Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Livestream: Werke von Bach und Glass, 29. März 2020

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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Livestreaming aus dem KONZERTHAUS DORTMUND

Exklusiv und nur im Livestream: Organistin Iveta Apkalna spielt Werke von Bach und Glass im KONZERTHAUS DORTMUND. Auf der Facebook-Seite des Konzerthauses und bei unserem Partner takt1 ist das Konzert am Sonntag, 29. März 2020 ab 11.00 Uhr im Video-Stream live zu erleben.

Musik als Live-Ereignis – in der aktuellen Situation schmerzlich vermisst. Abgesagte Konzerte und leere Säle bieten ein ungewohntes, tristes Bild. Dabei gehören Musik, Kunst und Kultur zu unserem Leben. Die Emotionen, die sich bei einem Konzertbesuch einstellen, fehlen. Umso mehr freuen wir uns, in Kooperation mit unserem Partner takt1 eine der gefeiertsten Organistinnen der Welt live präsentieren zu können.

Im exklusiven Livestream wird die Lettin Iveta Apkalna den leeren Saal des KONZERTHAUS DORTMUND mit Musik von Johann Sebastian Bach und Philip Glass füllen. Ein faszinierender Dialog: Hier treffen die kontrapunktischen Klangkathedralen Bachs auf die repetitive und zugleich transzendente Schlichtheit der Musik von Philip Glass. Für so ein Programm ist Iveta Apkalna prädestiniert. Ihr Repertoire reicht von den Werken Bachs bis zur neuen Musik, ohne Berührungsängste, immer mit höchster Musikalität und ausgefeilter Technik.

Das Konzert streamt das Konzerthaus live auf seiner Facebook-Seite. Um dieses Ereignis mitzuerleben, benötigen die Zuschauer keinen persönlichen Facebook-Zugang.

Außerdem steht der Livestream des Konzerts allen takt1-Premium-Abonnentinnen und -Abonnenten zur Verfügung. Anschließend ist das Programm als Video-on-Demand in der takt1-Mediathek abrufbar. Neukunden können das Konzert innerhalb ihrer siebentägigen Testphase kostenlos anschauen.

Zur Facebook-Seite des Konzerthauses: https://www.facebook.com/Konzerthaus.Dortmund
Zum Livestream auf takt1: https://www.takt1.de/video/stream/iveta-apkalna-bach-and-glass

Zusätzlich streamt das Konzerthaus auf Facebook gemeinsam mit den anderen Mitgliedshäusern der ECHO (European Concert Hall Organisation) jeden Abend um 20.00 Uhr eine Auswahl vergangener Konzerte aus vielen der führenden Konzertsäle Europas. Am Donnerstag, den 2. April 2020, steht Beethovens 5. Klavierkonzert mit Pianist Yefim Bronfman und dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Andris Nelsons (vom 1. Mai 2018 im KONZERTHAUS DORTMUND) auf dem Programm.

—| Pressemeldung Konzerthaus Dortmund |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Termine Mai bis Juli 2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden


Termine Mai bis Juli 2020


Samstag, 2. Mai 2020, 18 Uhr  /  Leonidas Kavakos    Violin-Rezital

Leonidas Kavakos spielt Beethoven, Schumann und Brahms. Der griechische Meistergeiger kultiviert den rauen Strich, wenn es der Sache dient. Etwa bei Schumanns Sonaten, diesen Tänzen auf dünnem Eis. Brahms’ Musik ist fast das Gegenteil davon. Sie gleicht einem stabil gebauten Haus, das einer zarten Seele Schutz bietet. Bei Beethoven ist sie schließlich da, die klassische Ausgeglichenheit zwischen Geige und Klavier, Melodie und Motiv. So bietet das Konzert von allem das Beste.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 3. Mai 2020, 16 Uhr    Montag, 4. Mai 2020, 10 Uhr
Winnetou

Live-Hörspiel mit Musik und Geräuschen für Jugendliche ab zwölf Jahren

Winnetou und Old Shatterhand, bestehen ihr erstes großes Abenteuer. Mit einem richtigen Karl May-Soundtrack. Der wird live gespielt und birgt so manche Überraschung. Willkommen zu einem nicht ganz korrekten Karl-May-Abend, der doch ganz nah am Original bleibt und auch epische Schlachten bietet.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 17. Mai 2020, 17 Uhr
Julia Fischer Quartett
Beethoven – Mozart – Brahms

Dass Julia Fischer zu den besten Geigerinnen der Welt zählt, ist längst bekannt. Ähnliches gilt auch für den Starbratschisten Nils Mönkemeyer. Gemeinsam mit den Musikern Alexander Sitkovetsky und Benjamin Nyffenegger bilden beide Künstler ein Streichquartett. Das Programm präsentiert eine Auswahl, die ganz auf die Klassiker setzt. Nach Beethovens „Großer Fuge“ folgt Mozarts berühmtes d-Moll-Quartett. Den Abschluss bildet Brahms, der sein zweites Quartett mit den Tönen f-a-e beginnen lässt: „Frei, aber einsam“.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Pfingstfestspiele:
Donnerstag, 28. Mai bis Montag,1. Juni 2020


Donnerstag, 28. Mai 2020, 20 Uhr
Teodor Currentzis IV – SWR Symphonieorchester und musicAeterna Chor
Gabriel Fauré: Requiem

Festspielhaus Baden-Baden / Teodor Currentzis © SWR / Klaus Mellenthin

Festspielhaus Baden-Baden / Teodor Currentzis © SWR /
Klaus Mellenthin

Faurés „Requiem“ ist eine ungewöhnliche Totenmesse – und wird von uns deshalb auch ungewöhnlich aufgeführt. Der französische Spätromantiker Gabriel Fauré ignorierte die strenge Requiem-Tradition, ließ Texte weg und fügte neue hinzu. Seine Musik sollte die Menschen nicht schrecken, sondern trösten. Hier setzt nun Teodor Currentzis an, der musikalische Leiter dieser Pfingstfestspiele. Der Dirigent nimmt die metaphysische Dimension dieser Musik ernst. Er lässt das Requiem szenisch aufführen – in Zusammenarbeit mit dem britischen Künstler und Performer Mat Collishaw.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Freitag, 29. Mai 2020, 20 Uhr
Eine Nacht im Museum
Sebastian Manz, Klarinette, und vision string quartet

Das erste Kammermusikkonzert dieser Pfingstfestspiele präsentiert Musik des russischen Komponisten Edison Denisov und der polnischen Komponistin Gra?yna Bacewicz. Zum Schluss erklingt Brahms´ berühmtes Klarinettenquintett. Als Spätwerk ist es äußerst verdichtet, gleichzeitig hat sich hier der alte Brahms seelisch geöffnet wie sonst nur selten. Diese Musik geht direkt ins Herz – und wird heute von Sebastian Manz, dem Soloklarinettisten des SWR Symphonieorchesters, und dem Berliner vision string quartet im Museum Frieder Burda gespielt.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 30. Mai 2020, 18 Uhr
Teodor Currentzis V – SWR Symphonieorchester
D. Schostakowitsch: „Leningrader“ Sinfonie

Seit Teodor Currentzis den Chefposten des SWR Symphonieorchesters übernahm, werden die ersten gemeinsamen Konzerte von der Kritik mit Lob überschüttet. Currentzis bevorzugt existenzielle Programme. Für die Pfingstfestspiele wählte er Schostakowitschs „Leningrader“ Sinfonie, die dem Widerstandsgeist der im Zweiten Weltkrieg eingeschlossenen Leningrader Bevölkerung ein Denkmal setzt.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 30. Mai 2020, 22 Uhr
Festspiel–Late-Lounge im Brenners Park-Hotel
Sebastian Manz und Musiker des SWR Symphonieorchesters

Sebastian Manz ist nicht nur Soloklarinettist des SWR Symphonieorchesters, sondern auch ein experimentierfreudiger Grenzgänger. Heute Abend lädt er mit Kolleginnen und Kollegen zu einem etwas anderen Konzert ins Brenners Park-Hotel ein. Die Künstler sind ganz nah an den Zuhörern und spielen eine Musik, die in keine Schublade passt. Oder wo würden Sie die „Dschungelbuch- Ouvertüre“ und ein Techno-Medley einordnen? Die Musiker brauchen keine Verstärker – und spielen doch mit der Musik, die auch in Clubs und Folk-Kneipen funktioniert. Achtung: Sehr begrenztes Platzangebot, Kaminhalle, Brenners Park-Hotel.

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Sonntag, 31. Mai 2020, 11 Uhr
Kit Armstrong und Musiker des SWR Symphonieorchesters
Festspiel-Matinee im Weinbrennersaal, Kurhaus

Die großen Konzerte dieser Pfingstfestspiele kreisen um ein Thema: das Requiem. Das gilt auch für dieses Kammermusikkonzert. Schostakowitschs achtes Streichquartett ist eine vorweggenommene Totenklage auf sich selbst, worauf auch die auskomponierten Initialen d-s-c-h hinweisen. Der Brendel-Schüler Kit Armstrong und die Musiker des SWR Symphonieorchesters haben dem Werk das große f-Moll-Quintett von Johannes Brahms gegenübergestellt. Veranstaltungsort: Weinbrennersaal, Kurhaus.

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Sonntag, 31. Mai 2020, 18 Uhr
Teodor Currentzis VI
G. Verdi: Messa da Requiem

Teodor Currentzis und sein Ensemble musicAeterna knüpfen an die Interpretation des Verdi-Requiems aus den vergangenen Jahren an. Wir sind gespannt, wie der Dirigent der Stunde das Meisterwerk angeht und lassen seine Lesart „pur“ auf uns wirken.

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Montag, 1. Juni 2020, 11 Uhr
Antoine Tamestit und Cédric Tiberghien
Festspiel-Matinee

Teodor Currentzis wollte ihn unbedingt bei seinen ersten Pfingstfestspielen dabeihaben. Und so gestaltet der französische Star-Bratschist Antoine Tamestit sein erstes Kammermusikkonzert im Festspielhaus. Tamestit und der Pianist Cédric Tiberghien haben die bedeutendsten Bratschenwerke überhaupt mitgebracht: Je eine Sonate von Brahms und Schostakowitsch, die beide zu dem melancholischen Spätwerk der Komponisten zählen. Dazu das ergreifende „Lachrymae“ von Benjamin Britten – und das wunderschöne Lied von John Dowland, auf das Brittens „Lachrymae“ zurückgeht.

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Samstag, 13. Juni 2020, 18 Uhr
New York Gypsy All-Stars
Die Stadt der 1000 Groves

In den politischen Umbrüchen der letzten Jahre ist das Leben in Osteuropa für die Mitglieder der Sinti und Roma nicht einfacher geworden. Also machten sich die Begabtesten auf die Reise mit dem Ziel, das alle Gypsy-Musiker anstreben: Amerika! Hier hat sich in den letzten Jahren eine lebendige Gypsy-Szene etabliert. Und so treffen bei den New York Gypsy All-Stars osteuropäische Roma-Traditionen auf Einflüsse aus der indischen und der lateinamerikanischen Musik und natürlich auch auf den Jazz. Die Herkunft der Bandmitglieder spiegelt sich in dieser Musik ebenso wider wie die kulturelle Vielfalt ihrer gemeinsamen Wahlheimat New York.

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Sonntag, 14. Juni 2020, 16 Uhr
Virtuosen an der Marimba: The Wave Quartet
Klang und Körper

Es ist die Mischung aus Musikalität und Körperbeherrschung, die Marimba- und Percussion-Konzerte für das Publikum so faszinierend machen. Eines der berühmtesten Ensembles ist das Wave Quartet – in seinem aktuellen Konzert erklingen Tangos sowie Ausschnitte aus der Oper „Carmen“.

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Samstag, 20. Juni 2020, 18 Uhr
Ich küsse Ihre Hand, Madame!
Tonfilmschlager mit Natalie und Matthias Karl

Natalie und Matthias Karl singen Schlager aus den frühen Tonfilm-Jahren. Viele Melodien wurden zu Ohrwürmern einer Generation, die ins Kino ging, weil die Realität nicht zum Lachen war. Nun hebt das Orchester wieder an zu Klassikern wie „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Ungeküsst sollst Du nicht schlafen gehen“.

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Sonntag, 21. Juni 2020, 11 Uhr
Beatrice Rana
Sonntags-Matinee mit Italiens führender Pianistin

In den Matineen stellen wir gern junge Künstler vor, denen wir eine große Zukunft zutrauen – oder aber solche, die im Ausland längst Karriere gemacht haben, in Deutschland jedoch noch zu wenig bekannt sind. Beatrice Rana ist so ein Fall. Trotz ihres jugendlichen Alters gilt sie längst als die führende Pianistin Italiens, nachdem sie bereits viele der großen Wettbewerbe gewonnen hat. Bei uns konfrontiert Rana die extrem virtuosen Petruschka-Sätze Strawinskys mit Bachs „Italienischem Konzert“. Im Zentrum ihres ersten Auftritts im Festspielhaus steht jedoch ein Meisterwerk der deutschen Romantik: Schumanns leidenschaftliche dritte Klaviersonate.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Dienstag, 23. Juni 2020, 20 Uhr
Chilly Gonzales
Solo Piano III

Festspielhaus Baden-Baden / Chilly Gonzales © Alexandre Isard

Festspielhaus Baden-Baden /
Chilly Gonzales © Alexandre Isard

Chilly Gonzales studierte Jazz-Piano in Kanada, startete eine Karriere als Electro-Rapper in Berlin und hat sich mit der Solo Piano Trilogie in ganz andere Sphären gewagt. Seine Konzerte sind eine Mischung aus allen drei Welten und so genau weiß man vorher nie, was einen erwartet, da seine Auftritte keinem Muster folgen. Wir freuen uns auf einen Abend mit einem einzigartigen Entertainer, der mit einem mehr als 27 Stunden langen Dauerkonzert im Mai 2009 einen Weltrekord für das Guinness Buch der Rekorde aufstellte.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 27. Juni 2020, 10 bis 17 Uhr
Sonntag, 28. Juni 2020, 10-18 Uhr
Das große Kinder-Mitmach-Orchester
Zweitägiger Workshop für Instrumentalschüler ab zehn Jahren

Normalerweise heißt es: „Lerne dein Instrument ein paar Jahre, und dann geht es ins Orchester.“ Das verstehen wir nicht. Wer nicht früh die Magie des großen Klanges erlebt hat, weiß vielleicht gar nicht, wofür er ständig alleine übt… Also geht es heute ins große Orchester – auch mit wenigen Vorkenntnissen. Einfache Arrangements und eine wunderbare Betreuung durch ausgebildete Musiker und Studierende machen es möglich. Mitmachen können alle Instrumente – eine begrenzte Anzahl an Klavierplätzen steht ebenso zur Verfügung. Anmeldung unter Angabe von Instrument und Lernerfahrung in Monaten/Jahren

Weitere Informationen unter: info@festspielhaus.de.
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


3. Juli bis 26. Juli 2020
Sommerfestspiele


Freitag, 3. Juli 2020, 20 Uhr
Andris Nelsons – A. Bruckner: Sinfonie Nr. 8
Gewandhausorchester Leipzig

Festspielhaus Baden-Baden / Andris Nelsons © Gert Mothes

Festspielhaus Baden-Baden /
Andris Nelsons © Gert Mothes

Die Sommerfestspiele beginnen mit Bruckners achter Sinfonie, dargeboten vom Leipziger Gewandhausorchester. Die Sinfonie ist ein monumentales Werk, das sich zu Gott aufschwingen will. Der Dirigent Andris Nelsons bewahrt sich einen intuitiven Zugang zu dieser Musik. Und das zurecht, wie die hervorragend besprochenen Aufnahmen beweisen, die der Künstler mit Bruckners Musik bereits vorlegte.

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Samstag, 4. Juli 2020, 11 Uhr
Pablo Ferrández
Festspiel-Matinee im Florentinersaal, Casino

Rachmaninows berühmte Cellosonate hat der Komponist seinem Cello spielenden Psychiater gewidmet. Wir lassen das leidenschaftliche Opus zu den Sommerfestspielen von Pablo Ferrández aufführen, dem jungen spanischen Cellisten und ECHO-Rising Star, nominiert von Palau de la Musica und L’Auditori Barcelona. Zuvor erklingt Beethovens berühmte A-Dur-Sonate, sowie eine Neukomposition von Antón García-Abril.

Veranstaltungsort: Florentinersaal, Casino
Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 4. Juli 2020, 18 Uhr
Andris Nelsons – Bach: H-moll-Messe
Gewandhausorchester Leipzig

Dass ein Sinfonieorchester wie das Gewandhausorchester Leipzig während unserer Sommerfestspiele Bachs h-Moll-Messe spielt, ist ein Statement – besonders in Zeiten der Originalklang-Bewegung. Andererseits versuchen die Vertreter besagter Bewegung zu jenen Quellen zurückzufinden, von denen sich das Gewandhausorchester nie abspaltete. Die Leipziger sind DAS Bach-Orchester, nachdem ihre Vorgänger vom großen Johann Sebastian selbst mitgeformt wurden. In die Leipziger Tradition darf sich nun auch der Lette Andris Nelsons einreihen, der als Trompeter einen speziellen Zugang zur h-Moll-Messe haben dürfte, diesem Lobgesang, der von Sachsen aus seinen Weg in die ganze Welt gefunden hat.

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Sonntag, 5. Juli 2020, 17 Uhr
Baden-Baden-Gala 2020
Gewandhausorchester Leipzig

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © ALIKHAN PHOTOGRAPHYALI

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © ALIKHAN PHOTOGRAPHYALI

Wir müssen dem findigen Mitglied des Baden-Badener Kurkomitees noch heute dankbar sein: Es hatte die geniale Idee, dem aus Amerika heimkehrenden Stardirigenten Johann Strauß vom Ausbruch der Cholera in Wien zu berichten. Strauß war entsetzt und nahm eine zeitgleich ausgesprochene Einladung nach Baden-Baden an. Hier setzte seine Karriere zu neuen Höhenflügen an. Es ist daher auch eine Verbeugung vor unserer Stadt, wenn das Gewandhausorchester Leipzig und ihr Chefdirigent Andris Nelsons während der Sommerfestspiele an Johann Strauß in Baden-Baden erinnern.

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Donnerstag, 9. Juli 2020, 21 Uhr – 20 Uhr Führung durch die Ausstellung
Eine Nacht im Museum – Open-Air-Konzert beim Museum Frieder Burda
Percussion- Picknick mit Vanessa Porter

Es sind Sommerfestspiele in Baden-Baden. Und wenn das Wetter es zulässt, machen wir heute ein Percussion-Picknick mit Vanessa Porter. Die Künstlerin setzt sich kreativ in einer bislang männerdominierten Kunstform durch. Neben den klassischen Percussion-Instrumenten spielt Vanessa Porter auch auf Alltagsgegenständen. Daher unsere Bitte: Bringen Sie ruhig unterschiedliche Gefäße für Ihre Salate und Snacks mit! Vor dem Konzert: Führung durch das Museum. Anschließender Konzertbesuch unter freiem Himmel, es dürfen gerne Picknickdecken o. ä. mitgebracht werden. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung drinnen statt.

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Freitag, 10. Juli 2020, 20 Uhr
Samstag, 11. Juli 2020, 18 Uhr
Sonntag, 12. Juli 2020, 17 Uhr
Nederlands Dans Theater – Jubliläumsprogramm
Die Revolution tanzt mit ihren Kindern

Festspielhaus Baden-Baden / Nederlands Dans Theater, Kunstkamer © Rahi Rezvani

Festspielhaus Baden-Baden / Nederlands Dans Theater, Kunstkamer
© Rahi Rezvani

Als vor 60 Jahren die „Jungen Wilden“ um Hans van Manen und Benjamin Harkarvy dem Nationalballett der Niederlande den Rücken kehrten, war das die Geburtsstunde des Nederlands Dans Theater. Nach einer zweiten prägenden Phase mit Ji?í Kylián sind es heute vor allem die Arbeiten von Paul Lightfood und Sol Léon, die das Ansehen der Compagnie prägen. Längst tanzt sich die vierte Generation in die Herzen der Fans hinein. So bleibt uns während dieser Sommerfestspiele nur zu wünschen: Happy Birthday, NDT!

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Samstag, 18. Juli 2020, 19 Uhr
João Barradas und Band
Barock und Jazz – Johann Sebastian trifft João

Das Album „Directions“ wurde vom amerikanischen Jazz-Kultmagazin „Downbeat“ zu einem der Alben des Jahres 2017 gekürt. Sein Schöpfer, der Akkordeonist João Barradas (ECHO-Rising Star), gilt mittlerweile als einer der besten Jazz-Akkordeonisten der Welt. Und da der Jazz und die Barockmusik mehr miteinander zu tun haben, als landläufig bekannt ist, wird heute während der Sommerfestspiele beides zusammengefügt. Was ist denn eine Passacaglia anderes als eine variantenreiche Spielerei über eine immer gleiche Basslinie? Hier wird der Jazzer hellhörig – und das Publikum erst recht.

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Donnerstag, 23. Juli 2020, 19 Uhr
G. Verdi: Attila – Konzertante Oper
Ildar Abdrazakov setzt Maßstäbe in der Titelrolle

Warum Valery Gergiev während der Sommerfestspiele Verdis „Attila“ aufführt? Mit Ildar Abdrazakov kann der Dirigent den bedeutendsten Attila-Darsteller der Gegenwart präsentieren. Vom Wunsch getragen, das nationale Empfinden seiner Landsleute zu befeuern, ließ Verdi dieser Oper einen musikalischen Höhepunkt auf den nächsten folgen. Heute ist das Werk ein wunderbares Betätigungsfeld für die vielen frischen Stimmen, die Gergiev in Russland entdeckt und fördert – und eine lohnende Entdeckung für den Festspielhaus-Zuhörer.

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Freitag, 24. Juli 2020, 20 Uhr
Valery Gergiev – Strauss: Ein Heldenleben
Mariinsky Orchester

Mit Strauss’ „Heldenleben“ haben wir eine Gattung vor uns, die in der Malerei ständig vorkommt: das Selbstportrait. Bei Strauss ist der „Held“ natürlich der Komponist selbst und auch Pauline, seine Frau, bekommt ihr kapriziöses Geigensolo. Nicht zuletzt kommen auch die bösen Herren Kritiker vor. Strauss’ „Heldenleben“ ist ein Psychogram. Sein eigentliches Thema ist: Der Kampf des Künstlers gegen die Selbstzweifel. Zu diesen bekannte sich der selbstbewusst auftretende Komponist nur in seiner Musik. Deren Magie scheint nur darauf zu warten, von dem virtuos aufspielenden Mariinsky-Orchester während der Sommerfestspiele in Baden-Baden entfesselt zu werden.

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Samstag, 25. Juli 2020, 18 Uhr
Valery Gergiev – Bruckner: Sinfonie Nr. 9
Mariinsky Orchester

Als religiöses Bekenntnis war die Musik Anton Bruckners in der Sowjetunion mit einem Tabu belegt. Und doch gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: Der vielleicht bedeutendste sowjetische Dirigent überhaupt, Jewgeni Mrawinsky, setzte sich mit seinen Leningrader Philharmonikern für den österreichischen Komponisten ein – und ganz besonders für dessen neunte Sinfonie. Diese kleine historische Einordnung ist auch deshalb wichtig, weil Valery Gergiev den Dirigenten Mrawinsky als eines seiner beiden Vorbilder bezeichnet (der andere ist übrigens Furtwängler). Wenn Valery Gergiev mit seinem Mariinsky Orchester während der Sommerfestspiele selbst Bruckners Neunte dirigiert, dann stellt er sich bewusst in diese kleine Leningrader/St. Petersburger Bruckner-Tradition. Diese findet im Bruckners expressionistischer Gottsuche eine Brücke zu eigenen orthodoxen Erfahrungen.

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Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 26. Juli 2020, 17 Uhr
G. Verdi: Il trovatore
Verdis beliebter Opern-Hit in konzertanter Aufführung

Neben der „Zauberflöte“ und „Carmen“ ist Verdis „Troubadour“ die populärste Oper überhaupt. Ihr Siegeszug begann bereits nach der triumphalen Uraufführung. Dass dieser Erfolg in den letzten Jahren etwas abgenommen hat, liegt an den Regisseuren, die in dieser Oper schlicht und ergreifend nichts zu tun haben. Niemand geht wegen der kruden Handlung in den „Troubadour“, alle wollen die großartigen Arien, Ensembles und Chöre genießen. Verdis „Troubadour“ wird für alle Ewigkeit den Gesangsfans gehören – so auch während dieser Sommerfestspiele.

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Zürich, Tonhalle Maag, Mozart, Bruckner – Tonhalle Orchester, IOCO Kritik, 06.01.2020

Januar 7, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Kritiken, Tonhalle Zürich

 Zürich Maag / Spielstätte des Tonhalle Orchesters © Hannes Henz

Zürich Maag / Spielstätte des Tonhalle Orchesters © Hannes Henz

Tonhalle Zürich

Wolfgang A. Mozart, Anton Bruckner – Tonhalle Orchester

von  Julian Führer

Das Tonhalle-Orchester befindet sich in einer Umbruchsphase – nach einer Zeit ohne Chefdirigenten nun ein Neustart mit Paavo Järvi, allerdings bis zum Sommer noch in einem Ausweichquartier. Zum Jahresende gab es Debüts (Joshua Weilerstein und Gianandrea Noseda) ebenso wie ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern – Paavo Järvi ebenso wie Herbert Blomstedt, der jetzt ein Programm mit Werken von Mozart und Bruckner dirigierte.

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Die Symphonie Nr. 34 KV 338 von Wolfgang Amadeus Mozart wird bei weitem nicht so häufig gespielt wie die Spätwerke aus Mozarts symphonischem Schaffen. Das Tonhalle-Orchester bot dieses Werk in recht üppiger Besetzung. Nach einer langsamen Introduktion wurde beim Allegro vivace des ersten Satzes schnell deutlich, dass die Musiker hochmotiviert den Zeichen des Dirigenten folgten. Im Vergleich zu anderen Einspielungen der jüngeren Zeit waren eher breite Tempi zu hören, das Blech war mit Ventilhörnern besetzt. Beeindruckend war das geschlossene Klangbild: alert im Allegro (zum Beispiel im Zusammenspiel der Violinen), aufmerksam aufeinander hörend im Andante des Mittelsatzes und regelrecht spritzig im Allegro des Schlusssatzes. Im ersten Satz wurden die Akkorde nach den Bläserfanfaren weich aufgefangen, woraus sich ein federnder Eindruck ergab. Mozart komponierte diese Symphonie noch ohne Klarinetten; die Violinen hatten bei der Abstimmung im zweiten, die beiden Oboen hatten im dritten Satz minime Probleme bei der Abstimmung ihrer Terzenketten, die aber insgesamt nicht ins Gewicht fielen, zumal im Finale wirklich ‚alles‘ stimmte. Die ganze Meisterschaft Herbert Blomstedts erwies sich an vielen Details, beispielsweise darin, wie das Horn im Finalsatz in einen Akkord mit einem Crescendo erst ‚hineinkam‘, obwohl es von Anfang an schon hörbar war. Eine sehr überzeugende und statt den Schroffheiten (die es in dieser Symphonie durchaus gibt) eher das Geschmeidige der Partitur betonende Interpretation. Das Publikum applaudierte dankbar.

Konzerthaus Maag / Tonhalle Orchester © Paolo Dutto

Konzerthaus Maag / Tonhalle Orchester © Paolo Dutto

Teilen des Publikums war der zweite Teil des Konzerts wohl schon zu modern oder zu lang, es waren auf einmal einige Plätze frei. Die vierte Symphonie Anton Bruckners, auch als die „Romantische“ bezeichnet, dürfte das meistgespielte Werk dieses Komponisten sein. Herbert Blomstedt dirigierte die zweite Fassung von 1878 mit einem gegenüber der vier Jahre zuvor geschriebenen ersten Fassung gänzlich neuen Scherzo. Wie derzeit vielleicht kein anderer Dirigent kann Blomstedt als intimer Kenner dieser Werke gelten; diese Symphonie in Es-Dur liegen in drei Einspielungen vor (1980 mit der Staatskapelle Dresden, 1995 mit dem San Francisco Symphony, 2012 mit dem Gewandhausorchester Leipzig). Im Vergleich zu anderen Interpretationen schien dieser Bruckner gewissermaßen abgeschliffene Kanten zu haben, jedoch im positiven Sinne: Die dynamischen Abstufungen waren deutlich, aber nicht zu schroff. Die bei großen Lautstärken nicht einfache Akustik der Tonhalle Maag schien keinerlei Probleme zu bereiten. Im ersten Satz (Bewegt, nicht zu schnell) und auch in der Introduktion zum Scherzo hatten die Hörner große Momente. Das erste Horn präsentierte sich selbstbewusst und durchaus laut; der Einsatz der Streicher dazu (nicht nur, aber auch de schwelgerisch einstimmenden Celli) war meisterhaft geführt. Die Bläser klangen beeindruckend weich, es war viel misterioso im Pianissimo zu hören. Diese Weichheit zeigte sich auch im Klang der Klarinette, Details wie einem Decrescendo der Trompete und der behutsamen Flöte (Sabine Poyé Morel).

Im Andante quasi Allegretto des zweiten Satzes hatten die Flöten ihren großen Moment. Im Zusammenspiel mit den breit aufspielenden Celli und den ganz entfernt ein Echo intonierenden Hörnern war hier der romantische Bruckner zu hören. Beim Bläsersatz und den Pizzicati der Streicher am Ende des zweiten Satzes dachte man ein ums andere Mal, es müsse genau so und nichts anders sein. Eine mustergültige Interpretation! In der Einleitung zum Scherzo wurden die Hörner abermals wie aus der Ferne aufgebaut und dann in einem beeindruckenden Accelerando mit dem gesamten Orchester zusammengeführt. Der Satz endete in einer langen Fermate. Das Finale (Bewegt, doch nicht zu schnell) präsentiert ein etwas sperriges Bläserthema und gipfelt nach vielen Wandlungen in einem fast apotheoseartigen Schluss. Die Exaktheit der Pizzicati in den Kontrabässen, ein ungemein beeindruckendes Pianissimo der ersten und zweiten Violinen – die Liste der schier beglückenden Details ließe sich noch verlängern. Nach dem Schluss erzwang Herbert Blomstedt über den langen Nachhall hinaus eine große Generalpause auch des Publikums, die in einen intensiven Applaus mündete, bei dem man dem Orchester (beispielsweise dem Solohornisten) noch etwas mehr Zustimmung gewünscht hätte.

Herbert Blomstedt dirigierte beide Werke auswendig und ohne Taktstock, dafür aber mit sichtlicher Freude am musikalischen Gestalten. Das Orchester folgte bei allem konzentriert und demonstrierte eindrucksvoll, dass es mit dem richtigen Dirigenten zu Höchstleistungen in der Lage ist. Am beeindruckendsten war an diesem Abend vielleicht, dass praktisch keine Einzelheiten hervorstachen, sondern bei beiden Werken eine Interpretation wie aus einem Guss vorlag. Man wünscht dem Tonhalle-Orchester und sich selbst viele solcher Abende und ein baldiges Wiedersehen mit diesem Ausnahmedirigenten.

Besprochenes Konzert 11. Dezember 2019

—| IOCO Kritik Tonhalle Zürich |—

 

 

Baden-Baden, Festspielhaus, Hamburg Ballett – Orphée et Eurydice, 27.09.2019

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

 John Neumeier / Hamburg Ballett – Orphée et Eurydice

 Saison 2019/2020 – Beginn mit Grundpfeiler europäischer Kulturgeschichte  

Im Festspielhaus Baden-Baden beginnt am 27. September 2019 um 19 Uhr eine neue Ära. Intendant Benedikt Stampa begrüßt das Publikum an diesem Abend als neuer Hausherr in Deutschlands größtem Opernhaus. Zur Eröffnung der Spielzeit 2019/2020 zeigen das Festspielhaus und das Hamburg Ballett John Neumeier die Oper Orphée et Eurydice von Christoph Willibald Gluck. Im Rahmen der Premierenfeier wird der neue Intendant an diesem Abend sein Publikum persönlich begrüßen.

Festspielhaus Baden-Baden / Orphée - © Kiran West

Festspielhaus Baden-Baden / Orphée – © Kiran West

Weitere Vorstellungen der Oper sind am Samstag, 28. September um 18 Uhr sowie am Sonntag, 29. September um 17 Uhr. Eintrittskarten gibt es unter www.festspielhaus.de oder Tel. 07221 / 30 13 101.

Der Salon des 21. Jahrhunderts in Baden-Baden
„Glucks ‚Orphée‘ ist eine Oper, die uns noch heute direkt ins Herz trifft“, sagt der neue Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa. Er möchte mit dem Publikum Meisterwerke neu entdecken und nachspüren, was Europa im Innersten zusammenhält. „Ich bin fest davon überzeugt, dass es Mythen wie diese sind, die maßgeblich dazu beitragen, dass wir so sind, wie wir sind“, sagt der Intendant. Den Sehnsuchtsort Baden-Baden zu einem Salon des 21. Jahrhunderts entwickeln – das hat sich Benedikt Stampa mit Künstlern aus aller Welt auf die Fahnen geschrieben. Zu ihnen zählen in den kommenden Monaten Dirigenten wie Teodor Currentzis, Yannick Nézet-Séguin, Sir Simon Rattle,

Thomas Hengelbrock, Kirill Petrenko und Andris Nelsons sowie Sängerinnen und Sänger wie Cecilia Bartoli, Marlis Petersen, Renée Fleming, Diana Damrau und Jonas Kaufmann. Orchester wie die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, das London Symphony Orchestra und das Gewandhausorchester Leipzig kommen 2019/2020 in rascher Folge nach Baden-Baden, der wiedererwachenden Kulturstadt im Herzen Europas.

Orphée et Eurydice – Christoph Willibald Gluck
youtube Trailer des Hamburg Ballett _ John Neumeier
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Grundpfeiler der europäischen Kultur
Die Baden-Badener Premiere der ersten Opernarbeit von Jahrhundert- Choreograf John Neumeier nach langer Zeit trägt verschiedene Botschaften in sich: „Es ist mir wichtig, dass wir mit dem Orpheus-Mythos einen Grundpfeiler der europäischen Kultur neu betrachten“, so Benedikt Stampa. Er ist sich sicher: Die Kunst kann unser Leben verändern, ja, verbessern, wenn wir sie ernst nehmen.

Visionär im Dienste des Publikums
Die aus der griechischen Mythologie erwachsene Geschichte der Oper Orphée et Eurydice handelt vom besten Sänger der Welt, der den Tod seiner Frau beklagt. Durch die Musik gerührt, gestatten die Götter dem Künstler, ins Reich der Toten zu kommen, und geben ihm die Chance, seine Frau Eurydike zu befreien. Der Gesang, der die Herzen der Götter erweicht, steht dabei für die Kunst an sich.

Viele Komponisten wurden durch die Orpheus-Sage angeregt. Nach Claudio Monteverdi, einem der ersten Opernkomponisten überhaupt, schuf Christoph Willibald Gluck Mitte des 18. Jahrhunderts gleich mehrere Fassungen seiner „Orpheus-Oper“, darunter 1774 die nun in Baden-Baden aufgeführte Pariser Fassung. Christoph Willibald Gluck (1714–1787) war der einflussreichste unter den Komponisten, die versuchten, die Oper damals wieder zu dem zu machen, was sie 100 Jahre zuvor schon einmal war: eine Kunst, deren Erzählform  realistischen Prinzipien folgte und nicht allein den technischen Möglichkeiten der Sängerinnen und Sänger. Glucks Ziele waren dramatische Wahrhaftigkeit und die Anteilnahme des Publikums am Gefühlsleben und Schicksal der Charaktere. Die Oper sollte keine leere Rhetorik, sondern dramatische Handlung entwickeln, keine starren Charaktere auf die Bühne stellen, sondern Menschen und ihre Leidenschaften porträtieren.

John Neumeier © IOCO

John Neumeier © IOCO

Getreu der primären Intention des Komponisten, menschliche Gefühle intuitiv erfahrbar zu machen ohne sie hinter musikalischer oder gesangstechnischer Virtuosität zu verstecken, entwickelte der Hamburger Ballettintendant und Chefchoreograf ein „Gesamtkunstwerk“, das die unmittelbare Kommunikation mit dem Publikum mittels wiedererkennbarer, nahbarer Emotionen in den Vordergrund stellt: „Wir alle haben Verlusterfahrungen gemacht –auch wenn sie nicht die Dimension des Wahnsinns erreichen, wie sie meiner Ansicht nach in Orphée gezeigt werden“, so John Neumeier.

Hamburg Ballett trifft Freiburger Barockorchester
Zur Eröffnung der Festspielhaus-Saison 2019/2020 trifft das Hamburg Ballett John Neumeier in Baden-Baden auf ein eigens für diese Aufführungen zusammengestelltes Solistenensemble. Die Musikalische Leitung hat Alessandro De Marchi. Dmitry Korchak (27./29.9.) und Maxim Mironov (28.9.) singen die Partie des Orphée. Arianna Vendittelli ist Eurydice und Marie- Sophie Pollak übernimmt die Rolle des Amour. Im Baden-Badener Orchestergraben nimmt das Freiburger Barockorchester Platz. Das Vocalensemble Rastatt stellt den Chor dieser szenischen Aufführungen.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

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