Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, PREMIERE Le nozze di Figaro, 01.12.2019

November 6, 2019 by  
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Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

PREMIERE Le nozze di Figaro
Wolfgang Amadeus Mozart
Sonntag, 01. Dezember 2019, 18 Uhr

Weitere Vorstellungen
01. / 03. / 08. / 10. November 2019
15. / 21. / 26. März 2020
18. April 2020

Von der Normierung des Glücks
Le nozze di Figaro feiert am 1. Dezember 2019 Premiere im Stuttgarter Opernhaus
Roland Kluttig dirigiert; Christiane Pohle inszeniert in einem Bühnenbild von Natascha von Steiger

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Le nozze di Figaro feiert am 1. Dezember 2019 um 18 Uhr Premiere an der Staatsoper Stuttgart. Christiane Pohle führt Regie und gibt damit nach mehreren Arbeiten am Schauspiel Stuttgart ihr Hausdebüt an der Staatsoper Stuttgart. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Roland Kluttig, dem künftigen Chefdirigenten der Oper Graz.

Le nozze di Figaro ist die immer gültige Erzählung vom Versuch, die Liebe und das Begehren handhabbar zu machen. Die Vermessung des ehelichen Bettes, die Hochzeitsvorbereitungen von Figaro und Susanna und ihr Wunsch, sich ein eigenes Heim für die Rahmung des partnerschaftlichen Glücks zu schaffen, stehen am Anfang von Mozarts Opera buffa und sind zugleich Ausgangspunkt des Regiekonzepts von Christiane Pohle und ihrem künstlerischen Team: „Wir gehen dem Phänomen der seriell produzierten, stereotypen Lebensentwürfe auf den Grund. Es nimmt oft schon bei der Einrichtung normierter Wohneinheiten mit austauschbarer Massenware seinen Anfang“, so Christiane Pohle. „Die Menschen stellen sich eine möglichst individuelle Einrichtung zusammen, eine mit dem ,persönlichen Zuschnitt‘, in der das Glück jetzt stattfinden soll. Dabei wird man den Verdacht nicht los, dass genau dieses Bett, dieses Zimmer, schon millionenfach bewohnt wurde. Das persönliche Glück ist vorproduziert und im Interesse des Kapitalismus zu haben.“

Nahezu alle Partien sind mit Solistinnen und Solisten aus dem Stuttgarter Sängerensemble besetzt. Viele von ihnen werden in dieser Neuproduktion ihre Rollendebüts geben: Michael Nagl in der Titelparte, Esther Dierkes als Susanna und Johannes Kammler als Graf Almaviva. Erstmals zu Gast an der Staatsoper Stuttgart ist Sarah-Jane Brandon als Gräfin. Diana Haller singt Cherubino. In weiteren Rollen sind u. a. Ks. Helene Schneiderman (Marcellina) und Ks. Heinz Göhrig (Basilio) zu erleben. „Diese Produktion ist ein Bekenntnis zum Solistenensemble unseres Hauses“, so Intendant Viktor Schoner. „Wir wollen unser Stuttgarter Mozart-Ensemble kontinuierlich pflegen. Für viele unserer jungen Sängerinnen und Sänger bietet Mozarts Le nozze di Figaro ideale Voraussetzungen, sich stimmlich und szenisch weiterzuentwickeln.“

Musikalische Leitung Roland Kluttig / Markus Poschner **
Regie Christiane Pohle
Bühne Natascha von Steiger
Kostüme Sara Kittelmann
Video Anna-Sophie Lugmeier
Licht Reinhard Traub
Chor Bernhard Moncado
Dramaturgie Ingo Gerlach
Graf Almaviva Johannes Kammler / Jarrett Ott**
Gräfin Almaviva Sarah-Jane Brandon / Olga Busuioc**
Susanna Esther Dierkes / Josefin Feiler**
Figaro Michael Nagl / Andrew Bogard**
Cherubino Diana Haller / Ida Ränzlöv**
Marcellina Helene Schneiderman / Maria Theresa Ullrich**
Basilio Heinz Göhrig
Don Curzio Christopher Sokolowski*
Bartolo Friedemann Röhlig
Antonio Matthew Anchel
Barbarina Claudia Muschio*
* Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Stuttgart
** Vorstellungen März/April 2020

Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart

Begleitveranstaltungen

Einführungsmatinee
Sonntag, 24. November 2019, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.

Einführungen
Eine Einführung vor jeder Vorstellung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

Öffentliche Probe
Samstag, 16. November 2019, 9.45 Uhr bis 11.30 Uhr. Kostenlose Platzkarten sind ab sofort im Theatershop erhältlich.

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Giessen, Stadttheater Giessen, Der Barbier von Sevilla – Gioacchino Rossini, IOCO Kritik, 01.10.2019

Oktober 1, 2019 by  
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Stadttheater Giessen

Stadttheater Gießen © Rolf K. Wegst

Stadttheater Gießen © Rolf K. Wegst

Der Barbier von Sevilla – Gioacchino Rossini

– ein szenisch und musikalisch funkelndes Feuerwerk –

von Ljerka Oreskovic Herrmann

Gioacchino Rossini Paris © IOCO

Gioacchino Rossini Paris © IOCO

Noch bevor der Vorhang aufgeht, stellt ein leerer Friseurstuhl auf der linken Seite vor dem Vorhang alles klar: Hier herrscht Figaro, der Barbier von Sevilla! An ihm kommt keiner vorbei, denn er ist – wie er später dem Grafen Almaviva erklären wird – für alles zuständig als Friseur, Barbier, Peruquier, Gärtner oder Tierarzt. Jedenfalls wird das der Graf glauben müssen, denn ohne dessen Hilfe wird er seiner angebeteten Rosina kaum nahe kommen – geschweige denn sich mehr erhoffen können. Und nachdem der Vorhang die Bühne den Blicken freigibt, bestätigt sich der erste Eindruck. Figaros überdimensioniertes Werkzeug liegt überall herum – die Bühne ist sein Reich. Oder vielmehr Rossinis! Die dezent deutlichen Hinweise auf den Urheber der ganzen Szenerie – das Rasiermesser trägt ganz „zufällig“ den Vornamen, die Pomade bzw. den Deckel ziert ganz selbstverständlich ein Portrait und der Nachname des Komponisten – zeugen von der Reverenz an diesem Meister der Opera buffa. Und so gibt die Musik alles vor, die Regie folgt ihr gekonnt konsequent und überträgt das Verwirrspiel um (Gier nach) Geld und Liebe oder anders herum wunderbar auf die Bühne.

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla hier vl Daniele Macciantelli, Naroa Intxausti, Grga Peros, Enrico Iviglia, Heidrun Kordes © Rolf K Wegst

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla hier vl Daniele Macciantelli, Naroa Intxausti, Grga Peros, Enrico Iviglia, Heidrun Kordes © Rolf K Wegst

Figaro, als alter Ego Rossinis, ist mittendrin und zugleich der grandiose Strippenzieher des Geschehens. Grga Peroš gibt ihm die herausragenden stimmlichen wie darstellerischen Konturen. Seine Einstiegsarie „Largo al factotum della città“ erntet Szenenapplaus. Zwar ist dieser Figaro von Haus aus – die Commedia dell’ Arte als Hintergrundfolie scheint immer wieder durch – ein komödiantischer Geselle, das geschmackvoll bunte Kostüm sowie die blonde Perücke verweisen darauf, aber ein Clown ist er nicht. Dazu steht dieser Barbier zu selbstgewiss und selbstsicher in der Welt, die bald eine andere sein wird. Die gesellschaftlichen Verschiebungen, die sich anbahnen und nicht aufzuhalten sein werden – noch hat die französische Revolution nicht stattgefunden, wir schreiben die vorrevolutionäre Zeit vor 1789 –, kündigen sich dennoch unausweichlich an. Der Graf, wie es sich eben für einen Rokoko-Menschen gehört, zwar edel in Brokat und Seide gekleidet, kann aber nur noch Dekor präsentieren, nicht wirkliche Macht.

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla © Rolf K Wegst

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla © Rolf K Wegst

Diese ist längst beim Volk und Figaro die leibhaftige Verkörperung dessen – nicht zuletzt auch durch seine Arie„Tutti mi chiedono, tutti mi vogliono“ beglaubigt. (Noch augenfälliger, weil in der Zeit komponiert, bei Mozarts Le nozze di Figaro, was natürlich vor Rossinis Werk entstand, aber eigentlich das Nachfolgestück ist. Und Rossini kannte seinen Mozart.) Auch der Graf, als armer Student Lindoro, erhält für seine Ständchen, wie auch Rosina für ihre Cavatine „Una voce poco fa“, spontanen Applaus vom Publikum. Soweit die „Guten“ in dieser turbulenten Oper. Der Bösewicht geht natürlich nicht leer aus: Seine berühmte Verleumdungsnummer „La Calunnia“ bzw. „Die Verleumdung ist ein Lüftchen“ zeigt die ganze Meisterschaft Rossinis, aber auch des Philharmonischen Orchesters Gießen unter der exzellenten Leitung Michael Hofstetters. Das sogenannte „Rossini-Crescendo“ entfaltet in seiner Interpretation eine überwältigende Wirkung. Es beginnt langsam und vermeintlich harmlos, wie immer bei Rossini nach einem Rezitativ, und führt weiter zur schnellen Cabaletta; durch die Wiederholung des musikalischen Themas wird die Dynamik und Instrumentation zunehmend gesteigert, so dass alles einem fulminanten und energischen Höhepunkt zustrebt und das zunächst nur geflüsterte Gerücht einem wahren Empörungsfuror gleicht.

Was war passiert: Don Basilio, natürlich als Missetäter ein Bass, hat Rosinas Vormund, dem bürgerlichen Bartolo, empfohlen, den jungen verliebten Lindoro zu diskreditieren, so dass Rosina schließlich ihn, den gesellschaftlich etablierten Arzt, heiraten würde. Bartolo ist tatsächlich mehr am Geld seines Mündels als an ihrer Person interessiert. Doch kein Crescendo wird die Macht der Liebe übertönen können: Lindoro gibt sich als Graf Almaviva zu erkennen, bekommt nach einigem Hürdenlauf seine geliebte Rosina, sie wiederum kann sich endgültig aus den Fängen Bartolos befreien, der dafür noch mit Geld ent- oder vielmehr belohnt wird. All das macht aus Il barbiere di Siviglia ein Meisterwerk, das bis heute Bestand hat und vielleicht die beste komische Oper überhaupt ist – wohlweislich, weil die menschlichen Verhaltensweisen nicht fundamental anders geworden sind. Die genaue Charakterzeichnung und ihre Darstellung entfalten auch Dank des herausragenden, von Cesare Sterbini verfassten, Libretto eine Wirkungsmacht und sorgen für den dauerhaften Erfolg dieser Oper.

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla hier Naroa Intxausti, Tomi Wendt © Rolf K Wegst

Stadttheater Giessen / Der Barbier von Sevilla hier Naroa Intxausti, Tomi Wendt © Rolf K Wegst

Das Stadttheater Gießen hat sich in dieser Spielzeit der bekanntesten Oper Rossinis angenommen. Ein fulminantes Stück für das man nicht nur ein brillantes Sängerensemble benötigt, sondern mit einer nicht minder fulminanten Regie aufwarten muss. Tempo, Witz, Arien, Rezitative und Ensembles sorgen für ein wahres Funkeln der Musik, dass in der theatralischen Umsetzung Widerhall finden muss. Und das hat es tatsächlich – und wie. Regisseur Dominik Wilgenbus nimmt die Musik Rossinis ernst, so ernst, dass sich daraus drei Stunden funkelndes Feuerwerk entluden. Bühne und Kostüme von Lukas Noll, das Licht von Kati Moritz sowie die Videoeinspielungen von Martin Przybilla taten ihr übriges, denn alles stimmt und ist stimmig.

Das Einheitsbühnenbild von Noll erweist sich als sehr abwechslungsreich, denn immer geht irgendwo etwas auf, zeigt eine neue Perspektive und neue Spielmöglichkeiten. Die Requisiten Figaros sind nicht bloß hübsche und belustigende Dekoration – im Gegenteil, sie haben eine Funktion: So soll z.B. das Rasiermesser an Bartolos Wange den nötigen Druck auf seine ungebührlichen Pläne entfalten, aus der Pomadendose kommt Basilio heraus und der überdimensionierte Spiegel oder Rahmen ist zugleich Durchgang und Projektionsfläche für Gefühle, Wünsche und seelische Zustände. Der überdimensionierte Rasierpinsel – natürlich für Lacher sorgend – kommt dabei ebenso zum Einsatz, wie die zu groß geratenen Schere und Kamm. Allerdings werden ihm später mehrere Zacken fehlen – welch köstliche Ironie! Senkrecht stehend entpuppt er sich als eine unsichere Leiter für die geplante Flucht der Liebenden, verschwindet aber, bevor die beiden das ramponierte Werkzeug auf seine Einsatzfähigkeit überprüfen können.

Nolls Kostüme tragen dem historischen wie gesellschaftlichen Kontext Rechnung: Der Graf als Edelmann, Figaro als Komödiant, Bartolo als Bürger mit langen Hosenbeinen – im Gegensatz zum Grafen –, Basilio wird als zwielichtige Figur mit Halbglatze in einen langen schwarz-weißen Mantel als Kontrast zu Figaros buntem Outfit gesteckt, und die beiden Damen repräsentieren ebenso verschiedene sich jedoch ablösende Epochen. Rosina zuckersüß in kurzem, schwarz-pinken Korsagen-Kleid, keineswegs naiv, zeugt von der neuen Zeit und Freizügigkeit, Marcelline ist dagegen mit ihrem grünen, langen samtähnlichen Kostüm eher die Verkörperung des überholten Ancien Régimes. Übrigens, auch der Männerchor steckt kostümmäßig noch in der alten Zeit, ist gesanglich und spielerisch aber ganz auf der Höhe und dabei wie alle Mitwirkenden von ausgesprochener Spielfreude angesteckt.

Aus all dem zaubert Dominik Wilgenbus eine turbulente Inszenierung, die dem Atem der Musik folgt, ohne hektisch zu werden. Jede Figur ist bei ihm genau gezeichnet, erhält eine eigene und sorgfältig gewählte Ausdrucksweise und Körpersprache: So ist Rosina nicht nur lebhaft und pfiffig, sie darf sich anders bewegen als Marcelline, die zunächst verhalten und zurückhaltend agiert, um am Ende als erfahrene Frau Besitz von der Bühne zu ergreifen. Allein dieser Kontrast zeigt wie durchdacht und exakt Wilgenbus seine Interpretation umsetzt. Es sind diese scheinbar kleinen Dinge, Gesten, Schritte oder auch das Innehalten, nur um dann die Handlung rasanter fortzuschreiben, die den Reiz und den Erfolg dieser Inszenierung ausmachen.

Hinzu kommt ein wunderbares Ensemble: Der allwissende und wunderbare Figaro von Grga Peroš wurde schon genannt; dieser Figaro könnte seine Paraderolle werden. Enrico Iviglia ist ein herrlicher Graf, gesellschaftlich bald obsolet, dafür aber als Verehrer und zukünftiger Ehemann umso mehr geliebt. Iviglia fühlt sich sichtlich wohl in dieser Rolle, sein Tenor strotzt am Ende vor Kraft und Freude, ob des errungen Erfolges. Rosina, Naroa Intxausti, ehemaliges Ensemblemitglied in Gießen, besitzt eine ausdrucksstarke und wandlungsfähige Stimme, gepaart mit viel Spielwitz. Bei Tomi Wendt – ein hervorragender Sängerdarsteller –  ist die Figur des Bartolo gut aufgehoben, lässt gesanglich wie darstellerisch nichts zu wünschen übrig. Wie ihm zum Haare raufen langsam dämmert, ihm könnten die Felle davonschwimmen und die gemeinsamen Zukunft mit Rosina wie eine Seifenblase aus dem Salon des Figaro zerplatzen, ist herrlich anzusehen.

Kontrastierend dazu der beeindruckende Bass von Daniele Macciantelli als Basilio – stoisch, durch nichts zu erschüttern, bereit in aller Ruhe zum eigenen Vorteil die Seiten zu wechseln, gelingen in seiner Verkörperung dieses wenig standfesten Helden mühelos und entwickeln eine eigene Präsenz. Heidrun Kordes als Marcelline ist unbeeindruckt von den ganzen Vorkommnissen, ihr schöner Sopran strahlt eine Wärme und Erdung aus; sie ahnt oder weiß vielmehr, dass das Liebesglück nicht ewig währen wird. Bei Mozart wird diese Rosina, als Gräfin, in der berührenden Arie „Dove sono i bei momenti“ tatsächlich die Frage nach den verlorenen gegangenen schönen Augenblicken stellen. Abschließend sei noch Alexander Hajek erwähnt, denn die Verkörperung von nicht weniger als vier Personen – Fiorello, Sergente, Notario und Pantomime – trugen nicht minder zur großartigen Leistung des Sängerensembles und den urkomischen Verwicklungen bei.

Und nicht zuletzt das Dirigat von Michael Hofstetter, dem scheidenden GMD, sorgten für einen rundum gelungenen Opernabend, der einhellig und mit begeisterten Applaus vom Publikum gefeiert wurde. Hofstetter gelingt eine präzise Verzahnung der gesprochenen Rezitative mit der Musik, ebenso dient die Steigerung der Dynamik in seinem Dirigat immer dem Vorantreiben der Handlung und der dramaturgischen Wirkung, nie jedoch einer beliebigen Effekthascherei. Hofstetter weiß genau, was die Musik im Graben auf der Bühne erzeugen soll. Den kulturellen Rahmen und Kontext eines musikalischen Werkes immer mitdenkend, zeichnete seine Arbeit am Stadttheater Gießen aus – unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Operettenausgrabung wie Das Herbstmanöver von Emmerich Kálmán oder eben Rossinis Il barbiere di Siviglia handelt. Seine Auseinandersetzung mit der Partitur, aber auch ihrem Entstehungszeitraum, den historischen und musikalischen Bedingungen und Gegebenheiten, reflektieren seine musikalischen Interpretationen und setzen Maßstäbe. Für GMD Michael Hofstetter ist es die letzte Neuproduktion in Gießen, Ende des Jahres hört er auf. Dass nicht wenige im Publikum ihr Bedauern darüber mit einem langanhaltenden Applaus zum Ausdruck brachten, dürfte ihn gefreut haben.

—| IOCO Kritik Stadttheater Giessen |—

Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere DIE HOCHZEIT DES FIGARO, 28.09.2019

September 4, 2019 by  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

DIE HOCHZEIT DES FIGARO
(LE NOZZE DI FIGARO)
WOLFGANG AMADEUS MOZART

Opera buffa in vier Akten / Text von Lorenzo Da Ponte / In italienischer Sprache mit
deutschen Übertiteln

PREMIERE Sa. 28.09.19, 19:30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung Alexander Kalajdzic Inszenierung Alexander Charim Bühne Ivan Bazak Kostüme Aurel Lenfert Dramaturgie Anne Christine Oppermann Choreinstudierung Hagen Enke Mit Nohad Becker, Dušica Bijelic, Cornelie Isenbürger, Yoshiaki Kimura, Veronika Lee, Hasti Molavian, Moon Soo Park, Lorin Wey, Frank Dolphin Wong; Bielefelder Opernchor, Bielefelder Philharmoniker Figaro heiratet seine Susanna! Endlich ist er da, der schönste Tag im Leben! So sollte es zumindest sein. Aber ausgerechnet am Hochzeitsmorgen gesteht Susanna ihrem Bräutigam, dass auch sein Dienstherr Graf Almaviva ein Auge auf sie geworfen hat.

Und dass das Zimmer, das er dem Brautpaar zur Verfügung stellt, zwar schön und geräumig ist, hauptsächlich aber sehr günstig für heimliche Grafenbesuche gelegen wäre. So hat sich Figaro seine Hochzeit nicht vorgestellt. Und mit Sicherheit wird er nicht klein beigeben und diese Situation akzeptieren. Bloß verfolgen alle im gräflichen Schloss ihre ganz eigene Agenda, so dass jeder noch so gut durchdachte Plan in nur noch größeres Durcheinander mündet. Innerhalb nur eines einzigen, aberwitzigen Tages wird das Unterste zuoberst gekehrt, sorgfältig Verborgenes offenbar und der Blick in eigene und fremde Abgründe geworfen. Führt ein Weg aus diesem allzu menschlichen Chaos?

Nach dem großen Erfolg der Entführung aus dem Serail suchte Wolfgang Amadeus Mozart lange nach einem neuen Opernsujet, er hatte »leicht hundert – ja wohl mehr Bücheln durchgesehen«, aber mehrere Opernentwürfe blieben Fragment. In der skandalumwitterten, nur kurz vorher in Österreich erschienenen Komödie Dertolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais fand Mozart endlich das Gesuchte: einen höchst gegenwärtigen Stoff, zugleich gesellschaftskritisch und humorvoll. Und mit dem Textdichter Lorenzo Da Ponte traf Mozart auf einen kongenialen Partner, der auch vor diesem politisch wie moralisch heiklen Stück nicht zurückschreckte (eine Schauspielaufführung hatte Kaiser Joseph II. kurz vorher noch verbieten lassen). Gemeinsam schufen sie eine spritzig-bissige Komödie, die durch ihren überwältigenden musikalischen Reichtum gleichzeitig die tiefsten menschlichen Sehnsüchte, Verletzungen und Hoffnungen fühlbar macht.

Auch wenn Mozart und Da Ponte der Gesellschaft ihrer Zeit den Spiegel vorhielten, hat die Oper seit der Uraufführung im Jahr 1786 nichts an Relevanz verloren. Beaumarchais sprach im Vorwort seiner Komödie vom »Missbrauch jeden Standes«. Die Ständegesellschaft mag untergegangen sein, doch weniger sichtbare Abhängigkeitsverhältnisse ermöglichen bis heute den Missbrauch der Stellung, der Macht, des Geldes oder auch erotischer Anziehungskraft in quasi feudaler Manier, wo auch immer Menschen einander begegnen. Die Hochzeit des Figaro entfächert ein Kaleidoskop des menschlichen Lebens und Eros’: Arme treffen auf Reiche, Gebildete auf Ungebildete, Junge auf Alte; Pubertierende entdecken ihre Sexualität, Verlobte freuen sich auf die Hochzeit, in einer anderen Ehe kriselt es und ein Paar in den reiferen Jahren blickt – höchstens ein bisschen weise geworden – auf das Leben zurück. Regisseur Alexander Charim und sein Team führen wie unter einem Brennglas vor, wie an nur einem einzigen »tollen Tag« das ungeschriebene Regelwerk zwischenmenschlicher Beziehungen ins Rutschen geraten kann. Hierarchien verschieben sich, Geschlechtergrenzen werden getestet, aus Anarchie entsteht Freiheit – aber auch Gefahr. Welcher Neuanfang wird auf den Zusammenbruch des Althergebrachten folgen?

Um seine Hochzeit zu retten, ist der von Yoshiaki Kimura verkörperte Figaro bereit, das Äußerste zu wagen. Glücklicherweise ist Susanna (Cornelie Isenbürger) jedoch nicht allein auf den Beschützerinstinkt ihres Verlobten angewiesen, sondern ist voll und ganz in der Lage, selbst »ihre Frau zu stehen«, wenn Graf Almaviva, gesungen von Frank Dolphin Wong, ihr begehrlich zu nahe rückt. In der Partie der durch die notorische Untreue ihres Mannes gekränkten Gräfin Almaviva stellt sich das neue Ensemblemitglied Dušica Bijeli? erstmals dem Bielefelder Publikum vor. Aufkeimende erotische Gefühle stürzen Cherubino (Hasti Molavian) in größte Verwirrung. Alternierend übernimmt Susan Zarrabi in den Vorstellungen von November bis Januar die Rolle. Auch die junge Barbarina, dargestellt von dem neuen Ensemblemitglied Veronika Lee, muss erst lernen, sich im Spannungsfeld erotischer Kräfte zu behaupten. Marcellina (Nohad Becker) und Bartolo (Moon Soo Park) machen im Laufe des Tages überaus überraschende Entdeckungen, die sie ihr Leben neu überdenken lassen. Mit großer Lust an der Intrige spinnt Lorin Wey als Basilio seine Fäden.

Es singen und spielen der Bielefelder Opernchor sowie die Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung von GMD Alexander Kalajdzic.

Die weiteren Vorstellungstermine 03.10. // 06.10. // 18.10. // 23.10. // 27.10. // …
Karten 0521 / 51 54 54 // www.theater-bielefeld.de

MUSIKALISCHE LEITUNG
Alexander Kalajdzic, geboren in Zagreb, Kroatien, begann seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks.

Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster Dirigent des Nationaltheaters Weimar und von 2008 bis 2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in Tschechien.

Alexander Kalajdzic ist sowohl in der Oper als auch im Konzertbereich gefragt. Sein Repertoire reicht vom frühen Barock bis zur Moderne, wobei sein besonderes Interesse der französischen Musik gilt. So führte er fast das gesamte Orchesterwerk von Ravel und Debussy mehrmals auf. Auch war er lange Zeit als Liedbegleiter und Kammermusiker aktiv und hatte bis vor kurzem einen Lehrstuhl für Orchestererziehung
in Zagreb inne.

Alexander Kalajdzic leitet als GMD seit Spielzeitbeginn 2010/11 die musikalischen
Geschicke des Theaters Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.

INSZENIERUNG
Alexander Charim studierte Germanistik und Geschichte in seiner Heimatstadt Wien. Als Regieassistent am Burgtheater Wien und an der Wiener Staatsoper arbeitete er unter anderem mit Luc Bondy und Peter Zadek. Von 2003 bis 2007 studierte er Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Er inszenierte unter anderem an der Staatsoper Hannover, dem Schauspielhaus Wien, der Deutschen Oper Berlin, dem Theater Basel, dem Theater St. Pölten, der Oper Frankfurt, dem Staatstheater Karlsruhe, dem Theater Aachen, dem Theater Osnabrück, den Kunstfestspielen Hannover, dem Radialsystem Berlin, dem Theater Chur, den Operadagen Rotterdam und dem Theater Trier. Zu seinen letzten Arbeiten gehörten Castor et Pollux von Rameau an der Staatsoper Hannover, Carousel von Rodgers/Hammerstein am Theater Basel, Dantons Tod von Georg Büchner am Theater Osnabrück und Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist am Hans-Otto-Theater Potsdam. Alexander Charim war Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute bei der Deutschen Bank Stiftung und wurde 2015 für seine Inszenierung von Franz Grillparzers Weh dem, der lügt! am Theater St. Pölten für den Nestroy-Preis nominiert. 2016 erhielt er den Dr.-Otto-Kasten-Preis der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins. Für seine Inszenierung von Kaurismäkis Lichter der Vorstadt am Landestheater Niederösterreich hat er den Wiener Theaterpreis Nestroy 2016 in der Kategorie Beste Bundesländer Aufführung erhalten. Am Theater Bielefeld inszenierte er bereits Massenets Oper Werther.

BÜHNE
Der Bildende Künstler und Bühnenbildner Ivan Bazak, geboren 1980 in der Ukraine, studierte an der Akademie der Bildenden Künste und Architektur in Kiew Malerei und Bühnenbild. Von 2001 bis 2006 absolvierte er ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf und war von 2005 bis 2006 Meisterschüler bei Karl Kneidl. Seine bildnerischen Werke wurden auf zahlreichen internationalen Ausstellungen und Biennalen gezeigt. Seit 2006 ist er als freier Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel, Tanz- und Musiktheater tätig. Es entstanden Arbeiten u. a. am HAU, am Theater Osnabrück, an der Staatsoper Hannover, an der Deutschen Oper Berlin, am Theater Bielefeld, am Volkstheater Wien und am Theater Basel. 2008 wurde Bazak mit dem Henkel-Kunst-Preis (Wien) ausgezeichnet. Für die Ausstattung der Produktion Johnny Breitwieser am Schauspielhaus Wien (2014) erhielt Ivan Bazak 2015 den renommierten österreichischen Nestroy-Theaterpreis.

KOSTÜME
Aurel Lenfert wurde 1971 in Recklinghausen geboren und absolvierte eine Tischlerlehre in Köln. Er studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Kneidl, dessen Meisterschüler er 2004 wurde. Erste Engagements führten ihn als Bühnenbild- und Kostümbildassistent ans Berliner Ensemble, an das Deutsche Theater Berlin, die Oper und das Schauspiel Frankfurt, die Wiener Festwochen, die Staatstheater Stuttgart, die Hamburger Kammerspiele, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Wiener Burgtheater. Er arbeitete dabei u. a. mit Peter Zadek, Peter Palitzsch, Andrea Breth, Karin Beier und Hans Neuenfels zusammen. Seit 2003 arbeitet Aurel Lenfert freischaffend als Bühnen- und Kostümbildner, u. a. an der Staatsoper u. Schauspiel Stuttgart, Burgtheater Wien, Schauspielhaus Wien, Bregenzer Festspiele, Thalia Theater Hamburg, Nationaltheater Mannheim, Staatsoper und Schauspiel Hannover, Staatsschauspiel Dresden, Centraltheater Leipzig, Theater Magdeburg, Stadttheater Klagenfurt, Landestheater Linz, Konzert Theater Bern, den Salzburger Festspielen und dem Festival Avignon. Er arbeitet unter anderem mit Bernd Liepold-Mosser, Claudia Meyer, Cornelia Rainer, Roger Vontobel und Susanne Lietzow. Mit Alexander Charim verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit.

BESETZUNG
Figaro Yoshiaki Kimura
Susanna, seine Verlobte Cornelie Isenbürger
Graf Almaviva Frank Dolphin Wong
Gräfin Almaviva Dušica Bijeli?
Cherubino, Page des Grafen Hasti Molavian / Susan Zarrabi
Marcellina Nohad Becker
Bartolo Moon Soo Park
Basilio, Musiklehrer Lorin Wey
Barbarina Veronika Lee
Don Curzio, Richter Dumitru-Bogdan Sandu
Antonio Tae-Woon Jung

—| Pressemeldung Theater Bielefeld |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Spielplan April 2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann


Spielplan April 2019


Mi 03.04.2019
20:00
Gronau, Theatersaal
Dinge, die ich sicher weiß (Premiere)
Schauspiel von Andrew Bowell


Do 04.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Addams Family
Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice


Do 04.04.2019
11:00
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Die Schöne und der Schmied
Figurentheater nach einer Novelle von Nikolai W. Gogol


Do 04.04.2019
20:00
Nienburg, Theater auf dem Hornwerk
Die unsichtbare Hand
Schauspiel von Ayad Akhtar


Fr 05.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Pantöffelchen
Oper von Piotr. I Tschaikowsky


Fr 05.04.2019
19:30
Bad Bevensen, Kurhaus
Nathan der Weise
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing Sa 06.04.2019 19:00 Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus Dinge, die ich sicher weiß (Hildesheim-Premiere) Schauspiel von Andrew Bowell


So 07.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Jasper in Deadland
Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster


So 07.04.2019
11:15
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Matinee zu Tod in Venedig (Eintritt frei)


Mo 08.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Pantöffelchen (Zum letzten Mal)
Oper von Piotr. I Tschaikowsky


Di 09.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Brücken Am Fluss (The Bridges of Madison County) (Zum letzten Mal)
Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman


Do 11.04.2019
11:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Do 11.04.2019
20:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Impro im Foyer (Eintritt frei)
spezial


Fr 12.04.2019
20:00
Burgdorf, Theater am Berliner Ring
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Fr 12.04.2019
11:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Fr 12.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Jasper in Deadland
Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster


Fr 12.04.2019
23:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Nachtbar #7Sins
Zorn


Sa 13.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Sa 13.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Mutter Courage und ihre Kinder Schauspiel von Bertolt Brecht, Musik von Paul Dessau
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


So 14.04.2019
16:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Hochzeit des Figaro
(Zum letzten Mal in dieser Spielzeit)
Deutsches Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart


So 14.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Mo 15.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Do 18.04.2019
20:30
Hildesheim, Bar Wohnzimmer
TfN im Wohnzimmer Lesung der Erzählung „Der Schatten über Innsmouth“ Sa 20.04.2019 19:00 Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus Tod in Venedig (Premiere) Oper von Benjamin Britten


Mo 22.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Addams Family
Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice


Mi 24.04.2019
20:00
Gronau, Theatersaal
Nathan der Weise
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing


Mi 24.04.2019
20:00
Hildesheim, Stadttheater – Van der Valk Hotel
Auf der Besetzungscouch (Eintritt frei)
Der TfN-Theater-Talk


Fr 26.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Tod in Venedig
Oper von Benjamin Britten


Sa 27.04.2019
14:00
Hildesheim, Stadttheater – Treffpunkt Bühneneingang
Blick hinter die Kulissen
Expertenführung Schauspieler/-in


Sa 27.04.2019
19:00
Garbsen, IGS Meyenfelder Straße
Die Brücken Am Fluss (The Bridges of Madison County) Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman


Sa 27.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
5. Kammerkonzert
Oktett op. 166 von Franz Schubert


Sa 27.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Mutter Courage und ihre Kinder
Schauspiel von Bertolt Brecht | Musik von Paul Dessau


So 28.04.2019
17:00
Hameln, Theater
Die Blume von Hawaii
Operette von Paul Abraham


So 28.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


So 28.04.2019
11:15
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Matinee zu Elternabend (Eintritt frei)


So 28.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Theater Extra zu Schahname – Das Buch der Könige (Eintritt frei)
Eine Veranstaltung der Freunde des TfN


Mo 29.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Di 30.04.2019
19:30
Gütersloh, Theater
Tod in Venedig
Oper von Benjamin Britten



AUF DER BESETZUNGSCOUCH
Der TfN-Theater-Talk
Nach den Erfolgen im Theatergarten gibt es endlich eine neue Auflage des beliebten Talk-Formats. Benjamin R. Riebsamen, Marketingleiter am TfN, lädt wieder zum Talk ein – diesmal mit Operndirektor Florian Ziemen und einem weiteren Gast aus dem Ensemble. In entspannter Bar-Atmosphäre wird über Interessantes, Ungeahntes, Überraschendes geplaudert. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in die Arbeit moderner Opern-Schaffender. Der Eintritt ist frei.
TERMIN Mi, 24.4., 20:00 Uhr, Van der Valk Hotel, Stadtschenke


PREMIEREN


DINGE, DIE ICH SICHER WEIß
Schauspiel von Andrew Bovell
„Ich dachte, sie würden so werden wie wir“, sagt Bob Prize über seine erwachsenen Kinder, „nur besser als wir. Mit besseren Jobs. Und besseren Aussichten. Dafür haben wir doch so hart gearbeitet.“ Doch alle vier Kinder gehen Lebenswege, die Bob und seine Frau Fran ganz und gar nicht nachvollziehen können. Das sicher geglaubte Familiengefüge gerät ins Wanken …
Der australische Autor Andrew Bovell schreibt poetisch und zutiefst ehrlich über die große Liebe, die diese Familie zusammenhält und sie zugleich auseinandertreibt. Inszenierung Jörg Gade Ausstattung Swana Gutke Dramaturgie Astrid Reibstein Mit Simone Mende (Fran), Gotthard Hauschild (Bob), Katharina Wilberg (Pip), Jonas Kling (Mark), Jonas Nowack (Ben), Lilli Meinhardt (Rosie)
PREMIERE Mi, 3.4., Gronau | HILDESHEIM-PREMIERE Sa, 6.4., 19:00 Uhr, Großes Haus
MATINEE So, 24.3., 11:15 Uhr, Großes Haus (Eintritt frei)
Im Anschluss an die Vorstellung am Montag, 15.4., findet das Publikumsgespräch „nachgefragt“ im F1 statt.


TOD IN VENEDIG
Oper von Benjamin Britten | Libretto von Myfanwy Piper
Nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
In einer Schaffenskrise begibt sich der Schriftsteller Gustav von Aschenbach nach Venedig, getrieben von der Sehnsucht nach etwas ganz Neuem, Fremden. Hier gibt er sich – fasziniert von der unbekümmerten Anmut des hübschen Jungen Tadzio – seinen Tagträumen am Strand hin und ignoriert alle Warnzeichen der aufkeimenden Cholera … Benjamin Britten vertonte
in seiner letzten Oper Thomas Manns berühmte Novelle nach einem Libretto von Myfanwy Piper, das die Handlung zwischen Rausch, Obsession, Verdrängung, Lebensbejahung und Todessehnsucht in magische, vielfarbige und exotische Klangbilder übersetzt. Musikalische Leitung und Chor Achim Falkenhausen Inszenierung Felix Seiler Ausstattung Hannes Neumaier Dramaturgie Susanne von Tobien Mit Hans Jürgen Schöpflin (Gustav von Aschenbach), Uwe Tobias Hieronimi (Der Reisende u.a.), Tobias Hechler (Stimme des Apollo), Julian Rohde (Hotelportier) sowie Opernchor, Jugendchor und Orchester des TfN
PREMIERE Sa, 20.4., 19:00 Uhr, Großes Haus | MATINEE So, 7.4., 11:15 Uhr, Großes Haus (Eintritt frei)


KONZERT


5. KAMMERKONZERT
Schon während Schubert an seinem monumentalen Oktett in F-Dur arbeitete, wusste er, dass er mit diesem Werk die Grenzen der Kammermusik sprengen würde. Er wollte sich endlich „den Weg zur großen Sinfonie bahnen“ und das Oktett ist als eine Art Vorstudie für diesen Weg zu verstehen. Zum Vorbild nahm er sich Beethovens bahnbrechendes Septett in Es-Dur, erweiterte es um eine 2. Violine für größere Klangfülle und einen stärker ausgeprägten sinfonischen Charakter. Diesen unterstrich er noch durch die bedeutenden langsamen Einleitungen, die er dem ersten und letzten Satz
vorausschicke, sozusagen eine Sinfonie für acht Stimmen.
TERMIN Sa, 27.4., 15:00 Uhr, F1
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


REPERTOIRE


DIE ADDAMS FAMILY Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice
Die exzentrischen Addams leben in einer Villa im New Yorker Central Park – und dort spukt es ganz gewaltig. Das eigentliche Problem ist jedoch: Tochter Wednesday will den Sohn einer durchschnittlichen Familie heiraten. Bei einem gemeinsamen Dinner nehmen die Dinge ihren chaotisch-gruseligen Verlauf. Inszenierung April Hailer Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Esther Bätschmann Choreografie Annika Dickel Mit Alexander Prosek (Gomez Addams), Marysol Ximénez-Carrillo (Morticia Addams), Sandra Pangl (Wednesday Addams), Johannes Osenberg (Pugsley Addams), Jens Krause (Onkel Fester), Lisa Maria Hörl (Grandma), Michael Günther (Lurch), Gerald Michel (Mal Beineke), Elisabeth Köstner (Alice Beineke), Nicolo Soller (Lucas Beineke/ Das eiskalte Händchen), Mitglieder des TfN-Jugendchores und des TfN-MusicalClubs (Ahnen der Addams) Dauer ca. 2 Stunden 50 Minuten, inklusive einer Pause


DIE BRÜCKEN AM FLUSS (THE BRIDGES OF MADISON COUNTY)
Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman
Francesca lebt zufrieden mit ihrem Mann und zwei Kindern auf einer Farm, irgendwo im Mittleren Westen der USA. Eines Tages begegnet sie zufällig Robert, der als Fotograf für eine Reportage in dieser Gegend unterwegs ist. Wird Francesca für diese Liebe ihre Familie verlassen? Der Film mit Meryl Streep und Clint Eastwood wurde 1995 weltberühmt. Inszenierung und Choreografie Craig Simmons Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Esther Bätschmann Mit Marysol Ximénez-Carrillo (Francesca), Alexander Prosek (Richard „Bud“), Gerald Michel (Robert Kincaid), Elisabeth Köstner (Marian u.a.), Johannes Osenberg (Michael), Sandra Pangl (Carolyn), Katharina Schutza (Marge), Jens Krause (Charlie), Lisa Maria Hörl (Country Sängerin/ Kellnerin u.a.), Jürgen Brehm (Junger Bud/ Sprecher) und Live-Band Dauer ca. 2 Stunden 40 Minuten, inklusive einer Pause


DIE HOCHZEIT DES FIGARO Deutsches Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart Libretto von Lorenzo Da Ponte | Übersetzung von Christian August Vulpius und Adolph Knigge
Wie kaum eine andere Oper spielt DIE HOCHZEIT DES FIGARO mühelos auf der Klaviatur der Gefühle, zwischen Liebe und Leidenschaft, Intrige und Happy End. Auch mehr als 200 Jahre nach der Uraufführung 1786 hat Mozarts Musik nichts von ihrer Faszination verloren. Die Neuinszenierung in deutscher Sprache präsentiert sich als Singspielfassung mit gesprochenen Dialogen anstatt gesungener Rezitative. Musikalische Leitung Florian Ziemen Inszenierung Wolfgang Nägele Ausstattung Hannah König Chor Achim Falkenhausen Mit Martin Berner (Graf Almaviva), Antonia Radneva (Gräfin Almaviva), Meike Hartmann (Susanne), Peter Kubik/ Levente György (Figaro), Neele Kramer (Cherubin), Isabell Bringmann (Marzelline), Uwe Tobias Hieronimi (Bartolo/ Antonio), Julian Rohde (Basilio/ Gänsekopf), Vanessa Peschel/ Franziska Schonebeck/ Kathelijne Wagner (Bärbchen), Steffi Fischer, Anne Lütje (Blumenmädchen), Opernchor des TfN, Orchester des TfN Dauer ca. 3 Stunden 15 Minuten, inklusive einer Pause


DIE PANTÖFFELCHEN
Komisch-fantastische Oper von Pjotr I. Tschaikowsky | Libretto von Jakow Polonski
Nach „Die Nacht vor Weihnachten“ von Nikolai Gogol | In deutscher Übersetzung
Es geht zu wie im Märchen: Der Schmied Wakula muss seiner Oxana die Pantöffelchen der Zarin besorgen, um ihre Liebe zu gewinnen. Auf einer abenteuerlichen Reise gelingt es ihm nicht nur, geschickt den Teufel auszutricksen, er schafft auch das scheinbar Unmögliche und kann am Ende mit den ersehnten Schuhen im Gepäck zu seiner Liebsten zurückkehren.
Musikalische Leitung Florian Ziemen Inszenierung Anna Katharina Bernreitner Ausstattung Hannah Oellinger, Manfred Rainer Chöre Achim Falkenhausen Mit Neele Kramer (Solocha), Wolfgang Schwaninger/ Beau Gibson (Wakula), Peter Kubik (Der Teufel/ Stimme des Waldteufel), Uwe Tobias Hieronimi (Tschub / Ein alter Saporoger), Antonia Radneva/ Katja Bördner (Oxana), Levente György (Pan Golowa/ Durchlaucht), Julian Rohde (Panass/ Schulmeister), Jesper Mikkelsen (Der Zeremonienmeister), Opernchor, Jugend- und Extrachor des TfN, Orchester des TfN Dauer ca. 3 Stunden, inkl. einer Pause


JASPER IN DEADLAND Europäische Erstaufführung | Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster
Jasper liebt Agnes. Nach ihrer Liebesnacht erscheint Agnes nicht zum Treffen an den Klippen. Jasper ist sicher: Agnes ist ins Meer gesprungen. Unterstützt von Rockmusik kämpft Jasper in der Unterwelt gegen gefährliche Dämonen, um Agnes zurück ins Leben zu holen. Doch ihm bleibt nur wenig Zeit … Inszenierung und Choreografie Bart de Clercq Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Hannes Neumaier Mit Nicolo Soller (Jasper), Elisabeth Köstner (Agnes/ Gretchen u. a.), Alexander Prosek (Lethe u. a.), Sandra Pangl (Beatrix Pontinari/ Blind Justice u. a.), Marysol Ximénez-Carillo (Persephone/ Blind Justice u. a.), Lisa Maria Hörl (Eurydike/ Blind Justice u. a.), Amanda Whitford (Ammut u. a.), Gerald Michel (Hathaway/ Pluto u. a.), Johannes Osenberg (Little Lu u. a.), Jens Krause (Virgil/ Dante u. a.) Dauer ca. 2 Stunden 20 Minuten, inklusive einer Pause
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER Schauspiel von Bertolt Brecht | Musik von Paul Dessau
Krieg ist ihr Geschäft! Mit ihren drei Kindern zieht Anna Fierling, wegen ihres Mutes auch Mutter Courage genannt, den kämpfenden Truppen im Dreißigjährigen Krieg hinterher. Sie will Geschäfte machen, sie will am Krieg gewinnen. Doch am Ende hat sie fast alles verloren, auch ihre Kinder, und zieht allein mit ihrem Marketenderwagen weiter. Für sie zählt nur eins: „Ich muss wieder in den Handel kommen.“ Brechts Klassiker, uraufgeführt 1941, ist heute aktueller denn je. Er zeigt den Krieg als Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln. Und zeigt zugleich: Im Krieg gibt es nur Verlierer.
Inszenierung Lydia Bunk Ausstattung Julia Hattstein Musikalische Leitung Szilvia Csaranko Mit Simone Mende (Mutter Courage), Lilli Meinhardt (Kattrin), Dennis Habermehl (Eilif/ Obrist/ Fähnrich), Tonio Schneider (Schweizerkas/ verletzter Bauer/ singender Soldat/ Bauerssohn), Martin Schwartengräber (Koch), Moritz Nikolaus Koch (Feldprediger), Michaela Allendorf (Yvette Pottier/ verletzte Bauersfrau/ singende Stimme/ Bäuerin), Jonas Kling (Feldwebel/ Feldhauptmann/ Schreiber/ versch. Soldaten), Stephan Sitaras (Werber/ Zeugmeister/ Der mit der Binde/ 2. Soldat/ Bauer), Szilvia Csaranko (Der Tod)


JUNGES THEATER


DIE SCHÖNE UND DER SCHMIED Märchen nach Motiven einer Novelle von Nikolai W. Gogol
Gastspiel Marc Schnittger Figuren Theater, ab 5 Jahren
Die Schöne und der Schmied ist ein romantisch-fantastisches Puppenspiel voller Humor, Liebe, Licht und Kohlenstaub. Marc Schnittger spielt mit Hand- und Stockpuppen auf mehreren Ebenen hinter drei Paravents. Inszenierung Marc Lowitz Text, Spiel, Bühne, Puppen Marc Schnittger Bühnenbau Arne Bustorff Musik Anna Hüdepohl Kostüm Claudia Bornscheuer Dauer ca. 50 Minuten, keine Pause
HERR GLÜCK UND FRAU UNGLÜCK Ein Theaterstück nach dem Bilderbuch von Antonie Schneider und
Susanne Straßer | Uraufführung Koproduktion des TfN mit dem Theater Karo Acht, ab 4 Jahren
Ein Stück über das Glück – und darüber, wo es zu Hause ist. Mit Musik, Tanz, Schauspiel und Malerei zaubert das Theater Karo Acht die wunderbare Geschichte dieser ungleichen Nachbarn auf die Bühne. Inszenierung Carmen Grünwald-Waack Bühne Fabian Wessel Kostüme Ulrike Schörghofer Live-Painting und Live-Musik Sönke Franz Mit Julia Solórzano, Sönke Franz, Kian Pourian Dauer ca. 45 Minuten, keine Pause


EXTRA


IMPRO IM FOYER spezial
Zu IMPRO IM FOYER spezial kommen die Gäste von fern und nah – dieses Mal wieder aus Hannover. Christine Nitschke und Sebastian Barnstorf begrüßen Sonja Thöneböhn und Marc Beinsen vom Ensemble „Die Improkokken“.
Die beiden Schauspieler haben sich bereits Ende der 1990er Jahre mit dem Virus des Improvisationstheaters infiziert!
TERMIN Do, 11.4., 20:00 Uhr, F1 (Eintritt frei)


NACHTBAR #7SINS Zorn
Du spürst dieses Brodeln, tief in dir. Du willst schreien, willst treten, willst dich auf den Boden werfen und heulen. Du bist so wütend, so zornig, du willst ausrasten. Doch du kannst nicht. Warum eigentlich?
TERMIN Fr, 12.4., 23:00 Uhr, F1 (Eingang Teichstraße)
TfN IM WOHNZIMMER Der Schatten über Innsmouth
Grusellesung mit Musik und handgemachten Geräuschen nach der Erzählung von H. P. Lovecraft. „Sie könnten auch den alten Bus nehmen, vermute ich, aber die Leute hier machen das eigentlich nich‘. Er fährt über Innsmouth. Nachts würde ich an Ihrer Stelle dort nicht bleiben.“ Mit Jonas Kling u. a.
TERMIN Do, 18.4., 20:30 Uhr, Bar Wohnzimmer (Kaiserstraße 41)


TheaterExtra zu SCHÃHNÃME – DAS BUCH DER KÖNIGE Eine Veranstaltung der Freunde des TfN
„Wir müssen unsere Träume austauschen“ – Wir fragen einmal andersherum: Was bringen Menschen, die in unser Land flüchten, aus ihrer Kultur mit? Geschichten wie das Heldenepos Schãhnãme des persischen Dichters Ferdosi. Was empfangen sie, wenn sie zu uns kommen? Schãhnãme gehört zur Weltliteratur und erzählt von den Grunderfahrungen jeder Gesellschaft: Flucht – Heimat – Sehnsucht nach Frieden. Diskussion über Integration unter dem Vorzeichen interkulturellen Austausches. Mit Dr. Eike Wittrock (Universität Hildesheim), Flüchtlingsrat Niedersachsen,
Naja Marie Domsel und Karla Hennersdorf (Schauspielerinnen), Dr. Doris Wendt, Reiner Müller
TERMIN So, 28.4., 15:00 Uhr, F1 (Eintritt frei)


—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

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