Düsseldorf, Robert Schumann Saal, Dezember 2017

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Robert Schumann Saal   

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

 


Robert Schumann Saal / Lars Vogt und Christian Tetzlaff © Giorgia Bertazzi Favorit

Robert Schumann Saal / Lars Vogt und Christian Tetzlaff © Giorgia Bertazzi Favorit

Star-Duo Christian Tetzlaff und Lars Vogt mit Brahms-Sonaten im Robert-
Schumann-Saal
So, 03.12.2017, 17 Uhr

Konzertreihe erstKlassik!

CHRISTIAN TETZLAFF Violine | LARS VOGT Klavier

Christian Tetzlaff ist seit Jahren einer der gefragtesten Geiger und spannendsten Musiker der Klassikwelt. Mit Lars Vogt, einem der führenden Pianisten seiner Generation, spielte er 2016 das heutige Konzertprogramm in eine von der Fachpresse umjubelte CD ein. Christof Jetzschke (Klassik Heute) etwa urteilte: „Was Christian Tetzlaff und Lars Vogt präsentieren, ist nicht weniger als eine glückliche Synthese aus leuchtkräftiger Klangfülle, Innerlichkeit, emotionaler Dringlichkeit und rhetorischem Feinschliff.“
Johannes Brahms
Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 G-Dur op. 78 „Regenliedsonate“
Sonate für Klavier und Violine Nr. 2 A-Dur op. 100
Sonate für Klavier und Violine Nr. 3 d-Moll op. 108
Dauer: ca. 1 Stunde, 40 Minuten inklusive Pause

Karten: 28/24/19/12 € (Schüler/Studenten 10 €) zzgl. Servicegebühren, erhältlich
an vielen Vvk-Stellen, unter T 0211-274000, im Museum Kunstpalast, über
www.robert-schumann-saal.de oder an der Abendkasse.
Wahlabo: Bis zu 20 % Rabatt, Details unter www.robert-schumann-saal.de.
Veranstalter: Stiftung Museum Kunstpalast, Robert-Schumann-Saal

Christian Tetzlaff, Violine
Christian Tetzlaff ist seit Jahren einer der gefragtesten Geiger und spannendsten Musiker der Klassikwelt. „The greatest performance of the work I’ve ever heard“, schrieb Tim Ashley im Guardian über seine Interpretation des Beethoven-Violinkonzerts mit Daniel Harding. Und Hans-Klaus Jungheinrich sprach in derFrankfurter Rundschau geradezu von einer „Neugewinnung“ dieses vielgespielten Werks.

Konzerte mit Christian Tetzlaff werden oft zu einer existenziellen Erfahrung für Interpret und Publikum gleichermaßen, altvertraute Stücke erscheinen plötzlich in völlig neuem Licht. Daneben lenkt er den Blick immer wieder auf vergessene Meisterwerke wie das Violinkonzert von Joseph Joachim, für das er sich erfolgreich stark gemacht hat, und versucht, wirklich gehaltvolle neue Werke wie das von ihm uraufgeführte Violinkonzert von Jörg Widmann im Repertoire zu etablieren. Er pflegt ein ungewöhnlich breites Repertoire und gibt rund 100 Konzerte pro Jahr. Christian Tetzlaff war „Artist in Residence“ bei den Berliner Philharmonikern, hat eine mehrereSpielzeiten umfassende Konzertserie mit dem Orchester der New Yorker Met unter James Levine bestritten und gastiert regelmäßig u.a. bei den Wiener und den New Yorker Philharmonikern, dem Concertgebouworkest und den großen Londoner Orchestern. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Andris Nelsons, Robin Ticciati und Vladimir Jurowski zusammen.

Was den 1966 in Hamburg geborenen und inzwischen mit seiner Familie in Berlin lebenden Musiker so einzigartig macht, sind – neben seinem großen geigerischen Können – vor allem drei Dinge: Er nimmt den Notentext wörtlich, er versteht Musik als Sprache, und er liest die großen Werke als Erzählungen, die existenzielle Einsichten spiegeln. Was so selbstverständlich klingt, ist im Konzertalltag ein ganz ungewöhnlicher Ansatz.

Wenn Christian Tetzlaff den Notentext so tief wie möglich zu erfüllen versucht – ohne Rücksicht auf die „Aufführungstradition“ und ohne sich die oft üblichen geigentechnischen Erleichterungen zu gönnen –, dann zeigen sich die altbekannten großen Werke oft in neuer Klarheit und Schärfe. Als Geiger versucht Tetzlaff hinter dem Werk zu verschwinden – und das macht seine Interpretationen paradoxerweise sehr individuell.

Zum zweiten „spricht“ Christian Tetzlaff mit seiner Geige, sein Spiel umfasst, wie die menschliche Sprache, eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten und ist nicht allein auf Wohlklang und virtuosen Glanz ausgerichtet. Vor allem aber versteht er die Meisterwerke der Musikgeschichte als Geschichten, die von zentralen Erfahrungen handeln. In ihrer Musik haben die großen Komponisten intensivste Gefühle, höchstes Glück und tiefte Krisen, verarbeitet, und so begibt sich auch Christian Tetzlaff als Musiker in die Grenzbereiche der Gefühle – und der musikalischen Gestaltung. In vielen Stücken geht es um nichts Geringeres als um Leben und Tod. Das dem Publikum zu vermitteln, ist Christian Tetzlaffs Ziel. Voraussetzung für diesen Ansatz sind Mut zum Risiko und spieltechnische Souveränität, Offenheit und eine große Wachheit fürs Leben. Bezeichnenderweise hat Christian Tetzlaff viele Jahre in Jugendorchestern gespielt, in Uwe-Martin Haiberg hatte er an der Musikhochschule Lübeck einen Lehrer, für den die musikalische Interpretation der Schlüssel zur Geigentechnik war – nicht umgekehrt. Bereits 1994 gründete Christian Tetzlaff sein eigenes Streichquartett, und bis heute liegt ihm die Kammermusik ebenso am Herzen wie seine Arbeit als Solist mit und ohne Orchester.

Lars Vogt, Klavier
Lars Vogt hat sich als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. 1970 in
Düren geboren, zog er erstmals große Aufmerksamkeit auf sich, als er 1990 den zweiten Preis beim internationalen Klavierwettbewerb in Leeds gewann. In den letzten 25 Jahren hat Lars Vogt eine weltweite Karriere als Pianist erreicht. Zunehmend begann er vor einigen Jahren sich neben seiner Solistentätigkeit dem Dirigieren zu widmen. Seit der Saison 2015/16 ist er der Künstlerische Leiter der Royal Northern Sinfonia in Newcastle England. In seiner Pianistenlaufbahn gastierte Lars Vogt u.a. beim Royal Concertgebouw Orchester, den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonic wie dem London Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic, dem NHK Symphony Orchestra sowie beim Orchestre de Paris. Eine besonders enge Verbindung besteht zu den Berliner Philharmonikern, wo er in der Saison 2003/04 der erste „Pianist in Residenz“ war. Lars Vogt arbeitete mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mariss Jansons, Claudio Abbado und Andris Nelsons.

Höhepunkte der Saison 2016/17 sind eine erste Asientournee mit der Royal Northern Sinfonia; als Solist gastiert Lars Vogt u.a. beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Tonkünstlerorchester, der NDR Radiophilharmonie Hannover, dem Sinfonieorchester Basel, beim Santa Cecilia sowie dem Philharmonia Orchestra. Die enge Zusammenarbeit mit Christian Tetzlaff findet in dieser Saison ihren Niederschlag in einer ausgedehnten USA Tournee, im Trio mit Tanja und Christian Tetzlaff sind Konzerte in Europa geplant. Außerdem gibt er zusammen mit Ian Bostridge Liederabende in Hamburg, London, Wien sowie bei der Schubertiade.

Lars Vogt erfreut sich eines internationalen Renommées als Solist und Kammermusikpartner.1998 gründete er sein Festival „Spannungen“ in Heimbach/Eifel. Dieses Festival hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Ort anspruchsvoller Kammermusikkonzerte entwickelt. Partner wie Christian und Tanja Tetzlaff, Gustav Rivinius sowie Antje Weithaas wirken regelmäßig mit. Die Festivalkonzerte sind bei EMI und CAvi als Livemitschnitte erschienen. Neben den genannten Partnern verbindet Lars Vogt eine langjährige Zusammenarbeit mit Klaus Maria Brandauer und Konrad Beikircher. Für EMI Classics hat Lars Vogt fünfzehn CDs eingespielt, u.a. mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado; außerdem Konzerte von Beethoven, Schumann und Grieg mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle. Neuere Aufnahmen umfassen eine Einspielung mit Solowerken von Schubert, Mozart Konzerten mit dem Mozarteum Orchester Salzburg sowie mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt unter Paavo Järvi. Eine Solo CD mit Werken von Liszt und Schumann erschien bei Berlin Classics, des Weiteren bei Ondine Duo CDs mit Christian Tetzlaff mit Werken von Mozart und Schumann, Bachs Goldberg Variationen sowie zuletzt eine Aufnahme mit Werken von Schubert. Lars Vogt ist Initiator des Schulprojektes „Rhapsody in School“, das zu einem sehr angesehenen Bildungsprojekt in ganz Deutschland geworden ist. 2012 präsentierte sich „Rhapsody in School“ erstmals mit zwei Konzerten im Konzerthaus Berlin. Seit 2012 bekleidet Lars Vogt eine Professur für Klavier an der HMTM Hannover.


Robert Schumann Saal / Viktoria Tolstoy, studio Berlin for Act © Gregor Hohenberg

Robert Schumann Saal / Viktoria Tolstoy, studio Berlin for Act © Gregor Hohenberg

Skandinavischer Jazz mit Viktoria Tolstoy, Håkan Broström und der WDR
Big Band
Mi, 6.12.2017, 20 Uhr

VIKTORIA TOLSTOY voc | HÅKAN BROSTRÖM ld, arr, sax | WDR BIG BAND
Scan Jazz

Der schwedische Musiker Håkan Broström arbeitet schon seit den späten 1990er-Jahren mit der Sängerin Viktoria Tolstoy zusammen. Dabei ist im Laufe der Jahre ein gemeinsames und ganz persönliches „Songbook“ entstanden. Es enthält einen Querschnitt durch die populäre Musik des 20. Jahrhunderts, angefangen bei Standards
von Duke Ellington und George Gershwin bis hin zu Songs von Paul McCartney und Stevie Wonder. Den zweiten Konzertteil bilden Auftragsarrangements, die Håkan Broström der WDR Big Band und der Gastvokalistin maßangefertigt hat: Es geht um Jazz-Adaptionen schwedischer Volkslieder. Mit diesem Programm präsentiert sich die ausdrucksstarke und wandlungsfähige Sängerin aus Schweden zum ersten Mal mit der WDR Big Band.
Dauer: ca. 1 Stunde, 50 Minuten

Karten: 29 € (Schüler/Studenten 10 €) zzgl. Servicegebühren, freie Platzwahl,
erhältlich an vielen Vvk-Stellen, unter T 0211-274000, im Museum
Kunstpalast, über www.robert-schumann-saal.de oder an der Abendkasse.
Wahlabo: Bis zu 20 % Rabatt, Details unter www.robert-schumann-saal.de.


Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ interpretiert
von Pianist Nikolai Tokarev mit Bildern von Kandinsky
So, 10.12.2017, 17 Uhr

Konzertreihe erstKlassik!
NIKOLAI TOKAREV Klavier

Russische Seele

Robert Schumann Saal / Nikolai Tokarev © Arthur Geokhlanyan

Robert Schumann Saal / Nikolai Tokarev © Arthur Geokhlanyan

Der 1983 geborene Weltklasse-Pianist Nikolai Tokarev entstammt einer bekannten Musikerfamilie aus Moskau und trat bereits mit 6 Jahren, als Wunderkind gefeiert, als Solist mit Orchester öffentlich auf. Inzwischen zählt der mit Preisen überhäufte Tastenkünstler zu den herausragenden Musikern seiner Generation. Die Größe und Weite Russlands präge „die Seele, diese große Seele, die wir haben“, sagte er einmal in einem Interview. Auch wenn das Fundament aller russischen Pianisten eigentlich sehr deutsch sei und ohne Bach und Beethoven nichts gehe, sei er am Klavier auf der Suche nach genau so einem Klang – „groß und weit soll er sein.“ Modest Mussorgsky / Wassily Kandinsky Bilder einer Ausstellung – eine abstrakte Bühnenkomposition von Wassily Kandinsky nach der Musik von Modest Mussorgsky, multimedial mit Bildprojektionen in Szene gesetzt und live am Klavier interpretiert

Peter Iljitsch Tschaikowsky
Die Jahreszeiten, op. 37a
Dauer: ca. 1 Stunde, 45 Minuten, ohne Pause

Karten: 25/21/17/10 € (Schüler/Studenten 10 €) zzgl. Servicegebühren, erhältlich
an vielen Vvk-Stellen, unter T 0211-274000, im Museum Kunstpalast, über
www.robert-schumann-saal.de oder an der Abendkasse.
Wahlabo: Bis zu 20 % Rabatt, Details unter www.robert-schumann-saal.de.


„Eine Weihnachtsgeschichte“ nach Charles Dickens als musikalischszenische
Adventslesung mit „Tatort“-Kommissaren Nemec und Wachtveitl
So, 17.12.2017, Doppelvorstellung 17 und 20 Uhr

Konzertreihe Zweiklang! Wort und Musik
Miroslav Nemec Rezitation / Udo Wachtveitl Rezitation
Streichquintett des Radio-Sinfonieorchesters des SWR
„Eine Weihnachtsgeschichte“ nach Charles Dickens

Die beiden Münchner „Tatort“-Kommissare Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl stehen in der Bearbeitung des Charles-Dickens-Klassikers „Eine Weihnachtsgeschichte“ erstmals in einer aufwendigen Inszenierung mit Ton- und Lichteffekten gemeinsam auf einer Bühne.

Robert Schumann Saal / Udo Wachtveitl u Miroslav Nemec © Stefan Nimmesgern

Robert Schumann Saal / Udo Wachtveitl u Miroslav Nemec © Stefan Nimmesgern

Sie ist – neben der Geburt Jesu – das vermutlich meisterzählte Literatursujet der Adventszeit: Charles Dickens‘ „Weihnachtsgeschichte“, die sozialkritische Erzählung über den alten Geizhals Ebenezer Scrooge, der am Vorabend des Weihnachtsfests von vier Geistern heimgesucht wird und daraufhin seine Menschlichkeit wiederentdeckt. Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl holen diesen Klassiker der Weihnachtsliteratur mit
einer szenischen Lesung auf die Bühne. Für diese Adventslesung hat der renommierte
Komponist Libor Šima eigens eine „Weihnachtsgeschichten“-Suite für ein Streichquintett komponiert, die unmittelbar mit der Rezitation des Schauspielerpaares korrespondiert. Zeitlos und gerade auch heute aktuell erscheint die 1843 veröffentlichte Novelle, die den Wert der Nächstenliebe und eines empathischen Umgangs miteinander betont. Und in der Interpretation von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl ist die Erzählung, trotz des moralischen Grundtons, überaus lebendig und unterhaltsam, humorvoll und menschlich. Beiden gelingt es im Zusammenspiel mit der Bühnenmusik den typischen, skurrilen britischen Humor auf anrührende Weise herauszuarbeiten.

Ein Adventsabend, der die Zuschauer auf das nahende Weihnachtsfest einstimmt.
Dauer: ca. 2 Stunden inklusive Pause

Karten: 33/28/22/13 € (Schüler/Studenten 20/15/12/10 €) zzgl. Servicegebühren,
erhältlich an vielen Vvk-Stellen, unter T 0211-274000, im Museum
Kunstpalast, über www.robert-schumann-saal.de oder an der Abendkasse.
Wahlabo: Bis zu 20 % Rabatt, Details unter www.robert-schumann-saal.de


Robert Schumann Saal / Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Robert Schumann Saal / Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Sie lieben Brahms
Am 2. Weihnachtstag zu Gast im Robert-Schumann-Saal: Schumann Quartett
mit Streicherkollegen
Di, 26.12.2017 (2. Weihnachtstag), 17 Uhr

Konzertreihe erstKlassik!
SCHUMANN QUARTETT | ALEXANDER ZEMTSOV Viola | MAXIMILIAN HORNUNG
Violoncello

Die beiden Streichsextette im Zentrum des Programms waren die ersten Kammermusikwerke für Streicher, die Johannes Brahms veröffentlichte, und verhalfen ihm trotz aller Skepsis seiner Verleger wegen der damals ungewöhnlichen Besetzung ebenso zum Durchbruch wie das „Deutsche Requiem“ und die „Ungarischen Tänze“. Verstärkung erhält das in der Reihe „erstKlassik!“ seit langem fest etablierte und inzwischen auch international hochgeschätzte Schumann Quartett mit dem Bratschisten Alexander Zemtsov und Maximilian Hornung, der von DIE ZEIT als Cellist „von einem anderen Stern“ bezeichnet wurde.

Arvo Pärt Fratres für Streichquartett
Johannes Brahms Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18 und Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36
Schumann Quartett: Erik Schumann Violine | Ken Schumann Violine
Mark Schumann Violoncello | Liisa Randalu Viola
Dauer: ca. 1 Stunde, 50 Minuten inklusive Pause

Karten: 30/26/21/12 € (Schüler/Studenten 10 €) zzgl. Servicegebühren , erhältlich
an vielen Vvk-Stellen, unter T 0211-274000, im Museum Kunstpalast, über
www.robert-schumann-saal.de oder an der Abendkasse.
Wahlabo: Bis zu 20 % Rabatt, Details unter www.robert-schumann-saal.de.


Veranstalter: Stiftung Museum Kunstpalast, Robert-Schumann-Saal

—| Pressemeldung Robert Schumann Saal Düsseldorf |—

Pforzheim, Theater Pforzheim, Premiere des Balletts Goldberg-Variationen, 05.11.2016

Oktober 28, 2016 by  
Filed under Ballett, Premieren, Pressemeldung, Theater Pforzheim

Theater Pforzheim

Stadttheater Pforzheim © Stadttheater Pforzheim

Stadttheater Pforzheim © Stadttheater Pforzheim

Ein poetischer Bilderbogen zum Thema „Schnee“
Ballett   Goldberg-Variationen

Premiere am Samstag, 5. November um 20 Uhr im Podium, Weitere Vorstellungen am Freitag, 11. und Sonntag, 13. November, jeweils 20 Uhr , Nachklang/Publikumsgespräch am Fr, 11. November nach der Aufführung mit Ballettdirektor Guido Markowitz, Chefdramaturg Peter Oppermann und Ensemble

Theater Pforzheim / Goldbergvariationen © Theater Pforzheim

Theater Pforzheim / Goldbergvariationen © Theater Pforzheim

Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen gelten als ein solitärer Höhepunkt barocker Kompositionskunst. Aus einem einzigen Thema entspinnen sich 32 Variationen, die alle den strengen Gesetzen der Harmonielehre und des barocken Kontrapunktes unterworfen sind und dennoch überraschend leichtfüßig und fast schon improvisiert klingen. Das Ballett Goldberg-Variationen feiert seine Premiere am Samstag, 5. November um 20 Uhr im Podium.

Die vielen musikalischen Prozesse dieses Kunstwerkes verwandelt Guido Markowitz in seinem Ballettabend  – rechtzeitig zur kalten Jahreszeit – in einen poetischen Bilderbogen zum Thema Schnee. Zuerst weiß, leicht und wenn er vom Himmel fällt, verdichtet er sich bald. Man kann sich im „Schnee” beim Schneemannbauen spielerisch verlieren oder – wenn er zu Eis erstarrt – in ihm erfrieren. Bleibt er länger liegen, wird er matschig-grau und schillert doch in den Farben des Regenbogens, bevor er schmilzt. Gleich den musikalischen Prozessen in Bachs Komposition wechselt der Schnee zwar seine Gestalt, ohne dabei sein Wesen zu verändern. Die Zuschauer erwartet eine spannende tänzerische Deutung dieses barocken Klangkunstwerkes. Nach dem Schauspiel „Das goldene Vlies“ sind die „Goldberg-Variationen“ die zweite Produktion des Theaters anlässlich des in 2017 bevorstehenden „Jubiläumsfestivals Goldstadt 250“ in Pforzheim.

Mit Johannes Blattner, Alba Valenciano López, Sara Escribano Maenza, Stefaan Morrow, Edoardo Novelli, Eleonora Pennacchini, Ana Rita dos Santos Brito da Torre, Adrien Ursulet, Daan Visser und Evi van Wieren,  Choreografie     Guido Markowitz
Choreografische Assistenz   Edoardo Novelli, Ausstattung  Dirk Steffen Göpfert

Premiere am Samstag, 5. November um 20 Uhr im Podium, Weitere Vorstellungen am Freitag, 11. und Sonntag, 13. November, jeweils 20 Uhr , Nachklang/Publikumsgespräch am Fr, 11. November nach der Aufführung mit Ballettdirektor Guido Markowitz, Chefdramaturg Peter Oppermann und Ensemble.

—| Pressemeldung Theater Pforzheim |—

 

Bonn, Theater Bonn, MAI-TANZTAGE BONN, 09. bis 31.05.2012

Mai 8, 2012 by  
Filed under Pressemeldung, Theater Bonn

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Theater Bonn

MAI-TANZTAGE BONN

Vom 9. bis 31. Mai 2012

Geballter Tanz im Mai. 1 x Frankreich, 1x New York und 2 x Kanada stellen sich in Bonn vor. Vier in aller Welt gefeierte Compagnien mit je zwei Aufführungen lassen den Frühling im Opernhaus Bonn zu einem Genuss für Auge und Ohr werden.

Da das Beethoven Orchester Bonn die 1. und 5. Sinfonie Beethovens sowie Mahlers 1. Sinfonie auf CD einspielt, steht es für Opernaufführungen im Mai nur begrenzt zur Verfügung. THEATER BONN bietet daher ein umfangreiches Tanzprogramm an.

Die MAI-TANZTAGE werden am 9. und 10. Mai mit dem Debüt der COMPAGNIE DCA – PHILIPPE DECOUFLÉ eröffnet. Phillippe Decouflé –  in Deutschland zu Unrecht fast unbekannt –  wird als französische Antwort auf Pina Bausch in aller Welt gefeiert. Auf dem Programm steht sein neustes Werk OCTOPUS, das einer betörenden Entdeckungsreise durch Farb- und Formkontraste gleicht und extreme Gefühle von großer Intensität und Sinnlichkeit zeigt. Die Live-Musik stammt von Sänger, Komponist und Multi-Instrumentalist Labyala Nosfell, in der Szene ein absoluter Geheimtipp, der gemeinsam mit dem Cellisten Pierre Le Bourgeois auftritt.

Es folgt am 17. und 18. Mai die COMPAGNIE MARIE CHOUINARD aus Montréal mit bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS. Das Werk in zwei Akten wurde 2005 für das Internationale Tanzfestival der Biennale Venedig von Marie Chouinard kreiert. In diesem Stück drücken die Tänzer – ausgestattet mit Krücken, Prothesen und horizontalen Stangen – das Thema der Freiheit in verschiedenen Variationen aus. Es erklingt eine Bearbeitung Bachs Goldberg-Variationen Nr. 5, 6 und 8 von Louis Dufort, die mit Wortzuspielungen des Pianisten Glenn Gould ergänzt werden.

Die dritte Compagnie im Bunde ist AILEY II aus New York, welche am 22. und 23. Mai erstmals auf der Bühne des Bonner Opernhauses zu bewundern ist. Unter der künstlerischen Leitung der früheren Ailey-Tänzerin Sylvia Waters entwickelte sich Ailey II seit 1974 zu einer der populärsten professionellen Compagnien der USA. AILEY I tourte im Sommer 2011 unter enormem Medieninteresse durch Europa. THE HUNT, eine Choreographie dessen künstlerischen Leiters Robert Battles, stand auf dem Programm und bildet auch einen Programmteil von AILEY II. Bei keiner Aufführung einer Alwin Ailey Compagnie darf das afrikanisch-amerikanische Tanz-Spiritual REVELATIONS – ein Meisterwerk des amerikanischen Tanzpioniers – fehlen.

Und last but not least begrüßen wir im Bonner Opernhaus erneut die größte Compagnie Kanadas LES GRANDS BALLETS CANADIENS DE MONTRÉAL am 30. und 31. Mai mit über 40 Tänzern. Sie tanzen das Handlungsballett LEONCE UND LENA von Christian Spuck, welches im Jahr 2008 in Essen uraufgeführt und in Stuttgart begeistert gefeiert wurde. Die Choreographie von Christian Spuck wurde dafür für den Theaterpreis DER FAUST nominiert. Spuck verwandelt Georg Büchners romantische Komödie in ein tempo- und einfallsreiches Lustspiel, das äußerst unterhaltsam, aber niemals seicht ist.

Die Botschaft Kanadas und die Regierung Québecs unterstützen den Auftritt der beiden Compagnien Kanadas bei den Mai-Tanztagen.

Ruth Tauchert zeichnet während der Maitanztage live aus der Intendantenloge

Die Künstlerin Ruth Tauchert zeichnet bei den Mai-Tanztagen während der Vorstellungen die Tänzerinnen und Tänzer der internationalen Compagnien. Aus der Intendantenloge des Bonner Opernhauses wird die aus Köln stammende Künstlerin die Choreographien mitverfolgen und live zeichnen. Die so entstandenen Bilder werden nach den Vorstellungen im Foyer des Opernhauses ausgestellt und zum Verkauf angeboten.

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MAI-TANZTAGE 2012

HIGHLIGHTS DES INTERNATIONALEN TANZES   am THEATER BONN

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COMPAGNIE DCA – PHILIPPE DECOUFLÉ (Frankreich)

OCTOPUS

9. und 10. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr, Opernhaus

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COMPAGNIE MARIE CHOUINARD (Kanada)

bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS

17. Mai, 18 Uhr und 18. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

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AILEY II (New York)

ECHOES/SPLENDID ISOLATION II(excerpt)/THE HUNT/REVELATIONS

22. und 23. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr, Opernhaus

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LES GRANDS BALLETS CANADIENS DE MONTRÉAL (Kanada)

LEONCE UND LENA

30. und 31. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr, Opernhaus

Die Vorstellungen der MAI-TANZTAGE werden live von der Künstlerin Ruth Tauchert gezeichnet und nach den Vorstellungen im Foyer präsentiert.

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COMPAGNIE DCA – PHILIPPE DECOUFLÉ (Frankreich)

OCTOPUS

Der Charme der Tentakel von Decouflé – OCTOPUS, das neue Stück des Choreographen, steckt voller Phantasien – Le Monde

Musik, Tanz, Multimedia – alles ist perfekt aufeinander abgestimmt in diesem überdrehten Theatermosaik mit vielen glänzenden Steinchen … Die Tänzer und Musiker sind großartig, und der Sänger Labyala Nosfell, der über sämtliche hohen und tiefen Töne der menschlichen Stimme verfügt, kommt einer mittleren Sensation gleich. –  Renate Klett

Bei den Maitanztagen debütiert auf der Bühne des Bonner Opernhauses am 9. und 10. Mai die Compagnie DCA des französischen Starchoreographen Philippe Decouflé. Als ich ein Kind war, träumte ich davon ein Comic Zeichner zu werden. Das Zeichnen ist oft der Ursprung einer neuen Kreation für mich. Ich bringe meine Ideen zu Papier, wobei ich alles festhalte, was mir durch den Kopf geht. Meine Kultur basiert auf Comics, musikalischen Komödien, dem Tanz in Nachtclubs und so weiter …, sagt der am 22. Oktober 1961 in Paris geborene Tänzer und Choreograph
Philippe Decouflé. Seine Choreographien, immer geleitetet von der Idee der Schönheit, zelebrieren den menschlichen Körper in seiner natürlichen Grazie. Dabei täuscht ein raffiniertes Zusammenspiel von Tanz und Videoeffekten die Sinne und füllt den Bühnenraum mit Illusionen.

Philippe Decouflé erhielt seine Ausbildung an der Ecole du Cirque de Paris und bei Marcel Marceau. Sein wichtigster Lehrer, wie er selbst sagt, war in Sachen Tanztechnik Merce Cunningham in New York, bei dem er auch an Videokursen teilnahm. Seine überragende Inszenierung der Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Winterspiele 1992 in Albertville hat seinen Ruf bestätigt, einer der originellsten Choreographen Frankreichs zu sein. Auch für die Eröffnungsfeier zum 50jährigen Bestehen des Filmfestivals von Cannes kreierte er 1996 eine beeindruckende Zeremonie. Für seine Bühnenproduktionen, Musikvideos, Kurzfilme und Werbespots (Dior) wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Sein neuestes Bühnenwerk OCTOPUS gleicht einer betörenden Entdeckungsreise durch Farb- und Formkontraste und zeigt extreme Gefühle von großer Intensität und Sinnlichkeit. Die Choreographie OCTOPUS, kreiert am 5. Oktober 2010, ist sozusagen eine außerordentliche Präsentation der Tanzkunst von Philippe Decouflé. Der Künstler wird als ewiger Illusionist dargestellt, der mit seinen beliebten Motiven spielt und neue Spektren eröffnet. Vom Solo bis zum Gruppentanz zeigt diese Variation Emotionen wie Jubel, Romantik, Glück und Entdeckungsgeist. Doch plötzlich steht die Zeit in all dieser Intensität still, angehalten durch die Grazie der menschlichen Präsenz einer solistischen Tänzerin …

Die Compagnie DCA – Philippe Decoulflé wurde 1983 als Kollektiv gegründet, d.h. alle Inszenierungen werden von den Mitgliedern der Compagnie gemeinsam entwickelt. Bereits die erste Produktion VAGUE CAFÉ hatte riesigen Erfolg. Zu den jüngsten Produktionen gehören SOMBREROS und OCTOPUS. Auftritte führten die Compagnie rund um die Welt, u.a. nach Yokohama, Tokio, Osaka, Shanghai, Madrid, London, Vancouver, Montréal, Toronto, Calgary, New York und Atlanta.  Beheimatet ist die Compagnie in der 1952 von André Lurçat erbauten Chaufferie in Saint-Denis. Lange Zeit diente dieses Gebäude als Stromwerk, bevor es zu einem Ballettcenter umfunktioniert wurde. Heute beinhaltet es eine Bühnenfläche von 200m² sowie ein Tanzstudio mit 80m². Seit der Renovierung im Jahr 1993 bietet die Chaufferie mit ihrer Ausstattung von Probenräumen über Umkleidekabinen bis hin zu Büros alles, was eine moderne Compagnie benötigt.

Ein Konzert mit dem inzwischen Kultstatus genießenden Labyala Nosfell ist ein Hörerlebnis. Der Sänger, Komponist und Multi-Instrumentalist Nosfell gebraucht seine ungeheuer geschmeidige Stimme wie ein Instrument und verbindet in seiner Musik die Energie von Les Claypool, die melodische Kraft von Joni Mitchell und die Magie von Tom Waits. Für die Musik zu OCTOPUS hat er sehr eng mit den Tänzern und Philippe Decouflé zusammengearbeitet, um das musikalische Material, die Rhythmen, Harmonien sowie die Instrumentierung auszuwählen. Im Duo tritt er live mit dem Cellisten Pierre Le Bourgeois auf.

Eine Koproduktion von Compagnie DCA-Philippe Decouflé mit Théâtre National de Bretagne-Rennes, Théâtre National de Chaillot, Movimentos Festwochen der Autostadt Wolfsburg, La Coursive – Scène Nationale de La Rochelle, Torinodanza, Théâtre de Nîmes.

 Choreographie von Philippe Decouflé Live-Musik Labyala Nosfell, Pierre Le Bourgeois

Mit 8 Tänzern

www.cie-dca.com, www.nosfell.com

Am 9. und 10. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus


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COMPAGNIE MARIE CHOUINARD (Kanada)

bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS

Ein Stück von virtuoser, verstörender Schönheit, das das Perfekte im Unvollkommenen und das Unvollkommene im Perfekten sucht … –  Welt online

Erlaubt ist, was gefällt – und das Publikum zeigt sich bei der Aufführung … nicht ohne Grund begeistert. –  Hartmut Regitz, tanznetz.de
Nur ganz wenige Choreografen haben eine so markante, persönliche und unmöglich zu kopierende Bildersprache geschaffen wie Marie Chouinard. Hier überlagern sich nun Welten, die so viel Genuss wie Leiden verheißen, so viel Menschliches wie Animalisches, so viel Freiheit wie Behinderung. –  kultiversum.de

Der Traum vom Entschweben auf Spitzenschuhen ist schon oft an zu viel Gravitationskraft gescheitert. Und so gibt Marie Chouinard ihren Tänzern die Erdenschwere gleich mit auf die Bühne: Sie hängen an Seilen, schweben auf Krücken und Stangen, und wenn sie „auf Spitze“ tanzen, dann höchstens auf einem Fuß, was ihnen völlig neue Bewegungsformen abverlangt. Dennoch werden die Prothesen, Stangen und Seile den Tänzern nicht zum Hindernis, sondern zu einer Verlängerung ihrer Körper, wodurch sie wie seltsame Wesen aus einer anderen Welt erscheinen.

Das Werk bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS ist ein Ballett in zwei Akten und wurde 2005 für das Internationale Tanzfestival der Biennale Venedig von Marie Chouinard kreiert. In diesem Stück drücken die Tänzer Marie Chouinards Compagnie – ausgestattet mit Krücken, Prothesen und horizontalen Stangen – das Thema der Freiheit in verschiedenen Variationen aus. In Soli, Duos, Trios und Gruppentänzen entstehen ungewöhnliche dynamische Körpergesten, welche die menschliche Kondition nachempfinden. Musikalisch begleitet wird der Abend durch eine Bearbeitung Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen Nr. 5, 6 und 8 von Louis Dufort. Außerdem gibt es Zuspielungen von Kommentaren des Pianisten Glenn Gould.

Marie Chouinard gründete 1990 ihre Compagnie, die heute auf den großen Bühnen und bei den bekanntesten Festivals der Welt auftritt. Ihre Wurzeln hat die Compagnie in Marie Chouinards erster Choreographie aus dem Jahr 1978, dem Solo CRYTALLIZATION, welches für seine Originalität damals sofort auf großen Zuspruch stieß. Seit der Gründung hat Marie Chouinard rund ein Dutzend Choreographien für ihre Compagnie geschaffen. Jedes der Werke vollführt eine Odyssee durch die Geschichte der Menschlichkeit, wobei Stil und Substanz in perfektem Einklang sind. Seit dem Jahr 2007 ist die Compagnie Marie Chouinard in einem eigenen Tanzcenter untergebracht, dem LA BIBLIOTHÈQUE – Espace Marie Chouinard in 4499, avenue d l’Esplanade in Montréal.
Meine Quelle ist immer der Körper selbst gewesen und besonders die Stille und der Atem, welche den ‚unsichtbaren’ Teil des Lebens ausmachen, sagt die im kanadischen Québec geborene Marie Chouinard. Als Choreographin begann sie, verschiedenste Medien in ihre Stücke mit einzubeziehen und den Körper in den Focus ihrer Kreationen zu rücken. 1986 wurde Chouinard mit dem JACQUELINE-LEMIEUX-AWARD, ein Jahr später mit dem CHALMERS-AWARD ausgezeichnet. 1990 gründete sie die Compagnie Marie Chouinard. In Bonn war die Compagnie im März 2010 zu Gast und beeindruckte mit ihrem Programm aus Anlass des 100. Geburtstages der Ballets Russes: PRELUDE TO THE AFTERNOON OF A FAUN und LE SACRE DU PRINTEMPS. Insgesamt hat Marie Chouinard mehr als 50 Solo- und Gruppenwerke kreiert. Dabei reflektieren ihre seit 1978 geschaffenen Stücke ihre Sicht des Tanzes als eine heilige Kunst sowie ihren Erfindungsgeist eines immer neuen Universums. In ihren Werken feiert Marie Chouinard den menschlichen Körper durch kräftige, energetische Bewegungen als Mittelpunkt des Lebens.

Für bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS wurden Marie Chouinard und ihre Compagnie im Jahr 2009 mit dem Gemini Award ausgezeichnet.

Choreographie Marie Chouinard Musik Louis Dufort: Variations on the Variations, Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen 5, 6, 8/Redebeiträge von Glenn Gould

Mit 18 Tänzern

http://www.mariechouinard.com/

Am 17. Mai, 18 Uhr und 18. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

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AILEY II (New York)

ECHOES/SPLENDID ISOLATION II(excerpt)/THE HUNT/REVELATIONS

…Tanz von höchster Energie, der noch mehr elektrisiert durch den Impuls des jugendlichen Ehrgeizes. – The New York Times

AILEY II gilt als Inbegriff für jungen, innovativen Tanz. Im Mai 2012 gastiert die Compagnie zum ersten Mal in Bonn. Das Credo der Tänzer ist die Klarheit der Bewegung, die Vielfalt der Tanzstile und die Menschlichkeit ihrer Geschichten. Der Geist und die Energie der größten jungen Talente der USA verbinden sich hier mit der Leidenschaft und der Kreativität herausragender Choreographen der heutigen Generation. Unter der künstlerischen Leitung der früheren Ailey-Tänzerin Sylvia Waters entwickelte sich Ailey II seit dem Jahr 1974 zu einer der populärsten professionellen Compagnien des Landes, die von der Kritik hoch gelobt wird. Dabei wird ein bis zum Rand gefüllter Tourneeplan mit ausgedehnten gesellschaftlichen Programmen unter einen Hut gebracht.

Der Tänzer und Choreograph Alvin Ailey, der die Rassendiskriminierung an sich selbst erleben musste, gründete seine Compagnie 1958 mit dem Ziel, Tänzer aller Hautfarben gemeinsam auf die Bühne zu bringen. 1969 richtete er das Alvin Ailey Dance Center ein, welches heute The Ailey School heißt. Gleichzeitig entstand auch Ailey II, damals unter dem Namen Alvin Ailey Repertory Ensemble.

Seit 53 Jahren erzählen die Ailey-Tänzer weltweit vom Leid, der Lebenslust, von Unterdrückung und Aufbegehren des schwarzen Amerika. Sylvia Waters, die Ailey II seit 1974 zu einer überaus erfolgreichen und populären Compagnie gemacht hat, wird ihr Amt als Künstlerische Leiterin am 30. Juni 2012 an den ehemaligen Ailey Tänzer, Lehrer, Choreograph sowie seit 2003 als Associate Artistic Director wirkenden Troy Powell übergeben. Dennoch wird Sylvia Walters der Compagnie Ailey II weiterhin erhalten bleiben und sich als Leiterin von The Ailey Legacy Residency um das Repertoire verdient machen. Als der legendäre Alvin Ailey am 1. Dezember 1989 starb, schrieb die New York Times: … man musste ihn nicht persönlich kennen, um von seiner Menschlichkeit, seiner Begeisterung, seiner Überschwänglichkeit und seinem Mut für eine gemischt-rassische Kultur in Brüderlichkeit berührt zu sein.

Es war nicht nur die Hautfarbe. Es ging um die Kultur, darum, ein Teil der amerikanischen Gesellschaft zu sein. Er (Ailey) hat sich immer als Teil des amerikanischen Ganzen gesehen. Barack Obama ist eine Art der Erfüllung dieses Traums. – Sylvia Waters

Thang Dao’s ECHOES begann als Darstellung von Jagderinnerungen. Seither hat das bewegende Ballett ein Eigenleben entwickelt, wie das Echo von Erinnerungen in die entfernte Vergangenheit. Gleichzeitig wird unser Bewusstsein mit der Gegenwart erfüllt.

Jessica Lang hat SPLENDID ISOLATION II speziell für Ailey II kreiert. Das beeindruckende Werk  basiert auf dem Chorstück O Maria, Stella Maris des Trio Mediaeval. Im Zentrum steht eine Frau, die mit einem großen Rock bekleidet ist.

Das Stück THE HUNT ist die sechste Choreographie des neuen Künstlerischen Direktors Robert Battle für Alvin Ailey American Dance Theater. Sehr athletisch geht es in diesem im Jahr 2001 in New York uraufgeführten Stück für sechs Tänzer zu, wobei der natürliche Jagdtrieb des Menschen und der primitive ‚Kick’, die er dabei erlebt, im Vordergrund stehen. Musikalisch begleitet ein kräftiger Schlagzeug-Soundtrack von Les Tambours du Bronx, der das explosive Moment zwischen modernem Sport und den Ritualen der Gladiatoren unterstreicht.

1960 schuf Alvin Ailey mit dem Ballett REVELATIONS ein Meisterwerk des amerikanischen Modern Dance. Das rund 30minütige Tanz-Spiritual ist bis heute Revue, politisches Statement und ein Erbe des Genies Alvin Ailey zugleich. Afrikanisch-amerikanische Spirituals, Gospels und geistlicher Blues erkunden in REVELATIONS bis in die tiefsten Schichten die geistlichen Freuden der Seele.

Künstlerische Leitung Sylvia Waters Choreographie Than Dao/Jessica Lang/Robert Battle/ Alvin Ailey Musik Ezio Bosso/Trio Mediaeval/Les Tambours du Bronx/Traditional spirituals

 Mit 12 Tänzern

www.alvinailey.org

Am 22. und 23. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

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LES GRANDS BALLETS CANADIENS DE MONTRÉAL (Kanada)

LEONCE UND LENA

Dabei charakterisiert Spuck nicht nur die zwei Titelfiguren differenziert und überzeugend, sondern er zeichnet auch die Menschen in ihrer Gesellschaft mit treffenden Strichen. … Wesentlich unterstützt werden die Intentionen des Choreografen durch die kongeniale Ausstattung von Emma Ryott und die passende Collage der geschickt ausgewählten Musik. – Giessener Allgemeine Zeitung

Das Handlungsballett LEONCE UND LENA wurde 2008 in Essen uraufgeführt und 2010 in Stuttgart stürmisch gefeiert. Die Choreographie von Christian Spuck wurde dafür für den Theaterpreis DER FAUST nominiert. Christian Spuck verwandelt Georg Büchners romantische Komödie in ein tempo- und einfallsreiches Lustspiel, das äußerst unterhaltsam, aber niemals seicht ist. Die Königskinder Leonce und Lena sind gelangweilt, trotzig, überdrüssig, kindlich, naiv. Sie suchen nur kurz Erfüllung in der Liebe. Dann fügen sie sich wieder wie Maschinchen in den putzigen Kosmos ihrer überschaubaren Welt. Altes und Modernes kreist umeinander, so wie auch Büchner in seinem Lustspiel Revolution und Resignation nebeneinander stellte. Einer der Wege, durch den Christian Spuck die Satire in seiner Choreographie illustriert, ist die Verwendung der Musik des beschwingten Johann Strauss. Die Werke des Walzerkönigs untermalen die Parodie mit ihren gelegentlich amüsanten und tragikomischen Momenten.

Der aus Marburg stammende Christian Spuck erhielt seine tänzerische Ausbildung bei John Cranko in Stuttgart und war beim Stuttgart Ballett zunächst Tänzer. Im Jahr 2001 wurde er zum Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts ernannt und trägt seitdem mit seinem Werk maßgeblich zur Ausformung des modernen Profils der angesehenen Compagnie bei. Seitdem schuf er für das Stuttgart Ballett fünfzehn Welturaufführungen. Ab 2006 war er für eine Spielzeit zudem Resident Choreographer der Compagnie Hubbard Street Dance 2 in Chicago und tritt als Regisseur und Choreograph auch im Bereich Film und Musiktheater in Erscheinung. Für namhafte Compagnien wie das Aterballetto, das New York City Ballet oder das Royal Swedish Ballet erarbeitete Christian Spuck ebenfalls vielbeachtete Choreographien. Ab der Saison 2012/13 übernimmt er die Leitung des Zürich Balletts in der Nachfolge von Heinz Spoerli. Im November 2011 wurde Christian Spuck für die u.a. mit dem THEATER BONN koproduzierte Choreographie Poppea//Poppea mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.

Les Grands Ballets Canadiens de Montréal, Kanadas größte Ballettcompagnie, wurde im Jahre 1957 von Ludmilla Chiriaeff gegründet und ist seitdem Vorreiter in der Verbreitung und Entwicklung der Tanzkunst in Montréal und ganz Kanada. Zunächst begann sie in den 60ern mit klassischen Balletten wie GISELLE, LES NOCES und NUSSKNACKER. Bald folgten auch innovative Stücke wie CARMINA BURANA und TOMMY von Fernand Nault. In den 70er und 80er Jahren gab man dann sukzessive Werke in Auftrag und tanzte auch Choreographien von Balanchine. In den 90ern förderte man weiterhin kanadische Choreographen, nahm aber auch Stücke europäischer Größen wie Jirí Kylián, Mats Ek and Ohad Naharin mit auf den Spielplan. Heute können die Grands Ballets gerade durch ihr vielfältiges Repertoire, das von den großen Klassikern bis zum modernen Tanz reicht, die Zuschauer auf jede nur erdenkliche Weise erreichen und bewegen. Die künstlerische Leitung liegt seit dem Jahr 2000 in Händen des Choreographen und ehemaligen Tänzers Gradimir Pankov. Les Grands Ballets Canadiens de Montréal begeisterten das Bonner Publikum 2010 bei den Ostertanz-Tagen mit drei ausverkauften Vorstellungen von Mats Ecks SLEEPING BEAUTY und Ohad Naharins MINUS ONE.

Künstlerische Leitung Gradimir Pankov Choreographie Christian Spuck
Musik Johann Strauss, Bernd Alois Zimmermann, Martin Donner, Alfred Schnittke u.a.

Mit 40 Tänzern

www.grandsballets.com

Am 30. und 31. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr, Opernhaus

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Ruth Tauchert zeichnet während der Maitanztage live aus der Intendantenloge

Die Künstlerin Ruth Tauchert zeichnet bei den Maitanztagen während der Vorstellungen die Tänzerinnen und Tänzer der internationalen Compagnien. Aus der Intendantenloge des Bonner Opernhauses wird die aus Köln stammende Künstlerin die Choreographien mitverfolgen und live zeichnen. Die so entstandenen Bilder werden nach den Vorstellungen im Foyer des Opernhauses ausgestellt und zum Verkauf angeboten.

Der Schwerpunkt künstlerischer Tätigkeit liegt für Ruth Tauchert in der zeichnerischen Veranschaulichung und Interpretation von Bewegung. Das skizzenhafte Einfangen von „Momentaufnahmen“ auf Papier beruht auf einer sehr eigenständigen Zeichentechnik, die sich nicht nur vieler Medien, wie Graphit, Tusche oder Ölpastell, bedient, sondern durch eine besonders spontane Arbeitsweise auffällt. Alle ihre Zeichnungen entstehen vor Ort und konzentrieren sich auf Handlungen, in denen die Bewegung das zentrale Motiv darstellt. Somit bieten Tänzer, Dirigenten oder Sportler die Bewegungsabläufe, die Ruth Tauchert in intuitiver Weise als Momente einfängt. Die Bewegung steht für Tauchert als Symbol für Leben und wird von ihr durch eine eigene Ästhetik manifestiert, die sich aus Geschwindigkeit, Eleganz und emotionaler Ausdrucksweise zusammensetzt. Die graphische Verdeutlichung komplexer Bewegungsmomente vor Ort bietet eine enorme künstlerische Herausforderung und wird von Ruth Tauchert in ihrer impulsiven und expressiven Zeichensprache äußerst kreativ umgesetzt.

Ruth Tauchert

Ruth Tauchert wurde am 3. November 1963 in Köln Lindenthal geboren und lebt seit 25 Jahren mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bonn Bad Godesberg. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung als Goldschmiedin und war freiberuflich als Schmuckgestalterin tätig. Anschließend studierte sie Bildhauerei an der Alanus-Hochschule in Alfter und ist nun seit rund 15 Jahren freischaffende Künstlerin. Das Thema „Bewegung“ zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeiten. Spontan, sozusagen live, zeichnet sie an verschiedensten Orten. 2001 setzte die Ausstellung KONZERTFARBEN – FARBKONZERT in der Beethovenhalle Bonn einen vorläufigen Schlusspunkt unter die mehr als zwei Jahre andauernde zeichnerische Begleitung des Bonner Beethoven Orchesters. Seither gibt es immer wieder Phasen in denen sie bei Proben dort zeichnet.

2003 präsentierte das Opernhaus Bonn und das damalige Choreographische Theater von Pavel Mikulastik die Ausstellung TANZ, Zeichnungen von Ruth Tauchert. Auch diese Zeichnungen gründeten auf einer mehr als zwei Jahre andauernden Begleitung der Tänzer im Ballettsaal und auf der Bühne. Neben vielen anderen Themen begleitete Ruth Tauchert auch die Produktionen HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN und MACHT DES SCHICKSALS im Opernhaus Bonn.

Zahlreiche freie Tänzergruppen waren weiterhin Thema ihrer Arbeit. Die Ausstellung TANZ II im Jahr 2005 im Kulturzentrum Brotfabrik zeigte wiederum Tänzer. Auch im Theater im Ballsaal wurden 2007 Zeichnungen von Tänzern der freien Gruppe Cocoon Dance ausgestellt. 2008 zeigte das Staatstheater Braunschweig im Kleinen Haus ZEICHNUNGEN ZU BÜHNENPROBEN. Im gleichen Jahr war im Großen Haus mit JAGDSZENEN nochmals eine Präsentation ihrer Werke zu sehen. Auch hier wurden die Tänzer im Ballettsaal und bei den Bühnenproben begleitet. Zu dem Thema BERÜHRT DURCH MUSIK wurden 2009 im Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung in Köln und zu AKZENTE 2011 in der Galerie Artspace in Remagen Zeichnungen vom Beethoven Orchester ausgestellt. Dabei lag der Schwerpunkt der Ausstellung in Remagen in den abstakten Darstellungen der Handbewegungen der Dirigenten. Im April 2012 war eine Ausstellung im Theater Déjà vu in Bad Godesberg mit Zeichnungen zu Bühnenproben einer Uraufführung zu DELIKATE VERBRECHEN zu sehen.

 —| Pressemeldung Theater Bonn |—