Winterthur, Theater Winterthur, Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán, IOCO Kritik, 10.03.2018

Theater Winterthur © Theater Winterthur

Theater Winterthur  © Theater Winterthur

Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán

In Budapest bei den  Mädis vom Chantant

Von Julian Führer

 Die Stadt Winterthur zählt über 100 000 Einwohner, ist damit die sechstgrößte Stadt der Schweiz und wurde 1467 von den Habsburgern an die Stadt Zürich verpfändet. Heute gehört sie zum Kanton Zürich. Das dortige Theater ist zwar ein Dreispartenhaus, doch besteht der Spielplan aus Gastspielen anderer Häuser, meist aus Deutschland, wie unten – Die Csárdásfürstin des Landestheaters Detmold – und Österreich. In jeder Saison wird eine Produktion gemeinsam mit dem Opernhaus Zürich erarbeitet, die in der folgenden Spielzeit dort übernommen wird. Das Gebäude stammt aus den späten siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Kürzlich wurde debattiert, ob das Theater abgerissen und durch ein Kongresszentrum ersetzt werden sollte – mit unabsehbaren Folgen für den Theaterbetrieb. Diese Bedrohung zumindest scheint erst einmal abgewendet.


Theater Winterthur / Die Csardasfürstin - hier Megan Marie Hart als Sylva Varescu, Ensemble © Landestheater Detmold / Lefebvre

Theater Winterthur / Die Csardasfürstin – hier Megan Marie Hart als Sylva Varescu, Ensemble © Landestheater Detmold / Lefebvre

Nun hatte die Theaterleitung Die Csárdásfürstin in einer Produktion des Landestheaters Detmold auf den Spielplan gesetzt, die dort im Dezember 2016 erstmalig gezeigt wurde. Ein Stück, das 1915 uraufgeführt wurde, also nach Beginn des Ersten Weltkriegs, und tatsächlich thematisiert das Libretto auch Einberufungen, die die Handlung vorantreiben – doch ist der Krieg weit weg, und das Publikum soll nicht an den Krieg denken, sondern unterhalten werden. Und das gelingt hier ganz vorzüglich. Die einfache Bühne (Horst Vogelgesang) erlaubt Auftritte und Abgänge in alle Richtungen und macht mit wenigen Objekten klar, wo wir uns befinden, und zwar ganz so wie im Textbuch gefordert.

Im ersten Akt sehen wir ein paar Tische und eine Bühne auf der Bühne, auf der getanzt wird: Wir sind in Budapest bei den Mädis vom Chantant. Die Kostüme (Barbara Schiffner) lassen kein Klischee aus: diverse Trachten und trachtenähnliche Gewänder aus Österreich-Ungarn, edle Herrschaften in Uniform und Frack und am Ende, als der Krieg immer wieder zur Sprache kommt, zunehmend Pickelhauben (diese waren in Österreich-Ungarn allerdings nie gebräuchlich). Auf der Revuetheaterbühne in Budapest agiert Sylva Varescu (Megan Marie Hart) und macht die mehr oder weniger adligen Herren Graf Boni (Markus Gruber) und Edwin Ronald (Julian Orlishausen) verrückt. Sämtliche Verlobungsprojekte einzeln aufzulisten, würde den Rahmen der Besprechung sprengen…

Theater Winterthur / Die Csardasfürstin - hier vorne vorne links Markus Gruber, Andreas Jören, Ensemble © Landestheater Detmold / Lefebvre

Theater Winterthur / Die Csardasfürstin – hier vorne vorne links Markus Gruber, Andreas Jören, Ensemble © Landestheater Detmold / Lefebvre

Im zweiten Akt sind wir bei Leopold Maria Fürst von und zu Lippert-Weyersheim (Michael Klein) und Fürstin Anhilte (Silke Dubilier) in Wien – das etwas heruntergekommene Budapester Theater ist verschwunden, dafür bietet die Bühne jetzt Platz, oben hängt ein Kronleuchter. Die prächtigen Kostüme der Damen der Gesellschaft setzen den Rahmen. Man meint, der Liveaufführung eines Heimatfilms beizuwohnen. Komtesse Stasi (Simone Krampe) kann sich ebenso wie alle anderen eigentlich nicht entscheiden, wen sie heiraten möchte, auch wenn das Verlöbnis mit Edwin Ronald längst vereinbart ist. Sylva Varescu wird von Graf Boni unter dem Vorwand, er habe sie geheiratet, als Gräfin vorgestellt, worauf sie Edwin Ronald einmal mehr um den Verstand bringt. Einen Tag nach der angeblichen Hochzeit Sylvas mit Boni erwischt dieser seinen Freund Edwin Ronald, wie er seine Ehefrau küsst. Da wir bei der Operette sind, ist das alles kein Problem, denn Graf Boni liebt ja eigentlich Stasi, und alles war nur ein Trick. Nur der Fürst ist gegen diese Wendung, da Sylva nur Tänzerin und eigentlich nicht adlig sei.

Der dritte Akt spielt im Foyer eines Wiener Hotels. Nun ist der Kronleuchter verschwunden, dafür steht am Rand eine Bar, an deren Tresen die Personen noch einmal zusammenkommen. Feri von Kerekes, den wir schon aus dem Budapester Theater kennen, trifft dort auf seinen Freund Edwin und dessen Eltern, das Fürstenpaar. Feri erkennt in der Fürstin Anhilte seine Jugendliebe Hilda, die selber einmal Tänzerin war – was der Fürst nicht wusste. Kurzum, der Fürst kann seinem Sohn kaum eine solche Ehe verbieten, wie er sie selbst geschlossen hat, Edwin bekommt seine Sylva, Boni bekommt seine Stasi, Schlussakkord, Applaus.

Theater Winterthur / Die Csardasfürstin - hier Eva Bernard und Ensemble © Landestheater Detmold / Lefebvre

Theater Winterthur / Die Csardasfürstin – hier Eva Bernard und Ensemble © Landestheater Detmold / Lefebvre

György Mészáros dirigiert das Symphonische Orchester des Landestheaters mit viel Feuer und Schmelz. Kálmán selbst ironisiert und arrangiert (etwa den ‚Hochzeitsmarsch‘ von Mendelssohn, hier gespielt von einer Zigeunerkapelle). Effektvolle Rubati lassen das Publikum in Melodien schwelgen (und manchmal mitsummen oder -klatschen). Der Orchesterapparat ist groß, das Theater ist es ebenfalls mit der Folge, dass die Klangbalance zwischen Orchester und Gesang oft zu Ungunsten des Gesangs ausfällt – vielleicht ein Problem der Winterthurer Verhältnisse im Vergleich zu Detmold. Auf der Bühne tut sich viel, die Choreographien (Richard Lowe) tragen zur großen Lebendigkeit der Produktion bei.

Megan Marie Hart hat als Sylva Varescu keine Mühe mit den hohen Tönen, und bei den Herren sticht Markus Gruber als Graf Boni mit schauspielerischen Qualitäten, Spielfreude, vollem Einsatz bei der Choreographie und klarer Stimme hervor. Alle Sängerinnen und Sänger beherrschen ihre Partien, Fürst und Fürstin sind mit Schauspielern besetzt.

 

Emmerich Kálmán in Wien © IOCO

Emmerich Kálmán in Wien © IOCO

Kálmáns Melodieneinfälle sind immer wieder mitreißend. Ob nun „Die Mädis vom Chantant“, „Das ist die Liebe, die dumme Liebe“ oder „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“ – man begreift immer noch sofort, warum die Csárdásfürstin von der Uraufführung an so ein Erfolg war und als eine von ganz wenigen Operetten nie ganz von den Spielplänen verschwunden war. Glücklicherweise spielt sich die Inszenierung von Wolf Widder nicht in den Vordergrund, sondern begleitet einen wirklich heiteren Abend. Gratulation dem Landestheater Detmold zu dieser Produktion und Dank dem Theater Winterthur, dass es diese Übernahme gibt.

 

 

—| IOCO Kritik Theater Winterthur |—

Münster, Theater Münster, Die Csárdásfürstin – Operette mit Trauerrand, IOCO Kritik, 14.12.2017

Dezember 15, 2017 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Operette, Theater Münster

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán

Operette mit Trauerrand

Von Hanns Butterhof

Emmerich Kálmán muss den Ersten Weltkrieg übersehen haben. Diesem Eindruck kann man sich nicht entziehen, wenn man die beiden Kálmán-Operetten Die Csárdásfürstin von 1915 in Münster und Die Zirkusprinzessin von 1926 in Osnabrück besucht. In beiden Aufführungen wird Kálmán entschieden korrigiert, der Krieg auf die Bühne gebracht und ein happy end verweigert.

Der Krieg bricht in Kálmán-Operetten in Münster und Osnabrück herein

Am Großen Haus des Theaters Münster lässt Mareike Zimmermann „Die Csárdásfürstin“ 1917 in einem Lazarett voller Kriegsversehrter spielen, und erzählt die Handlung in Rückblicken.

Das schöne Bühnenbild, das Bernd Franke für „Die Csárdásfürstin“ gebaut hat, stellt das Varieté „Orpheum“ dar, auf dessen Bühne die Sängerin Sylva Varescu einst Triumphe gefeiert hat. Jetzt ist es zum Lazarett umfunktioniert, auf der Bühne des Gründerjahrebaus hält eine strenge Oberschwester Wache, und das Parkett ist mit weißen Klinik-Krankenbetten gefüllt.

Theater Münster / Die Csardasfuerstin - hier Sängerin Sylvia Varescu vor Kriegsversehrten © Oliver Berg

Theater Münster / Die Csardasfuerstin – hier Sängerin Sylvia Varescu vor Kriegsversehrten © Oliver Berg

Sylva Varescu (Henrike Jacob) ist als Truppenbetreuung an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Von dem ehemaligen Direktor des Etablissements, Feri von Kerekes (Gregor Dalal), am Klavier begleitet, begeistert sie die Verwundeten in ihren blauen Kranken-Uniformen (Kostüme: Isabel Graf), sofern sie an Krücken und mit von Giftgas blinden Augen noch gehfähig sind.

Unter ihnen ist auch der notorische Womanizer Graf Boni (Erwin Belakowitsch), der sich gerade ein weiteres Mal, den Arm in einer lächerlich überflüssigen Schlinge, vor dem Einsatz an der Front drückt. Boni muss den steten Wechsel zwischen dem von der Regie erfundenen Jetzt der Kriegszeit und dem besseren Damals ihrer Varieté-Zeit moderieren, in der „Die Csárdásfürstin“ eigentlich spielt. Das zwingt den Grafen zeitweise zu einem rasanten Umdekorieren seiner Armschlinge im Jetzt zum schicken Halstuch im Damals und zurück ins Jetzt.

Theater Münster / Die Csardasfürstin - hier die berühmte Sängerin Sylvia Varescu © Oliver Berg

Theater Münster / Die Csardasfürstin – hier die berühmte Sängerin Sylvia Varescu © Oliver Berg

Im Licht der Erinnerung erscheint die Liebesgeschichte zwischen Sylva Varescu und dem jungen Fürst Edwin von Lippert-Weylersheim (Garrie Davislim) als Parallelaktion zu La Traviata. Nur dass Sylvia aus Bürger-Stolz, weil sie meint, doch nicht um ihrer selbst willen geheiratet zu werden, auf die Hochzeit und ihr Liebesglück mit dem Fürstenspross tapfer verzichtet. Henrike Jacobs‘ Sylvia Varescu ist eine starke Frau, temperament-, aber wenig glutvoll, als laste auf ihr auch in den Episoden der glücklichen Vergangenheit schon das Wissen um das unglückliche Ende.

Garrie Davislim als ihr hochadeliger Verehrer Edwin, der ihr die Hochzeit verspricht, sich dann aber von seinem standesbewussten Vater zur Verlobung mit der ebenbürtigen Jugendliebe Stasi (Kathrin Filip) drängen lässt, bleibt blass, tenorale Feurigkeit bringt er nicht auf. Schattenhaft erscheint er nur noch als Erinnerungsbild mit Blumenstrauß auf der Balustrade. Es ist völlig verständlich, dass Kathrin Filip, als Komtesse Stasi eine kecke, selbstbestimmte Soubrette, sich von Edwin ab- und dem Graf Boni zuwendet, der sie auch äußerst anziehend findet.

Erwin Belakowitsch ist als Boni nicht nur der Liebling der Mädis vom Chantant, sondern auch des Publikums, und erhält für seine unbekümmerte Buffo-Rolle dessen besonderen Applaus.

Theater Münster / Die Csardasfürstin von Emmerich Kalman © Oliver Berg

Theater Münster / Die Csardasfürstin von Emmerich Kalman © Oliver Berg

Mareike Zimmermann inszeniert mit sehr viel Gefühl das Gesamtgeschehen auf der Bühne, auf der nie jemand nur herumsteht und auf seinen Einsatz wartet; da spielt auch der von Inna Bartyuk trefflich eingeübte Chor gut mit. Aber den einzelnen Charakteren fehlen merklich differenziertere, für eine Operette nicht unwichtige Zwischentöne.

Das ganze Konzept, die Geschichte der „Csárdásfürstin“ von einem dazuerfundenen Ende her zu erzählen, ist fatal. Das erforderliche Hin- und Herblenden zwischen den Zeitebenen lässt die Einheit der Operettenhandlung in einzelne Szenen und Gesänge zerfallen. Ihre Moderation erzwingt entschleunigende Momente, die verhindern, dass die Handlung mit ihrer dazugehörigen Musik den Sog entfalten können, der eigentlich kaum zu vermeiden ist. Wenn dann noch bei den ausgelassensten Szenen oder dem fürstlichen, von Tomasz Zwoniak sinnfällig choreographierten Verlobungsball noch immer die Krankenbetten herumstehen, in denen diskret gestorben wird, legt sich ein Trauerrand um die gesamte Operette, gegen den das Ensemble so tapfer wie vergeblich ansingt.

Auch Stefan Veselka am Pult des Sinfonieorchesters Münster kann als Opfer des Regiekonzepts angesehen werden. Es unterbricht den Melodienfluss immer wieder, unterstützt die einzelnen Lieder nicht zwingend durch das Bühnengeschehen und lässt es somit nicht zur vollen Wirkung kommen.

Der Gewinn, dass die grauenvolle Zeitgeschichte in das Stück hineingeholt wird, ist relativ bescheiden; dass die Werteordnung, die von den adeligen Kreisen vertreten wird, schon zerbrochen ist, enthält die Operette bereits überdeutlich. Dass der Krieg diesen Befund amtlich gemacht hat, ist oberlehrerhafte Verdeutlichung, auf die verzichten kann, wem es um die Operette und nicht um die Ausstellung von gutmenschlicher Gesinnung zu tun ist.

Die Csárdásfürstin am Theater Münster: Weitere Vorstellungen 19.12.; 31.12.2017; 18.1.; 24.1.; 26.1.; 30.1.; 9.2.; 4.3.; 18.3.2018

—| IOCO Kritik Theater Münster |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Konzertant: DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN, 31.12.2014

Dezember 29, 2014 by  
Filed under Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt / inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Konzertante Erstaufführung am 31. 12. 2014 19.30 Uhr:

DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN  von Emmerich Kálmán

Weitere Vorstellungen: 1. (18.00 Uhr), 4., 9. Januar 2015
Gastspiel in der Kölner Philharmonie am 5. Januar 2015, um 20.00 Uhr
Falls nicht anders angegeben, Beginn 19.30 Uhr

 Musikalische Leitung: Eun Sun Kim, Chor: Tilman Michael, BESETZUNG:
Sylva Varescu: Vida Mikneviciute
Edwin Ronald von und zu Lippert-Weylersheim: Peter Sonn
Feri von Kerekes: Peter Edelmann
Graf Boni Káncsiánu: Peter Marsh
Komtesse Anastasia, Edwins Cousine: Kateryna Kasper
Fürst Leopold Maria, Edwins Vater: Franz Mayer
Anhilte, Edwins Mutter: Margit Neubauer u.a.
Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Oper Franfurkt / Vida Mikneviciute (Sopran / Titelpartie) © Martina Pipprich

Oper Franfurkt / Vida Mikneviciute (Sopran / Titelpartie) © Martina Pipprich

Die Operette Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán (1882-1953) gelangte 1915 in Wien zur Uraufführung. Das Libretto wurde – in engem Austausch mit dem Komponisten – von Leo Stein und Béla Jenbach verfasst. Die Zeit des Komponierens war überschattet vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges und dem frühen Tod von Kálmáns Bruder Béla, was Kálmán so mitnahm, dass er die Arbeit mehrmals unterbrechen musste. Trotzdem gehört Die Csárdásfürstin mit ihren unsterblichen Melodien (u.a. „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht…“) zu seinen populärsten Werken.

Die Chansonette Sylva Varescu liebt den jungen Fürsten Edwin und Edwin liebt sie. Die hochadelige Familie aber wünscht sich eine standesgemäße Frau für ihren Sohn und schmiedet eine Intrige, um das Paar zu trennen und Edwin mit der Komtesse Stasi zu verheiraten. Sylva erfährt von den vermeintlichen Verlobungsplänen ihres Geliebten und flieht verletzt nach Amerika. Acht Wochen später treffen beide auf der Verlobungsfeier Edwins und Stasis wieder aufeinander. Nachdem sich die Ereignisse überschlagen und auch noch offenbar wird, dass Edwins Mutter einst selbst eine gefeierte Chansonnette war, gehen dem Fürsten die Argumente gegen die Hochzeitspläne seines Sohnes aus. Und so findet trotz Intrigen und Missverständnissen zusammen, was zusammen gehört.

Oper Frankfurt / Peter Sonn (Tenor / Edwin) © Wolfgang Lienbacher

Oper Frankfurt / Peter Sonn (Tenor / Edwin) © Wolfgang Lienbacher

Die musikalische Leitung der konzertant dargebotenen Operettenaufführung, die das Frankfurter Publikum beschwingt in das neue Jahr begleiten soll, liegt bei der Koreanerin Eun Sun Kim. Sie dirigiert hier 2014/15 zudem eine Neuproduktion von Bellinis La sonnambula sowie Repertoireaufführungen von Puccinis La Bohème. Die litauische Sopranistin Vida Mikneviciute legt mit der Titelpartie von Kálmáns Erfolgsoperette ihr Hausdebüt in Frankfurt vor. An ihrem Mainzer Stammhaus feierte sie 2011 einen großen Erfolg mit Verdis La Traviata, weitere aktuelle Aufgaben sind die Kaiserin in Strauss‘ Die Frau ohne Schatten in Kassel und Pamina in Mozarts Die Zauberflöte an der Hamburgischen Staatsoper. Der Salzburger Tenor Peter Sonn (Edwin) debütierte in Frankfurt 2010/11 als Tamino in der Zauberflöte. Mit dieser Partie gastierte er auch an der Hamburgischen Staatsoper und an der Komischen Oper Berlin. Aktuell singt er sie an der Berliner Staatsoper, wo er bald auch Walther von der Vogelweide in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg unter Daniel Barenboim verkörpern wird. Aus einer österreichischen Sängerdynastie stammt der Bariton Peter Edelmann (Feri Bácsi), zu dessen jüngsten Engagements neben zahlreichen Operettenauftritten der Faninal in Strauss‘ Der Rosenkavalier in Linz und Innsbruck gehört. Angeführt von Peter Marsh (Boni) und Kateryna Kasper (Stasi) sind die übrigen Partien mit Mitgliedern des Frankfurter Ensembles besetzt.

Premiere: Mittwoch, 31. Dezember 2014 (Silvester), um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 1. (18.00 Uhr), 4., 9. Januar 2015
Gastspiel in der Kölner Philharmonie am 5. Januar 2015, um 20.00 Uhr
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere: DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN, 13.12.2014

Dezember 12, 2014 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Premiere Samstag, 13. Dezember 2014, 19.30 Uhr 

DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN  von Emmerich Kálmán

Weitere Vorstellungen:  16. 12. 2014; 20.12.2014; 31.12.2014; 02.01.2015; 06.01.2015; 10.01.2015;  18.01.2015; 22.01.2015; 26.01.2015; 04.02.2015; 16.02.2015: 21.03.2015; 24.03.2015; 11.04.2015; 15.04.2015; 22.04.2015; 29.04.2015; 13.05.2015; 22.05.2015; 13.06.2014; 30.06.2015.
Kálmáns Operette “Die Csárdásfürstin“, am 13. November 1915 in Wien uraufgeführt, wurde nach “Herbstmanöver“ und sechs weiteren Werken der erste große Erfolg im Schaffen des Komponisten. Der Siegeszug der Csárdásfürstin war nicht aufzuhalten und es ist bis heute eine der meistgespielten Operetten weltweit geworden.

Die ach so schöne Geschichte einer einfachen Revue-Sängerin, die sich in einen Adeligen verliebt und nach viel Herz und Schmerz seine Gattin wird, fasziniert immer noch, aber in erster Linie durch die verschwenderisch schöne Musik Kálmán’s. Fast alle Arien und Couplets daraus wurden zu Ohrwürmer und Evergreens.

Grabstaette Emmerich Kalman ©  IOCO

Grabstaette Emmerich Kalman © IOCO

Im „Orpheum“ zu Budapest. Die berühmte Chansonette, Sylva Varescu, feiert ihre Abschiedsvorstellung, weil sie zu einer Tournee in die Vereinigten Staaten aufbrechen will. Edwin, ihr junger fürstlicher Liebhaber, überrascht sie jedoch mit einem Heiratsversprechen – just bevor er seinen Pflichten beim Militär nachkommen muss. Überglücklich beschließt Sylva zu bleiben! – Doch Edwins Vater will die unstandesgemäße Liaison seines Sohnes um jeden Preis verhindern und hat schon ohne Edwins Wissen dessen Verlobung mit der Komtesse Stasi per Anzeige bekanntgegeben. Eine solche Verlobungskarte wird Sylva zugespielt, worauf sie sich verraten glaubt …

Musikalische Leitung Daniel Linton-France, Borys Sitarski, Daniel Spaw
Inszenierung Karoline Gruber, Roy Spahn, Bühne Roy Spahn
Kostüme Julia Mottl, Choreografie Stephanie Erb
Chorleitung Georg Leopold, Dramaturgie Wolfgang Haendeler

BESETZUNG:
Sylva Varescu: Sonja Gornik, Bea Robein
Leopold Maria, Fürst von und zu Lippert-Weylersheim: Günter Rainer, Erich Josef Langwiesner
Anhilte, seine Frau: Cheryl Lichter, Karen Robertson
Edwin Ronald, beider Sohn: Iurie Ciobanu, Jacques le Roux
Komtesse Stasi, Nichte des Fürsten: Elisabeth Breuer, Jenifer Lary
Graf Boni Káncsiánu: Sven Hjörleifsson, Matthäus Schmidlechner
Ferencz Ritter Kerekes, genannt Feri: Bácsi Franz Binder, Hans-Günther Müller
Eugen von Rohnsdorff, Oberleutnant i.d.R.: Ulf Bunde, Ville Lignell
Kiss, Notar: Boris Daskalov, Andrzej Ulicz
Botschafter Mac Grave: Eugen Fillo, Jonathan Whiteley

Pressemeldung Landestheater Linz

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