Mainz, Staatstheater Mainz, HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN – Jacques Offenbach, 31.08.2019

August 22, 2019 by  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN –  Jacques Offenbach

Premiere 31. August 19.30 Uhr 

Hoffmann ist ein Getriebener. Rauschhafte Exzesse, ein Widersacher und eine Traumfrau sind die bestimmenden Triebfedern im Leben und Schaffen des Dichters. Immer wieder träumt er sich durch seine Kunst in fantastische Welten, die von Frauen bevölkert sind: Olympia, Antonia und Giulietta. Auf sie alle projiziert der Dichter seine vermeintlich erlösende Traumfrau Stella. Aber egal, wohin sich Hoffmann flüchtet, sein Widersacher ist bereits dort und bedroht sein Glück. Nur die Muse, die nicht von Hoffmanns Seite weicht und ihn stützt, könnte seine Rettung sein.

In seinem Schwanengesang widmet sich Jacques Offenbach dem Vertreter der Schwarzen Romantik, der in seinen Erzählungen meisterhaft den Schwellenbereich zwischen Realität und Fantastik auslotet: E.T.A. Hoffmann. Offenbach stirbt über der Komposition des Werks und hinterlässt somit eine Oper, die ihre endgültige Form niemals gefunden hat. Regisseurin Elisabeth Stöppler nimmt sich dieser spannenden Aufgabe im Jahr des 200. Geburtstags Offenbachs an.

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Musikalische Leitung: Robert Houssart, Inszenierung: Elisabeth Stöppler, Bühne: Valentin Köhler, Kostüme: Susanne Maier-Staufen, Licht: Stefan Bauer, Video: Andreas Etter, Dramaturgie: Christin Hagemann, Chor: Sebastina Hernandez-Laverny

Besetzung:  Olympia: Alexandra Samouilidou, Antonia: Dorin Rahardja, Giulietta: Nadja Stefanoff, La Muse / Nicklausse: Solenn‘ Lavanant-Linke, La Voix de la Tombe (Mère d‘Antonia): Katja Ladentin, Hoffmann: Eric Laporte, Lindorf (Coppélius, Miracle, Dapertutto): Derrick Ballard, Spalanzani: Ks. Jürgen Rust, Crespel: Stephan Bootz, Schlémil: Dennis Sörös, Nathanaël (Andrès, Cochenille, Pitichinaccio, Hermann,, Wolfram, Wilhelm, Le capitaine des Sbires): Johannes Mayer

Statisterie des Staatstheater Mainz, Chor des Staatstheater Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Premiere 31. August 19.30 Uhr,  weitere Vorstellungen: 4., 8., 19. und 22. September, 1. 12. Oktiber 2019

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Verona, Arena di Verona, 97. Opernfestival: 21.06. – 07.09.2019, IOCO Aktuell, 23.03.2019

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Arena di Verona

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

Verona / Arena di Verona Vorplatz © IOCO

97. OPERNFESTIVAL 2019 – Arena di Verona

 La Traviata, Aida, Il Trovatore, Carmen, Tosca

Das 97. Opernfestival in der Arena di Verona beginnt am 21. Juni 2019 mit La Traviata von Giuseppe Verdi, eine neue Inszenierung des legendären Franco Zeffirelli,*1923. Die Festspiele dauern bis 7. September 2019. An 51 Abenden werden in der „Tradition der Arena“ klassische Opern für das spektakuläre römische Amphitheater inszeniert. Große Stars der Opernbühne geben hier gerne ihr Stelldichein. Über 600.000 Besucher werden das 97. Opernfestival 2019 in der Arena di Verona erneut zum größten Opernereignis der Welt  machen. Fünf Opern stehen 2019 auf dem Spielplan:  La Traviata, Aida, Il Trovatore, Carmen, Tosca. 

Geschichtliches: Seit 1913, dem 100. Geburtsjahr von Giuseppe Verdi, populärster aller Opernkomponisten und sensibler Menschenfreund, finden in der antiken Arena di Verona die über zwei Monate dauernden Opernfestspiele statt. Stimm- und Lebensfreude sind die besonderen Merkmale dieses Opernfestivals. Verona feiert dies Festival im humanen Geiste Giuseppe Verdis, „lebendig, mitten im Volk“.

AIDA 2018 in der Arena – Triumphmarsch
youtube Trailer der Arena di Verona
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Julia Statue im Casa di Giulietta in Verona © IOCO

Julia Statue im Casa di Giulietta in Verona © IOCO

Die Arena di Verona wurde 30 n.Chr. erbaut. Von einem Erdbeben im Jahr 1117 schwer zerstört sind die Umfänge heute 138 x 109 Meter. 45 Stufenränge mit 45 Zentimeter Höhe und Tiefe bieten 22.000 Besuchern Platz. Die Arena di Verona – nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua – das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Wo 1278 die letzten gegen die Inquisition kämpfenden Katharer hingerichtet wurden, wo früher Gladiatoren mit Löwen kämpften schwelgen heute lebensfrohe Musikliebhaber.

97. OPERNFESTIVAL 2019  – ARENA DI VERONA

Drei intensive Monate, 5 Operntitel, drei Sonderevents, 51 Aufführungen, 80 Solisten aus aller Welt, darunter Alessandra Kurzak, welche als Violetta Valéry neben Leo Nucci als Giorgio Germont in Traviata zur Festivaleröffnung am 21.6.2019 singen wird; aber auch Anna Netrebko (Leonore in Trovatore 29.6., 4.7.; 7.7.2019), Jusif Eyvazov, Plácido Domingo, neben dem Event am 4.8.2019, siehe folgender Absatz, auch als Giorgio Germont in Traviata, 1.8.), Lisette Oropesa, Leo Nucci, Vittorio Grigolo, Aleksandra Kurzak, Saioa Hernández, Erwin Schrott, Hui He, Dmitry Belosselskiy, Tamara Wilson (u.a. als AIDA), Luca Salsi, Maria José Siri (u.a. als AIDA), Pavel Petrov, Amartuvshin Enkhbat (u.a. als Amonasro), singen zusammen mit bekannten Nebenstimmen in La Traviata, Aida, Il Trovatore, Carmen, Tosca.

Mit dem Sonderevent Plácido Domingo 50 Arena Anniversary Night am 4.8.2019 werden fünfzig Jahre künstlerische Tätigkeit seit dem Erstauftritt in der Arena von Placido Domingo gefeiert, einer wahren Legende in der internationalen Opernwelt. Die Ballettveranstaltung Roberto Bolle and Friends wird an zwei Abenden im Zeichen des Weltballetts über die Bühne gehen. Am dritten Eventabend tritt die symphonische Musik auf die Bühne der Arena mit Carl Orffs Carmina Burana.

Ikonen des Operngesangs und junge aufstrebende Talente: die Arena als Würdigung und Anerkennung von grossen Opernstars und Debütrampe für neue Talente im berühmtesten und grössten Freilichttheater der Welt. Folgende Dirigenten werden zu den fünf Produktionen am Pult stehen:

–  Daniel Oren, Andrea Battistoni und Marco Armiliato am Pult von La Traviata
–  Francesco Ivan Ciampa und Daniel Oren dirigieren Aida
–  Daniel Oren dirigiert Carmen
–  Piergiorgio Morandi dirigiert Il Trovatore
–  Daniel Oren dirigiert Tosca

In der Besetzung wechseln sich grosse internationale Opernstars, bekannte Namen auf den prestigereichsten Weltbühnen und bestmögliche Kenner der vielschichtigen Realität der Arena mit jungen aufstrebenden Sängern ab, in deren Curriculum ein Auftritt auf der gefürchteten, aber von allen erträumten Bühne der Arena nicht fehlen darf.

Arena di Verona / Stimmungsbild zur Pause in der Arena di Verona © IOCO

Arena di Verona / Stimmungsbild zur Pause in der Arena di Verona © IOCO

Die Besetzung ist auch ein Abbild der globalen Verbreitung der Oper, die nicht mehr nur eine Charakteristik der westlichen Kultur darstellt, sonden auch zur Leidenschaft in vielen aufsteigenden Ländern wie Russland und China geworden ist, die unter den Zuschauern in der Arena bestens vertreten sind, denn die Künstler und das Publikum sind stark international geprägt.

Das 97. Opernfestival beginnt am 21. Juni 2019 mit einer neuen, von Franco Zeffirelli geschaffenen Inszenierung von Verdis La Traviata, bestmögliche Synthese seiner jahrelangen Reflexionen über die beliebte Thematik; auf der Bühne der polnische Sopran Aleksandra Kurzak, eine grossartige Sängerin, die von den berühmtesten Opernhäusern in aller Welt gerufen wird und auch ausgezeichnete Musikerin ist; dann die Amerikanerin Lisette Oropesa, Publikumsliebling beim letzten Rossini-Festival in Pesaro, die Kroatin Lana Kos, die der Bühne der Arena besonders verbunden ist, wo sie im Jahr 2011 in Hugo de Anas La Traviata ihr Debüt gefeiert hat und die dann auch in der Carmen singt und die Russin Irina Lungu, die bereits beim Veroneser Publikum grossen Beifall geerntet hat: ein Quartett von grossartigen Stimmen und stattlicher Bühnenpräsenz für eine Bühne, auf der die “Nouvelle Vague” der Opernwelt am besten zur Geltung kommt, denn sie legt besonderen Wert auf die Schauspielkunst und steht so der filmtechnischen Vorstellung sehr nahe.

 La Traviata in der Arena di Verona

Summa  der ästhetischen Auffassung der Legende Franco Zeffirelli

Zwei lang gehegte  Liebschaften, die endlich zusammenkommen:  La Traviata und die Arena von Verona. La Traviata ist mit Sicherheit eine der von Zeffirelli in seiner langen Karriere als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner am häufigsten dargestellten Opern; 1958 hatte er diese Oper in Dallas in der Besetzung von Maria Callas inszeniert und sich als junger aufstrebender Regisseur mit seinem künstlerischen Vorbild Visconti gemessen, der die Oper kurz vorher in der berühmten Gestaltung an der Mailänder Scala dargestellt hatte;  bekannt sind auch seine engen Beziehungen  zu Verona, mit seinem persönlichen Touch beim Restyling der Piazza Bra, insbesondere aber mit der Arena, in deren immensen und feierlichen Weite  er unvergessliche Operninszenierungen von  Carmen, Aida, Il Trovatore, Turandot, Madama Butterfly, Don Giovanni kreiert hat und für die diesjährige Opernsaison endlich die allseits erwartete Traviata.  Die Erwartungen sind riesig, nicht nur weil der Artist mit diesem Werk in der Opernwelt einen Meilenstein gesetzt hat, man denke nur an die Verfilmung von  Traviata aus dem Jahr  1983,  die die Chronik  der Oper auf der Leinwand stark geprägt hat, sondern auch weil alle Traviate von Zeffirelli das Publikum in aller Welt immer bezaubert haben, in seinen ständigen, ästhetisch untadeligen und emotionell faszinierenden Neuauslegungen des populären Dramas von Giuseppe Verdi. Nun kommt endlich “seine” Traviata  in die Arena und diese Inszenierung wird wirklich zum Höhepunkt seiner fortwährenden, sachkundigen Auslegung des Texts, die den Artisten  sein ganzes Leben begleitet hat.

Also eine neue  Traviata, die gleichzeitig zur Chronik einer langen Ideenkette von Bildern, Farbnuancen und Anregungen wird, die sich in den Augen und Herzen der Opernfans aus aller Welt eingenistet haben, unter Zitaten, Sinnesänderungen, Erinnerungen an frühere Gestaltungen, als handle es sich um eine Enzyklopädie der stilistischen  Überlegungen  Zeffirellis rund um das heissgeliebte Thema. Man könnte also diese Traviata in der Arena als allerletzte Zusammenfassung eines wagnerianischen Leitmotivs  bezeichnen, das ewig in der Schwebe war  und nun im Juni 2019 vollendet wird.

Desto mehr wenn es sich um eine bedeutende Produktion handelt, insbesondere in den Augen der jüngeren Generationen, die die grossartigen Inszenierungen Zeffirellis aus der Vergangenheit nicht persönlich erlebt haben und ein Fresko vorfinden werden, das das Florilegium einer auserlesenen, von Erfahrungen geprägten Ideenkette darstellt, hochstilisierte ?berlegungen und gleichzeitig auch ein historisches und ästhetisches Dokument.

In Zeffirellis, La Traviata folgender, ebenso zauberhaftem Il Trovatore wird nach den drei beinahe ausverkauften Vorführungen auch Anna Netrebko und die wunderschöne Stimme der Italienierin Anna Pirozzi zu hören sein, “ein wunderschöner dramatischer Koloratursopran”. Männlicher Hauptdarsteller in einigen Vorstellungen ist  Ehemann Jusif Eyvazov, der aserbaidschanische Tenor, der gemeinsam mit Ehefrau Anna Netrebko auftritt.

Anlässlich der Première der Carmen werden die bildschöne Uzbekin Ksenia Dudnikova und die junge und talentierte Spanierin Ruth Iniesta in den Hauptrollen singen, die letztere ist auch in der Besetzung der Carmina Burana.

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Arena di Verona / Festspiele 2018 hier Nabucco © Ennevi

Die nächste grossartige Première findet am 22. Juni 2019 mit Verdis Aida statt, mit der wundervollen Regie von Regisseur Gianfranco de Bosio, die er 1982 gestaltet hat in Anlehnung an die Originalinszenierung der von Ettore Fagiuoli 1913 kreierten ersten Aida in der Arena; die diesjährige Aida wird aber mit einigen interessanten Neuheiten aufwarten. In der Besetzung der historischen Aida sind auch Anna Pirozzi, die Amerikanerin Tamara Wilson,wahre Kraft der Natur”, die faszinierende Spanierin Saioa Hernandez, deren künstlerische Persönlichkeit bereits im Attila an der Scala geschätzt wurde, die Chinesin Hui He, Publikumsliebling in der Arena, die sich auch in der Tosca mit Saioa Hernandez abwechseln wird, und die in Italien und weltweit beliebte hübsche Georgierin Svetlana Kasyan: fünf bemerkenswerte Stimmen und Darstellerinnen, die sich im Rahmen der zeitlosen Inszenierung durchsetzen und die Erwartungen des immensen Publikums sicher nicht enttäuschen werden. Primaballerina Petra Conti, Principal Dancer des Los Angeles Ballet.

Beachtenswerte Darsteller mit grossartigen Stimmen und Schauspielertalent sind der junge Weissrusse Pavel Petrov, in der Rolle des Alfredo anlässlich der Erstaufführung von La Traviata, der temperamentvolle und rollenübergreifende Starsänger am New Yorker Metropolitan Vittorio Grigolo, der auch anlässlich der Oscarverleihung aufgetreten ist und der amerikanische Tenor Stephen Costello, der auf den bekanntesten Bühnen in aller Welt auftritt. In der historischen Inszenierung der Aida singt desweiteren Murat Karahan, der sich in der Arena seit seinem Debüt behauptet hat, Erwin Schrott in Carmen, ein vielseitiger Künstler, Luca Salsi, in Il Trovatore und der Bariton “par excellence” Leo Nucci.

Madame Butterfly 2014 in der Arena
youtube Trailer der Arena di Verona
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Eine faszinierende Besetzung mit den bekanntesten Namen der internationalen Opernwelt, die die Erwartungen der Opernfans erfüllen und beim neuen Publikum Interesse für die Oper erwecken werden, denn dies ist die Berufung der Arena seit der ersten Opernaufführung am 10. August 1913 mit Aida, der Symboloper des Festivals in der Arena.

Das weltweit grösste Opernschauspiel kann beginnen auch dank der allseits anerkannten Professionalität der künstlerischen Ensembles und der technischen Mitarbeiter der Stiftung Arena di Verona mit ihren zahlreichen Statisten und Mimen. Das Statement des Bürgermeisters von Verona und Vorsitzenden der Stiftung Arena, Federico Sboarina:

“Es ist mir eine grosse Ehre, die diesjährige Opernsaison vorstellen zu dürfen, die zweite nach der Wende, die wir mit Tatkraft und Beharrlichkeit herbeigeführt haben. Verona kann sich zweier Prachtstücke rühmen, der Stiftung Arena, die in den Sommermonaten ihr ruhmreiches Festival veranstaltet und die Arena, das Symbol der Stadt, aber auch die grö?te weltweit bekannte Freilichtbühne. Die besonderen akustischen Merkmale des Amphitheaters und die Professionalität der Stiftung Arena bilden zusammen eine Einzigartigkeit, die das Image von Verona und das Echo qualitativer Musik in aller Welt ausstrahlt. Deshalb geht mein Dank an die Oberintendantin und an den gesamten richtungsweisenden Rat für die einwandfreien Leistungen, das Ergebnis einer unermüdlichen Leidenschaft und anerkannten Fähigkeit. Ein Dankeschön auch an alle Artisten der Besetzung und an unsere Mitarbeiter, der Seele jedes Festivals”.

Cecilia Gasdia, Oberintendantin und künstlerische Leiterin der Stiftung Arena, bringt ihre persönliche Befriedigung über das Angebot des 97. Opernfestivals 2019 zum Ausdruck: “Bangen, Freude aber auch Herzklopfen überwältigen mich beim Herannahen des einladenden Gongschlags mit dem unser Amphitheater, wie jeden Sommer seit über einhundert Jahren, der Opernwelt anvertraut und gewidmet wird. In der diesjährigen Veranstaltung treten auf der Bühne der Arena berühmte internationale Artisten auf neben vielversprechenden Nachwuchstalenten bei ihrem Debüt. Ein von bedeutenden Bestätigungen, allseits erwarteten Erstauftritten und freudiger Rückkehr auf die Bühne der Arena geprägtes Festival mit einer Spitzenbesetzung”.

—| IOCO Aktuell Fondazione Arena di Verona |—

Berlin, Deutsche Oper Berlin, La Sonnambula – Vincenzo Bellini, IOCO Aktuell, 26.01.2018

Januar 23, 2019 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Von Weltflucht, Traum und Trance … und dem Erwachen in der Realität

La Sonnambula – Vincenzo Bellini

Premiere: 26. Januar 2019, weitere Vorstellungen: 2., 7., 10. Februar, 19., 25. Mai 2019

Vincenzo Bellini - Père Lachaise - Paris © IOCO

Vincenzo Bellini – Père Lachaise – Paris © IOCO

Immer noch sind die Opern des romantischen Belcanto eines Donizetti (1797-1848) und Bellini (1801-1835) als „Schönsangopern“ ohne inhaltliche Tiefe verschrien. Die Schönheit der Melodien, die Konzentration auf die Stimme und das Können der Sängerinnen und Sänger verstellen gerade bei Bellini immer wieder den Blick auf Konflikte und tieferliegende Schichten. Insbesondere LA SONNAMBULA wird gern als letztes Aufflackern eines naiven Pastoralspiels rezipiert. Es stimmt, die großen Herrschaftskonflikte und der absolute Wahnsinn fehlen hier, doch auch im Kleinen gibt es große Dramen:

HANDLUNG: In einem abgelegenen Dorf in den Schweizer Alpen spielt sich eine Tragödie mit gutem Ausgang zwischen einfachen Menschen ab. Amina ist verlobt, hat gar schon den Ehevertrag unterschrieben, ist aber noch nicht mit ihrem Elvino vor den Altar getreten. Aus einfachen Verhältnissen kommend, wird sie den reichsten Bauern im Dorf heiraten. Als sie des Nachts im Schlafzimmer des inkognito heimgekehrten Grafen Rodolfo aufwacht, zerbricht die trügerische Idylle: Elvino löst die Verlobung auf und kehrt zurück zu seiner verflossenen Geliebten Lisa. Erst als Amina, in schwindelerregender Höhe und dem Tode nah, der versammelten Dorfgemeinschaft wie ein Geist erscheint, wird ihre Unschuld offenbar: Schlafwandelnd ist sie nicht Herrin ihrer Sinne – aus der Trance erwacht, findet sich Amina als Braut Elvinos wieder.

Deutsche Oper Berlin / La Sonnambula - hier : Verena Gimadieva, Helene Schneidermann, Alexandra Hutton © Bernd Uhlig

Deutsche Oper Berlin / La Sonnambula – hier : Verena Gimadieva, Helene Schneidermann, Alexandra Hutton © Bernd Uhlig

Das Regieduo Jossi Wieler (ehemaliger Intendant der Oper Stuttgart) und Sergio Morabito hat in den letzten Jahren immer wieder eine Lanze für die Opern Bellinis gebrochen: Ihre Produktionen von NORMA, IL PIRATA und eben auch LA SONNAMBULA legen bei genauer Analyse die tieferen Schichten der vermeintlich so oberflächlichen Figuren frei. Dabei greifen sie bei LA SONNAMBULA auf verworfenes Material von Romani und Bellini zurück: Libretto-Skizzen zeigen sehr deutlich, dass die im finalen Libretto nur angedeutete Vaterschaft Rodolfos für Amina von den Autoren durchaus intendiert war. Damit eröffnen sich natürlich neue Perspektiven für die Interpretation. Amina fällt mit ihrer naiven Gutgläubigkeit aus der misstrauisch-dumpfen Dorfgesellschaft heraus, aber auch Lisa – die Konkurrentin um das Herz Elvinos – ist eine durchaus selbstbestimmte Außenseiterin. Und auch der Blick auf das Gespenst, das die ganze Dorfbevölkerung, inklusive Amina, glaubt, immer wieder zu sehen, wird bei Wieler / Morabito geschärft.

Bellini setzt Koloraturen und Verzierungen sparsamer ein als sein Kollege Donizetti, und in LA SONNAMBULA gezielter noch als in seinen anderen Opern. Selbst in den Nachtwandelszenen Aminas – die durchaus als „kleine Schwestern“ der großen Wahnsinnsszenen der Belcanto-Opern zu verstehen sind – wird die Koloratur nie zum Selbstzweck eingesetzt: Der Komponist konzentriert sich hier ganz darauf, den Gefühlen der Protagonistin nachzuspüren. Wieler und Morabito machen diese Gefühle und die psychologischen Dimensionen der Musik erfahrbar.

Die Produktion entstand 2012 für die Staatsoper Stuttgart und wurde in einer Kritikerumfrage zur „Inszenierung des Jahres“ gekürt. Jossi Wieler und Sergio Morabito haben sie nun für die Deutsche Oper Berlin einstudiert – gemeinsam mit den Solisten erarbeiten sie die Figuren neu.

Deutsche Oper Berlin / La Sonnambula © Bernd Uhlig

Deutsche Oper Berlin / La Sonnambula © Bernd Uhlig

Anna Viebrocks realistisch-überzeichneter Bühnenraum und die detailgenauen Kostüme, die auch jeden Chorsänger zum Individuum machen, tragen wie so oft bei den Arbeiten von Wieler und Morabito zum Erfolg bei.

Die musikalische Leitung übernimmt Diego Fasolis, der längst nicht mehr nur Spezialist für Alte Musik ist, sondern sich – nicht zuletzt in der historisch-kritischen Einspielung von Bellinis NORMA mit Cecilia Bartoli – auch im Belcanto-Fach einen Namen gemacht hat.

Wir freuen uns auf Venera Gimadieva in der Titelpartie, die mit ihrem lyrischen Koloratursopran zu einer der gefragtesten Interpretinnen ihres Fachs gehört. An der Deutschen Oper Berlin stand sie im Februar 2016 als Giulietta in Bellinis I CAPULETI E I MONTECCHI an der Seite von Joyce DiDonato und war auch bereits als Violetta Valéry (LA TRAVIATA) hier zu erleben. Noch in dieser Saison wird  sie an der Semperoper Marguerite von Valois in der Neuproduktion von LES HUGUENOTS interpretieren.

Der mexikanische Tenor Jesús León übernimmt die Partie des Elvino, der nach Vorstellungen an der Staatsoper Stuttgart kein Neuling mehr in der Rolle ist. Als Graf Rodolfo ist der kroatische Bass Ante Jerkunica zu erleben, dessen Präsenz als Pimen in BORIS GODUNOW und alsMarcel in LES HUGUENOTS in den Neuproduktionen der Deutschen Oper Berlin von Publikum und Presse einhelligen Beifall erhielt. Und als Teresa gibt die Mezzosopranistin Helene Schneiderman endlich ihr  Debüt an unserem Haus.

—| IOCO Atuell Deutsche Oper Berlin |—

Aachen, Theater Aachen, Roméo et Juliette – Charles Gounod, IOCO Kritik, 12.12.201

Dezember 12, 2018 by  
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Theater Aachen

Theater Aachen © IOCO

Theater Aachen © IOCO

  Roméo et Juliette – Charles Gounod

Von Ingo Hamacher

„Ich liebe Gounod! Und ich bin jedes mal froh, wenn ich eine seiner Opern aufgeführt sehe. Neben seinem berühmten Faust, in Deutschland in der Regel zur Vermeidung von Verwechslungen unter dem Titel Margarethe gezeigt, gehört das wesentlich seltener gespielte Stück Roméo et Juliette ebenfalls zum festen Bestandteil des Opernrepertoires.“

Aber auch seine anderen Stücke werden inzwischen wieder entdeckt. 2017 spielte die Oper Leipzig den Cinq Mars unter dem Titel: Der Rebell des Königs und in diesem Jahr hat die Opéra Comique, Paris, die zweite seiner zwölf Opern: La Nonne sanglante (Die blutige Nonne) erneut zur Diskussion gestellt.

Theater Aachen / Roméo et Juliette - hier : auch Soon-Wook Ka, Pawel Lawreszuk, Ensemble © Wil van Iersel

Theater Aachen / Roméo et Juliette – hier : auch Soon-Wook Ka, Pawel Lawreszuk, Ensemble © Wil van Iersel

Charles Gounod, der populärste Komponist der französischen Opernschule des 19. Jahrhunderts, kam am 17. Juni 1818 in Paris zu Welt (gestorben 1893). Sein musikalisches Talent und seine dramatische Begabung ließen ihn zum Hauptvertreter der französischen Romantik werden. Mit seinem Werk Roméo et Juliette, das sich mit großer Treue an Shakespeares Drama hält, – Libretto von Jules Barbier und Michel Carré – gelang ihm ein Erfolgsstück, mit dem viele Jahre regelmäßig die prunkvolle Saisoneröffnung der New Yorker Metropolitan-Oper erfolgte.

Die Regisseurin Ewa Teilmans erarbeitet mit ihrem Produktionsteam eine Inszenierung von so wunderbarer Schönheit, dass sich die für Gounod typische Süsse der Musik, mit teilweise ins kirchlich-religiöse übergehenden Klangbild in der liebevollen Aufführung wiederspiegelt, ohne jedoch die Härte und Brutalität des Stückes zu verwischen.

Giulietta Statue im berühmten Casa di Giulietta in Verona © IOCO

Giulietta Statue im berühmten Casa di Giulietta in Verona © IOCO

Gewalt, Streit und Kampf. Verfolgungsszenen und Schlägerreien sind unsere ersten Bilder, wenn sich zu Beginn der Ouvertüre der Vorhang öffnet und wir in die Lebenswelt der Familien Montaigu und Capulet blicken. Wir schauen auf eine kreisrund aufgerissene Fabrikwand, wie nach einem Bombeneinschlag, die ihre Standfestigkeit nur noch aus rostigen Gerüsten und Stützstreben erhält, und die in ihrer Zerborstenheit mehr Blicke freigibt, als dass sie sie noch verstellen kann. Marodes Industriegelände im hier und jetzt, Niemannsland und No-Go-Ärea für friedfertige Menschen.

In einem Prolog berichten die am Geschehen Beteiligten über das aus der Fehde zwischen den Capulets und den Montaigus erwachsene Schicksal Roméos und Juliettes.

1. Akt –  Im Palast der Capulets wird eine Maskenball veranstaltet.

Die Bühne dreht sich, und wir sehen auf der anderen Seite die prachtvolle Welt der Renaissance. Rot- und Gelbocker, Säulen mit goldenen Kapitelen, Bögen und Ornamenten. Auf der linken Seite ein kleiner Balkon, der im weiteren Verlauf große Bedeutung gewinnen wird.

Ein buntes Fastnachtstreiben mit schrillen Kostümen, halbnackten Menschen, strapsetragende Transvestiten und weiterem buntem Volk wird auf die Bühne gespült um tanzend in wildem Rausch das Leben zu genießen.

Roméo und Mercutio aus dem Haus der befeindeten Montaigus mischen sich unter die feiernden Gäste. Juliette, gerade 14 Jahre geworden, soll der Gesellschaft und ihrem zukünftigen Ehemann, dem vornehmen Pâris, vorgestellt werden. Und es ist höchste Zeit! Von ihrer Amme Gertrude, wunderbar gesungen und gespielt von Ariana Fucos als Ersatz für die erkrankte Julia Mintzer, erfahren wir, dass diese in dem Alter bereits lange verheiratet war.

Als Juliette ihren Auftrittswalzer „Je veux vivre“ (‚Ich will leben‘) singt, frieren alle Bewegungen des wilden Treibens ein, so dass wir diesen zeitlos-lyrischen Moment in aller Schönheit genießen können.

Juliette Capulet  –  Larisa Akbari

Der russische Sopran Larissa Akbari sang erstmalig im Frühling 2016 am Theater Aachen, und zwar die Partie der Blonde in der Produktion Entführung aus dem Serail. Seit dem ist sie immer wieder gerne gesehener und gehörter Gast des Hauses, wobei sie mit ihrer großen Lebendigkeit und Spielfreude genauso begeistert wie mit ihren großartigen Gesang.

Theater Aachen / Roméo et Juliette auf dem berühmten Balkon © Wil van Iersel

Theater Aachen / Roméo et Juliette auf dem berühmten Balkon © Wil van Iersel

Als Juliette für kurz unbeaufsichtigt ist, spricht Roméo sie an; beide sind sofort in Liebe entbrannt. In diesem ersten der vier großen Liebesduette gestehen sie sich gegenseitig mit „Ange adorable“ (‚Anbetungswürdiger Engel‘) ihre Liebe.

Roméo Montaigu  –  Alexey Sayapin

Der junge russische Tenor, in Aachen augenzwinkernd auf Grund der großen Ähnlichkeit auch gerne „Unser Jonas Kaufmann“ genannt, weiß neben seinem guten Aussehen auch mit seiner schönen Stimme zu überzeugen; eine Idealbesetzung für diese Partie. Tybalt, Juliettes Cousin (gesungen von Soon-Wook Ka), deckt die Herkunft des Fremden auf; nur das Eingreifen Capulets hält ihn davon ab, auf Roméo loszugehen.

2. Akt  –  Garten vor dem Haus Juliettes.

Balkonszene, Duett II: „Ô nuit divine“ (‚O göttliche Nacht‘).  Die Beiden genießen eine heimliche Liebesnacht; Juliette bittet Roméo, sie zu heiraten.

3. Akt  –  Pater Lorenzo verheiratet das Liebespaar

Es sind regelrechte Schnapsideen die Bruder Laurent den jungen Liebenden anträgt: Als wenn sich über Generationen bestehende Familienfehden durch die heimliche Heirat der jüngsten Familiensprosse besänftigen ließen!  Und wohin seine Idee mit dem Narkotikum am Ende führen wird, kann man ja getrost als bekannt voraus setzten.

Daher ist es nur folgerichtig, wenn Ewa Teilmans ihn als bekifften obdachlosen Ex-Rocker zeigt, auf einem Klappstühlchen neben einem Campingtisch sitzend. In einer Ecke einer an den betongrauen Charm eines Parkhauses erinnernden Wand hat er sich mittels Plakaten, Zeitungsausrissen und Ansichtskarten eine Insel des Dogenkonsums und des Gottesglaubens geschaffen.

Aber wenn der Einsiedler, wunderbar gesungen von Woong-jo Choi, dann seine „Klause“ verlässt und das Priestergewand anlegt, sind wir wieder zurück in der klassischen Handlung, und erleben die ergreifende Eheschließung Roméos und Juliettes.

In einer anschließenden Straßenszene entfacht Roméos Page (Hosenrolle: Fanny Lustaud) die Fehde erneut. Die in den vorhergehenden Szenen historisierenden Kostüme sind aktueller Mode junger Menschen gewichen und verdeutlichen damit das Zeitlose des Konfliktes. Der hinzukommende Roméo versucht, die Parteien zu beschwichtigen, doch als Tybalt Mercutio im Kampf verletzt, läßt er sich herausfordern und ersticht ihn. Daraufhin wird er vom Herzog aus der Stadt verbannt.

4. Akt

Trotz des Bannspruchs verbringt Roméo die Nacht bei Juliette und nimmt erst bei Tagesanbruch Abschied: Duett III: „Va! Je t‘ai pardonné“ (‚Geh, ich habe dir verziehen‘)

Vater Capulet drängt indessen auf die Hochzeit seiner Tochter mit Pâris. Bruder Laurent findet einen Ausweg und gibt Juliette ein Narkotikum, das sie in einen todesähnlichen Schlaf versetzen soll. Als der Vater Juliette zur Hochzeit mit Pâris führen will, bricht sie leblos zusammen.

5. Akt

Ein Brief Bruder Laurents an Roméo, der ihn über Juliettes fingierten Tod informieren sollte, hat den Empfänger nicht erreicht. So muß Roméo in der unterirdischen Gruft der Capulets glauben, am Grab seiner Frau zu stehen. Er umarmt Juliette ein letztes Mal, dann nimmt er einen Gifttrank. Noch ehe das Gift wirkt, erwacht Juliette. Ein letzter ergreifender Liebesgesang, Duett IV, „Dieu! quelle est cette voix“ (‚Gott! Was ist diese Stimme?‘) verabschiedet das unglückliche Paar. Dann sinkt Roméo tot nieder und Julia ersticht sich über seiner Leiche.

Theater Aachen / Roméo et Juliette - hier :  auch mit Pawel Lawreszuk, Larisa Akbari, Woong-jo Choi, Andranik Fatalov © Wil van Iersel

Theater Aachen / Roméo et Juliette – hier : auch mit Pawel Lawreszuk, Larisa Akbari, Woong-jo Choi, Andranik Fatalov © Wil van Iersel

Als romantische Nummernoper mit Arien, Duetten und Chorszenen bietet das Stück zahlreiche musikalische Höhepunkte. Eine Reihe von Melodien hat sich außerhalb des Werks verbreitet, so die Tenorarie Romeos „Ah, lève toi soleil!“ (‚Erhebe dich, Sonne‘), ein froher Walzer Julias „Je veux vivre dans le rêve“ (‚Ich will wie im Traume leben‘) und einiges aus den Liebesduetten.

Großer Applaus für die wunderbare stimmliche Leistung der Solisten und des gesamten Ensembles. Jubel für das Produktionsteam und Standing Ovations für die musikalische Leistung von Christopher Ward und dem Sinfonieorchesters Aachen.

Eine großartige Leistung aller Beteiligten, der man für die kommenden Aufführungen auch weiterhin ausverkaufte Reihen wünscht. Es wäre schade, die Aufführung zu verpassen.

Musikalische Leitung – Christopher Ward – Seit August 2018 ist Christopher Ward Generalmusikdirektor der Stadt Aachen und damit auch Leiter des Sinfonieorchesters Aachen.

Inszenierung: Ewa Teilmans –  Teilmans, eine Theaterfrau von der Pike auf, hat eine Vielzahl von Opern und Schauspielen am Theater Aachen inszeniert. In der laufenden Spielzeit sind sechs Arbeiten von ihr in Aachen zu sehen.

Bühne – Elisabeth Pedross (Mit Ewa Teilmans ist es nach den Opern Rigoletto und Rusalka und den Schauspielproduktionen Mein Kampf und Wassa Schelesnowa die fünfte gemeinsame Arbeit in Aachen.)

Kostüme –  Andreas Becker (In der laufenden Spielzeit mit vier Arbeiten in Aachen vertreten)

Romé et Juliette am Theater Aachen; weitere Termine: 15.12., 20.12., 25.12., 31.12.2018; 13.01., 20.01. (Nachmittags), 25.01.;17.02., 09.03., 24.03., 04.04., 13.04., 23.04.2019

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