Brüssel, Theatre Royal de la Monnaie, Macbeth Underworld – Pascal Dusapin, IOCO Kritik, 24.09.2019

September 24, 2019 by  
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Theatre Royal de la Monnaie Brüssel © Pierre Stubbe

Theatre Royal de la Monnaie Brüssel © Pierre Stubbe

Theatre Royal de la Monnaie

Macbeth Underworld  – Uraufführung

„Du lässt die Narren glauben, dass aus der Lüge eine Wahrheit entsteht“

von Ingo Hamacher

Diese ersten Worte der Hecate im Shakespeareschen Macbeth, lässt in diesen turbulenten Brexitzeiten ganz Europa, aber natürlich besonders Brüssel, an Boris Johnson denken, der über dieses Zitat hinaus noch überraschend viele andere Gemeinsamkeiten mit der Person Macbeths und dessen Verhalten aufweise, so Peter de Caluwe, Intendant des Theatre Royal de la Monnaie in Brüssel, in seiner Begrüßungsrede zur Premiere der Uraufführung von MACBETH UNDERWORLD.

Pascal Dusapin, Komponist dieser Auftragsarbeit für die Königliche Muntschauburg, verweist ebenfalls mit Blick auf den europäischen Zusammenhalt darauf, daß sowohl die großen Historiendramen, als auch die shakespearschen Tragödien das Kernmaterial des europäischen Geistesleben und somit unser alle kulturelle Wurzeln darstelle, weswegen er sich auch bewußt für den Stoff des Macbeth entschieden habe, den aufzugreifen, zeitgemäß zu interpretieren und zur Diskussion zu stellen, ihm ein besonderes Anliegen gewesen sei.

Macbeth Underworld – Theatre Royal de la Monnaie
youtube Trailer des Theatre Royal de la Monnaie, Brüssel
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Knapp vier Jahre nach Penthesilea, seiner letzten Komposition, liefert Pascal Dusapin dem belgischen Opernhaus La Monnaie / de Munt ein neues Werk. Mit seinem Librettisten Frédéric Boyer taucht er in die dunkelsten Regionen der menschlichen Seele ein und dies mit Hilfe zweier der sinnbildlichsten Charaktere des menschlichen Bösen: dem Macbeth-Paar. Pascal Dusapin, 1955 in Nancy geboren, man hat ihn auch schon als den „französischen Wolfgang Rihm“ bezeichnet, schafft Musik, die schillert, fluktuiert, ständig in Bewegung ist, stets im Wandel und dadurch etwas ungreifbares bekommt.

Ein reguläres Kompositionsstudium hat er zwar nie absolviert, aber mit großer Hingabe hat er vier Jahre lang an der Sorbonne die Vorlesungen von Olivier Messiaen und Iannis Xenakis gehört. Letzterer wurde für Dusapin zu einem „musikalischen Vater“, unter dessen Einfluss er sich mit den mathematischen und akustischen Gesetzmäßigkeiten von Musik beschäftigte. Doch während die Musik von Xenakis wie ein Vulkan, wie ein Erdbeben, wie ein Felssturz über die Zuhörer hereinbricht, kann Dusapins Musik so leicht und licht klingen wie der Wind, die Wellen, die Wolken.

Dusapins Kompositionen umfassen neben Orchesterwerken und Kammermusik auch zahlreiche Opern, etwa Medeamaterial (1990/91) nach Heiner Müller, die Kammeroper To Be Sung für Sänger, Sprecher, Ensemble und Tonband (1993) nach Gertrude Stein oder Faustus. The Last Night (2006) nach Christopher Marlowe. Neben literarischen Vorbildern bezieht sich Pascal Dusapin in seinen Werken immer wieder auch auf Theater, Tanz und bildende Kunst.

 Theatre Royal de la Monnaie Brüssel / Macbeth Underworld - hier : Georg Nigl als Macbeth © Baus / La Monnaie De Munt

Theatre Royal de la Monnaie Brüssel / Macbeth Underworld – hier : Georg Nigl als Macbeth © Baus / La Monnaie De Munt

Pascal Dusapins Schaffen ist in besonderem Maße angeregt durch außermusikalische Inspirationen aus den Bereichen der Literatur, des Theaters sowie der bildenden Künste. Die starke Betonung des kompositorischen Handwerks schlägt sich nieder in Partituren, in denen sich Polyphonie als Resultat sorgsam gezeichneter Stimmverläufe und ins Einzelne verästelter Kontrapunktik ergibt. Er schafft rhythmisch hochkomplexe, für die Musiker aufwendig zu erlernende Partituren. Seine Musik lässt sich der mathematisch-intellektuellen Strömung zuordnen.

Die Regie lag in den Händen des jungen französische Regisseurs Thomas Jolly, der umfangreich mit Shakespeares Welt vertraut ist. Thomas Jolly, geboren 1982 in Rouen, ist Schauspieler und Regisseur des französischen Theaters und der französischen Oper. Er ist künstlerischer Leiter von La Piccola Familia, einer Theatergruppe mit Sitz in Rouen. Der Dirigent Alain Altinoglu bringt das intensive Drama und den stimmlichen und orchestralen Reichtum der Partitur zum Ausdruck.

Das Ergebnis ist die blutbefleckte düstere Oper Macbeth Underworld, in der das unglückselige Paar dazu verurteilt wird, seine eigene Tragödie zu erleben, und ihre eigenen Erinnerungen zu verfolgen – und unsere!

Macbeth (engl. The Tragedy of Macbeth) ist eine Tragödie von William Shakespeare.   Das Werk handelt vom Aufstieg des königlichen Heerführers Macbeth zum König von Schottland, seinen Wandel zum Königsmörder und nach weiteren Mordtaten, die der Erhaltung seiner Macht dienen sollen, zu seinem Fall. Der Autor verknüpfte in seinem Drama geschichtliche Fakten über den historischen Schottenkönig Macbeth und den zeitgenössischen englischen König Jakob I. mit Aberglauben, Mythologie und Fiktion.

Das Schauspiel Macbeth, eines der bekanntesten Dramen Shakespeares, basiert nicht auf den geschichtlichen Tatsachen, sondern auf einer Darstellung durch den Chronisten Raphael Holinshed aus dem 16. Jahrhundert. Sie schildert Macbeths Wandlung vom Getreuen Duncans zum Königsmörder, der zunehmend dem Wahnsinn verfällt.

Shakespeares Geschichte lässt mehrere, voneinander verschiedene Interpretationen zu: Von der Parabel über die Machtgier der Menschen über die Frage nach Vorherbestimmung des Schicksals bis hin zu Sünde und Schuld als ewiges Menschheitsthema. Ein zentrales Thema des Dramas ist das Divine Right, das göttliche Recht. Macbeth verstößt durch seine gewaltsame Machtergreifung gegen diese Ordnung, was nicht nur Chaos und Schreckensherrschaft in Schottland, sondern schließlich auch Macbeths gewaltsamen Tod zur Folge hat.

Theatre Royal de la Monnaie Brüssel / Macbeth Underworld - hier : Georg Nigl als Macbeth, Magdalena Kozena als Lady Macbeth, K Sigmundsson als Ghost © Baus / La Monnaie De Munt

Theatre Royal de la Monnaie Brüssel / Macbeth Underworld – hier : Georg Nigl als Macbeth, Magdalena Kozena als Lady Macbeth, K Sigmundsson als Ghost © Baus / La Monnaie De Munt

Die Besonderheit von Macbeth ist durch charakteristische Eigenschaften des Werkes bestimmt wie seine besondere Zugänglichkeit und Verständlichkeit. Die einsträngige, klarlinige Handlung ist relativ leicht zu verfolgen; ebenso sind die Hauptcharaktere trotz ihrer Komplexität nicht grundsätzlich rätselhaft oder unbegreifbar. Die Bühnenwelt, in der das Stück spielt, ist zwar mit ihren feudalen Herrschern, Thanen und Hexen von der realen Alltagswelt weit entfernt, zeigt aber Figuren, die nicht fremder sind als die Könige oder Hexengestalten im Märchen.

Und in eine solche Märchenwelt entführt uns Bruno de Lavenère, der für die Bühne verantwortlich ist. „HERE MAY YOU SEE THE TYRANT“ verkündet eine Leuchttafel, die im Bühnenhintergrund steht. Zu Beginn schon ist der Vorhang offen und gibt den Blick frei auf knorrig gewachsene riesige Zauberbäume, bei denen gar nicht vorstellbar ist, dass dort keine Hexen wohnen würden. Die die gesamte Aufführung hindurch nur eine spärlich beleuchtete Bühne, deren wabernde Nebel und stroboskopische Lichteffekte uns in die mittelalterliche Welt Schottlands versetzen. „Die Hölle kann es nicht sein, dafür ist es hier zu kalt“, werden wir im Verlauf der Handlung hören. Ein interessanter Hinweis, denn denkbar wäre auch das gewesen.

Banquo, sein späteres Schicksal schon verkündend, tritt direkt zu Anfang bereits als Geist auf. Blut klebt in seinem Haar; Blut fließt von seiner Schulter; ein Dolch steckt in seinem Rücken. Macbeth und seine Gattin erscheinen in strahlendem Weiß. Sie erscheinen so unendlich rein, in dieser düsteren Welt. Das wird sich jedoch noch ändern…

Macbeth Underworld – mit Magdalena Kozena als Lady Macbeth
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Die gesamte Bühne ist mit verschiedenen Dreh- und Schiebeelementen in ständiger Bewegung. Alles dreht, alles wandelt sich; nichts bleibt, wie es ist. Ebenso unmerklich, wie Bäume verschwinden, tauchen turmhohe Schlosselemente auf der Bühne auf. Auf mehreren Ebenen bespielbar sind die einzelnen Ebenen durch Wendeltreppen mit einander verbunden. Die Handlung nimmt seinen Lauf und die Bühnenelemente wandeln sich in ständigen Fluss, ganz wie es die Musik Dusapins tut. Auf sehr ungewöhnliche Art leicht-zu-hören, aber ganz Emotion und Gefühl, lässt sie uns das Seelenleben der Protagonisten sinnlich erleben.

Magdalena Kožená, (* 1973 in Brünn), in der Rolle der Lady Macbeth ist eine tschechische Mezzosopranistin. Georg Nigl (* 1972), Interpret der Titelfigur des Macbeth, ist österreichischer Opern- und Konzertsänger (Bariton). Beide verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit Pascal Dusapin, der die Beiden bereits zu Beginn des Projektes für die Rollen vorgesehen hatte, und ihnen die Partien auf den Leib geschrieben hat.

Für alle Sänger seien Uraufführungen immer eine große Herausforderung, weil es weder Vorbilder für den Gesang, bzw. in der Produktionsphase über viele Monate keine genauen Vorstellungen über die Strukturen des Werkes gäbe, da diese ja erst noch erarbeitet werden müsste, verraten sie uns. Als um so spannender und herausfordernder hätten sie es jedoch erlebt, Teil dieses Projektes zu sein, und zunehmend in die Bühnenfiguren hinein zu wachsen. Vollumfänglich können sie ihn ihren nicht leicht zu singenden Partien überzeugen. Aber wenn sie zum Schlussapplaus auf der Bühne stehen, sieht man ihnen an, welche Kraft es sie gekostet hat. Auch die anderen Sängerinnen und Sänger, sowie der Frauenchor der La Monnaie lassen stimmlich nichts zu wünschen übrig.

Macbeth Underworld:  Die Handlung folgt der literarischen Vorlage

Die Schlacht ist erfolgreich beendet, Schottland kann einem neuen Frieden entgegensehen. Aber auf dem Weg zu ihrem König Duncan begegnen den Feldherren Macbeth und Banquo  drei Hexen.

Than von Glamis, Than von Cawdor – und schließlich gar König von Schottland soll Macbeth, Banquo der Stammvater von Königen werden, so orakeln die Hexen. Than von Glamis weiß er sich schon, als Than von Cawdor huldigen ihm im nächsten Augenblick die Abgesandten des Königs. Da kann doch die Erfüllung der dritten Verheißung nicht mehr weit sein. Doch diesen Schritt tun, heißt einen Königsmord begehen.

Anders als der wohl begehrlich empfindende, aber zögerlich reflektierende Macbeth, ist seine Frau sogleich klar denkend zur Tat bereit, den Gatten anstachelnd und ermutigend, als das Schicksal auch noch die Gelegenheit schafft: König Duncan verbringt die Nacht in Macbeth‘ Schloß.

Macbeth tötet den wehrlosen Schlafenden; mit Hilfe der Lady wird der Verdacht auf die Wächter gelenkt. Von Grauen gepackt fliehen Duncans Söhne ins Ausland. Macbeth wird König von Schottland. Aber wenig Freude wird ihm an der Frucht der Tat. Keinen Moment sehen wir Macbeth seine Herrscherwürde genießen, seine Macht auskosten.

Theatre Royal de la Monnaie Brüssel / Macbeth Underworld - hier  : Magdalena Kozena als Lady Macbeth © Baus / La Monnaie De Munt

Theatre Royal de la Monnaie Brüssel / Macbeth Underworld – hier : Magdalena Kozena als Lady Macbeth © Baus / La Monnaie De Munt

Sorgen und Angst überschatten seine Zeit. Bald dingt er Mörder, um den Mitwisser der Hexenwahrsagungen, Banquo, zu töten, auch dessen Sohn Fleance. Den kinderlosen Macbeth, besonders abscheulich, hatten die Hexen doch darauf hingewiesen, daß aus Banquos Nachkommenschaft ein Geschlecht von Königen erwachsen werde. Banquo freilich fällt unter den Mörderdolchen, sein Sohn Fleance kann entkommen.

Und Banquos ruheloser Geist erscheint mahnend auf dem Gastmahl vor Macbeth‘ Augen. Die Lady Macbeth beschwichtigt die ob des Königs eigentümlichen Verhaltens beunruhigten Thans, aber längst haben sich die Wahrnehmungen von Macbeth und seiner Lady um Welten entfernt.

Von neuem sucht Macbeth die Hexen auf, sie um seine Zukunft zu befragen. Sie versichern ihm, daß er keinen Mann zu fürchten habe, der vom Weibe geboren sei und Macbeth niemals Gefahr drohe, bis der Birnamwald zum Berg von Dunsinane marschiert.

Doch während sich Macbeth sicherer fühlt, zerfällt die seelische Kraft von Lady Macbeht; schlafwandelnd versucht sie sich immerzu das unsichtbare Blut von den Händen zu waschen – das Blut des gemordeten Königs Duncan. Die Lady stirbt an ihrem Schuldgefühl.

Gegen Macbeth haben sich unter der Führung von Duncan Sohn Malcolm und Macduff, des Thans von Fife, Engländer und Schotten verbündet, die Truppen nähern sich getarnt mit den Zweigen des Birnamwaldes an Macbeth‘ Schanze. Im Zweikampf gegen Macduff, der vor der Zeit aus dem Mutterleib geschnitten wurde und so die Prophezeihungen der Hexen erfüllt, fällt Macbeth. Malcolm wird neuer König von Schottland.


Langanhaltender Applaus für eine rundum gelungene Uraufführung. Ovationen für das Produktionsteam und eine besondere Würdigung für Pascal Dusapin. Reichlich Blumen für alle Mitwirkenden

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 Macbeth – von Shakespeare zu Verdi, Strauss, Bloch, Chelard, Schostakowitsch, Pascal Dusapin

Die bekannteste musikalische Bearbeitung der Shakespeareschen Vorlage komponierte Giuseppe Verdi. Uraufführung 1847 in Florenz. Richard Strauss schrieb 1886–1888 seine erste Tondichtung Macbeth. Ernest Bloch schuf 1910 ein gleichnamiges lyrisches Drama, Uraufführung in Paris. Eine in der Handlung sehr frei an Shakespeares Macbeth anknüpfende Oper von Hippolyte Chelard wurde unter gleichem Titel 1927 an der Pariser Oper uraufgeführt. Der russische Komponist Dmitri Schostakowsch gestaltete 1930–32 die Oper Lady Macbeth von Mzensk, Uraufführung 1934, Leningrad.

Musikalische Leitung: Alain Altinoglu, Inszenierung: Thomas Jolly, Bühne: Bruno de Lavenère, Kostüme: Sylvette Dequest, Licht: Antoine Travert, Dramaturgie: Katja Krüger, Künstlerische Mitarbeit: Alexandre Dain, Chor: Martino Faggiani, Alberto Moro, Symphonisches Orchester und Frauenchor der Oper La Monnaie / de Munt

Mit:  Lady Macbeth: Magdalena Kozena, Macbeth: Georg Nigl, Drei Hexen: Ekaterina Lekhina, Lilly Jorstad, Christel Loetzsch, Geist: Kristinn Sigmundsson, Hecate/Narr: Graham Clark, Archiluth: Christian Rivet, Kind: Naomi Tapiola, Elyne Maillard

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MACBETH UNDERWORLD

Auftragswerk, komponiert von Pascal Dusapin, Text: Frédéric Boyer, Vorlage: Macbeth von William Shakespeare (um 1608), Uraufführung: 20.09.2019 an der Oper Theatre Royal de la Monnaie, Brüssel, Sprache: Englisch,

Spieldauer: ca. 1 Stunde, 45 Minuten; keine Pause, Ort und Zeit der Handlung: Schottland, 11. Jahrhundert, Koproduktion Opéra Comique und Opéra de Rouen Normandie., Übertitel in Niederländisch und Französisch, Einführung 30 Min. vor Vorstellungsbeginn

Macbeth Underworld im Theatre Royal de la Monnaie / De Mun; die weiteren Vorstellungen: 20.09.; 22.09. (15:00); 24.09.; 26.09.; 29.09. (15:00); 01.10.; 03.10.; 05.10.2019

—| IOCO Kritik Théâtre Royal de la Monnaie |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere GHOST – NACHRICHT VON SAM, 18.03.2017

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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

GHOST – NACHRICHT VON SAM

Musical Buch und Gesangstexte von Bruce Joel Rubin, Musik und Gesangstexte von Dave Stewart und Glen Ballard nach dem gleichnamigen Film von Paramount Pictures
Deutsch von Ruth Deny (Dialoge) und Roman Hinze (Gesangstexte)

Zum Stück:  Sam und Molly sind frisch verliebt und haben gerade ein neues Apartment bezogen. Doch eines Abends geschieht das Unfassbare: Sam wird bei einem Überfall erschossen. Während Molly um ihn trauert, wandert Sam als guter Geist umher und findet heraus, dass auch Molly in Lebensgefahr schwebt. Doch er kann weder von den Lebenden gesehen werden, noch in das Geschehen eingreifen. Seine letzte Hoffnung ist Geistheilerin Oda Mae Brown, die aber zunächst gar nichts davon wissen will.

Landestheater Linz / Riccardo Greco (Sam) und Anais Lueken (Molly Jensen) © Robert Josipovic

Landestheater Linz / Riccardo Greco (Sam) und Anais Lueken (Molly Jensen) © Robert Josipovic

Deutschsprachige Erstaufführung Samstag, 18. März 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungstermine: 20., 28., 30. März; 2., 7., 9., 26., 30. April 2017, Weitere Termine bis Juli 2017, In deutscher Sprache mit Übertiteln

1990 begeisterte der Film eine ganze Generation. In Linz als deutschsprachige Erstaufführung mit Riccardo Greco als Sam, Anaïs Lueken als Molly, Ana Milva Gomes als Oda Mae Brown und Peter Lewys Preston als Sams bester Freund Carl.

Autor Bruce Joel Rubin, der für sein Filmskript zu einem der erfolgreichsten Filme der 1990er Jahre mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, schrieb 2011 auch das Buch für die Musicalfassung. Dave Stewart (Eurythmics) und Glen Ballard (Komponist und Produzent  von Michael Jacksons „Man in the Mirror“) fügten der „Unchained Melody“ von Hy Zaret und Alex North), die schon als Titelsong des Films Geschichte schrieb, 24 bewegende Popsongs hinzu.

Musikalische Leitung  Stefan Diederich, Nachdirigat  Borys Sitarski, Inszenierung  Matthias Davids, Choreografie  Lee Proud, Bühne und Videodesign  Hans Kudlich
Kostüme  Leo Kulaš, Lichtdesign   Michael Grundner, Sounddesign  Andreas Frei
Videoanimation  Atzgerei, Illusionen  Nils Bennett, Dramaturgie   Arne Beeker, Sam Wheat  Riccardo Greco, Molly Jensen   Anaïs Lueken, Ruth Fuchs, Oda Mae Brown  Ana Milva Gomes, Zodwa Selele, Carl Bruner  Peter Lewys Preston, Gernot Romic
Willie Lopez / Ensemble   Mischa Kiek, Krankenhaus-Geist / Ensemble   Rob Pelzer
U-Bahn-Geist / Ensemble   Gernot Romic,

Clara / Ensemble  Ariana Schirasi-Fard, Louise / Ensemble  Gina Marie Hudson, Ensemble  Nicolas-Boris Christahl, David Eisinger, André Naujoks, Thomas Karl Poms, Jan-W. Schäfer, Rachel Colley, Ruth Fuchs, Raphaela Pekovsek, Anna-Julia Rogers, Rita Sereinig, Nina Weiß, Swings   Wei-Ken Liao, Lynsey Thurgar, Band  Daniela Mülleder (violin), Malva Hatibi (cello), Klaus Ganglmayer (tp), Karlheinz Schmid (sax)
Gerald Landschützer (kb), Wolfgang Bründlinger (git), Wolfgang Boukal (bs), Ewald Zach (dr)


RICCARDO GRECO SAM WHEAT Riccardo Greco war Stipendiat an der Joop van den Ende Academy in Hamburg (Stipendiatsgeber Perrin Manzer Allen) und Finalist im deutschen Bundeswettbewerb Gesang. Er spielte in vielen Großproduktionen wie Mamma Mia! in Berlin (Cover Sky), Tanz der Vampire in Oberhausen und Stuttgart (Nightmare Solo und Cover Alfred), Elisabeth in Wien (Cover Lucheni) und Sister Act in Wien (Cover Eddie Fritzinger, TJ, Erkan). Bei einer Grease-Tournee spielte er Kenickie und Cover Danny, und im Ronacher Wien verkörperte er Simon und Petrus in Jesus Christ Superstar. Beim Musicalsommer Amstetten begeisterte er das Publikum als Sonny Malone in Xanadu, Nick in Flashdance und Monty in Saturday Night Fever. Bei der Uraufführung von Der Besuch der alten Dame am Ronacher in Wien war er als Junger Alfred zu sehen. Einem breiten Publikum ist er auch durch die Teilnahme bei der Fernsehshow Ich Tarzan. Du Jane! bekannt geworden. 2013 sang er bei einem Konzert des amerikanischen Komponisten Scott Alan in der indigO2-Arena in London. Seit 2014 ist Riccardo Greco fixes Mitglied im Musicalensemble Linz und spielte u. a. die Titelrollen in The Who’s Tommy und Hedwig and the Angry Inch.

ANAÏS LUEKEN MOLLY JENSEN Anaïs Lueken absolvierte ihre Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Noch während des Studiums spielte sie bei einer Dänemark-Tournee Chava in Anatevka und war als Swing/Cover Roxie Hart in Chicago in Kopenhagen zu sehen.

Bei der Wideraufnahme übernahm sie die Rolle der June und coverte weiterhin Roxie Hart. In der dänischen Erstaufführung von Wicked verkörperte sie Nessarose. Zu weiteren dänischen Produktionen zählen u. a. Crazy for you, Love never dies (Cover Meg Giry) und Belle in Die Schöne und das Biest. Bei den Domfestspielen in Bad Gandersheim sah man sie u. a. als Ottilie Giesecke im Weißen Rössl und als Blondgirl in Blondgirl Undercover. Darüber hinaus tritt sie bei verschiedenen Revuen und Konzerten als Sängerin und Tänzerin auf. Im Wiener Ronacher verkörperte sie die Rolle der Miss Lark, Winifred Banks sowie Mary Poppins im gleichnamigen Stück.

Anaïs Lueken ist ab der Spielzeit 2015/2016 festes Mitglied des Musicalensembles am Landestheater Linz.

ANA MILVA GOMES ODA MAE BROWN Die gebürtige Holländerin mit Kapverdischen Wurzeln studierte an der Musicalakademie Lucia Marthas in Amsterdam. In Elton Johns Aida überzeugte sie 2005 als Nehebka sowie als Cover Aida. Kurz darauf übernahm Ana Milva Gomes auf Tournee bis 2007 die Erstbesetzung Aida. Der König der Löwen führte sie in der Rolle der Nala nach Hamburg, wo sie bis 2009 auch als Kala in der Deutschsprachigen Erstaufführung von Tarzan zu erleben war. Sie war mehrmals Solistin der Best of Musical-Gala in Deutschland und gab zahlreiche Gastauftritte, wie beispielsweise bei Holiday on Ice oder in der Alten Oper Frankfurt mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg. Ab 2011 begeisterte sie das Wiener Publikum in der Hauptrolle Deloris van Cartier in Sister Act und wurde außerdem als Maria Magdalena in Jesus Christ Superstar der Vereinigten Bühnen Wien gefeiert. 2013 spielte sie auch in der niederländischen und deutschen Produktion von SISTER ACT Deloris van Cartier. 2013 verkörperte Ana Milva Gomes Paulette Buonufonté in Natürlich Blond im Wiener Ronacher und war 2014 als Donna in Mamma Mia! im Raimundtheater zu erleben. 2015 spielte sie im Raimundtheater Wien die Baronin von Waldstätten in Mozart! und war als Jurymitglied beim Kiddy Contest auf Puls 4 zu sehen. 2016/2017 stand sie als Betty Jean bei den Winter Wonderettes auf der Bühne der Kammerspiele an der Josefstadt. 2017 ist sie Kandidatin der elften Dancing-Stars-Staffel im ORF.

PETER LEWYS PRESTON CARL BRUNER Peter Lewys Preston studierte an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München, die er mit Diplom summa cum laude abschloss, und der Shenandoah University in Virginia. Er gewann den Bundeswettbewerb Gesang Berlin zweimal in Folge und bekam 2013 den Sonderpreis der „Jugend kulturell“ Stiftung, sowie 2010 den Sonderpreis des Deutschen Musikrats verliehen.

2013 sang er den Christian de Neuvillette in Cyrano de Bergerac beim BR und spielte Jimmy’s Mum in Kifferwahn beim Staatstheater am Gärtnerplatz. Anschließend stand er in Shakespeares Was ihr wollt als Sir Christoph von Bleichenwang auf der Bühne, übernahm die Rolle des Robert Martin in Drowsy Chaperone: Vier Hochzeiten und spielte Novecento: Die Legende des Ozeanpianisten am Prinzregententheater München. Im darauffolgenden Engagement war er u. a. als Dieter in der Uraufführung Io Senza Te am Theater 11 in Zürich zu sehen und begeisterte danach als Mortimer in King, Marlowes Königsdrama um Edward II.

2015 veröffentlichte er sein Debütalbum Reaching for Heaven, in welchem er sich nicht nur als Sänger, sondern auch als Komponist international etablierte. Solokonzerte gab er u.a. im Prinzregententheater München, Boulevardtheater Dresden, Hans-Otto-Theater Potsdam und im Friedrichstadtpalast Berlin.

Neben seiner Tätigkeit auf der Bühne steht er auch immer wieder für Film und Fernsehen vor der Kamera. Seit 2016 ist Peter Lewys Preston festes Mitglied am Landestheater Linz. Nebenbei ist er auch ein hervorragender Pianist und spielte in der Europäischen Erstaufführung von Dave Malloys Préludes als Original-Pianostücke von Rachmaninow.


Zur Zusammenarbeit mit Stage Entertainment Die Linzer Produktion von Ghost – Nachricht von Sam wird nach der Linzer Spielserie von 27 Vorstellungen ab Dezember 2017 im Berliner Stage Theater des Westens als Ensuite-Produktion von Stage Entertainment zu sehen sein. Für die in Linz gezeigte Deutschsprachige Erstaufführung arbeiten das Landestheater und Stage Entertainment eng zusammen: Bühne und Kostüme werden z. B. in den Linzer Werkstätten hergestellt, Stage Entertainment stellt u. a. Videoprojektionstechnik und Illusionen und entsprechendes Know-how.


STEFAN DIEDERICH MUSIKALISCHE LEITUNG Stefan Diederich schloss sein Orchesterdirigier- und Klavierstudium an der Hochschule für Musik in Dresden ab, er war Altstipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er war Solorepetitor am Anhaltischen Theater Dessau. Seit 2004 war Diederich Kapellmeister und seit 2007 Chefdirigent und Musikalischer Oberleiter an der Musikalischen Komödie Leipzig/Oper Leipzig. Regelmäßige Dirigate an der Oper Leipzig mit dem Gewandhausorchester, vor allem Ballettabende wie Der Nussknacker. 2011 Debüt an der Wiener Volksoper mit Die Fledermaus und bei der Staatskapelle Halle. Seit 2012 ständiger Gastdirigent am Schleswig-Holsteinischen Landestheater Flensburg für Anything Goes, Dracula, Sunset Boulevard und West Side Story. Ballettdirigate am Theater Augsburg und Musikalische Leitung des Musicals The Pirate Queen in Nordhausen. Seit der Spielzeit 2016 / 2017 ist Stefan Diederich Musikalischer Leiter der Musicalsparte am Landestheater Linz und betreute in dieser Funktion bereits die Uraufführung von In 80 Tagen um die Welt.

MATTHIAS DAVIDS INSZENIERUNG Matthias Davids studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Sprecherziehung, bald zog es ihn jedoch zur Bühne. Er spielte zahlreiche Hauptrollen – u. a. Riff in der West Side Story, die Titelrolle in Jesus Christ Superstar und Schweizer in Die Räuber –, ehe er sich dem Regiefach zuwandte. Mittlerweile hat er u. a. in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, München, Wien, Hannover, Graz, Klagenfurt, Zürich, St. Gallen, Athen, Oslo, Tromsö und Linz über 80 Opern, Operetten, Musicals, Revuen und Schauspiele inszeniert.

Sein Kölner Saturday Night Fever wurde von über einer Million Zuschauern besucht, und seine Inszenierung von Gershwins Crazy For You lief außer in Linz noch an vier weiteren Theatern. Davids’ Liebe zu neuem Material schlägt sich in mittlerweile fünfundzwanzig Erst- und Uraufführungen nieder, darunter das Schalke-Musical nullvier, das Unterwasser-Musical Deep, Frank Wildhorns Dracula, die Revue Hexen am Berliner Friedrichstadtpalast, die Hector-Malot-Adaption Frendelaus (Heimatlos), Chess, The Life, die zwei Gershwin-Musicals Strike Up The Band und Of Thee I Sing, Hairspray, Martin L, Les Misérables und Miss Saigon, Siegfried Matthus’ Oper Die unendliche Geschichte, das Rock-Musical Frühlings Erwachen, Next to Normal, Die Hexen von Eastwick und McTeague – Gier nach Gold.
In der jüngeren Vergangenheit feierte er u. a. mit Stephen Sondheims Sweeney Todd und Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen an der Volksoper Wien, Candide an der Staatsoper Hannover und Bernsteins Wonderful Town als Eröffnungsproduktion der neuen Staatsoperette Dresden Erfolge. Seit Dezember 2012 ist Matthias Davids Leiter der Sparte Musical am Landestheater Linz und inszenierte in dieser Eigenschaft neben Die Hexen von Eastwick, der Eröffnungsproduktion der Musicalsparte, auch Seven in Heaven, Next To Normal, Show Boat, Les Misérables, Company, Into the Woods und In 80 Tagen um die Welt.

LEE PROUD CHOREOGRAFIE Lee Proud ist ein in London lebender freier Choreograf. Choreografien fürs Theater u. a. : Rent (UK-Tournee und St. James Theatre London), Harriet Martineau Dreams of Dancing (Live Theatre, Newcastle), Spring Awakening (Curve Leicester), Allegro (Southwark Playhouse), Grand Hotel (Akasaka Act Theatre, Tokyo), Grey Gardens (Southwark Playhouse London), Mamma Mia (Reykjavik City Theatre), Grand Hotel (OffWestEnd Awards 2016: Preis für die beste Choreografie, Southwark Playhouse), The Wind in the Willows (Grosvenor Park Open Air Theatre), The Producers (UK- und Irland-Tournee), Billy Elliot the Musical (Reykjavik City Theatre), Ghost the Musical (The English Theatre, Frankfurt/Main), Carousel (Arcola Theatre London), Hairspray (Curve Leicester), The Curious Incident Of The Dog In The Night-Time (Reykjavik City Theatre), Tyne (Theatre Royal, Newcastle), Rent (Royal Welsh College, Cardiff), Cooking With Elvis (Live Theatre), The Revenge of Sherlock Holmes (Hoxton Hall), Mary Poppins (Reykjavik City Theatre), Mack and Mabel (OffWestEnd Awards: Preis für die beste Choreografie). Lee war Resident Choreographer bei Billy Elliot the Musical und choreografischer Assistent dieses Musicals am Broadway und in Sydney.

HANS KUDLICH BÜHNE UND VIDEODESIGN Hans Kudlich studierte von 1980 bis 1984 am Mozarteum Salzburg, Klasse Bühnenbild und Kostüm, bei H. B. Galleé, und schloss mit Auszeichnung ab.
Während des Studiums hatte er Gelegenheit, bei den Salzburger Festspielen Theaterluft zu atmen. Damals noch Praktikant in den Abteilungen Bühne, Malersaal und Beleuchtung, war er bereits fest entschlossen die Bretter, die die Welt bedeuten, nicht mehr zu verlassen – als Bühnenbildner.

Nach einem kurzen Gastspiel als Assistent der technischen Direktion des Burgtheaters (1985) arbeitet er seit 1986 als freischaffender Bühnenbildner für Schauspiel, Musiktheater und verwandte Sparten, z. B. am Schlossparktheater Berlin, Hans Otto Theater Potsdam, Freistadt, Stuttgart, Saarbrücken, bei zahlreichen Produktionen am Theater St. Gallen, in Klagenfurt und Düsseldorf. In Wien u. a. am Raimundtheater, am Theater an der Wien, an der Volksoper, in der Josefstadt und, neben vielen kleinen Bühnen, im Volkstheater.

Produktionen mit Viennas English Theatre und architektonische Konzeptionen bei Kongressen und Messen in Genf, London, Paris, Chicago und Kuala Lumpur eröffneten Hans Kudlich neue Produktionswege und internationale Kontakte. Die Produktion des weltweit zweitgrößten Sportereignisses, die Eröffnungsfeier der „Universiade 2005“, wurde von ihm konzipiert und produziert. Seit 2005 ist Hans Kudlich Ausstattungsleiter des Volkstheaters in den Bezirken.

In Linz kreierte er die Bühne und teils auch die Videodesigns von Die Hexen von Eastwick, Seven in Heaven, The Wiz und In 80 Tagen um die Welt.

LEO KULAŠ KOSTÜME Der 1960 in Metkovic, Kroatien, geborene Kostümbildner Leo Kulaš studierte in Belgrad Kostümdesign. Seit 1983 stattete er über 150 Schauspiel-, Opern-, Ballett-, TV-Produktionen und Kinofilme aus. Vielfach ausgezeichnet für seine Arbeit an den renommiertesten Bühnen Ex-Jugoslawiens weitete Kulaš seit Ende der neunziger Jahre sein Wirkungsfeld vor allem auf deutschsprachige und italienische Theater aus. U.a. entwarf er Kostümbilder für das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Thalia-Theater Hamburg, das Theater an der Ruhr Mülheim, die Staatstheater von Dresden, Schwerin und Karlsruhe, die Wiener Festwochen, das Schauspiel Graz, das Stadttheater Klagenfurt, das Teatro Metastasio Prato, das Teatro Rosetti Triest. Dabei arbeitete er u. a. mit den Regisseuren Paolo Magelli, Tomaž Pandur, Edward Miller, Roberto Ciulli, Ernst M. Binder, François-Michel Pesenti, Sandy Lopi?i? und Edward Clug zusammen. Am Landestheater Linz kreierte er 2008 die Kostüme für Matthias Davids‘ Inszenierung von Cavallis La Calisto.

MICHAEL GRUNDNER LICHTDESIGN Michael Grundner arbeitet seit vielen Jahren als Lichtdesigner bei Oper, Operette, Schauspiel, Musical, TV und Werbung. Zuletzt war er für folgende Lichtdesigns verantwortlich: Moses – Die 10 Gebote am Theater St.Gallen, Gustav Klimt – Das Musical am Künstlerhaus Wien, Der Kleine Horrorladen beim Musicalsommer Amstetten, A funny Thing Happened On The Way To The Forum, Volksoper Wien, Gigi, Opernhaus Graz, Chicago, Theater St. Gallen, Musical Rocks, Tournee D/A/CH, Miss Saigon am Theater Klagenfurt, Wildhorn & Friends am Wiener Raimundtheater, die deutschsprachigen Erstaufführungen von Disney’s Camp Rock und Disney’s High School Musical an der Wiener Stadthalle, The Full Monty beim Musicalsommer Amstetten sowie am Deutschen Theater München, das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker vor Schloss Schönbrunn 2009 (weltweite TV Übertragung), die Uraufführung von Wildhorns Der Graf von Monte Christo am Theater St. Gallen (CH), die Uraufführung von Frank Wildhorns Dracula in Graz, die Uraufführung und DVD-Aufzeichnung des Pop Oratoriums Die 10 Gebote von Michael Kunze und Dieter Falk, Der Mann von La Mancha am Theater Sankt Gallen, die Geburtstagsgala und DVD-Produktion von Uwe Kröger (Absolut Uwe!) sowie für die Produktion Forbidden Ronacher der Vereinigten Bühnen Wien.

Er ist der Lichtdesigner aller „Special“ XXX-Lutz TV Werbespots, der Gala Konzerte von Startenor José Carreras, des „Vienna Art Orchestras“ der „Vienna Fashion Week“, und vieler Industrieevents.

Im Livebereich ist Michael Grundner u. a. seit mittlerweile fünf Jahren für das Lichtdesign der „Kiddy Contest“ Live Tour sowie TV (ORF), für die TV Gala des „Energy Globe Awards“ im EU Parlament Brüssel, die „Save the World Awards“ TV Gala sowie für die „World Womens Award“ TV Gala tätig.

2013 folgten die Uraufführung von Jägerstätter beim Theatersommer Haag, La Bohéme bei den Opernfestspielen St. Margarethen, Xanadu beim Musicalsommer Amstetten, Wiener Blut bei den Schlossfestspielen Langenlois sowie die Europäische Erstaufführung des Musicals Catch Me If You Can am Theater in der Josefstadt/Kammerspiele.

ANDREAS FREI SOUNDDESIGN Andreas Frei wurde in Wisconsin/USA geboren. Er studierte Tontechnik an der Universität Wien, wo er sieben Jahre lang selbst unterrichtete. Seine Arbeit hört man auf Bühnen von Wien bis Beijing – dort zeichnete er für den Sound der spektakulären Turandot-Aufführung in der Verbotenen Stadt unter Zubin Mehta verantwortlich. Als Tonmeister, Produzent und Komponist arbeitet er für den Bereich Film, Medien und Theater. Hair (Raimund Theater, Musical Theater Bremen), Fame, Moby Dick, Tommy, The Wild Party, Footloose, Carmen Cubana, Jesus Christ Superstar, Hair, Aida, Rockville, The Full Monty, Der kleine Horrorladen (Musicalsommer Amstetten, Deutsches Theater, München). Für den Kinofilm Mount St. Elias schrieb er 2009 den Soundtrack und leitete die Audio Postproduktion.

ATZGEREI VIDEOANIMATION Die Atzgerei ist ein Wiener Kunst- und Designkollektiv, gegründet 2005. Im Jahr 2009 wurde die Film- und Animationsanstalt „Atzgerei Productions“ ins Leben gerufen, seit 2010 arbeiten sie im „Studio Hyrtl“ in Ottakring. Zu den Arbeitsfeldern zählen Illustration & Grafikdesign, Film & Animation sowie Webdesign und Fotografie.

Ein wichtiger Schwerpunkt seit einigen Jahren sind Videos und Animationen für Bühne und Theater, wie zum Beispiel am Burgtheater in Wien, am Landestheater Innsbruck, am Theater der Jugend Wien, am Theater St. Gallen oder den Ruhrfestspielen in Recklinghausen.

Mit Regisseur Matthias Davids und Bühnenbildner Hans Kudlich ist Ghost – Nachricht von Sam bereits die dritte Zusammenarbeit; zuletzt war die Atzgerei in dieser Konstellation im Stück In 80 Tagen um die Welt am Landestheater Linz zu sehen.

NILS BENNETT ILLUSIONEN Nils Bennett wurde in Mutlangen in der Nähe von Stuttgart als Andreas Meinhardt geboren. Seit seiner Kindheit war er von der Zauberkunst fasziniert. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Formgeber für Schmuck und Gerät und wurde anschließend Goldschmiedemeister. Währenddessen war er schon in jungen Jahren bei nationalen und internationalen Wettbewerben der Zauberkunst erfolgreich, 1996 gewann er den Titel Deutscher Meister in der Sparte Manipulation. Unter dem Namen „Nils Bennett“ ist Meinhardt als Zauberkünstler unterwegs. In den letzten Jahren spezialisierte er sich auf die Konzeption magischer Spezialeffekte. Meinhardt erarbeitet diese Effekte für Fernseh- und Theater-Produktionen sowie für die Shows anderer Zauberer, darunter Krabat am Stuttgarter Ballett, La Strada am Alten Schauspielhaus Stuttgart, r.o.o.m am FITZ! Zentrum für Figurentheater Stuttgart, die Musical-Uraufführung Moses am Theater St. Gallen sowie die ARD-Sendung Einfach Magisch. In der FITZ!-Figurentheater-Produktion Die Halsbandaffaire stand er selbst als Zauberkünstler und Schauspieler auf der Bühne.

BORYS SITARSKI NACHDIRIGAT Borys Sitarski wurde 1977 in Poznan (Polen) geboren. Sein Klavierstudium an der Mieczyslaw Karlowicz-Musikschule in Poznan schloss er 1996 mit dem Diplom ab, 2001 folgte ein Diplom für Opern- und Sinfonisches Dirigieren an der Ignacy Jan Paderewski Hochschule für Musik in Poznan, dann an der Franz Liszt Hochschule in Weimar. Er wurde 2002 als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung zuerst am Eduard von Winterstein Theater in Annaberg-Buchholz, dann ab 2006 am Landestheater Linz engagiert. Seit dem Spielzeitbeginn 2015/2016 ist er als Kapellmeister tätig. Borys Sitarski übernahm die musikalische Leitung u. a. an La Cenerentola (Gioacchino Rossini), Albert Herring (Benjamin Britten), La finta giardiniera (W. A. Mozart), Anne Frank (Grigori Frid), Eugen Onegin, Der Nussknacker (Peter I. Tschaikovsky), Tosca (Giacomo Puccini), Carmina Burana (Carl Orff), und Gräfin Mariza (Emmerich Kálmán). In der Spielzeit 2013/2014 leitete er zwei Österreichische Erstaufführungen von Kinderopern: Raus aus dem Haus (David Wagner) und Die arabische Prinzessin (Juan Crisóstomo de Arriaga). Als Pianist trat er u. a. am Theater in Monte Carlo und bei Accademia di Montegral in Lucca auf. PMLThLi

 

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