Leipzig, Leipziger Ballett, Magnificat – Stabat Mater, 09.02.2019

Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

  Magnificat – Stabat Mater –  Indigo Masala

 Leipziger Ballett – Mario Schröder

In der neuen Produktion von Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder treffen Johann Sebastian Bachs Magnificat und Giovanni Battista Pergolesis Stabat mater auf klassische indische Musik. Für die Premiere von Magnificat des Leipziger Balletts hebt sich am Samstag, 9. Februar 2019 der Vorhang auf der Bühne des Opernhauses. Schröder führt damit seine Auseinandersetzung mit der Bachschen Musik und seinem künstlerischen Erbe fort: Nach der Johannes-Passion ist dies die zweite choreografische Uraufführung von Mario Schröder zu einem musikalischen Werk von Johann Sebastian Bach. Schröder bricht Bachs Magnificat in seiner Neuinterpretation bewusst auf und spannt musikalisch einen Bogen hinein in unvertraute Klangräume. Die musikalische Leitung des Abends hat Christoph Gedschold, an dem neben dem Gewandhausorchester auch Steffi Lehmann und Susanne Krumbiegel (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Martin Petzold (Tenor), Dirk Schmidt (Bass), der Chor sowie der Kinderchor der Oper Leipzig beteiligt sind.

Leipziger Ballett / Ballett Magnificat - Stabar Mater © Ida Zenna

Leipziger Ballett / Ballett Magnificat – Stabar Mater hier_  Magnificat © Ida Zenna

Bach vertonte im Magnificat den biblischen Lobgesang der Maria 1723 als erste umfangreiche Komposition für Leipzig und schuf damit ein Werk voll revolutionärer Kraft. Immerhin preist Maria darin jenen Gott, der die Armen und Hungernden aufrichtet, die Reichen und Herrschenden aber entmachtet. Für Mario Schröder steht im Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Werk die Hoffnung auf einen Neuanfang durch gemeinschaftliche Veränderung. Die Darstellung im Tanz soll die Musik Bachs erlebbar machen und der visuelle Eindruck neue Assoziationen im Hören ermöglichen. Im Gegensatz zu Bachs gesellschaftlicher Dimension, verhandelt Pergolesi in seinem Stabat mater, dem Klagegesang Marias am Kreuz Jesu, einen seelischen Zustand und ist ein intimes Zwiegespräch über das Leben und den Tod. Mit dem indischen Musiker Ravi Srinivasan und seiner Band Indigo Masala erhalten auch die Klänge Indiens Einzug in den Ballettabend.

Leipziger Ballett / Mario Schröder – hier Schwanensee
youtube Video der Oper Leipzig
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Seit der Gründung 2005 spielt Indigo Masala ausschließlich eigene Stücke. Prägendster Einfluss war dabei zunächst die klassische indische Musik. Von dieser Basis aus hat das Trio klassische indische Spielideen neu vermessen, auch zahlreiche andere Stilistiken probiert und dabei eine eigene, pulsierende und virtuose Klangwelt geschaffen. Klassische indische Musik zeichnet sich durch eine prägnante Rhythmik aus, ist lebensbejahend und arbeitet verstärkt mit Improvisationen. In Kombination mit der europäischen Musiktradition sollen neue akustische Räume entstehen und die hörbare Verschiedenheit im Gemeinsamen ein Nachdenken über gesellschaftliche Vorgänge wie Intoleranz und Konkurrenzdenken anstoßen. Die Fusion der unterschiedlichen musikalischen Welten schafft einen Raum für Austausch und Begegnung, wo das Fremde, Andere und Neue nicht Angst hervorruft, sondern als Befreiung und Bereicherung empfunden wird.


Premiere: Samstag, 9. Februar 2019, 19 Uhr

Weitere Aufführungen: 16. & 22. Februar / 08., 29. & 31. März / 21. April / 14. & 16. Juni 2019 (mit Einführung 45 min vor Vorstellungsbeginn, Publikumsgespräche im Anschluss, außer Premiere)


Magnificat

Ballett von Mario Schröder | Musik von Johann Sebastian Bach, Giovanni Battista Pergolesi, Indigo Masala |Choreografische Uraufführung

Leitung
Choreografie Mario Schröder
Musikalische Leitung Christoph Gedschold
Bühne und Kostüm Paul Zoller
Dramaturgie Thilo Reinhardt, Elisabeth Kühne

Besetzung
Leipziger Ballett
Sopran 1 Steffi Lehmann | Sopran 2 Susanne Krumbiegel | Alt Marie Henriette Reinhold | Tenor Martin Petzold | Bass Dirk Schmidt
Chor der Oper Leipzig | Kinderchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Essen, Philharmonie Essen, Stabat Mater – G. B. Pergolesi, 01.11.2018

Oktober 29, 2018 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Christophe Rousset © Ignacio Barrios

Philharmonie Essen / Christophe Rousset © Ignacio Barrios

 Stabat Mater – Giovanni Battista Pergolesi

Christophe Rousset und Les Talens Lyrique

Ein Konzert in der Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein“ kann das Publikum am Feiertag Allerheiligen in der Philharmonie Essen erleben: Am Donnerstag, 1. November 2018, um 17 Uhr ist der französische Dirigent Christophe Rousset mit seinem Ensemble Les Talens Lyrique zu Gast. Hauptwerk an diesem Nachmittag ist das berühmte Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi. Außerdem stehen auf dem Programm Leonardo Leos Beatus vir qui timet und Nicola Porporas Salve Regina. Solisten sind die französische Sopranistin Sandrine Piau und der amerikanische Countertenor Christopher Lowrey.

Christophe Rousset entwickelte zur Musik Neapels schon früh eine besondere Beziehung. „Das neapolitanische Repertoire gehörte zu meinen ersten Lieben, und diese Liebe besteht noch heute“, betont der aus Avignon stammende französische Cembalist und Dirigent. „Die stimmliche Kraft und die Harmonien sprechen mich ganz besonders an.“ Die drei Komponisten, die Rousset und sein 1991 gegründetes Ensemble in diesem Konzert in den Mittelpunkt stellen, haben alle in Neapel gewirkt. Pergolesis „Stabat Mater“ bezeichnet Rousset als „Säule im Reperoire von Les Talens Lyriques – ein Werk, das wir schon häufig aufgeführt haben“.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere DIE ANDERE SEITE, 20.05.2017

April 28, 2017 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Mit Michael Obsts Oper Die andere Seite nach dem fantastischen Roman von Alfred Kubin erwartet Sie am 20. Mai eine weitere Rarität auf der Bühne des Linzer Musiktheaters. Die andere Seite ist eine österreichische Erstaufführung und die letzte Opernpremiere von Dennis Russell Davies als Generalmusikdirektor des Landestheaters Linz und als Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz. Regie führt der Brite John Dew.

„DIE ANDERE SEITE“
MUSIKTHEATER NACH ALFRED KUBINS FANTASTISCHEN ROMAN VON
MICHAEL OBST, Text Hermann Schneider

Österreichische Erstaufführung, Premiere Samstag, 20. Mai 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 24.5.2017, 27.5.2017, 6.6.2017, 19.6.2017, 24.6.2017

1908 verfasste der Grafiker und Zeichner Alfred Kubin mit Die andere Seite einen fantastischen Roman, der etwa auch Franz Kafka stark beeindruckte. Erzählt wird hier das Abenteuer einer Reise in eine merkwürdige Stadt auf der anderen Seite der Welt. Was wie ein hoffnungsvoller Traum beginnt, weitet sich immer mehr zu einem soghaft-apokalyptischen Szenario. Michael Obst komponierte 2010 hierzu eine Musik, in der zarte A-Capella-Chorpassagen mit klanggewaltigen Massenszenen kontrastieren und Wild-Scharfes auf eindringliche Passagen von morbider und fragiler Schönheit trifft.

Musikalische Leitung Dennis Russell Davies, Nachdirigat Marc Reibel, Inszenierung John Dew, Bühne und Kostüme Dirk Hofacker, Chorleitung Georg Leopold, Dramaturgie Christoph Blitt, Zeichner Martin Achrainer, Seine Frau Gotho Griesmeier,, Patera, auch Giovanni Battista, ein Affe / Passant Denis Lakey, Verkäufer / Wirt Nikolai Galkin,

Ein kleiner Herr / Amtsperson Csaba Grünfelder, Friseur / Arzt  Michael Wagner, Gast / Zoologe Matthäus Schmidlechner, Melitta Martha Hirschmann, Herkules Bell, Amerikaner John F. Kutil, Zwei Schachspieler Jochen Bohnen, N.N. Chor des Landestheaters Linz Statisterie des Landestheaters Linz Bruckner Orchester Linz. PMLthL

 

Magdeburg, Theater Magdeburg, Zum letzten Mal: Ballett STABAT MATER, 02.01.2016

Dezember 29, 2015 by  
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Theater Magdeburg

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

  Ballett STABAT MATER

Ballett von Gonzalo Galguera, Musik von Gioacchino Rossini, Benjamin Britten und
Ralph Vaughan Williams

Letzte Vorstellung am Samstag 02.01.2016 19.30

Das spätmittelalterliche Gedicht Stabat Mater mit der Gottesmutter Maria im Zentrum, die um den gekreuzigten Jesus trauert, gehört zu den meistvertonten sakralen Texten. Die Vielschichtigkeit des Textes, der verschiedenste Affekte wie Schmerz, Trauer, Trost und Heilsgewissheit zum Ausdruck bringt, reizte Generationen von Komponisten. Gioacchino Rossini dagegen schreckte zunächst das übermächtige Vorbild Giovanni Battista Pergolesis ab. Erst ein Auftrag des Madrider Erzdiakons ließ ihn umdenken; das 1842 in endgültiger Fassung uraufgeführte Werk avancierte schnell zu den meistgespielten Sakralkompositionen der Zeit.

Auf der Grundlage von Rossinis Musik, die zwischen Andacht und opernhaft-weltlichem Gestus pendelt, widmet sich Gonzalo Galguera gemeinsam mit Gesangssolisten, dem Operchor, dem Ballett Magdeburg und der Magdeburgischen Philharmonie erneut dem Thema Spiritualität, insbesondere ihrer ritualhaft-theatralischen Wirkung, die ihr auch losgelöst von konkreten religiösen Bezügen innewohnt.

Musikalische Leitung Michael Balke
Choreografie/Regie/Bühne Gonzalo Galguera
Mitarbeit Bühnenbild Lisa Busse
Kostüme Stephan Stanisic
Video Jacopo Castellano
Dramaturgie Benjamin Wäntig

BESETZUNG:
Sopran: Hale Soner
Mezzosopran: Sylvia Rena Ziegler
Tenor: Felipe Rojas Velozo
Bass: Martin-Jan Nijhof

Eine Suchende: Lou Beyne
Ein Pilger: Daniel Smith

Ballett Magdeburg
Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie

—| Pressemeldung Theater Magdeburg |—

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