Neustrelitz, Theater Neubrandenburg, Premiere Wiener Blut, 06.10.2018

neustrelitz.jpg

Theater und Orchester Neubrandenburg/Neustrelitz

Landestheater Neustrelitz © Landestheater Neustrelitz

Landestheater Neustrelitz © Landestheater Neustrelitz

Premiere Wiener Blut

am Samstag, 6. Oktober 2018 um 19:30 Uhr

Komische Operette von Johann Strauß (Sohn) „Wiener Blut! Wiener Blut! Eig`ner Saft voller Kraft, voller Glut“ Während beim Wiener Kongress die höchste Kunst der Diplomatie gefragt ist, ist sie nicht weniger gefragt bei Angelegenheiten der Liebe. Das muss auch Diplomat Graf Zedlau erkennen, der bei seinen amourösen Manövern gleich an drei verschiedenen Fronten sein Geschick unter Beweis stellen muss: bei seiner Frau, seiner Geliebten Franzi und der Probiermamsell Pepi. Als Frau Gräfin ihren Besuch ankündigt, ist Zedlaus ganzes diplomatisches Geschick gefragt. Johann Strauß‘ Erfolgsoperette „Wiener Blut“ ist eine Hommage an das wunderschöne Wien: Kaum ein anderes Werk beschwört so opulent den Glanz und die Pracht dieser Stadt und die gute alte Zeit mit den in ihr lebenden Menschen.

Dieses letzte große Exemplar des goldenen Zeitalters der Operette mit Walzerweisen wie „Geschichten aus dem Wiener Wald“, „Wein, Weib und Gesang“, „Wiener Blut“ und „An der schönen blauen Donau“ wird von Wolf Widder inszeniert, der erstmals für das Landestheater Neustrelitz tätig ist. In dem Werk erkennt er vor allem die komödiantischen Aspekte, die sich klar im Text offenbaren. Die Verwechslungskomödie ist für ihn im Stile einer perfekt konstruierten Feydeauschen Komödie mit all den dazugehörigen unerwarteten Auf- und Abtritten, Begegnungen und Missverständnissen zu sehen, was sich auch in der Inszenierung niederschlagen wird. Ihm zur Seite steht ein alter Bekannter: Roy Spahn, der am Landestheater schon für so manche erfolgreiche Produktionen die Ausstattung entwarf. Unsere Solisten des Musiktheaters werden unterstützt vom Opern- und Extrachor, der Deutschen Tanzkompanie und der Neubrandenburger Philharmonie unter dem beschwingten Dirigat von Panagiotis Papadopoulos.

Matinee: Sonntag, 23.09.2018 _ 11:00 Uhr _ Landestheater Neustrelitz
Stückeinführung mit dem Regieteam und Darstellern
PREMIERE, Samstag 06.10.2018 _ 19:30 Uhr _ Landestheater Neustrelitz
weitere Vorstellungen: Fr. 19.10., 19:30 Uhr / So. 28.10., 16 Uhr / Fr. 2.11., 19:30 Uhr _ Landestheater Neustrelitz

Inszenierung … Wolf Widder
Ausstattung … Roy Spahn
Chorleitung … Dr. Gotthard Franke
Choreographie … Kirsten Hocke
Dramaturgie … Lür Jaenike
Mit … Julia Ebert/Laura Scherwitzl | Tonje Haugland | Ryszard Kalus | Bernd Könnes | Robert Merwald | Andrés Felipe Orozco | Peggy Steiner | Opern- und Extrachor | Statisterie | Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz | Neubrandenburger Philharmonie

—| Pressemeldung Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz |—

Hagen, Theater Hagen, Premiere GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD, 24.06.2017

Mai 22, 2017 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Hagen

theaterhagen_seit1911_2

Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD  von HK GRUBER

LIBRETTO MICHAEL STURMINGER,  nach ÖDÖN von HORVÁTH

PREMIERE 24. JUNI 2017 19.30 UHR, weitere Termine: 30.6.; 5.7., 7.7., 12.7., 15.7.2017, jeweils 19.30 Uhr

Der Zauberkönig, Inhaber einer Puppenklinik, will seine Tochter Marianne mit dem biederen Fleischhauer Oskar verheiraten. Kurz vor der Verlobung trifft Marianne auf den charmanten Alfred, den Verflossenen der reifen Trafikantin Valerie. Er erscheint ihr wie ein Fingerzeig raus aus der engen Kleinbürgerwelt in eine glücklichere Zukunft. Doch die Umstände, sie sind nicht so: Alfred fühlt sich von Marianne eingeschränkt, das Zusammenleben der beiden gestaltet sich ärmlich in jeder Hinsicht, und zudem ist das gemeinsame Kind ein weiterer Hemmschuh. Der Kleine wird bei Alfreds Großmutter und seiner Mutter in der Wachau »ausgelagert«, Alfred sucht wieder Anschluss an seine Vergangenheit, und Marianne bleibt nichts anderes übrig, als im halbseidenen Milieu ihr Geld zu verdienen. Die Katastrophe ist somit vorprogrammiert.

Theater Hagen / Geschichten aus dem Wiener Wald - Kenneth Mattice, Kristine Larissa Funkhauser © Klaus Lefebvre

Theater Hagen / Geschichten aus dem Wiener Wald – Kenneth Mattice, Kristine Larissa Funkhauser © Klaus Lefebvre

Ödön von Horváth schrieb mit dem 1931 am Deutschen Theater in Berlin uraufgeführten Volksstück, dem er das Motto »Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit« voranstellte, ein bitterböses Schauspiel über Selbstbetrug und Lebenslüge: Das Ausgesprochene ist eben nicht als bare Münze zu nehmen, sondern als Maske dessen, was nicht gesagt werden kann oder darf.

Der österreichische Komponist HK Gruber komponierte kongenial (auf Anregung Michael Sturmingers) die gleichnamige Oper, die sich dem Text Horváths verpflichtet fühlt – »Ich habe mich gar nicht als Komponist der Oper gesehen, eher als Dialogregisseur« – und die 2014 bei den Bregenzer Festspielen erfolgreich uraufgeführt wurde. Nach einer Präsentation an der Komischen Oper in Berlin 2016 zeigt das theaterhagen nun als Erstaufführung in NRW die dritte Inszenierung dieses »ständigen Balanceaktes zwischen dem angeblich Schönen und dem porträtierten Elend« (Gruber). Intendant Norbert Hilchenbach, der sich im Laufe seines 45-jährigen Berufslebens mehrfach mit den Geschichten auf der Bühne auseinandergesetzt hat, erarbeitet die Oper als seine letzte Arbeit am theaterhagen.

MUSIKALISCHE LEITUNG  Florian Ludwig, INSZENIERUNG Norbert Hilchenbach, BÜHNE Jan Bammes, KOSTÜM Yvonne Forster, LICHT  Achim Köster, CHOR   Wolfgang Müller-Salow, DRAMATURGIE  Maria Hilchenbach

MIT Marilyn Bennett, Martin Blasius, Andrew Finden, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Maria Klier, Björn Christian Kuhn, Kenneth Mattice, Joslyn Rechter, Richard van Gemert, Jeannette Wernecke, Philipp Werner, Kejia Xiong, Rainer Zaun; Chor des theaterhagen, philharmonisches orchesterhagen.

PREMIERE 24. JUNI 2017 19.30 UHR, weitere Termine: 30.6.; 5.7., 7.7., 12.7., 15.7.2017, jeweils 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Bonn, Theater Bonn, WORTMUSIK, 18.03.2012

März 16, 2012 by  
Filed under Pressemeldung, Theater Bonn

logo bonn.jpg

Theater Bonn

WORTMUSIK

JUGEND OHNE GOTT

von Ödön von Horváth und Klavierkompositionen von Leos Janácek

mit Barbara Teuber und James Maddox

am Sonntag, 18. März 2012, 11.00 Uhr, Opernfoyer

In der Reihe WORTMUSIK gibt es am 18. März im Opernfoyer eine musikalische Lesung, die sich Ödön von Horváths Roman JUGEND OHNE GOTT widmet. Barbara Teuber liest aus dem Werk, das 75 Jahre nach seinem Erscheinen nichts an seiner Aktualität zum Thema Rassismus und Gewalt in einer Zeit der Krise und des Umbruchs eingebüßt hat. Es erklingen außerdem Klavierkompositionen von Leoš Janá?ek, dargeboten von dem Pianisten James Maddox.

In dem Roman, den der inzwischen auf einer Liste der „schädlichen und unerwünschten“ Autoren in Deutschland gebrandmarkte österreichisch-ungarische Schriftsteller 1937 in Amsterdam veröffentlichte, ist ein Mord in einem Ferienzeltlager der Ausgangspunkt für eine kritische Sicht auf  Ursachen und Folgen einer sich radikalisierenden Entwicklung in der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen die nach neuer Orientierung suchenden Jugendlichen und ein Lehrer, der beobachtend den Verlauf der sich zuspitzenden Verrohung erkennt, aber lange nicht den Mut aufbringt, seine Mitschuld an dem Kriminalfall zu bekennen. Horvath erhielt 1937 den renommierten Kleist-Preis. Bereits ein Jahr später wurde er während eines Unwetters auf den Champs- Elysées  von einem herabstürzenden Ast erschlagen. Nach 1960 ist er vor allem  als Theaterautor von Stücken wie „Geschichten aus dem Wiener Wald“, „Kasimir und Karoline“ oder „Glaube Liebe Hoffnung“ wieder bekannt geworden.

Der in Australien geborene Pianist James Maddox studierte am Conservatorium of Music in Sydney, Australien bei Nikolai Evrov und in Verona bei Alexander Lonquich und Edoardo Strabbioli. Als Kammermusiker und Liedbegleiter sowie als Solist konzertiert er in Europa, Asien und Australien. Als Orchesterpianist spielt er im Beethoven Orchester Bonn, im Gürzenich Orchester Köln und mit den Bochumer Symphonikern unter Dirigenten und Komponisten wie Michael Tilson Thomas, Christoph Eschenbach, Peter Eötvös und Krzysztof Penderecki. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören die Geiger Ida Bieler, Christian Altenburger und Ulrike-Anima Mathé, die Cellistin Maria Kliegel, die Klarinettisten Robert Oberaigner und Jörg Widmann, das Mannheimer Streichquartett und das Streichquartett Bermuda4. Mit der Mezzo-Sopranistin Susanne Blattert gibt er regelmäßig Liederabende und die Sopranistin Ingrid Schmithüsen gastiert auf seiner Gesamtaufnahme des Notenbüchleins für Anna Magdalena Bach, die als Doppel-CD bei Coviello Classics erschienen ist. James Maddox ist seit 1995 Dozent an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und künstlerischer Leiter der Brahms-Tage in Bonn-Endenich, die seit 2008 jährlich stattfinden.

Lesung Barbara Teuber | Klavier James Maddox

—| Pressemeldung Theater Bonn |—