Berlin, Deutsche Oper, Le Prophète von Giacomo Meyerbeer, IOCO Kritk, 31.12.2017

Januar 1, 2018 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

 Le Prophète von Giacomo Meyerbeer

Die politische Oper der Stunde – Anatomie der Rebellion

Von Hanns Butterhof

Giacomo Meyerbeer Grabstätte in .... © IOCO

Giacomo Meyerbeer Grabstätte in …. © IOCO

Giacomo Meyerbeers rebellionskritische Oper „Le Prophète“ von 1849 bildet an der Deutschen Oper Berlin den strahlenden Abschluss des auf drei Spielzeiten angelegten Meyerbeer-Zyklus‘, der mit mit „Vasco da Gama“ und „Die Hugenotten“ begonnen hatte. Die Regie von Olivier Py hebt das politische Element der Oper hervor und widmet ihr eindringliche Bilder, ohne dabei voll zu überzeugen. Mehr als die präzise musikalisch und szenisch beschriebenen Umstände des Aufstiegs und Falls des Täufer-Königs Jean de Leyde bewegt die Beziehungsgeschichte zwischen ihm seiner Mutter Fidès.

Die Berliner Aufführung des „Prophète“ verlagert die von Meyerbeers Librettisten Eugène Scribe und Émile Deschamps sehr frei behandelte Geschichte des Münsteraner Täuferreichs aus dem 16. Jahrhundert in eine ortsunspezifische Gegenwart. Vor grauen Vorortshochhäusern und in heutigen Kostümen (Ausstattung: Pierre-André Weitz) entrollt sich das Tableau einer blutigen Rebellion gegen eine nicht näher bestimmte Unterdrückung. Sie nimmt ihren Anfang, als Arbeiter begierig die Propaganda dreier missionierender Wiedertäufer aufnehmen, die ihnen soziale Gleichheit, das Recht zu Plünderungen und den Sieg über die Adelsmacht versprechen.

Die zeigt sich in Person des arroganten Grafen Oberthal (Seth Carico), der sich von seinen schwer bewaffneten Bodyguards bedienen und von einer Leibeigenen, ohne sie wahrzunehmen, die Schuhe polieren lässt. Es ist Berthe (Elena Tsallagova), die zur Hochzeit mit dem örtlichen Schankwirt Jean de Leyde die Genehmigung des Grafen benötigt. In seiner Audienz, die er, etwas schäbig, vom Dach eines Mercedes herab hält, verweigert er Berthe diese Erlaubnis und vergewaltigt sie erst im Wagen, dann auf dessen Heck, bevor er sie ganz auf sein Schloss entführt.

Inzwischen haben die Missionare die Ähnlichkeit des Schankwirts mit einem in Münster verehrten Bildnis König Davids erkannt und ihn vergeblich bewogen, als ihr Prophet nach Münster zu ziehen und dort ihr König zu werden. Erst als Oberthal Jean zwingt, ihm die aus dem Schloss geflüchtete Berthe auszuliefern, weil er sonst seine Mutter töten lässt, entschließt er sich dazu, auf das Angebot der Wiedertäufer einzugehen und Rache am Grafen zu nehmen. Das gelingt, wohl auch mit Hilfe der aufgewiegelten Menge; vor rauchenden Trümmern des Mercedes und des Schlosses, die aber auch die Mauern des bestürmten Münsters sein können, zeigt sich Jean de Leyde als Führer seiner Soldateska.

Deutsche Oper Berlin / Le Prophete - hier Audienz mit Wiedertäufern, Noel Bouley, Dickinson, Seth © Bettina Stöß

Deutsche Oper Berlin / Le Prophete – hier Audienz mit Wiedertäufern, Noel Bouley, Dickinson, Seth © Bettina Stöß

Eindringlich macht der vor allem im Heldischen glänzende Tenor Gregory Kunde die Wandlung Jeans vom Darsteller der Prophetenrolle hin zum Glauben an seine Berufung zum Propheten deutlich. Ihm wächst der Glaube vor allem in der großen Szene zu, in der er erfolgreich seiner bereits geschlagenen und meuternden Truppe den Sieg prophezeit, wenn sie unter seiner Führung erneut gegen Münsters Mauern anstürmt. Es scheint, als seien es die sinistren Wiedertäufer, die ihm weitere Gelegenheiten verschaffen, seinen Glauben an die eigenen übernatürlichen Fähigkeiten zu stärken. Als er bei seiner Krönungsmesse im Dom zu Münster durch Handauflegen nicht nur Lahme wieder gehen und Blinde wieder sehen macht, sondern auch noch einen Toten zum Leben erweckt, sieht man nur, dass sie es sind, die den Darstellern dieser Wunder ihren Lohn zustecken.

Deutsche Oper Berlin / Le Prophete - hier Jean de Leyde wird zum König gekrönt, Gregory Kunde und Chor © Bettina Stöß

Deutsche Oper Berlin / Le Prophete – hier Jean de Leyde wird zum König gekrönt, Gregory Kunde und Chor © Bettina Stöß

Jean ist ihre Marionette, deren sie sich bedienen, um ihren weltlichen Gelüsten unter frommen Vorwänden ausgiebig nachgehen zu können. Erst als sie Jean zu Gottes jungfräulich geborenem Sohn ausrufen und ihn mit vorgehaltener Waffe dazu zwingen, seine Mutter zu verleugnen, wird ihm seine Hybris und die Rolle bewusst, die er im Machtspiel der Wiedertäufer innehat. Zu spät entschließt er sich, seinem Königtum und dem Täufertreiben ein Ende zu setzen.

Unvermutet taucht bei einer szenisch nicht zu Ende geführten Hochzeit zum Ende hin Jeans Verlobte Berthe wieder auf. Elena Tsallagova füllt die kleine Rolle koloraturensicher mit klarem, in den Höhen etwas spitzem Sopran einnehmend aus und harmoniert dabei vorzüglich mit dem variablen Mezzo von Clémentine Margaine als Jeans Mutter Fidès. Während Berthe letztlich nur noch dazu da ist, um Jean mit dem notwendigen Pulver für die Sprengung von Münsters Stadtschloss mitsamt seinen Täufern zu versorgen, wächst Fidès eine entscheidende Funktion zu. Ihr lebensvoller Gesang steht in genauestem Gegensatz zum falschen Glaubenspathos der Täufer, das diese besonders in der pompösen Krönungsszene mit ihrem kirchenliedartigem „Ad nos, ad salutarem undam“ entlarvt. Fidès verkörpert stimmlich glaubwürdig die konservative Alternative zur selbstermächtigten, sich aber auf höhere Mächte berufenden Rebellion. So leicht, wie er den Täufern folgte, folgt Jean nun seiner Mutter, die ihm für seine Reue Vergebung im Himmel verspricht.

Meyerbeers „Le Prophète“ endet restaurativ, das Schlussbild gleicht dem Beginn. Graf Oberthal steht wieder auf dem Podest, auf dem die Geburts- und Todesdaten Jean de Leydes eingraviert sind, und lässt sich von den Bodyguards bedienen. All die viele Gewalt hat nichts an den Verhältnissen geändert, und fast könnte man meinen, das sei auch gut so.

Deutsche Oper Berlin / Le Prophete - hier Der Prophet muss seine Mutter verleugnen, Noel Bouley, Gregory Kunde , Derek Welton und Clémentine Magaine © Bettina Stöß

Deutsche Oper Berlin / Le Prophete – hier Der Prophet muss seine Mutter verleugnen, Noel Bouley, Gregory Kunde , Derek Welton und Clémentine Magaine © Bettina Stöß

Le Prophète“ ist die Oper der Stunde. Die Figur des Jean de Leyde ist sehr aktuell. Ein letztlich privater Antrieb wächst sich als sich selbst erfüllende Prophezeiung zu dem Glauben aus, zum Tun des allgemein Rechten berufen zu sein. Wenn dann auch noch die Lust hinzukommt, alles zu dürfen, was bislang verboten war – und das zeigt die Regie Olivier Pys überbordend mit schwungvoll choreographierten Kriegsgreueln und Vergewaltigungsexzessen – verstummen auch letzte Selbstzweifel. Wie die Geschichte ist gerade die Gegenwart voll dieser Beispiele, und die Regie hat gut daran getan, sie nicht näher zu konkretisieren, sondern nur genau die allgemeine Anatomie einer Rebellion zu erfassen. In den unverzichtbaren bizarren Ballettszenen wird das Verhältnis von Führer und Mitläufern deutlich. Sie brauchen ihn und seine Berufung auf höhere Mächte, um sich von der Schuld zu entlasten, die sie durch ihr unerhörtes Tun, ihre laufend begangenen Verbrechen auf sich laden.

Dass die Drehbühne fast ununterbrochen kreiselt, wohl um die ewige Wiederkehr des schrecklichen Immergleichen deutlich zu machen, ist eine der störenden Metaphern wie der schweigende Engel mit seinen Sprechblasen-Schildern. In mancher Szene hätte man sich mehr Sorgfalt von der Regie gewünscht. Da verschwinden unmotiviert ganze Menschengruppen, und dass die lieblichen Landfrauen das hungrige Heer der Täufer mit Äpfeln sättigen können, ist nur ein schlechter Witz. Der eigentlich hochspektakuläre Untergang von Münster verpufft als Rotlicht-Spektakel.

Musikalisch ist dieser „Prophète“ reiner Genuss. Die von Jeremy Bines einstudierten Chöre sind voll eindringlicher Wucht, und das Ensemble ist bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt, besonders die drei Wiedertäufer Derek Welton als Zacharie, Gideon Poppe als Jonas und Noel Bouley als Mathisen gefallen. Die Tänzerinnen und Tänzer stellen mit ausgiebig präsentierten schönen Körpern ein eindrucksvoll stummes Bild des Täufertreibens dar, haben aber das Pech, dafür nicht nur begeistert beklatscht, sondern mit moralischem Aplomb ausgebuht zu werden.

Enrique Mazzola am Pult des Orchesters der Deutschen Oper Berlin dirigiert sängerfreundlich mit viel Aufmerksamkeit für die Bühne. Die turbulenten, für Meyerbeers Grande Opéra charakteristisch die Oberflächenhandlung beschreibenden Szenen malt er kräftig aus, arbeitet dabei aber auch fein das Schräge, Unwahre am Geschehen heraus, wenn etwa der tänzerische Rhythmus nicht zum frommen Gehalt passt. Ihm, dem Orchester und allen an der Aufführung Beteiligten, vor allem aber Clémentine Magaine galt nach mehr als vier Stunden der begeisterte Beifall des Publikums.

Le Prophéte von Giacomo Meyerbeer: Die nächsten Termine an der Deutschen Oper Berlin: 4.1. 2018 um 18.00 Uhr, 7.1. 2018 um 17.00 Uhr

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Würzburg, Mainfranken Theater, Höhepunkte des Spielplans, Januar – Februar 2018

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Mainfrankentheater Würzburg

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

Mainfranken Theater Würzburg © Nico Manger

Höhepunkte des Spielplans – Januar und Februar 2018


 Drei Choreografien an einem Abend: Laboratorium Tanz

Das Format Laboratorium Tanz findet auch in der aktuellen Saison seine Fortsetzung. Ab dem 18. Januar werden wieder drei Tanzsequenzen gezeigt, für die Tänzer aus der Ballettcompagnie als Choreografen verantwortlich zeichnen. Cara Hopkins’ Metamorphosis verhandelt das Schicksal eines Menschen, der im falschen Körper gefangen ist. Ihre Choreografie wird durch die live am Klavier gespielte Musik von Paul Child begleitet, der Songs der Kultband Radiohead verarbeitet. Brief, case, eine Arbeit von Alessandro Giovine, betrachtet die menschliche Sehnsucht nach Vollkommenheit und Liebe. Leonam Santos’ Feminae schließlich thematisiert die Rolle der Frau im Wandel der Zeit. Laboratorium Tanz wird nicht nur in der Kammer des Mainfranken Theaters, sondern auch auf der Landesgartenschau Würzburg 2018 zu erleben sein.


Grand Opéra am Mainfranken Theater:  Die Sizilianische Vesper

Mit der Sizilianischen Vesper setzt das Mainfranken Theater die Auseinandersetzung mit der Gattung „Grand Opéra“  fort, die im Oktober 2016 mit Giacomo Meyerbeers Hugenotten begonnen wurde. Im Mainfranken Theater ist Verdis selten zu sehende Historienoper ab dem 20. Januar  in der französischen Originalfassung zu erleben.  Als „Sizilianische Vesper“ wird die Ostern 1282 in Palermo auf Sizilien ausgebrochene Erhebung gegen die französische Herrschaft unter Karl I. bezeichnet.  Für die Würzburger Neuinszenierung zeichnet der in New York geborene US-Amerikaner Matthew Ferraro als Regisseur und Bühnenbildner verantwortlich. Als Herzogin Hélène und Sizilianer Henri kehren Claudia Sorokina und – erstmals überhaupt in einer Verdi-Partie – Uwe Stickert als Gäste ans Mainfranken Theater zurück. Die beiden hatten als Königin Marguerite beziehungsweise Raoul de Nangis das Hugenotten-Ensemble in der vergangenen Saison zu einem Triumph geführt. Als Jean Procida ist erstmals der junge Bass Igor Tsarkov als neues Ensemblemitglied des Mainfranken Theater auf der Bühne des Großen Hauses zu erleben. Einen exklusiven Einblick bereits vor der Premiere bietet am 15. Januar das Format „99 – Die öffentliche Probe“.


Uraufführung an besonderem Aufführungsort:   Magnolienzeit

Das Rechercheprojekt Magnolienzeit des Mainfranken Theaters in der Regie von Tjark Bernau untersucht die Auswirkungen des 16. März 1945 auf die Identitätsbildung der Stadt Würzburg. Die Produktion folgt den verbliebenen Spuren der Zerstörung und befragt unterschiedliche Geschichten des Neubeginns. In Kooperation mit der Universität Würzburg inszeniert das Mainfranken Theater den Stoff ab dem 8. Februar im Max-Stern-Keller, dem historischen Kellergewölbe der Alten Universität.


Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert

Wolfgang Borchert schrieb sein berühmtes Kriegsheimkehrer-Drama Draußen vor der Tür  im Spätherbst 1946 in nur wenigen Tagen. Heute gilt es als eines der bedeutendsten Theaterwerke der Nachkriegs-Trümmer-Literatur und feiert auf der Bühne des Mainfranken Theaters Premiere  am  10. Februar. Die Handlung spielt  in Deutschland kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: Unteroffizier Beckmann, 25 Jahre alt, kehrt 1945 mit einem zerschossenen Knie und von Albträumen geplagt in seine Heimatstadt Hamburg zurück. Er ist verantwortlich für den Tod seiner Untergebenen. Die Stadt liegt in Trümmern, Beckmanns Frau hat einen anderen Mann, und sein einjähriger Sohn ist Opfer eines Bombenangriffs geworden. Auch Beckmanns Selbstmordversuch scheitert, denn die Elbe will ihn nicht: Sie wirft ihn in Blankenese zurück an den Strand. Während er auf verschiedene Vertreter der Nachkriegsgesellschaft trifft, sucht Beckmann weiter vergeblich nach Antworten.


Lesung mit Robert und Angelika Atzorn:  Arthur & Adele

Ein besonderes Highlight kommt mit der Lesung von Angelika und Robert Atzorn am 19. Januar ins Große Haus des Mainfranken Theaters. Das Paar liest  aus einem Briefwechsel und aus detaillierten Tagebucheintragungen einer unbedingten Liebe, die sich – begierig, sehnsüchtig, launisch, abgründig – zwischen dem österreichischen Dramatiker und Arzt ­Arthur Schnitzler (1862 – 1931) und der seinerzeit gefeierten Schauspielerin Adele Sandrock (1863 – 1937) entsponnen hat.


Highlights aus dem Konzertkalender 


Die beliebten Familienkonzerte gehen in die zweite Runde. Am 27. Januar gerät dabei die Märchenwelt aus den Fugen: Mit Musik von Maurice Ravel und Felix Mendelssohn Bartholdy erzählt Das Froschkomplott eine heitere Verwechslungsgeschichte aus der Welt der Märchen.


 3. Sinfoniekonzert 1. – 2. Februar  –  Mozart, Reger, Mendelssohn Bartholdy

Am 10. Februar verspricht das Rathauskonzert ein außergewöhnliches Musikerlebnis im Würzburger Ratssaal. Dieses Gesprächskonzert ermöglicht nicht nur aufgrund de dramaturgischen Begleitung einen intensiven Einblick in die musikalischen Werke. Insbesondere die Innenarchitektur des Saales bietet die besten Voraussetzungen, um den Orchesterklang hautnah zu erleben. Das Publikum sitzt um das Orchester herum, einige Gäste haben sogar die Möglichkeit, zwischen den Musikern Platz zu nehmen und die Musik so aus ihrem Inneren heraus zu erfahren.

Cineasten und Musikliebhaber kommen beim Filmkonzert zu Fritz Langs epischem Meisterwerk Metropolis voll auf ihre Kosten. Während die futuristische Geschichte eine Zweiklassengesellschaft auf Großleinwand gezeigt wird, erklingt aus dem Orchestergraben die originale Filmmusik, live gespielt vom Philharmonischen Orchester – ein Filmgenuss wie in den guten alten Zeiten.


Zum letzten Mal: Dernièren Così fan tutte und Was ihr wollt

Die letzten Gelegenheiten für „eine grandiose Aufführung, in der viele Sonnenstrahlen des Philharmonischen Orchesters und des prächtig harmonierenden Sängersextetts (…) beste Laune hervorzaubern“ (Mannheimer Morgen), bieten sich im Januar, wenn die bei Publikum und Medien gleichermaßen beliebte Inszenierung von Mozarts Così fan tutte letztmals auf dem Spielplan steht (13. und 17. Januar, Dernière am 27. Januar).
Ebenfalls letztmals hebt sich am 18. Februar der Vorhang für das Schauspiel Was ihr wollt  von Shakespeare – eine „herrlich vergnügliche, temporeiche Inszenierung“ (Bayerische Staatszeitung). Im neuen Jahr außerdem noch am 6., 21. und 31. Januar auf dem Programm.


Terminüberblick

99 – Die öffentliche Probe: Die Sizilianische Vesper –>15.1., Premiere: Laboratorium Tanz –>18.1., Lesung: Arthur & Adele mit Angelika und Robert Atzorn –>19.1., Premiere: Die Sizilianische Vesper –>20.1., 2. Familienkonzert: Das Froschkomplott –>27.1., Letztmals: Così fan tutte –> 27.1., 3. Sinfoniekonzert –>1.2. & 2.2.
Uraufführung: Magnolienzeit –>8.2.
Premiere: Draußen vor der Tür –> 10.2.
Rathauskonzert –> 10.2.
Filmkonzert: Fritz  Lang – Metropolis –> 15.2. & 16.2
Letztmals: Was ihr wollt –> 18.2.

Pressemeldung Mainfrankentheater Würzburg

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München, Bayerische Staatsoper, O Paradis – Jonas Kaufmann, 10.12.2017

Juni 8, 2017 by  
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Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München Foto: © Wilfried Hösl

O Paradis – Jonas Kaufmann

Zusatzkonzert  – 10. Dezember 2017 19 Uhr, Nationaltheater

Unter dem Titel O Paradis wird Jonas Kaufmann am Sonntag, den 10. Dezember 2017, Höhepunkte aus Opern von Giacomo Meyerbeer, Hector Berlioz, Jacques Fromental Halévy, Georges Bizet, Charles Gounod und Jules Massenet präsentieren. Bertrand de Billy leitet das Bayerische Staatsorchester.


Bertrand de Billy, geboren in Paris, begann seine Dirigentenlaufbahn nach Studien in seiner Heimatstadt als Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor im anhaltinischen Staatstheater Dessau. Danach arbeitete er in gleicher Position an der Volksoper in Wien. In der Position des Chefdirigenten folgten vier Jahre am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und acht Jahre beim Radio-Symphonieorchester Wien. Bis 2015 war er Erster Gastdirigent des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und des Orchestre de Chambre de Lausanne. Die gleiche Stelle hat er jetzt bei den Dresdner Philharmonikern inne. Er dirigiert regelmäßig an diversen Opernhäusern, z. B. von Berlin, Hamburg, Wien, London, Paris und New York sowie bei den Salzburger Festspielen. (Stand 2017)

Bayerische Staatsoper / Jonas Kaufmann © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Jonas Kaufmann © Wilfried Hösl

Jonas Kaufmann, geboren in München, studierte Gesang an der hiesigen Hochschule für Musik. Seine Bühnenlaufbahn begann 1994 am Staatstheater Saarbrücken. Nach Engagements in Hamburg, Stuttgart und Mailand kam er 2001 an das Opernhaus Zürich, wo er mit deutschem, italienischem und französischem Repertoire zu erleben war. Es folgten Engagements etwa an der Wiener Staatsoper, der Opéra national de Paris, der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House Covent Garden in London sowie Auftritte bei den Festspielen von Salzburg und Bayreuth. 2013 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt. 2016 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. An der Bayerischen Staatsoper sang er bisher u. a. Partien wie Manrico (Il trovatore), Titelpartie in Lohengrin, Des Grieux (Manon Lescaut) und Walther von Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg).

Pressemeldung Bayerische Staatsoper München

Essen, Philharmonie Essen, Grand Opera: Diana Damrau – Nicolas Teste, 04.06.2017

Mai 29, 2017 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / DIANA DAMRAU Diana Damrau © Jürgen Frank

Philharmonie Essen / DIANA DAMRAU Diana Damrau © Jürgen Frank

Grand Opéra:  Diana Damrau und Nicolas Testé

Am Sonntag, 04.06.2017 in der Philharmonie Essen

Im vergangenen Jahr sorgte Diana Damrau in der konzertanten Aufführung von Lucia di Lammermoor für Begeisterungsstürme in der Philharmonie Essen. Jetzt kehrt die gefeierte Sopranistin mit einem ebenso bemerkenswerten Programm zurück: Am Sonntag, 4. Juni 2017, um 17 Uhr präsentiert sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Bassbariton Nicolas Testé, unter dem Titel „Grand Opéra – Belcanto Drammatico“ Werke von Giacomo Meyerbeer, Giuseppe Verdi, Jules Massenet, Richard Wagner, Amilcare Ponchielli und Vincenzo Bellini. Begleitet werden sie vom Orchester PKF – Prague Philharmonia unter der Leitung von Emmanuel Villaume.

Erst vor wenigen Tagen ist das neue Album von Diana Damrau mit einer Auswahl von spektakulären Meyerbeer-Arien erschienen. „Ich tauchte ganz und gar in Meyerbeers Welt ein“, so die Sängerin, „war geradezu erregt von den vielfältigen Möglichkeiten des Stimmeinsatzes, den Orchesterfarben, seinem Theaterinstinkt, von seiner Art, Emotionen zum Ausdruck zu bringen und natürlich von seinen herrlichen Melodien.“ In der Philharmonie wird sie Arien aus Meyerbeers Opern Dinorah ou le pardon de Ploërmel, Emma di Resburgo und Ein Feldlager in Schlesien singen, dazu Arien aus Massenets „Manon“, Verdis „Sizilianischer Vesper“ und Bellinis „I Puritani“. Nicolas Testé wird mit Arien aus Meyerbeers „Hugenotten“, Verdis „Don Carlo“, Massenets „Manon“, Wagners „Fliegendem Holländer“ und Ponchiellis „La Gioconda“ glänzen.

Nachdem mit Le Prophète unlängst zum ersten Mal eine Oper von Giacomo Meyerbeer am Aalto-Theater zu sehen war, darf man sich nun auch in der Philharmonie von den außergewöhnlichen Klängen der französischen Grand Opéra verzaubern lassen. Im 19. Jahrhundert war der 1864 in Paris gestorbene Meyerbeer mit seinen hochdramatischen Stoffen um Glaubenskriege und finstere Verschwörungen die Nummer eins der Opernbühnen – Rivale von Rossini und Wagner. Schon als Studentin, als sie in einer Meyerbeer-Kantate mitwirkte, war Diana Damrau fasziniert von diesem Meister zwischen Berlin und Paris.

Pressemeldung Philharmonie Essen

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