeledja Shkoza
Jemmy, ihr Sohn: Jennifer Courcier
Arnold, Freier Mathildes:
John Osborn
Gesler, L andvogt: Jean Teitgen
Mathilde, Geslers Schwester: Jane Archibald
Rodolphe, Anführer der Bogenschützen: François Piolino
Walter Fürst: Patrick Bolleire
Ruodi, ein Fischer:
Philippe Talbot
Orchester und Chöre der Opéra de Lyon

Oktober 2019
Samstag 5. 19 Uhr
Montag 7. 19 Uhr
Mittwoch 9. 19 Uhr
Freitag 11. 19 Uhr
Sonntag 13. 15 Uhr
Dienstag 15. 19 Uhr
Donnerstag 17. 19 Uhr

Begleitveranstaltungen:
Go Maestro!

Eine Entdeckungsreise in die Welt der Opernmusik
2. Oktober um 18 Uhr
Amphitheater

Einführung:
7. Oktober um 17:30 Uhr
Amphitheater

—| Pressemeldung Opéra de Lyon |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Maria Stuarda – Gaetano Donizetti, IOCO Kritik, 29.12.2018

Dezember 29, 2018 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Hervorheben, Kritiken, Oper

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

  Maria Stuarda –  Gaetano Donizetti

– Tödliche Frauenpower im Hause Tudor –

von Albrecht Schneider

Ach, was ist das doch tröstlich, wenn der Vorhang sich wieder hebt und die schöne Königin Maria Stuart, die gerade erst zu ihrer Hinrichtung geschritten war, quicklebendig in blutroter Robe vortritt, um sich den Jubelapplaus des Publikums abzuholen. Den ganzen dritten Akt über, zu dessen Beginn Königin Elisabeth nach einigem Zaudern das Todesurteil der Cousine Maria unterschrieben und diese es empfangen hatte, hadert die Unglückliche mit sich, bereut ihre weit zurückliegenden Untaten und büßt endlich ihre Schuld, indem sie zum Schafott erhobenen Hauptes geht, um dasselbe – für das Publikum unsichtbar – wohl ohne Zaudern auf den Richtblock zu legen.

Maria Stuarda – Gaetano Donizetti
Youtube Trailer der Deutschen Oper am Rhein
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Bis zu ihrem letzten Augenblich weiß die Musik um deren Gefühlslagen, und mit ihr singt sich die Todgeweihte allen Jammer aus der Seele. Das müssten schon sehr phlegmatische Zuhörer/Innen sein, um sich von derartigem Schicksal nicht ganz und gar ergreifen zu lassen, wohingegen sensible, vom Drama affizierte Gemüter ihren Frieden alsbald wieder finden dürften, sobald sich am Ende die Primadonna nicht kopflos vor ihnen verbeugt.

Gaetano Donizetti (1797–1849) hat während seiner rund fünfzig Lebensjahren 64 Opern geschrieben. Die abgebrochenen und umgearbeiteten nicht eingerechnet. Maria Stuarda zählt nicht unbedingt zu den populärsten, eher stehen Lucia di Lammermoor und die Buffostücke Don Pasquale und L’elisir d’amore in der Gunst des Publikums. Die romantische Belcantooper Italiens hat sich mehrfach für ihre Stoffe bei Friedrich Schiller bedient; Rossini machte 1829 mit seinem Guillaume Tell (Wilhelm Tell) den Anfang, Verdi tat ihm 1847 mit den Masnadieri (Die Räuber) gleich, und zwischenhinein fertigte Giuseppe Bardani anhand der deutschen Vorlage das Libretto für Donizettis Oper. Die indessen wurde zunächst aufgrund des Einspruchs der Königin von Neapel, die Tod auf der Bühne nicht schätzte, entlang des Textes von Pietro Salatino zu Buondelmondo, wie der Komponist sinngemäß schrieb, “umgeschustert“. In Neapels Theater San Carlo kam sie 1834 auf die Bühne, verschwand freilich geschwind im Archiv, sobald die originale Maria Stuarda, jetzt freilich bereichert um eine kurze und fulminante Ouvertüre, am 30 Dezember 1835 an der Mailänder Scala ihre Premiere feierte.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda - hier : Adela Zaharia als Maria Stuarda, Richard Šveda als Lord Guglielmo Cecil, Maria Kataeva als Elisabetta © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda – hier : Adela Zaharia als Maria Stuarda, Richard Šveda als Lord Guglielmo Cecil, Maria Kataeva als Elisabetta © Hans Joerg Michel

Das meiste Personal des schillerschen Trauerspiels hat der Librettist ausgemustert, den Arbeitsplatz behalten haben lediglich die beiden Königinnen, weiterhin Elisabeths Einflüsterer Lord Cecil, Marias Vertrauter Graf Talbot, ihre Amme Hannah und Graf Leicester, der zunächst die Engländerin bevorzugende, aber bald definitiver Liebhaber der schottischen Maria. Von Beginn an strebt die Tragedia lyrica zu Höhepunkt und Peripetie: dem Aufeinandertreffen der englischen und der schottischen Herrscherin und dessen fatalem Effekt. Beide werfen sich gegenseitig allerhand Niederträchtigkeiten an den Kopf, beide fühlen sich am Ende zutiefst gedemütigt. Wie sie sich endlich trennen, steht für die eine fest, dass die andere ihren Kopf verlieren muss, und die andere ahnt, dass sie den eigenen verlieren wird.
Dass die Vorstellung einer derartigen Szene, die aggressions-satte Begegung einer die eigene Sinnlichkeit lebenden und dafür mit dem Tode büßenden Maria mit ihrem machtbewussten, der Krone wegen jungfräulichen Gegenentwurf Elisabeth und beider verbalem Waffengang, einen Dramatiker wie einen Komponisten zur Feder greifen lässt, sollte einleuchten. Und Donizetti beweist hier, was für ein Musikdramatiker mit ihm am Werk ist.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda - hier : Maria Kataeva als Elisabetta © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda – hier : Maria Kataeva als Elisabetta © Hans Joerg Michel

Nach den ersten Takten aus dem Orchestergraben müsste den wissenden Zuhörer im Opernhaus klar sein, was sich an diesem Abend dort unten und oben auf der Bühne abspielen wird. Dirigent Antonino Fogliana lässt von Anfang keinen Zweifel zu an seiner Absicht, das Drama der beiden Königinnen Elisabeth (Maria Kataeva) und Maria (Adela Zahara), obschon es sich weniger in äußerer Handlung manifestiert, mehr eines von Vernunft und Gefühl der zwei Frauen provoziertes ist, drastisch hörbar zu machen. Die Musik glüht, sprüht geradezu Funken, süße und rührende Passagen sind rar, weil nur wenig Anlass zu dergleichen besteht. Erst am Ende, im Weltabschiedsgesang der Maria – von Donizetti “Hinrichtungsarie“ genannt – können die Tränen fließen.

Die beiden Primadonnen verkörpern als Schauspielerinnen wie Sängerinnen ihre Rollen als Herrscherinnen perfekt, zugleich sind sie Beherrscherinnen von Phrasierung und Tongebung, was insgesamt zu einer berührenden Darstellung des realen wie spirituellen Geschehens führt und zu einer Belcantokunst, wie sie nicht oft geboten wird. Elisabeth, mit seitlich glatt herabhängenden, in der Mitte gescheitelten roten Haaren eine Spur diabolisch wirkend, repräsentiert dank Liebesverzicht die kalte vernunftgesteuerte Königin, Maria hingegen, zuletzt im blutroten Gewand (Kostüme Eva Krämer) auftretend, eine ihre Sinnlichkeit auslebende, sündigende und auch deshalb Königin ohne Reich. Eine, die indessen mit dem ungerechten Tod und dem Mysterium des Übergangs ins Jenseits und mithin in das wahre Leben bei Gott, als moralische Siegerin stirbt, doch in ihrer Verklärung überlebt. Zurück bleibt im Diesseits eine Antiheldin, die künftig mit profanem Machterhalt und allzeit in Gewissensnot ob ihrer Entscheidung das Leben wird zubringen müssen. “In my end is my beginning“ soll Maria während ihrer achtzehn Jahre währenden Gefangenschaft in eines ihrer Accessoirs gestickt haben. Wie wahr.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda - hier : Maria Kataeva als Elisabetta , Adela Zaharia als Maria Stuarda, Richard Šveda als Lord Guglielmo Cecil, Bogdan Talos als Giorgio Talbot © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda – hier : Maria Kataeva als Elisabetta , Adela Zaharia als Maria Stuarda, Richard Šveda als Lord Guglielmo Cecil, Bogdan Talos als Giorgio Talbot © Hans Joerg Michel

Regisseur Guy Joosten lässt der Tragödie ihren Lauf. Weder aus der Historie heraus noch in Zeitnähe gerückt, vollzieht sie sich zwingend und unspektakulär an zwei Schauplätzen: In dem kaltgrauen Innern des Schlosses Fotheringhay, das nicht minder einem Gefängnis ähnelt wie das trübe Ambiente des Palastes von Westminster; beides Bildzeichen des Eingesperrtseins der zwei Frauen in die eigene Denkweise von Gerechtigkeit und in eine hier exzessive, dort entleerte Gefühlswelt. (Bühne: Roel van Berckelaer) Die Männer bleiben in dem Konflikt der beiden dominierenden Damen blässliche Randfiguren. Graf Leicester (Shalva Mukeria) findet zwar die schönsten Töne für seine Wehklage um das Martyrium der geliebten Maria, aber eine entsprechende Arie hat ihm Donizetti verweigert. Lord Cecil (Richard Sveda) und Graf Talbot (Bogdan Talos) haben in dem matriarchalischen Milieu nicht viel zu bestellen. Gemeinsam mit der Amme Hannah (Karina Repova) und der Menge der Höflinge, Anhänger und Wachen (Chor der Deutschen Oper am Rhein) tragen sie alle gemeinsam und auf ihre Weise bei zu dem hohen Niveau der Aufführung.

Gleich nach dem Schlussakkord aufrauschender Applaus

Maria Stuarda an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf: die weiteren Termine 2.1.; 4.1.; 6.1.; 9.2.2018

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie-Liège, Le Comte Ory – Gioacchino Rossini, IOCO Kritik, 28.12.2018

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège.

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège

Le Comte Ory Gioacchino Rossini

Ory:  Frauentrost in froh clownesker Tolpatschigkeit

Von Ingo Hamacher

Gioacchino Rossini Monument in Paris © IOCO

Gioacchino Rossini Monument in Paris © IOCO

Nicht jeder schreibt 40 Opern; nicht jeder wird an einem 29. Februar geboren; nicht jedem gelingt es, mit seiner Kunst zu sagenhaftem Ruhm und Reichtum zu gelangen und nicht jeder lehnt sich mit 37 Jahren in seinem Sessel zurück und verkündet, zukünftig auf sein künstlerisches Schaffen zu verzichten und sich (die nächsten 40 Jahre) ausschließlich dem Genuss und dem Kochen zuzuwenden. Nicht jeder?

Eigentlich gibt es nur einen, auf den diese Beschreibung passt: Gioacchino Rossini (1792 – 1868).  Die letzten Opern seines Lebens komponierte Rossini in Paris, wo er sich endgültig niedergelassen hatte und schnell zum wahren Beherrscher der Grande Opéra aufstiegt. Und so schrieb er sowohl den Comte Ory wie auch den Guillaume Tell in französischer Sprache.  Das Textbuch zum Graf Ory stammt vom vielvertonten Librettisten Eugéne Scribe und wurde vom französischen Librettisten Delestre-Poirson für Rossini geschickt zurecht gemacht, wobei nach „Pariser Art“ Frivolitäten vorkommen, die in den italienischen Werken jener Jahren nicht zu finden sind.

Le comte Ory  –  Gioacchino Rossini
Youtube Trailer der  Opéra Royal de Wallonie-Liège
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Zur in Reims stattfindenden Krönung Karls X. im Jahre 1825 hatte Rossini Il viaggio a Reims (Die Reise nach Reims) komponiert. Zu dieser – nie stattfindenden – Reise kommen Reisende aus ganz Europa im „Gasthof zur goldenen Lilie“ zusammen, von wo aus sie die gemeinsame Weiterfahrt zum großen Fest antreten wollen. Da aber keine Pferde aufzutreiben sind bleibt nicht anderes übrig, als das Fest an Ort und Stelle im Gasthof zu feiern, wobei jeder musikalische Grüße aus seinem Land überbringt.

Dieses Werk, voll von Charme, Witz und musikalischer Bedeutung, wollte Rossini als Anlassoper nicht völlig aufgeben, sondern rettete die wichtigsten Einzelnummern anlassunabhängig in den Plan, eine leichte komische Oper über einen gefährlichen Verführer zu schreiben; Le Comte Ory mit Namen.

Die Umarbeitung der bestehenden Partien erwies sich für Rossini als aufwendiger, als die Neukomposition des Fehlenden, da Rossini durch die neu gewonnene Meisterschaft im Umgang mit der französischen Rezitativ- und Ensemblebehandlung nicht hinter seinen Fähigkeiten zurückstehen wollte, bis dass er die Komödie zu einem vollgültigen Meisterstück gestaltet hatte.

Le Comte Ory , eine „opéra comique“, ist eines der vollendetsten Werke Rossinis mit glänzenden Ensembles, geistvollen Nuancen und wunderschöner Melodien, wobei das Terzett „A la faveur de cette nuit obscure“ (Im Schutz dieser dunklen Nacht) den Höhepunkt der Oper als letzte Nummer vor dem Finale bildet, bei dem der Comte Ory sich in den Armen seiner angebeteten Gräfin glaubt, jedoch von dieser und seinem Pagen Isolier genarrt wird. Aus dieser großartigen Vorlage gestalten die Opéra Royal de Wallonie- Liège, die Opéra Comique, Paris, und der Opéra Royal-Château de Versailles Spectacles einen großartigen und äußerst witzigen Opernabend.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Le comte Ory - hier : A. Siragusa als Graf Ory  und J. Devos als Adèle  © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Le comte Ory – hier : A. Siragusa als Graf Ory  und J. Devos als Adèle  © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Die Welt steht Kopf. Es ist Krieg. Heiliger Krieg. Seit 5 Jahren sind die Männer fern der Heimat in Israel, um Jerusalem von den Sarazenen zu befreien. Bilder von Ölgemälden, die Schlachten der Soldaten darstellend, werden zur Ouvertüre auf den Vorhang projiziert. Den daheim gebliebenen, einsamen Frauen, fehlt es an Unterstützung, Zuspruch und weiteren Freuden, die sie mit den Männern erleben könnten. Aber auch die Kirche bietet keinen Halt. Die Priester sind ebenfalls im Feld; die Kirchen sind aufgelöst.

Musikalische Leitung des Abends: Jordi Bernàcer, der den Abend temperamentvoll gestaltet. Der Spanier ist seit 2015 Dirigent an der San Francisco Oper.

ERSTER AKT

Der sich öffnende Vorhang gibt den Blick frei auf eine betongraue, remisenhafte Halle, in der das Inventar einer aufgelassenen Kirche eingelagert ist: Ein Konvolut aus Kanzel, Beichtstuhl, Kreuz und Sakristeischränken; Figuren, Betstühlen und allem erdenklichen Zubehör. Hierhin hat sich Graf Ory, gesungen von Tenor Antonino Siragusa, zurück gezogen, um in Begleitung seines treuen Gefährten Raimbaud (Bass) als Einsiedler verkleidet den Frauen und Mädchen des Dorfes die Beichte abzunehmen, Trost zu spenden und ihnen neue Lebenslust zu vermitteln.

Der international tätige italienische Tenor Antonio Siragusa hat sich mit seinem umfangreichen Repertoire besonders auf die Interpretation von Rossini-Opern spezialisiert, und so singt und plappert er die rossinischen Dialoge mit einer Begeisterung und Perfektion, dass es eine Freude ist. Im Frauentrost ist Ory trotz seiner clownesken Tolpatschigkeit offensichtlich so gut, dass die Dorfbewohnerinnen in Scharen zu ihm strömen, um sich von den verschiedensten Nöten befreien zu lassen.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Le comte Ory -  hier :  das Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Le comte Ory – hier : das Ensemble © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Leicht zerzaust, aber sichtlich glücklich, verlassen nicht weniger als 15 Frauen nacheinander seine Klause. Dabei ist es kaum das gute Aussehen, dass die Damen anlockt: Mit Knubbelnase und Umschnallbauch, die sich Ory als Tarnung zugelegt hat, ist er mit seinen verschiedenfarbigen Handschuhen eher eine eselhafte Erscheinung, als ein attraktiver Herzensbrecher.

Aber über seinen zarten tenoralen Schmelz in der Stimme hinaus scheint er auch noch gewisse weitere Begabungen und Fähigkeiten zu haben, die die Begeisterung der Frauenwelt erklärt… Schließlich hat der Graf Ory einen so furchtbar schlechten Ruf bei anständigen Damen, dass er bei weniger sittsamen Vertreterinnen des schönen Geschlechts großen Anklang findet. Die Aufseherin des nahegelegenen Schlosses Formoutier (Dame Ragonde: Alexise Yerna, belgischer Mezzosopran, in Rüschenkostüm und Hochfrisur unter beeindruckendem Hut) bittet den Eremiten, die junge, schöne, verwitwete Gräfin Adèle wegen eines unbekannten Leidens zu empfangen.

Auch ein junger Mann, Isolier (Hosenrolle, Josè Maria Lo Monaco, vielversprechender französischer Mezzosopran, ebenfalls auf Rossini-Opern spezialisiert), der Page von Graf Ory, sucht den Einsiedler auf, um sich dem Gottesmann (seinen Herrn erkennt er in der Verkleidung nicht) mit seinen Nöten anzuvertrauen. In Liebe zu der jungen Gräfin entbrannt, möchte der Knabe sich als Nonne verkleidet Zutritt zum Schloss verschaffen. Zudem bittet er den Eremiten, der Gräfin als Heilmittel die Liebe zu empfehlen. Ory segnet den Burschen und beschliesst, all dies selbst anzuwenden.

Adèle (Jodie Devos, dreißigjähriger belgischer Sopran, in der Zartheit und Schönheit des Gesangs fraglos die Stimme des Abends) kommt und berichtet dem Eremiten von dem Gelübde, den Rest ihres Lebens in keuscher Witwenschaft zu verbringen. Rasch entbindet sie Ory von diesem Schwur, doch weiter kommt er nicht; sein Erzieher nämlich hat Verdacht geschöpft und entlarvt den falschen Eremiten. Ein Bote meldet die baldige Heimkehr der Kreuzritter.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Le comte Ory -  hier :  Ensemble und Alexise Yerna als Dame Ragonde © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Le comte Ory – hier : Ensemble und Alexise Yerna als Dame Ragonde © Opéra Royal de Wallonie-Liège

ZWEITER AKT

Die nur in wenigen Akzenten veränderte schmucklose Halle des ersten Aktes, jedoch vollständig vom Kirchenzubehör geräumt, repräsentiert das Innere des Schlosses, in das sich Frauen zum Schutze ihrer Strohwitwenschaft verschanzt haben. Den berüchtigten Grafen Ory in der Nähe zu wissen, hat allgemeines Entsetzen ausgelöst.

Während eines schweren Gewitters hören sie von außerhalb Hilferufe: Pilgerinnen bitten um Einlass zum Schutz vor dem Wetter und den Nachstellungen des Grafen Ory, dessen Opfer sie angeblich geworden seien. Die Gräfin zögert nicht, die Ordensfrauen einzulassen und bis zum erwarteten Eintreffen ihres Bruders und der weiteren Männer am nächsten Tag zu beschützen.

Natürlich handelt es sich bei den frommen Schwestern um den verkleideten Grafen Ory und seine Mannen, die teilweise mit Vollbärten, hühnenhaften Gestalten und tölpelhaftesten Benehmen unter Beobachtung ihre ewigen Gebete murmeln, unbeobachtet jedoch über den Weinkeller des Schlosses herfallen und Saufgelage veranstalten. Ory nutzt jede Gelegenheit, um sich der Gräfin zu nähern.

Isolier hat sich inzwischen Zutritt zur Gräfin verschafft: er klärt sie auf, um wen es sich bei den Pilgerinnen handelt, und bietet sich an, ihr gegen Orys Nachstellungen Hilfe zu leisten. Dieser zögert nicht, im nächtlichen Dunkel die Gräfin aufzusuchen und sie zu hofieren. In dieser 10. Szene des zweiten Aktes kommt es – wie bereits gesagt – zum Höhepunkt der Oper: Isolier und die Gräfin verstecken sich vor Ory gemeinsam im Bett.

Ory tritt hinzu und antwortet auf die Frage, wer da sei: „Schwester Colette“. Er nimmt die Hand Isoliers, in der Meinung, es sei die Gräfin, presst sie an sein Herz, fällt auf die Knie und erklärt ihr seine Liebe. (Terzett: „A la faveur de cette nuit obscure“ (Für diese dunkle Nacht). Zu spät merkt Ory, dass er die ganze Zeit statt mit der Gräfin mit seinem Pagen gescherzt hat, als Trompeten die Rückkehr des Grafen und seiner Krieger melden. Ory und seine Kumpanen fliehen, Isolier aber bleibt im Schloss.

Langanhaltender, verdienter Applaus für eine großartige musikalische und gesangliche Leistung; großer Jubel für die drei Hauptrollen: Ory, Adèle und Isolier und großes Lob für das Produktionsteam.

Der englische Musikkritiker Henry F. Corley (1808-1872) urteilt: „In Le Comte Ory gibt es keine einzige schlechte Melodie und keinen einzigen anzweifelbaren Takt.“ und so kann man in dieserwunderbaren Inszenierung einen äußerst gelungenen Opernabend genießen, mit viel Witz, Klamauk und wunderschöner Musik. Äußerst lohnend!

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Le comte Ory - hier : L. Kubla als Le gouverneur © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Le comte Ory – hier : L. Kubla als Le gouverneur © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Eine Produktion der:  Opéra Royal de Wallonie-Liège,  Opéra Royal-Château de Versailles Spectacles

Musikalische Leitung: Jordi Bernàcer, Regie: Denis Podalydès, Bühne: Eric Ruf, Kostüme: Christian Lacroix, Licht: Stéphanie Daniel, Bewegungsmitarbeit: Cécile Bon, Chorleitung: Pierre Iodice, Orchester der Opéra Royal de Wallonie-Liège

Besetzung: Le Gouverneur: Laurent Kubla, Dame Ragonde: Alexise Yerna, Alice: Julie Mossay, Komödianten: Laurent Podalydès und Léo Reynaud;  In weiteren Rollen: Stefano de Rosa, Xavier Petithan, Benoît Delvaux, Alexei Gorbatchev, Ludivine Scheers und Réjane Soldano

Le comte Ory an derOpéra Royal de Wallonie-Liège:  weitere Aufführungen in Lüttich:  ; 27.12.; 29.12.; 31.12.2018 und 02.01.2019;  Charleroi:  05.01.2019

Wie immer sind die Übertitel dreisprachig, so daß auch der deutschsprachige Besucher dem Text problemlos folgen kann.

—| IOCO Kritik Opéra Royal de Wallonie-Liège |—

Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Juan Diego Flórez – Belcanto Konzert, 07.04.2018

März 23, 2018 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Tonhalle Düsseldorf

     

Tonhalle Düsseldorf

Heinersdorff Konzerte

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Gregor-Hohenberg / Sony Classical

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Gregor-Hohenberg / Sony Classical

Belcanto im schönsten Wortsinn
Juan Diego Flórez Tenor

Samstag, 07. April 2018, 20 Uhr

 Gluck, Mozart, Donizetti, Massenet, Verdi

NDR Radiophilharmonie, Riccardo Minasi Leitung

Es scheint, als wäre der Begriff Belcanto extra erfunden worden, um seine Kunst zu beschreiben: Juan Diego Flórez übertrifft mit seinem kraftvollen Timbre und dem unverkennbaren Schmelz in der seelenvollen Tenorstimme alle Superlative des „schönen Gesangs“. Seit seinem überragenden Debüt als 23-Jähriger in der Mailänder Scala 1996 hat der peruanische Sängerestivals der Welt führt. Dass er dennoch niemals seine Herkunft als Sohn eines peruani eine Bilderbuchkarriere hingelegt, die ihn regelmäßig an die größten Opernhäuser und zu den renommiertesten Fschen Volkssängers vergisst und immer wieder gerne zur Gitarre greift, um sich selbst in schlichten Liedern und Canzonen zu begleiten, spricht für den sympathischen Superstar. Sein lang ersehntes Heinersdorff-Gastspiel steht ganz im Zeichen Mozarts und des italienischen Belcanto.

Karten: € 95,- / 85,- / 75,- / 60,- / 45,- zzgl. VVK-Gebühr
Vorverkauf: Opernshop, Tel. 0211 89 25 211, www.heinersdorff-konzerte.de

[Von Juan Diego Flórez wurden verschiedene Aufnahmen bei der Sony Classical veröffentlicht.]


Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Kristin Hoebermann

Heinersdorff Konzerte / Juan Diego Flórez © Kristin Hoebermann

Juan Diego Flórez: Die großen Theater der Welt sehen in Juan Diego Flórez den Belcanto-Tenor par excellence. Sein ausdrucksstarker, müheloser und virtuoser Gesang macht ihn zu einem idealen Interpreten für Opern von Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti und Vincenzo Bellini. Publikum und Kritiker feiern einhellig die Vorstellungen, die er auf den bedeutendsten internationalen Opernbühnen und Konzertpodien gibt. Sein Operndebüt gab der peruanisch-österreichische Sänger im Jahr 1996 in Rossinis Matilde di Shabran beim Rossini-Opernfestival in Pesaro. Heute singt er an den wichtigsten Opernhäusern der Welt, gastiert regelmäßig beim Festival in Pesaro und gibt regelmäßig Konzerte.

Der peruanische Tenor Juan Diego Flórez ist dank seiner einzigartigen Stimme und seiner sensationellen Technik einer der Weltstars der Oper. Auf seiner aktuellen CD singt Flórez erstmals Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, einem weiteren Komponisten, dessen Werk ideal zu seinen Fähigkeiten passt. Mit 18 Jahren trat Flórez als Chorsänger in der Zauberflöte auf und fand so zur Oper. Seitdem hat er in zahlreichen Konzerten Mozart gesungen.

Die Einspielung entstand in Zürich mit dem herausragenden Orchester La Scintilla, den Alte Musik Spezialisten der Züricher Oper, unter Leitung von Mozart-Kenner Riccardo Minasi. Juan Diego Flórez wurde 1973 geboren und studierte Musik in seiner Heimatstadt Lima und am Curtis Institute in Philadelphia. 1996 gab er in Matilde di Shabran sein offizielles Debüt beim Rossini-Opernfestival in Pesaro, wo seine ausdrucksvolle Stimme und erstaunliche Agilität über Nacht für eine Sensation sorgten und ihn noch im selben Jahr, mit dreiundzwanzig Jahren, an die Scala führten. Seitdem tritt er regelmäßig unter den weltweit führenden Dirigenten auf den renommierten internationalen Opernbühnen auf. Als Belcanto-Tenor der Spitzenklasse hat sich Flórez vor allem in den führenden Tenorrollen von Rossini, Donizetti und Bellini sowie in Opern Verdis (Rigoletto und Falstaff), Puccinis (Gianni Schicchi), Glucks (Armide), Mozarts (Mitridate) und Nino Rotas (Il cappello di paglia di Firenze) einen Namen gemacht. 2007 brach er an der Scala mit einer 75 Jahre alten Tradition und sang eine Zugabe aus Donizettis Fille du régiment, die Arie ‚Ah! mes amis‘ mit neun hohen C; für eine ähnliche Sensation sorgte er 2008 mit der gleichen Meisterleistung an der New Yorker Metropolitan.

Er tritt auch als Solist und Konzertsänger in Werken wie Rossinis Stabat Mater auf. In den vergangenen Spielzeiten war er zu sehen und zu hören in: L’elisir d’amore an der WienerStaatsoper und der Met, Il barbiere di Siviglia in Lima, Le comte Ory an der Met,  I puritani in Tokio, Linda di Chamounix in Barcelona, Rigoletto in Zürich, Matilde di Shabran in Pesaro, Guillaume Tell in Lima und Pesaro, Les Pêcheurs de perles in Madrid, La donna del lago in Covent Garden, La Fille du régiment in Wien sowie in einem Konzert in Machu Picchu mit Gustavo Dudamel und dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar. Für 2014 sind geplant: La sonnambula in Barcelona, La Fille du régiment in Covent Garden, Roméo et Juliette in Lima, La Cenerentola an der Met, Il Barbiere di Siviglia in München, Le comte Ory an der Scala und La Favorite bei den Salzburger Festspielen sowie Konzerte in Marseille, Istanbul, Zürich, Genf, Madrid, Lüttich, Baden-Baden, Ludwigshafen, München und Wien.

Juan Diego Flórez hat als Decca-Exklusivkünstler seit 2001 zahlreiche Soloalben und Operngesamtaufnahmen auf CD und DVD veröffentlicht; viele davon haben Preise gewonnen, darunter den deutschen Echo und den Cannes Classical Award. Zu seinen neueren Einspielungen gehören Gesamtaufnahmen von Bellinis La sonnambula, mit Cecilia Bartoli auf CD und mit Natalie Dessay auf DVD, Glucks Orphée et Eurydice mit Ainhoa Garmendia, Bel  Canto spectacular – 2010 in der Kategorie ‚Best Classical Vocal Performance‘ für einen Grammy® nominiert – sowie 2010 eine CD mit geistlichen Liedern unter dem Titel ‚Santo‘. 2012 erschien die 2009 beim Rossini-Festival in Pesaro aufgenommene DVD mit Rossinis Zelmira, und 2013 folgte Rossinis Matilde di Shabran als Mitschnitt aus dem Teatro Comunale in Bologna. Für 2014 ist sein erstes, nur in französischer Sprache gesungenes Album ‚L’Amour‘ mit Opernarien von Donizetti bis Massenet geplant.

Der peruanische Tenor hat zahlreiche weitere internationale Kritikerpreise erhalten sowie den Sonnenorden als höchste Auszeichnung der peruanischen Regierung. 2012 wurde er zum Sonderbotschafter der UNESCO ernannt und in Wien als Kammersänger

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

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